Poetry

Maiglöckchenduft (bei Fische-Mond)

Liebe Leserinnen und Leser,

Christian Dior, Paris: Diorissimo ist eines jener Düfte, den die Maiglöckchen-Düfte verströmen. Unten haben wir das bemerkenswerte Horoskop des Duft-Forschers. Weil jetzt auch Fische-Mond ist: ein Mond-Mond Transit macht immer etwas dünnhäutig, und bei Fische-Monden kann man gar nicht mehr von dünnhäutig, man muß von ätherisch sprechen. Wenn wir immer wieder zur Berufswahl gefragt werden: „Was ist ideal für mich?“, dann begeistert es umgekehrt, und ist sehr lehrreich, zu gucken, wie sich jemand mit den beiden Lichtern in Wasserzeichen und einem ätherischen Mond den Düften zuwendet. Neptun in der Waage läßt ihn wohl auch eher Künstler, denn Wissenschaftler sein? Zumindest als Wunschberuf? Aber dann die Zwillings-Besetzung wieder … ist schon ein Ideal-Beruf für Professor Hatt. Ob das Genießen schon wieder möglich ist, nach der emotionalen Vergiftung durch den ollen Süßkind? Noch nicht ganz? Aber dann einfach mal rausgehen und Maiglöckchen zu Fische-Mond schnuppern …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

  Hanns Hatt – Wikipedia 08.07.1947 Illertissen

Poetry

„Jesus, was sagst Du zum Christus?“

Liebe Leserinnen und Leser,

ja?  – –  :  und wer findet jetzt das Ei? Und natürlich haben Eier und Hasen – mehr als Du denkst – etwas mit der Auferstehung zu tun, nur Banausen (z.B. gewisse Science-blogs-Leute) wissen das nicht. Beuys und die Dakota und der Ethnologe Claude Levi-Strauss, der über 103 wurde, bevor er letztes Jahr sein Ostern erlebte, wußten das.

„Ja“, sagt Jesus: „ja“.

„Jesus“, frage ich, „träume ich, oder bist Du wach?“ Da lachte Jesus: „Du bist ein blöder Spinner“, sagt er , „aber das passt so“. „Bascht scho?“, fragte ich fränkisch retour: „nein“, sagte er: „passt so. Hochdeutsch muss es sein, with a little respect, ya know … ?!“

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

YouTube hat eindeutig Überlastungszeiten, dann stocken die Videos auch mit schnellem Internet. Aber es kann nur gut sein, wenn sie wirklich durchlaufen, weils ja gerade um Melodie und Bewegung geht. Lieber morgen noch mal versuchen …

Hier die ursprüngliche Version mit Stimme:

Hier unten ist die Version ohne Stimme:

Poetry

Frühlingslied

Liebe Leserinnen und Leser,

natürlich, Saturn hält die Spannung aus der Waage, Conny … das ist alles noch „work in progress“, auch das Format passt sich noch nicht balkenlos bei YouTube ein, obwohl ich technisch schon ganz ausgefuchst Gebrauchsanweisungen und Foren durchkämme. Diese Welt ist unglaublich simpel und voller komplizierter Umwege zugleich … Zur Entspannung gibt es hier ein kleines Frühlingsbeiprodukt, von dem ich hoffe, daß es auch gefällt!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Geist, Poetry

„Der Laboratoriumstisch muß erst zum Altar werden.“

Liebe Leserinnen und Leser,

dankbar nehme ich hier dieses Zitat Rudolf Steiner-Zitat auf, wie hier im letzten Post kommentiert wurde. Im Grunde gab es bislang nur vier oder fünf Menschen des Geistes, denen zuzutrauen gewesen wäre, daß sie verstünden, was Steiner damit oben meinte. Das waren Martin Heidegger, Michel Foucault und Jacques Derrida. Und wenn einige etwas verstehen, dann können wir alle es verstehen.

