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Philosophie der Astrologie 4

Liebe Leserinnen und Leser,

Danach fragend, was Astrologie eigentlich ist, können wir nicht dabei stehen bleiben, uns zu erklären, wie sie funktioniert. Obwohl für ein rudimentäres Kennen des Gegenstands eine minimale Sachkenntnis nicht abträglich ist – aber auch nicht vorausgesetzt werden kann.

Für unsere Untersuchung reicht es, zu wissen, daß Astrologie ein System ist, das mit der natur-rhythmischen Wiederkehr von Dingen zu tun hat, die sich am Himmel beobachten lassen oder aus solchen Beobachtungen unmittelbar abgeleitet sind.

Wir sagen deswegen „naturrhythmisch“, weil wir hervorheben wollen, daß nichts erfunden wird oder dem Zufall überlassen. Die Erscheinungen, die am Himmel beobachtet werden, gehören nicht zu den Dingen, von denen wir den Eindruck haben, wir könnten sie beeinflussen. Astrologie zeichnet diese Dinge nur auf. Damit ist alle Astrologie von rein numinosen Techniken der Zeit-Interpretation (dem I Ging oder dem Tarot) deutlich abgegrenzt. Das astrologische Werkzeug, der Zodiak, ist genau so objektiv, wie ein Fernrohr.

Gerade dadurch, daß es einige unterschiedliche „Astrologien“ gibt, läßt sich die Gemeinsamkeit in dem finden, was alle Astrologien, soweit uns bekannt oder historisch halbwegs zugänglich, verbindet: es ist – wie gesagt – die natur-rhythmische Wiederkehr von Dingen, die sich am Himmel an Planeten und Sternen beobachten lassen.

Es spielt für diesen grundsätzlichen Gedanken keine Rolle, ob Astrologie solchermaßen chinesisch, nach Maya-Art, oder keltisch betrachtet wird: immer geht es um die natur-rhythmische Wiederkehr von Dingen, die sich am Himmel beobachten lassen.

Verschiedene Astrologien setzen dabei unterschiedliche Prioritäten – ein Jahresrhythmus weist in China den Geburten eine viel kollektivere astrologische Beteiligung zu – man/frau ist im Jahr des Drachen geboren, oder gar ein Feuerpferd. Orientierungsmarke bleibt der Jupiter-Rhythmus als Wiederkehr-Orientierungspunkt.

Der Kalender selbst ist ursprünglich kein bloßes Zahlen-Messgebilde nach Tagen und Jahren, sondern – wie am Maya-Kalender zu studieren – ein grundsätzliches Ordnungs-System für alle relevanten Belange einer Gemeinschaft im Lauf der Jahreszeiten. Astrologisch/Astronomisch wurden alle Tage und Feste, alle Ausnahmen und Gelegenheiten bestimmt.

Und genau genommen ist das heute – auch wenn die Datums-Zählung glaubt, sie hätte sich mit dem Geist der Ziffern selbstständig gemacht, auch noch so: denn jede Zählung landet doch sehr ursprünglich in der chaldäischen Woche, die sich trotz unterschiedlicher Kalender auf der ganzen Welt normativ durchsetzt.

Man kann also sagen, daß Religion selbst vom Himmel das Gesetz nimmt. Denn dies: Astrologie, Astronomie und Kult waren zu Zeiten der berühmten Kalender-Goldhüte ein einziges Gemeinsames.

Damit wird klar, daß wir bei dem Versuch, zu sagen, was Astrologie heute ist, bedenken müssen, was sie dermaleinst war. Kult und Wissenschaft sind andere, sich heute gerade wieder treffende Wege gegangen, allein die Astrologie ist heute weder Kult noch Wissenschaft – letzteres wäre zumindest theoretisch denkbar, ersteres nicht.

Nur: was ist Astrologie dann? Von welchem Rest der Rest?

Um zu erklären, was ich meine, gestatten Sie ein Bild: nehmen wir an, Astrologie wäre eine Zutat zu einer guten Suppe, in der ursprünglich Kartoffeln, Suppengrün, Rindfleisch, Wasser, Lauch, Salz, Pfeffer und ein Lorbeerblatt gekocht wurden.

Nun hätte sich in der Zwischenzeit die Suppe in ihre Zutaten verwandelt: Astronomie und Astrologie sind nicht mehr gemeinsam abzuschmecken – auch wenn das versucht wird – und auch der Kult – analog vielleicht zu „Rindfleisch“ – hat sich vielmals abgespalten und aufgeteilt: aktuell in „massentierhalterische Mastanstalten“ einerseits und Kirchen andererseits – klingt gemein, ist aber korrekt, war doch der Altar ursprünglich – Isaak und Jaakob erzählen die Geschichte – ein Opferstein.

Wie jeder Vergleich hinkt dieser besonders, denn von ursprünglichen Zutaten kann ja keine Rede sein: jenes Ganze, das Wissen einmal war, bestand nicht aus Teilen, sondern gerade aus einem einzigen Ganzen, in dem Astrologie und Astronomie eben keine „Zutaten“ waren, weil eine Differenzierung im ursprünglich Gemeinsamen, Früheren per Definition nicht möglich ist.

Das Ganze bestand ursprünglich nicht aus heute sichtbaren Teilen – heute sind es Teile – damals waren es keine. Die heutigen Teile – Astronomie und Astrologie, Mathematik, Wetterkunde, etc. waren ursprünglich ein gemeinsames Anderes, deren Geschichte nicht isoliert vom Anderen erzählt werden kann.

Sie merken also, es wird nicht einfach, Astrologie aus ihrer Geschichte zu erklären, denn diese Geschichte gibt es so nicht. Erst die Trennung der Einzelteile erschafft Einzelteile aus einem vorhergehenden Ganzen.

Insofern ist „Geschichte der Astrologie“ immer lesenswert, aber irreführend, weil sie das Nebeneinander unterschiedlicher Disziplinen voraussetzt, eine Voraussetzung, die historisch in aller Tiefe jedoch unhaltbar ist.

Das, was heute Astrologie ist, entspricht also keinem Rest eines Ganzen allein, sondern hat darüber hinaus einen neuen und eigensinnigen Charakter, den es solchermaßen noch nicht gab. Es ist eben vielschichtig. Zum einen kommt Astrologie aus mehreren Traditionen zugleich, zum anderen ist es nicht verwunderlich, daß eben heute Dinge astrologisch zutage treten, die erst durch das neue Werkzeug Computer sichtbar werden konnten.

Im Sinne der heutigen, vielfältig erfolgreichen Praxis einer Astrologie der seelischen Persönlichkeit zeigen sich klare Muster, die auch durch eine psychologische Beschreibung der Persönlichkeit nachvollziehbar sind, bis hinein in genaue charakterologische Details.

Es geht weiter in Facetten!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mundan, Weltbild

Merkur fast still im Löwen

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

vor etwa zwei Wochen haben sich die Vogelstimmen auf Jahresumschwung eingestellt. Es ist recht still geworden – nur die Grünfinken aus der Zikade sind erwachsen und ziehen den ganzen Tag einen intensiven Klang durch ihre Schnäbel, sehnsuchtvoll und rhythmisch – als wollten sie noch gefüttert werden und locken dadurch die Eichelhäher an, die sich nach Futter umgucken und junge Grünfinken kommen wohl in Frage. Merkur steht fast still – wird alles ein wenig bleiern, wenn Saturn mit Mars um die Mittagszeit aufsteigen. Besonders schwer für diejenigen, die um diese Zeit irgendwo Dienst tun – Uranus und Mond begegnen sich im Widder – bei all dem großer Freiheitsdrang im Kopf-Zeichen!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Poetry, Weltbild

Leuchtwandler

Datei:GluehwuermchenImWald.jpg – Wikipedia

Liebe Leserinnen und Leser,

Es gibt Phänomene, da stößt Film/Fotografie an Grenzen des Darstellbaren. Wir Menschen sind nicht die einzigen seltsamen Wesen. Glühwürmchen in ihrer natürlichen Erscheinung etwa – in einem Feld bodenblühender Obst-Waldpflanzen können in ihrer wahren Erscheinung nicht fotografiert werden, behaupte ich.

Von einem Tag auf den anderen werden es mehr! Erst war es ein zaghaftes, aber beständiges Dauerglühen am Boden – nun, nach Vollmond, beginnt auch da und dort ein signalturmhaftes Pulsieren.

Diese kleinen Käfer betreiben Leuchtkommunikation auf extatischem Niveau. Ihre Tätigkeit ist nächtlich und still und vollkommen geheim.

Es ist nicht so, daß nicht auch in diesem Gebiet simulativ gewildert würde – die Luminations-Phänomene unserer eigenen Natur inspirierten zu der fantastischen Entfremdung durch „Avatar“. Wir können aber Realität und Simulation noch unterscheiden. Kennzeichen der Realität ist der Zeit-Faktor. Diese kleinen Glühwürmchen sind Merkur-Wesen – Merkur im Löwen, jetzt in perfekter Opposition zum Wassermann-Mond …

05.07.2012 18:00 Nürnberg

… und herrlichem Trigon zu Uranus. Energetisch ideal harmonisiert und aufgeladen, könnte frau/man sagen. Sie sollten sich also mit der Fortpflanzung beeilen – und schauen, daß sie nicht auffallen, die Leuchtkäfer?! Doch genau diesen Charakter hat ihr wahrhaft zauberhaftes Leuchten nicht: es fällt sehr auf  (beglückt augenblicklich, sie zu sehen) und ist von der Frequenz her ansteigend und langsam … : –  sehr langsam, nicht schnell, sondern von Dauer. Und genau dieser Faktor – der wesentliche, uns dem Augenblick enthebende, der verzaubernde lange Augenblick – ist nicht zu fotografieren – was Realität von Simulation unterscheidet. Und die Beglückung, die in dieser Qualität – wie echt also – sonst nicht zu haben ist. Selbst wenn man versuchte, die Kulisse simulativ zu optimieren, wäre etwas Kino-kopiertes eben doch nicht wirklich da, nicht anwesend in dem Sinne, wie Heraklit das Wort gebrauchte: „Auch hier wesen Götter an …“, als er das Feuer schürte und sich für die einfache Tätigkeit als Adliger rechtfertigen zu müssen meinte, und gleichzeitig einen die Zeiten überdauernden Lehrspruch hinterlassen hat, der konkret von der Anwesenheit des Göttlichen spricht.

Diese ganze Gedankenkette zu Neptun/Jupiter Quadrat – insofern Film/Fotografie ja immer „Simulation“ ist und somit auch ein Neptun-Thema – die Information betreffend – also den transportierten Bildgehalt betreffend – aber Jupiter in den Zwillingen in diesem Fall „quadratisch“ abrufend.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mundan, Weltbild

Merkur im Widder in Konjunktion zu Uranus

Koalitionschaos unter Merkel: Deutschlands oberste Piratin – SPIEGEL ONLINE

Liebe Leserinnen und Leser,

für das, was wir oben sehen, gilt der Begriff „Gesteuertes Image“ – ganz bewußt wird Merkel mit dem Papageien assoziiert, und der charmante Witz mit den Piraten macht sie zur Mutter aller Piraten und beschehrt der Presse ein künstlerisch gelungenes 1:0 – wohl wahr – der deal bedeutet: wir haben ständig über euch berichtet, nun zeigen wir aber Flagge: und sind Humor-Piraten – Vogel auf der grünen (1!) Schulter – und die Zuneigung der Vögel beweist es. Ich habe nichts dagegen. Was immer man gegen den Spiegel haben kann, er verkündete nach Fukushima weitsichtig sofort „Das Ende des Atomzeitalters“ und die Kanzlerin ließ sich beeindrucken. Diesen Einfluss macht man geltend. Ein Uranus/Venus Aspekt – Angela Merkel hat Uranus/Sonne Konjunktion im Krebs und die Venus in der Jungfrau im Sextil-Zeichen dazu. Die Botschaft lautet: machen Sie eine Koalition CDU/CSU – Piraten möglich – mit einer Kanzlerin Merkel.

Und warum nicht! Die Piraten können in absehbarer Zeit auch 20 % bekommen, wenn Sie nur im Gespräch bleiben.

Wenn allerdings zur nächsten Wahl – von der ich rechne, daß sie vorzeitig stattfindet – wieder „Angy“ von den Stones gespielt wird, wird die CDU so klein werden, daß sie vielleicht als Koalitionspartner nicht mehr in Frage kommt?! Aus Geschmacksgründen. Der Papagei aber – Merkur im Widder in Konjunktion zu Uranus – ist 1:0 – ohne Frage. Saturn-Wiederkehr im Haus 10 der Kanzlerin.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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Merkur Konjunktion Uranus

Nürnberg, 05.03.12 · 12:47

Verständliche Wissenschaft | Wissenschaftsfeuilleton | ScienceBlogs.de – Wissenschaft, Kultur, Politik

Liebe Leserinnen und Leser,

wo sind denn, frage ich mich, all die jungen PhilosophiestudentInnen, die sich in solche Dirkussionen, wie die oben verlinkte einmischen und Stellung beziehen?

„Wenn man aber einen typischen Naturwissenschaftler bittet, ein paar Sätze darüber zu sagen, wie Atome – also jene hypothetischen „Teilchen“, die nicht wissen, ob sie nicht vielleicht eine „Welle“ sind, zur Tatsache der Existenz des menschlichen Bewußtseins verhalten, bekommt man etwas weniger als „Nichts“ zu hören, gerade und auch aktuell von den Neurologen.

Doch es gilt: „Wer überhaupt denkt und Argumente, die objektive Wirklichkeit beanspruchen, ins Feld führt, setzt damit die objektive Wirklichkeit des Geistes und der Logik voraus; andernfalls wäre jedes Argumentieren in sich unmöglich, wäre ein Widerspruch in sich.“ (Jochen Kirchhoff)

Dem „Public Understanding of Science“ steht nicht eine falsche Wissenvermittlung im Wege, sondern die (vor allem kulturelle) Subjektblindheit der Naturwissenschaft selbst.

Um´s mit Heidegger auf den Punkt zu bringen: „Man kann nicht physikalisch über Physik sprechen.“

Verführt von technischen Erfolgen – und ohne Reflexion über deren wahre Ursachen und Zusammenhänge – ist z.B. Physik in Bezug auf alle Dinge, die den Menschen unmittelbar in seiner Existenz angehen, einfach nur tumb.

Wesentliche Fragen, wie zum Beispiel diejenige einer atomaren oder kosmischen Bewegungslehre („Warum eigentlich bewegt sich die Erde um die Sonne?“ „Wie schnell wirkt Gravitation?“ „Wie läßt sich Verschränkung ohne Zeit in der Wirklichkeit denken?“) werden einfach ausgeblendet und vollkommen hinter einer universellen „Verzifferung“ gar nicht mehr gestellt; gleichzeitig beanspruchen Naturwissenschaftler völlig frei von Legitimation – die nur aus tiefen und zufriedenstellen Antworten erwachsen könnte – (siehe hier auch Sascha Vongher zur Licht-Metaphysik) Deutungshoheit über die Existenz im Allgemeinen vom Ersten bis zum Letzten.

Das Ergebnis ist ein kaltes, totes, verkitschtes Disney-Universum mit ein paar Weltuntergangspartys und atheistischem Ersatz-Gruppenkuscheln, dem sich – Gott sei Dank – nicht alle anschließen mögen.

