Weltbild

Philosophie der Astrologie 6

Liebe Leserinnen und Leser,

so, wie wir vorgestern das Grund-Missverständnis der modernen Naturwissenschaften und ihres gültigen Maßstabs erklärt haben – eine im wahrsten Sinne des Wortes Not-wendige Maßnahme, wenn wir uns je wieder mit den anderen Wissenschaften vereinigen wollen (denn erst müssen Sie ihren Irrtum erkennen und korrigieren) – werden wir uns heute mit einer Sackgasse beschäftigen, in die sich eventuell die Astrologie selbst seit langer Zeit begeben hat, der Präzession.

Indem wir an der Präzession rütteln (die es so interessanterweise erst seit dem 16. Jahrhundert gibt), rütteln wir nicht nur an den Grundfesten der Astrologie, sondern an einer Säule aller Esoterik, aller Weltzeitalter-Lehre überhaupt. Es ist aber, wie ich glaube, dieses „Rütteln“ genau so nötig, wie das Rütteln an den Grundfesten der aktuellen Naturwissenschaft, wenn wir zu einer Philosophie der Astrologie kommen wollen.

Oskar Adler hat den Titel „Das Testament der Astrologie“ vielleicht doch voreilig gewählt. Er schreibt:

„Infolge der Achsendrehung der Erde scheint sich die Himmelskugel täglich einmal um die Erde herumzudrehen; infolge der zweiten Bewegung scheint die Sonne im Laufe eines Jahres an der sich täglich um die Erde drehenden Himmelskugel eine Kreisbahn zu ziehen, die nach Ablauf eines Jahres wieder in sich zurückkehrt. Diese Bahn, die eigentlich die an den Hintergrund des Fixsternhimmels projizierte Erdbahn ist, nennen wir Ekliptik; annähernd in dieser Bahn scheinen auch die übrigen Planeten zu wandern; sie bestimmt auch die Lage des Tierkreises am Himmel. Tierkreis, Zodiakus ist recht eigentlich der esoterische Name für das, was die Astronomen Ekliptik nennen … Zu den beiden jetzt besprochen Erdrhythmen gesellt sich aber noch ein dritter, dessen Periodenlänge mit etwa 25 600 Jahren angegeben wird. Er kommt zustande durch eine eigentümlich langsame Drehung, die die Lage der Erdachse selbst betrifft. Unter Beibehaltung ihrer Neigung gegen die Ekliptik führt sie längs der Mantelfläche eines Doppelkegels eine überaus langsame Kreiswanderung durch.“

Es wurde viel über die Präzession – die wir als Wanderung des Frühlingspuntes (ca. 1 Grad in 72 Jahren) erleben – gestritten, und immer wieder bringen diverse Zeitungen das Argument von den „verschobenen Tierkreiszeichen“. Dabei ist längst bekannt, daß die Erde den tropischen Tierkreis unveränderlich mit sich führt.* An der Einteilung der 12 Tierkreiszeichen würde sich auch dann nichts ändern, wenn das Jahr nur 360 Tage hätte. Ganz unter den Tisch fiel dabei die Frage, ob es die Präzession denn überhaupt gibt?

Dabei hängt daran recht viel – die Einteilung der Weltzeitalter in der Antroposophie beispielsweise. Einer, der sich nachvollziehbar intensiv mit der Frage beschäftigte, war Tycho de Brahe, der eigentlich die sogenannte Trepidation widerlegen wollte, die Idee, daß die Erdachse nicht rotiere, sondern pendle. So absurd diese Idee heute unseren Ohren klingen mag, müssen wir anerkennen, daß Theon von Alexandria im 4. Jahrhundert p. Chr. andere Quellen und Aufzeichnungen aus tausenden von Jahren aus der berühmten Bibliothek von Alexandria zur Verfügung hatte, bevor sie mutwillig zerstört wurde. Und auch Herodot gibt einen eigenartigen Hinweis aus Ägypten:

Sonnenaufgang « Markus Termin – Astrologisches Stundenbuch

„The Great Library of Alexandria“, O. Von Corven

Tatsächlich verschiebt sich der Frühlingspunkt nicht – das ist ja per Definition ausgeschlossen  – sondern der Hintergrund des Sternenhimmels verschiebt sich gegen den Frühlingspunkt. Und das tut er auch nicht rückläufig, der Fixsternhimmel, sondern direktläufig. Deswegen steht heute Regulus nicht mehr im Zeichen Löwe, sondern auch im astronomischen System im Abschnitt Jungfrau. Geschieht das aber wegen des „Eierns“ der Erdachse? Und wie ließe sich das beweisen? Der Astronom und Mathematiker Karl-Heinz Homann kommt zu einem anderen Ergebnis. Er hat Jahre damit verbracht, das siderische (an den Fixsternen orientierte) mit dem tropischen Jahr (an der Sonne orientiert) zu vergleichen. Er schreibt:

Any time-delay in a planet’s rotation period with respect to the inertial system of the fixed stars due to a precessional motion of the planet’s axis, can never have any influence on the planet’s actual revolution period around its sun. Completely contradictory to this statement is therefore the assertion about the time period of the so-called true sidereal year, which only appears to exist in the supposition that a precession of the Earth exists. But this would mean that the time interval for each consecutive revolution period of the Earth around the sun with respect to the position of the fixed stars should be about 20 minutes longer than the tropical year (the absolute physical measurement standard for time). This is in reality not the case.

Homann on Precession-Time Paradox

Was würde das nun für die Astrologie bedeuten, wenn es tatsächlich keine Präzession gäbe? Sicherlich dürfen wir hier schmerzlich die „Trennung“ von der Astronomie bedauern – denn ob es stimmt, oder nicht, wäre nur durch ein astronomisches Projekt zu klären, das Homanns Berechnungen überprüft. Hier wie andernorts besteht nämlich – ganz entgegen dem Vertrauen, das völlig unbegründet der Wissenschaft entgegengebracht wird – die Tendenz jahrhundertelang voneinander abzuschreiben, ohne selbst die Dinge gewissenhaft zu prüfen. Astronomen sind heute nicht selten Fachbereichsverwalter, manche brüsten sich damit, im Leben noch durch kein Teleskop geschaut zu haben.

Die Astrologie der alten Zeit – das dürfen wir immerhin vermerken – hat einen barocken Einschlag – egal ob im Westen, bei den Maya oder Chinesen: immer geht es darum, die Welt als klar geordnetes System zu begreifen, in der Vorgänge berechenbar ablaufen. Wie nun, wenn dies so nicht der Fall wäre? Und merkwürdig im wahrsten Sinne des Wortes, daß aus diesem alten System der Zeiten-Beobachtung sich etwas gleichsam destilliert hat, das aus dem Allgemeinen etwas ins Persönliche, Individuelle verschoben hat – und dieses ist nun exakt, genau!

Wie, als wäre es gerade das Instrument, welches der Mensch braucht, um aus dem kollektiven Bewußtsein in ein ganz und gar individuelles überzutreten.

Und – wie immer! – mehr dazu dieser Tage.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

* Sehr profund von Dieter Koch in „Kritik der Astrologischen Vernunft“.

Weltbild

Philosophie der Astrologie 5

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

viele, die die Astrologie angreifen, haben intuitiv verstanden, dass es beim Urteilen über eine Sache vor allem darauf ankommt, zu wissen, worum genau es sich bei dieser Sache handelt. Für sie steht deshalb die Definition der Sache „Astrologie“ schon von Anfang an fest. Sie sagen: „Astrologie ist Unsinn“. Und für Unsinn braucht es keine Definition. Sie haben aber keine Erklärung dafür, warum Astrologie immer wieder gebildete Fürsprecher findet, die einfach von ihr nicht lassen wollen und den Jahrtausende alten Faden der Deutungskunst des Firmaments weiter weben, wie den Faden durch´s Labyrinth, den Ariadne stellte.

Waren diese Leute alle irrational? War überhaupt die Vergangenheit der Menschheit irrational – haben unsere Vorfahren ganz unsinnigerweise an die Kraft bestimmter Konstellationen geglaubt – und waren sie schlicht wahnsinnig in ihrer Einbildungskraft?

Wenn es so gewesen sein sollte, dann fehlt die wissenschaftliche Disziplin der Psychopathologie der Ontogenese – das neue Zeitalter der Vernunft hätte dann vom Logenplatz der endlich wahren Erkenntnis den Überblick, die gesamte Bewußtsseins-Vergangenheit der Menschheit zum Wahn zu erklären. Nur die heute erreichte Stufe der Vernunft (seit Entwicklung der „Modernen Naturwissenschaften“) führte demnach auch zur Vernunft und zum glücklichen, aufgeklärten Leben – frei von Bewußtseins-Sklaverei?!

Selbst wenn wir zu diesem Satz nicht vorbehaltslos „Ja“ sagen können, weil doch auffällt, dass den Naturwissenschaften der eigene Maßstab, das alte Wissen von hier nach dort, der Meter oder die Meile selbst – ohne Fremdverschulden zu einem „Spuk“ geworden ist, wie sie schreiben, so ist doch der naturwissenschaftliche Anspruch – etwas „objektivieren“ können – gar nicht aufzugeben, sondern unbedingt zu stärken.

Doch was heißt das genau, „etwas objektivieren“? Ist Naturwissenschaft wirklich objektiv? Und was ist dann objektiv Astrologie?

Für uns bedeutet „objektivieren“ hier, daß mindestens zwei Menschen über einen Vorgang, der auch außerhalb ihrer selbst stattfindet, einer Meinung sind. Wir wissen aber, daß selbst Millionen Menschen, die einer Meinung über etwas Bestimmtes sind, sich genau so gut im Wahn befinden – und daher irren können.

Daher hat eben die Astrologie/Naturwissenschaft die Messung erfunden. Und das ist gut so. Nun aber – durch Begriffe wie „Nichtlokalität“, ist die Naturwissenschaft wieder in den Schoß ihres Ursprungs zurückgekehrt, die Herkunft der Zahlen selbst. Denn das Wort „Nichtlokalität“ bedeutet, ein Ding sei nicht da, wo es ist.

Für die Naturwissenschaft wird die Kompetenz dazu aus dem jeweils gleichen Abstand einer Zahl entwickelt, die vorab als Strecke ermittelt wurde. Wie aber wird das ermittelt? So, für unsere Zivilisation: der Weg, den ein gespiegeltes, doch sonst ungehindertes (im Vakuum) Photon in einer Sekunde zurücklegt. Denn damit brüstet sich die Naturwissenschaft ja gerade: nicht: – zu denken, sondern zu messen. Nur Messungen und deren Vergleiche sind für die Naturwissenschaften Tatsachen. Und das ist – wie gesagt – auch ein wertvoller Grundsatz. Wenn wir hier auf der Erde einen Zollstock in der Hand haben, etwas zu messen – der Länge nach – z.B. hat etwas 50 cm Länge – ist es dann so, daß wir im Prinzip diesen Zollstock nehmen können, und Stück für Stück aneinanderlegen, bis wir letztlich das ganze Universum vermessen haben?

Warum ich frage? Weil unser Vertrauen darauf, etwas zu messen, sich ganz intuitiv darauf verlegt, diese Frage positiv zu beantworten: „Ja, wenn wir einen Maßstab haben 50 cm lang oder ein Meter – und dann lege ich ihn immer wieder aneinander, so müßte ich, wenn das Universum ein begrenzter Ort ist, eine Gesamtgröße dieses Ortes ermitteln können.“

Wenn es nur so einfach wäre! Sie wissen alle, daß die Größenordnungen im Universum von den Kosmologen im Verbund mit Astronomen in Lichtjahren gemessen werden; das ist die Strecke, die Licht innert eines Jahres zurücklegen soll. Aktuell wird daher im Rahmen des Urknall-Standardmodells die „Größe“ des Universums auf ca. 42 Milliarden Lichtjahre beziffert*.

Damit sind wir aber im Prinzip nicht weg von unserem Meter-Stab oder Zollstock – als man noch in „Zoll“ maß. Denn 1 Lichtjahr ist ja genau zu messen: das sind etwa 9,5 Billionen Kilometer. Das ist schon sehr sehr viel, aber eben eine ganz normale „astronomische“ Einheit, für die wir letztendlich nur unseren Meterstab oder Zollstock brauchen, um – wie oft auch immer – dem Ganzen auf die Spur zu kommen, rein von seiner Größe und Ausdehnung her, genau, wie wir hier auf der Erde das Thema „Ausdehnung“ verstehen.

Setzen wir einmal voraus, unsere Kosmologen vermuten die Ausdehnung des Universums richtig, dann wären das etwa 9,5 Billionen mal 42 Milliarden – jedenfalls eine Strecke, die unser Maßstab – auch wenn das völlig irreal erscheint, prinzipiell „aushält“.

Was der Maßstab jedoch nicht aushält, das ist seine eigene Relativität – denn laut akzeptierter Lehre verändert sich unser Zollstock je nach Geschwindigkeit des beobachtenden Subjekts in der Länge – man nennt es Längenkontraktion – je schneller er wird, desto weniger Zeit vergeht ihm, dem Maßstab selbst – und ist er dann am schnellsten – vergeht gar keine Zeit mehr – dafür hat aber unser simpler Zollstock (als Photon) prinzipiell die Länge auch verloren, denn hat das Photon keine Eigenzeit mehr, so hat es auch keine Länge. Es wird in den Rechenschieberhirnen der Doppelköpfigen Zeit- und Raum-los, ein-dimensional.

Das müßte weiter nicht stören, wäre nicht gerade das Licht, seine (vorgebliche!) Geschwindigkeit pro Sekunde im Vakuum exakt jener Maßstab, der früher Meter oder Elle genannt wurde. Ein Maßstab – variabel von der Geschwindigkeit abhängend – der gleichwohl auf´s Absoluteste fixiert sein soll. Eine absolute Fixierung, die gerade in der sich aus der Fixierung ergebenden Relativität wieder aufgehoben wird. Dies ist der Grundwiderspruch und Betrug der modernen Naturwissenschaften am – woran denn? – am Geist selbst, fürchte ich.

Dem unbefangenen Beobachter wird auffallen, daß – ganz wie bei Äsops Hase und Igel-Fabel – die „Sekunde“ immer vor der Messung der Strecke, die ein ungehindertes, aber gespiegeltes Photon in einer Sekunde zurücklegt, da war. Dem guten Kompost ähnlich, muss sich die Lichtgeschwindigkeit – gespiegelt und im Vakuum – an der guten alten „Sekunde“ gleichsam „impfen“. Die Sekunde aber wird gewonnen aus der Umdrehung der Erde um ihre eigene Achse, der Einteilung des Tages in 12 Doppelstunden – einem Dutzend. Und nicht nur das. Denn da „nichtlokal“ die Dinge nicht da sind, wo sie einem realen Ort zugeordnet werden könnten, wird genau diese „Eichung“ der Lichtgeschwindigkeit an der Sekunde – der Tagesumdrehung des Gestirns, unserer geliebten Erde – im Grunde völlig unmöglich.

Es geht nicht darum, in dieser Anschauung der modernsten Physik nach Sinn und Vernunft zu suchen; sie ist schlicht falsch. Es gibt keinen Urknall, keine schwarzen Löcher, keine Dunkle Materie. „Nichtlokal“ bedeutet einfach nur, daß man es physikalisch geschafft hat, genau dort anzukommen, wo der Mensch immer schon war: in der universellen Gegenwart von Allem mit Allem genau zur selben Zeit. Wir wissen nicht, wie die Dinge dort hin gelangen – Lichtgeschwindigkeit wäre zu langsam – wir wissen aber, daß sie da sind. Und dieses Da-Sein empfinden wir – anders, wie die sterilisierte, untersinnliche Ziffern-Wirtschaft, als göttlich.

Dennoch muss man zugeben, dass die Messung – auch, wenn sie die Realität nur unvollkommen erfasst, alle Berechtigung hat. Die Messung in ihrer objektiven Form muss in Zukunft der Physik der Kosmologen entrissen werden – der Bewußtseinsschlaf, den sie träumen, ist gründlich und tief – wir sollten nicht tausende von Jahren warten, bis sie erwachen und sich einfinden auf der Bewußtseinsstufe der Bäume.

Wäre es denn nicht äußerst wahrscheinlich, dass die Menschheit durch die letzte Sintflut so traumatisiert wurde, daß sie tatsächlich – Emmerich-like – nach der Arche-Noah forscht, und sie – unbewußttechnisch sehr wohl entwickelt?!

Der Gedanke ist auch für die Astrologie mit ihrem platonischen Jahr so abwegig nicht. Genau an diesem Punkt – dem platonischen Jahr – geht es weiter mit unserer fragmentarischen Philosophie der Astrologie.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

* es kommt hier nicht darauf an, ob diese Angaben – die sich ohnehin ständig ändern/erweitern korrekt sind.

Weltbild

Philosophie der Astrologie 4

Liebe Leserinnen und Leser,

Danach fragend, was Astrologie eigentlich ist, können wir nicht dabei stehen bleiben, uns zu erklären, wie sie funktioniert. Obwohl für ein rudimentäres Kennen des Gegenstands eine minimale Sachkenntnis nicht abträglich ist – aber auch nicht vorausgesetzt werden kann.

Für unsere Untersuchung reicht es, zu wissen, daß Astrologie ein System ist, das mit der natur-rhythmischen Wiederkehr von Dingen zu tun hat, die sich am Himmel beobachten lassen oder aus solchen Beobachtungen unmittelbar abgeleitet sind.

Wir sagen deswegen „naturrhythmisch“, weil wir hervorheben wollen, daß nichts erfunden wird oder dem Zufall überlassen. Die Erscheinungen, die am Himmel beobachtet werden, gehören nicht zu den Dingen, von denen wir den Eindruck haben, wir könnten sie beeinflussen. Astrologie zeichnet diese Dinge nur auf. Damit ist alle Astrologie von rein numinosen Techniken der Zeit-Interpretation (dem I Ging oder dem Tarot) deutlich abgegrenzt. Das astrologische Werkzeug, der Zodiak, ist genau so objektiv, wie ein Fernrohr.

Gerade dadurch, daß es einige unterschiedliche „Astrologien“ gibt, läßt sich die Gemeinsamkeit in dem finden, was alle Astrologien, soweit uns bekannt oder historisch halbwegs zugänglich, verbindet: es ist – wie gesagt – die natur-rhythmische Wiederkehr von Dingen, die sich am Himmel an Planeten und Sternen beobachten lassen.

Es spielt für diesen grundsätzlichen Gedanken keine Rolle, ob Astrologie solchermaßen chinesisch, nach Maya-Art, oder keltisch betrachtet wird: immer geht es um die natur-rhythmische Wiederkehr von Dingen, die sich am Himmel beobachten lassen.

Verschiedene Astrologien setzen dabei unterschiedliche Prioritäten – ein Jahresrhythmus weist in China den Geburten eine viel kollektivere astrologische Beteiligung zu – man/frau ist im Jahr des Drachen geboren, oder gar ein Feuerpferd. Orientierungsmarke bleibt der Jupiter-Rhythmus als Wiederkehr-Orientierungspunkt.

Der Kalender selbst ist ursprünglich kein bloßes Zahlen-Messgebilde nach Tagen und Jahren, sondern – wie am Maya-Kalender zu studieren – ein grundsätzliches Ordnungs-System für alle relevanten Belange einer Gemeinschaft im Lauf der Jahreszeiten. Astrologisch/Astronomisch wurden alle Tage und Feste, alle Ausnahmen und Gelegenheiten bestimmt.

Und genau genommen ist das heute – auch wenn die Datums-Zählung glaubt, sie hätte sich mit dem Geist der Ziffern selbstständig gemacht, auch noch so: denn jede Zählung landet doch sehr ursprünglich in der chaldäischen Woche, die sich trotz unterschiedlicher Kalender auf der ganzen Welt normativ durchsetzt.

Man kann also sagen, daß Religion selbst vom Himmel das Gesetz nimmt. Denn dies: Astrologie, Astronomie und Kult waren zu Zeiten der berühmten Kalender-Goldhüte ein einziges Gemeinsames.

Damit wird klar, daß wir bei dem Versuch, zu sagen, was Astrologie heute ist, bedenken müssen, was sie dermaleinst war. Kult und Wissenschaft sind andere, sich heute gerade wieder treffende Wege gegangen, allein die Astrologie ist heute weder Kult noch Wissenschaft – letzteres wäre zumindest theoretisch denkbar, ersteres nicht.

Nur: was ist Astrologie dann? Von welchem Rest der Rest?

Um zu erklären, was ich meine, gestatten Sie ein Bild: nehmen wir an, Astrologie wäre eine Zutat zu einer guten Suppe, in der ursprünglich Kartoffeln, Suppengrün, Rindfleisch, Wasser, Lauch, Salz, Pfeffer und ein Lorbeerblatt gekocht wurden.

Nun hätte sich in der Zwischenzeit die Suppe in ihre Zutaten verwandelt: Astronomie und Astrologie sind nicht mehr gemeinsam abzuschmecken – auch wenn das versucht wird – und auch der Kult – analog vielleicht zu „Rindfleisch“ – hat sich vielmals abgespalten und aufgeteilt: aktuell in „massentierhalterische Mastanstalten“ einerseits und Kirchen andererseits – klingt gemein, ist aber korrekt, war doch der Altar ursprünglich – Isaak und Jaakob erzählen die Geschichte – ein Opferstein.

Wie jeder Vergleich hinkt dieser besonders, denn von ursprünglichen Zutaten kann ja keine Rede sein: jenes Ganze, das Wissen einmal war, bestand nicht aus Teilen, sondern gerade aus einem einzigen Ganzen, in dem Astrologie und Astronomie eben keine „Zutaten“ waren, weil eine Differenzierung im ursprünglich Gemeinsamen, Früheren per Definition nicht möglich ist.

Das Ganze bestand ursprünglich nicht aus heute sichtbaren Teilen – heute sind es Teile – damals waren es keine. Die heutigen Teile – Astronomie und Astrologie, Mathematik, Wetterkunde, etc. waren ursprünglich ein gemeinsames Anderes, deren Geschichte nicht isoliert vom Anderen erzählt werden kann.

Sie merken also, es wird nicht einfach, Astrologie aus ihrer Geschichte zu erklären, denn diese Geschichte gibt es so nicht. Erst die Trennung der Einzelteile erschafft Einzelteile aus einem vorhergehenden Ganzen.

Insofern ist „Geschichte der Astrologie“ immer lesenswert, aber irreführend, weil sie das Nebeneinander unterschiedlicher Disziplinen voraussetzt, eine Voraussetzung, die historisch in aller Tiefe jedoch unhaltbar ist.

Das, was heute Astrologie ist, entspricht also keinem Rest eines Ganzen allein, sondern hat darüber hinaus einen neuen und eigensinnigen Charakter, den es solchermaßen noch nicht gab. Es ist eben vielschichtig. Zum einen kommt Astrologie aus mehreren Traditionen zugleich, zum anderen ist es nicht verwunderlich, daß eben heute Dinge astrologisch zutage treten, die erst durch das neue Werkzeug Computer sichtbar werden konnten.

Im Sinne der heutigen, vielfältig erfolgreichen Praxis einer Astrologie der seelischen Persönlichkeit zeigen sich klare Muster, die auch durch eine psychologische Beschreibung der Persönlichkeit nachvollziehbar sind, bis hinein in genaue charakterologische Details.

Es geht weiter in Facetten!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mond

Waage-Mond

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

Mars macht ein Sextil zur Sonne, die sich in wenigen Tagen anschickt, Löwe zu verlassen und ins Ernte-Zeichen einzukehren. Der Mond in Waage steht in Opposition zum Uranus, unserem Astrologie-Herrscher im Widder; es ist auch zu heiß, um unsere philosophische Reihe heute fortzusetzen, obwohl wir noch lange nicht am Punkt sind. Der Spieltrieb in Waage hindert das – die schöne Plänkelei – der Glanz, der nicht Gold ist, aber vielen wichtiger, als das edle Metall. Mittwoch Morgen ist Skorpion-Mond und Donnerstag steht – dazu passend – die Sonne schon in der Jungfrau – spätestens dann geht es weiter mit Philosophie.

Michael Roscher schreibt sehr treffend zum Waage-Mond Geborenen: „Polemisch ausgedrückt, besitzen diese Menschen keine seelische Heimat, und sie weigern sich, eine zu finden. Dies liegt zu einem wesentlichen Teil an der Angst vor dem Verlust des eigenen Freiraums … Die Nativen benötigen ein Gegenüber, wobei sie jedoch jeglicher Verbindlichkeit aus dem Weg gehen.“

Ziemliche Klemme, nicht wahr?! Aber das Leben findet auch dafür einen wunderbaren Ausgleich. Zum Beispiel die Widder-Mond Geborenen, das natürliche Gegenstück der Waage-Mond Freunde …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Weltbild

Philosophie der Astrologie 2

Liebe Leserinnen und Leser,

ich habe gestern versucht, zwei sich ergänzende Fenster zur Vergangenheit der Astrologie im Rahmen dieser philosophischen Betrachtung anzudeuten*. Dabei wird es nicht bleiben, die geknüpften Fäden werden wieder aufgenommen. Heute geht es aber um ein anderes Kapitel, eine andere Seite der Sache, was Astrologie eigentlich heute genau ist.

Astrologie ist wie eine Blume, die nach langer Entwicklungsphase endlich eine eindeutige und wahrhafte Blüte hervorgebracht hat.

So sehr uns die Historie interessiert – gerade und auch, wenn sie in grauen Vorzeit zunächst unfassbar erscheint – wenn wir wissen wollen, was Astrologie wirklich ist, wird uns das andere Ende der Entwicklung einer Sache – die aktuelle Astrologie – nicht schlechter Auskunft über das Wesen einer Sache geben, als ihre Herkunft.

Wir haben – spätestens seit der Entdeckung und der Integration von Chiron ins astrologische System 1977 – eine geschlossene Beschreibung der menschlichen Psyche an der Hand, deren Vortrefflichkeit ans Wunderbare grenzt.

Verstehen Sie bitte richtig: wir haben gestern versucht, zwei Stränge der astrologisch/astronomischen Vergangenheit anzudeuten – es könnte jedoch sein, daß sich die Astrologie viel besser aus ihrer Gegenwart erschließt, als aus der Vergangenheit; daß man eine Sache nicht nur von ihrem Ursprung her, sondern auch von ihrem Ergebnis aus denken kann.

Denn erst in jüngster Zeit ist die Astrologie wahrhaft beim Individuum angekommen.

Greene, Roscher, Maier, Riemann, Sasportas, Barbault, Ebertin, Jung und viele andere sind/waren Astrologen und Psychologen, die eine seriöse Brückenarbeit von der einen zur anderen Seite des Bewußtseins geleistet haben.

Der entscheidende Wandel kam dann mit der Entwicklung des Computers. Wie so vieles, war der Computer als Uhrwerk in der Antike bereits konstruiert, ähnlich jener aus der Ägäis geborgenen astrologischen Uhr, dem Mechanismus von Antikythera – Wikipedia – sie stellt eine funktionable Simulation des Planetengeschehens dar.

Durch die Wiederentdeckung und Metamorphose der Astrologie als Computer-Simulation ist der Menschheit etwas gelungen, das gar nicht hoch genug bewertet werden kann.

Was haben wir gemacht? Nur dieses: den Himmel nach dem Sonnenstand eingeteilt, und diese Einteilung auf eine 2-dimensionale Fläche projiziert. Die Projektion ist durchaus objektiv – die Himmelkörper werden ja nicht nach Belieben verschoben.

Wenn wir diese Projektion für den Augenblick des ersten Atemzugs einer Person erstellen, dann können wir an der Grafik die Persönlichkeitsstruktur eines Charakters genauestens ablesen.

Doch warum ist das so? Warum kann eine 2-dimensionale Projektion des Geschehens am Himmel zum Zeitpunkt des ersten Atemzugs die innerste und intimste Verfasstheit eines Menschen beschreiben?

Nur dann kann sie das, wenn die Planeten da draußen tatsächlich in einem persönlichen Zusammenhang mit uns Menschen selbst stehen. Ein Mars-Rover von der Nasa hochgeschickt würde demnach tatsächlich nicht im Außen wandern, sondern eher wie ein Endoskop – freilich völlig sinnlos – unseren eigenen kosmischen Innenraum erkunden. Nur dann hat der Bezug zum Planetensystem einen Aussagewert, wenn wir selbst verteilt und teil-habend mit unserer Individualität am gesamten Planetensystem (und darüber hinaus) teilhaben.

Die Kosmologen und Astronomen behaupten, dies könnte nicht stimmen, denn die einzig denkbare Kraft der Einflussnahme sei – so sagen sie – die Gravitationskraft – und die – so behaupten sie weiter – sei viel zu gering um hier auf der Erde auf einzelne Lebewesen einen direkten Einfluss auszuüben. So sicher man sich in diesem Urteil ist, so wahr ist es auch, daß den Kosmologen und Astronomen die Natur der Gravitation völlig unbekannt ist. Gravitationskraft ist nicht die Formel ihrer Berechnung – und mehr als diese Formel – sie nimmt ab zum Quadrat ihrer Entfernung – ist darüber nicht bekannt. Nichts weiß man über die eigentliche Natur ihrer Wirksamkeit – und deswegen perlt die Kritik auch ab: sie imaginiert den Kosmos als rein materiellen Chemie-Baukasten.

Nicht so die Astrologie – sie apostrophiert den Menschen als kosmischen Menschen, als „All-Meister“, dessen seelische und sogar auch körperliche Struktur mit allen Bewegungen – und besonders den näheren – des Kosmos nicht nur verbunden oder verwandt ist, sondern in diesen Bewegungen einen unmittelbaren Zusammenhang zur seelischen Verfasstheit erkennt.

Nun gut – wenn dem aber so ist – wie konkret ist dieser unmittelbare Zusammenhang zu erklären? Wie käme Jupiter dazu, persönliche Botschaften ohne Zeitverzögerung in die Seele einzelner Menschen zu verschicken?

Genauer: wie wirkt Astrologie im mechanistischen Sinn? Vielleicht gar nicht, im mechanistischen Sinn. Was wir aber wissen – und da hilft die moderne Physik – daß der „mechanistische Sinn“ offenbar nicht universelle Gültigkeit hat.  Unter dem Stichwort Nichtlokalität: Fernwirkung wird heute physikalisch exakt die Bedingung angezweifelt, nach der man von der Astrologie einen Nachweis materieller Wirkungs-Verbundenheit mit dem Kosmos verlangen könnte. Im Klartext bedeut das: es gibt Dinge, die auf große Entfernung hin koordinieren, scheinbar ohne dafür Zeit zu brauchen.

So banal es sein mag: für die Frage, wie denn Jupiter direkt Einfluss auf unser Leben nehmen könnte, obwohl doch die Schwerkraft zu gering sei, hat die moderne Physik ein einfaches und gut funktionierendes Konzept zu Verfügung gestellt: demnach sind die Dinge nicht lokal, sie sind nichtlokal – einmal aufeinander abgestimmt, behalten sie den Zusammenhang über unendliche Entfernung, frei von Zeit.

Wird nun weiter vorausgesetzt, daß der Mensch nicht „Teil des Kosmos“, sonders Kosmos-integriert ist, braucht es keinen weiteren Schritt, um zu verstehen, daß tatsächlich alles direkt und in Jetzt-Zeit miteinander verbunden sein muss.

Wir haben also jetzt zwei interessante Details, die durchaus zusammenpassen: aus der Astrologie wissen wir, daß der Zusammenhang von Kosmos und Persönlichkeit tatsächlich gegeben ist. Von der Physik wissen wir, daß dieser Zusammenhang – ob geistig oder materiell – instantan ebenfalls tatsächlich gegeben ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

*Ziel dieser nun regelmäßig hier erscheinenden „Philosophie“-Posts ist letztlich ein Buch, das ich aus den Posts zusammenstellen werde – die ihr bis dahin frei lesen könnt – und gerne mitgestalten! Der Grund ist einfach: ich schaffe es nicht, neben meiner astrologischen Beratungs-Arbeit und dem Schreiben von Posts hier auch noch ein veritables Buch zusammenzustellen und versinke in Text-Versatzstücken!

Weltbild

Die Philosophie der Astrologie

08.08.2012 15:48

Liebe Leserinnen und Leser,

der übergeordnete Begriff „Astrologie“ umfasst dabei dem Anspruch gemäß alle Astrologie – also unsere westliche genauso, wie die chinesische und die Maya-Astrologie, von der kaum etwas bekannt sein dürfte. Wenn wir fragen, was Astrologie ist, müssen wir finden, was all diesen Betreibungen astrologischer Art gemeinsam ist?

Gemeinsam ist ihnen, daß sie aus der Beobachtung des Himmels eine bestimmte Rhythmik erkennen anhand der Bewegung der Weltenkörper in ihrem schwebenden Gang und dann aus dieser Rhythmik eine Phase bestimmen, die mittels willentlicher Entsprechung durch Sternkundige Einfluss auf die Geschehnisse nimmt, sei es – wie früher – kollektiv; – und als Berater des Königs, oder – so wie heute – individuell – und mit Jesus auch wieder kollektiv (in der Auflösung des Gegensatzes).

Unser Tierkreis arbeitet mit dem Jupiter-Maß 12 – der chinesische ebenso, aber mit anderen Schwerpunkten – wie es nur natürlich ist für eine andere Zivilisation – der indische Tierkreis ist ein Relikt Alexanders und seiner Astrologen und die Maya sollten wohl einen Tierkreis gehabt haben, der uns aber nicht bekannt ist – der 52-Jahre Fest-Zyklus (104 Jahre) ist die Summe von 13 mal 8 – des harmonischen Venus/Erd-Rhythmus.

Was auch immer dem noch zu Grunde liegen mag: gemeinsam ist aller Astrologie der Wille zu rhythmischer Lesbarkeit des Himmels und der Verbindung zu Ereignishaftigkeit, Wetter, Ernte und Schicksal. Johannes Kepler hat zwar den Tierkreis in seiner Bedeutung verworfen, aber das Aspektverhältnis der Planeten untereinander für eine so zuverlässige Wetterorientierung gehalten, daß er bereit war, einem wichtigen Auftraggeber das gesamte Wetter des Jahres 1602 detailliert aus den Aspektverhältnissen der Planeten vorauszusagen.

Das gespaltene Verhältnis der Menschen zur Astrologie erklärt sich aus ihrer früheren Rolle: zu der Zeit, als Astrologie und Religion eins waren – ein Stadium, das sich ontogenetisch als Entwicklungsstufe eines jeden Volkes begreifen läßt – waren die Kalender-Tempel (Stonehenge) – wie heute die Kirchtürme schon bald von ano dazumal …

Foto Termin ©

… mit den großen Uhren – auch sakraler Grund – und je nach Perversion der Zeit – mit Opfern begangen und rituell eingebettet in eine entsprechende Tradition. Diese Opferzeiten wurden – wie ja nun bei den Atzteken auch – per astronomischer Bestimmung festgelegt.

Über Opferkulte unserer Vorfahren wissen wir Details zum Teil von römischen Autoren, zum Teil aus Darstellungen auf den silberenen Weihekesseln.

Doch auch diese Details werden nicht für alle Zeit Tradition gewesen sein – auch die von den Römern angetroffenen Barbaren hatten vor längerer Zeit nochmals andere Sitten.

Die andere Wurzel der Astrologie reicht zurück auf die Insel Kos. Bêl-re’ušunu – (diesen Namen auf der Zunge fließen lassen und verstehen!), ein Weiser der Sonne aus Babylon, vom Zweistromland, brachte sie dorthin und eröffnete eine astrologische Schule.

chaldäisch

keltisch

Was sich als Aussage seiner Schule erhalten hat, ist womöglich die gesamte Astrologie selbst, das Problem der Zivilisation. Denn kolportiert wird, daß er lehrte, es gäbe einen Rhythmus der Zivilisationen, der durch Fluten und Feuer beeinflusst und gestört wird, wovon die Sintflut eine war. Er schreibt auf griechisch eine Geschichte Babylons, aus der uns zwar nicht das Original, aber verschiedene Zitate unterschiedlicher Autoren objektive Bürgschaft ablegen. „Buch 2“, weiß Wikipedia (Berossos – Wikipedia), „beschäftigt sich mit 10 vorsintflutlichen Königen, schildert Flutberichte“ …

Zu dieser „Sintflut“ haben wir eine zweite, unabhängige Quelle: die Bibel.

Somit schwebt natürlich über Astrologie/Astronomie die rhythmische Frage eines kosmischen Ereignisses im Raum: einer Katastrophe, die mit bestimmter Regelmäßigkeit die Erde heimsucht und die Menschen seit unvordenklichen Zeiten rhythmisch begleitet.

Handelt es sich dabei um den zusammengetragenen Sinnzusammenhang vieler Weltkatastrophen wie in Thailand und Japan? – so auffallend kurze Zeit Poseidons Zorn hintereinander? Oder haben wir es bei der „Sintflut“ wirklich mit dem weltweiten Zusammenhang einer Großkatastrophe der jüngsten Weltgeschichte zu tun, an die sich die gesamte Menschheit in ihren jeweiligen Geschichtserzählungen – den Mythologien – erinnert?!

Wer eine Meinung dazu hat, halte sich nicht zurück …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mundan, Personen

Hermann Hesse Superstar

Liebe Leserinnen und Leser,

jetzt bin ich etwas spät dran, aber das macht nichts bei der Art der Feier – ich will mir doch zunächst das Geburtshoroskop angucken. Die ungeheure Wirkung, die dieser Überkrebs entfaltete, läßt sich an Jupiter und Merkur in Haus 1 und Haus 7 – der Begegnungsachse verstehen. Jupiter beherrscht außerdem Haus 3 – jenes des Schreibens – und Merkur Haus 9 – jenes des Veröffentlichens. Und beide Planeten haben maximale Stärke in den eigenen Zeichen und sind bekanntlich mit Weisheit und Schreiben assoziiert. Es sind solche Horoskope und die daraus aufblühende Schönheit des astrologischen Zugangs zur Persönlichkeit, die mich immer wieder zutiefst beeindrucken.

Dazu gehört auch der Fische-Mond, den gleichwohl Saturn bewacht und Mars fordert – der kosmische Krieger in den Fischen, wie sich Claus Riemann ausdrückt und also „Das Glasperlenspiel“ oder „Siddharta“ daraus machen wird; – und der doch poetisch bestens mit Venus und damit Sonne harmoniert – daher ganz folgerichtig solch unvergessliche Stimmungen wie „Nebel“ oder „Stufen“ trifft. Wäre nicht Saturn – die Strukturkraft – neben dem Mond – die Verse hätten – und die Bücher auch – ihre Gestalt nicht.

Ich glaube, ich habe damals jede einzelne Zeile von ihm gelesen – der große Freund, dem man dankbar darin folgt, daß er die Welt genauso geheimnisvoll entwirft, wie sie tatsächlich auch ist.

Hermann und Hermine – wie nicht wenige Krebse dem Androgynen zuneigend – wir sehen oben Hesses hübschen Po in edlem Stand, Bögen seiner grazilen und doch kräftigen Figur.

Wenn ich mal Flugangst habe, brauche ich nur seine begeisterte Geschichte über die Luftfahrt zu lesen: er war ganz wild auf´s Fliegen!

Hermann Hesse 02.07.1877 18:30 Calw

Das Todeshoroskop (nicht stundengenau) bietet überraschende Einblicke genug – wobei die Neptun-Opposition  insofern erstaunlich und folgerichtig ist. Folgerichtig, weil auch eine Leukämie zu den Todesursachen gehörte – sehr spät diagnostiziert – und dann aber, weil die Neptun im Skorpion-Generation gerade zu seinen treuesten Lesern gehörte (Hippies etc. …).

Während sein Todestag begangen wurde, ist – auch auffallend – die Mars-Saturn Konjunktion im Anrollen, wie in seinem chart ebenso.

Innen Hermann Hesse Geburt, außen  08.09.1962 Todestag

Mit freundlichen Grüßen,

Markus