Fotos

Sonne in Widder

Bild 130

Foto (thanks!): David Philipp (Waage) © 2013, Iguazú Falls, Argentinien

Liebe Leserinnen und Leser,

diese Widder-Sonne zeigt uns Uranus und Mars in Konjunktion im Widder gleichfalls. Nun ist im Zeichen des Widder auch Uranus seit langem schon: die Befreiung. Befreiung ist also in der Tat (im Quadrat zu Pluto). Und warum tut dann keiner was? Warum entstehen nicht haufenweise neue Initiativen (Spanien vor zwei Jahren), warum lösen wir uns nicht vom alten System des Wahns, das die Erde zerstört?

Es kommt schon – und es wird mächtig kommen – aber wir werden es nicht (nur) in der Zeitung lesen (oder im TV gucken). Wie Gil Scott Heron (1. April 1949) sagte: „The Revolution Will Not Be Televised“.

Widdersonne 201320.03.2013 12:01 Nürnberg

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Weltbild

Erstes Mond/Sonnen Quadrat nach dem Neumond

Quadrat Mond Sonne Mitte März Zweitausenddreizehn19.03.2013 18:26 Nürnberg

Liebe Leserinnen und Leser,

Mond im Zeichen der Information – Saturn, „das Knie der Gerechtigkeit“ im ZeichenSkorpion …

Beschneidungsgesetz: „Der Gesetzgeber hat das Kindeswohl dem Erziehungsrecht untergeordnet“ | Wissen | ZEIT ONLINE

Chiron – Markus Termin – Astrologisches Stundenbuch

… wenn dann Sonne im Widder ist, Zeit des Neubeginns. Das Bundesverfassungsgericht hat noch nicht gesprochen – wird es sich gegen das Volk im Bundestag stellen?

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Fotos, Poetry

Melissa

IMG_4251Foto Termin ©

„Von dort fliegen sie dann bald hierhin, bald dorthin und ernähren sich von Honig und weissagen die einzelnen Dinge. Wenn sie nach dem Verzehr des gelben Honigs rasend sind, wollen sie gern die Wahrheit künden.“

Hymnus des Hermes 558 – 561

Liebe Leserinnen und Leser,

“Der Safran gehört zum Garten der Wollust und wurde deshalb auch von Hekate gezüchtet; diese rufen die orphischen Hymnen als “Meeresgöttin im Safrangewand” an. Besonders heilig jedoch war der Safran der strahlenglänzenden Eos oder Aurora, der Göttin der Morgenröte und “Tempelhüterin des Lebens”. Von einem gelben Krokusschleier umwallt, öffnete sie mit ihren Rosenfingern die Pforte des Himmels, wenn sie, aus dem Ozean steigend, den Horizont berührte. Die gelbe Farbe war ein Symbol der Sonne. Es hieß, der Safran erblühe überall dort, wo dereinst Juno und Jupiter sich der körperlichen Liebe hingegeben und mit ihren wollüstigen Ausdünstungen die Erde befeuchtet und so befruchtet hätten. Deswegen bestreute man in der Antike die Brautbetten, als Stätte der ehelichen Wollust, mit Safranblüten.” (Aus C. Rätsch, C. Müller-Eberling: “Lexikon der Liebesmittel, S. 591)

Und alles passt zur Sonne plus … in den Fischen …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Weltbild

Sonne – Mond Trigon

IMG_3958Letzter Vollmond, Jungfrau Mond/Fische Sonne, Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

nach dem Vollmond haben wir nun das Mond/Sonne Trigon in den Wasserzeichen – und promt klart der Himmel auf und zeigt ein fast zu brillantes Blau, wie schon seit Wochen nicht mehr. Mond und Saturn vertragen sich grundsätzlich, wie Kelch und Trunk, die Nähe zum Mondknoten macht neue Alliancen ausssichtsreich, wenn auch die Gefühle eher nüchtern und realitäsverbunden sind – aber ein bischen träumen dürfen wir schon – weil Venus und Neptun in den Fischen …

… zur Heilung der Meere da sind, Mars dort kämpft und selbst der Centaur sich daselbst von Hermes zurück geleiten läßt, zur unteren Konjunktion mit der Sonne, dort, wo die Seele zurückblicken kann, um in der Gegenwart zu bleiben (04.04.13:53 Nürnberg …

Sonne und Mond02.03.2013 15:23 Nürnberg

Mit freundlichen Grüßen

Markus

Weltbild

Philosophie der Astrologie 11 A

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

Schrift als Bild simuliert folgendermaßen: es holt aus der Wirklichkeit – wir sagen nicht: der drei Dimensionen, denn die Wirklichkeit im physikalischen Sinn – der Raumhat keine Dimensionen, er ist Dimension – geometrische Zwei-Dimensionalität – die es nur auf dem Papier gibt oder auf projizierter, glatter Fläche: dort aber schon!

