Fotos, Mundan, Personen

Bratapfel und Erdapfel

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Die Kartoffel Linda hat mein Schwieger-Opa erfunden. Zwar bin ich nicht verheiratet, aber hier unten sieht man seine Enkelin zugreifen. Er selbst hieß Andreas Buchauer, stammt aus Kärnten in Österreich und war Saatgutzüchter in der Oberpfalz. Linda, so heißt die Sorte, ist nicht irgendeine Kartoffel. Sie hat ihren Namen von meiner Schwiergermutter „Gerlinde“ (obwohl ich nicht verheiratet bin). Linda gehört inzwischen der Europlant Pflanzenzucht GmbH Deutschland und nicht mehr meinem Schwiergeropa, und nun soll ihre Lizenz für´s Kartoffelgratin nicht mehr verlängert werden. Doch das geht nicht. Linda ist nicht, wie fälschlicherweise oben steht, festkochend, sondern mehlig, und eignet sich deshalb besonders gut für´s Gratin. Schon porbiert? Backofen, Kartoffelscheiben in vier Schichten, Pfeffer, Salz, Muskat, Butter auf den Boden, viiiiel Knoblauch, Sahne mit Milch gemischt bis zum oberen Rand, Creme Freche als Tupfer obendrauf: möglichst lang im Backofen … lecker! Den Streit um Linda dokumentiert Bauern kämpfen für Kartoffeln: „Linda ist eine dankbare Frucht“ die TAZ. Und da auch noch: taz-Serie „Acht für 2008“ – Der Biobauer: „Keine kommt an Linda ran“

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Fotos Markus Termin ©

Als Nachtisch empfehle ich den Bratapfel. Den sehen Sie unten. Bratapfel ist nun ohne Zweifel eine Venus-Frucht. Und Venus wird am 1. Dezember mit Jupiter im Steinbock eine Konjunktion bilden. Im Erdzeichen also. Kartoffeln, auch wenn sie Stärke enthalten, sind gewissermaßen saturnin, weil sie Nachtschattengewächse sind. Nach Europa brachte höchstwahrscheinlich Sir Walter Raleigh, geboren am 11. Juli 1554 um 17:00 PM in Hayes, Devonshire, GB die Kartoffel.

swrDamals wechselte Pluto gerade in die Fische und brachte folglich mächtige Seefahrer hervor. Ob wir, wenn Pluto am 19.01.2044 wieder in die Fische geht – nach zwei Umläufen! – in der Lage sein werden, die Weltmeere zu retten und zu reinigen? Völlig normale Gedanken für einen Pluto-in-der-Jungfrau Menschen. Jedenfalls stand Neptun damals im Stier. Da mag es kein Wunder sein, wenn Raleigh ständig Sehnsucht nach der großen Hacienda in Übersee hatte, vielleicht mit einem guten Kartoffelacker? Vielleicht ist auch Wodka – so wie Tabak – ein Fluch der Indianer? Raleigh jedenfalls starb gefasst und geköpft am 29. Oktober 1618 in London, ganz genau, als sein Pluto in den Fischen nach der Münchner Rhythmenlehre ausgelöst wurde. Heftig, aber wahr. Ich spare mir den Witz, dass man, um den Kopf zu behalten, solche Halskrausen nicht tragen sollte.

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Personen, Weltbild

Theodor W. Adorno


Liebe Leserinnen und Leser,

Nürnberg 14:43 – geboren am 11. September 1903 um 5:30 AM in Frankfurt am Main. Dieses Jahr wäre er hundertfünf geworden. Seinem Gedenken steht nun ein weltgeschichtlich sperriges Datum im Weg. Vielleicht auch daher eine etwas zu späte astrologische Würdigung.

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TWA, wie sie ihn nannten, hatte allerdings etwas gegen die Astrologie. Er schreibt ziemlich böse über den „Okkultismus“, wie er es nannte, und hatte dabei keine Ahnung, was Astrologie eigentlich ist. Auch, wenn er wirklich sehr böse über sie redet, kann man ihm verzeihen, denn man versteht sein Motiv und die immerhin ehrenvolle Absicht. Dabei offenbart er sich geradezu in jedem seiner Sätze – und fast alle kann man zitieren, denn er komponiert musikalisch – als doppelte und dreifache Jungfrau, unterwegs zu seinem Fische-Gegenpol:

„Keine Verbesserung ist zu klein oder geringfügig, als dass man sie nicht durchführen sollte. Von hundert Änderungen mag jede einzelne läppisch und pedantisch erscheinen; zusammen können sie ein neues Niveau des Textes ausmachen.“ (Minima Moralia, 51)

Die imposante Pluto-Uranus Opposition zwischen Haus 4 und 10 gibt einen trefflichen Eindruck des Spannungsfeld zwischen Herkunft und Berufung an, und zeigt, wie hoch das Niveau eines (magisch-tonal) kämpfenden Geistes (Mars im Skorpion) sein kann, wenn er in der Lage ist, starke Spannungen kreativ zu „disziplinieren“. Mit der persönlichen Achse Haus 1 – Haus 7 bekommen wir aber auch einen Einblick in die unsere gegenwärtige Zeit mit der Opposition Saturn-Uranus – eben die Zeichen Jungfrau und Fische bewegende Gegensätze, die sich mitten durch Adornos „Wesensachse“ zogen. Sie sind signifikant für seine Auseinandersetzung von Nutzen und Materialismus kontra Geist, den wir ebenfalls überaus real austragen! Seine durch Gustav Mahlers Musik gestiftete Freundschaft mit dem Fische-Geborenen Hans Wollschläger (17. März 1935 in Minden) kann als gelebte Sehnsucht nach dem persönlichen Gegenpol verstanden werden:

“ … es streifte durchaus manchmal das Groteske, nämlich wenn er auch auf Bagatellen in einer Weise ansprach, als müsse er sich fachgutachtlich äußern. Die Überführung in komplexe Syntax und Begriffe stellte in der Sache selber Ordnung her, Struktur; sein Formsinn war lebensbeherrschend. „Schaun Sie, da müssen wir akkurat sein“, sagte er öfter, und in Wien mit leicht wienerischem Tonfall, sich selbst ironisierend; …“ (Hans Wollschläger „Moments musicaux“ S.11)

Ihn als das Gewissen des intellektuellen Nachkriegsdeutschland zu bezeichnen, mag allenfalls auf Grund der Rollenzuweisung eine Zumutung für ihn gewesen sein; eine Tatsache war es gewiss.

Mit Max Horkheimer (14. Feb 1895, Zuffenhausen) schrieb er „Die Dialektik der Aufklärung“

„Seit je hat Aufklärung im umfassendsten Sinn fortschreitenden Denkens das Ziel verfolgt, von den Menschen die Furcht zu nehmen und sie als Herren einzusetzen. Aber die vollends aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen Unheils. Das Programm der Aufklärung war die Entzauberung der Welt. Sie sollte die Mythen auflösen und Einbildung durch Wissen stürzen.“

Es scheine nur so, als ob das aufgeklärte Weltbild dem mythischen überlegen sei. In Wahrheit seien diese beiden Ansätze sehr eng miteinander verwandt. Das Ideal der Aufklärung ist die rationale Erklärung der Welt um die Natur zu beherrschen. In ihr werde der Begriff durch die Formel ersetzt. Durch die argumentative Verteidigung der mythischen Weltdeutung werde das Prinzip der Rationaliät der Aufklärung schon anerkannt. Dadurch werde sie in jeder Auseinandersetzung mächtiger. „Als Sein und Geschehen wird von der Aufklärung nur anerkannt, was durch Einheit sich erfassen lässt; ihr Ideal ist das System, aus dem alles und jedes folgt. Alle Götter und Qualitäten sollen zerstört werden. Dabei übersieht sie, dass die Mythen schon ein Produkt der Aufklärung sind.“ „Als Gebieter über Natur gleichen sich der schaffende Gott und der ordnende Geist.“ Sie haben die gleichen Wurzeln, denn „Mythen wie magische Riten meinen sich wiederholende Natur.“

Und sich wiederholende Natur – dürfen wir ergänzen, ist Astrologie.

„Nach Horkheimer/Adorno ist die Abstraktion das Werkzeug, mit der die Logik von der Masse der Dinge geschieden wird. Das Mannigfaltige wird quantitativ unter eine abstrakte Größe gestellt und vereinheitlicht, um es handhabbar zu machen. Das symbolisch Benannte wird formalisiert; in der Formel wird es berechenbar und damit einem Nützlichkeitsaspekt unterzogen, verfügbar und manipulierbar zu sein. Das Schema der Berechenbarkeit wird zum System der Welterklärung. Alles, was sich dem instrumentellen Denken entzieht, wird des Aberglaubens verdächtigt. Der moderne Positivismus verbannt es in die Sphäre des Unobjektiven, des Scheins.“ (Source: Wikipedia)

Bemerkenswert, wie diese treffende Kritik und die klare Erkenntnis der heute maßgeblichen dogmatischen Diktatur der Naturwissenschaften wiederum nicht in der Lage war, den inneren Widerspruch zu erkennen, der in der Feindschaft zum Esoterischen lag. Da wird dann – chaotischer Fische-Gegenpool mit Jupiter-Kaft – alles vom Faschismus bis zum Spiritismus, vom Okkulten bis zum Ätherleib eloquent und hilflos in einen Topf geworfen und zur Polemik verrührt, an der sich jene tränkten, die vom Leben außer Marx und Gesellschaftskritik ohnehin nichts wissen wollten. Adorno selbst entkam diesem staubtrockenen Wahnsinn durch seine Liebe zur Musik, durchs Klavierspiel, die Komposition. Man muß dies als Zeitgeisterscheinung begreifen: selbst Wolfgang Döbereiner, profundester Astrologe, wettert gegen die Esoterik und begreift sich keinesfalls als Teil derselben. Man hatte einerseits mitbekommen – was heute vergessen ist – daß Naturwissenschaft in Gebilden des technischen Wahns und der Zerstörung zu enden pflegt, wogegen antretend gerade Adorno auf´s gutmütigste mit den Technikern den Dialog suchte, andererseits jedoch ebenso erfahren, daß die Ideologen des Faschismus sich neben Nitzsche und Wagner auch gern und zeitweise die Kaputze des okkulten Priesters überzogen; dennoch wurden manche AstrologInnen in die Konzentrationslager geschickt.

Hier nun war es selbst so großen Geistern wie Adorno nicht gegeben, über ihren Schatten zu springen: der Weg des geringsten Widerstands führte dort hinaus, wo man ein undifferenziertes Gemenge des Unheimlichen vermutete, und wo der berechtigterweise „am beschädigten Leben“ erworbene Fatalismus, der sich durch fast das ganze Werk zieht, und der viel vom Trotz und den tabakverqualmten Buden einer „besseren“, moralisch gerechtfertigten Nachkriegs-Elite unter den Intellektuellen, die Adorno mit anführte, ausmachte – sich als Pathos – Thesen gegen den Okkultismus – Luft machen konnte.

Dabei wußte man eigentlich alles: „Aber gerade dieser Gedanke, gleich allem Wettern über die Lüge, hat eine verdächtige Neigung, selber zur Ideologie zu werden.“

Auf dass es uns selbst anders ergeht und wir von dem großen Lehrer lernen!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Personen

Rousseau und Voltaire

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Voltaire

Nürnberg 21:15 – Wenn man bedenkt, dass Jean-Jacques Rousseau (28 Juni 1712 um 3:00 AM in Genf) seine Schrift „Über den Gesellschaftsvertrag“ 1762 veröffentlichte, also genau dem Jahr, als Pluto das letzte Mal in den Steinbock ging, und heuer unser Bundespräsident Köhler eine schöne Rede vor Bankern in Frankfurt hält, und sie dabei an ihre Verantwortung gegenüber denen erinnert, deren Geld sie verwalten, so denkt man an zweierlei: einmal, dass Plutos Eintritt in den Steinbock von vielen Astrologen als die Ära der Gesetze und Regelungen vorausgesagt wurde, und dann, dass bald darauf, als Pluto in den Wassermann zog, die französische Revolution ausbrach. Im Protz-Vergleich können die Banker, die sich tatsächlich noch jetzt aus den staatlichen bailout-Paketen ihre Dividenden zahlen lassen, mit den gepuderten Blaublütlern des französischen Ancient Regime mithalten. Rousseau hatte, wie die mittlere Generation heute, Pluto und Uranus in der Jungfrau und hat es nicht mehr erlebt, als mit Uranus im Löwen schließlich der König gestürzt wurde:jean

Wenn Sie sich erinnern: Rousseau war nicht der mit dem „Ich bin anderer Meinung, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass Sie die Ihrige äußern dürfen“, das war Voltaire (eigentlich François Marie Arouet) am 21. November 1694 – also heute – um 17:30 PM in Paris geboren:

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Man sieht bei Voltaire den Pluto im Löwen, und vielleicht hat Rouseau ähnlich unter dem dominaten Ego des witzigen Voltaire gelitten, wie unsere Generation unter Bob Dylan und Mick Jagger, die ihr Profil immer noch prägender im Zeitgeist verankert haben, als die Pluto-in-Jungfrau Generation. Beide sind Zwillings-Aszendenten, beide haben eine Merkur-Mars Konjunktion, die ihnen die Feder zur Waffe werden ließ.

Fotos, Länder, Personen

Heute im Café

Nürnberg 13:10 – so schreibt Peter Ehrlich heute in der Donnerstags-Kolumne der Financial Times Deutschland: „Der Zukunftsforscher Matthias Horx hat bei Betroffenen der Finanzkrise eine „entspannte Heiterkeit“ bemerkt. Banker erlebten den Zusammenbruch ihrer Welt häufig als Befreiung, als Möglichkeit, noch einmal ein anderes Leben zu beginnen. Das ist nicht so absurd, wie es vielleicht klingt. Aus einer Krise wird nur eine Chance, wenn man sich von alten Denkweisen und Ritualen befreit.“

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Foto Markus Termin ©

Das klingt doch schon richtig gut. Und nett war auch der Vorschlag des Vorstandsvorsitzenden der SolarWorld AG Frank H. Asbeck, kurzerhand den Opel-Konzern zu übernehmen, und in ein Öko-Haus zu verwandeln. Die Anleger reagierten darauf mit fallenden Kursen. Sie haben zur Zeit keinen Humor. Auch wenn es scheinbar unzusammenhängend ist: Der Bremer Streit um die Makaken: Die Stadt der Affen – taz.de hier geht es darum, dass man nun endlich anfängt, die Leiden der Kreatur ernst zu nehmen. Unser Horst Seehofer (4. Juli 1949 in Ingolstadt), Bayerischer Ministerpräsident, hatte es ja gerade geschafft, den Fortschritt bei der Käfighaltung von Hühnern, den die vorangegangene Adminstration unter Renate Künast im Landwirtschaftsministerium durchgesetzt hatte, wieder rückgängig zu machen, wie der empörte Kultur-Gourmet Wolfram Siebeck in der ZEIT schreibt. Für ihn ist das auch eine Geschmacks-Frage. Bei all diesen Dingen geht es um Wissen und Moral. Schier unvorstellbar ist die Ignoranz der an den Affen „arbeitenden“ Naturwissenschaftler, die doch tatsächlich vor´s Bundesverfassungsgericht ziehen, damit sie weiter quälen dürfen.

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Oben ist das Horoskop von Deutschland, die Proklamation von König Wilhelm I. zum deutschen Kaiser, und unten jenes von unserer Kanzlerin, Angela (17. Juli 1954 um 17:45 in Hamburg):

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Bei den Länderhoroskopen ist es nie einfach, das richtige zu nehmen. Denkbar wäre auch jenes der deutschen Wiedervereinigung (1.10.1990 18:34 GMT New York), das einen Steinbock-AC hat und wunderbar Neptun am AC im Steinbock für die Auflösung der Grenzen zeigt. Nehmen wir oberes (ganz oben) Horoskop, das ich für jenes Gebilde, welches man Deutschland nennt, für bedeutend halte, so wären wir hier, aus der Phase kommend, wo wir mit Jupiter maximal vom Geld der anderen profitiert hätten, nunmehr in einer Phase der Bewußtseinserweiterung. Denn Jupiter geht durch Haus 9. Dann aber folgte – Jupiter in 10 – wie 1997 eine neue Aufbruchsphase unser Ziel betreffend. Mit der Wassermann-Orientierung in Haus 10 kann die Technik und die Freiheit gemeint sein. Doch während Saturn sich damals im Widder befand, ist er heut bekanntlich in der Jungfrau, und das wird auch so bleiben, wenn Jupiter in den Wassermann gewechselt haben wird.

Wir werden also diesen Höhepunkt in Haus 10 erleben, während die Kreativität gleichzeitig eingeschränkt ist. Genau so kommt einem aber das gesellschaftliche Tagesgeschäft vor, denn den Autobauern fällt außer Gestrigem nichts ein, obwohl sie zum Teil selbst (Stichwort „Hotzenblitz„) schon in den 90ger Jahren dafür gesorgt haben, dass vollkommen praktikable Elektroauto-Konzepte (ach was: serienreife Kleinwagen! Fabriken hat man geschlossen, und zwar in Sachsen, kurz bevor die Produktion anlief, weil man dem Smart keine Konkurrenz im selben Haus machen wollte) nicht realisiert, sprich: verhindert wurden.

Auch in Angela Merkels Horoskop läuft Jupiter auf persönliches Wachstum hinaus, denn er geht dort im Steinbock im ersten Haus. Und es ist sogar vorgesehen, dass er dann, in Haus 2, im nächsten Jahr etwas für ihr Selbstbewußtsein tut. Doch drückt gleichzeitig Saturn in Haus 9, da wird offenbar, dass frau eben vielleicht gar nicht genug Wissen hat, um die Krise zu lenken. Und genau so reagiert sie ja auch: sie reagiert, anstatt zu regieren. Ob sie dann wirklich noch Kanzlerin ist, wenn Saturn in ihr Haus 10 geht, also 2011? Ich würde es gerne nicht glauben. Auf den zweiten Blick fällt auf, dass Jupiter in den Progressionen doch wahrhaftig genau über ihre Sonne geht. Das reicht wahrlich mindestens für eine zweite, wenn nicht sogar für eine dritte Legislaturperiode.

Und ob sich Seehofer mit seiner Prognose mal nicht irrt, dass die Deutschen in der Krise „Volksparteien“ (das undemokratischste Wort überhaupt) wählten? Andersherum wird es sein: der vielgeschmähte Oskar Lafontaine (16. September 1943 in Saarlouis-Roden), auf dessen Warnungen vor dem Neo-Liberalismus man nur hätte hören müssen, anstatt ihn aus dem Finanzministerium rauszuekeln, um uns jetzt diesen Schlamassel der arroganten Banker zu ersparen, der wird, trotz dem Stasi-Schmäh im Rücken, ein so fettes Stück vom Wählerstimmkuchen abbekommen, dass die CDU froh sein könnte, wenn sie mit der FDP eine Minderheitsregierung bilden darf. Diese müßte dann – Gewissen gegen „Kommunisten“ – die SPD tolerieren, was sie auch verdient hätte.

Personen

Astrid Lindgren

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Nürnberg 13:30 – sie wurde am 14. November 1907 unbekannter Uhrzeit in Vimmerby in Schweden geboren. Sie starb 2002. Heute wäre sie 101 Jahre alt geworden. Das obere Foto zeigt sie im Jahr 1924.

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Leider kennen wir die Geburtszeit nicht, doch das Horoskop oben sagt auch schon einiges. Merkur ist in Cazimi „Als gleich wie im Herzen der Sonne“. Wäre er ein Grad weiter, müßte man ihn als „verbrannt“ bezeichnen. So jedoch steht er, rückläufig, im Punkt seiner stärksten Wirkung. Es ist, als hätte sich die Sonne selbst in einen großen Merkur verwandelt. Eric van Slooten – der bekannte Stundenastrologe – zweifelt an dieser Regel. Astrid Lindgren aber ist eine wunderbare Bestätigung.

Etwas weiter begegnen wir ihrem Fische-Mond. Er kann als gesichert gelten, obwohl wir die Geburtszeit nicht kennen, weil er in der Mitte des Zeichens steht. Bekanntlich bewegt sich der Mond in ca. 2,5 Tagen durch ein Tierkreiszeichen. Nun haben wir hier eine Mond-Saturn Konjunktion. „Die Extreme des Weichen, Flüchtigen, Lockeren, Nachgiebigen sowie des Harten, Beständigen, Verfestigten, Sperrigen geraten hiermit in Beziehung“, schreibt Thomas Ring. „Häufig sind Weltangst und Depressionen, auferlegte Verzichte, sowie in manchen Fällen ein schwieriges Verhältnis zur Mutter zu überwinden“, hören wir weiter bei ihm speziell über die Konjunktion Mond-Saturn. Aber: „Bei konsequenter Durchführung bringt sie jedoch oft um so größere Lebenszähigkeit zum Ausdruck … Leichternehmen der Realität verschafft der Phantasie einen Spielraum.“ Astrid Lindgren beschreibt ihre eigene Kindheit aber als sehr glücklich. Doch dann wurde sie als Volontärin bei einer Zeitung sehr früh schwanger. Am 4. Dezember 1926 brachte sie ihren Sohn Lars (genannt Lasse, gest. 1986) heimlich in Kopenhagen zur Welt. Diese Kind muß sie – der Moral ihrer Zeit geschuldet – an eine Pflegefamilie abgeben. Und da haben wir dann den Mond-Saturn Aspekt.

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Wenn wir gemäß der Rhythmenlehre die frühe Schwangerschaft als Auslösung behandeln, hätte Astrid Lindgren einen Steinbock-Aszendenten gehabt. Das ließe dann die Mond-Saturn Konjunktion ins dritte Haus fallen, und die Skorpion-Sonne ins Haus 11 für öffentliche und politische Wirkung. Und Haus 3 für´s Schreiben. Pluto im Zwilling mag dafür der dicke Stempel sein. Jupiter im Löwen war dort früher zuhause (Marcus Manilius) und kann sich auch heut dort nicht fremd fühlen. Sie hatte wohl selbst ein Löwenherz. Doch mit der genialen Pipi finden wir wirklich den Mond, der in den Fischen mit Saturn sich „die Welt macht, wie sie uns gefällt.“ Und Mondknoten bei Neptun im Krebs! Wurde mit dem Alter immer jünger. Und hatte Sehnsucht nach der Insel als Familienidyll. dem Taka-Tuka-Land.

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Schaut man sich Pipi genau an, so ist sie eine frühe Punkerin. Noch bevor die britische Modeschöpferin Vivienne Westwood (geb. am 8. April 1941 um 1:00 AM in Glossop, GB) den Punk erfand. Wer sich die alten Filme nochmal anschaut, kann nur darüber staunen, mit was für mäßigem Bölkstoff sich die Kinder damals zufrieden gaben: langsame Schnitte, kein großes Grauen, Blut fließt nicht. Damit kann man heute schon sechs-jährige nicht mehr hinterm Ofen vorlocken. Allerdings muß Lindgrens Pädagogik grundlegend für die Moral einer ganzen Generation von Hausbesetzern geworden sein. Lauter Villa Kunterbunts. Eigentlich verwunderlich, dass sie für ihr trojanisches Pferd viele Preise und haufenweise Goldmünzen bekam.

Personen

Miriam Makeba

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Nürnberg 19:42 – Miriam Zenzi Makeba wurde am 4. März 1932 zu unbekannter Zeit in Johannesburg in Südafrika geboren. Und sie starb gestern im Krankenhaus nach einem Bühnenauftritt. Ich mag ihre Lieder sehr (Pata Pata), und es erscheint im nachhinein immer noch unerträglich, wie es so eingeschränkte Menschen geben kann, dass man ihr die Bürgerrechte in Südafrika entzog? Dumm auch, nicht wahr? Einer Ihrer Förderer ist Harry Belafonte.

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Harry Belafonte wurde am 1. März 1927 um 10:30 AM in Harlem, New York (NY) (USA) geboren. Sein „Banana Boat Song“ wird manchem im Ohr klingen. Bemerkenswert ist: beide sind Fische, beide haben den Mond im Wassermann:

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Fische ist schonmal gut. Mein Plan, Harry Belfontes Evergreens einmal alle auf der Blues-Harp spielen zu können wird sich hoffentlich bald realisieren lassen. Man beachte die imposante Konjunktion von Sonne und Jupiter. Der Wassermann-Mond mit der Fische-Sonne wird von Oskar Adler so beschrieben: „Es bleibt“, sagt er, „auf dem Grund aller Verhältnisse zu den anderen Menschen immer ein Mißtrauen bestehen, das der Schranke entspricht, die der Mond im Wassermann innerhalb der Ich-Natur des Menschen zwischen den beiden Polen derselben aufrichtet.“ Hm? Ist das so? Miriam Makebas Leben war wahrlich nicht einfach. Ihre einzige Tochter starb viel zu früh, und sie hatte allen Grund, Menschen gegenüber mißtrauisch zu sein. Sie möge es mir bitte verzeihen, wenn ich es hier wage, ihre Persönlichkeit astrologisch zu analysieren, wo sie sich noch kaum von dieser Welt getrennt hat. Das will ich auch gleich lassen. Nur die Bemerkung noch, dass es eben Menschen gibt, die zwischen sich und ihre vermeintlichen Schwächen ein besonderes Talent der Vermittlung stellen. Hier ist das die Bühne, das Schauspiel, der Gesang. Denn Mond im Wassermann kann dort oben – im Bereich der gesellschaftlichen Freiheit (Wassermann mit dem Haus 11 Charakter) – sowohl distanziert, als auch persönlich sein. Und niemand wird es falsch verstehen, wenn frau/man ein wenig schauspielert dort oben. Danke Miriam: take care!

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Wirklichkeit und Simulation

Nürnberg, 20:51 – Mars, Sonne und Merkur haben ein Trigon zu Uranus. Genau das passiert: Wandel. Stört das Sonne-Neptun Quadrat? Auf jeden Fall ist die Phantasie herausgefordert. Ein wenig muß ich meine LeserInnnen noch bitten, bei dem Thema von gestern zu verweilen.

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Foto Markus Termin ©

„Simulation“ ist nicht einfach nur die Imitation von Wirklichkeit. Sie ist in gewissem Sinn deren Verdopplung. Und mehr als das. Sie ist ein magisches Konzept. Als solches liegt sie unserer fleißigen Helferin für Alles zugrunde. Sie ist der Grund der Mathematik. Wieso das? Nehmen wir den Satz: A = A. Es ist der Satz von der Identität. A ist mit sich selbst identisch. Der Satz A = B ist falsch. A kann nicht mit B identisch sein. Tauschen wir den Begriff. A ist gleich A. Was sollte das bedeuten? „Damit etwas das Selbe sein kann, genügt jeweils eines“, schreibt Martin Heidegger, geboren am 26. September 1889 um 11:30 AM in Messkirch. Heidegger hat seinen Jupiter – ganz knapp – im Steinbock, wie er jetzt auch steht.

martin-heideggerNimmt man also den Satz den der Identitat A = A als Ausdruck einer Gleichheit? Eben nicht. Nur Identität kann damit ausgedrückt werden. Denn in Wahrheit gleicht kein A etwas anderem. Ein weiteres identisches A kann es nicht geben. Stillschweigend unterstellt die Mathematik aber genau dieses. Doch hier geht es nicht um eine Kritik dieses würdigen Hilfsmittels. Es geht um den Zusammenhang und den Ursprung der Mathematik aus dem Geist der Simulation. Und auch dies ist ein altägyptisches Geheimnis. Obelisk, ὀβελίσκος,



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Ausgesprochen werden die Hieroglyphen „techen“. Sie sind der Ursprung unserer „Technik“. Mathematik war für die Ägypter ein „techen“. Obelisken gab es, ebenso wie die Krone von Amun, „Hauch des Lebens für alle Dinge“, nur doppelt. Vielleicht ahnen Sie schon den möglichen Zusammenhang? Amuns Krone ähnelt dem Satz der Identität. Und aus solch magischer Verdopplung entsteht die „Simulation“. Sie beherrscht uns heute unterschwellig. Im wahrsten Sinne des Wortes. Imitation ist etwas anderes. Und doch Teil des Konzepts. Eine Wahrheit versteckt man am besten hinter ihrem offenen Ausdruck. Wie durch den Film Matrix. Neptun ist tief. Auch die Schrift selbst ist eine Simulation.

Fotos, Personen

Fische-Mond

Nürnberg 21:03 – Audrey Hepburn, geboren als Edda Kathleen van Heemstra Hepburn-Ruston am 4. Mai 1929 um 3:00 AM in Ixelles, Belgien hat ihren Mond in den Fischen. Muß man das erklären? Hat sie nicht das kleine Schwarze erfunden? Frühstück bei Tiffany zeigt uns diesen Mond in Reinkultur: die Unbegrenztheit der Gefühle, die sich zusammen mit der Stier-Sonne auf den Traum vom Klunker bezieht. „Wegen ihrer Zartheit wurde Audrey Hepburn zeitlebens auf die Rolle einer Kindfrau reduziert“, weiß man bei Wikipedia, und es ist was dran.

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Foto Markus Termin ©

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Holly Golightly war aber auch eine Wassermann-Fee, und mit diesem Grundton verband sich der Wille zur unbedingten Unabhängigkeit mit der Venus im Widder. Die Idealbesetzung für Truman Capotes Tragikkomödie. Dass diese Frau ihren Beruf als Verpflichtung empfand, zeigt sich erst später, als sie 1988 zur UNICEF Sonderbotschafterin ernannt wurde. Doch das ist normal bei Saturn: er kommt spät. Sie schrieb:

„Denke daran, wann immer du eine helfende Hand brauchst: sie ist an dem Ende deines Armes. Und wenn du älter wirst, denke daran, dass du auch eine zweite Hand hast: die eine, um dir zu helfen, die andere, um anderen zu helfen.“

Das klingt sehr nach Neptun in Haus 7, nicht wahr? Denn hier ist die Bereitschaft, anderen zu geben, nahezu grenzenlos. Sicher mit Grund. Man könnte auch von Naivität sprechen, doch das ist was anderes, meine ich.


Fotos, Mond, Personen

Mond im Wassermann

Liebe Leserinnen und Leser,

Nürnberg 16:41 – Der Mond ist hier ein wenig verdoppelt, aber das kann gut das Mond-Uranus Prinzip verdeutlichen, mit dem wir es hier zu tun haben. Michael Roscher spricht von einer „schizoiden Veranlagung“, „die uranische Kraft kehrt im Zusammenhang mit dem Mondprinzip auch dessen aufnehmende Qualität um“, schreibt Randolf Schäfer. Wolgang Döbereiner nennt das uranisch-lunare Prinzip den „Seelenvogel“. Oskar Adler schreibt, eventuell wirklich vorhandene magische Kräfte der Skorpion-Sonne (wo sie jetzt ja steht) werden inaktiviert und umgekehrt, weil Uranus grundsätzlich umdreht.

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Foto Markus Termin ©

Am zwölften September schrieb ich in diesem Blog: Sarah Palin « Markus Termin – Astrologisches Stundenbuch

„Für Sarah Palin könnte der Rausch ihre Vize-Präsidentschaft sein. Würde es tatsächlich so weit kommen, dann wäre jedoch der Zauber nach dem Neptun-Transit rasch vorbei. Am 22. Dezember geht Neptun direkt über ihre Sonne, und bis dahin wird klar sein, ob ihre Identität sich im Amt auflöst, oder ob sie vielleicht gerade an dem Punkt angekommen ist, wo ein Wendepunkt im Leben ihren ganzen bisherigen Werdegang sogar in Frage stellt. Für das Zweitere spricht die Saturn-Opposition, die sie noch vor sich hat.“

Heute notiert Spiegel-Online: Schwere Vorwürfe: McCain und Palin rechnen miteinander ab – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik

„Wenn es nach einigen führenden Mitgliedern der Republikaner geht, wird mit Sarah Palin gar nichts passieren – jetzt, da die Partei ein Desaster historischen Ausmaßes zu verarbeiten hat und man der Frau aus Alaska ein Gutteil davon zuschreibt.“

Der unmittelbare Anlass ist wieder der Wassermann-Mond, den Sarah Palin auch im Geburtsbild führt.

McCain wird also tatsächlich seinen Jupiter-Transit in Haus 4 pflegen. Da war ich mir kurzfristig unsicher, ob Haus 4 auch das Weiße Haus sein könnte. Nun ist klar, dass für eine solche Aufgabe Jupiter mindestens durch Haus 10 laufen muss.

Warum aber hat Obama gewonnen, wie sieht man diesen Sieg im Horoskop? Und hätte man sich als Astrologe des Sieges nicht noch sicherer sein müssen? Jupiter wird am Tag seiner „Tronbesteigung“ gradgenau auf seinem eigenen Jupiter stehen. (Zweimal anklicken zum Vergrößern).

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Dies zumindest lässt sich ohne Geburtszeit auf jeden Fall sagen. Was sich ebenfalls sicher sagen läßt, ist die Nähe von Obamas Sonne zur Sonnenfinsternis vom 1. August auf 9:32° Löwe, sowie die Opposition des progressiven Monds zur Sonne. Dieser ist progressiv übrigens auch im Wassermann. Die progressive Venus läuft genau über Obamas Mondknoten, und dies macht auch Uranus progressiv. All dies sind Hinweise. Ein Hinweis ist auch, dass der laufende Mondknoten am 23. November in Opposition zu seiner Sonne steht. Nun sind Sonnenfinsternis und Südknoten auf der Sonne keine ausschließlich positiven Hinweise. Die Sonnenfinsternis mag für den Spruch gelten, den Giordano Bruno geprägt hat: „dass mit dem größten Glück auch das größte Unglück einhergeht.“ Welche Art von Gleichgewichtsreaktion das für G.W. Bush bedeutete, haben wir die letzten acht Jahre erlebt. Auf Obama paßt hoffentlich seine Großmutter auf, die jetzt im Himmel ist. Und es mag ja reichen, einen Scherbenhaufen und ein Finanzdesaster zu erben. Die FAZ jedenfalls schreibt heute: „Seine Dankesrede, welche die Ernsthaftigkeit, die er schon in den vergangenen Wochen gezeigt hatte, auf eine beinahe düstere Art wiedergab, war eine Vergewisserung dieses Ernstes.“ (Klaus-Dieter Frankenberger) Dieser Südknoten über der Sonne jedenfalls war es, der Astrologen weltweit um sein Leben fürchten ließt. Von der Sonnenfinsternis weiß man, dass sie eben auch (siehe Bill Gates) der Beginn eines unglaublichen Höhenflugs sein kann. Dennoch würde ich an seiner Stelle die Zeit um den 23. November Urlaub an einem Stillen Ort in der Karibik machen. Wie kann sich Obama schützen? Wenn man die Veranstaltungen sieht, wie da unglaublich viele Menschen jeden nur denkbaren Winkel ausfüllen, ist Schutz nur durch einen Engel möglich. Möge der Liebe Gott uns die Choreografie des Löwen als Opfertier ersparen! Es geht nicht um Personenkult, sondern um Menschlichkeit, wenn wir für diesen mutigen Mann ein wenig beten. Denn kaum ein Politiker auf der Welt ist jetzt so gefährdet, wie er.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Personen

Albert Einstein und Wilhelm Reich

Nürnberg, 17:20 – Albert Einstein wurde am 14. März 1879 um 11:30 in Ulm geboren. Schaut man sich an, was diese Fische-Sonne geleistet hat, so kann man nur den Hut ziehen für diese wahrhaft daseinssprengende Pionierleistung. Es ist kein Geheimnis, dass ich seine Theorie, die ganz entschieden auf der Annahme einer konstanten Lichtgeschwindigkeit beruht, für falsch halte. Quasi mit Lichtgeschwindigkeit entstand aus dieser Theorie jene verhängnisvolle nächste, diejenige des sogenannten Urknalls, wonach Alles zufällig aus dem Nichts entstanden sei. So haarsträubend widersprüchlich diese Theorie ist, so verbissen wird an ihr gebaut und festgehalten. Werden Paradoxien normalerweise zum Anlass genommen, eine Theorie zumindest für unvollständig zu halten, verkauft man uns schon seit Schultagen das sogenannte „Zwillingsparadoxon“ als besonders kuriosen Beweis ihrer Gültigkeit, anstatt einfach nach dem Fehler zu suchen. Glücklicherweise stieß die Theorie aber schon vor siebzig Jahren im Zusammenhang mit der Quantengravitation auf einen inneren Widerspruch, der sich nicht ignorieren läßt. Einstein selbst hatte nur bedingt Freude daran. Er selbst nahm zunächst ein sogenanntes „statisches“ Universum an, und musste sich später den Konsequenzen seiner Theorie beugen, die scheinbar empirisch belegbar (durch Hubble) gerade aus der Annahme einer Konstanz der Lichtgeschwindigkeit heraus ein expandierendes Universum ergaben, von dem man deshalb analog schloss, dass es irgendwann auf einem einzigen Punkt konzentriert gewesen sein müsse.

Die Beweise, die gegen den „Urknall“ sprechen, sind auch heute noch sehr diskutabel. Dennoch hat sich die Metapher des Urknalls, wie auch die der „schwarzen Löcher“ so sehr in den Köpfen der Menschen festgesetzt, dass man sie als modernen Mythos bezeichnen kann, ganz ähnlich dem Weltenei der Ägypter und anderer Kulturen, denen das heutige Modell des Universums auffallend ähnlich sieht. Was aber nun hielt der große Mann, der immerhin ein Zwischenergebnis der Menschheitserkenntnis maßgeblich bestimmte, von der Astrologie?: „Astrologie,“ sagte Albert Einstein, „ist eine Wissenschaft für sich. Aber eine wegweisende. Ich habe viel aus ihr gelernt und vielen Nutzen aus ihr ziehen können.“ (Nachtrag: ungesichert!) Man sieht hier, dass Genialität immer nur mit einem offenen Standpunkt für die Position der anderen Erkenntniswege einhergeht.

Aquarell von Martin Rolke ©

Horoskop Albert Einstein

Astrologisch ist – neben vielem – für mich hier vor allem der Uranus in der Jungfrau bemerkenswert. Und dass es eben die Uranus-in-der-Jungfrau Generation unseres Jahrhunderts – also einen Zyklus später – ist, die ihm mit seiner Relativitätstheorie zum Durchbruch verholfen hat. Uranus in der Jungfrau bedeutet hier die technische Revolution auf dem Boden des Nützlichen. Und es ist interessant genug, ob nun, mit Uranus in der Opposition in den Fischen, die Entdeckung publik wird, dass E = m × c² nicht mit einer konstanten Lichtgeschwindigkeit „c“ rechnen darf. Wenn dies der Fall ist, braucht man vom „Urknall“ oder von „Schwarzen Löchern“ auch nicht mehr sprechen. Ein philosophisches Problem ergibt sich allein schon daraus, dass, will man „c“, also die Lichtgeschwindigkeit, berechnen, man (denn Geschwindigkeit ist Weg geteilt durch Zeit) für diese Berechnung eben jenen konstanten Zeitbegriff voraussetzt, der jedoch im Ergebnis sich als allgemein relativ, also abhängig vom Standpunkt des Beobachters erweisen wird. Vieles spricht durchaus dafür, dass sich die Physiker in den letzten Jahrzehnten ihre Versuchsanordnungen zur Bestätigung der Lichtgeschwindigkeit extra so zurechtgelegt und -interpretiert haben. So bewegt sich Licht tatsächlich durch unterschiedliche Medien (Gase, Wasser) und Temperatur völlig unterschiedlich schnell, teilweise bis zum Stillstand, und in der Quantenphysik gibt es Phänomene, die tatsächlich ausserhalb jeder zeitlichen Verzögerung (was die Lichtgeschwindigkeit letztlich ist) abzulaufen scheinen. Dennoch hält die Wissenschaftsgemeinde keinesfalls geschlossen (siehe z.B. João Magueijo „Schneller als die Lichtgeschwindigkeit“), aber dennoch verbissen am alten Modell fest und verbannt jede andere Beobachtung – ähnlich wie die dogmatische Daseinsinterpretation der Scholastiker im Mittelalter – in den Bereich der Hirngespinste. Natürlich ist die Machtdemonstration der Masse-Energie Formel auch deshalb so eindrucksvoll ausgefallen, weil man über bewohntem Gebiet gleich zwei Atombomben gezündet hat, deren theoretische Vorarbeit ohne das Wissen von der Masse-Energieäquivalenz undenkbar wäre. Denn das ist es ja, was Kernspaltung bedeutet: die Zusammenführung von maximal polarisierter (angereicherter, wie man immer sagt) Masse und deren daraus folgende Verwandlung in Hitze, Schall, Licht, Radioaktivität, etc.: also alles Energie. Wer in diesem „Bild“ eine Weiterentwicklung dunkler, alchemistischer Ahnungen wiederfindet, liegt, glaube ich, richtig. Vielleicht wehren daher heute viele Vertreter des Metiers – den Schatz ihres Unbewußten hütend – die sogenannte Esoterik so hasserfüllt ab, weil sie dadurch an die helle Seite ihrer rabenschwarzen Magie erinnert werden. Das aktuelle Experiment am CERN in Genf steht in dieser Tradition und die Ängste der Menschen sind daher begründet.

Jedoch: dass diese Dinge funktionieren, und sich also nach dem Vorbild jeder Diktatur Respekt verschafft haben (und in der Tat leben wir in einer pseudoreligiösen Wissenschafts- und Verwaltungsdiktatur), bedeutet nun aber keinesfalls, dass damit bereits alles erschöpfend gefunden ist, im Gegenteil. Noch immer wissen wir nichts über das Leben selbst, und man braucht deshalb nicht an eine Seele zu glauben und noch nicht einmal „Kreationist“ sein, wenn man darauf hinweist, daß eben das Prinzip des Lebendigen dem scheinbar „nur“ physikalischen vor- und übergeordnet sein muss, und nicht, wie heute angenommen, umgekehrt.

Mag es an Einsteins Jupiter in Haus neun im Wassermann liegen, der den Lehrer der Weisheit hervorbringt. Ein voll besetztes Haus 10 inklusive Fische-Sonne ist nicht eben ein Hinderungsgrund für die öffentliche Wirkung; einzig die Saturn-Merkur Konjunktion wird gern für einen weniger offenen Verstand genommen, doch wäre Einstein nicht der erste, der einen Berg aufgeschüttet hätte, wo vorher eine Grube war. Tatsächlich, wie es auch vielfach in der Astrologie berichtet wird nach der Saturn-Merkur Konjunktion, stotterte Einstein als Kind, und wurde für behindert gehalten. Es sind diese verblüffenden Entsprechungen, die Astrologie so spannend machen. Ach ja: und natürlich Mars im Steinbock, also in der Erhöhung, einsetzbar im sozialen Kontakt, Widerspruch hervorrufend und solchen zäh parierend. Zum Mond im Schützen schreibt Oskar Adler: „Es verführt der Mond im Schützen den Geborenen dazu, alle Willensimpulse, die sich aus seiner Sonnenstellung ergeben, als den Ausdruck seiner ethischen Intuition anzusehen, so dass er sich dem Glauben hingibt, in sich eine Art unfehlbares Orakel zu tragen, das zu ihm spricht, wie des Sokrates Daimonion oder der Pythia Stimme.“

Passt doch herrlich!

Hier nochmal Einstein im Originalton …

“ … Nach der allgemeinen Relativitätstheorie ist der Raum mit physikalischen Qualitäten ausgestattet; es existiert also in diesem Sinne ein Äther. Gemäß der allgemeinen Relativitätstheorie ist ein Raum ohne Äther undenkbar; denn in einem solchen gäbe es nicht nur keine Lichtfortpflanzung, sondern auch keine Existenzmöglichkeit von Maßstäben und Uhren, also auch keine räumlich-zeitlichen Entfernungen im Sinne der Physik. Dieser Äther darf aber nicht mit der für ponderable Medien charakteristischen Eigenschaft ausgestattet gedacht werden, aus durch die Zeit verfolgbaren Teilen zu bestehen; der Bewegungsbegriff darf auf ihn nicht angewendet werden.“

Woraus folgt, dass ein Äther, der eben doch mit „für ponderable Medien charakeristischen Eigenschaften“ ausgestattet gedacht wird, auch ein völlig anderes Bild des Universums ermöglicht. So wäre ein „Äther“ denkbar, in dem sich Licht viel mal so schnell bewegt. Neben dem Respekt für Einsteins Erkenntnisse wären aber dafür andere Denkvoraussetzungen nötig. Wir müssten gleichsam neu beginnen bei den bisher noch ganz unverstandenen natürlichen Phänomenen, wie z.B. dem Magnetismus, den man zwar berechnen kann, dessen Kraft-zuführendes Prinzip merkwürdigerweise unbekannt ist. Mit anderen Worten: es gibt zwar Erklärungen und Berechnungen, wie ein Magnet funktioniert – jeder erinnert sich an den Zauber des Physiklehrers mit den Eisenpfeilspänen, um das magnetische Feld sichtbar zu machen – man weiß aber nichts darüber, woher er seine über längere Zeit konstante Kraft eigentlich nimmt. Mit einfachen Worten: wenn Sie Benzin in den Tank schütten, wissen sie, woher die Energie kommt, mit der ihr Motor angetrieben wird. Die Kraftquelle eines Permanentmagneten ist unbekannt, obwohl sie ziemlich konstant und dauerhaft ist. Eine Möglichkeit zur revolutionären Veränderung unseres physikalischen und biologischen Weltbilds ist daher die von Wilhelm Reich entdeckte Orgon-Energie. Deren Existenz wurde bisher nur im Rahmen der alten physikalischen Weltsicht bewiesen: dies allerdings sehr genau. Einer der einfachsten und jederzeit zu wiederholenden Beweise ist eine konstante Temperaturdifferenz im Bereich akkumulierter Orgon-Energie. Auch Einstein hat sich damit – leider nicht erschöpfend, sondern nur einen Assistenten dirigierend – auseinandergesetzt. Es steht zu vermuten, dass ihn um diese Zeit gesellschaftspolitische Aufgaben – Gewissenskonflike wegen der Atombombe vielleicht – bereits so sehr in Anspruch genommen hatten, als dass er in der Lage oder bereit gewesen wäre, eine so revolutionäre Erneuerung der Physik noch einmal einzuleiten und zu begleiten. Im Ergebnis haben wir heute ein paradoxes, in bis zu 15 Dimensionen aufgefächertes Universum, ein mathematisches Konstrukt.

Wilhelm Reich wurde am 24 März 1897 um 3:40 AM in Dobrzanica (Ukraine) geboren, und es ist leicht einzusehen, dass die beiden sich mit ihrem Schütze-Mond emotional gut verstanden. Mit Reichs Merkur in Konjunktion zu Einsteins Sonne, sowie Reichs Jupiter in Konjunktion zu Einsteins Uranus läßt sich auch astrologisch voraussagen, dass eine Kombination von beider Wissen – dem großen physikalischen Theoretiker und dem Entdecker des Zusammenhangs von physikalischer und biologischer Energie – die Zukunft des Wassermann-Zeitalters gehören wird.

Siehe dazu auch (obwohl recht offen, zeigt dieser Artikel unter anderem ebenso gut den Erfolg der kollektiven „Gehirnwäsche“ als Mythologisierung des Weltursprungs im „Urknall“. Rechnet man die Melancholie des Tons ab, steht zu erwarten, dass wir wirklich nie alles, aber doch einmal mehr wissen werden, wie sich die Autorin vorstellen kann):

Debatte über Weltformel: Warum wir niemals alles wissen werden – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wissenschaft