Geschichte

Herkules

A.G.: „Vorhin kam jemand mit der Suchanfrage „Spirituelle Kraft des Sternenhaufens M13“ auf mein Blog (cimddwc), und da würde mich ernsthaft (ja, wirklich) interessieren, was Sie, Herr Termin, einem solchen Ratsuchenden antworten würden. (Meine laienhaft-spöttische Antwort wäre ja, man berechnet die Kraft, indem man die spirituelle Grundkraft des Kosmos als Basis und die Katalognummer (also 13) als Exponenten nimmt, was dann 0^13 = 0 ergibt…)“

M.T. : „Einfach mal rausfinden, in welcher Richtung der Haufen liegt.“

Zwischenbemerkung einer anderen Diskussionsteilnehmerin: „Richtung“? Von wo aus?

Erwiederung A.G.: „16h 41m 41,44s / +36° 27′ 36,9“ – im Sternbild Herkules. Und das hat dann dieselbe Bedeutung wie die Tierkreiszeichen-Entsprechung dieser Himmelsregion? Ist das nicht arg verallgemeinernd? Das wird den Suchenden – würde er dies hier finden – wahrscheinlich nicht glücklich machen, er wird sich wohl etwas Anderes als Astrologie suchen müssen…

Antwort M.T.: „Fein, aber nicht so schnell. Bevor er sich was anderes sucht, brauchen Sie natürlich jetzt seine Geburtszeit. Denn wenn jemand nach der „Spirituellen Kraft“ von etwas fragt, dann bezieht sich Kraft auf einen Ansatzpunkt. Sonst könnte er ebensogut nach der spirituellen Kraft des Mondes oder der Sonne oder der Erde selbst fragen: da können sie antworten: „Allzufassend und unermeßlich, denn ohne Sonne, Mond und Erde wären Sie nicht da.“ Will er aber etwas über sich wissen, dann ist dies von Belang: richtungsmäßig liegt das Sternbild Herakles, nimmt man den Stern Ras Algethi z.Zt. auf 14:45 Schütze, bei einer Bewegung von 4,3 Bogensekunden pro Jahr. Nun kommt es drauf an, was er im Schützen hat, und wo genau der Schütze sein Horoskop regiert. Von Bedeutung sind ausschließlich nahezu gradgenaue Konjunktionen zu Planeten und Häuserspitzen. Dafür brauchen sie die Geburtszeit. Ras Algethi z.B. hat astrologisch Teil an der Natur von Mars und Venus. Das ist vorab günstig, aber mit Gefahren verbunden. Warum und in Bezug auf was erfahren Sie eventuell durch die Stellung im Horoskop. Ob nun ihr Sternhaufen dort in der Nähe ist, muß man sehen. Wenn nun jemand kommen würde, und nach der Bedeutung eines Sternes im Herkules Sternbild fragte, kommt auch der umgekehrte Weg in Betracht: Herkules ist ein hellenischer Sonnenheld, dessen 12 Aufgaben natürlich grundsätzlich dem Tierkreis entsprechen. Das Sternzeichen (nicht Tierkreiszeichen) Herkules zieht seine Aufmerksamkeit an. Warum? Ich zitiere aus dem ausgezeichneten Buch von Willi O. Sucher:

herkules1

„Herkales (oder Herkules) der den Tod überwunden hat und der zu den weigen Göttern aufgestiegen ist, steht im Himmel als das mächtige Sternbild gleichen Namens. Er setzt den linken Fuß auf das haupt des Himmelsdrachen, über seinem Kopf schwebt die Schlange, die von Ophiuchus oder dem Schlangenträger gehalten wird. Zu seiner linken Seite, gegen den Schwan hin, steht die Leier, zu seiner Rechten die Krone.

All diese Sternbilder schildern in wunderbarer Weise die im himmlischen verewigte Natur des Herakles. Der Drache unterhalb seiner Füße, den er also in einer Region des Untermenschlichen (im Sinne: unter dem Menschen, M.T.) hält, windet sich um den Polarstern herum. Der Polarstern ist gegenwärtig der Stern am Schwanzende des kleinen Bären, aber ungefähr 2000 bis 3000 Jahre v. Chr. war der Himmelspol in der Nähe des Schwanzendes des Drachen.

Der Drache war also ein Bild derjenigen Kräfte im Universum, die die Rotation des Sternhimmels vollbrachten und damit auch den Wechsel von Tag und Nacht erzeugten. Es waren Kräfte – in der Vorstellung der Griechen – die das physische Universum und alles, was darin lebt, unter ihrer Gewalt hielt. Die alten Ägypter sahen in diesem Sternbild Typhon, der Osiris tötete. Dies kann uns einen Eindruck geben von der Natur jener Mächte, die die Alten im Himmelsdrachen erlebten und die von Herakles in der unterirdischen Region gehalten werden. „

Nun geht es noch ein Stück weiter. Die moderne Psychologie, allen voran C.G.Jung, hat herausgefunden, dass die sogenannten archetypischen Bilder – eines davon der Sonnenheld Herakles, Teil des kollektiven Gedächtnisses der Menschheit sind und in allen Kulturen ähnliche Entsprechungen haben. Das erklärt sich zum Teil auch aus der Entstehung dieser Bilder: zum einen waren sie schlicht mnemotechnische Merkbilder zur Orientierung im einzigen Kino, dass die Menschheit ewige Zeiten lang kannte: dem Himmel. Doch die Bilder dieses Kinos gab es auch im Kopf und auf Trip (z.B. Höhle von Lascaux). Als solches aber ist diese Orientierung am Himmel nicht anders gewachsen, als die auf der Erde: aus tatsächlich erinnerten Geschehnissen entstehen historisch gewachsene Strukturen. Deswegen ist Mythologie keine Märchenstunde, sondern Bilderinnerung der Menschheit. Wir können diese Bilder nicht mehr recht erinnern und sind – statt auf Erlebnisse – auf Rekonstruktion angewiesen.

Was ihre Suchanfrage betrifft – sogar unabhängig vom Geburtszeitpunkt und Datum (und Ort), würde ich spontan vermuten, dass eben deshalb die „Spirituelle Kraft“ jenes Sternhaufens für den Anfragenden eben genau die sein wird, die er zur Überwindung einer bestimmten Herkules-Aufgabe im Augenblick braucht: finden Sie heraus, welche das ist. Das gehört zum Job eines Astrologen.

Kennen wir jedoch Datum und Geburtszeit, Ort, dann hat sich herausgestellt, dass das Horoskop von ganz individuellen Personen tatsächlichen ihren Weg durch den Aufgabenkreis der 12 Aufgaben des Herakles zeigt. So wird also die „Spirituelle Kraft“ nach der er oder sie fragt nur dann eine Bedeutung bekommen, wenn via persönliche Notwendigkeit die allgemeine Bedeutung verstanden wird. Man nennt dies auch Einweihung. In alten Zeiten fanden diese Einweihungen in Mysterienzentren statt. Sie waren geleitet und führten zuverlässig zu einer zufriedenstellenden Erweiterung des Bewußtseins, wie uns die ganze Antike übereinstimmend berichtet, allerdings ohne je einmal etwas über den Inhalt der Mysterien zu verraten, was verboten war und woran sich auch alle hielten.

