Fotos, Mundan

Synchronizität

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Ich hatte gestern versprochen, noch was zum Flugzeugabsturz auf den Komoren zu sagen. Das Wunder mit dem geretteten Mädchen ist Merkur im Trigon mit Jupiter-Neptun-Chiron. Und es ist groß, denn es bezieht sich auf beide Abstürze, von denen der zweite als wesentlich weniger relevant dargestellt wird, und abwechselnd Behauptungen kursieren, die Maschine sei schlecht gewartet oder völlig in Ordnung gewesen. Da aber die Maschine schon zuvor zwei Landungsversuche abgebrochen hat, müßten die Leute vom Tower die Absturzursache kennen, doch steht davon nichts in den Nachrichten, merkwürdig: hier Und mag man dem Kind es gönnen, nicht auch noch internationalen Rummel vertragen zu müssen, in diesem Wunder zeigt sich Gott. „Zufall“, sagt er. „Ich bin auch der Zufall.“

Gleichzeitig gibt es ein zweites Ereignis, das ebenfalls die Neptun/Chiron Signatur aufzeigt. Wir erinnern uns. Da ist Joschka Fischers Engagement für eine Gas-Pipeline durch die Türkei und andere Staaten. hier

Und damit geht es auch weiter, wenn auch furchtbar, aber auch nicht ausreichend reasonable in den Medien dargestellt, denn sogenanntes „Gefahrengut“ wird ständig auf Schienen und Lastern bewegt, eigentlich Wahnsinn, wie wir sehen. Die armen Menschen, was für ein Schock! (von Steve Judd im weiteren Sinn vorausgesagt): hier

All diesen Vorkommnissen ist Netpun/Chiron „Ausdruck“ gegeben, der sich als Zusammenhang von Gas – und sei es als „Luft“, Wassermann – und Verletzung zeigt. Dass es sich aber um so schwerwiegende Vorkommnisse handelt, ist mit Jupiters Einfluss zu begründen.

Noch ein Beispiel, das meines Erachtens Anlass geben sollte, den Start überhaupt zu verschieben bis die Neptun-Chiron-Jupiter Verbindung sich etwas lockert, denn ausströhmendes Wasserstoffgas ist definitiv Neptun-Jupiter-Chiron: hier

Wir sehen also, das öffentliche Leben ist voller Entsprechungen für diese Konjunktion. Nun aber kommt eine weitere hinzu, die astrologisch bedeutend ist: die beiden Airbus-Flugzeuge sind zur selben Gradzahl von Jupiter im Wassermann gestartet, nahezu bogensekundengenau, also sehr genau. Ich bringe dafür keine Horoskope, unten ist das aktuelle mit Merkur jetzt im Trigon zu Jupiter-Netun-Chiron.

Wir erwarten eine Enzyklika, „Veritas in Caritate“, auch dies Neptun-Jupiter-Chiron Trigon Merkur:  hier

Die Beispiele könnten vermehrt werden, und letztlich spielt sich dieses Planeten-Drama um die 26:30º Wassermann in jedem Horoskop extra ab. Bei manchen über dem Mond – unter Umständen ist das ein tiefes Tränental. Bei anderen, den Wassermännern und Frauen über der Sonne, und wer einen kennt, weiß, dass die ganz schön am rödeln sind. Warum dies so ist, beantwortet uns das Wort „Synchronizität“.

Zwei akausale, nicht verbundene Ereignisse, bei denen jedoch ein verbindender Sinn erkennbar ist, verhalten sich in der Tat synchronistisch.“

Wolfgang Pauli, Chemie-Nobelpreisträger hier

Merkur - Neptun01.07.09 Merkur – Neptun 16:15 NBG

Fotos, Mundan, Weltbild

Auf, in den Walkampf!

IMG_1124Merkur und Neptun! Foto: Termin ©

Notizen zum Walkampf. Erstaunlich an diesem Wahlkampf ist, dass er doch tatsächlich zugleich zum Walkampf wurde, hier klicken:  „Wale schützen: Absage an Japans Antrag für kommerzielle Walfangquoten“. Als würden die Tiere tatsächlich demokratisch eine Stimme erheben! Die „Stoppt den Walfang“-Seite bietet einen ungewöhnlichen Einblick ins politische Tagungsgeschäft einer Sache, wie sie unter den Staaten ausgehandelt wird.  Gerade der lakonische Ton der Berichterstattung klingt wie aus einem kriminologischen Gutachten.

Und tatsächlich ist Merkur als Mittler zwischen Saturn und Uranus unterwegs, hatte erst einen Aspekt zu Saturn, dann zu Uranus, und trägt jetzt die ganze Energie in die Merkur/Neptun Trigonal-Verbindung. Aber auch für Neptun = Gas und Merkur = Handel: Beratervertrag: Joschka Fischer heuert bei Gas-Projekt an – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik.

Merkur bekommt ein Trigon zu Neptun

Die Situation: Merkur macht ein Trigon zu Neptun: bald! Ich bin begeistert. Denn das bedeutet, die Menschen finden in völlig utopische Ideen hinein. Wirkliche Begeisterung kommt dann 2010, wenn wir „Normalen Verbraucher“, wie man uns nach guter alter bundesrepublikanischer Norm immer noch nennt in diesem Krämer-Selbbedienungs-Laden Deutschland, in dem wahrscheinlich hauptsächlich die Versicherungen richtungsweisende Dinge unternehmen, gemerkt haben werden, dass unsere eigene kollektive Besonnenheit nach der Wahl eine neue Richtung für das Land gefunden hat.

Um so begrüßenswerter ist die Hinwendung der Münchner-Rück zu solarthermischen Projekt hier in der Sahara zu werten. Astrologisch ist das viel Neptun mit Chiron und Jupiter im Wassermann, alle drei auf Retrokurs eine Schattenschleife durchs Weltall ziehend, die ein Lichtmuster im All erkennbar macht. Siehe vor allem hier:  Die Signatur der Sphären.

Neptun ist dabei die Sahara, oh ja! – und Jupiter in der Sahara, das ist wie Jack Sparrows, – oh, Verzeihung: Captain Jack Sparrows Wüstenschiff Black Pearl auf den Steinkrebsen, die letztlich die Meeresgöttin selbst sind. Krebse, weil diese ganze Sonnenfinsternis ein Krebs und auch Steinbock-Ereignis ist! Diese Situation haben wir also diesen Monat mit der Sonnenfinsternis zwischen Krebs und Krebs-Löwe. Ich nehme für Monat einfach die Sonnenzeichengrade. Ein Mensch, der zwischen zwei Tierkreiszeichen geboren ist, verbindet die Kraft beider!

Was mich als kleines Detail irgendwie freundlich anstubst, das ist der Mond, der sofort, also nicht eine Stunde später nach dieser Sonnenfinsternis – Eklipse, wie auch gesagt wird – in das Zeichen Löwe weiterwandert, also ein symmetrischer Zeitenwechsel stattfindet, der den Dingen Herzensicht, die Löwen-Perspektive gibt! Dies gilt um so mehr, als dass wir ja festgestellt haben, dass der Mond „Herr“ dieses Ereignisses ist. Koinzidenz: Nur bei uns und den Ägyptern, den „Keme“, wie sie selbst über sich sagten, ist der Mond ein männlicher Planet, die Sprache richtet sich hier ausnahmsweise („La Luna“) nicht nach dem Zyklus der weiblichen Fruchtbarkeit, den Mond betreffend. Ist das eine „Synchronizität“? Ein Sinnzusammenhang, dem der gemeinsame Grund fehlt? Der gemeinsame Grund wäre eine Verwandtschaft mit Ägypten. Archäologische Belege für Kontakte konnten nachgewiesen werden …

Personen

„Mein Kunde hat keine Eile.“

Gaudi Foto15.03.1878

Antonio Gaudi , 25. Juni 1852 um 09:30  in Reus, Tarragona, Spanien, Quelle: Astrotheme.fr

Gaudi

Sein bekanntestes Bauwerk, die Sagrada Familia, ist in Barcelona noch unvollendet. Wer wagt es, ins 21. Jahrhundert hinein nochmal eine neue architektonische Vision des heiligen Raums zu projezieren? Als Krebs-Sonne im Familienzeichen geboren, steht diese punktgenau an der Spitze zu Haus 11: die Familie in die Öffentlichkeit tragen. Passt. Steinbock regiert das Haus 5 und Saturn, den Steinbock beherrschend, steht im imposant bestückten Haus 9. Zusammen mit Uranus und Pluto im Stier. Ist es da ein Wunder, dass Gaudi die kreativen (Haus 5) Bau-Steine (Steinbock/Saturn) revolutionär (Uranus) und machtvoll (Pluto) in die sinnlich anfassbare Realität (Stier) des religiösen (Haus 9) transferiert?

Mars in der Jungfrau und überhaupt der Jungfrau AC macht ihn zum idealen Architekten. Und jetzt kommts: Neptun in den Fischen, wie wir es auch nach 2012 wieder erleben werden, ist nun wirklich in Haus 7 der Planet, der in der Lage ist, anderen solche Visionen, wie diese Kathedrale glaubhaft vorzustellen.

Können wir sagen, wie lange es dauern wird, bis dieses geniale Bauwerk vollendet ist? Am 19.03.1882 wurde mit dem Bau begonnen:

Gaudí sollte 43 Jahre an der Kirche arbeiten. Auf die Unmöglichkeit einer baldigen Fertigstellung angesprochen, antwortete Gaudí:

„Mein Kunde hat keine Eile.“

Baubeginn Sagrada Familia

Das Horoskop für den Baubeginn zeigt Pluto direkt an der Spitze zu Haus 10 und die Mondknotenachse auf Haus 4 und 10, wobei im Norden Haus 4 der Tempel ist. Neptun steht gradgenau über Gaudis Saturn, doch anstatt seine Struktur (Saturn) aufzulösen (Neptun) beflügelt der laufende Neptun seine Vision von saturnischer, stein-werdender Kreativität (Saturn als Herr von Haus 5). Ein feines Beispiel, wie man/frau auch mit diesem schwierigen Transit umgehen kann!

Die Fertigstellung des ausschließlich durch Spenden finanzierten Baus, der aber immer mehr Besucher anzieht, ist für 2026 anvisiert. Und ausgerechnet die Japaner geben das meiste Geld. Ich glaube, es wird bis 2046 dauern, bis also Neptun eine Runde vollendet hat und wiederum auf Gaudis Saturn landen wird (außen die Transite vom 19.02.2046 09:00, innen Geburtsradix Gaudi):

Feritgstellung Sagrada Familia

Ereignis, Mundan, Poetry

Jupiter Neptun Chiron

Zwei kleine Meldungen aus der FAZ heute, die je auf ihre Weise perfekt die Jupiter-Neptun-Chiron Konjunktion im Wassermann „spiegeln“:

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Fotos Markus Termin ©

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(Irgend etwas drittes ebenso Treffendes war auch noch, fällt mir wieder ein, dann kommt es hier noch dazu.)

1. Rauschgift und Neptun, Neptun und Marine ist klar. Das Rauschgift ist in den Fischen, sie sind also mehr als verletzt: Chiron: außerdem ist dass ein empfindlicher Schlag gegen die Schmuggler: auch Chiron. Jupiter ist die unglaubliche Menge des Kokains, das Schiff, das Nautische überhaupt, die Seereise. Haie sind Mond-Mars zugordnet. Das Mond-Mars Quadrat war Freitag (entdeckt wurde ja am Wochenende) und am Samstag ging dann der Mond über eben die drei, Neptun, Chiron und Jupiter. Zu den Schmuggelrouten gab es mal letztes Jahr einen unglaublich gut recherchierten Artikel in NEON. So ein Fund an Bord eines Schiffes wird von Seiten der Schuggler eine Blutspur durch Südamerika ziehen, weil diese Leute jeden umbringen, der irgend etwas damit zu tun hatte. Wer, um Himmels Willen, hat denn in den USA soviel Geld dieses Zeug zu kaufen, denn Kokain ist nicht gerade billig?

2. Die Raumfähre ist gleichfalls Jupiter (Schiffe), Neptun, austretendes Gas, Chiron das Leck. Auch am 11. Juli ist diese Konjunktion, die auch die Air France runtergeholt hat, rückläufig durch den Wassermann-Luft-Technik-Raum unterwegs. Beten wir mal, dass nichts passiert.

Wichtig für meinen Post hier sind beide Nachrichten nicht für sich, sondern die Tatsache, dass sie zeitgleich auf einer Zeitungs-Seite landen. Beide haben auch mit dem karibischen Raum zu tun. Es ist dies, was Astrologen „Zeitqualität“ nennen. Wer die Aufmerksamkeit schult, findet solchermaßen keine „Zufälle“, sondern immer klare Zeichen des „Weltgeistes“, die uns lesbar sind, wie vielleicht den Römern der Vogelflug.

Jupiter Neptun ChironNürnberg 18.06.09 22:08

Geschichte, Länder

Zusammenbruch des Stadtarchivs Köln astrologisch

versaillesVersailles vor dem Ausbau

Nürnberg,  22:32 – anhaltender Regen, ernste Themen.

reichsgrundung-und-stadtarchiv

Zusammenbruch des Stadtarchivs Köln am 03.03.2009 14:00 (innen) und Gründung des Deutschen Reiches am 18.01.1871 um 13:00 in Versailles.

wiedervereinigung-in-new-york-stadtarchiv

Liebe Leser,

Die Außenminister des Zwei-plus-Vier Prozesses unterzeichnen ein Dokument, mit dem die alliierten Vorbehaltsrechte suspendiert werden. BRD war faktisch souverän geworden (01.10.1990 18:34 New York, außen) – Zusammenbruch des Stadtarchivs Köln (innen)

Die schicksalhaften Ereignisse dieses Spätwinters zeigen sich unter anderem durch die Wiederkehr der Mondknoten.

Oberes Horoskop vergleicht den Zusammenbruch des Kölner Stadtarchivs mit der Gründung des Deutschen Reiches – widerstrebend nahm Wilhelm I die Kaiserkrone in Versailles – unteres Horoskop vergleicht den Zusammenbruch des Kölner Stadtarchivs mit der Wiedervereinigung, als sie faktisch hergestellt war, nämlich in New York.

Es hat, meine ich, etwas für sich, das Schicksal Deutschlands jeweils aus dem Ausland zu bestimmen.

Mars, Neptun, Chiron und Merkur im Haus 8 zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs, Mars Quadrat Mars und eben Mars, Neptun,  Chiron und Merkur in Konjunktion zum Mondknoten, der ebenfalls  im Wassermann steht – bezogen auf die Gründung des Deutschen Reiches – sprechen für sich. Für den Zusammenbruch selbst: Mars (Gewalt), Neptun (Unterspülung), Merkur (Archiv) und Chiron (Verletzung) in Haus 8, dem Pluto-Haus. Pluto selbst in gradgenauem Quadrat zum MC.

Dieses alte Horoskop wird hier verwendet, weil es meines Erachtens den tiefen historischen Bezug, um den es hier geht, anschaulich macht.

Ich habe mit dieser Horoskopbesprechung gewartet, weil Menschen dabei gestorben sind, und die Pietät es gebietet, zumindest nicht gleich eine astrologische Analyse vorzulegen. Mir persönlich wären alle Dokumente inklusive des Nachlasses von Heinrich Böll gänzlich egal (und ihm auch, das weiß ich von ihm selbst), wenn dabei nur keine Menschen gestorben wären.

Astrologisch sind die Ereignisse durch die Mondknotenwiederkehr auf den Mondknoten der Wiedervereinigung bestimmt. Wir haben es also tatsächlich erneut mit einem Schicksalsjahr zu tun.  Der Zusammenbruch des Stadtarchivs zu Köln war nicht einfach nur die Zerstörung des Gedächtnisses des Rheinlands. Das Stadtarchiv, ein unglaublich häßliches Gebäude, wurde regelrecht vom Erdboden verschluckt. Deutschland, Land der führerlosen U-Bahnen: (U-Bahn Linie 3 astrologisch) verschluckt beim U-Bahn-Bau sein Gedächtnis.

Im Leben eines Individuums würde man dies als dringende Aufforderung zum bewussteren Umgang mit den eigenen Ressourcen verstehen. Die letzte aller möglichen Aufforderungen, der sogenannte physische Plan, offenbart durch ein mächtiges Ereignis, dass unserem Land das Bewusstsein für seine Rolle in der Welt fehlt. Ich muß zugeben, dass meine Aggressionen gegenüber unserer meines Erachtens allen Ereignissen hinterherlaufenden Kanzlerin zunehmen. Und das gefällt mir nicht, denn Aggressionen machen dumm.

Die Welt braucht eine radikale Veränderung. Sie kann von unserem Land ausgehen. Doch hierzulande setzt man auf verschlafene Routine. Wir brauchen etwas anderes. Und kommt es nicht von den Regierenden – und das ist nicht zu erwarten – muß jeder Einzelne sich dessen gewiss sein. Es geht um einen bewußten Wechsel von einer verschwenderischen, vernichtenden Profitwirtschaft ohne Sinn und Aber hin zu einer offenen, intelligenten, friedensgestaltenden Teilhaber-Wirtschaft, die möglichst wenig Menschen ausschließt.

Warum eigentlich hat Deutschland hier eine größere Verantwortung, als jedes andere Land der Welt? Warum müssen wir – und das ist im Kern die Botschaft dieser Katastrophen – als Erste den Wandel vollziehen, der ein echter und kein simulierter und retardierter Systemwandel ist? Die Antwort: weil von uns auch die Denkbegriffe gefunden wurden und werden, die die Welt in den letzten zweihundert Jahren maßgeblich bestimmt haben.  Die Chinesen wissen, Karl Marx war ein Deutscher. Man schaut auf uns und bemerkt: die kollektive Aggression in Deutschland entlädt sich nach dem Loch-im-Schlauch Prinzip in einem Wahnsinns-Opfer als Amok-Lauf. Man schaut auf uns und bemerkt: unser Gedächtnis wird vom Erdboden aufgesaugt, und unsere Pseudo-U-Bahn-Technik made in Germany ist alles andere als zuverlässig.

Wir können diese Veränderung nicht von der Politik oder dieser Wahl erwarten und nicht von der Wissenschaft. Wir müssen es selber machen. Auf geht´s!

Diese Bundestags-Wahl kann nur dann ein Erfolg sein, wenn möglichst viele Menschen aus der Politik aussteigen. Wir müssen uns wieder treffen, diskutieren, gestalten, singen, tanzen, Ideen haben. So, wie es ist, reicht es nicht. Das ist die Botschaft.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Ereignis, Geschichte, Weltbild

Astrologie und Computer

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Urheber: AlMare

YouTube – 2000-year-old computer recreated

Antikythera-Mechanismus: Forscher startet 2000 Jahre alten Computer – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wissenschaft

Antikythera, oder hellenisch Αντικύθηρα, so heißt eine kleine Insel zwischen Kreta und dem griechischen  Festland vor der Schwammtaucher 1900  ein gesunkenes Schiff der Antike fanden. Valerios Stais, hellenisch Βαλέριος Στάης, entdeckte darauf am 17. Mai 1902 in Athen im Museum in einem Klumpen aus korrodiertem Material aus diesem Fund ein Zahnrad. Bitte zum Vergrößern zwei mal anklicken:

antikythera-mechanismus

Der Aszendent auf diesem Bild darf uns nicht allzusehr beeindrucken, denn wir kennen die Zeit nicht, wann der Archäologe das Zahnrad entdeckte. Merkur jedoch, Pluto und Neptun im Zeichen Zwilling, dabei Merkur im gradgenauen Trigon zu Jupiter, das sind gültige Informationen für uns Astrologen! Nimmt man an, der astrologisch-mechanische Apparat wäre wirklich etwa 150 v. Chr. gebaut worden, finden wir zu dieser Zeit Pluto in den Fischen und Uranus auf genau dem Grad der Sonnenfinsternis von 1900 (Bild unten, Sonnenfinsternis vom 28.05.1900). Doch nicht nur das. Denn als Herr Stais das Zahnrädchen fand, war, siehe Bild oben, Merkur ebenfalls in Pluto-Nähe auf seiner Zwillings-Wanderung, also unterwegs im eigenen, starken Haus. Finsternisse – besonders die starken, wie jene totale Sonnenfinsternis im Zeichen Zwillinge im Jahr 1900, dem Fund-Jahr des astrologischen Computers, sind Tunnelphänomene (Johann Hjelmborg). Man macht die Erfahrung von Verschwinden und wieder Auftauchen. Bedenken wir die Beteiligung von Pluto und Neptun im Zwilling zusätzlich, so erweist sich das neuerliche Auftauchen dieses Mechanismus als unzufälliges, Zeit-überbrückendes Phänomen. Und dies gilt auch, wenn die Finsternis nicht bei uns sichtbar ist/war, denn die Tag- und Nachtgleichen beziehen sich ebenso auf die ganze Welt.

Freilich nun, wie es möglich ist, dass Wissenschaftler Jahrzehnte darüber rätseln, wozu denn der Apparat gedient haben möge, und auch heute noch nicht viel mehr einfällt, als Sonnen- und Mondfinsternisse anzuzeigen und die allseits beliebten Sportveranstaltungen, das ist schon richtig krass. Wer sich mit nur geringem astrologischen Wissen ausgestattet den YouTube-Film des Rekonstrukts oben anschaut, dem wird eine andere, als astrologische Verwendung als Hauptzweck des obskuren „Antikythera Mechanismus“ gar nicht in den Sinn kommen. Wozu denn wohl sonst all die Zeiger? In diesem Zusammenhang bemerkenswert: die gegenwärtige Renaissance der Astrologie durch Computertechnik ist demnach nichts neues, sondern nahezu eine Rückkehr zu den Ursprüngen, soweit diese in Hellas und Kemet (Ägypten) liegen.

sonnenfinsternis-28051900Sonnenfinsternis 28.05.1900 15:51 für Nürnberg

Personen

Caos Calmo

Nanni Moretti wurde am 19. August 1953 in Bruneck, Südtirol Italien geboren. Er ist daher ein Löwe mit einem Schütze-Mond:

nanni-moretti„Wirklichkeit und Fantasie“ lautet die Kurzformel Thomas Rings für die Konjunktion von Saturn mit Neptun. Kommt dies in der kunstsinnigen Waage zustande, dann mag eine glückliche Fügung aus diesem Menschen einen Schauspieler, Schriftsteller, Filmemacher machen. Auch die Sonne im Löwen mit dem Mond im Schützen sichert eine selbstbezogene und erfolgreiche Biographie. Das Taschenorakel des Schütze-Mondes hilft über Selbstzweifel hinweg.  Jupiter (Gott des Theaters schlechthin) im Zwilling ist nicht für auf´s Maul gefallen, das Stellium im Löwen gewinnt immer und immer vorab.

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Der Weg aus dem Kino gestern

Der Film heißt „Caos Calmo“, STILLES CHAOS, und Nanni Moretti hat sich das Drebuch für die Hauptrolle, die er selbst spielt, auf den Leib geschrieben. Antonello Grimaldi, 14 August 1955 in Sassari (Italien) geboren hat jedoch Regie geführt. Der nun ist auch ein Löwe (aber was für einer!), und die Geburtszeit des Romanautors auf den die Geschichte zurückgeht, konnte ich noch nicht rausfinden. Würde mich nicht wundern, wenn Sandro Veronesi , der Autor, ebenfalls Löwe wäre. Hier das Horoskop des zweiten Löwen, Grimaldi:

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Ich sags mal gleich. Was mir nicht gefällt, ist die überflüssige Sex-Szene. Zu lang, zu überflüssig. Eine Andeutung hätte gereicht. Oder was anderes. Nun gut. Doch ansonsten ist der Film richtig nett. Ich mag entweder gute action  mit filmgerechter Wirklichkeit (d.h. gerne: Fantasie, Scheinwelt, Märchen, denn Realität hab ich selbst), oder stille, nette Filme, wie diesen, die dem Leben etwas intelligentes abgewinnen. Die ganze Zeit über bleibt der Ball des Interesses bei diesem Film im Spiel, der epsisodische Aufbau hält sich insgeheim an die griechische Tragödie, und dies ohne dass man ständig heutzutage leider übliche (bis auf die überflüssige Sex-Szene) Schock-Kröten schlucken muß. Wer also Lust auf einen schönen Löwen-Abend hat: Geld hier nicht rausgeworfen. Ganz o.k., kein genialer Fellini, sehr viel modernes, gutsituiertes Italien der heilen Welt (was für Moretti, der sich links dünkt, etwas verwunderlich ist …  (aber ist halt ein Löwe, dann passt es wieder), eine überzeugende Jung-Schauspielerin und keine Vampire, Gruselmonster, keine Pyromanie, keine Folterszenen … was will man denn mehr, wenn man heut ins Kino geht?

Personen, Poetry

Michel de Montaigne

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Bleiben wir noch ein wenig in dem Thema mit Pluto im Wassermann. Eine Runde vorher, also vor der Zeit der französischen Revolution (siehe gestriger Artikel) lebte Michel de Montaigne, 28 Februar 1533 um 11:30 AM in Chateau de St. Michel Frankreich:

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Berühmt und bekannt wurde de Montaigne nicht als Politiker oder Bürgermeister von Bordeaux – Würden und Ämter die er bekleidete – sondern durch seine Essays: eine Sammlung von Schriften, an denen er sein ganzes Leben lang feilte und verbesserte, und die auch heute noch eine Fundgrube tiefster Weisheit sind, ein ganzer Dachspeicher voller geistiger Schätze. Dabei stand er inmitten fürchterlicher Kämpfe seiner Zeit, Religionskriegen und wechselnden Allianzen und den Thron. Hier geht es ihm ebenso, wie Alphonse de Larmartine, unserem Pluto in Wassermann-Menschen von gestern. Auch Tycho de Brahe, ein paar Posts weiter unten, hatte den Pluto im Wassermann und gehörte also der selben Generation an, wie Montaigne.  Pluto ist  also der, der die Generationenfolge bestimmt, meine ich.

Ein „Pionier im Kampf um die Toleranz“, wird er genannt, ein „Dichter der Freiheit und Intelligenz.“ (Jean Lacouture)

Klingt das nicht nach Pluto im Wassermann? Und gar noch verbunden mit dem Mars, dem Inneren Krieger auf dem Feld der Intelligenz und des Geistes? Auffallend: fast alle Planeten in der Taghälfte. Die sind ihm also bewußt zugänglich, bis auf den Jupiter, der ihn dann auch praktisch (Haus 6) als Bürgermeister und Königsmacher in die erfolgreiche Pflicht genommen hat.

Richtig: die Sonne ist seit heut im Wassermann, im Zeichen des Jünglings! Und prompt wird Obama zum Präsidenten vereidigt: das timing stimmt also, schließlich ist er Wassermann-AC.

Liz Greene bringt den Wassermann klugerweise nicht nur mit Uranus und Saturn in Verbindung, sondern auch mit Prometheus: „Prometheus ist der kosmische Vertreter des sozialen Impulses, dessen Raub des Feuers aus den Händen des Zeus zum Wohle der Menschen eine Geisteshaltung verkörpert, die sich nicht mit dem Instinktleben zufrieden gibt, sondern immer noch weiter nach Vervollkommnung und Erleuchtung strebt.“ (Aus Schicksal und Astrologie, Chiron-Verlag, 2007 „Die Familie im Spiegel des Horoskops“, das bisher tiefste und ernsthafteste Buch dieser genialen Prosa-Stilistin und Astrologin).

Um einen neuen „Raub des Feuers“ wird es auch ganz Prometheus-gemäß in Amerika gehen, denn Energiegewinnung ist dem Feuer gleichzusetzen, das wir den Göttern stehlen. Wir brauchen, so der amerikanische Essayist Friedmann im aktuellen SPIEGEL eine grüne Revolution; zu Recht verlacht er die Europäer mit ihrer kalkulierten Rabattmarkenzählerei, um das Klima zu retten: „Dann gnade euch Gott!“

Es gibt ja die Sitte, dass der scheidende Präsident seinem Nachfolger einen handgeschriebenen Zettel in der Schublade hinterläßt. Ich würde einen Aphorismus von Montaigne für angemessen halten:

„Es gibt nur ein Zeichen für Weisheit:
gute Laune, die anhält …“

und vielleicht diesen noch:

„Das Meisterstück eines Menschen, auf das er besonders stolz sein kann, ist, sinnvoll zu leben; alles übrige, wie regieren, Schätze sammeln, Bauten errichten, sind Nebensachen.“

Wer noch mehr Lust und Zeit hat, den Wassermann-Merkur dieser Fische-Sonne schätzen zu lernen (und voller Faszination starre ich auch auf seinen Neptun in den Fischen!) kann sich auch hier noch lohnend durchlesen:

„In meiner Jugend hat es mich oft geärgert, sehen zu müssen, daß in den italienischen Komödien ein Schulmeister, dort pedante genannt, stets als dummer August dargestellt wurde und daß hierzulande der Titel Magister kaum von ehrenvollerer Bedeutung war; hätte ich mich denn, da ich den Lehrern ja zur Erziehung und Aufsicht anvertraut war, mit weniger begnügen dürfen, als eifersüchtig über ihr Ansehen zu wachen? Ich versuchte deshalb, sie mit dem natürlichen Mißverhältnis zu entschuldigen, wie es nun einmal zwischen dem gemeinen Volk und Männern von ungewöhnlicher, überragender Urteilskraft und Bildung bestehe, weil beider Wege völlig entgegengesetzt verliefen. Mein Latein ging mir aber plötzlich aus, als ich bemerkte, daß die Verachtung der Schulmeister gerade bei den gebildetsten Männern am größten war – unser guter Du Bellay mag als Zeuge hierfür dienen: Der Pedanten Wissen ist, da vorgefaßt, mehr als alles andre mir verhaßt. Dabei handelt es sich um eine antike Überlieferung, denn schon Plutarch sagt, Grieche und Schulgelehrter seien bei den Römern Wörter der Ablehnung gewesen, ja der Verachtung. Mit zunehmendem Alter habe ich dann gefunden, daß dies völlig ins Schwarze traf und tatsächlich die Gelehrtesten nicht die Gescheitesten sind. Wie es aber dazu kommen kann, daß eine an Kenntnis so vieler Dinge reiche Seele hiervon nicht aufgeweckter und lebendiger wird und ein gemeiner und dumpfer Geist die Gedanken und Urteile der hellsten Köpfe, die es auf der Welt je gegeben hat, in sich zu beherbergen vermag, ohne etwas daraus zu lernen und sich zu läutern, ist mir nach wie vor ein Rätsel. Eine junge Dame, die erste unserer Prinzessinnen, sagte mir, als sie auf eine bestimmte Person zu sprechen kam, wer so viele große und denkstarke fremde Gehirne in sich aufnehmen wolle, müsse zwangsläufig das eigene verengen, zusammenziehen und verkleinern, um den anderen Platz zu machen. Ich wäre fast geneigt, dem zuzustimmen und zu sagen: Wie die Pflanzen an zu viel Nässe eingehen und die Lampen an zu viel Öl ersticken, kommt auch die Tätigkeit des Geistes durch zu viel Studium und Stoffhuberei zum Erliegen, weil er, von der ungeheuren Vielfalt der Dinge bis zur Verwirrung in Anspruch genommen, die Fähigkeit verliert, sich hiervon wieder freizumachen, so daß er unter der Last schließlich krumm und schief wird. In Wirklichkeit jedoch verhält es sich anders, denn unsere Seele weitet sich um so mehr, je mehr sie in sich aufnimmt, und aus den Beispielen des Altertums kann man ersehn, daß gerade umgekehrt die zur Führung der öffentlichen Angelegenheiten fähigen Männer, die großen Feldherrn und die großen Berater der Staatsmänner zugleich bedeutende Gelehrte waren. Was aber diejenigen Philosophen betrifft die sich jeder öffentlichen Beschäftigung enthielten, so wurden wie die Schulmeister auch sie zuweilen durch die ihre Narrenfreiheit nutzenden Komödiendichter der damaligen Zeit der Verachtung preisgegeben, weil sie sich mit ihren Auffassungen und ihrem Verhalten in der Tat lächerlich machten. Wollt ihr, heißt es bei Platon, daß sie über die Rechtslage in einem Prozess oder die Handlungen eines Menschen ihr Urteil abgeben? Sie tun’s, nichts lieber als das! Sie werden gleich noch untersuchen wollen, ob es überhaupt Leben, ob es Bewegung gebe, ob der Mensch sich vom Ochsen unterscheide, wie man Handeln und Leiden zu definieren habe und was für Wundertiere Gesetz und Gerechtigkeit seien. Ganz gleich, ob sie von oder zu einer Amtsperson sprechen, stets nehmen sie sich dabei ungebührliche und flegelhafte Freiheiten heraus. Hören sie, daß man einen König oder ihren eignen Fürsten preist, so ist er für sie nur ein Schafhirt, faul wie ein Schafhirt und ausschließlich damit beschäftigt, seine Herde zu melken und zu scheren, noch viel rücksichtsloser aber als ein Schafhirt. Findet ihr einen größer, weil er zwei Morgen Land besitzt? Gewohnt, die ganze Welt als ihren Besitz zu umfangen, können sie hierüber nur lachen. Rühmt ihr euch eures Adels, weil ihr sieben reiche Ahnherrn vorweisen könnt? Da schauen sie erst recht auf euch herab, denn offenbar wisst ihr euch keinen Begriff vom allumfassenden Wesen der Natur zu machen und vermögt nicht zu sehen, wie viele Vorfahren jeder von uns gehabt hat: Könige und Knechte, Reiche und Arme, Griechen und Barbaren; und wärt ihr der fünfzigste Nachfahr von Herkules, würden sie euch nur für eitel halten, wenn ihr ein solches Geschenk Fortunas ins Feld führtet. So wurden diese Philosophen der Antike vom gemeinen Volk als anmaßende und überhebliche Menschen verachtet, weil sie von den wichtigsten, nämlich alltäglichen Dingen keine Ahnung hätten. Aber das Bild, wie es Platon von ihnen zeichnet, ist weit davon entfernt, auf unsere Schulgelehrten zuzutreffen. Jene standen in Missgunst, weil man sie als dem gewöhnlichen Dasein Enthobene ansah, die jede öffentliche Tätigkeit gering schätzten und ein nach so veralteten wie hochgestochnen Grundsätzen geregeltes, nicht nachvollziehbares Privatleben führten. Diese hingegen verachtet man, weil man sie als unter das gewöhnliche Dasein Gesunkene ansieht, die zur Übernahme öffentlicher Aufgaben unfähig seien und mit ihrem nichtswürdigen Leben und Treiben noch hinter dem gemeinen Volk zurückblieben. Philosophisch reden, doch das Handeln lassen – solche Menschen finde ich fürwahr zum Hassen. Die anderen Philosophen der Antike jedoch waren, wie gesagt, nicht nur groß im Wissen, sondern größer noch in all ihrem Handeln. Von Archimedes, dem Syrakusischen Geometer, berichtet man folgendes: Als er eines Tages aus seinen tiefsinnigen Berechnungen weggeholt wurde, auf daß er davon etwas zur Verteidigung seines Landes in die Praxis umsetze, stellte er prompt ungeheuerliche Maschinen her und erzielte mit ihnen Wirkungen, die alle menschliche Vorstellung übertrafen; dennoch fand er selber solch handwerkliche Tätigkeit verächtlich, weil er meinte, damit die Würde seiner Kunst erniedrigt zu haben, für die seine Apparate nichts als Versuchsobjekte und Spielsachen seien. Genauso verhielt es sich mit jenen Philosophen: Wenn sie gelegentlich ihr Denken durch Handeln beglaubigen sollten, sah man sie einen derartigen Höhenflug nehmen, daß offenbar wurde, wie sehr die Erkenntnis der Dinge ihnen Herz und Seele auf wunderbare Weise geweitet und bereichert hatte. Manche freilich zogen sich, da sie die Zitadelle der politischen Macht von Unfähigen eingenommen sahen, daraus zurück. Als Krates gefragt wurde, wie lange man Philosophie treiben solle, antwortete er: »So lange, bis unsre Heere nicht mehr von Eseltreibern angeführt werden.« Heraklit trat die Königsherrschaft seinem Bruder ab, und den Ephesern, die ihn vorwurfsvoll fragten, warum er statt dessen seine Zeit damit verbringe, vorm Tempel mit Kindern zu spielen, stellte er die Gegenfrage: »Ist das denn nicht besser, als in eurer Gesellschaft die Staatsgeschäfte zu führen?« Diese Philosophen, deren Gedanken hoch über der Welt und ihren Glücksgütern schwebten, fanden Richterstühle und eben selbst Königsthrone niedrig und verachtenswert. So schlug Empedokles die ihm von den Agrigentinern angebotene Königsherrschaft aus; und weil Thales manchmal das Streben nach gewinnträchtigem Wirtschaften geißelte, warf man ihm vor, er verhalte sich wie der Fuchs in der Fabel zu den ihm unerreichbaren Trauben. Da packte ihn die Lust, spaßeshalber den Gegenbeweis anzutreten; zu diesem Zweck würdigte er seine Gelehrsamkeit zur Dienstmagd für die Mehrung von Hab und Gut herab und zog ein Geschäft auf, das ihm in einem einzigen Jahr so große Reichtümer einbrachte, wie sie selbst die in diesem Metier Erfahrensten in ihrem ganzen Leben kaum hätten anhäufen können. Aristoteles berichtet, manche hätten Thales, Anaxagoras und ihresgleichen, weil ihnen die einträglichsten Dinge kaum der Mühe wert gewesen seien, weise, aber nicht lebensklug genannt. Das aber kann (davon abgesehen, daß ich den Unterschied zwischen beiden Worten nicht recht zu begreifen vermag) unseren Schulmeistern keineswegs zur Entschuldigung dienen: Wenn man sieht, welch niedriges, armseliges Los sie in ihrer Unbedarftheit hinnehmen, hätten wir eher Anlass, ihnen beides abzusprechen – sie also weder weise noch lebensklug zu nennen. Jene erste Erklärungsmöglichkeit, nach der die Abstumpfung der Schulmeister von zu viel Studium und Stoffhuberei kommen könnte, lasse ich also fallen und glaube, es ist zutreffender zu sagen, daß sie von ihrer falschen Weise kommt, sich mit den Wissenschaften zu befassen, und daß man sich bei der Art, auf die wir unterrichtet werden, gar nicht zu wundern braucht, wenn weder Lernende noch Lehrer dabei gescheiter werden, sondern allenfalls gelehrter. In Wahrheit zielen Sorge und Aufwand der Väter bei uns auf nichts anderes ab, als den Kopf der Kinder mit Bücherschränken zu möblieren; von Urteilskraft und Tugend hingegen kaum ein Wort! Macht unsere Leute einmal auf einen Passanten mit dem Ruf »Seht, was für ein Gelehrter!« aufmerksam, auf einen andern aber mit dem Ruf »Seht, was für ein Ehrenmann!«, und unfehlbar werden sie Augen und Achtung dem ersten zuwenden. Da müßte ein dritter Ruf ihnen selbst gelten: »Was für Holzköpfe ihr seid!« Meistens fragen wir ja- »Kann er Griechisch oder Latein? Schreibt er Verse oder Prosa?« Ob er dadurch aber besser oder verständiger geworden sei, wäre doch das Wichtigste – und ebendas bleibt auf der Strecke. Erkundigen sollte man sich deshalb, wer das bessere, und nicht, wer das größte Wissen habe. Wir arbeiten ausschließlich daran, unser Gedächtnis vollzustopfen, -Verstand und Gewissen jedoch lassen wir leer. Wie die Vögel zur Brutzeit auf der Suche nach Körnern ausfliegen, die sie dann, ohne sie zu kosten, im Schnabel herbeitragen, um ihre Jungen damit zu füttern, klauben und klauen auch unsre Pedanten unaufhörlich ihr Wissen aus Büchern zusammen, nehmen es aber nur mit gespitzten Lippen auf und spucken es zudem gleich wieder in den Wind. (Überrascht muß ich plötzlich feststellen, wie sehr ich für solche Torheit selber ein Beispiel bin. Tue ich denn im größten Teil dieser Arbeit nicht genau das gleiche? Ich stibitze mir hier und da aus anderen Büchern die mir gefallenden Sentenzen, nicht um sie im Gedächtnis zu speichern, denn ich habe keinen Gedächtnisspeicher, sondern um sie in mein Werk einzubringen, wo sie mir wahrhaftig kein bißchen mehr gehören als an ihrem ersten Platz. Wir sind, davon bin ich überzeugt, Wissende nur des heutigen Wissens, des vergangenen jedoch ebensowenig wie des künftigen.) Das Schlimmste ist, daß auf diese Weise das Wissen unsrer Schulmeister auch ihren Nestlingen und Schülern nicht zum inneren Wachstum und Gedeihen dienen kann, da sie ihrerseits das Erlernte lediglich von Hand zu Hand weiterreichen – zu dem einzigen Zweck, damit zu prahlen und anderen zur Unterhaltung etwas vorzuschwätzen: Wertloses Klimpergeld, zu nichts zu gebrauchen denn zum Zählen und als Spielmarken. Mit anderen zu reden, haben sie gelernt, mit sich selber, nicht. Doch nicht zu reden gilt es, sondern das Steuer zu führen. Die Natur läßt, um zu zeigen, daß nichts Gestaltloses aus ihren Händen kommt, Völker von niedrigster Schulbildung oft geistige Schöpfungen hervorbringen, die es mit den höchsten Werken von Kunst und Wissenschaft aufnehmen können. Wie köstlich illustriert doch das Gascognische Sprichwort „Bouhaprou bouba, mas a remuda lous ditz qu’em“, worauf ich hinauswill: Feste blasen, das klappt, nur mit dem Fingerspiel hapert’s! (Es ist einem Schalmeienlied entnommen.) »So sagt Cicero«, »Dies ist die Ethik Platons«, »Aristoteles behauptet wortwörtlich« – all das kommt uns leicht über die Lippen. Aber wir, was sagen wir denn selbst? Wie urteilen wir selbst? Wie handeln wir selbst? Ein Papagei würde ebensogut daherreden. Unser Verhalten erinnert mich an jenen reichen Römer, der keine Kosten gescheut hatte, für jedes Wissensgebiet Fachleute in seine Dienste zu nehmen; sie mußten ständig um ihn sein, denn sie sollten, wenn sich ihm in der Unterhaltung mit seinen Freunden Gelegenheit zu einer Äußerung über dieses oder jenes Thema bot, sofort für ihn einspringen und ihm bald ein bestimmtes Argument, bald einen Vers von Homer liefern können, jeder aus seinem Jagdrevier. So wähnte er, dieses Wissen sei, da er es im Kopf seiner Leute habe, sein eignes. Das gleiche tun jene, die ihre prächtigen Bibliotheken für sich denken lassen. Ich kenne einen, der jedesmal, wenn ich etwas von ihm wissen will, ein Buch von mir verlangt, um mir die Antwort darin zu zeigen; und wenn er die Krätze im Hintern hätte, würde er sich nicht getrauen, mir das zu sagen, ohne vorher im Lexikon nachzusehen, was Krätze ist, und was Hintern. Wir nehmen die Meinungen und das Wissen anderer in Obhut, das ist alles. Es gilt aber, sie uns anzueignen. Wir gleichen insoweit einem Mann, der, wenn er Feuer brauchte, es sich bei seinem Nachbarn holen ginge und nun, da er dort ein schönes, großes brennen sähe, zum Aufwärmen daran sitzen bliebe und hierüber ganz vergäße, ein Stück Glut nach Hause zu tragen. Was nützt es, uns den Wanst vollzuschlagen, wenn wir’s nicht verdauen? Wenn die Speisen sich in uns nicht transformieren? Wenn sie uns nicht größer und stärker machen? Meinen wir denn, daß Lukullus, den nicht eigene Erfahrung, sondern das Lesen literarischer Werke zum großen Heerführer ausbildete, diese nach unserer Art aufgenommen habe? Wir verlassen uns derart auf die Kraft anderer Arme, daß wir die unsren entkräften. Will ich mich gegen die Todesfurcht rüsten? Gewiß – mit der Rüstung Senecas! Suche ich Trost für mich oder jemand anders? Rasch ist er von Cicero. Geborgt! Wäre ich aber darin eingeübt worden, hätte ich ,ihn aus mir selbst geschöpft. Dieses erschnorrte, aus zweiter Hand stammende Bescheidwissen liebe ich nicht. Auch wenn uns die Gelehrsamkeit anderer gelehrt machen sollte Weise sein können wir nur durch unsre eigene Weisheit. Den Weisen find‘ ich hassenswert, der Weisheit nicht sich selber lehrt….// Nichts weiß der Weise, wenn er nicht mit Fleiß, durch Weisheit selber sich zu läutern weiß…// …wenn haltlos er nach Mammon giert, und feige wie ein Lamm sich führt. Es ist nicht damit getan, uns Weisheit zu erwerben, wir müssen uns ihrer auch bedienen.“

„Essai Buch I – Über die Schulmeisterei – Erster Teil“

Ereignis

Praxiseröffnung

Viel zu selten wird die hohe Kunst der Elektionen heute noch geübt, obwohl sich damit mancher Flopp und sogar manches Unglück (Challenger-Absturz z.B) vermeiden ließe. Unteres Horoskop ist für eine private Praxis erstellt, wo in einem eigenen Gebäude Menschen geholfen werden soll, die im weitesten Sinn eine Auszeit brauchen. Das Angebot richtet sich auch und vor allen an Paare, deswegen habe ich Venus und Mars in sich annähernder Konjunktion im Haus 7, dem Haus der Begegnung, für angemessen gehalten:

praxiseroffnung-ergebnis

Den genauen Zeitpunkt bitte ich meine geneigten LeserInnen eventuell selbst anhand der Konstellation zu ermitteln. Denn es handelt sich um einen Auftrag, und da wäre es nicht fair, wenn jeder sich des Datums bedienen“ könnte; daher die kleine Mühe und Hürde. Wer übrigens ein besseres Datum findet: bitte sofort kommentieren: ich bin gespannt.

Liebe L!

es ist ein Hürdenlauf über die Kompromisse: entweder Merkur oder Venus rückläufig, Jupiter oder Saturn.

Dieses Ergebnis scheint mir das Beste zu sein.

Demnach habe ich auf Venus/Mars verteilt, die Sonne bildet in Haus 9 eine Konjunktion zum Erfolgspunkt.

Venus und Mars werden bei gutem Wetter abends sichtbar sein, sie vertragen sich laut William Lilly!

Und für eine Praxis, die die Paaren und als Paar arbeitet, geht es doch nicht besser. Saturn als Stabilitätsfaktor in 11 bekommt ein Trigon von Venus und Mars: also Dauer, dafür vielleicht am Anfang noch nicht die volle Unterstützung von Freunden, aber von älteren Menschen, Freunden.

Die Jupiter-Neptun und Mond-Chiron Konjunktion im Trigon zum Glückspunkt und Sonne kann doch, zumal in einem Eckhaus auch nur von Nutzen sein, wenn wann spirituell arbeiten möchte.

Ich glaube, dies ist der bestmögliche Zeitpunkt um so etwas 2009 zu machen!

Ich wünsche Dir (oder sogar schon euch!) alles Liebe und Gute für das Neue Jahr!

Markus

Personen

Frank Zappa

Lieber Leser,

leider starb dieser Mann viel zu früh. Auf dem unteren Bild sehen wir die kongeniale Illustration Calvin Schenkels zur Veröffentlichung von „One Size Fits  All“:


zappaGeboren am 21. Dezember 1940 um 6:22 AM in Baltimore Corner, MD (USA) zeigt dieses Horoskop das Signum royalistischer Herrschaft – die Konjunktion von Jupiter (also dem Geburtsherrscher) und Saturn im Haus der Kreativität. Leider starb Zappa viel zu früh am 4. Dezember 1993 an Prostata-Krebs.

Michèle Montrelay, Philosophin, Psychoanalytikerin und Feministin schrieb: „Nehmen sie sich vor der Musik in acht. (…) Sie singt, tanzt, lädt zum Feiern ein, erlaubt zu leben; aber wenn man sich zuviel mit ihr beschäftigt, dann tötet sie wie Kali. Deswegen muß man ihr einige Grenzen setzen …“

Ich hoffe, das stimmt nicht. Zappas Tod war auch deswegen so fatal im wahrsten Sinne des Wortes, weil die Forderung nach „freier Sexualität“ sich durch sein Werk zieht, wie ein roter Faden (Mars in Skorpion). Dieser Libertinismus sollte also in Persona widerlegt werden?!

Dieses Jahr habe ich ihn nochmal live gehört! – Kevin John Edusei, 1973 geboren, als „One Size fits them all“ mit der unvergleichlichen, lebensrettenden Arroganz des Till Eulenspiegel gerade herauskam, dirigierte das EnsembleKontraste mit zwei Stücken, die es ihm (Zappa) noch vergönnt war 1992 in der Alten Oper in Frankfurt zur Uraufführung zu bringen. „Oper?“, mögen manche fragen: „Der Mann sieht doch aus, wie ein Rock-Spinner?“ Und genau das ist es: Zappa hat Musik gemacht ohne den geringsten Respekt für Genregrenzen. Dabei bastelte er – Mond in der Jungfrau als fleißiges Helferlein – an einem musikalischen Kosmos aus ein paar Dutzend unglaublichen Melodien – und ein paar Tausend durch die reinen Gitarrensoli dazu:

http://www.ensemblekontraste.de/

Musik beschreiben – Mondknoten in der Waage, Haus 10! Sie ist dermaßen prägend und eigen, dass sich aus Zappas Namen sogar ein Duden-bestätigtes Wort: „zappaesk“, gebildet hat. Es sind die Melodien – müssen sein – mein Lieblingslied ist „Village of the Sun“ – Kevin John Edusei hat die Stücke würdig präsentiert. Er ist Kapellmeister in Würzburg und übernimmt andere kreative Aufgaben in der Region hingebungsvoll und mit Freuden. Ich war überrascht, wie die Profis es hinkriegen, nach nur zwei Proben, zusammengewürfelt aus den Orchestern in München und Nürnberg, absolut unterbezahlt, dennoch eine solche Aufführung hinzukriegen. Aus Zappas magischem Musikkosmos, wenn man ergriffen ist, kommt man nur durch Musik heraus. Sein Mond/Neptun in Jungfrau machte ihn zum Zauberlehrer, Autorität  für eine ganze Generation Freaks.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus