Mundan, Weltbild

Philosophie der Astrologie 10 B

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Liebe Leserinnen und Leser,

„Aber Astrologie ist darüber hinaus viel mehr als das – stellen Sie sich einmal vor – ein bestimmter Zeitpunkt – schon allein dieses, das Setzen eines bestimmten Zeitpunkts ist je ein Akt der Verwandlung – von der Bewegung in den Stillstand“,  – ihr habt´s sicherlich gelesen. Jedoch – einmal genau betrachtet: stimmt das?

Es stimmt nicht ganz, bzw. stimmen tut der Teil mit der Verwandlung – aber echter Stillstand, wird der erreicht, oder handelt es sich um eine andere Bindung? – denn es hat ja eine Verdopplung der Realität stattgefunden: auf der einen Seite die Realität der Planeten und der Sonne und all dies – auf der anderen Seite ein Punkt auf einem Blatt Papier, da-stehend, bzw. – ich halte das für wichtig – relativ feststehend, aber eben eigentlich nur Vergänglichkeits-verzögert, denn die Bibliothekare wissen um die endliche Aufbewahrungszeit der Erinnerungssysteme – gut möglich, die in Stein gehauenen Hieroglyphen könnten letztlich die CDs und elektronischen Datensysteme überdauern.

Schrift ist ja immer Bild: Abbild bereits. Insofern also Menschen leben – einer, wie Lao Tse sagt, großen Ding-Kraft im Kosmos – Schrift gebrauchen, begehen sie die erste technische Tat, denn Schrift ist Dopplung, Abbild, Simulation – und als Dopplung ist Schrift auch Technik. Mit anderen Worten: Schrift ist die erste Technik. Warum? – ; – weil das Wesen der Technik in der Verdopplung besteht (plus und minus der Elektrik, O und I des binären Codes, die Doppelhelix der DNA, etc.) – eine Form von Projektion des Kosmos auf ein Blatt Papier oder einen Sandkreis im Inneren einer geomantisch auf uralten Linien ausgerichteten Doppelwallburg ist auch eine Dopplung, eine Simulation in Schattenumkehrschrift, aus der die bekannten Figuren des Pentagrams und Salomonischen Siegels hervorgehen in je 8 oder 60 Jahren.

Technik ist also wesenhaft zweidimensional projektierte Natur, Natur des Alls. Es geht hier um den ersten und deshalb stärksten Akt der Trennung und Intelligenz – Auf die Idee von der Verdopplung, auf die ich mich hier beziehe, kommen wir durch die traditionelle Doppelstellung der sogenannten Obelisken – die altägytisch tatsächlich auch téchen heißen:

Pyramiden und Obelisken, aus: »Neuer Orbis pictus für die Jugend«, 1835

Wir halten also fest: téchen sind Obelisken auf altägyptisch – Obelisk ist das hellenische Fremdwort nach der alexandrinischen Eroberung ( – es bedeutet sehr respektlos „Bratspieß“ als hellenische Verballhornung der hellenischen Eroberer, die nicht verstanden, was sie sahen). Deshalb wissen wir viel mehr über Ägypten von Herodot, der dort vor der Eroberung war – und sicher den Weg ebnete, denn Alexander las ihn gewiss – als von irgendwelchen Historikern der Besatzungszeit durch die Hellenen.

Wo in der Natur findet sich die Verdopplung? Überall – und zwar genau dort, wo natürliche Linsen Umkehrbilder an jede nur denkbare Projektionsfläche strahlen – die ganze Natur ist in all ihren natürlichen Linsen eine unendliche Camera Obscura – der Akt der Verdopplung, der simulativ der Technik als doppelter Obelisk voranschreitet, ist ein Natur-imitativer im tiefsten, direktesten Sinn.