Fazit: Das Interesse an den Naturwissenschaften wird steigen, wenn sie geistiger werden – wie umgekehrt reziprok die Geisteswelt (sofern es sie überhaupt noch gibt) gut daran tut, naturwissenschaftlicher zu werden.“

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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Schütze-Mond: Mobbing gegen den Präsidenten

Innen Christian Wulff 19.06.1959 05:28 Osnabrück, außen 15.02.2012 08:47

Präsidenten-Affäre: Wulffs Waterfall-Rätsel – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik

Liebe Leserinnen und Leser,

erinnern wir uns einmal, wie das bei Alt-Bundespräsident Köhler war: der wurde auch gemobbt. Doch die Verhältnisse lagen anders: Horst Köhler war – noch weit vor Angela Merkel, der beim Volk beliebteste Politiker Deutschlands, ein unbequemer Präsident, der sogar noch vor 2008 mit drastischen Worten vor den unverantwortlichen Banken warnte, niemand wollte das hören und hinterher erinnerte sich keiner an seine Weisheit. Er forderte die Direktwahl des Bundespräsidenten, was keinen von den gesetzgebenden Politikern interessierte – man empfand das eher als lästig – und wurde dann, als er einmal deutlich aussprach, daß die Bundeswehr in Zusammenhang mit Afganistan auch Handelswege sichert – er meinte sicher nicht die Heroin-Handelswege – da verweigerte Angela Merkel dem bedrängten Präsidenten, der beliebter war als sie, tagelang die Rückendeckung: er trat zurück. Zur Freude vieler Politiker und zum Bedauern des Volkes, das diesen Fische-Mann einfach mochte. Köhler war also vom Volk getragen und von den Politikern, denen er wegen seiner unkonventionellen Art unheimlich war, gemobbt.

Dann kam die Suche nach einem neuen Bundespräsidenten:

Rücktritt Horst Köhler astrologisch « Markus Termin – Astrologisches Stundenbuch

Ich schrieb damals:„Und man weiß auch schon, wer den neuen Präsidenten machen wird. Doch Vorsicht! So wirds nicht gehen. Saturn am AC zum Rücktrittszeitpunkt zeigt,  daß der Konsens für den/die neue PräsidenteIn nicht leicht zu haben ist.“

Gauck war der Gegen-Kandidat vieler Seilschaften, er wurde gleichsam schon gekürt, der Wunschkandidat. So intensiv war der Glaube an diesen Moralisten, daß er nun als eine Art Schattenpräsident gehandelt wird, der im Hintergrund bereit steht, wenn Wulff endlich zu Fall gebacht ist.

Wird denn damit nun Köhlers Wunsch indirekt entsprochen, den Präsidenten doch vom Volk bestimmen zu lassen? Ich glaube nicht, und ich glaube auch nicht, daß Gauck ein besserer Präsident wie Wulff wäre. Jetzt ist es genau umgekehrt, wie bei Köhler: Wulff ist der Präsident der Politiker, die Presse fühlte sich von Anfang an um ihre Kandidatenkür betrogen. Gauck könnte sich jetzt präsidial zeigen, in dem er Wulff öffentlich (unter)stützt – das tut er, soweit ich weiß, nicht. In jedem Fall sollte er sein Bild nicht überall drucken lassen, und auch nicht ständig überall Interviews geben.

Joschka Fischer zur Frage, ob er nicht bei einem Wulff-Rücktritt Bundespräsident werden wolle: »Ich habe mein Leben so geführt, daß ich den hohen moralischen Standards, die neuerdings an öffentliche Ämter durch die Medien angelegt werden, nicht mehr gerecht werde. Demnächst wird der Bundespräsident über das Wasser wandeln müssen, und dann wird man ihn fragen, ob er am Ende den Erwerb dieser Fähigkeit sich nicht hat subventionieren lassen,« beantwortet alles.

Um es ganz klar zu sagen: ich bin kein Wulff-Fan. Ich halte es für richtig, dem Impuls, den der „Spiegel“ fordert, der schon zweimal Wulffs Rücktritt gepostet hat, zu widerstehen. Die Web-Gemeinde hatte Guttenberg gestürzt – auch ein sehr beliebter Politiker – nun befiehlt man aus dem Print-Bereich & dem Web den Rücktritt des Präsidenten, und – nachdem der nicht gehorchen will – macht man es noch einmal:

Seitdem steht der Bundespräsident – zuerst als Ablöse für das Euro-Thema – am Pranger, und jede/r DeutschländerIn meint, ihn ungeniert „Namen“ nennen zu dürfen – und kann damit der ganzen Verachtung für die in der Finanzkrise erlittene Ungerechtigkeit und den Souveränitäts-Verlust eine andere Richtung geben: Sündenbock Wulff hauen. Dabei führen alle Leitmedien an – und selbst die FAZ heizt die „Affäre“-Wulff an – als wäre dessen Verbindung von Politik und Geschäft nicht völlig normal und zum Teil sogar das, was von Politikern im Interesse der Wirtschaft erwartet wird.

„Es gibt Menschenrechte, auch für Bundespräsidenten,“ sagt Wulff – und stemmt sich damit heldenhaft gegen die ihn hetzende Meute – deshalb behaupte ich einmal, daß gerade dieser Präsident jetzt wichtig ist, und daß er vielleicht – souverän – der Einzige ist, der sich gegen einen massenhaften Wahn der propagandistischen Lauterbarkeit stellt, dem niemand in Wirklichkeit selbst gerecht wird. Vielleicht brauchen wir gerade keinen Freiheits-Parolen-Raspeler?

Des weiteren ist es kein Zufall, wie – ich sagte es bereits – Wulffs prima Ansatz beim Chef-Thema Intergration – durch den Hype gegen Wulff unmöglich gemacht wird: ist er denn mit seinem „Der Islam gehört zu Deutschland“ all zu vielen auf den Fuß getreten?

Im Horoskop Wulffs sehen wir die Sonne sehr passend für´s Präsidenten-Amt im Haus 12., wo sie für dieses Amt auch stehen sollte. Pluto bedrängt Wulff aus dem Deszendenten-Bereich. Mars/Venus und Uranus im Löwen  holt die Revolution in seinen Besitz – man stürzte einst den König Helmut Kohl zur CDU-Spendenaffäre – und wird nun in dieser uranischen Eigenschaft, die mit den Löwe-Kräften eine große Selbstgewissheit besitzt (H2!), die auch dem Schütze-Mond entspricht, dem Taschenorakel, selbst herausgefordert (Uranus im Widder laufend).

Ich habe das Horoskop auf den Mond-Transit für Christian Wulffs Schütze Mond heute früh eingestellt – ein Mond/Mond Transit sensibilisiert, läßt tiefer empfinden – und wünsche ihm vor allem für die nächsten paar Tage Durchhaltevermögen. Wenn er es schafft, im Amt zu bleiben, bis Jupiter Mitte des Jahres in die Zwillinge geht, werden wir noch dankbar sein, ihn zu haben: vielleicht als Vermittler zwischen Deutschland und Griechenland, einen, der hilft, dort das kaputte Image wieder zu reparieren: Angela Merkel kann das nicht mehr. Skeptisch stimmt mich der Südknoten in Haus 10 = damit ist Wulff eigentlich Privatier – und kann nicht immer in die Verwirklichung in Haus 10 = Autorität streben, sondern muß – je älter, je mehr – runter in Haus 4.

Zum Schluss noch ganz historisch: auch Walter Scheel wurde schon gemobbt, weil er den Leuten zu jubilatorisch drauf war, und Carstens sowieso, beides Präsidenten, die ihre Rolle einfach sportiv auslegten. Rau hatte seine Affäre und Herzog seinen „Ruck“ …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

P.S.: Präsidenten-Mobbing findet auch seit langem in den USA-statt, auf den Malediven trat gerade deshalb ein guter Mann zurück.

Personen, Weltbild

„Nicht allein für´s Geld“: nackt durch´s Brandenburger Tor.

Liebe Leserinnen und Leser,

ein Interview, bei dem einem der Atem stockt: so flach manche Nummern der ZEIT, so tief ist die aktuelle, jetzt noch an den Kiosken erhältliche Nr. 2 DIE ZEIT für das Jahr 2012. Klare Ansage entspricht der Merkur/Pluto-Verbindung im Steinbock, die aktuell bestimmend ist, u.a …

Bankier David de Rothschild:| Wirtschaft | ZEIT ONLINE

„Wenn Rothschild Mist gebaut hat, dann ist das, als ob sie plötzlich nackt durchs Brandenburger Tor gehen“

Vielleicht sollte die Occupy-Bewegung die Anregung aufnehmen?! Allen Ernstes: geht plötzlich nackt durch´s Brandenburger Tor! Das ist – vielleicht – der wahre Indianer-Widerstand? In diesem Interview spricht der Berater von 13 Regierungen in Europa, und wenn man dem James Bond-Stil glauben mag, dann will man den Euro vor allem deshalb, weil man Frankreich liebt, … und ich finde, das ist ja ganz o.k. – … als Motiv?! Wären da nicht diese ganzen Kernkraftwerke – 56 oder so, eines ganz frisch im Bau … phuuu … trotz Wein und Lebenskultur und so: da lob ich mir Italien …

Wer mehr wissen will, findet das offizielle Statement der Firma vor der Krise – wobei es sicher die besonderen Verbindungen der „ZEIT“ sind – Hamburg, fast schon London … Fische Herrscher Giovanni di Lorenzo, der sich glänzend schlägt, und das tun die Gentlemen Rothschild auch:

Eric de Rothschild: »Es ist kein schlechtes Geschäft« | Wirtschaft | ZEIT ONLINE

„Ich glaube nicht, dass es ein Geheimnis gibt. Alle zwei bis drei Generationen gab es unter den Rothschilds herausragende Persönlichkeiten, welche die »richtigen« Gene besaßen und die Familie weitergebracht haben. Ein Gen, das wir definitiv nicht haben, ist dasjenige der Faulheit. Wenn die Rothschilds etwas nicht sind, dann faul. Was immer sie tun, ob in der Wissenschaft, in der Bankenwelt oder in der Kunst, sie tun es immer gewissenhaft und hundertprozentig. Und sie tun es sicher nicht allein fürs Geld.“

David de Rothschild, 15.12.1945 New York

Mal ganz unabhängig von den Dingen, die sich in David de Rothschilds Horoskop zeigen, fällt doch eines besonders auf: die Harmonie zwischen den Aspekten: Mond – Uranus – Neptun und Mars vor allen Dingen, aber dann auch dem mächtigen Jupiter plus Lilith und Pluto nahebei, die Konstellation für großen Reichtum, und natürlich deren Beziehung zum Mars im Skorpion, was die Umsetzung stärkt. Dann die zentrale Stellung der Glückskonstellation zumindest im geburtszeitlosen Horoskop, denn nur dieses habe ich gefunden.  Harmonisch, in Spannung genau ausgewogen; ich habe die Aspektscheibe so eingestellt, daß diese Harmonie deutlich erkennbar ist.

Natürlich muß man ihm zustimmen, wenn er sagt, daß es einen Solidaritätsakt der Reichen zur Rettung des Systems wird geben müssen. Ist also doch ein Stück Moral im Geschäft?!

Vielleicht, vielleicht auch nicht – aber wir haben keine Wahl – für das Interview: „Thank you, Sir!“

Und doch, wie gesagt: nackt durchs Brandenburger Tor. Gute Idee 2012 …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus