Poetry

Sommer-Erinnerung im Spätherbst

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Liebe Leserinnen und Leser,

so üppig, wie die Natur uns im Sommer umgibt, mit einer Überfülle von Licht liebkost bei erträglichen Temperaturen unter dem sanftwolkigen Cumulus-Wolken-Himmel – den es gar nicht so oft gibt übers Jahr hinweg  – so sparsam ist zu uns der knappe, oft graue und kaltnasse Tag im Spätherbst und Winter. Wir haben aber viel transformative Gewalt darin verwendet, die dunkle Zeit des Jahres mit dem Gedröhn unzähliger Maschinen, die beängstigend schnell durch die Dunkelheit rasen, zu besetzen, so daß vermutlich die wahre Kraft, die es zu bannen gilt, ebenso stark sein muss. Technik ist Bann-Zauber. Das gilt, unsentimental, auch für die elektrische Weihnachtsbeleuchtung. Wenn wir die Tage im Jahr im Geiste miteinander verbinden, und einen der langen Sommertage durch einen der dunklen Wintertage im Geiste aufwiegen, so finden wir eine besondere Art von Gleichgewicht, wie es auch tatsächlich zwischen den Zeichen Schütze/Zwillinge – oder – wie bald – Steinbock/Krebs besteht. Und daher (sowie aus ganz praktisch historischen Gründen, die Oskar Adler sehr anschaulich erklärt) auch keine eigentliche Jahreszeitbindung der Tierkreiszeichen besteht: Steinbock ist eine „Qualität“, die sowohl im Winter, als auch im Sommer angetroffen werden kann, und das gilt für Jupiter genauso. Obiges Bild meint aber gewiss Jupiter, „No doubt!“

Mit freundlichen Grüßen,

Markus