Geschichte, Personen, Poetry, Weltbild

Neptun-Uranus Rezeption

erde-und-neptunFotomontage: NASA

“ … als Le Verrier damals die Bahn des Uranus untersucht hat, hat er auch festgestellt, dass Neptun sich nicht so bewegt, wie es die Gravitationstheorie vorhersagen würde. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass die Theorie falsch war. Sondern nur, dass da etwas war, dass man vorher noch nicht kannte und dessen Einfluss man deswegen auch nicht berücksichtigen konnte. In diesem Fall war das der Planet Neptun. Genau so war es mit der dunklen Materie. Die Astronomen können „sehen“ dass sie da ist – eben weil sie (auch wenn sie nicht leuchtet) gravitativ wirkt. Und diese gravitative Wirkung macht sich in der Bewegung der sichtbaren Sterne bemerkbar.“

So schreibt Dr. Florian Freistetter am 4.12.08 in seinem Sience-Blog. Nun müssen wir anfügen, dass jenes kleine Wörtchen „… war es mit der dunklen Materie …“ nicht zutreffend ist, sondern man forscht diesbezüglich, und abgesehen von einer großen Unwägbarkeit und einer Vermutung gibt es gar nichts. Solche Täuschungen sind jedoch typisch für das astrologische Wirken des Neptun.

Wirklich interessant ist, dass Neptuns Entdeckung aufgrund der Abweichungen von Uranus Umlaufbahn von zwei Mathematikern zeitgleich und unabhängig voneinander vorbereitet wurde. Gesichtet wurde Neptun wohl am 23. November 1846. Da stand er wie heute im Wassermann und pflegte eine Konjunktion zu Saturn, als hätte er den gebraucht, um in die Welt der festen Dinge hineinzukommen. (Wir kennen Neptun also noch keinen Umlauf lang durch den Tierkreis, und werden dies am 3. Mai 2009 zum ersten Mal erleben!) Die beiden Mathematiker, die damals die Vorarbeit zur Sichtung leisteten, hießen Urban Le Verrier, geboren am 11. März 1811 um 10:00 AM in Saint-Lô, Frankreich:

leverrier_l11

le-verrier… und John Coach Adams (geb, 5. Juni 1819 in Leneast, Cornwall, GB). Wir können erkennen, dass Neptun zur Zeit seiner Entdeckung (Wassermann 25.20°) im Haus 10 von Le Verrier stand, und dazu im genauen Quadrat zu Jupiter im 12. Haus im Stier: dem Unendlichen Substanz (Jupiter, Stier, 12) geben, und dabei Wissen und Bewußtsein erweitern, allerdings in Form eines kollektiven Wettstreits. Dabei zeigt sein Geburtsbild, genau wie zur Entdeckung des Planeten Neptun, ebenfalls eine Konjunktion Neptun-Saturn.

Zeitgleiche Entdeckungen sind in der Wissenschaft keine Seltenheit. Das Periodensystem der Chemie selbst wurde 1869 nahezu gleichzeitig und unabhängig voneinander von Dmitri Ivanovitch Mendeleiev, 8. Februar 1834 in Tobolsk, Russland und Julius Lothar von Meyer (19. August 1830, Oldenburg) begründet. Ähnliches wird von der Entdeckung des Aids-Virus berichtet. Luc Montagnier (geboren am 18. August 1932 um 2:00 AM in Chabris, Frankreich) und Robert Gallo (geb. 23. März 1937 in Waterbury, CN) USA entdeckten das Virus zeitgleich.

Der Zusammenhang zwischen allen drei Entdeckungen (Virus, Chemie, Planet selbst) ist astrologisch als Neptun-Zuordnung eindeutig klassifiziert (das Penicillin könnte man auch noch benennen, doch da ist die Geschichte uneindeutig).

Merkwürdig genug sind diese „Zwillingsentdeckungen“, die von rein materiell denkenden naiven Realisten (als Denkrichtung, nicht als Beleidigung gemeint!) dem Zufall zugerechnet werden. Uns Astrologen ist dies – das scheinbar Zufällige – und weit mehr Forschungsmaterie. Interessant und bedeutungsvoll ist auch das Horoskop des Uranus Entdeckers William Herschel, welches ich in unterer Grafik mit seinem Todestag in ein Synastriebild kombiniert habe (zum Vergrößern zwei mal draufklicken):

herschel-todestag

William Herschel, geb. am 15. November 1738 in Hannover, gest. am 25 August 1822 Sough

herschel-bild

Abgesehen davon, dass dieses Portrait optisch den Skorpion reinsten Wassers zeigt (Waage-AC scheint mir auch möglich), bietet das Horoskop seines Todeszeitpunkts die gradgenaue Konjunktion von Uranus zu Uranus Radix, eben jenes Planeten, den er entdeckt hat. Herschel wurde genau so alt, wie der von ihm entdeckte Planet Uranus für einen Umlauf braucht. Und auch die Neptun Korrelation zeigt sich im Horoskop, nämlich durch eine Opposition des laufenden Neptun zum Geburtsneptun. Was jedoch nicht verwunderlich ist, weil die beiden Planeten rhythmisch miteinander „tanzen“. Den Krebs-AC habe ich auf die rhythmische Auslösung (nach Döbereiner) seines Uranus erstellt, reine Spekulation, aber doch auch Forschung. Man/frau beachte auch die gradgenaue Mondknoten-Opposition zum Todestag.

Kommen wir zurück auf den Anfang unseres Posts, wo ein Astronom, Dr. Freistetter, versucht, die Neptun-Entdeckung anlog zur „Entdeckung“ der „dunklen Materie“ (Spekulation) zu setzen. Wer so etwas macht, wird dabei – wen wunderts – von Neptun beeinflußt, das bedeutet verwirrt. Denn Neptun ist astrologisch nicht nur Chemie, Viren, der Schleier und positiv der Regenbogen, sondern auch die Täuschung! Mit Herr Dr. Freistetter ist nun freilich nicht gut Kirschen essen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Esoterik zu bekämpfen. Sprechen wir jedoch von „dunkler Materie“, so sprechen wir von geschätzten 95% des gemessenen und gewogenen Universums! Abgesehen davon, dass das wirklich sehr spekulativ ist, müssen wir auch feststellen, dass ein Fehlerquotient von 95% wohl oder übel den kosmologischen Rechnungen zugrunde liegen muss, nach denen eben gerade die Existenz der sogenannten „dunklen Materie“ als Hypthese postuliert wird. Dies freilich kommt Naturwissenschaftlern mit der Hoffnung auf CERN-Ergebnisse nicht mehr selbstkritisch zu Sinn, weshalb sie einen erstaunlich großen Teil ihrer Zeit dem Kampf gegen die „Esoterik“ widmen. Auch glauben Sie, die quantenphysikalischen Messungen schon verstanden zu haben, und lassen sich gern zu einem jovialen Ton herab, wenn sie mitbekommen, dass man nicht in ihrem Sujet promoviert hat. Allein, dass namhafte Vertreter ihres eigenen Faches dies anders sehen, wird verdrängt:

„Viele Physiker hofften, dass die Welt in gewissem Sinne doch klassisch sei – jedenfalls frei von Kuriositäten wie großen Objekten an zwei Orten zugleich, doch solche Hoffnungen werden durch eine Serie neuer Experimente zunichte gemacht“, sagte der dieses Jahr verstorbene Physiker und Nobelpreisträger John Archibald Wheeler.

„Unsere Gedanken, unser Wille, Bewusstsein und Empfindungen weisen Eigenschaften auf, die als Merkmale des Geistigen bezeichnet werden können. Damit sind Intentionalität, Nicht-Lokalität, Nicht-Kopierbarkeit, Nicht-Kommunizierbarkeit usw. gemeint. Der Geist ist also im wahrsten Sinne »nicht zu fassen«. Geistiges lässt keine direkte Wechselwirkung mit den bekannten naturwissenschaftlichen Grundkräften – wie Gravitation, elektromagnetischen Kräften etc. – erkennen. Auf der anderen Seite aber entsprechen diese Eigenschaften des Geistigen haargenau denjenigen Charakteristika, die die äußerst rätselhaften und wunderlichen Erscheinungen der Quantenwelt auszeichnen“,

so schreibt Dr. Christian Hellweg, der praktischerweise Physik und Medizin studiert hat, und vielleicht etwas tiefer blicken kann. Und Dr. Hans-Peter Dürr, der ehemalige Leiter des Max-Planck-Instituts für Physik in München …

“ … vertritt heute die Auffassung, dass der Dualismus kleinster Teilchen nicht auf die subatomare Welt beschränkt, sondern vielmehr allgegenwärtig ist. Mit anderen Worten: Der Dualismus zwischen Körper und Seele ist für ihn ebenso real wie der “Welle-Korpuskel-Dualismus” kleinster Teilchen. Seiner Auffassung nach existiert ein universeller Quantencode, in der die lebende und tote Materie eingebunden ist. Dieser Quantencode soll sich über den gesamten Kosmos erstrecken.“ (Readers Edition)

All diese Dinge sind astrologisch gesehen Neptun-Phänomene: das Nicht-Wissen, ob es sich um Welle oder Teilchen handelt, die Veränderung der Ortsbestimmung von Photonen allein durch Beobachtung, Nicht-Lokalität, ect. Und dass sie so sehr in den Vordergrund rücken, mag der anhaltenden Neptun-Uranus Rezeption geschuldet sein (einer im Zeichen des anderen), die wie eine Durchdringung und Verstärkung wirkt.

Wir können uns darauf vorbereiten, wenn unsere Physiker endlich den objektiven Beweis ihrer Grenzen gefunden (bzw. begriffen) haben werden, ihnen freundlich und interessiert zur Seite zu stehen mit den erstaunlichen und fast unerforschten Tiefen der Astrologie und des Bewußtseins. Wir wissen als Astrologen sogar, wann dies sein wird: wenn „Butter bei die Fische geht“, also 2012 ff., wenn Neptun in die Fische geht!

Fotos, Fragen, Geschichte, Mond, Personen, Weltbild

Widder-Mond

img_2929

Foto Markus Termin © 08.12.08 0:25 NBG

Nürnberg 21:17 – untere Horoskope zeige ich ausnahmsweise nicht, um einen besonderen „Fall“ zu besprechen, sondern wegen der Übereinstimmung von Mond und Aszendent. Schon öfter habe ich hier erwähnt, wie bei der überwiegenden Mehrzahl meiner KlientInnen mindestens eine deutliche Übereinstimmung zwischen Geburtshoroskop und dem Zeitpunkt der Kontaktaufnahme zu beobachten ist. Sehr häufig (80%) ist es der eigene Aszendent. Wir sehen oben das Geburtsbild der Klientin, unten den Zeitpunkt ihres Anrufes, das sogenannte Stundenhoroskop. Die in diesem Fall vorliegende, doppelte Übereinstimmung, Mond und Aszendent, bestätigt denn auch den knappen Krebs-AC der Klientin.

beipiel-widder-mond

beipiel-2-widder-mond1
Ich kann noch verraten, dass es sich um eine Haus 5 Frage handelte, und Venus war gerade dabei, das Zeichen zu wechseln. Schon jetzt steht sie auf 1° Wassermann (dazu die Tage mehr, ich bin da Spezialist!).

img_2937

Foto Markus Termin © 08.12.08 16:26 NBG

Eine wirklich geniale Beschreibung zu Mond im Widder findet sich bei Randolf Schäfer. „Verweilen“ Mond im Widder-Menschen „in Passivität, meldet sich im Inneren eine bewertende Instanz, die ständig beobachtet, was sie jetzt gerade tun, und ob dies mit ihrem aktiven Persönlichkeitsempfinden konform geht. Das bedeutet, dass sie in Phasen der Erschöpfung sich selbst nicht annehmen können und sich unwert empfinden.“ … „denn sehr schnell kann es geschehen, dass sie sich energetisch vollkommen überfordern.“ Sie sind in ihrem Muster einsam, und es scheint ihnen, als würden sie gegen die ganze Welt antreten.“ Oskar Adler schreibt ausnahmsweise einfach und deutlich: „Sich nichts gefallen lassen, unter allen Umständen lieber Hammer als Amboß zu sein, ist der Lebensgrundsatz den der Mond im Widder vertritt.“ Der dritte Gewährsmann, Michael Roscher, spricht vom „auffälligen Bemühen, der Nativen, der Umwelt gegenüber keine Schwäche preiszugeben“, so wie von einem „ständig erhöhten Adrenalinspiegel.“ Daraus resultiert für Schäfer und Roscher eine erhöhte Neigung zum psychosomatisieren von Konflikten. Oftmals der einzige Ausweg, wenn die Gefühle im Dampfdrucktopf stecken. Freilich kommt es dann noch auf die Sonne und alle anderen Planeten an.


Ereignis, Geschichte

Sirius Star (secret …)

sirius-nasa

Foto: Nasa. Hubble

Nürnberg 15:59 – kalt, Winter – wärmen wir uns ein wenig an folgender Piraten-Geschichte:

sirius-stern

Oben stehende Hierglyphen bedeuten: Sirius Stern. Obwohl die Hieroglyphen ihrem Lautwert nach übersetzt sind, ist die tiefere esoterische Bedeutung unbekannt. Ägyptologen sind keine Astrologen. Wie aber will man etwas über eine nahezu vollständig astrologisch verschlüsselte Kultur erfahren, wenn man die Astrologie nicht oder kaum kennt?

Ein besonders sympathisches Beispiel von zutiefst gelehrsam beschränktem Horizont bietet da der angesehendste Ägyptologe unserer Zeit, Jan Assmann (geb. am 7. Juli 1938 in Langelsheim), der in dieser Beziehung rein gar nichts weiß, und daher auch nicht die ägyptische Kultur entschlüsselt, sondern die Grenzen seiner Projektion von Ägypten in Schrift und Buch markiert. Doch das geht vielen so – und vielleicht auch uns. Die einzige mir bekannte ägyptologisch forschende und kundige Astrologin war die letztes Jahr in Ägypten verstorbene Edeltraut Lukas Möller. Doch die kann man nicht lesen, ihre Systematik ist kaum nachvollziehbar (Ihre Web-Site ist virenverseucht, Vorsicht!). Hier eröffnet sich ein weites Feld für Forscher der Zukunft. Historische und astronomische Rekonstruktionen belegen, dass die erste morgendliche Sichtbarkeit von Sirius im Nildelta um 2850 v. Chr. mit dem 22. oder 23. Juni zusammenfiel. Das ist auch kein Wunder, denn damals stand Sirius im Tierkreiszeichen Stier, so dass die Sonne im aufsteigenden Löwen in gebührendem Abstand sich zeigen konnte.

Im Tierkreis zu Dendara der um die Zeitenwende herum datiert, wird Sirius zwischen den Hörnern eines Stiers abgebildet, bemerkenswerterweise jedoch nicht in dem Symbol des Tierkreiszeichens (das auch abgebildet ist), sondern einem anderen Stier, der auf einem Schlitten fährt, wie es sonst nur noch der Löwe tut. Nach den Forschungen von Karl-Heinz Homann unterliegt Sirius sensationellerweise nicht der Präzession – was u. U bedeutet, daß es diese gar nicht gibt, sondern Sonne & Sirius ein Doppelsternsystem sind – warum aber dann zwischen den Hörnern des Stiers?

Die Römer nannten die heißeste Zeit des Jahres (üblicherweise vom frühen Juli bis Mitte August) die Hundstage nach dem Stern. Für Sokrates scheint angesichts seines öfter geäußerten Fluchs „Beim Hunde, dem Gott der Ägypter“ der Stern aus dem Sternbild des großen Hundes überhaupt synonym für die ganze ägyptische Religion gewesen zu sein.

Und selbst bei uns hat sich durch die Zeiten der Ausspruch „Auf den Hund gekommen“ in despektierlicher Umkehrung altägyptischer Frömmigkeit erhalten. Tatsächlich wird auch bei den Menschen aus Keme („Chemie“, Ägypten) Osiris als die Seele der Isis und in Identität mit Sirius gedacht (vergl. Gisela v. Frankenberg). Und dass auch bei vielen nordamerikanischen Volksstämmen Sirius mit Hunden oder Wölfen assoziiert wird, belegt zusätzlich einen in tiefste Urzeiten verweisenden Zusammenhang. Schauen wir uns das Bild zum Piratenstreich gegen die Sirius-Star an (ungefähr, bitte zum Vergrößern zwei mal draufklicken):

sirius-merkur1

Hier bilden Sirius, Merkur – Gott der Diebe – und Uranus in den Fischen in Konjunktion mit dem Glückspunkt ein riesiges Wassertrigon. Astrologisch zählt Sirius zu den Jupiter-Mars Fixsternen. Im Trigon zu Merkur verkündet er „großen Ruhm, aber mit Gefahren verbunden.“ (Michael Uhle, Fixsterne, Chiron-Verlag) Man beachte bitte auch die Pyramide im Bild, die Diamantenform (Kohlenstoff) und das Quincunx von Jupiter und Merkur mit dem Zwillings-Mond als Apix! Außerdem den Mond im Trigon zu Neptun, und natürlich die Bedeutung der Uranus-Saturn Achse im Bild.

Seitdem man den Nil zur „Energiegewinnung“ bei Assuan aufgestaut hat, gibt es keine Fruchtbarkeit spendende Nilflut mehr. Doch in einem anderen Sinn kann das Öl, welches die Sirius Star, ein nagelneues Schiff, transportiert, sehr wohl als „Flut“ aufgefasst werden: denn Öl ist der Schmierstoff und Dünger des Weltwirtschaftssystems. Mit ihrem Coup haben die Piraten also der Weltwirtschaft symbolisch den Hahn abgedreht. Islamisten, hieß es, machten nun Jagd auf sie, weil sie ein muslimisches Schiff gekapert hätten. Wer denen wohl einen Auftrag gab? Die Piraten selbst haben ihre Piraterie damit begründet, dass man ihnen schließlich die Fische vor der Küste mit Fangflotten wegfische. Da wollten alle Nachrichtendienste gleich wissen, wie absurd dieses Argument sei. Wirklich? Passiert nicht genau das, nicht nur vor Somalia, sondern auch überall sonst in Afrika? So gibt es also doch eine Verbindung zwischen der Sirius Star und der Nilflut, auch wenn diese nun durch den Suez-Kanal fließt, und man daran denkt, wegen anhaltender Piraterie die Ölströme umzulenken. Nun besteht Sirius aber nicht aus einem Stern, sondern aus zweien, die sich in einer Umlaufbahn von 52 Jahren umkreisen. Dies war – geheimnisvoll – dem Stamm der Dogon in Westafrika bekannt, die sich als vom Sirius abstammend bezeichnen, lange bevor dies (das von hier aus mit Augen nicht sichbare Doppelsternsystem) astronomisch dargestellt werden konnte. 52 Jahre entspricht 1/100 des sogenannten Longcounts der Maya von 5200 Jahren, einem Teilrhythmus ihres Äonen umfassenden Systems, welches bekanntlich 2012 seinem Abschluss und Neuanfang findet. Und alle 52 Jahre wurde daher – wenn ich mich recht erinnere – bei ihnen ein bestimmtes Fest begangen.

img_27972Foto Markus Termin ©

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Geschichte, Länder

Kongo

flagge-kongo

Nürnberg 19:06 – Die Republik Kongo wurde am 15. August 1960 um 12:01 AM in Brazzaville ins Leben gerufen. Kongo, das frühere Zaire, gehörte einst dem belgischen König als „Privatbesitz“. In seinem Namen begangene Grausamkeiten sind zu furchtbar, als dass man sie nacherzählen kann. Davor war das Kongo-Gebiet ein großes afrikanische Königreich. Der erste Ministerpräsident des Kongo war Patrice Lumumba (2. Juli 1925). Lumumbas Geburtsname ist Tasumbu Tawosa. Am 14. September 1960 übernahm die Armee unter Mobutu in einem mit den USA abgesprochenen Putsch die Macht. Wir haben hier also genau das selbe Muster, wie in Chile, wo Pinochet mit CIA-Hilfe den gewählten Präsidenten Allende wegputschte, Persien, wo der Schah gegen die gewählte Regierung vom CIA an die Macht geputscht wurde, dem Irak, wo Saddam Hussein mit eben demselben Verein am Leben gehalten wurde, und auch Spanien, wo Franco mit Hitlers massiver Hilfe die gewählte Regierung und ihre Unterstützer umbrachte. Auch Lumumba war ein gewählter Ministerpräsident. Von 1965 bis 1997 war Mobuto dann Diktator im Kongo. Lumumba und seine Gefolgsleute Okito und Mpolo wurden gefoltert, und danach erschienen seine politischen Gegner, Tschombé, Kimba und belgische Politiker, um sie zu beschimpfen und sie anzuspucken. Am 17. Januar 1961 wurden sie von katangesischen Soldaten unter belgischem Kommando erschossen und zunächst an Ort und Stelle vergraben.

patrice-e-lumumba

Lumumba war ein afrikanischer Visionär, ein Hoffnungsträger des gesamten Kontinents. An den belgischen König Baudouin gewandt, brandmarkte er die achtzig Jahre „erniedrigender Sklaverei die uns mit Gewalt auferlegt wurde. […] Wir haben zermürbende Arbeit kennengelernt und mussten sie für einen Lohn erbringen, der es uns nicht gestattete, den Hunger zu vertreiben, uns zu kleiden oder in anständigen Verhältnissen zu wohnen oder unsere Kinder als geliebte Wesen großzuziehen. […] Wir kennen Spott, Beleidigungen, Schläge, die morgens, mittags und nachts unablässig ausgeteilt wurden, weil wir Neger waren. […] Wir haben erlebt, wie unser Land im Namen von angeblich rechtmäßigen Gesetzen aufgeteilt wurde, die tatsächlich nur besagen, dass das Recht mit dem Stärkeren ist. […] Wir werden die Massaker nicht vergessen, in denen so viele umgekommen sind, und ebensowenig die Zellen, in die jene geworfen wurden, die sich einem Regime der Unterdrückung und Ausbeutung nicht unterwerfen wollten“. Nach dieser Rede wollte der belgische König gleich abreisen, blieb aber doch bis zum Dinner am nächsten Tag.

kongo

In der Flagge führt Kongo das Symbol der Venus. Passend zum AC-Stier, der Venus beherrscht ist. In dem riesigen Land, in dem alles über den Fluß läuft, der ebenso gewaltig wie gefährlich ist (Sandbänke, Stromschnellen, veränderter Lauf), werden schon lange brutale Schneisen in den Regenwald geschlagen. Neptun steht in einem Wasserzeichen in Haus 6 (Arbeit am Wasser), das dritte Haus der Bewegung beherbergt Merkur (Handel und Bewegung) und Haus 11 der Gemeinschaft ist das Fische-Haus. All dies passt zum mächtigen Strom, der Lebensader des Kongo. Heute steht Neptun auf genau 21:31º Wassermann, dem Mittagspunkt des Gründungshoroskops des Kongo! Daher wird die Herrschaft (Haus 10) klar in Frage gestellt, aufgelöst. Und vielleicht eine neue Vision geboren. (Seit dem 18. Sep. 2006 hat Kongo eine neue Verfassung).

karte-kongo

Sonne, Pluto, Venus und Uranus im Haus 4 Gründungshoroskop mögen für die Bodenschätze stehen. Denn Kongo ist bekannt für seine reichen Coltan-Vorkommen. Coltan enthält zwei der begehrtesten Metallerze (Columbit und Tantalit), die Niob und Tantal enthalten. Tantal ist für die Produktion von Mobiltelefonen, Computerchips, Videokameras, ect. sehr wichtig und Niob dient der Herstellung hitzebeständiger Bauteile für Raketen, Düsenflugzeuge und Raumschiffe. Natürlich gibt es im Kongo auch alle anderen bedeutenden Rohstoffe, und so könnte das Land – nachhaltig und ehrlich bewirtschaftet – reich sein. Könnte: doch der Dauerkrieg, von dem unsere Nachrichtenagenturen uns in schöner Regelmäßigkeit als einem Krieg zwischen „Rebellen“ und „Regierungstruppen“ erzählen, die einen mit dem, die anderen mit jenem Ausland verbündet, ist überhaupt nicht denkbar ohne die Finanzierung durch die begehrten Bodenschätze. Dasselbe gilt ja für den Sudan, dessen Diktator al-Baschir, gleich nachdem Obama gewählt wurde, eifrigst einen neuen „Frieden“ erklärt hat, um einer Intervention gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen. Doch was kann Obama ausrichten, wenn er von den Chinesen Geld braucht, und diese im Sudan Öl fördern und das Regime stützen? Es sind Agenten der Abnehmer, die mit Waffenladungen und Dollars oder Euros im Gepäck den Konflikt zu ihrem Nutzen anheizen. Diese aufzufinden, zu stellen, und ihnen ihr mörderisches Handwerk zu legen, anstatt uns den Sinn und Zweck eines hilflos „aufgestocken“ Uno-Kontingents zu verkaufen, während wir auf der anderen Seite als Nummer drei auf der Welt Waffen liefern, wäre eine neue, notwendige Politik: wer kauft von wem was warum? Es kann wohl sein, dass wir als Kunden wesentlich mehr direkte Demokratie erreichen, wenn wir uns übers Internet organisieren, als das über Wahlen wirklich möglich ist.

Fotos, Geschichte, Personen, Weltbild

Wirklichkeit und Simulation

Nürnberg, 20:51 – Mars, Sonne und Merkur haben ein Trigon zu Uranus. Genau das passiert: Wandel. Stört das Sonne-Neptun Quadrat? Auf jeden Fall ist die Phantasie herausgefordert. Ein wenig muß ich meine LeserInnnen noch bitten, bei dem Thema von gestern zu verweilen.

img_27551

Foto Markus Termin ©

„Simulation“ ist nicht einfach nur die Imitation von Wirklichkeit. Sie ist in gewissem Sinn deren Verdopplung. Und mehr als das. Sie ist ein magisches Konzept. Als solches liegt sie unserer fleißigen Helferin für Alles zugrunde. Sie ist der Grund der Mathematik. Wieso das? Nehmen wir den Satz: A = A. Es ist der Satz von der Identität. A ist mit sich selbst identisch. Der Satz A = B ist falsch. A kann nicht mit B identisch sein. Tauschen wir den Begriff. A ist gleich A. Was sollte das bedeuten? „Damit etwas das Selbe sein kann, genügt jeweils eines“, schreibt Martin Heidegger, geboren am 26. September 1889 um 11:30 AM in Messkirch. Heidegger hat seinen Jupiter – ganz knapp – im Steinbock, wie er jetzt auch steht.

martin-heideggerNimmt man also den Satz den der Identitat A = A als Ausdruck einer Gleichheit? Eben nicht. Nur Identität kann damit ausgedrückt werden. Denn in Wahrheit gleicht kein A etwas anderem. Ein weiteres identisches A kann es nicht geben. Stillschweigend unterstellt die Mathematik aber genau dieses. Doch hier geht es nicht um eine Kritik dieses würdigen Hilfsmittels. Es geht um den Zusammenhang und den Ursprung der Mathematik aus dem Geist der Simulation. Und auch dies ist ein altägyptisches Geheimnis. Obelisk, ὀβελίσκος,



amun
Ausgesprochen werden die Hieroglyphen „techen“. Sie sind der Ursprung unserer „Technik“. Mathematik war für die Ägypter ein „techen“. Obelisken gab es, ebenso wie die Krone von Amun, „Hauch des Lebens für alle Dinge“, nur doppelt. Vielleicht ahnen Sie schon den möglichen Zusammenhang? Amuns Krone ähnelt dem Satz der Identität. Und aus solch magischer Verdopplung entsteht die „Simulation“. Sie beherrscht uns heute unterschwellig. Im wahrsten Sinne des Wortes. Imitation ist etwas anderes. Und doch Teil des Konzepts. Eine Wahrheit versteckt man am besten hinter ihrem offenen Ausdruck. Wie durch den Film Matrix. Neptun ist tief. Auch die Schrift selbst ist eine Simulation.

Geschichte

Plejaden wechseln das Zeichen

plejaden

Bild: Nasa (ohne copyright)

Manilius scheint die Plejaden für das weibliche im Stier gehalten zu haben. Wie immer, macht es Vergnügen, dem Text zu folgen:

„Wenn der Stier, verkehrt und nach vorn gesunken, emporkommt,

führt er im sechsten Grad die um Lichtstärke eifernden Schwestern

mit, die Plejaden. In ihrem Hauche erblickt der Sonne

nährendes Licht die Anhängerschaft von Baccus und Venus

und obendrein die bei Festmahl und Tafelgelagen frivolen

und auch im beißenden Witz die Fröhlichkeit suchenden Seelen.

Um ihre Kleidung sowie um den Schmuck ihrer Stirn werden diese

immer sich sorgen: die Kräuselhaare in Wellen zu legen …

… Lieben ist immer zu wenig: sie wollen als Liebhaber gelten.

Wenn dann der Zwilling verschwisterte Sterne zum Himmel emporträgt …“

Übersetzung Wolfgang Fels

Für Hesiod, der sechhundert Jahre früher schreibt, sind sie Teil eines Bauernkalenders:

„Wenn das Gestirn der Pejaden, der Atlastöchter, emporsteigt,

dann beginne die Ernte, doch pflüge, wenn sie hinabgehen.

Vierzig Tage und Nächte hindurch sind diese verborgen

Doch wenn im kreisenden Laufe des Jahres sie wieder erscheinen,

Dann beginn die Sichel zur neuen Ernte zu wetzen!

(Zitat aus Van der Waerden, Astronomie, Verse 609-611)

Abgebildet finden wir sie in Höhle von Lascaux – Wikipedia, und dort wurde schon Astrologie betrieben, das sind 30 000 Jahre. Sie spielten bei der Ausrichtung der Maya-Pyramiden eine zentrale Rolle, und ihre Lageveränderung durch die Präzession hat die Maya bewogen, ganze Städte aufzugeben. In Mesopotamien stand das Siebengestrin für den Monat „Gu(sisa)“ und wurde mit den „Großen Göttern“ in Verbindung gebracht, denen wir in der ältesten griechischen Mythologie auf Samothraki (Σαμoθράκη) begegnen. Die Beschreibung der „weiblichen“ Art der Plejaden bezieht Manilius auf den Aufgang des Subaru (japanisch) Gestirns am Osthorizont. Und nun sind wir Zeuge, wie die Plejaden ins Tierkreiszeichen Zwillinge wechseln. So wird es Zeit, sich ihrer Bedeutung neu anzunehmen, die die Astrologie all zu lange aus dem Blick verloren hat. Demnächst mehr dazu in diesem Blog.

Wer diesen Blog schon länger beobachtet, wird festgestellt haben, dass es eine rege Diskussion mit Wissenschaftlern und Astronomen gibt, die zwar nicht immer erfreulich ist, doch allein dass es sie gibt, kann schon als positives Zeichen gewertet werden. Hier möchte ich wiederholt besonders auf den Wissenschafts-Blog von Florian Freistetter hinweisen.

Dr. Freistetter hat einen lesenswerten Post zu den Sternbildern verfasst: Sternbilder und Sternzeichen | Astrodicticum Simplex | ScienceBlogs.de – Wissenschaft, Kultur, Politik

Seiner Anregung folgend hier dieser Post:

… – wie wärs mal mit einer Serie über deine „Theorie“ der Astrologie? Wäre sicher interessant.“

Dr. Freistetter stichelt immer gern auch ein wenig (Merkur ist im Skorpion), und hat auch konkrete Vorstellungen, auf die wir eingehen müssen:

„Und ich habe nie daran gezweifelt, dass die Astrologen sich Erklärungen zu dem Problem der Präzession ausgedacht haben. Vermutlich gibt es auch „gute“ astrologische Gründe, warum in den Horoskopen die Stellung der Planeten überhalb bzw. unterhalb der Ekliptik ignoriert wird?“

Ich nehme diese Anregung hier auf, denn gerade die Theorie der Astrologie interessiert mich sehr und mein Blog ist voll davon, es gibt diesen Blog gewissermaßen nur deshalb, weil mich genau das bewegt. Den einzigen mir bekannten Ansatz einer Philosophie der Astrologie hat der Karlsruher Professor Marc Jongen angekündigt, dessen äußerst lesenswertes Buch „Das Wesen spiritueller Erkenntnis“ vielversprechend ist. Es gibt auch wirklich in der Astrologie offene Fragen, und nicht zu knapp! Die Stellung der Planeten unterhalb und oberhalb der Ekliptik ist es nicht. Im Gegenteil, die ist sogar sehr bedeutend und in jedes gute Astrologieprogramm integriert. Man nennt es Planetenknoten, und der gebräuchlichste ist der Mondknoten. Ein Spezialist für Plantenknoten ist der Nürnberger Astroconsultant Peter Schübel. Gerade jetzt bei der Wahl Obamas schauen viele Astrologen auf die Konjunktion der Mondknotenachse mit Obamas Sonne. William Lillys Werk ist voll von weiteren Hinweisen über die Höhe der Planeten in Bezug auf die Ekliptik. Astrologen sind – sofern sie an Erkenntnis interessiert sind – Menschen, die staunend vor einem uralten und gewachsenen System stehen, das mit ihren Erfahrungen korreliert. Dies versuchen sie sich dann zu erklären und daraus Hinweise zu gewinnen. Es gibt aber in der Astrologie keinen „Papst“, der verbindliche Regeln bestimmte. Nostradamus betrieb eine ganz andere Astrologie als Kepler. Jeder Mensch, der sich damit beschäftigt, betritt ein Gebäude, an dem sie/er selbst weiterbauen muß, wenn Verständnis sich einstellen soll. Die Geschichte der Astrologie zeigt, dass die jeweilige Astrologie oft ein Portrait der Geisteshaltung der Zeit ist. Besonders interessant ist die Renaissance. Das System, welches Manilius in seiner von Kaiser Augustus in Auftrag gegebenen „Astronomica“ in Versen niedergelegt hat, unterscheidet sich dennoch nicht wesentlich von der Astrologie, die wir heute betreiben. Die „vedische“ Astrologie, die in Indien auf den Dörfern und Städten immer noch und wieder den Status einer allgemein anerkannten Institution hat, rechnet die Präzession um, braucht dafür jedoch den tropischen Tierkreis als Bezugssystem. Es gibt also mit ihr eine Differenz, aber es ist keine, mit der das System selbst in Frage gestellt würde, denn die Gemeinsamkeiten überwiegen bei weitem. Allerdings fehlen der „vedischen“ Astrologie die neuen Planeten Uranus, Neptun und Pluto, Chiron (der bei uns aus bestimmten Gründen Planetenstatus hat), die „unsere“ westliche Astrologie völlig revolutioniert haben. Dabei ist deren Integration in das „Lehrgebäude“ immer noch nicht abgeschlossen. Was jedoch dazu gekommen ist, hat um so bedeutendere Auswirkungen, weil die ältesten bekannten Tierkreise über 12000 Jahre alt sind, und wir können Zeuge und Mitgestalter einer unglaublichen Erweiterung und Veränderung sein. Der Astronom Herschel, der den Planeten zuerst „bewußt“ entdeckte, lebte fast auf den Tag genau so lang, wie dieser Planet braucht, um seine Runde durch den Tierkreis zu vollenden. Und fast ebenfalls auf den Tag genau eine Runde später wurde Neptun wiederentdeckt (denn schon Gallileo hatte ihn am 28.12.1612, 4:00h wahre Ortszeit, Florenz, höchstwahrscheinlich gesehen, jedoch nicht erkannt).

Die oben abgebildeten Plejaden kann man Mitte November besonders gut ohne optisches Werkzeug beobachten. „Der volle Mond geht am 13. um 15 Uhr 47 MEZ auf, die Sonne geht am gleichen Tag um 16 Uhr 14 unter. Rund zwei Stunden später um 18 Uhr sollten die ersten Sterne zu sehen sein. Zu dieser Zeit hat der Mond einen Abstand von 1,7 Grad zum Hauptstern der Plejaden: Alcyone. Um 21 Uhr bedeckt der Mond Alcyone, während um 24 Uhr der Abstand schon wieder 1,6 Grad beträgt. Der Mond geht am 14. um 9 Uhr 26 MEZ unter.“ Zitat aus: Der Himmel über Berlin

Geschichte

Tierkreis zu Dendara

Liebe Leserinnen und Leser,

– Nürnberg – 22:38, dies ist eine schematische Farbdarstellung des Tierkreises mit den 12 Tierkreiszeichen, ca. 51 v. Chr. Dendara liegt 62 km nördlich von Luxor an der westlichen Niluferseite. Wir sehen die fünf Planetengötterdarstellungen in Lila, in der Mitte den Horusfalken auf einem Papyrusstab in gelb, Osiris/Orion blau, rechts vom Horusfalken, und Hathorkuh-Sopdet-Isis-Sirius mit Sirius zwischen den Hörnern rot, links von Horus dargestellt. Um die Planeten zu finden, müssen wir sie am Ort ihrer Erhöhung aufsuchen, also Merkur über dem Zweig der Jungfrau, Venus, doppelgesichtig, da sie Morgen- und Abendstern ist, beim Kopf des äußeren Fisches, Mars, Horus (der Rote) mit der Glyphe des Horusfalken auf dem Kopf auf dem Steinbock „stehend“, Jupiter mit der Glyphe eines Horusfalken auf dem Kopf als „Horus der Mystische“. Er berührt mit seinem Kopf den Krebs/Skarabäus (Chepre), sowie der stierköpfige Saturn mit der Glyphe des Horusfalken und eines Stieres über dem Kopf – Horus als Stier – mit einem Phoenixstab in der Hand, angeschmiegt an die rechte Waagschale der Waage. Der damit verbundene Osiris-Kult wird unten erklärt. Am Außenrand die 36 Dekanatsgottheiten, den ursprünglich wirklich nur 360 Tagen des alten Jahres entsprechend, die sich in vielen Kulturen finden. Alle Götter schauen nach Westen, vielleicht weil dort wohl ursprünglich die Sonne aufging (wie Herodot berichtet). In der Mitte die als Flusspferd dargestellte Schutzgöttin der Schwangeren Thoeris.

(Sie war/ist einer noch heute erzählten Sage entsprechend auch für die FGM genannte und als „Schutz“ gerechtfertigte Beschneidung (in Wahrheit Verstümmelung) zuständig. Diese heute allgemeiner Volksbrauch gewordene Perversion (vor allem im Sudan, in Ägypten, in Äthiopien und in Somalia, also allen Ländern, die dem alten Pharaonentum kulturell verbunden sind) konnten sich im alten Ägypten nicht alle leisten. Die Israeliten empfanden es beim Auszug aus Ägypten als „Schmach“, unbeschnitten zu sein; den „Brauch“, auch die Frauen übel zu verstümmeln, ließen sie jedoch in Ägypten zurück. Die israelischen Hebammen waren es laut Bibel, die sich weigern, die israelischen Erstgeburten zu töten, wie der Pharao es verlangte, denn sie kämen zu spät, da die Israelitinnen nicht wie die Ägypterinnen gebären, sondern „wie die Tiere“. Dem lag wohl zugrunde, dass es keine Verstümmelungen unter den israelitischen Sklavinnen in Ägypten gab (welche die Geburt erschwerte).

Hinter der Hathorkuh wahrscheinlich die Göttin Neith (Artemis?) mit Pfeil und Bogen, beim äußeren Fisch im Kreis anscheinend Isis mit einem davonlaufenden Pavian (Thot) an der Hand.

Der Tierkreis von Dendara (altägyptisch „Lunet“) befand sich ursprünglich an der Decke der Osiris-Kapelle auf dem Dach des Hathortempels von Dendara. Heute ist dieses, hier schematisch abgebildete Relief, im Louvre in Paris (wann wird dies und all die anderen gestohlenen Kunstwerke zurückgegeben?).


Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Geschichte, Weltbild

Urzahl des Raumes

Nürnberg 20:13 – Warum, mag man sich fragen, ist die Uhr in zwölf Stunden aufgeteilt? Hat das etwas mit Astrologie zu tun?

Foto Markus Termin ©

Hat es, ebenso, wie die Einteilung der Woche nach den sieben alten astrologischen Planeten. Die Uhr ist ein idealisierter Sonnenstandsanzeiger. Idealisiert deswegen, weil sie zwölf Tagstunden und zwölf Nachtstunden anzeigt, die tatsächlich in Äquartornähe auch genau so zutreffen.

Doch ist die Zwölf keinesfalls willkürlich gewählt, sondern entspricht kosmischen Rhythmen, allem voran dem Jupiter-Rhythmus mit seiner 12-jährigen Wiederkehr am Ausgangspunkt. Doch auch der Venus-Tag, von dem die hellsehenden Babylonier und Ägypter sicherlich wußten, trägt den Rhythmus der 12 in sich, dauert er doch genau dreißig Tage, die mit 12 multipliziert den 360 Grad-Kreis ergeben, der wiederum genau dem alten Sonnenjahr entspricht. Denn die fünf zusätzlichen Tage sind das Ergebnis einer kosmischen Katastrophe. Wer weiß, vielleicht sind ja die Bewohner der Venus diejenigen, von denen wir wirklich die 12 haben, die Urzahl des kosmischen Erd-Raumes?

Für die Ägypter waren die zwölf Knoten im Seil das einfachste System zur jährlich immer wieder nach den Nilüberschwemmungen notwendigen Landvermessungen. Man mußte lediglich gleiche Knotenabstände waren, und schon hatte man einen Massstab für den rechten Winkel. Drei war ihnen Isis, vier Osiris und fünf der Sohn Horus. Zusammen 12. Unschwer erkennen wir in diesem Dreieck auch jenes des Pythagoras, der seine Kenntnisse aus Ägypten hatte. Mit weniger Konten als zwölf wäre kein rechter Winkel zu haben gewesen! Daß man jedoch diesen Winkel als Göttergeschenk betrachtete, dessen Herkunft, wie alle Mess- und Regeltechnik, auf Toth, den Ibis-köpfigen zurückgeführt wurde, ist einfach Zeichen einer tiefen und hellsichtigen Verbundenheit mit den lebendigen Kräften des Alls, dessen bloße Sichtbarkeit für uns Menschen bereits eine Offenbarung ist. Schon im Corpus Hermetikum – überliefert nach der Zeitenwende, tatsächlich aber viel älter – wird von der Schamlosigkeit gesprochen, zu versuchen, das Weltall forschend zu durchdringen, und im selben Buch wird erstaunlich genau vorausgesagt, was uns heute Realität ist. Nun brauchen wir, um zur 12 zurückzukehren, nur noch die Verbindung von rechtem Winkel und der allgemeinen Gerechtigkeit, die dem Jupiter als Regenten des Schützen (und der Fische) zu eigen ist, und wir haben die Brücke von den Landvermessern mit ihren zwölf Knoten und dem Umlauf des Planetengottes Jupiter-Zeus um die Sonne (und die Erde). Das öfter mal wieder, auch im TV gegen die Astrologie vorgebrachte Argument, sie arbeite nicht schon immer mit 12 Tierkreiszeichen, ist – schaut man sich den wirklich ältesten Tierkreis an – er findet sich in den Tierkreisbüchern von Michael Roscher – einfach nicht alt genug. Die dortige Zeichnung ist 12000 Jahre alt, und zeigt eine klare 12-Einteilung.

„Wenn wir nun den Menschen betrachten, stellen wir fest, dass sein Körper in voller Entsprechung zum Kosmos steht. Die Zahl 12 ist auch hier gegenwärtig. Von seinem Gehirn aus gehen 12 Paare Nervenstränge, 7 Halswirbel und 5 Lendenwirbel, 12 Brustwirbel, 12 Töne entwickeln eine harmonische Stimme. Auch ist der menschliche Körper ein genaues Spiegelbild des kosmischen Tierkreises“, schreibt Günther Harms, „auch hat im Leben des Menschen die Zahl 12 ihre Bewandtnis. Die Medizin spricht vom „Siebenjahre“, d.h. dass sich die Zellen des Menschen alle 7 Jahre erneuern. 12 x 7 Jahre ergeben somit 84 Jahre. In diesem Alter hat der Mensch alle Stufen des Lebens durchwandert. Nach den Zahlengesetzen ergeben 84 = 8 + 4 wiederum 12.“

„Auch sei erwähnt, dass der allgemein gebräuchliche Ausdruck „Tierkreis“ nicht richtig ist. Denn von den 12 Symbolen haben z. B. die Waage, die Jungfrau, der Wassermann, der Zwilling nichts mit einem Tier zu tun. Es heißt richtig“ Tyr-Kreis“. Dieses Wort stammt aus der nordischen Mythologie und bedeutet Tyr-Tri-Drei, also „Drei-Gott“. Hier sehen wir die Bedeutung von Werden, Sein, Vergehen. Die 12 Asen (Götter) sind die einzelnen Tierkreiszeichen, die unter der Herrschaft Odins die Lebenswelten regieren. Aber jede kosmisch-geistige Kultur hatte ihre eigenen Namen für diese Dinge. Doch der Sinn und die ewig wirkende Kraft hinter den wirbelnden Atomen der Schöpfung bleibt bestehen. „Das wussten alle Eingeweihten,“ schreibt ebenfalls Günther Harms.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus Termin

Geschichte, Personen

Elisabeth I

Aus aktuellem Anlass, weil offenbar die Suchmaschine das nicht herausgibt: hier ist Elisabeth II besprochen:

https://markustermin.com/2022/09/08/eliabeth-ii/

Nürnberg 15:14 – Königin Elisabeth I wurde am 7. September 1533 um 02:54 PM in Greenwich GB geboren.

Tatsächlich ist ihr Geburtstag jedoch nicht der 7. September, sondern ein Sonnenstand in der Jungfrau bei 24.04 Grad. Es hat eben seit dieser Zeit mehrfache Änderungen an der Zeitaufzeichnung gegeben, es galt der julianische Kalender.

Obiges Bild ist das Horoskop, welches der berühmte John Dee zur Krönung von Elisabeth elektioniert hatte. Diese fand nach damaliger Zeitrechnung am 15. Januar statt. Was Dee noch nicht wußte, ist die Stellung von Pluto der Königin in Haus 1, während er doch Haus 10 (Lebensziel) regiert. Was gut für Elisabeth war, war auch gut für England. Und ist es nicht bemerkenswert, dass eine Jungfrau „The Virgin Queen“ genannt wurde? Handel auf See treiben: Merkur Haus 9 in der Waage! Bemerkenswert ist auch die Bedeutung von Pluto in Opposition zu Saturn, ein leider treffendes Bild für die hingerichtete Mutter, wenn wir Haus 10 für die Mutter nehmen. Und der Vater, der Mörder-König, Heinrich VIII, hatte einen Jungfrau AC und ein Haus 5 (Kinder) im Steinbock, vice versa seine Tochter: Jungfrau-Sonne und Steinbock AC. Hier das Horoskop Heinrichs des VIII, der demnach aus Kalkül und Ängstlichkeit mordete: