Astrologie

Chariklo – Χαρικλώ

Liebe Leserinnen und Leser,

Χαρικλώ, zwei männlichen Wesen zugeordnet, dem Zentaur Chiron und dem Hirten Eueres, mit dem sie auch den blinden Seher zum Sohn hatte, Teiresias. Es kam so: Teiresias erblickt Athene beim Bad und wird dadurch blind, die Göttin Athene ist zornig. Chariklo bittet ihre Freundin Athene darum, dies rückgängig zu machen, doch es war unmöglich. Da Chariklo ihr aber wichtig ist, reinigt Athene Teiresias stattdessen die Ohren, sodass er die Vögel verstehen kann und gibt ihm einen Stab, um sich darauf zu stützen.

Χαρικλώ ist völlig unerforscht, soweit ich weiß, natürlich hat aber Zane B. Stein bereits ein paar Sachen herausgefunden, mal gucken, ob ich´s finde.

Daß Teiresias Sehertum einherging mit dem Verständnis für die Sprache der Vögel, rührt auch daher, daß die Menschen bis vor etwa dreihundert Jahren noch ganz selbstverständlich davon ausgingen, daß die Vögel tatsächlich eine intelligente Sprache haben; der Biologismus darwinscher Prägung hatte noch keine Ausschließlichkeit des Weltverstehens beansprucht, er machte später aus Vogelstimmen Balzrufe und Revierabgrenzung, aber zu Teiresias Zeiten war er noch nicht ge- oder besser: erfunden.

Für die astrologische Bedeutung dieses Asteroiden unten den Zentauren (zwischen Jupiter und Neptun) spricht der Davidstern im Aspektgebilde des Entdeckungshoroskops, welches wir zuerst sehen, hier im ersten Horoskop. Das zweite ist nochmal genau dasselbe ohne Aspekte, dafür aber mit meiner Aspektscheibe auf die Mars/Saturn Opposition eingestellt, die Opposition Mond/Pluto und das genaue Verhältnis von Mars zu Uranus, der wiederum – auch sehr exakt in Konjunktion mit Jupiter im Wassermann, also im Geist(es)zeichen steht. Das Horoskop ist dasselbe, aber nun erkennen wir die Qualitäten der Aspekte:

Jupiter befindet, wie auf befreiende Art (Uranus) im Zeichen der Technik (Wassermann) der Gegensatz zwischen Mars und Saturn überwunden wird, die in Waage und Widder stehen, das Tor des Neuen, Nordknoten in der Nähe, aber im Zeichen Jungfrau. Mond in Zwillinge übernimmt das Schütze-Haus 9 – Weisheit wird Wissen …

Ich brauche nicht extra auf das unglaubliche Haus 5 des Horoskops hinzuweisen, Saturn und Südknoten in Haus 7 und Lilith von Haus 12 – im Löwen, der kollektiven Ebene.

Also ich glaube, dieses Horoskop lohnt sich mal – Chariklo genau in die Beobachtung aufzunehmen: für jetzt steht sie ja im Schützen am Neumond! Sie wohnt im Löwen in Haus 11 – roter Faden einer neuen, post-patriarchalen Astrologie. Ein Wassermann Stellium mit dem Hausherrn Uranus ist durch die Opposition integriert und setzt das Thema Liebe und Freiheit. Mit Chiron hat sie die Tochter Ocyroe, der laut Ovid die Verwandlung in eine Stute widerfährt, wohl wegen Chiron, dem Vater: „Ich verwandle mich in eine Stute, eine mir verwandte Gestalt. Doch warum ganz – in equam cognataque corpora vertor, tota tamen quare?“ Ovid, Metamorphosen, Zweites Buch, 664).

„Warum ganz?“ fragt die Tochter Chariklos: Ocyroe, weil Vater Chiron doch auch nur halb equus – Pferd war. Verwandelt wird sie aber wegen der Kunst der Weissagung, einer Art Übertretung: „Lieber hätte ich die Zukunft nicht gewußt“ – so sieht es jedenfalls Ovid – sie wäre nicht zum Pferd geworden – als hätte die Natur einen eigentümlichen Sog zurück – den Reiz der Wildheit auch.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Die Nymphe (Edouard Steinbrück, *02.05.1802)

http://www.melaniereinhart.com/melanie/Chariklo.htm

Chariklo – Astrowiki-de

Chariklo 2012 Sternenlichter – sehr subjektiv – danke für die Inspiration …

Innen (auch obere beide): 14.02.1997 19:51 Tucson, außen 25.11.2011

Poetry

Sonne im Schützen

Der Sturz des Phaeton in Eichstädt in der Fürstbischöflichen Residenz. Foto © Termin

Liebe Leserinnen und Leser,

Schütze ist das Zeichen des Zeus, des Blitzeschleuderers, wie wir ihn hier im Gemälde sehen unten rechts. Neben ihm steht Merkur, deutet mit seinem „Zauberstab“ auch Richtung „Phaeton“, der Sohn des Phoebus Appolon, der Sonne sein soll, und recht eigentlich dürftig verschleiernd die Sonne selbst ist. So ist er auch gemalt, er stürzt im Bild selbst, die Schulter an einer dunklen Wolke, und das Licht im Rücken. Dabei ist der goldene Wagen die Identität mit dem Licht unserer Sonne. Neben Merkur kann man in Konjunktion – sie werden von einer geisterhaften dritten Person gehalten –  auch Venus finden, wir erkennen sie daran, daß sie nackt ist. In Konjunktion – im erweiterten und richtigen Sinne im Zeichen Schütze sind sie jetzt auch. Für mich am bemerkenswertesten an diesem Barock-Horoskop ist die Kraftübertragung von Zeus/Jupiter zur Sonne, die durch den fallenden Goldwagen mit-symbolisiert ist. Die Alten waren also tatsächlich der Meinung, daß der kleine Jupiter Kraft und Einfluss über die riesige Sonne hätte. Das ist das Bemerkenswerteste. Und natürlich die Sage selbst. Es ist klar – allein schon, wenn wir an die Blitze = Elektrizität denken, daß hier die Sonnenzyklen bekannt waren, jene ca. 12 Jahre währenden Runden einer Kraft-Kommunikation zwischen Sonne und Erde (und allem anderen im Sonnenradialfeld), die durch die Aurora Borealis und alle Auroren im Kosmos sichtbar für unsere Sinne mit der veränderten/verstärkten „Sonnenkommunikation“ gebracht werden kann.

Bild: Nasa

Weiter gilt dem Inhalt der Sage dieselbe Aufmerksamkeit, wie dem Herodot-Zitat vor zwei Tagen: wieder wird von einem kosmischen Ereignis berichtet in dem Gemälde nach dem Vorbild der Mythologie. Und wieder geht es um einen veränderten Sonnen-Rhythmus, eine Störung des Bahnverlaufs, aber Zeus, der Blitzeschleuderer, hält in verbundenem Gleichgewicht die Sonne in Wahrheit fest.

Bekannt ist eine Deutung, wonach ein Meteoriten-Einschlag memoriert wäre: aber das hieße, das Bild zu mißdeuten: wenn Apollon (oder sein Sohn) Phaeton „stürzte“ in den alten Sagen, dann gerade der, und nicht etwas anderes. Also ein zweiter deutlicher Hinweis auf verborgene Rhythmen. Für das Sonnen-Ingres -Horoskop im Zeichen Schütze sehen wir Neptun und Chiron in Haus 10 und Zwillinge aufsteigend, aber auch den Südknoten am AC, es geht also auch um vergangenes Karma und Täuschung!

Sonne Quadrat Chiron passt jedenfalls zum Gemälde!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Sonne Schütze 2011 Nürnberg 17:08

„Nahe grenzet das Haus, wo er aufsteigt unserem Lande: unde oritur, domus est terrae contermina nostrae … “ (Ovid, Metamorphosen).

Denn: das Gemälde steht still, und so dynamisch-Schütze-mäßig* es insgesamt daherkommt, es ist ein eingefrorenes Bild höchster Dynamik. Und doch steht es geheimnisvoller Weise still.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

* Im Pathos, sein Ausdruck ist Pluto = Skorpion- (Und Neptun vielleicht)!

2012

Mars/Pluto Trigon

23.11.2011 15:06 Nürnberg

Liebe Leserinnen und Leser,

obige Darstellung soll angeblich „Bolon Yoke´K´hu“ sein, von dem die Maya mit ihrem unglaublich präzisen Kalender glaub(t)en, er werde am Ende ihrer Zähl-Zeit, also – más o menos nächstes Jahr –  zurückkehren. Dazu passend wird bei uns die Relativitätstheorie obsolet.

Ich habe in der Zwischenzeit einiges an Maya-Folklorisierung gelesen (initiiert durch Jose Argüelles), gegen die ich vor allem wegen der Grausamkeit der Opferriten erhebliche Bedenken habe.

Mir sind zusammenfassend wegen des Maya-Kalenders im Grunde genommen nur einige ganz wesentliche Fragen/Feststellungen hängen geblieben, die ich euch hier mitteilen möchte:

1. Der Maya-Kalender ist ein astrologischer Kalender. Ein wesentlicher Bestandteil ist der Rhythmus Venus/Erde = 8/13, woraus sich der Festzyklus von 52 Jahren = 1/2 104 = 13 mal 8 ergibt. Der Kalender „funktioniert“ ebenso, wie Bach´s barocke Musik: mittels des Versuchs/Betreibens,  die Welt harominkal zu strukturieren: zu dem Zweck (wie ich glaube), Sicherheit zu gewinnen.

Und zwar – bei den Maya – anhand von Venus-Sonnen Konjunktionen/Rhythmen: vielleicht, weil zu dieser Zeit keine Besuche ihrer grausamen „Götter“ möglich waren (die hintere Konjunktion)?!

2. Bezieht sich der Kalender irgendwie auf kosmische Rhythmen, die uns bisher unbekannt sind? Mit anderen Worten: datiert sein Beginn – Pluto stand 3113 a. Chr. auf 22:54 Grad Steinbock – irgendwie auf einen Rhythmus des planetaren Systems, der uns bislang verborgen geblieben ist?

Hierzu möchte ich nochmals ausführlich Herodot zitieren, jenen hellenischen Ägypten-Reisenden, der uns eine detaillierte Beschreibung des Glaubens- und Sittensystems der Ägypter der vor-alexandrinischen Zeit hinterlassen hat. In Buch II (140 ff) über die Geschichte der Menschen und Götter findet sich folgender Absatz:

„In einem Zeitraum von elftausenddreihundertvierzig Jahren haben nur menschliche Könige, nicht Götter in Menschengestalt, in Ägypten geherrscht. Ja auch bei den vor und nach diesem Zeitraum lebenden Königen sei es nicht anders, meinten sie.

Während dieser Zeit sei die Sonne viermal (nicht) an ihrem gewohnten Ort aufgegangen. Wo sie jetzt untergeht, dort sei sie zweimal aufgegangen, und wo sie jetzt aufgeht, sei sie zweimal untergegangen.

In Ägypten hätte sich dadurch nichts verändert,“ so der Bericht der Hephaistos-Priester , „weder in Bezug auf die Pflanzenwelt noch in Bezug auf die Tätigkeit des Flusses, weder in Bezug auf die Krankheiten noch in Bezug auf den Tod der Menschen.“

Und weiter:

„Vor diesen Menschen allerdings hätten Götter über Ägypten geherrscht, die zusammen mit den Menschen gelebt; und einer von ihnen sei immer der Mächtigste gewesen.“

Handelt es sich bei diesem Bericht um eine Märchen-Erzählung der ägyptischen Priester? Gewiss nicht; wer die Religion der alten Ägypter nur einigermaßen durchschaut, wird verstehen, daß sie gar nicht lügen/fabulieren konnten.

Wir müssen also davon ausgehen, daß es tatsächlich kosmische Rhythmen gibt, die wir noch nicht kennen, und ich gebe zu, ich wünschte zutiefst, wir würden 2012 ein solches, von den alten Priestern beschriebenes kosmisches Ereignis bekommen, denn es wäre wohl das einzige, was die Menschheit zum Umlenken bewegen könnte in ihrem wahnsinnigen Crash-Kurs gegen die eigene und die Welt-Natur.

Wie es allerdings möglich sein sollte, daß die Sonne/Erde Relation sich absolut folgenlos umkehrt, dazu habe ich im Augenblick noch keine Idee. Wobei hervorgehoben werden muss, daß es eben schon von den Priestern bemerkenswerterweise hervorgehoben ist, wie als hätten diese Priester, die doch angeblich noch geozentrisch dachten, gewußt, daß gemäß der Erwartungshaltung ihrer Rezipienten eigentlich eine Sintflut mit solchen kosmischen Bewegungen einhergehen müßte … jedoch nichts dergleichen:

„In Ägypten hätte sich dadurch nichts verändert, weder in Bezug auf die Pflanzenwelt noch in Bezug auf die Tätigkeit des Flusses, weder in Bezug auf die Krankheiten noch in Bezug auf den Tod der Menschen.“

3. Ich bin davon überzeugt, daß der 360-Tages Kalender, der sogenannte Haab, nur Sinn macht, wenn die Erde tatsächlich einmal in 360 Tagen um die Sonne lief (die zusätzlichen 5-komma nochwas Tage werden in allen Weltkulturen als Fremd-Ergänzung betrachtet und kultisch „bedient“, eventuell bevor sie sich den Mond zu ihrer Begleitung einfing. Das könnte – folgt man den Ideen von Helmut Friedrich Krause – tatsächlich erst in geschichtlicher Zeit passiert sein. Und wenn der Tzolkin, der 260-Tages Kalender nicht auf dem Erd/Venus Rhythmus basiert, wäre er unter Umständen die noch ältere Kalender-Variante, die auf einem anderen kosmischen Ereignis fußt (oder eben – viel tiefer und wahrscheinlicher in der Zeit – der Lauf der Erde um die Sonne ohne Mond). Mit anderen Worten: ich glaube, die verschiedenen Zeiträume der drei Kalender beruhen jeweils auf zeitlich gestaffelten kosmischen Großereignisssen, welche die Maya mittels ihres Kalender-Berechnungssystems miteinander in Bezug zu bringen trachteten.

4. Was nun „Bolon Yoke´K´hu“ betrifft, so ähnelt er – wie ich finde – Spielbergs Monstern in „Aliens & Cowboys“ und kann nur, wie ich meine, aus der habitablen – der wasserflüssigen Zone – im Kosmos stammen, meines Erachtens von der Venus. Seine Rückkehr möge der kosmische Christus bannen: hat er schon, glaube ich.

5. Die Maya hängen viel enger mit unserer Astrologie und unseren Tierkreiszeichen zusammmen, als bisher bekannt. Ihre Sprache ähnelt auf sehr merkwürdige Art dem uralt-hochdeutschen (wesentliche Wörter wie „Wasser“, „Axt“, „Fluss“ etc.), und es ist bekannt, daß die Himmelsscheibe von Nebra eine Navigation preisgibt, die sich gut mit den zyklischen Besuchen (jeweils zu Saturn im Stier) auf den karibischen Inseln verknüpfen läßt. Thor Heyerdahl hat gezeigt, daß unsere Steinzeit-Vorfahren Weltreisende waren, und Plutarch („Das Gesicht im Mond“) berichtet davon ganz konkret.

Soweit die aktuellen Verknüpfungen …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Personen

Heinrich von Kleist

Liebe Leserinnen und Leser,

ich habe heute nicht so viel Zeit, mich intensiv mit Kleist zu beschäftigen, aber sein Horoskop will ich gerne hochladen (und Kleist selbst zu Wort kommen lassen).

Zwei Sachen finde ich besonders bemerkenswert, deshalb habe ich – obwohl Kleist lange im Jenseits ( … und vielleicht lange schon wieder inkarniert … ) ist – auch die Transite für das heutige Datum eingestellt. Da sehen wir: Saturn steht genau über seiner Sonne, Neptun und Chiron: Täuschung und Lüge im negativen Fall – kommen ihm entgegen. Eine faire Betrachtung kann er nicht erwarten.

Unten dann das Horoskop des Todestages mit Pluto rückläufig exakt an der Spitze zum Haus 8 in Verbindung mit dem Südknoten. Das ist astrologisch eindeutig und wird immer wieder gefunden (wenn auch in anderen Variationen, die ich mir einzeln aufzuzählen spare).

Innen Heinrich von Kleist: 18.10.1777 01:00 Frankfurt an der Oder, außen heute 21.11.2011

Innen Kleist, außen Todestag 21.11.1811

Ich bin kein Freund des Theaters, es langweilt mich über alle Maßen, ich mag lieber den Film. Und so kenne ich Kleists Stücke nicht. Aber niemals habe ich – außer vielleicht bei Thomas Pynchon oder Thomas Mann – etwas Eindrucksvolleres gelesen, wie die Novelle „Michael Kohlhaas“. Ich kann nur jeder/jedem empfehlen, diese Erzählung – auch und gerade vor dem Hintergrund der auf uns zu kommenden Revolutions-Konstellation (Pluto im Wassermann/Uranus im Löwen) gründlich zu verinnerlichen. Das ist keine Literatur, sondern eine berichtete Dynamik, die einem den Atem anhalten läßt. Auch und gerade im Sinne der „occupy“-Bewegung, die hier in Deutschland besonders zahm ist.

Doch alles, was uns in gegenwärtiger und absehbarer Zeit an nachhaltiger Veränderung gelingt – und bisher ist alles bloß pseudo: Umwelt, Finanzen, Freiheit – trägt dazu bei, kommende Revolution „abzuflachen“ – und am besten, sie findet überhaupt nicht statt – denn es gibt nichts Schlimmeres, wie der plötzliche Ausbruch entfesselter und gewaltbereiter Massen, die nach Gerechtigkeit hungern. Hätten unsere führenden Köpfe doch Mumm und Weisheit genug, den ein oder anderen großen Wurf zu wagen. Doch das ist nicht leicht – im Grunde macht Kanzlerin Merkel in Anbetracht der Umstände und Blödigkeiten allenthalben sogar einen guten Job.

Nachtrag 22.08.2021 – wie naiv man doch war – der „große Wurf“ entpuppt sich als phantasielose Tyrannei.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

P.S.: Kleist gehört zur „Pluto in Steinbock“-Generation, wie jetzt eben auch. Merkur/Sonne drittes Haus zeigt wieder, was Hans Wollschläger gern zum Mantra erhob: „Leute, die schreiben, sind Menschen, denen das Schreiben schwerfällt“. Kleists Problem ist Chiron Haus 9 – Veröffentlichung ist nicht leicht und Mars, der Hausherrscher, steht nicht öffentlich, sondern versteckt in Haus 4, sein Dispositor Jupiter in Haus 12. Auf lange Sicht aber nützt es dem Vaterland (Haus 4) und der Welt (Haus 12).

„An den Ufern der Havel lebte, um die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts, ein Roßhändler, namens Michael Kohlhaas, Sohn eines Schulmeisters, einer der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit. – Dieser außerordentliche Mann würde, bis in sein dreißigstes Jahr für das Muster eines guten Staatsbürgers haben gelten können. Er besaß in einem Dorfe, das noch von ihm den Namen führt, einen Meierhof, auf welchem er sich durch sein Gewerbe ruhig ernährte; die Kinder, die ihm sein Weib schenkte, erzog er, in der Furcht Gottes, zur Arbeitsamkeit und Treue; nicht einer war unter seinen Nachbarn, der sich nicht seiner Wohltätigkeit, oder seiner Gerechtigkeit erfreut hätte; kurz, die Welt würde sein Andenken haben segnen müssen, wenn er in einer Tugend nicht ausgeschweift hätte. Das Rechtgefühl aber machte ihn zum Räuber und Mörder.

Er ritt einst, mit einer Koppel junger Pferde, wohlgenährt alle und glänzend, ins Ausland, und überschlug eben, wie er den Gewinst, den er auf den Märkten damit zu machen hoffte, anlegen wolle: teils, nach Art guter Wirte, auf neuen Gewinst, teils aber auch auf den Genuß der Gegenwart: als er an die Elbe kam, und bei einer stattlichen Ritterburg, auf sächsischem Gebiete, einen Schlagbaum traf, den er sonst auf diesem Wege nicht gefunden hatte. Er hielt, in einem Augenblick, da eben der Regen heftig stürmte, mit den Pferden still, und rief den Schlagwärter, der auch bald darauf, mit einem grämlichen Gesicht, aus dem Fenster sah. Der Roßhändler sagte, daß er ihm öffnen solle. Was gibts hier Neues? fragte er, da der Zöllner, nach einer geraumen Zeit, aus dem Hause trat. Landesherrliches Privilegium, antwortete dieser, indem er aufschloß: dem Junker Wenzel von Tronka verliehen. – So, sagte Kohlhaas. Wenzel heißt der Junker? und sah sich das Schloß an, das mit glänzenden Zinnen über das Feld blickte. Ist der alte Herr tot? – Am Schlagfluß gestorben, erwiderte der Zöllner, indem er den Baum in die Höhe ließ. – Hm! Schade! versetzte Kohlhaas. Ein würdiger alter Herr, der seine Freude am Verkehr der Menschen hatte, Handel und Wandel, wo er nur vermochte, forthalf, und einen Steindamm einst bauen ließ, weil mir eine Stute, draußen, wo der Weg ins Dorf geht, das Bein gebrochen. Nun! Was bin ich schuldig? – fragte er; und holte die Groschen, die der Zollwärter verlangte, mühselig unter dem im Winde flatternden Mantel hervor. »Ja, Alter«, setzte er noch hinzu, da dieser: hurtig! hurtig! murmelte, und über die Witterung fluchte: »wenn der Baum im Walde stehen geblieben wäre, wärs besser gewesen, für mich und Euch«; und damit gab er ihm das Geld und wollte reiten. Er war aber noch kaum unter den Schlagbaum gekommen, als eine neue Stimme schon: halt dort, der Roßkamm! hinter ihm vom Turm erscholl, und er den Burgvogt ein Fenster zuwerfen und zu ihm herabeilen sah. Nun, was gibts Neues? fragte Kohlhaas bei sich selbst, und hielt mit den Pferden an. Der Burgvogt, indem er sich noch eine Weste über seinen weitläufigen Leib zuknüpfte, kam, und fragte, schief gegen die Witterung gestellt, nach dem Paßschein. – Kohlhaas fragte: der Paßschein? Er sagte ein wenig betreten, daß er, soviel er wisse, keinen habe; daß man ihm aber nur beschreiben möchte, was dies für ein Ding des Herrn sei: so werde er vielleicht zufälligerweise damit versehen sein. Der Schloßvogt, indem er ihn von der Seite ansah, versetzte, daß ohne einen landesherrlichen Erlaubnisschein, kein Roßkamm mit Pferden über die Grenze gelassen würde. Der Roßkamm versicherte, daß er siebzehn Mal in seinem Leben, ohne einen solchen Schein, über die Grenze gezogen sei; daß er alle landesherrlichen Verfügungen, die sein Gewerbe angingen, genau kennte; daß dies wohl nur ein Irrtum sein würde, wegen dessen er sich zu bedenken bitte, und daß man ihn, da seine Tagereise lang sei, nicht länger unnützer Weise hier aufhalten möge. Doch der Vogt erwiderte, daß er das achtzehnte Mal nicht durchschlüpfen würde, daß die Verordnung deshalb erst neuerlich erschienen wäre, und daß er entweder den Paßschein noch hier lösen, oder zurückkehren müsse, wo er hergekommen sei. Der Roßhändler, den diese ungesetzlichen Erpressungen zu erbittern anfingen, stieg, nach einer kurzen Besinnung, vom Pferde, gab es einem Knecht, und sagte, daß er den Junker von Tronka selbst darüber sprechen würde. Er ging auch auf die Burg; der Vogt folgte ihm, indem er von filzigen Geldraffern und nützlichen Aderlässen derselben murmelte; und beide traten, mit ihren Blicken einander messend, in den Saal. Es traf sich, daß der Junker eben, mit einigen muntern Freunden, beim Becher saß, und, um eines Schwanks willen, ein unendliches Gelächter unter ihnen erscholl, als Kohlhaas, um seine Beschwerde anzubringen, sich ihm näherte. Der Junker fragte, was er wolle; die Ritter, als sie den fremden Mann erblickten, wurden still; doch kaum hatte dieser sein Gesuch, die Pferde betreffend, angefangen, als der ganze Troß schon: Pferde? Wo sind sie? ausrief, und an die Fenster eilte, um sie zu betrachten. Sie flogen, da sie die glänzende Koppel sahen, auf den Vorschlag des Junkers, in den Hof hinab; der Regen hatte aufgehört; Schloßvogt und Verwalter und Knechte versammelten sich um sie, und alle musterten die Tiere. Der eine lobte den Schweißfuchs mit der Blesse, dem andern gefiel der Kastanienbraune, der dritte streichelte den Schecken mit schwarzgelben Flecken; und alle meinten, daß die Pferde wie Hirsche wären, und im Lande keine bessern gezogen würden. Kohlhaas erwiderte munter, daß die Pferde nicht besser wären, als die Ritter, die sie reiten sollten; und forderte sie auf, zu kaufen. Der Junker, den der mächtige Schweißhengst sehr reizte, befragte ihn auch um den Preis; der Verwalter lag ihm an, ein Paar Rappen zu kaufen, die er, wegen Pferdemangels, in der Wirtschaft gebrauchen zu können glaubte; doch als der Roßkamm sich erklärt hatte, fanden die Ritter ihn zu teuer, und der Junker sagte, daß er nach der Tafelrunde reiten und sich den König Arthur aufsuchen müsse, wenn er die Pferde so anschlage. Kohlhaas, der den Schloßvogt und den Verwalter, indem sie sprechende Blicke auf die Rappen warfen, mit einander flüstern sah, ließ es, aus einer dunkeln Vorahndung, an nichts fehlen, die Pferde an sie los zu werden. Er sagte zum Junker: »Herr, die Rappen habe ich vor sechs Monaten für 25 Goldgülden gekauft; gebt mir 30, so sollt Ihr sie haben.« Zwei Ritter, die neben dem Junker standen, äußerten nicht undeutlich, daß die Pferde wohl so viel wert wären; doch der Junker meinte, daß er für den Schweißfuchs wohl, aber nicht eben für die Rappen, Geld ausgeben möchte, und machte Anstalten, aufzubrechen; worauf Kohlhaas sagte, er würde vielleicht das nächste Mal, wenn er wieder mit seinen Gaulen durchzöge, einen Handel mit ihm machen; sich dem Junker empfahl, und die Zügel seines Pferdes ergriff, um abzureisen. In diesem Augenblick trat der Schloßvogt aus dem Haufen vor, und sagte, er höre, daß er ohne einen Paßschein nicht reisen dürfe. Kohlhaas wandte sich und fragte den Junker, ob es denn mit diesem Umstand, der sein ganzes Gewerbe zerstöre, in der Tat seine Richtigkeit habe? Der Junker antwortete, mit einem verlegnen Gesicht, indem er abging: ja, Kohlhaas, den Paß mußt du lösen. Sprich mit dem Schloßvogt, und zieh deiner Wege. Kohlhaas versicherte ihn, daß es gar nicht seine Absicht sei, die Verordnungen, die wegen Ausführung der Pferde bestehen möchten, zu umgehen; versprach, bei seinem Durchzug durch Dresden, den Paß in der Geheimschreiberei zu lösen, und bat, ihn nur diesmal, da er von dieser Forderung durchaus nichts gewußt, ziehen zu lassen. Nun! sprach der Junker, da eben das Wetter wieder zu stürmen anfing, und seine dürren Glieder durchsauste: laßt den Schlucker laufen. Kommt! sagte er zu den Rittern, kehrte sich um, und wollte nach dem Schlosse gehen. Der Schloßvogt sagte, zum Junker gewandt, daß er wenigstens ein Pfand, zur Sicherheit, daß er den Schein lösen würde, zurücklassen müsse. Der Junker blieb wieder unter dem Schloßtor stehen. Kohlhaas fragte, welchen Wert er denn, an Geld oder an Sachen, zum Pfande, wegen der Rappen, zurücklassen solle? Der Verwalter meinte, in den Bart murmelnd, er könne ja die Rappen selbst zurücklassen. Allerdings, sagte der Schloßvogt, das ist das Zweckmäßigste; ist der Paß gelöst, so kann er sie zu jeder Zeit wieder abholen. Kohlhaas, über eine so unverschämte Forderung betreten, sagte dem Junker, der sich die Wamsschöße frierend vor den Leib hielt, daß er die Rappen ja verkaufen wolle; doch dieser, da in demselben Augenblick ein Windstoß eine ganze Last von Regen und Hagel durchs Tor jagte, rief, um der Sache ein Ende zu machen: wenn er die Pferde nicht loslassen will, so schmeißt ihn wieder über den Schlagbaum zurück; und ging ab. Der Roßkamm, der wohl sah, daß er hier der Gewalttätigkeit weichen mußte, entschloß sich, die Forderung, weil doch nichts anders übrig blieb, zu erfüllen; spannte die Rappen aus, und führte sie in einen Stall, den ihm der Schloßvogt anwies. Er ließ einen Knecht bei ihnen zurück, versah ihn mit Geld, ermahnte ihn, die Pferde, bis zu seiner Zurückkunft, wohl in acht zu nehmen, und setzte seine Reise, mit dem Rest der Koppel, halb und halb ungewiß, ob nicht doch wohl, wegen aufkeimender Pferdezucht, ein solches Gebot, im Sächsischen, erschienen sein könne nach Leipzig, wo er auf die Messe wollte, fort.

In Dresden, wo er, in einer der Vorstädte der Stadt, ein Haus mit einigen Ställen besaß, weil er von hier aus seinen Handel auf den kleineren Märkten des Landes zu bestreiten pflegte, begab er sich, gleich nach seiner Ankunft, auf die Geheimschreiberei, wo er von den Räten, deren er einige kannte, erfuhr, was ihm allerdings sein erster Glaube schon gesagt hatte, daß die Geschichte von dem Paßschein ein Märchen sei. Kohlhaas, dem die mißvergnügten Räte, auf sein Ansuchen, einen schriftlichen Schein über den Ungrund derselben gaben, lächelte über den Witz des dürren Junkers, obschon er noch nicht recht einsah, was er damit bezwecken mochte; und die Koppel der Pferde, die er bei sich führte, einige Wochen darauf, zu seiner Zufriedenheit, verkauft, kehrte er, ohne irgend weiter ein bitteres Gefühl, als das der allgemeinen Not der Welt, zur Tronkenburg zurück. Der Schloßvogt, dem er den Schein zeigte, ließ sich nicht weiter darüber aus, und sagte, auf die Frage des Roßkamms, ob er die Pferde jetzt wieder bekommen könne: er möchte nur hinunter gehen und sie holen. Kohlhaas hatte aber schon, da er über den Hof ging, den unangenehmen Auftritt, zu erfahren, daß sein Knecht, ungebührlichen Betragens halber, wie es hieß, wenige Tage nach dessen Zurücklassung in der Tronkenburg, zerprügelt und weggejagt worden sei. Er fragte den Jungen, der ihm diese Nachricht gab, was denn derselbe getan? und wer während dessen die Pferde besorgt hätte? worauf dieser aber erwiderte, er wisse es nicht, und darauf dem Roßkamm, dem das Herz schon von Ahnungen schwoll, den Stall, in welchem sie standen, öffnete. Wie groß war aber sein Erstaunen, als er, statt seiner zwei glatten und wohlgenährten Rappen, ein Paar dürre, abgehärmte Mähren erblickte; Knochen, denen man, wie Riegeln, hätte Sachen aufhängen können; Mähnen und Haare, ohne Wartung und Pflege, zusammengeknetet: das wahre Bild des Elends im Tierreiche! Kohlhaas, den die Pferde, mit einer schwachen Bewegung, anwieherten, war auf das äußerste entrüstet, und fragte, was seinen Gaulen widerfahren wäre? Der Junge, der bei ihm stand, antwortete, daß ihnen weiter kein Unglück zugestoßen wäre, daß sie auch das gehörige Futter bekommen hätten, daß sie aber, da gerade Ernte gewesen sei, wegen Mangels an Zugvieh, ein wenig auf den Feldern gebraucht worden wären. Kohlhaas fluchte über diese schändliche und abgekartete Gewalttätigkeit, verbiß jedoch, im Gefühl seiner Ohnmacht, seinen Ingrimm, und machte schon, da doch nichts anders übrig blieb, Anstalten, das Raubnest mit den Pferden nur wieder zu verlassen, als der Schloßvogt, von dem Wortwechsel herbeigerufen, erschien, und fragte, was es hier gäbe? Was es gibt? antwortete Kohlhaas. Wer hat dem Junker von Tronka und dessen Leuten die Erlaubnis gegeben, sich meiner bei ihm zurückgelassenen Rappen zur Feldarbeit zu bedienen? Er setzte hinzu, ob das wohl menschlich wäre? versuchte, die erschöpften Gaule durch einen Gertenstreich zu erregen, und zeigte ihm, daß sie sich nicht rührten. Der Schloßvogt, nachdem er ihn eine Weile trotzig angesehen hatte, versetzte: seht den Grobian! Ob der Flegel nicht Gott danken sollte, daß die Mähren überhaupt noch leben? Er fragte, wer sie, da der Knecht weggelaufen, hätte pflegen sollen? Ob es nicht billig gewesen wäre, daß die Pferde das Futter, das man ihnen gereicht habe, auf den Feldern abverdient hätten? Er schloß, daß er hier keine Flausen machen möchte, oder daß er die Hunde rufen, und sich durch sie Ruhe im Hofe zu verschaffen wissen würde. – Dem Roßhändler schlug das Herz gegen den Wams. Es drängte ihn, den nichtswürdigen Dickwanst in den Kot zu werfen, und den Fuß auf sein kupfernes Antlitz zu setzen. Doch sein Rechtgefühl, das einer Goldwaage glich, wankte noch; er war, vor der Schranke seiner eigenen Brust, noch nicht gewiß, ob eine Schuld seinen Gegner drücke; und während er, die Schimpfreden niederschluckend, zu den Pferden trat, und ihnen, in stiller Erwägung der Umstände, die Mähnen zurecht legte, fragte er mit gesenkter Stimme: um welchen Versehens halber der Knecht denn aus der Burg entfernt worden sei? Der Schloßvogt erwiderte: weil der Schlingel trotzig im Hofe gewesen ist! Weil er sich gegen einen notwendigen Stallwechsel gesträubt, und verlangt hat, daß die Pferde zweier Jungherren, die auf die Tronkenburg kamen, um seiner Mähren willen, auf der freien Straße übernachten sollten! – Kohlhaas hätte den Wert der Pferde darum gegeben, wenn er den Knecht zur Hand gehabt, und dessen Aussage mit der Aussage dieses dickmäuligen Burgvogts hätte vergleichen können. Er stand noch, und streifte den Rappen die Zoddeln aus, und sann, was in seiner Lage zu tun sei, als sich die Szene plötzlich änderte, und der Junker Wenzel von Tronka, mit einem Schwarm von Rittern, Knechten und Hunden, von der Hasenhetze kommend, in den Schloßplatz sprengte. Der Schloßvogt, als er fragte, was vorgefallen sei, nahm sogleich das Wort, und während die Hunde, beim Anblick des Fremden, von der einen Seite, ein Mordgeheul gegen ihn anstimmten, und die Ritter ihnen, von der andern, zu schweigen geboten, zeigte er ihm, unter der gehässigsten Entstellung der Sache, an, was dieser Roßkamm, weil seine Rappen ein wenig gebraucht worden wären, für eine Rebellion verführe. Er sagte, mit Hohngelächter, daß er sich weigere, die Pferde als die seinigen anzuerkennen. Kohlhaas rief: »das sind nicht meine Pferde, gestrenger Herr! Das sind die Pferde nicht, die dreißig Goldgülden wert waren! Ich will meine wohlgenährten und gesunden Pferde wieder haben!« – Der Junker, indem ihm eine flüchtige Blässe ins Gesicht trat, stieg vom Pferde, und sagte: wenn der H… A… die Pferde nicht wiedernehmen will, so mag er es bleiben lassen. Komm, Günther! rief er – Hans! Kommt! indem er sich den Staub mit der Hand von den Beinkleidern schüttelte; und: schafft Wein! rief er noch, da er mit den Rittern unter der Tür war; und ging ins Haus. Kohlhaas sagte, daß er eher den Abdecker rufen, und die Pferde auf den Schindanger schmeißen lassen, als sie so, wie sie wären, in seinen Stall zu Kohlhaasenbrück führen wolle. Er ließ die Gaule, ohne sich um sie zu bekümmern, auf dem Platz stehen, schwang sich, indem er versicherte, daß er sich Recht zu verschaffen wissen würde, auf seinen Braunen, und ritt davon.“

Mundan

Ägypten und Neptun

Liebe Leserinnen und Leser,

hier läßt sich gut erkennen, wie deutlich der „Arabische Frühling“ mit Neptun und Pluto verbunden ist: Neptun stand nach langer Rückläufigkeit zum Samstag bei der Tahirplatz Großdemo wieder punktgenau  auf 28:09:45 Grad Wassermann, exakt so, wie am Tag von Mubaraks Rücktritt, und Pluto ist kein Grad von der damaligen Position entfernt!

Man gewinnt auch zumend den Eindruck, als wäre das Mittelmeer so eine Art „Epizentrum“ der Verwandlung und Europas „Finanzkrise“ in all ihrer vermeintlichen Irrationalität Teil der großen Strudel-Bewegung, die mit Neptun in den Fischen die Welt verändern wird.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Innen Rücktritt Mubarak 11.02.2011 17:03, außen 19.11.2011

Weltbild

Mars als „Überträger des Lichts“

Liebe Leserinnen und Leser,

hier häufen sich die halbwahr flackernden Nachrichten. Abgebildet ist ein Ausschnitt aus der „Welt-Kompakt“ von heute, 18.11.2011, der aber wohl gestern entstand, weshalb unteres Horoskop auf den 17. eingestellt ist.

Wer den Artikel links überfliegt, findet die Themen „Wasser“ und „Verletzung“, Neptun und Chiron schnell – „Europa“ selbst ist ein Wassermythos (man denke an ihren „Ritt“ auf dem schwimmenden Stier nach Kreta; in welchem Stier-Zeichen sich Jupiter ja gerade befindet) – wird aber gleichfalls schnell bemerken, daß jemand Astrologie mit ihrer geistig unreifen Tochter, der „Astronomie“ verwechselt hat.

Keiner von uns glaubt ja hier an den Götzen „Zufall“, insofern bieten auch die Nachbar-Schlagzeilen Neptunisches. Eine Fundgrube; – und die Presse bietet heute, das Thema „Währungen“ betreffend (denn auch da sind wir ja bei Neptun) noch wesentlich mehr …

Tabak und „500“ Todesfälle sind ganz offenbar ein Neptun/Chiron-Thema und der „untergegangene Großkontinent Godwana“ erst recht.

17.11.2011 12:00 MEZ

Aber es kommt noch besser, denn was haltet ihr davon, ist das nicht wahrhaft neptunisch? – :

Gamburzew-Massiv: Geologen enträtseln antarktische Geisterberge – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wissenschaft

Mars fungiert hier als klassischer „Überträger des Lichts“. Er hat erst einen Aspekt zu Neptun gebildet, dann einen zu Chiron, und schließlich gestern einen zu Jupiter. Und da Jupiter und Mars in Erdzeichen stehen, geht es in allen drei Meldungen um die Themen verborgener Kontinent, Boden, Leben im weitesten Sinn, der aber eben in allen drei Fällen (auf dem Mond Europa und in der Antaktis unter dem Eis, beim versunkenen Kontinent „Gondwana“ 2000 Meter unter dem Meeresspiegel (dieser Teil des Artikels ist nicht mehr im Bild) eigenartig unzugänglich, nicht erreichbar ist, und sich auch noch – Jupiter rückläufig – auf ferne Vergangenheiten bezieht.

Die Glimmstengel-Ansage weicht davon ab, versucht aber auch eine Lebens-Rettungsaktion, einen „Aufbau“ von Lebens-Substanz im weitesten Sinn.

Wer die ganz exakten Entsprechungen in der völlig normalen und viel gescholtenen Transit-Astrologie nicht findet, guckt einfach nicht genau genug hin.

Die Verwechslung von Astrologie mit Astronomie ist natürlich köstlich, aber nicht verwunderlich, seitdem die Astronomie-Priester fleißig versuchen, die allgemeine Verunsicherung bezüglich ihrer Messlatte (mit der sie buchstäblich Alles durchdefiniert haben, den Meter z.B.) nach den Messungen am CERN (von denen sie sich eigentlich eine triumphale Bestätigung ihres Standart-Modells versprachen) zu ignorieren. Business as usual und Pfeifen im Walde ist angesagt; schließlich kann man zu Recht davon ausgehen, daß niemand den Zusammenbruch des „Marketing-Tricks“ Urknall (Robert Laughlin, Physik Nobelpreisträger) durchschaut; längst schon hat sich dieser schwachsinnige Begriff wie ein Kraken am kollektiven Unbewußten der Menschheit festgesaugt. Doch dann auch noch das:

Wissenschaftliche Sensation: Das Ur-Kilo wird leichter – manager-magazin.de – Politik

Selbstredend ist das Schwund-Thema auch neptunisch, diesmal sehr passend zum Neptun/Saturn Trigon.

Ich gebe zu, das alles hört sich sehr anti-naturwissenschaftlich an; aber das bin ich gar nicht. Doch die Leutchen, mit denen wir es zu tun haben sind so sehr darauf erpicht, ihre dummdreiste Assistenz bei der technisch gestützten Welt- und Naturzerstörung als höhere Weisheit unters Volk zu bringen (in Wahrheit Milliarden und Abermillarden von Forschungsgeldern abzustauben, und zwar doppelt, wie die Banken: hinterher noch für die vermeintliche „Rettung“ kassieren), während sie gleichzeitig – jeden festen Boden und Maßstab selbst offenbar entbehrend (in Bezug darauf, was „Realität“ ist) uns (den seriösen Astrologen) meinen in kompletter Ignoranz die Leviten lesen zu können, daß man dieser Tage ein paar deutliche Worte zu viel sprechen darf, meine ich.

Am Dienstag führt Mars seinen Lauf ins Trigon zu Pluto fort und Mond wird sogar die Lichtübertragerei heute nochmal „nachstempeln“. Bin mal gespannt, was noch kommt … , ach … schon da!

Zweiter Test am Cern: Neutrinos erneut schneller als das Licht – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wissenschaft

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Partnerschaftsastrologie, Personen

Partnervergleich Lafontaine und Wagenknecht

Liebe Leserinnen und Leser,

bischen Klatsch kann auch sein. Wie passen denn die beiden zusammen?

Pluspunkte sind: beide haben einen Feuer-Mond, Mars Lafontaine und Wagenknecht Venus in Zwillinge, Sonne im Sextil …

Minuspunkte sind: Mars/Mars Opposition – so sicher, wie das Amen in der Kirche kommt der große Krach, das große Zerwürfnis, und zwar mit Auslösungen der Zwillinge oder des Schützen. Er hat Chiron am AC, sie am DC = sie „will“ verletzt werden, er verletzt. Wagenkecht hat den Südknoten in Jungfrau = dort, wo sein Sonne-Selbst ist, da ist für sie (im Prinzip) Vergangenheit.

Composit-Sonne steht in Haus 11 = PR, Öffentlichkeit. Mars/Merkur und Pluto im Composit in Haus 12. Für eine Politiker-Verbindung also genau das Richtige, bis es, wie gesagt, knallt zwischen Mars/Mars (was aber gleichzeitig zunächst als Faszinosum angezogen hat).

Das grundsätzliche Thema: alter Patriarch schmückt sich mit junger Ehrgeizfrau ist ja ansonsten dermaßen mitten im Klischee, und Christa Müller (Geburtszeit nicht bekannt) und ihr Sohn, die meine Sympathien wegen (I)NTACT e.V.   hat,  werden ganz schön zu schlucken haben …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Sarah Wagenknecht 16.07.1969 10:50 Jena (Geburtszeit unsicher!)

Oskar Lafontaine, 16.09.1943 05:45 Saarbrücken

Fussball EM 2012

Deutschland gegen Niederlande

Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

Deutschland gilt bei den Buchmachern als Favorit, und das ist schlecht. Nach John Frawleys Regeln sollte dann Holland gewinnen, ihnen gehört Haus 4 und 7. Warum?

1 Zeichen gibt es: die Antiszie des Glückspunktes steht (man spiegelt den richtigen Glückspunkt nach der Tagformel an Null-Grad Steinbock) an der Spitze zu Haus 4.

Nach dem Spiel: 3:0 für Deutschland. Misserfolg für die Vorhersagemethode, ganz klar … oder sieht jemand etwas, was ich übersehen habe? Ich werde mal die Methode mit traditioneller Astrologie erweitern (welche Frawley ausdrücklich nicht nutzt für diese Vorhersagen). Stundenastrologie ist übrigens was anderes, denn da gibt es immer einen Fragenden …

Viel Spaß beim Zugucken & mögen die Besseren gewinnen!

Markus

Hamburg 20:45 15.11.2011

Fotos, Poetry

Pilze: astrologische Zuordnung

Liebe Leserinnen und Leser,

lange schon bin ich ein Freund dieser unglaublich wohlschmeckenden Parasol-Pilze. Der Gift-Riesenschirmling (Macrolepiota venenata) war mir bisher unbekannt, ich dachte, außer mit dem berüchtigten Knollenblätterpilz, den ich auch schon gefunden habe, kann man den herrlich schmeckenden Schirmpilz nicht verwechseln. Dieses Exemplar unten duftet denn auch so nussig, wie frische Parasolpilze es tun, aber nicht ganz so gut. Nur kann das kein Erkennungsmerkmal sein, denn wann hat man zuletzt einen gerochen? – doch höchstens letztes Jahr! Was aber ebenfalls auffällt, ist der glatte Stamm. Essbare Parasole haben einen schuppigen Stamm. Der Standort war auch nicht Wiese, wie bei Parasolen gerne, besonders gern auf Rinder-Weiden oder ehemaligen Weiden, sondern am Waldrand.

Fotos Termin ©

Ein drittes Merkmal soll der festgewachsene Ring sein, wobei ich gerade nicht in Erinnerung habe, wie ein nicht festgewachsener aussieht: dieser jedenfalls ist festgewachsen, also Vorsicht!

Was in diesem Foto nur andeutungsweise rüberkommt, ist die zarte Wesenhaftigkeit des Pilzes, der über Nacht an dieser Stelle gewachsen war. Die warm-rosa Lamellen, zwischen denen die Pollen heranreifen, sind ein Taschen-Wunderwerk.

Was aber bei Pilzen wirklich wirklich – also doppelt erstaunlich ist, ist ihr rasches Wachstum. Es stimmt tatsächlich, daß so ein Pilz binnen einer Nacht dasteht, wo vorher keiner war! Die Verbreitung ist nicht nur an die Sporen gebunden, sondern im Boden selbst befindet sich ein Netzwerk, das bei manchen Species der Pilzart kilometer-groß sein kann, und dies für ein einziges Lebewesen. Kommt aber über Nacht eine Erscheinung dieses Lebewesens an die Oberfläche – entwindet sich der Schwere in Richtung Sonne – dann in einer Wachstumsgeschwindigkeit, die im Verhältnis von Größe und Geschwindigkeit alles sonst auf der Erde übertreffen dürfte an kinetischer Dynamik, das Wachstum betreffend. – Dies zu einer Jahreszeit, in der sich die umgebende Natur quasi absterbend befindet, in der zu den schießenden Pilzen entgegengesetzten Bewegung, Substanz abwerfend, anstatt aufbauend wie im Frühjahr.

Dazu passt auch, daß manche Pilze Antibiotika bilden, und die ein oder andere Kräuterfrau des Mittelalters (sofern sie nicht gestorben wurde … ) wickelte deshalb schon damals weise solche Wunden, die schwer heilten, mit käsigen Schimmelpilz-Umschlägen ein.

Das heißt: der Herbst ist das Frühjahr der Pilze. Das bringt diese Wesensart – denn sie sind weder Pflanzen, noch Tiere – sehr nahe zum Zeichen Skorpion, also Pluto, denn dieses ist auch ein sexuelles Zeichen – im Sinne von Fruchtbarkeit im Wandel – aber weit weg von den Weiden des Frühjahrs, wo die Stiere grasen und die Kühe daso. (Yes, this is Hölderlin´s spirit!)

Wer einen Knollenblätterpilz sieht, wird wohl kaum an Pluto zweifeln. Und gleichfalls wird man Neptun mit an Bord holen müssen, allein schon, wegen des Themas Feuchtigkeit und Pilze, aber auch wegen der Vergiftungen, die mit ihrem Verzehr einhergehen können, sowie der psychoaktiven Wirkungen mancher Pilzarten, wie Christian Rätsch schreibt.

Pluto und Neptun beschreiben aber gewiss nicht diese so unglaublich sanft und zart geschwungenen Lamellen! Es gibt Pilzarten, die ein wesentlich kantigeres und „härteres“ Äußeres haben, als diese weichen – und eventuell doch trügerisch giftigen – denn ich vermute tatsächlich, oben abgebildeter Pilz ist so ein Gift-Riesenschirmling – Lamellen (überhaupt, dieses Wort ist schon schön … ).

Nein: – Lamellen können nur mit Mond beschrieben werden. Und da schließt sich auch die Schleife zum schnellen Wachstum, denn Mond ist astrologisch der schnellste, danach kommt Merkur.

Also: sind Pilze Pluto/Mond/Neptun – und (Pfifferlinge) manchmal auch Merkur. Warum? Der Wald, in dem man Pilze sucht, hat eine Tarnkappenfunktion, ist immer auch von Elementarwesen bewohnt, die uns als Zwerge erscheinen können.

All dies ist wahr, die Märchen des Mittelalters haben Hand und Fuß.

Übrigens hätte ich den Pilz oben niemals einfach nur so gebrochen. Ich dachte, er wäre essbar. Duftete gut. Aber eben: mir kamen – Chiron und Neptun sind immer noch so nahe beieinander – Zweifel …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Fussball EM 2012

Ukraine gegen Deutschland

Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

wäre es nur um die Sonne bestellt, die Deutschland als Favorit ist, wir würden verlieren. Denn die Sonne steht im vierten Haus, wird von Saturn, Herr von 7 (Ukraine) beherrscht.

Aber wir sind auch noch Mars als Herr von Haus 10. Und der bekommt ein Quadrat mit dem Mond. Und da sagt Frawley, dieser Aspekt, also Deutschland, gewinnt.

Ist aber natürlich noch interessant, wie sich Sonne in Haus 4 auswirkt, ob uns der Gegner auch in der Hand hat und sich sein Glück gemäß Merkur/Venus Konjunktion vielleicht doch auch zeigt, auch wenn Frawley darüber nicht viel sagt, bzw. diese Faktoren sekundär setzt, wenn wir einen eindeutigen Mond-Aspekt haben.

Ergebnis: 3:3 – und die hatten uns tatsächlich über lange Strecken in der Hand und außerdem (Venus/Merkur) noch Glück …

Der Glückspunkt in Haus 7 interessiert Frawley übrigens nicht besonders.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

11.11.2011 21:45 Kiew