Warum nochmal Verdopplung? – weil die Obelisken doppelt sind – immer – und tatsächlich auch téchen heißen, in alter Sprache – und die Tendenz zu binären Codes in der vollen Entfaltung dieses erfolgreichen Grundkonzepts gerade in unserer Gegenwart ans Tageslicht tritt.

téchen – dieses Wort hat aber noch zwei weitere Bedeutungen – und vergessen wir nicht – wir sind auf der Suche nach der Antwort auf die Frage, ob Astrologie im eigentlichsten Sinn eine Technik ist, und was wir dann von ihr zu halten hätten.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

P.S.: bei Jupiter 16 18´ 25º Zwillinge, Merkur 18 18´13 Waage

Poetry, Weltbild

Über das „E“ zu Delphi

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Liebe Leserinnen und Leser,

dies ist nicht das „E“ in Delphi, über das Plutarch schreibt…

„Denn der Gott ruft jedem von uns, die wir hierherkommen,  gleichsam als Gruß das «ERKENNE DICH SELBST!» entgegen, das doch gewiß nicht weniger ist als das übliche Grußwort «SEI FROH!», und wir wiederum sprechen, dem Gott antwortend, «DU BIST!», womit wir ihm das Wahre, das Truglose und das ihm allein einzig Zukommende,  das Prädikat des SEINs zuschreiben.“

Plutarch: „Du bist!“ : Über das E in Delphi

… es gehört zum Schriftzug der

– wobei „E“ für Elektrizität steht, und das ist es auch, was uns erwartet: das elektrische Zeitalter. Doch wie wird es sein – ? Werden wir erst Kernbrennstäbe in heiße Öfen schieben um Dampfturbinen mit Wasser anzutreiben, wie bisher, oder werden wir die Gnade der Kraft auf ganz anderem Wege – der Umwandlung durch kalte Fusion zum Beispiel – der technischen Photosynthese zum Beispiel – teilhaftig werden, und wird uns dies davor bewahren, den Gegensatz von Technik und Natur als Verlust des Seins selbst zu erleben? Ein einziger Rasenmäher – ob elektrisch oder mit Verbrennungsmotor – ruiniert die Wahrheit des Seins im Umkreis eines dreiviertel-Kilometers – oder ist gerade dazu eine Verbindung: – in seltenen Fällen, aber doch.

Zum oberen Bild fand ich passend diesen Wortlaut von Martin Heidegger:

„Erst wenn Einblick sich ereignet, lichtet sich das Wesen der Technik als Gestell, erkennen wir, wie im Bestellen des Bestandes die Wahrheit des Seins als Welt verweigert bleibt, merken wir, daß alles bloße Wollen und Tun nach der Weise des Bestellens in der Verwahrlosung beharrt. So bleibt denn auch alles bloße Ordnen der universalhistorisch vorgestellten Welt wahr- und bodenlos. Alle bloße Jagd auf die Zukunft, ihr Bild in der Weise zu errechnen, daß man halb Gedachtes Gegenwärtiges in das verhüllte Kommende verlängert, bewegt sich selber noch in der Haltung des technisch rechnenden Vorstellens. Alle Versuche, das bestehende Wirkliche morphologisch, psychologisch auf Verfall und Verlust, auf Verhängnis und Katastrophe, auf Untergang zu verrechnen, sind nur ein technisches Gebaren.“ (Die Technik und die Kehre)

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Fotos, Poetry, Weltbild

Gott und die Technik

Liebe Leserinnen und Leser,

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… ist Gott tatsächlich ein Schild, das uns schützt, und sei es mit Hilfe der Technik, oder stimmt es, wie Jochen Kirchhoff in dessen streckenweise überwältigend gerade sprachlich grandiosem Werk „Die Erlösung der Natur“ mehr und mehr andeutet – ich bin durch´s erste Drittel, und es ist immer noch sehr spannend – daß es einen „mega-technischen-Pharao“ zu stürzen gilt?

Aus diesem Grund habe ich das alte Backsteinhaus in die Bild-Botschaft integriert: Technik als Kunst. Die wahre Kunst, vielleicht.

Jedenfalls ist es nicht leicht und locker zu entscheiden. Für Heidegger ist die Technik wesenhaft vor allem ein und das Gestell im besonderen, etwas, von und durch das wir gestellt sind, wie das Reh verloren inmitten der Lichtung des Seins, dem Jäger vor der Büchse … doch Heidegger ist wahr nur als Poet, der sich als Philosoph überwunden hat: also sehr spät.

Doch wenn er uns hellenisch erklärt, ist er jünger, als wir. Er ist Hellene der Sprache nach. Schwarzwälder Uhr. Und Zen.

Es ist gerade der kunstvolle Abstand und der ausgewogene Verwaltungs-Respekt, der Heidegger mit Hölderlin verbindet: er hat das verstanden und vermittelt, warum schon einzelne Worte Pforten ins Innere des Logos sind, wie Johannes sagt.

