Poetry

Der Unterschied …

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Liebe Leser,

Nürnberg schickt sich an, Kulturhauptsadt Europas werden zu wollen, obwohl man ja letztes Jahr als historische Fehlentscheidung per Bürgerentscheid (60 %) bestimmt hat, den großen Dürer-Saal im Rathaus nicht wieder herzustellen; – bevor man die Stadt Fahrrad-sicher macht, tüftelt man lieber am Frankenschnellweg und teert Tram-Schienen ein, wo sie andersorts (z.B. in Freiburg) neu geschaffen werden.

Aber das alles sind Marginalitäten, wenn man bedenkt, daß der Hauptbahnhof von Nürnberg (und nicht nur der!) schon seit Jahren so gewaltig nach altem Frittenfett stinkt, daß der Slalomlauf um die Glasscherben und Urinpfützen nach einer langen Samstag-Nacht gar nicht mehr das Hauptärgernis ist.

Doch hilft es, dagegen AfD zu wählen? Und warum kommt man, wenn man am Sonntag in Prag den Bahnhof erreicht, in einer großen, wohlriechenden und absolut sauberen Halle an, die wahrlich zum Verweilen lädt?!

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Es sind diese und andere Selbstverständlichkeiten einer intakten Zivilisation, deren Verlust in Deutschland zu ertragen ist: die feiste Mitte um die GroKo hat es sich zu behaglich gemacht – im nächsten Bundestag werden wohl 6 Parteien sitzen (was aber den Anteil der Beamtenschaft an den Mandaten nicht wesentlich drücken dürfte), aber es  wird wohl de facto das Land unregierbar machen – und das könnte sogar einer gewissen Absicht entsprechen, wenn man unserer „medal of freedom“-Trägerin mit ihrem Wassermann-Mond eine solche Strategie überhaupt zutraut …

Da müssen wir uns – wie ich glaube – privat und kulturell was einfallen lassen: von der Politik und der mit ihr verschwägerten Presse (siehe auch „Nachbearbeitung“ von Köln) jedenfalls wird Veränderung zum Besseren nicht zu erwarten sein. Keine Steuerreform, kein Bürgergeld, weiter Subventionierung der Mafia und eine technokratisch zuwuchernde Bürokratie: man kann sich noch nicht mal auf Tempo 30 in Wohngebieten verständigen, kriminellen Konzernen (VW) wird Geld in den Rachen geschmissen, und die Bürger, die noch vor gar nicht so langer Zeit ordentlich verprügelt wurden, wenn sie gegen die AKWs demonstrieten, dürfen den Löwen-Anteil der Rückbaukosten und Sicherheit bis in alle Ewigkeit selbst bezahlen …

Gewiss: das sind Gedanken zum immer noch mächtigen Jungfrau/Fische Thema (Sauberkeit/Frittenfett) bei Fische-Mond (Sehnsucht) und Mars/Saturn retrograd in Schütze (Rückbau), und da Skorpion gerade aufsteigt, sind sie auch nicht nett …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Ereignis, Personen, Poetry

Mond/Sonne Trigon im Feuer der Inspiration …

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Liebe Leser,

72 mal war Karl IV in Nürnberg, Nürnberg war sein zweites Zuhause, und mit Tennemünde, wo er 42 Mal war, hatte er sogar ein drittes – ganz zu schweigen von Karlstein:

https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Karlštejn

… eine weitere seiner Heimaten – Reisen nach Aachen, Rom, Paris, Basel, Luxenburg nicht gerechnet … Es ist nicht ohne seinen eigenen „Witz“, der sehr tschechisch ist, daß sein Geburtstag nach unserem Kalender in die Stier-Zeit fällt, während der Kaiser doch ein Zwillings-Geborener war.

Denn dazwischen fällt die große Kalenderreform, wo man 10 Tage eingefügt hat, um den Kalender wieder einigermaßen mit den astrologisch/astronomischen Gegenbenheiten der erst kürzlich hinter uns liegenden Frühlings-Tag/Nachtgleichen anzupassen. Deswegen war Karl IV eben kein Stier, sondern ein Zwillings-Geborener – aber mit Schütze-Aszendent und – Signum der Genialität: Wassermann-Mond (mit Saturn-Konjunktion) …

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Horoskop Karl IV

Gallus von Prag (Johannes von Strachov), sein Leibarzt und Astrologe nach der Paracelsus-Medizin, begleitete den Kaiser in allen Lebenslagen sehr erfolgreich. Allein schon das wahnwitzige Projekt, Kaiser zu werden (ein mythischer Titel, schon damals das Gerücht von Parzival): die Brücke zum Großvater, der im Bamberger Dom liegt: Kaiser Heinrich VII – und für Karl – in Wahrheit in Böhmen Václav – nach der Mutter Elisabeth – sein gültiges Lebensprojekt, dem er sich aber hingab, daß man ihn den „Pfaffen auf dem Thron“ genannt hat: so tief liebte er Ritus, Religion, Geistigkeit. Daß er eben kein „Pfaffe“ war, bewies er – und das zeigt, wie böswillige Leute immer was zu kritisieren haben – durch die Gründung seiner Universität – an deren Vorlesungen er selbst teilnahm! – und seinen Sinn für Dichtung (Autobiographie; Freundschaft mit Petrarca, Wenzels Nachdichtung) – allein, wie er den Heuschreckenschwarm in Niederösterreich beschreibt – Zeichen schwerer Zeiten (2 mal Pest), als es in Europa sowas noch ebenso gab, wie heute in Afrika. Ohne die Brücke der Astrologie, der Tag/Nachtgleichen – keine Kalender-Reform. Der Kalender ist zwar notwendig, aber immer nur das nachhumpelnde Zählwerk des Dezimalsystems zur heiligen Tag/Nachtgleichen, die die Menschheit in der Astrologie letztlich unabhängig von den Zahlen hält, den Zahlen dienende Funktion zuweist, was auch gut ist. Warum? Weil es nach dem System der Tag/Nachtgleichen ein Jahr mit 360 oder 365 Tagen geben kann, sie bleiben sich gleich, und deswegen kann man – und das tut im Kern eigentlich die Astrologie – nach ihnen den Kalender ausrichten.

Aber eben die goldenen Bullen Karls IV in Nürnberg – man öffnet den Zugang zu ihnen – wie als Politicum – bevor die Prager die Ausstellung zum 14. Mai (also verfrüht, denn der Kaiser ist auf 1 Grad nochwas Zwillinge geboren … ) überhaupt eröffnen – aber nur für 1 Woche – ziemlich, soweit ich weiß, nur für eine Woche … heavy business! Das Gebäude des Stadtarchivs ist sonst nur Forschern mit Spezialgenehmigung zugänglich – I suppose …

Mond/Sonne Trigon: von Schütze zu Widder im Feuer …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

P.S: Ach so, „Der Kaiser würde … „: die neue goldenen Bulle:

  1. Gesetz für Europa

Alles, was produziert wird, muss vorbehaltlos und rückstandlos zurückgenommen und zu 100 % recycled werden. Es ist beschlossen!

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Weise Weise

Liebe Leser,

die Empfehlung geht, soweit ich weiß, auf Hermann Hesse zurück, daher sowieso wertvoll …

https://markustermin.com/2012/08/09/hermann-hesse-superstar/

„Heiterkeit des Gemüts“ ist aber heut wirklich nicht leicht zu haben. Es reicht ja nicht, einfach den Verstand abzuschalten, quasi den Schmetterlingen zu folgen – Heiterkeit will – fast ein Widerspruch in sich – aktiv errungen werden. Die ZEN-Meister wissen, wie das geht. Die Künstler der Paradoxien!

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Das Böse versucht zu beweisen, daß es diese heiteren Lebenslagen letztlich nicht gibt – und gewiss: es stimmt, das Böse hat Recht, nur Christus wagt, zu widersprechen. Uns jedoch bricht das Herz. Und dahin ist´s mit der Heiterkeit – und trotzdem gibt es ein dennoch. Christus hat das für uns so ins Jenseits hineingetragen, daß sich das Jenseits langsam und schonend im Diesseits beheimatet fühlen wird, und die Brücke – so mein heutiger Gedanke – könnte – trotz oder wegen geradezu unheimlicher, „gespenstischer“ Zeiten – die weise Weise der Heitekeit sein.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus