Poetry

Sonne im Schützen

Der Sturz des Phaeton in Eichstädt in der Fürstbischöflichen Residenz. Foto © Termin

Liebe Leserinnen und Leser,

Schütze ist das Zeichen des Zeus, des Blitzeschleuderers, wie wir ihn hier im Gemälde sehen unten rechts. Neben ihm steht Merkur, deutet mit seinem „Zauberstab“ auch Richtung „Phaeton“, der Sohn des Phoebus Appolon, der Sonne sein soll, und recht eigentlich dürftig verschleiernd die Sonne selbst ist. So ist er auch gemalt, er stürzt im Bild selbst, die Schulter an einer dunklen Wolke, und das Licht im Rücken. Dabei ist der goldene Wagen die Identität mit dem Licht unserer Sonne. Neben Merkur kann man in Konjunktion – sie werden von einer geisterhaften dritten Person gehalten –  auch Venus finden, wir erkennen sie daran, daß sie nackt ist. In Konjunktion – im erweiterten und richtigen Sinne im Zeichen Schütze sind sie jetzt auch. Für mich am bemerkenswertesten an diesem Barock-Horoskop ist die Kraftübertragung von Zeus/Jupiter zur Sonne, die durch den fallenden Goldwagen mit-symbolisiert ist. Die Alten waren also tatsächlich der Meinung, daß der kleine Jupiter Kraft und Einfluss über die riesige Sonne hätte. Das ist das Bemerkenswerteste. Und natürlich die Sage selbst. Es ist klar – allein schon, wenn wir an die Blitze = Elektrizität denken, daß hier die Sonnenzyklen bekannt waren, jene ca. 12 Jahre währenden Runden einer Kraft-Kommunikation zwischen Sonne und Erde (und allem anderen im Sonnenradialfeld), die durch die Aurora Borealis und alle Auroren im Kosmos sichtbar für unsere Sinne mit der veränderten/verstärkten „Sonnenkommunikation“ gebracht werden kann.

Bild: Nasa

Weiter gilt dem Inhalt der Sage dieselbe Aufmerksamkeit, wie dem Herodot-Zitat vor zwei Tagen: wieder wird von einem kosmischen Ereignis berichtet in dem Gemälde nach dem Vorbild der Mythologie. Und wieder geht es um einen veränderten Sonnen-Rhythmus, eine Störung des Bahnverlaufs, aber Zeus, der Blitzeschleuderer, hält in verbundenem Gleichgewicht die Sonne in Wahrheit fest.

Bekannt ist eine Deutung, wonach ein Meteoriten-Einschlag memoriert wäre: aber das hieße, das Bild zu mißdeuten: wenn Apollon (oder sein Sohn) Phaeton „stürzte“ in den alten Sagen, dann gerade der, und nicht etwas anderes. Also ein zweiter deutlicher Hinweis auf verborgene Rhythmen. Für das Sonnen-Ingres -Horoskop im Zeichen Schütze sehen wir Neptun und Chiron in Haus 10 und Zwillinge aufsteigend, aber auch den Südknoten am AC, es geht also auch um vergangenes Karma und Täuschung!

Sonne Quadrat Chiron passt jedenfalls zum Gemälde!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Sonne Schütze 2011 Nürnberg 17:08

„Nahe grenzet das Haus, wo er aufsteigt unserem Lande: unde oritur, domus est terrae contermina nostrae … “ (Ovid, Metamorphosen).

Denn: das Gemälde steht still, und so dynamisch-Schütze-mäßig* es insgesamt daherkommt, es ist ein eingefrorenes Bild höchster Dynamik. Und doch steht es geheimnisvoller Weise still.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

* Im Pathos, sein Ausdruck ist Pluto = Skorpion- (Und Neptun vielleicht)!

Fotos, Poetry

Fischer: Mars in Jungfrau

Fotos Termin ©

Es handelt sich um in der Pegnitz versenke Fahrräder, die sie aus einem 200 Meter langem Flußabschnitt in der Gegend des Westbads rausgefischt haben, ein zweiter Container daneben ist genauso voll gewesen. Als hätte ein Fahrradfischer die Räder erlöst und gesammelt. Chiron in den Fischen: die Räder sind alle kaputt.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Fotos, Poetry

Pilze: astrologische Zuordnung

Liebe Leserinnen und Leser,

lange schon bin ich ein Freund dieser unglaublich wohlschmeckenden Parasol-Pilze. Der Gift-Riesenschirmling (Macrolepiota venenata) war mir bisher unbekannt, ich dachte, außer mit dem berüchtigten Knollenblätterpilz, den ich auch schon gefunden habe, kann man den herrlich schmeckenden Schirmpilz nicht verwechseln. Dieses Exemplar unten duftet denn auch so nussig, wie frische Parasolpilze es tun, aber nicht ganz so gut. Nur kann das kein Erkennungsmerkmal sein, denn wann hat man zuletzt einen gerochen? – doch höchstens letztes Jahr! Was aber ebenfalls auffällt, ist der glatte Stamm. Essbare Parasole haben einen schuppigen Stamm. Der Standort war auch nicht Wiese, wie bei Parasolen gerne, besonders gern auf Rinder-Weiden oder ehemaligen Weiden, sondern am Waldrand.

Fotos Termin ©

Ein drittes Merkmal soll der festgewachsene Ring sein, wobei ich gerade nicht in Erinnerung habe, wie ein nicht festgewachsener aussieht: dieser jedenfalls ist festgewachsen, also Vorsicht!

Was in diesem Foto nur andeutungsweise rüberkommt, ist die zarte Wesenhaftigkeit des Pilzes, der über Nacht an dieser Stelle gewachsen war. Die warm-rosa Lamellen, zwischen denen die Pollen heranreifen, sind ein Taschen-Wunderwerk.

Was aber bei Pilzen wirklich wirklich – also doppelt erstaunlich ist, ist ihr rasches Wachstum. Es stimmt tatsächlich, daß so ein Pilz binnen einer Nacht dasteht, wo vorher keiner war! Die Verbreitung ist nicht nur an die Sporen gebunden, sondern im Boden selbst befindet sich ein Netzwerk, das bei manchen Species der Pilzart kilometer-groß sein kann, und dies für ein einziges Lebewesen. Kommt aber über Nacht eine Erscheinung dieses Lebewesens an die Oberfläche – entwindet sich der Schwere in Richtung Sonne – dann in einer Wachstumsgeschwindigkeit, die im Verhältnis von Größe und Geschwindigkeit alles sonst auf der Erde übertreffen dürfte an kinetischer Dynamik, das Wachstum betreffend. – Dies zu einer Jahreszeit, in der sich die umgebende Natur quasi absterbend befindet, in der zu den schießenden Pilzen entgegengesetzten Bewegung, Substanz abwerfend, anstatt aufbauend wie im Frühjahr.

Dazu passt auch, daß manche Pilze Antibiotika bilden, und die ein oder andere Kräuterfrau des Mittelalters (sofern sie nicht gestorben wurde … ) wickelte deshalb schon damals weise solche Wunden, die schwer heilten, mit käsigen Schimmelpilz-Umschlägen ein.

Das heißt: der Herbst ist das Frühjahr der Pilze. Das bringt diese Wesensart – denn sie sind weder Pflanzen, noch Tiere – sehr nahe zum Zeichen Skorpion, also Pluto, denn dieses ist auch ein sexuelles Zeichen – im Sinne von Fruchtbarkeit im Wandel – aber weit weg von den Weiden des Frühjahrs, wo die Stiere grasen und die Kühe daso. (Yes, this is Hölderlin´s spirit!)

Wer einen Knollenblätterpilz sieht, wird wohl kaum an Pluto zweifeln. Und gleichfalls wird man Neptun mit an Bord holen müssen, allein schon, wegen des Themas Feuchtigkeit und Pilze, aber auch wegen der Vergiftungen, die mit ihrem Verzehr einhergehen können, sowie der psychoaktiven Wirkungen mancher Pilzarten, wie Christian Rätsch schreibt.

Pluto und Neptun beschreiben aber gewiss nicht diese so unglaublich sanft und zart geschwungenen Lamellen! Es gibt Pilzarten, die ein wesentlich kantigeres und „härteres“ Äußeres haben, als diese weichen – und eventuell doch trügerisch giftigen – denn ich vermute tatsächlich, oben abgebildeter Pilz ist so ein Gift-Riesenschirmling – Lamellen (überhaupt, dieses Wort ist schon schön … ).

Nein: – Lamellen können nur mit Mond beschrieben werden. Und da schließt sich auch die Schleife zum schnellen Wachstum, denn Mond ist astrologisch der schnellste, danach kommt Merkur.

Also: sind Pilze Pluto/Mond/Neptun – und (Pfifferlinge) manchmal auch Merkur. Warum? Der Wald, in dem man Pilze sucht, hat eine Tarnkappenfunktion, ist immer auch von Elementarwesen bewohnt, die uns als Zwerge erscheinen können.

All dies ist wahr, die Märchen des Mittelalters haben Hand und Fuß.

Übrigens hätte ich den Pilz oben niemals einfach nur so gebrochen. Ich dachte, er wäre essbar. Duftete gut. Aber eben: mir kamen – Chiron und Neptun sind immer noch so nahe beieinander – Zweifel …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Poetry

Vollmond

Liebe Leserinnen und Leser,

freut mich sehr, daß ihr Hölderlin auch mögt! Ich verweile gern bei jedem Satz: … „meerbreit ausgeht der Strom“, doch eigentlich sind´s zwei (Ströme), dazwischen Land, und gemeint die ganze Kraft des ganzen Ozean-verbundenen Kontinents, der bis zu den Indianern/Indern reicht – wegen der dionysischen Trauben-Berge – die „luftige Spitz“ erzeugt in mir das Bild einer tibetanischen Gebetsfahne (Alexander aus der hellenischen Post-Klassik immer mitgedacht) – „Es nehmet aber und gibt Gedächtnis die See“ … als wäre damit der Ursprung des Gedächtnisses vollkommen beschrieben (Bild: Delphine, Brandung) – und ist es, so man den Rhythmus der beiden Zeiger unserer kosmischen Uhr – Sonne und Mond (und unseren kosmischen Anthropos) – im Meer verbunden sieht.

Bleibt denn etwa nur das, was die Dichter stiften? – Gewiss: nur dieses bleibt. Beschrieben ist damit Kosmologie und Bewußtseinsforschnung, Macht und Position des schöpferischen Geistes und zumal: der Imagination.

„Was bleibet aber, stiften die Dichter“, ist ein Satz über theoretische Physik, wie sich Materie wirklich bildet.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

„Nun aber sind zu Indiern
Die Männer gegangen,
Dort an der luftigen Spitz’
An Traubenbergen, wo herab
Die Dordogne kommt,
Und zusammen mit der prächtigen
Garonne meerbreit
Ausgehet der Strom. Es nehmet aber
Und gibt Gedächtnis die See,
Und die Lieb’ auch heftet fleißig die Augen,
Was bleibet aber, stiften die Dichter.“

Johann Charles Friedrich Hölderlin

10.11.2011 21:18 Nürnberg

Personen, Poetry

Rahu in Schütze: „Was bleibet aber, stiften die Dichter“

Liebe Leserinnen und Leser,

lohnt sich allein schon über das Wort „stiften“ nachzudenken. Er hat über jedes Wort nachgedacht, und es doch nicht brauchen zu tun, weil sich ihm die Worte gemäß Jupiter wie Caramel in den Sinn fügten. Tiefer, als man glaubt und ahnt.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Innen Johann Charles Friedrich Hölderlin 20.03.1770 23:59 Lauffen am Neckar, außen Transite 09.11.2011

Andenken

Der Nordost wehet,
Der liebste unter den Winden
Mir, weil er feurigen Geist
Und gute Fahrt verheißet den Schiffern.
Geh aber nun und grüße
Die schöne Garonne,
Und die Gärten von Bourdeaux
Dort, wo am scharfen Ufer
Hingehet der Steg und in den Strom
Tief fällt der Bach, darüber aber
Hinschauet ein edel Paar
Von Eichen und Silberpappeln;

Noch denket das mir wohl und wie
Die breiten Gipfel neiget
Der Ulmwald, über die Mühl‘,
Im Hofe aber wächset ein Feigenbaum.
An Feiertagen gehn
Die braunen Frauen daselbst
Auf seidnen Boden,
Zur Märzenzeit,
Wenn gleich ist Nacht und Tag,
Und über langsamen Stegen,
Von goldenen Träumen schwer,
Einwiegende Lüfte ziehen.

Es reiche aber,
Des dunkeln Lichtes voll,
Mir einer den duftenden Becher,
Damit ich ruhen möge; denn süß
Wär‘ unter Schatten der Schlummer.
Nicht ist es gut,
Seellos von sterblichen
Gedanken zu sein. Doch gut
Ist ein Gespräch und zu sagen
Des Herzens Meinung, zu hören viel
Von Tagen der Lieb‘,
Und Taten, welche geschehen.

Wo aber sind die Freunde? Bellarmin
Mit dem Gefährten? Mancher
Trägt Scheue, an die Quelle zu gehn;
Es beginnet nämlich der Reichtum
Im Meere. Sie,
Wie Maler, bringen zusammen
Das Schöne der Erd‘ und verschmähn
Den geflügelten Krieg nicht, und
Zu wohnen einsam, jahrelang, unter
Dem entlaubten Mast, wo nicht die Nacht durchglänzen
Die Feiertage der Stadt,
Und Saitenspiel und eingeborener Tanz nicht.

Nun aber sind zu Indiern
Die Männer gegangen,
Dort an der luftigen Spitz‘
An Traubenbergen, wo herab
Die Dordogne kommt,
Und zusammen mit der prächtigen
Garonne meerbreit
Ausgehet der Strom. Es nehmet aber
Und gibt Gedächtnis die See,
Und die Lieb‘ auch heftet fleißig die Augen,
Was bleibet aber, stiften die Dichter.

Johann Charles Friedrich Hölderlin

Fotos, Poetry

Sonne im 7. Haus

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

wer die Sonne in Haus 7 hat, erlebt sich selbst sehr eingefügt in das Miteinander als Netz, als gegenseitige Bedingtheit. Doch das ist nicht bewußt. Auch kann man keine Sicherheit daraus entwickeln. „Gemeinsam sein“ ist sehr wichtig, auch im Job. Im Kontakt mit einigen blühen sie auf. Solche Menschen sind daher bereichernd für jede Begegnung, denn aus ihren Augen strahlt echtes Interesse: ihr Wesen erfüllt sich in der Begegnung, man fühlt sich durch sie ins Zentrum gesetzt.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Poetry

Havarierte Elfe

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

hier unten sehen wir das Horoskop für die Fotografie oben. Das Bild vom havarierten Luftballon zeigt die „Flughafenelfe“ des Nürnberger Flughafens. Irgendwo ein Fest, und offenbar nimmt man es in Kauf, diese Luftballons in alle Welt zu verschicken, als gehörte Plastik zum natürlichen Kreislauf.

Als ich den eingedellten Luftballon barg – einfach aus Sympathie gegenüber der Aeronautik – konnte ich feststellen, daß dieses Fluggerät durch irgendein Gewicht stabilisiert wurde, welches sich in seiner kullernden Bewegung durch Schütteln der schlaffen Ballonhülle bemerkbar machte.

Ich muß gestehen, daß ich mir schon Hoffnung auf einen kleinen Schatz machte, so eine Flughafenelfe beispielsweise – doch dann – Pluto am Aszendenten – nachdem ich den Ballon zum Platzen gebracht hatte (letztlich auch zu dessen Entsorgung) – kam kein Schatz zum Vorschein, sondern ein Stein, der aber durch seine ballistische Funktionabilität das dritte Ding am Ballon war: Hülle, Gas und Balance-Stein; damit wurde aus dem Ballon ein echtes Fluggerät, weil es über sich selbst hinaus auch noch etwas anderes trug, nämlich einen Stein:

„Wenn sie den Stein der Weisen hätten//Der Weise mangelte dem Stein.“

Goethe Faust II, Vers 5061

Foto Termin ©

Weil Stein der  (Seins)-Weise keinesfalls mangeln darf, hier ein Bild vom Stein, der „Fracht“ des Ballons (unscheinbar oben) und der Ansteck-Flughafenelfe, die ich schon länger zu Hause in meiner Schamanen-Ecke aufbewahrt hatte, dort, wo auch die Vogelfedern sind, schön oder selten.

Neptun und Chiron in Haus 2 ist die Verschmutzung unserer Umwelt mit Plastik. Pluto am Aszendenten ganz klar der Stein. Saturn und Sonne in Haus 9 sind die schwierigen Fernreise-Bedingungen für diesen Ballon, dessen Hauptsignifikant – Jupiter (passt!) in Haus 4 rückläufig ist = zurück auf dem Boden, rückläufiger Zustand.

Merkur und Venus werden sich übrigens erst Ende der ersten Novemberwoche richtig treffen, erst im Zeichen Schütze. Die Bedingungen müssen sich zunächst ändern, bis Fernreisen im Schütze-Sinn – auf zu neuen Ufern! – wieder möglich sind.

Das kommende Sextil zwischen Mars und Saturn besiegelt (Mars in 8 und Dispositor von Venus und Merkur) das Ende des Fluggerätes. Mond im Krebs träumt vom sanften aeronautischen Gleiten:


Doch bevor er einen Aspekt zu Merkur/Venus bekommt, hat er die Opposition zu Pluto und das Sextil zu Jupiter in Haus 4 – also beides die Sendboten des steintragenden Luft-Ballons mit der Elfenbotschaft …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Nürnberg 18.10.2011 13:13

Poetry

“ … a secret giving such release“ – jenseits aller Wissenschaft

I came into the unknown
and stayed there unknowing
rising beyond all science.

I did not know the door
but when I found the way,
unknowing where I was,
I learned enormous things,
but what I felt I cannot say,
for I remained unknowing,
rising beyond all science.

It was the perfect realm
of holiness and peace.
In deepest solitude
I found the narrow way:
a secret giving such release
that I was stunned and stammering,
rising beyond all science.

I was so far inside,
so dazed and far away
my senses were released
from feelings of my own.
My mind had found a surer way:
a knowledge of unknowing,
rising beyond all science.

And he who does arrive
collapses as in sleep,
for all he knew before
now seems a lowly thing,
and so his knowledge grows so deep
that he remains unknowing,
rising beyond all science.

The higher he ascends
the darker is the wood;
it is the shadowy cloud
that clarified the night,
and so the one who understood
remains always unknowing,
rising beyond all science.

This knowledge by unknowing
is such a soaring force
that scholars argue long
but never leave the ground.
Their knowledge always fails the source:
to understand unknowing,
rising beyond all science.

This knowledge is supreme
crossing a blazing height;
though formal reason tries
it crumbles in the dark,
but one who would control the night
by knowledge of unknowing
will rise beyond all science.

And if you wish to hear:
the highest science leads
to an ecstatic feeling
of the most holy Being;
and from his mercy comes his deed:
to let us stay unknowing,
rising beyond all science.

I came into the unknown
and stayed there unknowing
rising beyond all science.

I did not know the door
but when I found the way,
unknowing where I was,
I learned enormous things,
but what I felt I cannot say,
for I remained unknowing,
rising beyond all science.

It was the perfect realm
of holiness and peace.
In deepest solitude
I found the narrow way:
a secret giving such release
that I was stunned and stammering,
rising beyond all science.

I was so far inside,
so dazed and far away
my senses were released
from feelings of my own.
My mind had found a surer way:
a knowledge of unknowing,
rising beyond all science.

And he who does arrive
collapses as in sleep,
for all he knew before
now seems a lowly thing,
and so his knowledge grows so deep
that he remains unknowing,
rising beyond all science.

The higher he ascends
the darker is the wood;
it is the shadowy cloud
that clarified the night,
and so the one who understood
remains always unknowing,
rising beyond all science.

This knowledge by unknowing
is such a soaring force
that scholars argue long
but never leave the ground.
Their knowledge always fails the source:
to understand unknowing,
rising beyond all science.

This knowledge is supreme
crossing a blazing height;
though formal reason tries
it crumbles in the dark,
but one who would control the night
by knowledge of unknowing
will rise beyond all science.

And if you wish to hear:
the highest science leads
to an ecstatic feeling
of the most holy Being;
and from his mercy comes his deed:
to let us stay unknowing,
rising beyond all science.

Johannes vom Kreuz

aus dem Spanischen von Willis Barnstone

Ist es nicht bemerkenswert, wie selbiger Eingang gleich und doch individuell anders auch von Rudolf Steiner oder Plotin oder anderen beschrieben wird?! Joahnnes vom Kreuz hat die Gustaf Mahler Konstellation: Sonne im Krebs und Mond in Schütze.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Juan de Yepes Álvarez 24.06.1542 – 1591

Fotos, Mundan, Poetry

Faszinierende Stundenastrologie oder – : Merkur unterwegs in der Waage

Liebe Leserinnen und Leser,

die „Stundenastrologie“ ist ein altes Lese-System genau kodifizierter Bedeutungen, fast analog einem Strickmuster, das es im Prinzip als Astrologe zu erlernen und beherrschen gilt. Daran führt – weil die Bedeutung, die überwunden werden will, immer noch die alte Bedeutung bleibt – kein Weg vorbei.

Aber wir haben Grund, uns als Astrologen und Innen … speziell den neuen Planeten zuzuwenden, insbesondere Chiron, Neptun, Pluto und Uranus, und, wer will und Zeit hat, allen Plutoniern, die jetzt Zwergplaneten nach dem Willen unserer geschätzten Astronomen sind, was ein toller Status ist! – sowie den Asteroiden zwischen Mars und Jupiter, soweit sie einen Namen haben, welche der Mythologie entstammen, einschließlich Sedna, wer da zu deuten weiß vielleicht, jedenfalls haben – was ich eigentlich sagen wollte – gerade die Asteroiden sich als offensichtlich erstaunlich signifikant erwiesen, wenn sie eben einen Namen aus der Mythologie haben, und zwar, das muss einmal gesagt werden, ausnahmlos.

Alle benannten Asteroiden, nach denen ich bisher irgendein Horoskop zufällig untersuchte, passten in ihrer Bedeutung und Haus sowie Horoskopstellung. Ich muss zugeben, es waren nicht viele, weil mir die alten Planeten bis Chiron genug zu tun geben und zuverlässig die Situation darstellen: insofern geht es tatsächlich in der Astrologie eher um Vereinfachung.

Was bedeutet das? Neptun und Chiron, Geist und Heilung stehen prominent in Haus 10 zwischen Wassermann und Fische. Die Frage – um die es ja immer geht, in der Stundenastrologie – ist Merkur, und zwar gerade noch auf dem vorletzten Grad Waage, bevor er in den Skorpion wechseln wird.

Die Frage – welche auch immer es sein – löst sich also im Haus 6 = praktisch im Sinne von Jungfrau, braucht aber Kunst, Waage. Also eine praktische Kunst, oder Kunst als Lebenskunst.

Und jetzt – das wollte ich euch mitteilen – wird der Merkur des Fragehoroskops instant/subito/sofort auch der Merkur im Transit des Radix. Diese Methode ist, soweit ich weiß, neu ! (wenn du auf „neu“ klickst, passiert aber nichts), und wir können sie die terminologische Methode nennen :-) …

Also nochmal seriös: Merkur im Fragehoroskop Haus 6 hat die kommende Opposition von Mond/Lilith im Widder zwischen 11. und 12. Haus …

… zwischen den kollektiven (Haus 12) und den ganz lebenspraktischen Dingen, wie Gesundheit, Wäsche, Arbeit, entscheidet sich die Mond-Merkur Opposititon …

Fotos Termin ©

… soweit es das Stundenhoroskop betrifft. Nun aber gehe einen Schritt weiter, und nimm Merkur, der den Südknoten auch trägt als Zwillinge ungern, was man verständlich finden kann, und übertrage diesen Punkt in Deinen Radix, sofern Dir die Götter den Zeitpunkt Deiner Geburt gegönnt haben zu wissen: Diese Position ergänzt die Frage = praktisch ist da, wo Merkur im Radix übertragen ist, den Ort den er natürlich als Transit einnimmt gegenüber Deinem Radix, ergänzt um seiner stundenastrologischen Bedeutung Haus 6 = Praktisches, Gesundheit, Wäsche und – bei KönigInnen o.ä.  – auch Dienstboten …, sowie Haus 12, an dessen Spitze eben der Mond noch im Widder steht, seine Kraft übertragend im Gegenschein all der Spannung, derer unser Planetensystem fähig ist, zum neutralen Gott, dem Merkur, Botschafter der Kunst.

Das ist die Methode der 1:1 Übertragung des Stundenhoroskops auf´s Radix, durchführbar auch für alle anderen Faktoren des Horoskops …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

12.10.2011 20:53 Nürnberg

Mundan, Poetry

Waldrapp und Euro

Liebe Leserinnen und Leser,

hier ein Post von 2010, der aus heutiger Perspektive bemerkenswert ist: der letzte Satz mit der Regierungsumbildung hat sich durch Rösler, den neuen Vizekanzler abgespielt …

Euro, Deutschland, Kanzlerin « Markus Termin – Astrologisches Stundenbuch

11.10.2011 12:00 Nürnberg

wo Merkur-Hermes steht, wird in solch bewegten Momenten gerne vergessen, denn Merkur bleibt auch mal neutral, bringt sich nicht unbedingt in Szene …

Tatsache ist aber, daß er Venus treffen wird, Neptun und Chiron und noch Regulus, und zwar alles durch harmonische Aspekte. Und um das zu bestätigen, scheint der Widder-Nach-Vollmond mit der womöglich auslösenden Kraft der Opposition auf Merkur.

Hier unter der Vogel mag ein wenig merkwürdig aussehen, ist aber ein europäischer Ibis, den es bei uns früher öfter gab. Er ist intelligent und Partnertreu, und ist im Flug majestätisch. Was das mit Hermes/Merkur zu tun hat?

Mit dem Ibis, von dessen Familie der Waldrapp einer ist, sind wir eine Kulturstufe nebenan, bei den Ägyptern, denen gute Geister Frieden bringen mögen, denn der war für sie eines der heiligen beiden Tiere, die ihren Hermes, den Schriftgott Toth oder Tath, so genau sind die Vokale nicht überliefert …

Das Trigon zu Neptun und Chiron bringt technische Hilfe und kollektive Heilung, Wassermann und Fische zusammen und bringt sie in Verbindung mit dem noch verfügbaren Waage-Geist, der sich an Sonne und Saturn und Veste sogar die verfügbaren Informationen über die Ernsthaftigkeit der Situation eingeholt haben dürfte, in seinem Lauf, dem neutral edlen, aber nicht immer.

Das wäre die gute Nachricht, und die schlechte wäre: gerade in diesen heißen Euro-Verhandlungstagen … begibt sich der/die TaktikerIn leicht zu dubiosen Ratgebern aus dem hinteren Wassermann (Technokraten) und dem vorderen Fische-Feld (Börsenleute), und macht die Dinge dingfest mit der Begegnung mit Venus im Zeichen Skorpion (bei der es ja auch um Geld geht, das Pluto im Steinbock lenkt, ist der doch Dispositor … und Pluto steht im Steinbock = der Gesetzgeber.

Nun denn, und so kann man eben die Zukunft nicht voraussagen: ich wünsche mir die erste Variante, und manchmal hilft Wünschen!

Vielleicht haben wir´s ja mehr in der Hand, als wir denken. Nehmen wir die beiden Grundhaltungen zu den sich bald realisierenden Merkur-Aspekten als Entscheidung in unserem persönlichen Leben, so können wir sie treffen.

Hier noch eine Entscheidungshilfe. Der Zeitgeist setzt doch tatsächlich ein virtuelles trojanisches Pferd mitten in die Bundesrepublik, und keiner merkt, das es eine geheime Verbindung zu den Schulden Griechenlands gibt, wie in Hellas dieser Tage. Das also ist Hermes noch in der Waage … !

DigiTask: Trojaner-Hersteller beliefert etliche Behörden und Bundesländer – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Bild: J. Patrick Fischer: „Waldrapp in der Orangerie in Straßburg, 10.05.2011“, Datei:2011 Geronticus eremita.JPG – Wikipedia

Und hier sehen wir noch ein Horoskop des Euro aktuell: bemerkenswert finde ich Jupiter in 8, augenblicklich rückläufig, also ist der Euro im Prinzip für andere gerade profitabel. Klar, Pluto Spitze 4 = Grundlagenveränderung. Und Sonne/Saturn am Aszendenten – jetzt ist es Zeit für einen Neuanfang, aber die Schwierigkeiten werden noch lange andauern … Merkur trifft tatsächlich seine Entscheidungen an der Spitze zu Haus 2 des Euro …

Innen Euro 31.12.1998 23:00 UT Frankfurt, außen 11.10.2011,