Mond in Zwillinge – Geist wird beweglich, und Merkur, Dispositor, ist im Löwen rückläufig: da ist ein „Do it again“ drin …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mond, Mundan

Mond-Mars Konjunktion

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Liebe Leserinnen und Leser,

Mond/Mars ist astrologisch gesehen (auch) der Choleriker. Oder andersherum: der eher „weiche“ Mann.

Oben das Foto solltet ihr einmal anklicken und vergrößern (es geht zwei Mal). Es zeigt den abnehmenden Mond und links daneben, fast zu übersehen, den rötlichen Mars, ein durch eine menschengemachte Maschine von uns kolonisierter Planet, auch wenn der Rover zur Zeit feststeckt, dort oben: er ist da und hat einfach so Daten und Bilder herunter geliefert: fantastische technische Leistung.

Unter den zu uns von dort aus gefunkten Aufnahmen ist eine Wüste zu erkennen. Und Wissenschaftler halten es nicht für ausgeschlossen, daß es möglich wäre, auf dem Mars eine Atmosphäre aufzubauen. Sollen wir sowas versuchen? Noch sind wir nicht persönlich dort hingeflogen. Und ob wir das tun sollten? Ist ja nur ´ne Wüste da oben, kein Leben bislang gefunden, oder? Das Thema lautet: Technik erobert den Mars. Oder: von Menschen gesteuerte Maschinen erobern Nachbarplaneten. Derweil und gleichzeitig erleben wir die Mensch-Maschinen-Geist Symbiose und Metamorphose in dem Film Avatar auf dem fiktiven Planeten „Pandora“, wo humanuide Drachenreiter unter großen Bäumen leben.

02.01.10 23:55 Nürnberg

Mars und Mond sind auf dem Tierkreis in ca. 6 Grad Abstand. Ebenso auf dem oberen Foto.

Astrologisch bilden Mars und Mond eine beherzte Löwen-Gemeinschaft gegen Jupiter-Neptun und Chiron aus dem Wassermann: dem gesellschaftlichen Bereich. Doch Mars ist rückläufig und daher nicht so stark, oder? Kommt drauf an: wenn es um Lilith-Themen geht, die ebenfalls im Wassermann auf die noch doppelte Mars Opposition warten, dann vielleicht doch?

Und was wäre in diesem Zusammenhang ein Lilith Thema im Wassermann? Die Piraten-Partei zum Beispiel. Die die einzigen sind, die uns sagen können, was man im Netz kann, und was nicht. Gibt´s noch andere Themen, als Wirtschaftskrise? Tatsächlich gelingt den Piraten vor Somalia immer noch der ein oder andere „einträgliche“ Fang. Und Jonny Depp dreht mit Mega-Gage 2010 „On stranger Tides“ nach einem Roman von Tim Powers weiter an der Saga, die gut sieben Teile bekommen kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Deutschland, Geist, Personen, Poesie

Angela und die Technik

Nürnberg 18:07 – Was man so alles findet, beim Gang durch die Stadt in Zeiten der Eventkultur: dieses Plakat zum Beispiel, wo zumindest ich mich hinterm Ohr kratzte, und frage: „Ja, stimmt denn das?“ Eben so gut könnte man behaupten, es gäbe keinen Unterschied zwischen einem Auto und einem Esel, sind doch beides Fortbewegungsmittel:

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Solchermaßen wäre es natürlich interessant, herauszufinden, wie tief unsere Bundeskanzlerin, die gestern Geburtstag hatte, über solche Dinge nachdenkt. Soweit ich es verstanden habe, war ihre Reise nach Algerien von einem Zwischenfall im Bereich der Technik beeinflusst: jemand hatte mit der Gangway unvorsichtigerweise ein Loch in ihren Airbus gerammt, so dass unsere Kanzlerin mit einer ihr von der Algerischen Regierung zur Verfügung gestellten Maschine zurückfliegen mußte. Auf diese Weise hat sie den Mars-Saturn Einfluss an der Spitze zu Haus 9, dem Auslands-Haus, tatsächlich ins Ausland transferiert, und wir können froh sein, solch einen Aspekt auf dem physischen Plan so glimpflich realisiert zu sehen (zwei mal klicken!):

Bundeskanzlerin Merkel hat einen Schütze-Aszendenten, und so wird sie auf jeden Fall die Weisheit mit Löffeln „gefressen“ haben. Schaut man sich ihren Regierungsstil an, so erinnert der schon sehr an Kohl. Sie scheint bald gemerkt zu haben, wie gering ihr Handlungsspielraum ist, und dass sie wirklich souverän fährt, wenn sie zuletzt in jedem Konflikt einen Satz losläßt, der dem Niveau dessen entspricht, was jeder Bildzeitungsleser versteht, und sich ansonsten darauf besinnt, was sie als Physikerin gelernt hat: die Entwicklung der Technik vorantreiben. Und für die Wiederwahl ist es ohnehin wichtiger, mit Bastian Schweinsteiger öffentlich über Fußball zu diskutieren, als wirkliche Reformen zu bieten. Ihre Sonne im Haus 8 deutet auf einen verborgenen Plan: vielleicht ist sie die oberste Agentin der Republik, und trägt ihre Identität – vergleichbar mit Miss Marple – nur zur Tarnung. Sollte sie tatsächlich mit dem Ansinnen nach Algerien gefahren sein, dort in der Wüste Solarkraftwerke gemeinsam mit Horst Köhler, der dort auch schon war, auf den Weg zu bringen, und nicht nur Öl-Gas-Verträge unter die Haube, so hätte sie wohl schon ein Optimum geleistet. Da aber nun solche Dinge, wie der beschädigte Airbus, zufällig nicht sein können, mach es auch Sinn, nach einem tieferen Grund zu fragen. Erfolgreiche Verhandlungen versprach in Algerien Merkur über ihrem erhöhten Krebs-Jupiter in Haus 7. Sollte es ihr wirklich gelungen sein, ein Abkommen zwischen den beiden Ländern über den Ausbau der Solarkraft unter Dach und Fach zu bringen, dann wäre dieses schon der Grund für´s Loch im Blech, denn die Hinwendung der Technik zur Sonne ist weit mehr, als nur ein Wechsel innerhalb eines Metiers. Das wäre wie ein Wechsel von der Evolutionstheorie zum Intelligent Design. Sonne ist wahrhaft nachhaltig. Das bedeutet, Energie würde nicht wirklich „verbraucht“. Da nun aber das Wesen von Technik selbst nichts Technisches ist (Heidegger, Arendt), sondern in meinen Augen eine dämonische Macht, um deren Beherrschung die Menschheit ringt, muß man sich nicht wundern, wenn, ob eines solchen „Durchbruchs“ die Macht – wahrlich durchbrechend – nämlich die Flugzeugwand, zurückschlägt. Technik, wie wir sie jetzt haben, dient tendenziell nicht den Menschen, sondern zerstört die Welt und versklavt die Menschen. Solarenergie könnte das ändern. Denn es macht einen Unterschied, ob man für Bewegungsimpulse stinkenden Rauch produziert, oder ob man das Prinzip umdreht, und die Technik nicht gegen uns, sondern für uns arbeiten läßt, und dabei das Feng Shui der Sonne nutzt. Doch ist solches eben nicht einfach eine Frage der Entscheidung, die Kräfte der Beharrung sind geistiger Natur, und sie haben, wie immer, alles zu verlieren, denn sie besitzen kein direktes, sondern nur ein indirektes Daseinsrecht: das Salz der Erde sind wir selbst. Diejenige Macht, der genau das nicht passt, Pächter des Weinbergs, schlägt ein Loch in den Airbus der Kanzlerin. Insofern ist der Mix entscheidend: Öl- und Gasverträge sind ja auch dabei. Das ist dann wie ein Trick: man kauft etwas Übles und versteckt darin das Gute. Der Airbus als umgedrehtes trojanisches Pferd. Hier genau liegt der Unterschied zu Gazprom Gerhard. Sollten meine zugegeben abenteuerlichen Überlegungen (die aber meiner tiefsten Überzeugung durchaus entsprechen) stimmen, dann erwartet uns noch mehr Spuk dieser Art. Warum aber, und woher er kommen mag, dazu morgen mehr!

P.S. 30.10.2015: wie am 24. August 2014 bekannt gegeben wurde, dient die Reise 2008 dem Verkauf einer Fabrik für Panzer:

http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-08/panzerfabrik-algerien-rheinmetall-gabriel

Erstaunt stelle ich fest, wie naiv ich war.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus