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Neptun hat gedreht

Nürnberg, 20:20 – spannende Geschichte. Neptun hat direkt gedreht, ab jetzt läuft die Hoffnung auf Freiheit – Neptun im Wassermann – wieder hart im Wind, die Zeit des Kreuzens gegen den Sturm ist vorüber. Wenn dann noch Uranus Ende November sich im direkten Lauf ins Zeug legt – Neptun und Uranus stehen in einer Rezeption – dann könnte es etwas werden mit dem Retten der Welt durch technische Visionen.

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Nun hat aber Neptun ein ganz direktes Quadrat zu Mars im Skorpion; wieder gilt es, den Propheten Jonas zu bitten, insbesondere morgen, ein Auge auf die Menschheit zu haben. Denn vieles bewegt sich morgen: zum einen die erstmals exakte und lang angekündigte Saturn-Uranus Opposition, der alte Drache ringt mit dem Wunsch nach grenzenloser Freiheit. Dann die Venus, die heute und morgen Apix-Planet, also im Zentrum zweier Quadrate zwischen Uranus und Saturn ist, und offensichtlich klar macht: dass als Zünglein an der Waage, die Weltfinanzen (und der Glaube daran, denn Venus steht im Schützen) entscheiden. Und natürlich noch der Wechsel von Merkur in den Skorpion, da bekommt auch die Rede wieder einen Stachel und der Sinn für Ausgleich mag einem latenten Wunsch weichen, den Gegner zu verletzen. Bitte zwei mal anklicken:

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Pluto in den Wassermann

Nürnberg 16:38 – unten nochmal der wunderbare Vollmond, subjektiviert zwischen Technik und Augenblick.

Seit heute nähern sich Jupiter und Saturn wieder einem Trigon. Doch es wird erst am 21. November um 13:11 exakt. Jupiter fördert, immer noch, ein Wachstum der Strukturen und Gesetze, des Sinnes für ungeschönte Wirklichkeit; Saturn trägt gleichzeitig und in Zusammenarbeit mit ihm dazu bei, alles, was mit den Jungfrau-Themen der Verwertbarkeit und des praktischen Nutzens zu tun hat, erst schwer erscheinen zu lassen, um es dann nach neuen Regeln effizienter zu gestalten. Gemäß der Dispositor-Lehre ist Saturn der Dispositor von Jupiter, …

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… Merkur jedoch der Dispositor von Saturn, denn er beherrscht die Jungfrau. Daher wirkt sich die Rückläufigkeit von Merkur so stark auf den Finanzmarkt aus. Und Merkur, der immer noch in der Waage steht, hat zur Dispositorin die Venus im Skorpion, die, wir erwähnten es, gern anderen in die Tasche greift und überhaupt für Pekuniäres steht. Sie selbst freilich wird wieder von Mars und Pluto dispositioniert, und an Pluto bleibts dann hängen, denn der wechselt ja gerade in den Steinbock, bzw. schließt den Kreis über Jupiter (und Chiron), sein eigener Dispositor.

Hätte jemand vor Monaten geglaubt, dass sich der Zeichenwechsel des degradierten Zwerg-Planeten als Verstaatlichung nahezu aller großen Geldhäuser in den USA bemerkbar machen wird? Mit dem Zusammenbruch des Banken-Systems und seiner de facto Verstaatlichung** gehen aber noch andere Dinge einher, die uns die nächsten sechzehn bis siebzehn Jahre beschäftigen werden. Denn die Hybris der Banken war/ist ja eine Sache, die die ganze Welt durchstrukturiert hat/hatte.

Auf einer ganz einfachen Ebene geht es um den Wert der wirklichen Dinge. Der Verlust von Qualität war/ist überall dort bemerkbar, wo reine Gewinnmaximierung zum Ziel aller Ziele erklärt wurde. Qualität ist unter diesen Umständen nur noch das Resultat missbrauchter Leidenschaften von Menschen, die gar nicht anders können, als Qualitätsarbeit zu leisten, egal in welchem Bereich. Die große Sehnsucht danach, „etwas richtig zu machen“ und sich dadurch erfüllt und sinnvoll zu fühlen, wurde/wird missbraucht und pervertiert. Dies geschah unter Pluto im Schützen naturgemäß anders, als unter Pluto im Krebs, wo man eben jenen menschlichen Ur-Instinkt für Blut und Bodenkriege missbrauchte.

In unserer jüngsten Vergangenheit ging es um den Missbrauch des Glaubens und der Religion, von Zielvorstellungen ganz allgemein. Die Jugend, die immer ein guter Spiegel der wahren gesellschaftlichen Werte ist, reflektiert/e diese Hohlformel durch Knochen- und Schädelkult und Selbstzerstörungswahn. Denn sie spürt die Unaufrichtigkeit: die Aufforderung, etwas Sinnvolles zu machen, ist unglaubwürdig, wenn das einzig anerkannt Sinnvolle in Wahrheit die Maximierung von materiellen Werten ist. Dies wird von allen Medien reflektiert, selbst der geliftete Gesichtsausdruck wird ein materieller Wert. Auch die materielle Hybris der Naturwissenschaft – deutlichster Ausdruck jener gar nicht zufällig heiß diskutierte LHC in Genf, um den es, seit er ebenfalls unzufällig parallel zu den Banken kaputtgegangen ist, zunächst mal still geworden ist – gehört in diesen Wahn-Bereich. Nun wird zurückgerudert und an Regeln gebunden.

Einen tiefen, sinnvollen gesellschaftlichen Umbau kann man den Verantwortlichen, die immer nur reagieren, wie sich die letzten zwei Wochen gezeigt hat, leider wohl nicht zutrauen.* (Hier wieder bemerkenswert die Bewährung der Fische-Sonne Haus 12 Gordon Brown beim Management des vermeintlichen Untergangs. Plötzlich ist der Schatzkanzler in seinem Element, dem Fische-Zeichen als Zeichen des Geldflusses.) Daher wird dieser Umbau von uns als Ausstieg aus der materiellen Diktatur selbst vollzogen werden müssen. Veränderung und Gefühl, brüderliches Miteinander wird dem Krebs-Gegenzeichen gemäß jenseits der rigiden Regelwerke wachsen, wie einst im Sozialismus, der nun, den Kapitalismus erwartungsgemäß in sich selbst überholend, zur heimlichen Staatsdoktrin werden muß, wenn man unterstellt, dass das alte System sich nicht freiwillig verabschieden wird.

Dennoch steht in Aussicht, dass es das tun wird und muß, wenn Pluto zwischen 2023 und 2025 in den Wassermann geht, und später mit Uranus im Löwen dazu eine Konstellation sich wiederholt, wie einst zur französischen Revolution. Es ist Aufgabe der Astrologie im Sinne einer Entwicklung der Bewusstseinsseele diese Übergänge vorausschauend und friedlich mitzugestalten. Wir können jetzt schon viel dafür tun, dass es gut wird. Wir können sagen, wann es kommt: wie es wird, daran werken wir selbst mit.

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* 23.11.2020 23:03 – hier liegt die Betonung auf sinnvoll – das Böse dieser 2020 entfesselten Plandämonie ist nur für Teufel von Teufeln – nicht für Menschen.

Es gab schon Leute, die wollten das Mittelmeer trockenlegen und schrumpfen, zur Landgewinnung. Technokratien sind immer faschistisch. Mit Technik muss man umgehen, wie mit einer Flamme: man benutzt sie, aber verbrennt sich besser nicht.

Christus ist der, der die Technik beherrscht.

** „Banken-Systems und seiner de facto Verstaatlichung“ – müsste eigentlich lauten: Staaten-Systems und seiner de facto Verbankung – wohl eher eine Enthüllung der lang schon herrschenden Verhältnisse.

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Mond im Wassermann

Nürnberg 20:44 – mit der Sonne in Waage und Mond im Wassermann ist „die Beobachtungsgabe für weltliche Zusammenhänge aufgrund der inneren Distanz äußerst geschärft, und häufig besitzen die Nativen eine ungewöhnliche Intelligenz“, schreibt Randolf Schäfer. Und Oskar Adler notiert: „… die aus der zweiten Natur (Mond) entspringende Furchtsamkeit in Bezug auf die Preisgabe des eigenen Wesens schafft hier im Verein mit der ersten Natur (Sonne) eine Art überlegene Resignation. Ich finde das sehr bestätigt. Nun kommt noch der Aszendent als die Ebene, auf der dieses „Spiel“ seine Realisation erlebt, hinzu. Meines Erachtens ist bei …

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… Wassermann-Mond es besonders schwer, den Wunsch nach Nähe und Distanz zugleich zu realisieren. Ist die Nähe zu groß oder gar zu intim, so kommt oft scheinbar von außen ein Faktor hinzu, der diese Nähe unerfüllbar macht, und daher Leiden verursacht, das leider auch recht tief geht. „Wasch mich, aber mach mich nicht naß“, könnte man dazu sagen. Was für den/die Einzelnen der Wassermann-Mond bedeutet, hängt ab von dem Haus, das Wassermann regiert und der Stellung, die der laufende Mond zum Geburtsmond und zu den Mondknoten einnimmt. Bei mir ist es das Haus 11, und naturgemäß überkommt mich ein starker Drang nach Unabhängigkeit, die dann aber versucht, sich so zu definieren, wie es die Bedürfnisse meines Mondes nach Häuslichkeit und sogar lunarer, patriarchaler Herrschaft vorgeben. „Γνῶθι σεαυτόν, Gnōthi seauton, Erkenne Dich selbst! So steht es über dem Eingang des Tempels des Apollon zu Delphi. Das ist tiefer gemeint, als man denkt. Jedenfalls reicht es nicht, in den Spiegel zu gucken. Der geistige Weg ist bei Wassermann-Mond auch der richtige; denn aus den Luft-Elementen führt die Verstrickung des Karmas nur durch Wissen. So hat Intelligenz sowohl ihren Nutzen, als auch ihren Preis.

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Venus in Waage

Nürnberg 18:11 das Wetter läßt heute keinen Wunsch offen, schöner geht es nicht. Auf der Weltwetterkarte …

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… sieht man gut die sich gegenseitig bedingenden Wirbel der ganzen Welt, wie sie in raumgreifenden und  in einander überfließenden Bewegungen – deutlich erkennt man ein mittleres, ein oberes und ein unteres Wolkenband – miteinander zu tun haben. So scheint unser herrliches Wetter tatsächlich damit zusammenzuhängen, dass über der Karibik alles schlechte Wetter in Form eines Wirbelsturms die Feuchtigkeit gebunden hat. Würde man sich das von der Venus aus angucken, sähe man dies alles nicht, denn die Atmosphäre der Venus ist von außen völlig undurchsichtig. Das liegt jedoch nicht so sehr an der Masse beziehungsweise der sehr hohen Dichte der Gashülle, sondern hauptsächlich an einer stets geschlossenen Wolkendecke. Aus diesem Grund wissen wir auch nicht, ob nicht die Venus, unser unmittelbarer Nachbarplanet, bewohnt ist. Ich persönlich sehe keinen Grund, warum nicht. Freilich, die Astronomen und Chemiker halten ihre Oberfläche für reichlich unwirtlich, aber wir haben schon an manchem unwirtlichen Orten der Erde Leben entdeckt, da ist es meines Erachtens nahezu ausgeschlossen, dass die Venus unbelebt wäre. Die Venus hat als einziger Planet eine rückläufige Bewegung um ihre eigene Achse. Zur Erde pflegt sie rhythmisch ein sehr geheimnsivolles Harmonieverhältnis, welches darin seinen Ausdruck findet, dass sie bei jeglicher Kardinalstellung innerhalb des synodischen Umlaufs – also um die Sonne herum – wie zum Beispiel bei der unteren Konjunktion (Venus zwischen Erde und Sonne), uns die gleiche Seite zuwendet. Man könnte sagen: sie tanzt Walzer mit der Erde und malt dabei in acht Jahren ein Pentagramm an den Himmel. Auch mit der Einteilung des Tierkreises in 30 º Abschnitte hat sie mehr zu tun, als die Sternzeichen, denn nach einem Venus-Tag ist die Sonne um 30 ° weitergerückt. Wir sehen also, dass es die innere Harmonie der Planetenbewegungen war, die Astrologen zu früheren Zeiten zu einer natürlichen Teilung des Kreises in zwölf Abschnitte gebracht hat, und dass dies Hand und Fuß hat. Den Eintritt von Venus in die Waage, meine ich, konnte man bemerken. Venus, zuvor in der Jungfrau, strebte danach Beziehungen perfekt zu machen, und offenbarte daher gerade ihren Mangel. Venus in der Waage ist einfach nur schön. Sichtbar ist sie am Abendhimmel, und wird immer sichtbarer, denn ihr Abstand zur Sonne vergrößert sich. In der Waage hat sie einen Sinn für Logig und Ästhetik und Geist. Es mag ein Grund darin liegen, dass soviele Jungfrau-geborene gute Musiker sind, weil ihrer Sonne die Waage-Venus als Klang vorauseilt. So haben wir mit Venus in der Waage, noch während und vor der Erntezeit, doch schon süße und reife Früchte zu kosten.

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Gründungshoroskop von Baghdad

Nürnberg 17:59 – Mashalla und Naubakht hießen die beiden Astrologen des Kalifen Abu Ja’far Al-Mansur, die die Gründung der Stadt als sogenannte Elektion genau berechneten, und zwar für den 2. August 762 p. Chr. um 09:40 vormittags:

Ohne Zweifel werden die beiden, denen eine ganzes Team von Schülern zur Seite stand, dabei an den Wohlstand der Stadt und des Kalifen gedacht haben: Venus regiert nicht nur das Zeichen im Aufstieg, den sogenannten Aszendenten, sondern auch das zweite Haus, Besitz und Substanz. Dabei steht sie noch in der Himmelsmitte und ist sehr weit von der Sonne entfernt, so daß sie in ihrem diamantenen Glühen als Morgenstern dem Sonnenaufgang voraus schon sichtbar war und Glück verhieß, wenn der Kalif sich das erste mal an diesem Tag gen Mekka wandte. Er selbst ist natürlich die Sonne im Löwen im Haus 11, dem der Gönner und Freunde, auch seinem eigenen Besitz, denn das Haus 11 ist der Besitz des Königs. Und Jupiter im eigenen Zeichen Schütze im dritten Haus, also dem Bereich, wo es um die Geltung dessen, was das zweite Haus verspricht, geht, könnte besser nicht stehen, denn er bildet den Jupiter-Aspekt, das Trigon zur Sonne. Perfekte Arbeit! Mond-Pluto zweites Haus im Skorpion – : mit magischen Mittel ans Geld kommen, werter Kalif-Storch! – Und auch das Volk ist der Mond und hilft also mindestens mit guten Wünschen. Den Regeln der Kunst entsprechend landet Saturn im achten Haus, dem Besitz der anderen, denen man nichts gönnen braucht, und irgendwo muß Saturn – Ninurta, wie er bei den Babyloniern hieß – ja stehen, bzw. laufen. Und die Konjunktion des Uranus mit Saturn gibt auch kund, dass der Besitz der anderen ganz schön gestaut und geschleudert wird, wie es jetzt den Amerikanern geht, seitdem sie in der Stadt „in Immobilien investieren“; Verzeihung den Sarkasmus, er ist unangebracht, ich geb´s zu. Nun erfährt aber die stolze Löwe-Sonne von Baghdad die Auswirkungen der Sonnenfinsternis von gestern. Und nicht nur die „abergläubischen Chinesen waren fest davon überzeugt“, wie die Neue Zürcher von heute schreibt, „dass eine sichtbare totale Sonenfinsternis Unheil ankündige und oft das Ende einer Kaiserdynastie einläute.“ Und „Feng-Shui-Meister aus Hongkong erklärten noch letzte Woche, wegen der Sonnenfinsternis vom Freitag sei an den Olympischen Sommerspielen zumindest mit kleineren Turbulenzen zu rechnen.“ Nun müssen wir schauen, wie sich das auf die Machthaber in Peking auswirkt. Es muß aber nicht immer ein Unglück sein, wenn eine Herrscher-Dynastie ihren Abgang findet, auch wenn es das früher meist war. Denn ruhige Zeiten waren gute Zeiten für´s Volk. Und wer regiert in Baghdad? Sind die Amerikaner noch Haus 7, also die Feinde, die Anderen, oder haben sie sich an die Sonnen-Position gestellt? Insofern erlaubt es diese Sonnenfinsternis für Baghdad eine Veränderung der Herrschaft vorauszusagen, und Obama, der seine Sonne ein paar Grad vor dem Sonnenfinsternisgrad hat, denn er ist am 4. August geboren, bekommt wahrscheinlich die Autorität, dies durchzuführen.

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Quod licet Iovi, non licet bovi

Nürnberg 17:12 – Schütze aufsteigend! „Was dem Jupiter erlaubt ist, darf der Ochse noch lange nicht.“ Tacitus schrieb in seiner Germania, dass die Germanen ihren Gott Jupiter in einer mächtigen Eiche verehrten. „In Dodona, Griechenland, stand eine dem Zeus geweihte Eiche, und darin war ein Orakel, dessen Prophetinnen Frauen waren. Die Ratsuchenden näherten sich der Eiche, der Baum regte sich einen Augenblick, worauf die Frauen sprachen und sagten: ‚Zeus verkündet dieses und jenes'“ (Pausanias X 12, 10).

Für die ‚zivilisierten‘ Römer waren Menschen, die keine Tempel und Götterbilder kannten wie die Kelten und Germanen, Barbaren. Ihre ‚Tempel‘ waren die heiligen Haine. Ihre Götter wohnten in Bäumen, vor allem in Eichen (Christian Rätsch, Lexikon der Liebesmittel). Hier sehen wir auf einer mittelalterlichen Darstellung, wie sich der Seelenvogel, der dem Urvogel Archaeopteryx auffallend ähnelt, auf dem Zweig zwischen den Eicheln sich erhebt.

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Jupiter sendet sowohl bei den Griechen als Zeus, als auch bei den Germanen als Thor den Donner, von dem wir heute reichlich haben. Das Dutzend, die Zwölfzahl ist seine, was sich auch an seiner 120 tägigen Rückläufigkeit zeigt, die er am 9. September im Steinbock beendet, um dann – besonders mächtig! – eine Woche stationär zu sein. Und er braucht 12 Jahre einmal um den Tierkreis herum. Daher hat er diese Einteilung – einem Gott gemäß – überhaupt erst geschaffen. Dem Anfang dieses Jahres verkündeten Jupiter-Jahr will ich widersprechen: meines Erachtens hatten wir das letztes Jahr, als Jupiter in seinem Tierkeiszeichen stand, dem Schützen. Dies gilt gemäß dem tropischen Tierkreis. Jupiter in den Fischen ist auch Zuhause, womit seine uralte Verbindung zum Weltgeist und zur kosmischen Sicht dargelegt wird. Wunderbar hell leuchtet Jupiter bei klarer Nacht heuer die ganze Nacht am Himmel. Am 13. August wandert er am hellsten Stern des Schützen (siderisch) vorbei. Er sieht aus, wie ein Bergkristall, der ihm natürlich als Mineral „gehört“, zugeordnet ist. Und was dem Ochsen nicht erlaubt ist: Jupiter beschenkt großzügig in dem Bereich, in dem er läuft. Im Steinbock ist das gegenwärtig ein neues Bild der Wirklichkeit. Und gesetzliche Regelungen mit möglichst viel Weisheit. Wer jedoch ochsengleich seine Gaben noch nicht mal erkennt, den wird er nicht zwingen, anders als der alte Saturn. Dessen Wirken bekommt man auch mit, wenn man überhaupt kein Bewusstsein dafür hat.

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Merkur mit Hilfe von Löwe-Mars auf dem Mars

Nürnberg, 14:07 um das Gewitter betrogen, und jetzt scheint hier Ἀπόλλων Apollo, die Sonne, so wie vor Tagen schon im Norden. Von Phönix, dem terrestrischen Mars Menschen Roboter hört man, es sei nun gelungen, den Greifarm instand zu setzen, während andere Nachrichten verwirrend darüber informieren, die Sonne habe sich aus Protest gegen das Artensterben auf der Erde in den Stand-by Modus geschaltet, bevor sie bereit sei, auf dem Mars nach Arten zu suchen. Dieses, und dass der Arm zunächst nicht funktionieren wollte, schieben wir auf den rückläufigen Merkur. Zu Hermes, dem Mond und der Sonne unterhält Mars gegenwärtig gute Beziehungen, die sich in nächster Zeit erfüllen wollen. Die sich annähernde Opposition allerdings, die Mars zu Chiron betreibt, will sich auch in naher Zukunft äußern. Sie wird am 16. Juni um 6:44 exakt, und ist potentiell verletzend. Also Vorsicht, bitte! Mars im Löwen ist dort nicht in besonderen Würden. Seine eigenen Zeichen sind Widder und Skorpion. Widder ist sein Taghaus und Skorpion sein Nachthaus. Als Triplizitätsherrscher regiert er die Wasser-Zeichen. Die Astrologie ist doch immer für eine Überraschung gut, doch es ist wahr: auch das Wasser hat Gewalt. Die psychischen Eigenschaften eines Löwe-Mars sind unverbesserlicher Eigenwille und persönlicher Stolz. Beide Eigenschaften sind nur bedingt sozial tauglich, das finden die Nativen spätestens um die zweiten Mondknoten Wiederker – also zwischen 37 und 38 heraus. Der Tierkreis von Dendara im Hathor-Tempel zeigt Mars, wie alle anderen Planeten, im Zeichen ihrer Erhöhung, wodurch das Alter dieses Konzepts bestätigt ist, und die Erhöhung geadelt wird, scheinbar noch vor dem Domizil, als hätte sie größere Bedeutung. Die Sonne ist erhöht im Widder, der Mond im Stier, Venus in den Fischen, Merkur nach Dendara in den Jungfrau, nach Lilly im Löwen. Jupiter ist im Krebs erhöht und Saturn in der Waage. Das Zeichen der Erhöhung von Mars ist Steinbock. Steht er dort im Geburtshoroskop, so sieht man es oft genug auch im Gesicht. Wie das? Die Heiligung von Tieren war im alten Ägypten wohl doch nicht einfach nur eine Phanatsie, und vielleicht mußten die Ägypter etwas von der gegenseitigen Durchdringung der Wesen, was wir heute vergessen haben? Steinbock-Mars jedenfalls ist heftig als Rechthaber, und nicht selten ist das auch sichtbar. Man nehme das optische Konzept „Steinbock“ und mache sich zunächst damit vertraut. Dann wird man sehen. Zu den Tieren des Mars gehört – man staune! – die Stechmücke. So wäre ein Heilmittel für die Malaria zu erwarten von einer Persönlichkeit mit Mars-Chiron Konjunktion in der Jungfrau. Seine Bäume sind alle Bäume, „die stachelig sind, oder Dornen haben, Kastanie.“ (W.Lilly) Dazu gehört ganz eindeutig die Akazie:

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Wie die Akazie, so blühen die Mars Pflanzen alle, wenn Mars im Löwen steht. Denn das heißt in erster Linie: Mars hat sich mit der Sonnenkraft verbunden. Mars regiert den Dienstag – tuesday – also Ziu, Tiu, Tiuz´ Tag, der Tag des Stammgottes der Tius-Leute, also der Deutschen, weswegen Deutschland zum Widder und damit Mars gehört. Noch heute sprechen die Leute im Schwarzwald von „Zieschtig“, wenn sie Dienstag meinen. Dieser „Ziu“ ist aber, lautabgewandelt, kein anderer, wie jener „Tyr“, der dem „Tyrkreis“ seinen Namen gab, ein Himmelsgott, der mehr dem Jupiter, als dem Mars verwandt ist. Von den Kräutern regiert Mars alle die, „die durch Mitgefühl Jähzorn anziehen“, wie Lilly dunkel und weise schreibt, als wären Mitgefühl und Jähzorn eine Einheit. Auch die Zwiebel mit ihren antibiotischen Eigenschaften und ihrer Schärfe ist eine Mars-Pflanze. Und so reift die Erkenntnis: zur rechten Zeit geerntete Mars-Kräuter konnten auch die Verwundungen heilen, die durch Mars´ geschmiedete Eisen-Waffen geschlagen wurden. Die Dornenbildung der Pflanzen ist ein Vorgang, dessen durchdringendes Verständnis zum Verstehen der astralen Welt führt, denn von den vier ausgebildeten Körpern, die der Mensch und alle Wesen haben: Körper, Äther-Leib, Astral-Körper und Ich, ist der Astral-Körper der geheimnisvollste. Demnächst dazu mehr!

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Peter und Judith Toths Schiffbruch

Naufragio » Untergang der Assalama, Armas Naviera, Kanarische Inseln

Nürnberg, 12:10 – Der „Club“ ist abgestiegen, und gestern gab es dazu passend genau zum Spielende ein kräftiges Gewitter. Man möge es mir verzeihen, aber ich sehe diesen Abstieg als Mentalitätsproblem der Stadt. Da hatte man – Einblick in die Denkweise der Beteiligten – einen sehr erfolgreichen Trainer, Hans Mayer, mit dem in der letzten Saison ein Titel zu holen war, von dem man sich einfach mitten in der nun beendeten Saison trennte. So was macht man nicht. Mein Problem ist: ich liebe Fußball, aber ich mag keine Pöbeleien, Sauf-Orgien und andere völkischen Blödheiten. Seit durch die WM und die PR-Arbeit des smarten Oliver Bierhoff – geb. 1. Mai 1968 – ein wenig Geist in die Szene geweht ist, bin ich gern dabei. Der Abstieg des „Clubs“ ist weiter nichts als ein Abstieg der ewig Gestrigen. Und die Möglichkeit, neu anzufangen, und schöne Spiele gegen den ewigen Rivalen Greuther Fürth sehen zu dürfen.

Am 30. April 2008 knallte die Fähre Assalama gegen den Beton-Pier der kleinen Hafenstadt Tarfaya die zur spanischen Sahara unter marokkanischer Verwaltung gehört.

Ich habe selbst mal ein halbes Jahr auf der Canaren-Insel Fuerteventura verbracht, und wir wunderten uns nicht wenig darüber, warum es bei der geringen Entfernung zum afrikanischen Festland keine Fährverbindung gab? Zu dieser Zeit waren allerdings auch noch keine Flüchtlings-Boote auf hoher See, Fuerteventura war eine vergleichsweise leere Wüsteninsel. Nun hat sich das Ehepaar Peter und Judith Thot Geimer mit drei Kindern von Fuerteventura aus aufgemacht, sich auf einer ganz anderen Canaren-Insel, nämlich La Palma, niederzulassen, und wahrscheinlich hat man einen Abstecher über die Schweiz nach Küssnacht machen müssen, um den Pkw, den Caravan und all die Erinnerungsstücke und Manuskripte herbeizuholen, die man auf solchen Inseln auch wohl haben will, wenn man sich dort niederläßt. Doch, wie gesagt, die Fähre havarierte und in der Folge haben die Toth Geimers wohl fast ihren ganzen Besitz verloren. Die Reederei fühlt sich nur sehr begrenzt verantwortlich, und will diesen Besitz weder bergen, noch ersetzen. Sogar, als dies noch möglich gewesen wäre, denn das Schiff hatte erstmal „nur“ Schlagseite, hat man eine Bergung insbesondere wertvollen geistigen Eigentums des Schriftstellers und Philosophen Peter Toth abgelehnt. Die Familie sieht sich in Marokko, wo man inzwischen hungerstreikend ausharrt, einer für schweizer Verhältnisse fassungslosen Ignoranz ausgeliefert. Nun versucht man – eben durch Hungerstreik – wenigsten an die Computerfestplatten zu kommen, die das Salzwasser vielleicht noch nicht geschluckt hat. Natürlich ist das Schiff, knapp vor der Küste dümpelnd, längst geplündert, denn ein Land, von dem aus die Menschen unter Lebensgefahr den Ozean überqueren, um nach Fuerteventura zu kommen, hat auch genügend Piraten, die sich einen solchen „Glücksfall“ nicht werden entgehen lassen. Schauen wir uns das Horoskop für die Abfahrtszeit der Assalama an:

30.04.2008

Die Familie steigt tatsächlich als Krebs am Osthorizont auf, und sie steht in den Fischen als Mond in Haus 9, dem Haus der Seereisen. Passender könnte es nicht sein. Was auffällt, ist die Anwesenheit von Mars in Haus 1, der eine latente Gewaltmöglichkeit immer hergibt. Mars hat ein Quadrat zum Glückpunkt, der ganz an der Spitze zu Haus 11 und in genauer Konjunktion zu Venus steht, im Widder: dies sind die Plünderer, die Hab und Gut einfach durch Glück in die Hände bekommen, indem sie Initiative ergreifen, und das Schiff plündern. Was jedoch das Ehepaar am meisten aufbringt, ist die Ignoranz der Reederei und der Behörden, die weder ein Interesse zu haben scheinen, das Schiff zu bergen, noch Hab und Gut der Passagiere zu retten. Wer sind sie im Horoskop? Sie werden vertreten durch die Herrscher von 10: Jupiter, Neptun. Wenn man nun bedenkt, dass die Familie Toth Geimers durch den Mond dargestellt ist, so ist eben der Mond in den Fischen wahrlich abhängig von Neptun und Jupiter. Jupiter steht schwach im Steinbock, doch stark in einem Eckhaus: die Position der Reederei ist stur und unverrückbar, also steinbockmäßig. Neptun bildet eine schicksalhafte Konjunktion zum Mondknoten: das ganze seefahrerische Konzept der Reederei und der Behörden wird letztlich durch die Havarie verändert werden. Dies bezieht sich nicht nur auf den einen Unfall der Fähre. Neptun steht im Haus 8, dem Haus der Veränderung und vielleicht des Todes. Demnach, und gemäß der Politik des Verschweigens, wird sich die Reederei in Existenznöte bringen, wenn sie nicht schon längst darin ist. Und auch auf den Canaren werden neuerdings Entscheidungen von Provinzfürsten und Bürokratie – in Spanien, gelinde gesagt, nicht besser, als bei uns – nicht einfach mehr so hingenommen. Der Mond, den wir als die Familie sehen, steht in Opposition zu Saturn, der aber auch Herrscher von Haus 7, also Herrscher des Hauptsignifikanten der Reederei ist. Und er steht – zum x-ten Male betont an dieser Stelle – am Punkt der Mondfinsternis vom 21. Februar 2008, der bekanntlich „Vertuschungen und Intrigen“ bedeutet. All dies ist hier zutreffend und anschaulich durch das Horoskop geschildert. Peter Toth hält trotz seines Namens scheinbar wenig von Esoterik. Das ist für einen Philosophen schade, denn er entäußert sich damit der Möglichkeit, seine Lage als den Beginn von etwas Neuem aufzufassen, aus dem ihm Freiheit erwachsen kann, die viel mehr wert sein könnte, als aller materieller Besitz oder Erinnerungsstücke. Speziell an diesem Punkt, beim Jammern wegen verlorener Erinnerungsstücke, fehlt mir das Verständnis. Sollte man doch froh sein, von ihnen befreit zu sein. Freilich bedarf es vielleicht eines solchen Paares, um die Reederei letztlich das Fürchten zu lehren. Denn sie scheinen entschlossen zu sein, ihr Leben diesem Kampf zu widmen. Dass die Reederei und die Behörden durch Neptun in Haus acht vertreten sind, zeigt auf, wie hier der Betrug überhaupt Ursache einer Taktik der Verschleierung ist. Irgendwo versucht einer die Hand aufzuhalten und viel Geld von einer Versicherung zu kassieren. Uranus zeigt jedoch mit einem Sextil zu Jupiter an, dass die scheinbar Unbeweglichen sich werden bewegen müssen. Die Versicherung verspricht auch für die Familie Toth Geimer der Hebel zu werden, bei dem sie ansetzen können. Immerhin geht auch der Mond eine Konjunktion mit Uranus ein, der das Haus 8 regiert, also die Versicherung. Bleibt zu wünschen, dass die Toth Geimers ihren Hungerstreik rasch beenden und sich trotz des Kampfes gegen das betrügerische Monster, das die Reederei zu sein scheint, der Botschaft des Glücks im Unglück nicht gänzlich verschließen. Das Sextil von Uranus zu Jupiter, dem auch der Mond, also die Familie begegnen wird, deutet darauf hin, dass man sich irgendwie doch einigen wird. Wer mehr lesen will, suche unter dem ganz unten angegebenen Link in der Blogroll von La Palma Aktuell – Frische Nachrichten aus La Palma.

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Uranus Trigon Sonne (und Sextil zu Jupiter)

Nürnberg – 12:31 – Pfingsten ist das Fest der Christenheit, bei dem ich am Tiefsten empfinde. Natürlich passt das Wetter: alle Vögel sind schon da, ihr Jubel und die Schönheit ihrer Botschaften kann Feiertags sogar die share houlder value Gesellschaft toppen. Jesus, wie er da am Feuer sitzt, den befremdeten Jüngern zum dritten Mal erscheinend, Brot und Fische röstend. Das ist ein Bild, wie es durch das Medium Film sehr gut wiedergegeben werden kann, weil sich hier Gleiches mit Gleichem begegnet: das Geisterhafte den Schein-Bildern, die doch, auf den Kopf gedreht, überall in der Luft stehen, denn unsere ganze optische Wirklichkeit ist eine Camera Biobscura, ein lebendiges Abbild des Abbildes vom Abbild … In dieser Wirklichkeit vermittelt der Heilige Geist die Möglichkeit einer Verständigung überhaupt. Indem wir mit einem Mal merken, „dass es ist, und nicht vielmehr, dass es nicht ist.“ (Parmenides). Jesus und Sokrates waren die beiden, die nicht geschrieben haben, und von deren Geist doch die ganze Menschheit getragen wird, ohne, dass es ihr recht bewußt ist. Schreibt man, so stellt dies immer einen Münchhausen-Akt dar. Nur ein mal schreibt Jesus, und zwar in den Sand. Und Sokrates schreibt auch einmal, nämlich Lieder – zwischen Gefangennahme und Urteilsvollstreckung – By the way: hat sich jemand mal überlegt, warum Simon Petrus vom Fischerboot aus sich erst bekleiden muss, bevor er zum Herrn ans Ufer schwimmt, „denn er war nämlich nackt“? Eine andere Wasser-Überquerung fällt dazu ein: als Jesus eben über das Wasser wandelt: „Fürchtet euch nicht!“, sagt er. Warum wird dies extra erwähnt, wenn es doch selbstverständlich war, als Fischer nackt zu fischen, damals? Macht euch keine Sorgen um die Leiblichkeit … Auch als Auferstandene werdet ihr weder hungern, noch der Schönheit des Leibes entbehren. Petrus hält die Scham-Grenze der Kultur ein; es wird, zum dritten Mal, nach einer leiblichen Stärkung die Begegnung mit Jesus in einem kulturellen, bekleideten Kontext wiedergefunden. Das Normale im Ungeheuerlichen wiederhergestellt durch diese Bekleidungsgeste. Sie ist ein winziges Komma an einer Stelle, wo es gilt, die Differenz von Jesus Lehre in die Wirklichkeit eingehen zu lassen. Petrus legt den Weg schwimmend im Element zurück, bekleidet, den Weg, welchen Jesus auch schon gegangen ist, seine Kleider jedoch hat er bekanntlich im Grab zurückgelassen. All diese Dinge sind viel zentraler, als wir glauben, und der Tag, an dem die Religionen allesamt die Natürlichkeit der Körper anerkennen und das Tabu der Nacktheit ebenso fällt, wie das Diktat der Mode, wird vielleicht auch ein Tag sein, an dem Uranus ein gradgenaues Trigon zur Sonne bildet. An diesem Tag wird das Wort „Anmut“ wieder einen Sinn bekommen, und die Perversionen werden verschwinden.

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Maya und Neptun

Nürnberg 12:57 – ungemütlich kalt und auch stürmisch. Das Licht nimmt immer weiter zu, aber es geht doch auf die Nerven, dass der Winter einfach nicht enden will. Leben wir etwa auf Island oder im nördlichen Kanada? Genug geschimpft. Was mich beschäftigt, ist dieser Maya-Kalender, der nun wirklich die interessantesten Fragen aufwirft. Bekanntlich endet eine Zählung der Zeit nach den Maya, einer Kultur, die eigentlich nicht untergegangen ist, wie immer behauptet wird, sondern weiter in Mexiko existiert, am 21. Dez 2012. Zweimal auf das Bild klicken, bitte.

21.Dez. 2012 07:13 Mexiko City (Sonnenaufgangshoroskop)

Für die aktuelle Astrologie gibt es eine Übereinstimmung. Neptun geht nähmlich in die Fische, einige Monate vorher, genau am 04. Feb. 2012. Nun, was mag das schon bedeuten? Wer sich jedoch ein wenig mit den Zählungen der Maya beschäftigt hat, der kann gar nicht umhin, darin eine Zeitenwende bisher ungeahnten Ausmaßes zu erblicken. Die Zählungen der Maya waren sehr genau. Das Datum, welches durch das oben dargestellte Horoskop als „Ende des Zeitalters“ errechnet wurde, ist auch der erste Tag einer neuen Zählung, die sich von der alten durch den Abschluss einer rhyhtmischen Fügung abhebt, die nicht weniger als 104000 (tausend!) Jahre überblickt. Um solches wirklich zu begreifen, muß man sich in die Literatur einlesen, andernfalls bleibt die gewaltige Dimension dem Bewußtsein unzugänglich. Es ist also nicht irgendein Datum. Und die Maya haben auch nicht kreuz und quer gerechnet, sondern mit einem exakten Anfangsdatum und einem exakten Enddatum. Alle ihre Tempel sind nach genauen Datumsangaben gebaut, so dass wir sehr wohl nachvollziehen können, wann was bei ihnen stattfand. Bedauerlicherweise haben wir keine Ahnung, was die Maya gezählt haben. Wir können darüber nur Mutmaßungen anstellen. Geht es um geistige Dinge, oder sind handfeste astronomische Wandlungen gemeint, Rhythmen des Kosmos, die wir allein deshalb nicht kennen, weil es dafür – wegen der Seltenheit der Ereignisse – weder eine Experimentalanordnung noch eine wissenschaftliche Theorie gibt? Waren die Maya okkulte Spinner? Wir unterschätzen die Ernsthaftigkeit ihres astronomischen Wissens, wenn wir das glauben. Andererseits ist interessant, dass allein das Wort „Maya“ schon in der Nähe zu „Neptun“ steht, dem die Täuschung ebenso wie der Regenbogen oder die kosmische Unendlichkeit zugeordnet sind. Nur nennen sich die Maya selbst „Quiche“, ebenso wie die Griechen für sich selbst „Hellenen“ sind und die alten Ägypter sich aus „Keme“ kommend betrachteten. Aber dennoch: Maya und Neptun ist eine Energie, denn wir sollten auch sehen, wie weltweite synchrone Sinnübereinstimmungen aus dem Pool des kollektiven Unbewußten sicherlich nicht zufällig sind. Freilich müssen wir zugeben: wir haben bisher keine Ahnung, was kommen wird. Unsere Welt schläft bei aller Wissenschaftlichkeit in totaler Unkenntnis der Großzyklen und deren Bedeutung für die Menschen. Zwei unglaubliche Theorien sind mir gestern begegnet, die wiederum total verblüffend sind: Zum einen ist die alte Maya-Sprache offensichtlich dem Althochdeutschen nicht unähnlich. Das klingt total verrückt, läßt sich aber absurderweise an mehreren hundert Beispielen nachvollziehen. Diese ziemlich plausibel begründete Theorie stammt von Erhard Landmann, dessen Schlussfolgerung, die Maya hätten deshalb kein Zahlensystem, jedoch falsch ist. Aber dennoch bemerkenswert. Zum anderen schreibt Armin Naudit über die Tatsache, wie alle alten Kulturen mit zunächst einem 360 Tages-Jahr rechnen, welches dann, bei den Ägyptern ebenso, wie bei den Maya, um 5,25 Tage (noch unsere Großmütter sprachen von „Unternächten“) erweitert wurde, um der Realität im wahrsten Sinne des Wortes Rechnung zu tragen. Dies würde jedoch bedeuten, so Naudit, dass es wohl ursprünglich ein 360 Tage-Jahr gegeben hat. Eine sehr einfache Schlussfolgerung, die schlichtweg genial ist. Demnach hätte die Erde ihre kosmische Bahn um die Sonne um ganze fünf Tage verlängert. Ein diesbezüglich stattfindendes Ereignis ist denkbar und keinesfalls unwahrscheinlich. Es wäre so wichtig, alle interdisziplinäre Einfalt aufzugeben, und den Rüstungsetat aller Völker auf die Erforschung dieser Fragen zu lenken, um eine Ahnung zu bekommen, was die alten Völker sagen. Doch bitte nicht auf neptunischen, esoterisch idealisierenden Pfaden. Denn bei allem Wissensdurst: die Religion war der wichtigste Faktor im Leben der Azteken und ihrer Nachbarvölker, also auch der Maya. In ihrer Vorstellung beherrschten blutrünstige Götter das Universum und mussten fortwährend durch Opfer besänftigt werden, auf dass sie die Welt nicht zerstörten. Im Grunde genommen bestand kein wirklicher Unterschied zwischen allen mittelamerikanischen Kulturen. Religion und Kalendarium weisen sehr starke Übereinstimmungen auf. Im Horoskop für den wichtigen Tag finden wir den Glückspunkt in Haus 9 in Konjunktion mit dem rückläufigen Jupiter im Zwilling. Neptun bildet ein Sextil zur Sonne und hat die Konjunktion mit dem kosmischen Heiler, Chiron, hinter sich. Vielleicht machen wir uns gar keine Vorstellung davon, in welchem kosmischen Krieg Jesus den Sieg davongetragen hat.