Europa

Full Moon & partial Eclipse Cancer/Capricorn

Fotos Termin ©

Dear readers,

this Full Moon Eclipse is about new starts with feeling towards family – the house it´s happening in – if you are Libra rising with Cancer house 10 it´s family/profession with moons position to give more details. Queen Elisabeth II is being touched exactly on her house1/7 axis, to give a significant public example. Prince Harry as well, Capricorn rising.

It does not seem like Cancer on the rise at the moment, because Capricorn gives such an impressive panorama view of seriousness – but Capricorn is a song of the past, actually. It says: rules, rocks, hard work, fury of so called reality, the dragon-tail with all it´s plutonic load is a thing of the past now (does not mean, there is no role for that) – but Cancer-softening ratio means forming truth nowadays. This is what North Node in Cancer is about. Weak is strong. Why? Cancer is Jing/Yang  ♋️ – turning point, turning great masses out of soft power-centre. Have a shell. Water. Cancer is also opposite technique – it´s three or four people working in a good team get done more than three or four on a loners lost point desert of cold icy rock, because of each others depending unity  … understanding instead of competition (it should be). Plus: feelings will bring better outcome than disciple only – as long as North-Node dragon-head is in the tropical Cancer. But only true feelings, fake is Neptun on a negative perspective, big bang out of nothing, black holes freezing time, gravitational waves and dark matter bullshit – putting phantasy of fourth dimension on the place of undividable „heart of truth“, as Parmenides points out.

Plus: Mars in Sagittarius is a daring worrier. Venus end of Aquarius is looking for unconventional solutions without allies. Neptun still is King – nobody knows nothing. Uranus puts up backwards but just turning direct and thus standing almost still a serious discussion about wealth and money reminding of Marx, even in the royal family (Cancer) „we want to work for our money“ *… Chiron start of Aries close Lilith Pisces … not to mention, tragical, too … , …

ahoj,

Markus

Ahoj,

Markus

10.01.2020 20:21 MEZ

 * Remember Uranus crossing Queen´s Sun at wedding Harry/Megan!

Fotos, Personen, Weltbild

Weltzeit und Sein

img_30302Foto Markus Termin ©

Alfred Nobel wurde am 21. Oktober 1833 um 6:40 AM in Stockholm geboren.

alfred-nobel

Bekannt ist dieser Mann vor allem durch den Nobel-Preis, der wohl zu den anerkanntesten Auszeichnungen der Welt gehört, und den Ruf unbestechlicher Neutralität genießt. Weniger bekannt ist er für die Erfindung des Dynamits, einer Weiterentwicklung des sehr schwer handhabbaren Nitroglycerins (entdeckt 1847 von Ascanio Sobrero). Das Mars-Neptun Quadrat in seinem Horoskop mag dieses Patent befördert haben, zumal, wenn man bedenkt, dass sein jüngerer Bruder bei einem Unglück mit diesem Stoff in der Produktion ums Leben kam, und Neptun auch im Haus der Geschwister steht. Pluto im Macher-Haus 6 kann auch kein Hinderungsgrund gewesen sein!

Wer die Diskussion um die Einführung des Krebs-Impfstoffes gegen zwei von 16 bekannten Pappiloma-Viren (HPV) verfogt hat, wird auch mitgekommen haben, dass es Wissenschaftler gibt, die sich gegen die massenhafte Impfung junger Mädchen wehren, die mit einem in ihren Augen beispiellosen Public-Relations-Aufwand durch die Herstellerfirma des Impfstoffs durchgezogen wurde. Nicht nur, dass man seitens der kritischen Wissenschaftler deren Nutzen in Frage stellt, es wird auch davon gesprochen,  dies sei eigentlich ein Experiment an der Bevölkerung auf Krankenkassenkosten. Insgesamt wäre die Wirkung der Impfung zweifelhaft, zusätzlich schreckten zwei Todesfälle – gesunde junge Frauen starben wenige Tage nach der Impfung – die Bevölkerung auf. Nun kristallisiert sich mehr und mehr heraus, dass es eine Verbindung gab zwischen der Verleihung des Nobelpreises für Medizin an den Entdecker der Papilloma-Viren (der dies vor dreißig Jahren erreicht hat) und der Verleihung des Medizin-Nobelpreises an Professor Harald zur Hausen:

AstraZeneca row as corruption claims engulf Nobel prize – Times Online

Mißtrauisch gemacht hat vor allem die parallele Einführung des Impfstoffes und die Verleihung des Nobelpreises für eben die Entdeckung desselben, während doch der Nutzen dieser Impfung bislang nur völlig unzureichend nachgewiesen ist, und durchaus bezweifelt werden kann. Nach wie vor ist es nicht statthaft, hier von Korruption als gesichertem Tatbestand zu sprechen, oder gar Herrn zur Hausen dafür verantwortlich zu machen. Doch die Zusammenballung von Lobby-Arbeit, die Kostspieligkeit der Markteinführung und auch die Gewohnheit von Verantwortlichen, sich einfach die Aussagen der Herstellerfirma zu eigen zu machen, wenn es gilt, den Impfstoff zu beurteilen, sind an sich schon beängstigend.

Ein weiteres Thema aus den relativ aktuellen Nachrichten betrifft Weltsicht und Astrologie:

Uhr der Welt wird neu gestellt – Der späte Sieg eines Anarchisten? – Wissen – sueddeutsche.de

Im Grunde genommen geht es „nur“ um die Frage einer exakten Zeitmessung. Dies ist sicherlich bedeutend im Bereich der kleinsten Zeiteinheiten, die ja gern als Beweis für das unumschränkte „Funktionieren“ der Relativitätstheorien herhalten müssen, Stichwort „GPS“ – näturlich kann, wenn immer wieder Schaltsekunden dazwischengelegt werden müssen, von der gewünschten und behaupteten Exaktheit im Nanosekundenbereich, um den es geht, wenn von Beweisen gesprochen wird,  gar keine Rede sein, sondern wohl eher von ständigem Korrigieren und Nachjustieren, wie das ja auch wirklich der Fall ist. Dies aber wird seitens der gipfelstürmerischen Naturwissenschaft gern verschwiegen, wer spuckt sich schon gern in die eigene Suppe? Wenn nun angeregt wird, die Zeitmessung der Welt von der Sonne zu lösen, und sie stattdessen synchron zu atomaren Zerfallsprozessen zu messen, dann mag der Unterschied in der Sache gering sein, dem Wesen nach ist dies eine Wende vom Erhabenen – dem Blick zur Sonne – zum Destruktiven. Ein Unterschied in der Qualität selbst. Die Sonne, Kraft und Quelle des Lebens, wird aus dem Zentrum des Seidenden verbannt, um stattdessen einen Zerfallsprozess zur Norm aller Differenz zu machen.

Es fällt nicht schwer, hinter beiden Beispielen – der „Konfektionierung“ von Menschen als quasi Gebrauchsgegenstand einer flächendeckenden Experimentalmedizin einerseits, und anderesseits dem sicherlich bald erfolgreichen Versuch, die Sonne aus dem Zentrum der Wirklichkeitsorietierung zu verbannen – einen werkenden Un-Geist zu erkennen, dessen Bestreben es ist, das Wesen des Seins selbst zu verhüllen, als wären Nutzen und Verwendbarkeit selbst bereits des Lebens Sinn. In anderen Disziplinen geht man unverschämt – im wahrsten Wortsinn – so weit, den Sinn selbst als Produkt neurologischer Verknüpfungen aufzufassen.

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„Denken“, schreibt Martin Heidegger, der auch im Zeichen der Waage geboren wurde (26 September 1889  11:30 in Messkirch), „ist die Achtsamkeit auf das Wesenhafte. In ihr besteht das „wesentliche Wissen“ . Was man gewöhnlich „Wissen“ nennt, ist das Sichauskennen in einer Sache und ihren Sachverhalten. Kraft dieser Kenntnisse „meistern“ wir Sachen. Dieses meisternde „Wissen“ geht auf das jeweils Seiende, seine Einrichtung und Nutzung. Solches „Wissen“ bemächtigt sich des Seienden, „beherrscht“ es und ist dadurch darüber hinaus und überholt es so ständig. Ganz anderer Art ist das „wesentliche Wissen“. Es geht auf das, was das Seiende in seinem Grunde ist – auf das Sein. Das wesentliche „Wissen“ meistert nicht das von ihm zu Wissende, sondern wird von diesem angegangen. Alle „Wissenschaft“ z.B., aber auch anderes, ist eine kenntnismäßige Meisterung, ein Übertrumpfen und ein Überholen, wenn nicht gar ein Überrennen des Seienden. Das alles vollzieht sich in der Weise der Vergegenständlichung. Das „wesentliche Wissen“ dagegen,  die Achtsamkeit, ist das Zurücktreten vor dem Sein. Bei diesem Zurücktreten sehen wir und vernehmen wir wesentlich mehr, nämlich ganz anderes als bei dem merkwürdigen Vorgehen der neuzeitlichen Wissenschaft, das immer ein technischer Angriff auf das Seiende und ein Eingriff ist zu Zwecken der handelnden, „schaffenden“, geschäftigen und „geschäftlichen“ „Orientierung“.“

(Martin Heidegger in der Einleitung zu:  Die Göttin „Wahrheit“, Parmenides, Wintervorlesung 1942/43, Vittorio Klostermann)

Geschichte, Mundan

Stellium im Steinbock

Nürnberg, 17:55 – „Dort ist das Tor der Bahnen von Tag und Nacht“, schreibt Parmenides, jener Begründer aller westlichen Philosophie (und ihr Höhepunkt gleichermaßen), „Türsturz umschließt es und steinerne Schwelle.“

Das Sternbild des Steinbocks wurde im alten Griechenland als Tor zu den Göttern erlebt. durch das die Menschenseelen nach dem Tode hindurchgehen müssen, um zu höheren Regionen des Daseins zu gelangen“, schreibt W.O.Sucher (Isis-Sophia). Uralt ist das Zeichen vom Ziegenfisch und geheimnisvoll, und alle sind sich sicher, dass dadurch das Realitätsprinzip wie durch nichts anderes, hart und schnörkellos ausgedrückt wird. Bemerkenswert, wie Steinbock auch optisch immer ins Gesicht geschrieben ist: als AC, als erhöhter Mars im Steinbock, oder als Sonne. Und dies tatsächlich schon und gerade am ersten Steinbock-Tag. Helmut Schmidt ist natürlich ein typischer Vertreter dieser mitunter harten und edlen Art. Allerdings hat Saturn auch ein anderes, ein Narrengesicht: wurden doch in Rom die Saturnalien gerade innerhalb des Zeitraumes jener zusätzlichen 5 Tage gefeiert, die es verhindern, dass 360 genau durch 12 teilbar wäre. Um eine Anpassung an den Mondrhythmus kann es sich kaum handeln, denn dazu bräuchte es nicht 5, sondern 11 Tage. Daher halte ich die Theorie, dass die Erde einmal ursprünglich nur 360 Tage brauchte, um die Sonne zu umrunden, für sehr interessant. Denn praktisch alle Völker haben zwei Kalender, einen mit ca. 365, einen mit 360 Tagen pro Jahr. Die Saturnalien nun – Narrengesicht – sind unser Karneval – Spektakel des Wahnsinns, Umkehrung der Realität: in Rom durfte ein Sklave König sein. Für kurze Zeit, danach jedoch mußte er sterben. So sollten wir nicht vergessen, dass Saturn früher auch den Wassermann mitregierte, und also noch einen anderen, polarisierenden Charakter hat. Nachfolgende Zeichnungen aus einem alten Buch geben auch die Verbundenheit von Jupiter und Saturn wieder:

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Die obere Darstellung zeigt Saturn zwischen Wassermann und Steinbock, die untere soll den Jupiter darstellen, zwischen Fischen und Schütze, seinen Zeichen. Schauen wir auf das Symbol von Jupiter, so erkennen wir: würde das Symbol um 90° gedreht, verwandelte dieses Jupiter-Symbol sich in das Zeichen von Saturns. Dieses Geheimnis birgt auch der Sechsstern, oben einem Davidschild annähernd ähnlich. Es ist der Rhythmus der kardinalen Stellungen von Jupiter und Saturn, der Davids Schild ergibt, den Stern von Bethlehem in der dreifachen Konjunktion von Saturn und Jupiter im Jahre 7 v. Chr. Dazu dieser Tage mehr!

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Dieses Bild zeigt das Stellium zur Konjunktion von Mars und Pluto am 28.12.2008 um 21:18 für Nürnberg (zwei mal zum Vergrößern anklicken!). Wir wir sehen, jede Menge Steinbock-Energie – es ist realistisch, unter diesen Umständen mit Krebs gegenzusteuern, zumal auch Saturn, wir sehen es, in die Quadratur gehen will, was aber noch dauert.

P.S.: 17.03.2020 – das aktuelle Steinbock-Stellium unterscheidet sich gegenüber dem von 2008 vor allem durch die Abwesenheit des Hausherrn, Saturn. Er verlässt (vorübergehend) den Steinbock am 22.03.2020 – so lässt sich ermessen, was er ausmacht.

Weltbild

Langsames Licht, schnelleres Licht

Gemälde von Raffael

Nürnberg 12:57 – wie ich heute in der Süddeutschen Zeitung gelesen habe, sind durch das Ausströmen von Helium am LHC (Störfall 19. Sep. 12:05, Genf) 20 bis 30 dieser einfamilienhausgroßen Magneten schockgefroren worden und kaputt gegangen. Man schätzt, dass es sich bis Sommer nächsten Jahres hinziehen wird, sie zu reparieren. Die Süddeutsche hält den Schaden für richtig schlimm. Könnt ihr euch noch an die Witzeleien von wegen der Angst vor dem Weltuntergang erinnern? Die FAZ bildete gar ein schwarzes Druckloch auf ihrer Titelseite ab. Da es im analogen Denken kein Ding gibt, welches nicht mit einem anderen zusammenhängt, ist zu hoffen, dass sich die Erde selbst wehrt, und wohl in der Lage zu sein scheint, das Experiment zu verzögern, vielleicht sogar zu verhindern. Die Hoffnung wächst, dass den Sponsoren schlicht das Geld ausgeht, und wir in ein paar Jahren vom größten mißlungenen Experiment der Weltgeschichte lesen können, einem Schrottplatz der Technikgeschichte. Natürlich, hier verziehen eingefleischte Nur-Materialisten grinsend das Gesicht. Die Erde soll ein Bewußtsein haben? So können sie aber nur denken, weil ihnen ihr eigenes Bewußtsein noch nicht als Erdfrucht zu Bewußtsein gekommen ist. Sie wollen wohl wissen, was ist, doch dass es ist, will ihnen, schlafenden Sinnes, nicht einleuchten. Sie wissen nicht einmal, was damit gemeint sein soll. Und naturgemäß sind daher auch ihre Ergebnisse frisiert. In ihren zynischen Überlegungen räumen sie die Möglichkeit eines „Nichts“ ein, die jedes kosmologische Modell impliziert. Nun, warum nur? Man muß an solchen Punkten ein wenig selbst werden, wie sie, um ihnen auf die Denk-Sprünge zu helfen. Denn vor dem Urknall oder jenseits des Universums, was war/ist da? Sie verlachen die sogenannten „Kreationisten“ in den USA, die eher an die biblische Schöpfungsgeschichte, denn an die Evolutionstheorie glauben. Solches ist unter Wissenschafts-Gläubigen ein wahres Sakrileg: man nennt es „Intelligent Design“; allein, merken sie nicht, dass sie an dem Ast sägen, auf dem sie selbst sitzen?

Der Irrtum

„Man soll es aussagen und erkennen, dass es Seiendes ist; denn es ist, dass es ist, nicht aber, dass Nichts ist; ich fordere dich auf, dies gelten zu lassen. Denn der erste Weg der Untersuchung, von dem ich dich zurückhalte, ist jener. Ich halte dich aber auch zurück von dem Weg, über den die nicht wissenden Menschen irren, die Doppelköpfigen. Denn Machtlosigkeit lenkt in ihrer Brust den irrenden Verstand; sie treiben dahin, gleichermaßen taub wie blind, verblüfft, Völkerschaften, die nicht zu urteilen verstehen, denen das Sein und Nichtsein als dasselbe und auch wieder nicht als dasselbe gilt und für die es von allem eine sich verkehrende Bahn gibt.“ (Parmenides, um 540/535 v. Chr.)

Ich habe über den LHC am 21. September 2008 in „Teilchenbeschleuniger und Finanzkrise“ bereits geschrieben, und den Zusammenhang zwischen beidem erläutert, soweit er sich mir zeigt. Im Wesentlichen geht es ja darum, dass die Herren Naturwissenschaftler gern wissen wollen, was „Zeit“ eigentlich ist. Manche erwarten tatsächlich von dem LHC-Experiment die Antwort auf „Alles“. Dazu schreibt Meister Eckhart: „Nehme ich ein Stück Zeit, so ist das weder der heutige noch der gestrige Tag. Nehme ich aber das „Nun“, so begreift das alle Zeit ins sich.“ Nanu? Sollte es wohl so sein, dass Zeit, ein Modellbegriff für den Fluss der Dinge, gar keine physikalische Größe sein kann? Und daher auch keine physikalische Größe aus ihr abgeleitet werden kann? Geschwindigkeit, Weg durch Zeit, folglich auch nicht. Mag es für den Hausgebrauch (Raketen, Satelliten, Bomben) hinreichend sein, für die letzten Fragen ist es bedeutend: messe ich mit der Lichtgeschwindigkeit vielleicht nur die Verzögerung der Wahrnehmung? Ob es einen Lichtäther gibt, in dem Licht sich als Welle bewegt, war noch vor Zeiten eine offen diskutierte Frage. Heute können solche Fragen nicht mehr ernsthaft diskutiert werden, weil das System der Naturwissenschaft so sehr in Abhängigkeit, Budgetverteilung und Veröffentlichungseitelkeiten verstrickt und verfilzt ist, dass wirklich revolutionäre Ansätze in den Bereich der Geisteskrankheit abgetan werden. Darin gleicht die moderne Naturwissenschaft erstaunlich der Finanzwelt. Der Physiker João Magueijo kann in seinem Buch „Schneller als die Lichtgeschwindigkeit – Hat Einstein sich geirrt?“, ein Lied davon singen. Es ist nicht so, dass es nicht Experimente gibt, die behaupten, zweifelsfrei die konstante Lichtgeschwindigkeit zu beweisen. Da wäre allem voran das Michelson-Morley Experiment zu nennen. Der Ansatzpunkt für Michelson und Morley war, die Relativgeschwindigkeit, mit der sich die Erde durch einen als ruhend angenommenen Äther bewegt, zu messen. Ruht der Äther nicht – und warum sollte er das tun? – macht dieses Experiment keine gültigen Aussagen.

Aus Spektrum der Wissenschaft 9/2001: „Bekanntlich vermag nichts sich schneller zu bewegen als das Licht, und seine Geschwindigkeit im Vakuum – rund 300000 Kilometer pro Sekunde – gehört als Naturkonstante zu den grundlegenden Eigenschaften des Universums. Dennoch ist es uns am Rowland Institute for Science in Cambridge (US-Bundesstaat Massachusetts) unter großem experimentellem Aufwand gelungen, Lichtpulse drastisch zu verlangsamen.

Unsere ersten Versuche mit gebremstem Licht dauerten in der Regel jeweils 27 Stunden ohne Pause. Statt zum Essen in die Kantine zu gehen, gewöhnten wir uns an, in einer Hand ein Stück Pizza zu balancieren, während wir mit der anderen Hand Spiegel auf dem optischen Tisch verschoben – in den entscheidenden Versuchsphasen 38 Sekunden lang bei völliger Dunkelheit. Die ersten Erfolge sahen wir im März 1998, und zwar wie so oft bei einem komplizierten Experiment erst in den frühen Morgenstunden. Im Juli konnten wir unsere Lichtstrahlen auf das Tempo von Flugzeugen bremsen. Damals sollte ich Vorlesungen am Niels-Bohr-Institut für Astronomie in Kopenhagen halten. Im Flugzeug genoss ich das Gefühl, „schneller als Licht“ unterwegs zu sein: Einer unserer verlangsamten Lichtpulse wäre in Dänemark eine volle Stunde später angekommen als ich.“

Hier sieht man, dass es ein Fehler war, die Naturwissenschaftler nicht auch Philosophie als Pflichtfach belegen zu lassen. Es ist also gelungen, Licht abzubremsen? Nun wird fleißig wegerklärt und das Dogma bestätigt: „Bekanntlich vermag nichts sich schneller zu bewegen als das Licht …“ Aber langsamer offensichtlich schon, und die konstante Lichtgeschwindigkeit gilt nur unter besonderen Bedingungen, nämlich im Hochvakuum. Aber wo gibt es sowas? Richtig: nirgendwo. Man hat also nichts anderes gemessen, wie eine bestimmte Geschwindigkeit unter besonderen, niemals wirklich vorhandenen Bedingungen. Da sogar Einstein dem Vakuum Gravitation und Masse zubilligt, handelt es sich auch keineswegs um das „Nichts“, sondern um die uns im Prinzip unbekannte Natur des Raumes. Wenn man Licht verlangsamen kann, so ist damit natürlich auch bewiesen, dass die Lichtgeschwindigkeit vom Medium abhängig ist. Demnach ist die Lichtgeschwindigkeit nicht konstant.

Ich muß hier aus gegebenem Anlass hinzufügen, dass ich weder gegen Naturwissenschaftler, noch auch ihre Methode etwas habe: ihren verholzten Betrieb hassen sie selbst am meisten, da brauche ich nicht zu kritisieren. Die Methode der Naturwissenschaft ist unentbehrlich. Nur müssten sie einfach genauer anwenden, ihre Grundlagen kritischer hinterfragen, den Autoristätsglauben ablegen. Und wirklich: es schadet nichts, ein wenig Platon, Heidegger, Derrida oder von mir aus auch Robert Musil zu lesen – die Grenze zwischen Philosophie und Literatur ist fließend – um einfach große Irrtümer und die Einschränkung der Scheuklappen zu vermeiden, die der Betrieb so mit sich bringt. In den Anfängen, zur Zeit der wahrhaft genialen Entdeckungen, war es auch gewiss, dass ein wenig humanistische Bildung nicht schaden kann, vielleicht auch ein wenig Piano. Wichtig ist einfach, zu bedenken: wir arbeiten naturwissenschaftlich mit Modellen der Wirklichkeit, nicht mit dieser selbst. Also gilt es, immer wieder nachzufragen, ob nicht diese Modelle ideologisch unterwandert sind. Das sind sie heute zweifellos. Zu fragen ist also: wem dienen sie, und was soll erreicht werden?