Ereignis, Personen, Poetry, Weltbild

Merkur im Schützen

Innen Wilfried Michael Voynich 31.10.1865, außen 23.12.1912, ungefähr als er das Manuskript fand: man beachte auch Jupiter auf Jupiter und die Venus-Neptun Opposition, die so perfekt zum Stil des Manuskripts passt. Merkur im Schützen, wie heuer ebenso …

Liebe Leserinnen und Leser,

eines der ungelösten Weltenrätsel ist ein Manuskript, das Experten ins 14. Jahrhundert datieren. Es zeigt wunderbare, geradezu heilige Bilder von kosmischen Rhythmen – wie wir sie auch in Blüten abgebildet finden – ist in einer ergreifend schönen, eleganten und geübten Schrift geschrieben, wie von Elfen – die gleichwohl keine Enigma De-Chiffriermaschine und kein inspirierter Geist bisher entziffern konnte.

Voynich-Manuskript – Wikipedia

Datei:PhaistosDiskLarge.jpg – Wikipedia

Ebenfalls in diese Kathegorie gehört der Diskos von Phaistos auf Kreta. Er zeigt eine Abfolge von Zeichen, deren Bedeutung sich uns noch nicht erschlossen hat. Obwohl, … wenn ich mir so die Abfolge der Zeichen angucke?! –  ziemlich logische Idee …  – : – ? – ?

Mit freundlichen Merkur im Schützen-Grüßen,

Markus

Geschichte, Personen

Bradley Manning

Innen Bradley Manning, 17.12.1987, außen 16.12.2011 12:00 MEZ

Liebe Leserinnen und Leser,

Bradley Manning hearing: defence lawyer turns fire on military accusers | World news | The Guardian

Bradley Manning hatte gestern Geburtstag, gerade 24 geworden und steht vor einem Militärgericht, das potentiell sogar die Todesstrafe vollstrecken kann. Sein Anwalt plädiert auf Psycho-Druck, nicht auf Unschuld, vor den Toren der Gerichte demonstriert eine Schar Aufrechter. Daß der Richter im Nebenjob Assange-Ankläger ist, wird als Befangenheits-Antrag abgelehnt.

Bin ich richtig informiert? Wenn nicht, bitte sagt Bescheid.

Wie auch immer man über „Wistleblower“ denken mag, als ich den Film „Collateral Murder“ auf Wikileaks vor ein paar Jahren schon gesehen habe – der wohl auf den „Verrat“ von Manning – dessen Homosexualität eben im Verfahren auch zur Verhandlung zu stehen scheint, jedenfalls wird sie erwähnt (und passt in den Zeitzug der offiziellen „Legalisierung“ von Homosexualität in der amerikanischen Armee per oberstem Gericht), zurückzuführen ist – oder vermenge ich da Informationen? – dann müßte nicht Manning angeklagt sein, sondern die Mörder in der Armee. Das ist aber Tabu, und so erlebt in dem Prozess gegen Manning die Welt in Manning die beispiellose Inszenierung eines Opfers aus den eigenen Reihen, dessen zart besaitetes Wesen unerträglich fand, was anderen als scheinbare Randerscheinung hinzunehmen bereit sind.

Hier muss die Welt aufwachen! Assange bekommt, wie Jack Sparrows, den Ritterschlag des obersten britischen Gerichts (das auch gekrönte Häupter köpft) – wird er entkommen? – während die andere Inszenierung in den USA jetzt bereits auf Leben und Tod gespielt wird.

Warum kann und will Obama sowas nicht verhindern?! Könnte er? – Oder ist die kaltschnäuzige Route des Spielplans seine gerechte Interpretation der Präsidentenrolle, die Densil Washington vorab im kinematografischen Sinne abgeschritten ist, welche nun einmal gespielt werden muss, wenn das Volk entschieden hat, wer unter dem CIA dienen darf?! Dagegen spricht Jimmy Carters unermüdlicher Einsatz für den Frieden und die Vernunft. Zumindest den hatten sie nicht im Griff?!

Manning soll das Opfer dessen sein, der die Wahrheit gesagt hat – angeklagt gehört Bush, Blackwater, der ganze militärisch industrielle Komplex, vor dem Roosevelt, glaube ich, oder? –  und ganz sicher Kennedy in seiner Rede zu einer Verschwörung der Geheimdienste, …

… warnten.

Wir sehen in Mannings Horoskop zwei starke Stelliums, Schütze-Skorpion – und Pluto steht über Neptun. Eindrucksvoll die Uranus/Saturn und Sonnenverbindung (plus Merkur): „Der Regelbrecher“ (im Informations = Merkur-Sinn im Schützen = Weisheit).

Nun wandert aber Saturn über Mars/Mond Pluto, zumindest bald – und deswegen braucht Manning Öffentlichkeit, damit er ein paar Jahre übersteht. Warum Manning gleich nochmal angeklagt ist nach dem Motto „kill the Messanger“? – schaue diesen Film, aber ich rate ab – wer ohnehin schon Bescheid weiß – eigentlich nichts für Vorweihnachtsstimmung.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Personen

Jean-Baptiste Pigalle

Jean-Baptiste Pigalle, porträtiert von Marie-Suzanne Roslin, Künsterin im Zeichen Fische …

Liebe Leserinnen und Leser,

nicht so sehr auf diesem Bild, aber hier:

… da sieht Pigalle ganz genauso aus, wie mein Wassermann ol` buddy mit Krebs-Aszendent, das ist das Verblüffende, immer wieder. Aber was soll das nun, warum interessiert mich hier und heute Pigalle?

Ganz kurz war zwischen den Bildern der Wochenschau Pigalles Merkur zu sehen, „sich die Flügelschuhe bindend“. Daher das Horoskop des Künstlers hier. Es weist für den Tag erstaunliche Konstellationen auf. Die unteren Horoskope zeigen alle im Innenkreis das Geburts-Radix Jean-Baptiste Pigalles und außen die Transite für vorgestern, als ich den Film machte.

Wer die durchguckt, findet nicht nur einen genauen Venus/Venus Transit, Mond über Mond, Mondknoten auf Mondknoten, sondern auch eine Merkur/Pluto Beziehung und umgekehrt als ziemlich genauen Aspekt.

Ist es wichtig? Vielleicht nicht – jedenfalls zu beobachten …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Innen: Jean-Baptiste Pigalle, 26.01.1714, außen 10.12.2011

Voltaire von Pigalle  Datei:Voltaire nu.jpg – Wikipedia

Personen

Sahra Wagenknecht erklärt die Wirtschaft

Sahra Wagenknecht: Geburtszeit unsicher!

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn die Zeiten so sind, daß die hochkonservative FAZ Artikel der Linken bringt, ist es Zeit, das zu lesen. Schön, wie sie zum Ausdruck bringt – Lafontaines klarer Blick scheint mitgedacht – wie die „Euro“-Finanzkriese mit der Lehmann-Pleite also von uns geretteten Banken-Zockern zusammenhängt. Ich sagte gestern, ich wollte Merkel wählen, als Vorsitzende der Piratenpartei. Mit Wagenknecht als Finanzministerin und Kretschmann als Innenminister und Guttenberg im Bildungsministerium. Wenn der AC stimmt, gute Umsetzung des Saturn/Jupiter Zyklus.

Europa in der Krise: Schluss mit Mephistos Umverteilung! – Kapitalismus – FAZ

Mit Freundlichen Grüßen,

Markus

Mundan, Personen

Vom Umgang mit einer Konstellation

Schwitzhütte – Wikipedia

Liebe Leserinnen und Leser,

„Mensch denkt, Gott lenkt“ heißt es oft fatalistisch – was sollte es also nützen, ins Horoskop zu gucken, um jene Sterne, die „geneigt“ machen, zu sich zu zwingen? Mit anderen Worten: was nützt uns bewußte Astrologie?

Die Konstellation meines erstes Schwitzhüttenrituals habe ich mir nicht vorher ausgesucht, sondern sie ist mir entgegengekommen – zunächst durch die freundliche Einladung eines Jungfrau-Sonne Geborenen. So ist es meist. Doch da ich Astrologe bin, werfe ich natürlich für den Tag des Rituals einen Blick ins Horoskop. Eingestellt ist meine Aspektscheibe auf den Aspekt: Jungfrau-Mars begegnet meinem Radix-Pluto, der eine genaue Opposition zu meinem Radix-Chiron (plus Sonne) hat. Hinzu kommt, daß der Feuermeister, wie sich herausstellt, also jener betriebsame Pfleger der Flamme und der Steine (der außerhalb der Hütte bleiben wird) auch im Zeichen Jungfrau geboren ist, und damit den Jungfrau-Mars/Pluto Aspekt mit seiner Persönlichkeit unterstreicht, dem die ganze Hütte (Jungfrau = Gesundheit, glühende Steine = Pluto) sowieso folgt.

Der Feuermeister ist übrigens ein wahrhaft welttrainierter Adler-Indianer, ein sehr kräftiger Mann mit tausend Geschichten der Weltreisen im Kopf. Er erscheint  – wenn er die glühenden schweren Steine mit seiner großen Gabel in die Hütte schiebt, und dazu laut wie ein Nebelhorn „Ahoú Métakiássi ruft, wie Hephaistos – der Götterschmied selbst.

Es regnet seit Wochen zum ersten Mal, so daß die Tropfen, die von oben auf die Hütte fallen uns tonal ganz in einem Dunkelraum einhüllen, ein geheimer und intimer, zugleich gefährlicher und behaglicher Ort. Wir sitzen im Kreis – drei Frauen und vier Männer – und wenn die glühenden Steine hineingeschoben werden (es gibt vier Runden), dann ist ihr Glühen das einzige Licht in der Hütte. Sie werden mit einem Hirschgeweih in der ausgehobenen kreisrunden Senke in der Mitte der Hütte rituell nach Himmelsrichtungen positioniert. Die Kraft und die Stärke der glühenden Steine ist respekteinflößend. Unsere Ritualmeisterin nennt sie „Großväterchen“, klärt uns darüber auf, daß die Steine unsere eigenen Ahnen seien. Du bist deshalb sofort in der Steinzeit, im wahrsten Sinne des Wortes. Und nach und nach gewinnt auch der Neuling Vertrauen in diese Urgewalt, die sich uns – kommunizierend gewissermaßen – im Dampf unmittelbar mitteilen wird und die Kräuter, die duftend über dem glühenden Stein unseren Erinnerungssinn ganz in Anspruch nehmen, machen diese sinnliche Erfahrung tiefer, als der Verstand reichen kann, denn unsere Erinnerung ist so stark an Düfte/Gerüche gebunden, daß dies auch ein Weg ist, auf dem sich höhere Wesen ankündigen, ohne daß eine eigentliche Geruchsursache vorhanden sein muss.

Von nun an bestimmt das Ritual den Ablauf, und der ist ein Rhythmus –  klar und tief – aber eben kein äußerer, sondern ein innerer und äußerer – der Körper schwitzt, Nacktheit wird zum Freund – aber da die Rede und das Singen von Liedern die Runde macht – reinigt sich auch der Geist und wird gleichsam nackt. Und ein Gefühl stellt sich ein, wie wenn die Erde seit langem ein mächtiger und schützender Erdenbauch wäre, dem viel mehr zu vertrauen ist, als daß er zu fürchten wäre.

Weil Jungfrau-Mars bei mir im Haus 6, dem Haus der Gesundheit läuft, darf ich dem Großen Geist mehr als dankbar sein, daß er zu so einer Gelegenheit all den angesammelten Schmodder abtransportiert hat. Und sicher ist dabei auch das Erd-Trigon hilfreich, welches Venus und Mars (und Pluto) eben heute um 16:00 Uhr bilden. Ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit erfüllt nach so einem Ritual die Seele. Nicht alle Ebenen der seelischen Relevanz kann ich hier astrologisch erklären, aber vielleicht noch den Chiron-Bezug (der verletzte Heiler), der – gerade in der Konfrontation mit den glühenden Steinen – auch ein altes traumatisches Brand-Erlebnis milde durch neuen vertrauensvollen Eindruck wandelt.

Mars kommt alle zwei Jahre bei meinem Pluto vorbei – und für diesen Zyklus noch zweimal: und jedes Mal werde ich mir ein Feuer machen und mich innerlich an den Kraft-Ort der Schwitzhütte zurückziehen und den starken Heilungsdrang genießen, der davon ausgeht. Man fragt sich überhaupt, wie die Medizin jemals auf die Idee kommen konnte, zu versuchen den Körper zu heilen, ohne die Seele mitzunehmen?!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Innen Markus, außen 04.12.2011 17:00 Fischbach

Mundan, Personen

Die Krebs-Aszendenten suchen neue Lebensaufgabe

Liebe Leserinnen und Leser,

im Hintergrund sehen wir die Kuppeln des Passauer Doms, eine Station meiner kleinen Reise heute. Pünktlich zum Venus-Pluto Aspekt – wer meine Wochenschau gesehen hat, kann diesem Hinweis folgen – fluten die wichtigsten Zentralbanken* der ganzen Welt den Markt mit Bargeld, wie es so schön heißt. Passau ist – mittelalterlich – dem Skorpion zugeordnet, und so passt dieses Bild plutomäßig wenigstens ein bischen.

Fotos Termin ©

Dieses Bild vom Kaffee unterwegs unten hat mehr etwas mit Neptun zu tun: …

… Neptun scheint es auch zu sein, der die Krebs-Aszendenten irritiert, denn bei einigen KlientInnen und Freunden höre ich sehr ähnliche Sätze, eine Art Verunsicherung, ob der für sicher gehaltene Weg der richtige sei, eine bislang für sie ungeahnte Desorientierung (Kaffee wird – teilweise zumindest – auch dem Neptun zugeordnet).

Bei vielen Krebs-Aszendenten wird das Haus 10 – das Haus der Lebensberufung – von den Fischen regiert, und da Neptun nun endgültig volle Kraft voraus in die Fische stürmt – und Chiron sie gar nicht verlassen hat – braucht es einen ganz neuen Sinn für die Lebensorientierung, die bei Krebs-Aszendenten (wenn Fische Haus 10 regiert) nur in die Selbstlosigkeit führen kann – unterstützt richtungsmäßig durch Haus und Zeichen, wo der Fische-Herrscher Neptun steht.

Steht also z.B. Neptun in Haus 5 im Skorpion (eingeschlossen vielleicht sogar?!) – dann wird die Lebensaufgabe zur kreativen Herausforderung.

Das geht auch – dumm ist nur, wenn materielle Ansprüche (siehe „Bargeld-Flutung“) dem zu sehr im Weg stehen. Aber auch anderes ist denkbar – festhalten an einem unbedingten und rein Ego-zentrierten kultuerellem Konzept (Schriftsteller) – wobei es schwer sein kann für die Krebs-Aszendenten – dieses überhaupt als Ego-zentriert zu erkennen. Der Astrologe kann das von außen gut erkennen – ob er´s bei sich selbst auch schafft, ist wieder eine andere Frage!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

* Wir leben übrigens in der Illusion, die Zentralbanken seien eine staatliche Institution. Forscht man ein wenig nach, stellt man fest, daß das nicht stimmt: sie sind im Privatbesitz. Es sind also unbekannte „Marktteilnehmer“ die den Markt mit „Geld fluten“ – wellcome to Neptune´s world.

Personen

Praxis: Jupiter in Haus 10 – und nun?!

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Jupiter durch das Haus 10 zieht, ist das eine sehr gute Gelegenheit, sich beruflich zu verwirklichen. Hat frau/man Jupiter in Haus 10 laufend, wie wir Astrologen sagen, also zum Beispiel zur Zeit die Löwe- oder die späten Krebs-Aszendenten, dann ist diese Zeit sehr günstig für die Verwirklichung der Lebensberufung.

Nun klagt eine Klientin, im Feuerzeichen geboren, sie wäre in einer extrem chaotischen Situation – betreffend Job und Arbeit – gerade sei ihre soziale Tätigkeit noch innert der Probezeit abgebrochen worden, worüber sie auch froh sei. Es dauert eine ganz Weile, bis ich von ihr erfahre, was ihr wirklicher Lebenstraum bislang war. Zunächst sind die Bedrängnisse der Wirklichkeit so beängstigend für sie, daß wir gar nicht darauf zu sprechen kommen können. Doch schließlich fällt ihr ein: „Ja, wenn, dann wollte ich im Alter von 3 Jahren mal Opernsängerin werden.“

Das ist also ihre Lebensberufung, Opernsängerin. Es dauert nochmal eine ganze Weile, bis ich sie davon überzeugen kann, ohne Umwege sofort ihr Ziel anzustreben, denn das ist Jupiter in Haus 10!

Sicher kommt es jetzt noch darauf an, wo jeweils die Herrscher des Aszendenten, in diesem Fall Mond und Herrscher des Medium Coeli (Mars/Venus) stehen, damit wir wissen, wo genau in welchem Feld sich die Lebensberufung verwirklichen kann. In vorliegender Begegnung ist aber sowieso die Widder-Sonne stark beim MC gewesen, so daß klar war: diese Frau lebt mehr zur Verwirklichung, wie viele andere, aber sie praktiziert de facto das komplette Gegenteil davon, ganz an der Berufung vorbei; und Jupiter ist nicht Saturn – er zwingt nicht zum Glück, man/frau muß es ergreifen. Doch genauso begegnen wir Menschen, denen sich die Berufung im Horoskop und im Leben erstaunlich kongruent von selbst fügt!

Hier gilt es einfach die entsprechende Begabung zu finden und klar zu benennen: eine Sonne im Haus 5 – um ein anderes Beispiel zu nennen – Stier erste Dekade! – ruft an, weil im Augenblick nichts geht.  Büro-Job, Zwangspause, Suche nach Orientierung. Natürlich kann sie sich im Büro nur wenig kreativ betätigen. Aber sie kann sich Ruhe geben, solange Jupiter rückläufig ist, und erst zum Jahreswechsel zuversichtlich darauf vertrauen, daß sie ihre Richtung finden wird; kein Druck, nützt bei Stieren dauerhaft nichts.

Und – es sollte was Kreatives sein, der Büro-Job wird sie auf Dauer nicht glücklich machen. „Kreativ – was ist das?“ … genau, schon denkt man/frau, frau/man darüber nach …

Die liebe Widder-Frau von oben wird auch nicht gleich Opern-Sängerin. Aber sie geht auf die Suche nach einem netten Chor und fängt mal an zu singen: so ließen sich selbst richtige Probleme indirekt oft besser lösen, oder überhaupt erst … Astrologie ist ein fantastischer Kompass!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

28.11.2011 20:55 Nürnberg

Personen

Heinrich von Kleist

Liebe Leserinnen und Leser,

ich habe heute nicht so viel Zeit, mich intensiv mit Kleist zu beschäftigen, aber sein Horoskop will ich gerne hochladen (und Kleist selbst zu Wort kommen lassen).

Zwei Sachen finde ich besonders bemerkenswert, deshalb habe ich – obwohl Kleist lange im Jenseits ( … und vielleicht lange schon wieder inkarniert … ) ist – auch die Transite für das heutige Datum eingestellt. Da sehen wir: Saturn steht genau über seiner Sonne, Neptun und Chiron: Täuschung und Lüge im negativen Fall – kommen ihm entgegen. Eine faire Betrachtung kann er nicht erwarten.

Unten dann das Horoskop des Todestages mit Pluto rückläufig exakt an der Spitze zum Haus 8 in Verbindung mit dem Südknoten. Das ist astrologisch eindeutig und wird immer wieder gefunden (wenn auch in anderen Variationen, die ich mir einzeln aufzuzählen spare).

Innen Heinrich von Kleist: 18.10.1777 01:00 Frankfurt an der Oder, außen heute 21.11.2011

Innen Kleist, außen Todestag 21.11.1811

Ich bin kein Freund des Theaters, es langweilt mich über alle Maßen, ich mag lieber den Film. Und so kenne ich Kleists Stücke nicht. Aber niemals habe ich – außer vielleicht bei Thomas Pynchon oder Thomas Mann – etwas Eindrucksvolleres gelesen, wie die Novelle „Michael Kohlhaas“. Ich kann nur jeder/jedem empfehlen, diese Erzählung – auch und gerade vor dem Hintergrund der auf uns zu kommenden Revolutions-Konstellation (Pluto im Wassermann/Uranus im Löwen) gründlich zu verinnerlichen. Das ist keine Literatur, sondern eine berichtete Dynamik, die einem den Atem anhalten läßt. Auch und gerade im Sinne der „occupy“-Bewegung, die hier in Deutschland besonders zahm ist.

Doch alles, was uns in gegenwärtiger und absehbarer Zeit an nachhaltiger Veränderung gelingt – und bisher ist alles bloß pseudo: Umwelt, Finanzen, Freiheit – trägt dazu bei, kommende Revolution „abzuflachen“ – und am besten, sie findet überhaupt nicht statt – denn es gibt nichts Schlimmeres, wie der plötzliche Ausbruch entfesselter und gewaltbereiter Massen, die nach Gerechtigkeit hungern. Hätten unsere führenden Köpfe doch Mumm und Weisheit genug, den ein oder anderen großen Wurf zu wagen. Doch das ist nicht leicht – im Grunde macht Kanzlerin Merkel in Anbetracht der Umstände und Blödigkeiten allenthalben sogar einen guten Job.