Einstein rechnet diese zwei-Dimensionalität analog um in eine Drei- und Vier-Dimensionalität – während die Wirklichkeit – der Raum – keine Dimension hat, sondern eine ist. Die geometrischen Figuren der Dreidimensionalität – Würfel oder Kugel – können wohl im Raum sein, sie können ihn aber nicht vermessen – anders sonst wären sie nicht drin, sondern draußen – außerhalb des Raumes.

Um diese Fiktion zu zementieren, erfindet Einstein eine vierte Dimension: was hier niemals zeitsynchron ist (und daher – genau betrachtet, maßstabslos), soll in der „Raumzeit“ gleichzeitig stattfinden. Einstein profitiert davon, dass niemand seinen Betrug versteht – und gleichzeitig die Zündung der Atom-Bombe der Physik einen Nimbus der absoluten Kraft verleiht. Die „Raumzeit“ ist in absoluter Gleichzeitigkeit das neue Jenseits – allerdings ist es dort leer – das Scharnier in die „Raumzeit“ ist das Licht, bzw. nur dessen „Geschwindigkeit“.

Dem gegenüber bietet die Astrologie einen ganz anderen Halt. Denn obwohl sie die „Zeit“ auf zweierlei Weise verwendet – einmal als simulierten Stillstand – und dann – wirklichkeitsnäher – als rhythmisches Geschehen – wird in der Astrologie nichts an der Lichtgeschwindigkeit geeicht, sondern alles an der Drehung der Erde um sich selbst im Verhältnis zur Sonne: die kleinste Einheit sind 24 Stunden, 12 Doppelstunden. Von dieser Eichung hängt aber  – dem letzten Näherungswert entnommen – dennoch immer jede physikalische Messung in Wirklichkeit ab.

Wir sehen also leicht, dass sich astrologisch gesehen die Zeit durchaus verändern kann – dazu muss sich aber die Drehung der Erde um sich selbst und die Sonne ändern.

Das kann passieren und ist bereits passiert: wir sehen es z.B. an der doppelten (und dreifachen) Kalenderführung der Maya und Herodots Berichten eines Achsenpendelns der Erde. Das Ansinnen, für das ganze Universum eine Zeit bestimmen zu können: die der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum hier auf der Erde – führt zu grotesken Verzerrungen – die z. Zt. „Dunkle Materie“ genannt werden.

Die Astrologie „wahrt“ diesen letzten und wichtigen Posten der Integrität von Zeit, Raum und Geometrie als heiliger Kunst. Sie ist in diesem Sinn der Eckstein im Bau des Tempels der Wissenschaften.

Sie hält die Waagschale. Sie hat die Wahrheit der Zahlen – in der sich die Naturwissenschaft verlieren muss.

Man könnte sogar sagen: nur weil es Astrologie gibt – die sich wieder im Geheimen zur exakten Wissenschaft entwickelt, besteht die Menschheit noch. Astrologie ist luziferisch, Astronomie ahrimanisch.

Vielen Dank Herbert, für´s Zurückholen in die Spur bei Sonne/Saturn Konjunktion … Natürlich geht´s hier weiter mit der Philosophie – und sicher wird daraus auch ein Buch erwachsen. Der nächste Pfad ist ägyptisch.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Poetry

Im All – Natur des Lichts

Liebe Leserinnen und Leser,

manchmal frage ich mich – wie man zu so friedlichen Konstellationen, wie Mond im Stier und Sonne in Krebs eben friedlich fragen kann („Potenzierung der romantischen Veranlagung, die ja die Sonne im Krebs verleiht“, schreibt Oskar Adler)  – ob wir die Natur des Lichts nicht völlig falsch auffassen, bisher. Dazu einmal dieses Bild:

Fotos Termin ©

Wenn Sie sich die Sonne anschauen, sehen sie diese Neigung zur strahligen Fadenbildung, die man natürlich leicht als Phänomen der Linse abtun könnte.

Hier der Ausschnitt etwas vergrößert. Besonders fallen diese Strahlen im Winter – im wahrsten Sinne des Wortes – ins Auge, wenn man im Januar bei tief stehender Sonne joggen geht – da scheint zuweilen die Sonne durch die Äste, und das Licht wird mit bloßem Auge, ganz ohne Kamera – gleichfalls in dynamischen Fäden wahrgenommen, die aus der Quelle – der Sonne – stammen. Es ist, als wäre der Lichtstrahl mit seiner Quelle, der Sonne, dynamisch in der Weise verbunden, daß eine Gleichzeitigkeit vorliegt. Man merkt es daran, daß die Veränderung des Standpunkts zu einer Verlagerung der Achse des Licht-Strahls wird. Die Natur der Strahlen ist ursprünglich linear, aber bereit, ohne Aufhebens die Richtung zu variieren, wenn das Auge des Beobachters und der Brechungswinkel – hier jetzt dieses wahrgenommene Wort an der Kante des Verstecks der Sonne, die direkt zu betrachten blendet – ihre Linie gemeinsam verschieben.

Daraus wird – endlich – Frucht für uns – lebendigen Wesens auf selbst lebendiger Erde im All* …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Fussball EM 2012

Stundenastrologische EM: „Wird mein Favorit Irland heute gewinnen?“

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

wir sehen für diese Frage den Signifikator für den Favoriten, die Sonne, im Haus 11. Der einzige aktuelle Aspekt, den die Sonne bekommen wird, ist das Trigon zu Saturn, der rückläufig in der Waage in Haus 4 steht. Der würde die Sonne begünstigen, wenn Saturn nicht der Planet des Gegners Kroatien wäre.

Mond – der Anzeiger eines Verlaufs – wird zwar einen Aspekt zur Sonne bilden, aber der Orbis ist viel zu weit. Bemerkenswert ist die „Belagerung“ des Mondes durch Chiron und Neptun – da müssen wir auf Schiedsrichter-Fehlentscheidungen achten zugunsten der Gegner, der Kroaten, denn Haus 8 ist deren Terrain.

Die jeweiligen Spiegelpunkte an der 0-Grad Marke Steinbock ergeben keinen brauchbaren Hinweis, wenn ich nichts übersehen habe.

Saturn jedoch steht „erhöht“ in der Waage und läuft immer langsamer aus seiner Rückläufigkeitsschleife; was bei anderen Planeten schlecht ist im Sinne des Wunsches der Fragenden (der langsame Lauf), das ist bei Saturn gut. Langsamer Lauf ist sein Ding. Er steht in einem Eckhaus zusätzlich.

Ich prognostiziere einen klaren Sieg für Kroatien. Irland wird verlieren.

Sabine: Wird mein Favorit Irland heute gegen Kroatien gewinnen? 10.06.2012 08:38 Nürnberg

Alle Antworten sind ohne Gewähr – und hier – wie immer – höchstens Teil eines Spiels, das wir astrologisch begleiten wollen, ist ja den Meisten klar …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mond, Mundan, Partnerschaftsastrologie, Personen

Der Single-Stier Mann in der Liebe

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Liebe Leserinnen und Leser,

kaum zieht bei uns mal der Frühling richtig ins Land, vollzieht sich die ganze Kraft der Wetter-Gezeiten auf dieser Oberflächenwelt zwischen fest, luftig, fließend und manchmal durch Blitz sogar feurig.

Stier ist nun zwar vorbei, Zwillinge gelten, aber weil Venus rückläufig geht, dürfen wir auch zurückgucken – in diesem Fall auf einige Beratungen, in denen es um Stier-Partner ging. Zuletzt eine Frau mit Sonne im Feuerzeichen und dem Mond auch im Stier. Ich hatte Hoffnung, daß dies etwas werden könne, trotz Venus-Opposition.

Aber die Feuer-Frau war zu feurig, nicht gleich Alles von ihm zu fordern – gemäß ihrem Naturell – und er – trotz sich hingezogen zu fühlen – war zu verängstigt mit seinem Fische-Mond, um seine relative Sicherheit auf´s Spiel zu setzen. Für ihn hätte es langsamer sein müssen, Schritt für Schritt.

Noch ist nichts verloren, weil eine rückläufige Venus auch Knoten wieder entflechten kann – noch könnten beide einen neuen Anlauf nehmen, den anderen zu verstehen. Doch was überredet den Stier, auf seinen emotionalen Komfort zu verzichten? Eines ist sicher – man suche mit ihm keine komplizierten Lösungen. Im Hier und Jetzt zufrieden mit dem, was man bekommt, ist die richtige Haltung zum Stier generell, für ihn Vertrauens-stiftend.

Aber hat eine Feuer-Frau dafür die Geduld – und darf man das ernstlich von ihr verlangen? Es gibt Stier-Schütze Paare, die bilden lebenslang ein ganz gutes Team, z.B.

Besonderen Reiz aber verströhmt der Single-Stier – er hat Sinnlichkeit – und spielt doch damit, im Prinzip nicht unbedingt und vollständig zu haben zu sein, vor allem, wenn Planeten wie Venus oder Mars in den Zwillingen sind in seinem Radix.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mundan

Sonne Opposition Saturn rückläufig

Liebe Leserinnen und Leser,

das ist er Höhepunkt von Saturns jährlicher Rückläufigkeit – die Opposition mit der Sonne. Hier spürt man genau das – trotz gelegentlichem Frühlingsreiz – das vielbeschriebene „bleierne“ von Saturn – das auch bei einfacher Opposition ohne Rückläufigkeit sich bemerkbar macht, und zwar auch unabhängig vom Zeichen. Steht Saturn im Skorpion, wie es 2013 der Fall sein wird, verschiebt sich die Phase, die besondern ungeduldig und manchmal sogar bitter macht, weiter in die Stier-Sonnen Zeit. Besonders Widder fühlen sich, wie mir meine Klienten bestätigen – jetzt ausgebremst und im Bergauf-Trott. Und die Waagen der letzten Dekade werden im Augenblick so sehr geprüft, daß sie sich komplett neu erfinden müssen und auch können – insbesondere auch die Waage-Aszendenten. Jetzt wurde er Veganer, jetzt entgiftete sie sich von der Nikotin-Abhängigkeit – das sind Erfolgsgeschichten mit Saturn am Aszendenten rückläufig. Nützlich, wenn der eigene Saturn im Horoskop stark steht – also im Steinbock, Wassermann oder der Waage, oder auch in Konjunktion mit Jupiter.

Sonne Opposition Saturn rückläufig, 15.04.2012 20:26 Nürnberg – zeigt für unseren Breitengrad einen Skorpion-Aszendenten. Und das bedeutet, daß einerseits zu dieser Tageszeit auch jeweils ein paar Tage lang die stärksten Auswirkungen zu spüren sind und daß die Auswirkungen skorpionisch sind und Mars/Jungfrau-Charakter haben (nützliches, aber gleichzeitig „brachiales“ Sortieren – die guten in Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen … ).

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Ereignis, Fotos

Mein Jesus

Fotos Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

was ist das eigentlich, diese Auferstehungsgeschichte? Ist Jesus leiblich auferstanden? Rudolf Steiner modifiziert das Bild von Leiblichkeit, bevor er „Ja“ sagt: es sind „Äther-“ und „Astralleibe“, die sich sichtbar den Jüngern gezeigt haben, bald nach der dunkelsten Stunde der Welt, als man Gott opferte.

Damit folgt Rudolf Steiner der Thomas-Tradition, der seine „Finger in die Wunden“ legen muss, bevor er glaubt – denn „Wissen“ ist hier ein Umweg – und die Schöpfer der Evangelien haben z.B. die Thomas-Geschichte sehr bewußt zum „Riegel“ in den Ablauf des Geschehnisses „eingebaut“, indem sie klarstellen wollten, daß eben das steinersche, feinsinnige Wissen-wollen in Bezug auf die Wahrheit der Auferstehung ausdrücklich von der Erfahrbarkeit des christlichen Einweihungsweges, den die Evangielien darstellen, ausgeschlossen wird. Sie taten dies mit der „Finger-in-die-Wunde“-Geschichte. Sie wollten darstellen, daß die Auferstehung real, auf dem physischen Plan „wahr“ – und nicht „feinstofflich“ allein gewesen sei. Die Schöpfer der Evangelien kannten den steinerschen Erklärungsansatz, und trachteten danach, ihn von vornherein auszuschließen.

Die Geschichte, die sie erzählen, ist gesammelt, nicht erfunden. Zu den Eigentümlichkeiten dieser Geschichte gehört aber auch, daß – ohne Steiners Evangelien-Erklärung zu all dem wieder kein Zugang zu finden wäre – er geht den sprachlichen Grals-Weg, und auch der ist, man spürt es durch jedes Wort, wahr – und scheint auf poetischen Wegen eine Burg in Frankreich zu integrieren.

Die Wunder der Evangelien sind alle in dieser Art. Sie tragen fast alle den Stempel des Irrealen: Jungfrauengeburt, übers Wasser wandeln – Speisenvermehrung – Totenerweckung – Baumverfluchung … andere Dinge, wie Heilungen, Tempelwut, Predigten sind uns sogar an der Grenze oder ganz rational vorstellbar.

Nun kommt hinzu, daß Jesus – gerade in den letzten Jahrzehnten ist das durch mannigfaltigste Bucherscheinungen deutlich geworden – von absolut jedem, der sich mit ihm beschäftigt, anders interpretiert wird.

Da gibt es diejenigen, die wie Augstein oder Miller, Jesus als historische Rebellenfigur sehen, die vergöttlicht wurde – und deren Darstellungen haben viel für sich. Dann gibt es diejenigen, die in Jesus eine symbolisch erschienene historische Figur sehen, die auf eine „spirituelle“ Erleuchtungsstufe zu den großen Lehrern der Menschheit gehört. Weiter die, die ihn für einen Magier, einen geschulten Zauberer halten. Dann die, die Jesus als den Erlöser des Weltbewußtseins sehen, der als Gottgeist am dunkelsten Punkt der Zeit das Bewußtsein der Menschen durch sein eigenes Opfer aus dem Untergang bewahrt hat; dann die, die glauben, Jesus sei als Zwilling und vom Bund der Essener ganz kontrolliert zum Messias erzogen worden, um durch eine Täuschung eine Befreiungsreligion von der Besatzungsmacht zu erreichen, hätte die Kreuzigung durch den Belladonna-Schwamm betäubt überlebt und sei alt und befreit in Südfrankreich gestorben.

Gerade für diese Version hat das Neue Testament durch den Schwamm-Gnadenakt – in der Kirche wird der „Essig“ als Verhöhnung missinterpretiert – eine Fährte gelegt.

Historiker erkennen im gestorbenen Gott den Wiedergänger des Osiris – der als Symbolgeschichte und Naturpersonifizierung die Wiederauferstehung im Rhythmus der Naturkräfte interpretiert, und überall, wo das Christentum Religion machte, wird der Natur- und Vegetationsablauf der älteren Kulte einbezogen, besonders bei uns zu Ostern – an den alten Mondkalender gebunden – und damit kalendarisch auch mit anderen Mondkalenderreligionen verbunden.

Andere halten die Kreuzigungs-Geschichte für nichts weiter, als eine blutrünstige Mordtat, der man einen höheren Sinn zu geben versucht. Diesen Standpunkt der Empörung hatte ich mit etwa 21, und er war nicht falsch – denn er führte mich zu Gott.

Die Rasta-Leute glauben, Jesus sei als Kind der Königslinie ein prophetischer Vorfahr ihrer israelitischen Stammeslinie zur Königin von Saba, und gelehrte Muslim bezeugen einen Propheten Jesus.

Es gibt auch welche, denen Jesus eine komplette Fiktion ist, ein Spott ist er nur für wieder andere weitere, und sogar solche gibt es, die glauben, daß Jesus der intergalaktische Gottgeist ist, der uns aus der Sklaverei des Nachbarplaneten befreite.*

Alle diese Geschichten bilden eine Mega-Geschichte, in deren Zentrum die Möglichkeit steht, zu Jesus direkt Kontakt aufzunehmen. Jesus lebt und hat Zugang zu Dir durch Dein eigenes Ich – und mehr – aber dies ist das Entscheidende: sobald Du „Ich“ sagst, bist Du Jesus. Wenn Du nur sprichst, betest Du.

Astrologisch ist Jesus die Sonne – und natürlich seit Neuestem auch Chiron. Die Kreuzigung habe ich lange nicht verstanden, und noch immer wehrt sich etwas in mir, dem Grund dieser Folter Sinngebung zuzubilligen. Ist es denn nicht ein Menschenbruder, dessen Leiden verklärt wird – für Nichts?

Wer nicht so fragt, wird die Tiefen der Lehre des Meisters nicht verstehen. Wer die Stimme Gottes in der Bibel nicht mit Mitleid betrachtet, in seinem Bemühen, den Menschen aus Verstrickung zu befreien – die Dokumentation einer Volksgeschichte im alten Testament als langsame, im Rahmen des Möglichen möglichst fürsorgliche Befreiung: nicht nur aus Babylon, sondern aus der Sklaverei, in der das Bewußtseins überhaupt unverschuldet ist.

Derselbe Geist, der unseren Körper bildet, kann u. U. tatsächlich körperlich erscheinen und wieder verschwinden – es gibt mehr „Dimensionen“ des Bewußtseins (nicht aber der „Raumzeit“ – das ist Fiktion), als wir in unserem Alltags-Zustand wissen, und die Kraft, die in Jesus war, konnte diese Dinge – in uns und außerhalb von uns – unsere Wahrnehmung und den Gegenstand unserer Wahrnehmung – nach Belieben verändern.

Ja – gewiss: auch ich ein Thomas!

Mit freundlichen Ostergrüßen,

Markus Thomas

* Zu diesen gehöre ich auch!