Nachtrag 22.08.2021 – wie naiv man doch war – der „große Wurf“ entpuppt sich als phantasielose Tyrannei.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

P.S.: Kleist gehört zur „Pluto in Steinbock“-Generation, wie jetzt eben auch. Merkur/Sonne drittes Haus zeigt wieder, was Hans Wollschläger gern zum Mantra erhob: „Leute, die schreiben, sind Menschen, denen das Schreiben schwerfällt“. Kleists Problem ist Chiron Haus 9 – Veröffentlichung ist nicht leicht und Mars, der Hausherrscher, steht nicht öffentlich, sondern versteckt in Haus 4, sein Dispositor Jupiter in Haus 12. Auf lange Sicht aber nützt es dem Vaterland (Haus 4) und der Welt (Haus 12).

„An den Ufern der Havel lebte, um die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts, ein Roßhändler, namens Michael Kohlhaas, Sohn eines Schulmeisters, einer der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit. – Dieser außerordentliche Mann würde, bis in sein dreißigstes Jahr für das Muster eines guten Staatsbürgers haben gelten können. Er besaß in einem Dorfe, das noch von ihm den Namen führt, einen Meierhof, auf welchem er sich durch sein Gewerbe ruhig ernährte; die Kinder, die ihm sein Weib schenkte, erzog er, in der Furcht Gottes, zur Arbeitsamkeit und Treue; nicht einer war unter seinen Nachbarn, der sich nicht seiner Wohltätigkeit, oder seiner Gerechtigkeit erfreut hätte; kurz, die Welt würde sein Andenken haben segnen müssen, wenn er in einer Tugend nicht ausgeschweift hätte. Das Rechtgefühl aber machte ihn zum Räuber und Mörder.

Er ritt einst, mit einer Koppel junger Pferde, wohlgenährt alle und glänzend, ins Ausland, und überschlug eben, wie er den Gewinst, den er auf den Märkten damit zu machen hoffte, anlegen wolle: teils, nach Art guter Wirte, auf neuen Gewinst, teils aber auch auf den Genuß der Gegenwart: als er an die Elbe kam, und bei einer stattlichen Ritterburg, auf sächsischem Gebiete, einen Schlagbaum traf, den er sonst auf diesem Wege nicht gefunden hatte. Er hielt, in einem Augenblick, da eben der Regen heftig stürmte, mit den Pferden still, und rief den Schlagwärter, der auch bald darauf, mit einem grämlichen Gesicht, aus dem Fenster sah. Der Roßhändler sagte, daß er ihm öffnen solle. Was gibts hier Neues? fragte er, da der Zöllner, nach einer geraumen Zeit, aus dem Hause trat. Landesherrliches Privilegium, antwortete dieser, indem er aufschloß: dem Junker Wenzel von Tronka verliehen. – So, sagte Kohlhaas. Wenzel heißt der Junker? und sah sich das Schloß an, das mit glänzenden Zinnen über das Feld blickte. Ist der alte Herr tot? – Am Schlagfluß gestorben, erwiderte der Zöllner, indem er den Baum in die Höhe ließ. – Hm! Schade! versetzte Kohlhaas. Ein würdiger alter Herr, der seine Freude am Verkehr der Menschen hatte, Handel und Wandel, wo er nur vermochte, forthalf, und einen Steindamm einst bauen ließ, weil mir eine Stute, draußen, wo der Weg ins Dorf geht, das Bein gebrochen. Nun! Was bin ich schuldig? – fragte er; und holte die Groschen, die der Zollwärter verlangte, mühselig unter dem im Winde flatternden Mantel hervor. »Ja, Alter«, setzte er noch hinzu, da dieser: hurtig! hurtig! murmelte, und über die Witterung fluchte: »wenn der Baum im Walde stehen geblieben wäre, wärs besser gewesen, für mich und Euch«; und damit gab er ihm das Geld und wollte reiten. Er war aber noch kaum unter den Schlagbaum gekommen, als eine neue Stimme schon: halt dort, der Roßkamm! hinter ihm vom Turm erscholl, und er den Burgvogt ein Fenster zuwerfen und zu ihm herabeilen sah. Nun, was gibts Neues? fragte Kohlhaas bei sich selbst, und hielt mit den Pferden an. Der Burgvogt, indem er sich noch eine Weste über seinen weitläufigen Leib zuknüpfte, kam, und fragte, schief gegen die Witterung gestellt, nach dem Paßschein. – Kohlhaas fragte: der Paßschein? Er sagte ein wenig betreten, daß er, soviel er wisse, keinen habe; daß man ihm aber nur beschreiben möchte, was dies für ein Ding des Herrn sei: so werde er vielleicht zufälligerweise damit versehen sein. Der Schloßvogt, indem er ihn von der Seite ansah, versetzte, daß ohne einen landesherrlichen Erlaubnisschein, kein Roßkamm mit Pferden über die Grenze gelassen würde. Der Roßkamm versicherte, daß er siebzehn Mal in seinem Leben, ohne einen solchen Schein, über die Grenze gezogen sei; daß er alle landesherrlichen Verfügungen, die sein Gewerbe angingen, genau kennte; daß dies wohl nur ein Irrtum sein würde, wegen dessen er sich zu bedenken bitte, und daß man ihn, da seine Tagereise lang sei, nicht länger unnützer Weise hier aufhalten möge. Doch der Vogt erwiderte, daß er das achtzehnte Mal nicht durchschlüpfen würde, daß die Verordnung deshalb erst neuerlich erschienen wäre, und daß er entweder den Paßschein noch hier lösen, oder zurückkehren müsse, wo er hergekommen sei. Der Roßhändler, den diese ungesetzlichen Erpressungen zu erbittern anfingen, stieg, nach einer kurzen Besinnung, vom Pferde, gab es einem Knecht, und sagte, daß er den Junker von Tronka selbst darüber sprechen würde. Er ging auch auf die Burg; der Vogt folgte ihm, indem er von filzigen Geldraffern und nützlichen Aderlässen derselben murmelte; und beide traten, mit ihren Blicken einander messend, in den Saal. Es traf sich, daß der Junker eben, mit einigen muntern Freunden, beim Becher saß, und, um eines Schwanks willen, ein unendliches Gelächter unter ihnen erscholl, als Kohlhaas, um seine Beschwerde anzubringen, sich ihm näherte. Der Junker fragte, was er wolle; die Ritter, als sie den fremden Mann erblickten, wurden still; doch kaum hatte dieser sein Gesuch, die Pferde betreffend, angefangen, als der ganze Troß schon: Pferde? Wo sind sie? ausrief, und an die Fenster eilte, um sie zu betrachten. Sie flogen, da sie die glänzende Koppel sahen, auf den Vorschlag des Junkers, in den Hof hinab; der Regen hatte aufgehört; Schloßvogt und Verwalter und Knechte versammelten sich um sie, und alle musterten die Tiere. Der eine lobte den Schweißfuchs mit der Blesse, dem andern gefiel der Kastanienbraune, der dritte streichelte den Schecken mit schwarzgelben Flecken; und alle meinten, daß die Pferde wie Hirsche wären, und im Lande keine bessern gezogen würden. Kohlhaas erwiderte munter, daß die Pferde nicht besser wären, als die Ritter, die sie reiten sollten; und forderte sie auf, zu kaufen. Der Junker, den der mächtige Schweißhengst sehr reizte, befragte ihn auch um den Preis; der Verwalter lag ihm an, ein Paar Rappen zu kaufen, die er, wegen Pferdemangels, in der Wirtschaft gebrauchen zu können glaubte; doch als der Roßkamm sich erklärt hatte, fanden die Ritter ihn zu teuer, und der Junker sagte, daß er nach der Tafelrunde reiten und sich den König Arthur aufsuchen müsse, wenn er die Pferde so anschlage. Kohlhaas, der den Schloßvogt und den Verwalter, indem sie sprechende Blicke auf die Rappen warfen, mit einander flüstern sah, ließ es, aus einer dunkeln Vorahndung, an nichts fehlen, die Pferde an sie los zu werden. Er sagte zum Junker: »Herr, die Rappen habe ich vor sechs Monaten für 25 Goldgülden gekauft; gebt mir 30, so sollt Ihr sie haben.« Zwei Ritter, die neben dem Junker standen, äußerten nicht undeutlich, daß die Pferde wohl so viel wert wären; doch der Junker meinte, daß er für den Schweißfuchs wohl, aber nicht eben für die Rappen, Geld ausgeben möchte, und machte Anstalten, aufzubrechen; worauf Kohlhaas sagte, er würde vielleicht das nächste Mal, wenn er wieder mit seinen Gaulen durchzöge, einen Handel mit ihm machen; sich dem Junker empfahl, und die Zügel seines Pferdes ergriff, um abzureisen. In diesem Augenblick trat der Schloßvogt aus dem Haufen vor, und sagte, er höre, daß er ohne einen Paßschein nicht reisen dürfe. Kohlhaas wandte sich und fragte den Junker, ob es denn mit diesem Umstand, der sein ganzes Gewerbe zerstöre, in der Tat seine Richtigkeit habe? Der Junker antwortete, mit einem verlegnen Gesicht, indem er abging: ja, Kohlhaas, den Paß mußt du lösen. Sprich mit dem Schloßvogt, und zieh deiner Wege. Kohlhaas versicherte ihn, daß es gar nicht seine Absicht sei, die Verordnungen, die wegen Ausführung der Pferde bestehen möchten, zu umgehen; versprach, bei seinem Durchzug durch Dresden, den Paß in der Geheimschreiberei zu lösen, und bat, ihn nur diesmal, da er von dieser Forderung durchaus nichts gewußt, ziehen zu lassen. Nun! sprach der Junker, da eben das Wetter wieder zu stürmen anfing, und seine dürren Glieder durchsauste: laßt den Schlucker laufen. Kommt! sagte er zu den Rittern, kehrte sich um, und wollte nach dem Schlosse gehen. Der Schloßvogt sagte, zum Junker gewandt, daß er wenigstens ein Pfand, zur Sicherheit, daß er den Schein lösen würde, zurücklassen müsse. Der Junker blieb wieder unter dem Schloßtor stehen. Kohlhaas fragte, welchen Wert er denn, an Geld oder an Sachen, zum Pfande, wegen der Rappen, zurücklassen solle? Der Verwalter meinte, in den Bart murmelnd, er könne ja die Rappen selbst zurücklassen. Allerdings, sagte der Schloßvogt, das ist das Zweckmäßigste; ist der Paß gelöst, so kann er sie zu jeder Zeit wieder abholen. Kohlhaas, über eine so unverschämte Forderung betreten, sagte dem Junker, der sich die Wamsschöße frierend vor den Leib hielt, daß er die Rappen ja verkaufen wolle; doch dieser, da in demselben Augenblick ein Windstoß eine ganze Last von Regen und Hagel durchs Tor jagte, rief, um der Sache ein Ende zu machen: wenn er die Pferde nicht loslassen will, so schmeißt ihn wieder über den Schlagbaum zurück; und ging ab. Der Roßkamm, der wohl sah, daß er hier der Gewalttätigkeit weichen mußte, entschloß sich, die Forderung, weil doch nichts anders übrig blieb, zu erfüllen; spannte die Rappen aus, und führte sie in einen Stall, den ihm der Schloßvogt anwies. Er ließ einen Knecht bei ihnen zurück, versah ihn mit Geld, ermahnte ihn, die Pferde, bis zu seiner Zurückkunft, wohl in acht zu nehmen, und setzte seine Reise, mit dem Rest der Koppel, halb und halb ungewiß, ob nicht doch wohl, wegen aufkeimender Pferdezucht, ein solches Gebot, im Sächsischen, erschienen sein könne nach Leipzig, wo er auf die Messe wollte, fort.

In Dresden, wo er, in einer der Vorstädte der Stadt, ein Haus mit einigen Ställen besaß, weil er von hier aus seinen Handel auf den kleineren Märkten des Landes zu bestreiten pflegte, begab er sich, gleich nach seiner Ankunft, auf die Geheimschreiberei, wo er von den Räten, deren er einige kannte, erfuhr, was ihm allerdings sein erster Glaube schon gesagt hatte, daß die Geschichte von dem Paßschein ein Märchen sei. Kohlhaas, dem die mißvergnügten Räte, auf sein Ansuchen, einen schriftlichen Schein über den Ungrund derselben gaben, lächelte über den Witz des dürren Junkers, obschon er noch nicht recht einsah, was er damit bezwecken mochte; und die Koppel der Pferde, die er bei sich führte, einige Wochen darauf, zu seiner Zufriedenheit, verkauft, kehrte er, ohne irgend weiter ein bitteres Gefühl, als das der allgemeinen Not der Welt, zur Tronkenburg zurück. Der Schloßvogt, dem er den Schein zeigte, ließ sich nicht weiter darüber aus, und sagte, auf die Frage des Roßkamms, ob er die Pferde jetzt wieder bekommen könne: er möchte nur hinunter gehen und sie holen. Kohlhaas hatte aber schon, da er über den Hof ging, den unangenehmen Auftritt, zu erfahren, daß sein Knecht, ungebührlichen Betragens halber, wie es hieß, wenige Tage nach dessen Zurücklassung in der Tronkenburg, zerprügelt und weggejagt worden sei. Er fragte den Jungen, der ihm diese Nachricht gab, was denn derselbe getan? und wer während dessen die Pferde besorgt hätte? worauf dieser aber erwiderte, er wisse es nicht, und darauf dem Roßkamm, dem das Herz schon von Ahnungen schwoll, den Stall, in welchem sie standen, öffnete. Wie groß war aber sein Erstaunen, als er, statt seiner zwei glatten und wohlgenährten Rappen, ein Paar dürre, abgehärmte Mähren erblickte; Knochen, denen man, wie Riegeln, hätte Sachen aufhängen können; Mähnen und Haare, ohne Wartung und Pflege, zusammengeknetet: das wahre Bild des Elends im Tierreiche! Kohlhaas, den die Pferde, mit einer schwachen Bewegung, anwieherten, war auf das äußerste entrüstet, und fragte, was seinen Gaulen widerfahren wäre? Der Junge, der bei ihm stand, antwortete, daß ihnen weiter kein Unglück zugestoßen wäre, daß sie auch das gehörige Futter bekommen hätten, daß sie aber, da gerade Ernte gewesen sei, wegen Mangels an Zugvieh, ein wenig auf den Feldern gebraucht worden wären. Kohlhaas fluchte über diese schändliche und abgekartete Gewalttätigkeit, verbiß jedoch, im Gefühl seiner Ohnmacht, seinen Ingrimm, und machte schon, da doch nichts anders übrig blieb, Anstalten, das Raubnest mit den Pferden nur wieder zu verlassen, als der Schloßvogt, von dem Wortwechsel herbeigerufen, erschien, und fragte, was es hier gäbe? Was es gibt? antwortete Kohlhaas. Wer hat dem Junker von Tronka und dessen Leuten die Erlaubnis gegeben, sich meiner bei ihm zurückgelassenen Rappen zur Feldarbeit zu bedienen? Er setzte hinzu, ob das wohl menschlich wäre? versuchte, die erschöpften Gaule durch einen Gertenstreich zu erregen, und zeigte ihm, daß sie sich nicht rührten. Der Schloßvogt, nachdem er ihn eine Weile trotzig angesehen hatte, versetzte: seht den Grobian! Ob der Flegel nicht Gott danken sollte, daß die Mähren überhaupt noch leben? Er fragte, wer sie, da der Knecht weggelaufen, hätte pflegen sollen? Ob es nicht billig gewesen wäre, daß die Pferde das Futter, das man ihnen gereicht habe, auf den Feldern abverdient hätten? Er schloß, daß er hier keine Flausen machen möchte, oder daß er die Hunde rufen, und sich durch sie Ruhe im Hofe zu verschaffen wissen würde. – Dem Roßhändler schlug das Herz gegen den Wams. Es drängte ihn, den nichtswürdigen Dickwanst in den Kot zu werfen, und den Fuß auf sein kupfernes Antlitz zu setzen. Doch sein Rechtgefühl, das einer Goldwaage glich, wankte noch; er war, vor der Schranke seiner eigenen Brust, noch nicht gewiß, ob eine Schuld seinen Gegner drücke; und während er, die Schimpfreden niederschluckend, zu den Pferden trat, und ihnen, in stiller Erwägung der Umstände, die Mähnen zurecht legte, fragte er mit gesenkter Stimme: um welchen Versehens halber der Knecht denn aus der Burg entfernt worden sei? Der Schloßvogt erwiderte: weil der Schlingel trotzig im Hofe gewesen ist! Weil er sich gegen einen notwendigen Stallwechsel gesträubt, und verlangt hat, daß die Pferde zweier Jungherren, die auf die Tronkenburg kamen, um seiner Mähren willen, auf der freien Straße übernachten sollten! – Kohlhaas hätte den Wert der Pferde darum gegeben, wenn er den Knecht zur Hand gehabt, und dessen Aussage mit der Aussage dieses dickmäuligen Burgvogts hätte vergleichen können. Er stand noch, und streifte den Rappen die Zoddeln aus, und sann, was in seiner Lage zu tun sei, als sich die Szene plötzlich änderte, und der Junker Wenzel von Tronka, mit einem Schwarm von Rittern, Knechten und Hunden, von der Hasenhetze kommend, in den Schloßplatz sprengte. Der Schloßvogt, als er fragte, was vorgefallen sei, nahm sogleich das Wort, und während die Hunde, beim Anblick des Fremden, von der einen Seite, ein Mordgeheul gegen ihn anstimmten, und die Ritter ihnen, von der andern, zu schweigen geboten, zeigte er ihm, unter der gehässigsten Entstellung der Sache, an, was dieser Roßkamm, weil seine Rappen ein wenig gebraucht worden wären, für eine Rebellion verführe. Er sagte, mit Hohngelächter, daß er sich weigere, die Pferde als die seinigen anzuerkennen. Kohlhaas rief: »das sind nicht meine Pferde, gestrenger Herr! Das sind die Pferde nicht, die dreißig Goldgülden wert waren! Ich will meine wohlgenährten und gesunden Pferde wieder haben!« – Der Junker, indem ihm eine flüchtige Blässe ins Gesicht trat, stieg vom Pferde, und sagte: wenn der H… A… die Pferde nicht wiedernehmen will, so mag er es bleiben lassen. Komm, Günther! rief er – Hans! Kommt! indem er sich den Staub mit der Hand von den Beinkleidern schüttelte; und: schafft Wein! rief er noch, da er mit den Rittern unter der Tür war; und ging ins Haus. Kohlhaas sagte, daß er eher den Abdecker rufen, und die Pferde auf den Schindanger schmeißen lassen, als sie so, wie sie wären, in seinen Stall zu Kohlhaasenbrück führen wolle. Er ließ die Gaule, ohne sich um sie zu bekümmern, auf dem Platz stehen, schwang sich, indem er versicherte, daß er sich Recht zu verschaffen wissen würde, auf seinen Braunen, und ritt davon.“

Partnerschaftsastrologie, Personen

Partnervergleich Lafontaine und Wagenknecht

Liebe Leserinnen und Leser,

bischen Klatsch kann auch sein. Wie passen denn die beiden zusammen?

Pluspunkte sind: beide haben einen Feuer-Mond, Mars Lafontaine und Wagenknecht Venus in Zwillinge, Sonne im Sextil …

Minuspunkte sind: Mars/Mars Opposition – so sicher, wie das Amen in der Kirche kommt der große Krach, das große Zerwürfnis, und zwar mit Auslösungen der Zwillinge oder des Schützen. Er hat Chiron am AC, sie am DC = sie „will“ verletzt werden, er verletzt. Wagenkecht hat den Südknoten in Jungfrau = dort, wo sein Sonne-Selbst ist, da ist für sie (im Prinzip) Vergangenheit.

Composit-Sonne steht in Haus 11 = PR, Öffentlichkeit. Mars/Merkur und Pluto im Composit in Haus 12. Für eine Politiker-Verbindung also genau das Richtige, bis es, wie gesagt, knallt zwischen Mars/Mars (was aber gleichzeitig zunächst als Faszinosum angezogen hat).

Das grundsätzliche Thema: alter Patriarch schmückt sich mit junger Ehrgeizfrau ist ja ansonsten dermaßen mitten im Klischee, und Christa Müller (Geburtszeit nicht bekannt) und ihr Sohn, die meine Sympathien wegen (I)NTACT e.V.   hat,  werden ganz schön zu schlucken haben …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Sarah Wagenknecht 16.07.1969 10:50 Jena (Geburtszeit unsicher!)

Oskar Lafontaine, 16.09.1943 05:45 Saarbrücken

Personen

Poker gewinnt man …

Liebe Leserinnen und Leser,

… wenn man einen merkwürdigen Namen trägt … und es scheint (leider kenne ich seine Geburtszeit noch nicht) … eine Jupiter/Merkur Konjunktion in den Zwillingen auch hilfreich zu sein …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Poker-Weltmeister Pius Heinz: „Das meiste Geld werde ich sehr konservativ anlegen“ – Menschen – FAZ

Pius Heinz 04.05.1989