Wie aber verträgt sich das mit dem Begriff „Wissenschaftsreligion“, den Paul Feyerabend, den wir auch noch in die Runde aufnehmen müssen, (Widder-Mond und Steinbock-Sonne, Mars im Krebs und Venus im Wassermann; Jupiter im Schützen und Saturn im Skorpion, Merkur in Cazimi … ) … den also Paul Feyerabend prägte, wie verträgt es sich mit dem Satz Rudolf Steiners vom Laboratoriumstisch und dem Altar? Man denkt gleich an die „Ethikkommission“ und die sogenannte Pränataldiagnostik, und jetzt auch die „Ethikkommission“ in Bezug auf das „Moratorium“ der „Alten Meiler“

Ihr merkt vielleicht, liebe Leser, daß ich Worte in Anführungsstrichlein setzte, die durch die Hervorhebung ihren mythischen Sound offenbaren. Martin Heidegger ist derjenige, der uns erklärt, warum Fukoshima und die Pränataldiagnostik ein Thema sind, nämlich unter dem Begriff der Technik. Das heißt, wie auf allen Lebensgebieten, finden wir die Lösung in einem höheren Standpunkt, der Dinge führen und zusammenfassen kann. Ohne viel nachzudenken, werden wir auch den Begriff „Verantwortung“ wegweisend zu Fukoshima und Pränataldiagnostik hinzufügen dürfen, als einem der unmittelbar verständlichen gemeinsamen Nenner, ich denke, da werden alle zustimmen.

Selbstkritisch müssen wir zugeben, daß dieser Titel auch uns Astrologen zu denken geben sollte: wobei Feyerabend ganz praktisch erläutert, daß es tatsächlich mehrere denkbare Erkenntniswege gibt, und klar beschreibt, daß die naturwissenschaftliche Methode nur ein möglicher Erkenntnisweg ist.

Rudolf Steiner würde ihm vehement widersprechen, und klar Stellung für die wissenschaftliche Methode nehmen, und obwohl Feyerabend (und auch Steiner) erklärte Freunde der Astrologie sind, finden wir hier eine Differenz, (zwischen Steiner und Feyerabend), die Derrida und Foucault vielleicht gern mit dem Dekonstruktivisten Meister Eckhart diskutiert hätten?

Der springende Punkt ist der: Steiner sagt, daß die wissenschaftliche Methode auf die Gebiete des Geistes erweitert werden kann, und dann, wenn man es tut, sich eine Welt eröffnet, die dem inneren Auge wahrnehmbar ist, aber diese Welt ist logisch, wie die Welt des alltäglichen Gegenstands-Schauens auch. Eine andere Form von objektiver Bewegung ist in dieser Welt, die man auch als „Jenseits“ bezeichnen könnte.

Feyerabend denkt in der Öffnung des wissenschaftlichen Horizontes an Methoden der praktischen Philosophie. Er sagt: „Woher wollen wir wissen, daß ein „Regentanz“ der Hopi-Indianer funktioniert, oder nicht, wenn die Hopi-Indianer selbst zum Funktionieren ihrer Methode sagen, daß alles nur aus der ganzen Kraft ihres intakten Sozialwesens funktionieren würde, einer Erkenntnis, der wir uns sofort anschließen würden, was unsere Heimat betrifft, die wir aber in Bezug auf die Kraft des Regentanzes belächeln zu können meinen, oder nicht begreifen überhaupt.

Paul Feyerabend meint mit „Wissenschaftsreligion“ den Glauben einer Sozialgemeinschaft, die ihre eigene Methode zum Dogma erklärt hat.

Steiner sagt, man könnte der Relativitätstheorie nicht „logisch“ beikommen. Und hier irrt sich Steiner, und das ist bemerkenswert. Nicht, um ihn  zu „fangen“, sondern um zu begreifen, was einer sagt, und wo seine Grenzen sind … Was aber bei Rudolf Steiner zugegebenermaßen ziemlich egal ist, weil seine grandiosen „Visionen“ weniges Nötige durchaus entschuldigen.

Mars auf „kritischen Grad“, wechselt das Zeichen …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus


Poetry, Weltbild

Der Meister spricht:

„Daher soll deine Seele allen Geistes bar sein, soll geistlos dastehen. Denn liebst du Gott, wie er Gott, wie er Geist, wie er Person und wie er Bild ist, – das alles muss weg. ‚Wie denn aber soll ich ihn lieben?‘ – Du sollst ihn lieben, wie er ist ein Nicht-Gott, ein Nicht-Geist, eine Nicht-Person, ein Nicht-Bild, mehr noch: wie ein lauteres, reines, klares Eines ist, abgesondert von aller Zweiheit. Und in diesem Einen sollen wir ewig versinken vom Etwas zum Nichts. Dazu verhelfe uns Gott.“

Aus Meister Eckhard, Deutsche Predigten.

Poetry, Weltbild

Die Um-Kehre

Friedrich Hölderlin 20.03.1770 23:59 Tübingen

Liebe Lerserinnen und Leser,

Zeit, nach innen zu gehen und zu denken. Unteres Heidegger Zitat ist aus dem Zusammenhang heraus nicht zu verstehen, und doch lohnt es sich für den/die ein oder andere/n sich gerade jetzt Wort für Wort durchzulesen, was da zitiert wird; das Gleiche gilt für Hölderlin, sein Gedicht weiter unten.

Es ist unteres Gedicht von Friedrich Hölderlin, dessen „Wo aber Gefahr ist, wächst/Das Rettende auch.“ Martin Heidegger ins Zentrum seiner Schrift „Die Technik und die Kehre“ stellt. Darin schreibt er:

„Einmal fordert das Ge-stell in das Rasende des Bestellens heraus, das jeden Blick in das Ereignis der Entbergung verstellt und so den Bezug zum Wesen der Wahrheit von Grund auf gefährdet.

Zum anderen ereignet sich das Ge-stell seinerseits im Gewährenden, das den Menschen darin währen läßt, unerfahren bislang, aber erfahrener vielleicht künftig, der Gebrauchte zu sein zur Wahrnis des Wesens der Wahrheit. So erscheint der Aufgang des Rettenden.

Das Unaufhaltsame des Bestellens und das Verhaltene des Rettenden ziehen aneinander vorbei wie im Gang der Gestirne die Bahn seiner Sterne. Allein, dieser ihr Vorgang ist das Verborgene ihrer Nähe.

Blicken wir in das zweideutige Wesen der Technik, dann erblicken wir die Konstellation, den Sternengesang des Geheimnisses.

Die Frage nach der Technik ist die Frage nach der Konstellation, in der sich Entbergung und Verbergung, in der sich das Wesende der Wahrheit ereignet.

Doch was hilft uns der Blick in die Konstellation der Wahrheit? Wir blicken in die Gefahr und erblicken das Wachstum des Rettenden.

Dadurch sind wir noch nicht gerettet. Aber wir sind daraufhin angesprochen, im wachsenden Licht des Rettenden zu verhoffen. Wie kann dies geschehen? Hier und jetzt und im Geringen so, daß wir das Rettende in seinem Wachstum hegen. Dies schließt ein, daß wir jederzeit die äußerste Gefahr im Blick behalten.

Das Wesende der Technik bedroht das Entbergen, droht mit der Möglichkeit, daß alles Entbergen im Bestellen aufgeht und alles sich nur in der Unverborgenheit des Bestandes darstellt. Menschliches Tun kann nie unmittelbar dieser Gefahr begegnen. Menschliche Leistung kann nie allein die Gefahr bannen. Doch menschliche Besinnung kann bedenken, daß alles Rettende höheren, aber zugleich verwandten Wesens sein muß wie das Gefährdete.“ Die Technik und die Kehre, Stuttgart 1962, S. 33-34

„Die Wissenschaft denkt nicht“ Martin Heidegger « Markus Termin – Astrologisches Stundenbuch

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Friedrich Hölderlin

Patmos

Dem Landgrafen von Homburg

Nah ist
Und schwer zu fassen der Gott.
Wo aber Gefahr ist, wächst
Das Rettende auch.
Im Finstern wohnen
Die Adler und furchtlos gehn
Die Söhne der Alpen über den Abgrund weg
Auf leichtgebaueten Brücken.
Drum, da gehäuft sind rings
Die Gipfel der Zeit, und die Liebsten
Nah wohnen, ermattend auf
Getrenntesten Bergen,
So gib unschuldig Wasser,
O Fittiche gib uns, treuesten Sinns
Hinüberzugehn und wiederzukehren.So sprach ich, da entführte
Mich schneller, denn ich vermutet
Und weit, wohin ich nimmer
Zu kommen gedacht, ein Genius mich
Vom eigenen Haus‘. Es dämmerten
Im Zwielicht, da ich ging
Der schattige Wald
Und die sehnsüchtigen Bäche
Der Heimat; nimmer kannt‘ ich die Länder;
Doch bald, in frischem Glanze,
Geheimnisvoll
Im goldenen Rauche, blühte
Schnellaufgewachsen,
Mit Schritten der Sonne,
Mit tausend Gipfeln duftend, 

 

Mir Asia auf, und geblendet sucht‘
Ich eines, das ich kennete, denn ungewohnt
War ich der breiten Gassen, wo herab
Vom Tmolus fährt
Der goldgeschmückte Paktol
Und Taurus stehet und Messogis,
Und voll von Blumen der Garten,
Ein stilles Feuer; aber im Lichte
Blüht hoch der silberne Schnee;
Und Zeug unsterblichen Lebens
An unzugangbaren Wänden
Uralt der Efeu wächst und getragen sind
Von lebenden Säulen, Zedern und Lorbeern
Die feierlichen,
Die göttlichgebauten Paläste.

Es rauschen aber um Asias Tore
Hinziehend da und dort
In ungewisser Meeresebene
Der schattenlosen Straßen genug,
Doch kennt die Inseln der Schiffer.
Und da ich hörte
Der nahegelegenen eine
Sei Patmos,
Verlangte mich sehr,
Dort einzukehren und dort
Der dunkeln Grotte zu nahn.
Denn nicht, wie Cypros,
Die quellenreiche, oder
Der anderen eine
Wohnt herrlich Patmos,

Gastfreundlich aber ist
Im ärmeren Hause
Sie dennoch
Und wenn vom Schiffbruch oder klagend
Um die Heimat oder
Den abgeschiedenen Freund
Ihr nahet einer
Der Fremden, hört sie es gern, und ihre Kinder
Die Stimmen des heißen Hains,
Und wo der Sand fällt, und sich spaltet
Des Feldes Fläche, die Laute
Sie hören ihn und liebend tönt
Es wider von den Klagen des Manns. So pflegte
Sie einst des gottgeliebten,
Des Sehers, der in seliger Jugend war
Gegangen mit
Dem Sohne des Höchsten, unzertrennlich, denn
Es liebte der Gewittertragende die Einfalt
Des Jüngers und es sahe der achtsame Mann
Das Angesicht des Gottes genau,
Da, beim Geheimnisse des Weinstocks, sie
Zusammensaßen, zu der Stunde des Gastmahls,
Und in der großen Seele, ruhigahnend den Tod
Aussprach der Herr und die letzte Liebe, denn nie genug
Hatt‘ er von Güte zu sagen
Der Worte, damals, und zu erheitern, da
Ers sahe, das Zürnen der Welt.
Denn alles ist gut. Drauf starb er. Vieles wäre
Zu sagen davon. Und es sahn ihn, wie er siegend blickte
Den Freudigsten die Freunde noch zuletzt,

Doch trauerten sie, da nun
Es Abend worden, erstaunt,
Denn Großentschiedenes hatten in der Seele
Die Männer, aber sie liebten unter der Sonne
Das Leben und lassen wollten sie nicht
Vom Angesichte des Herrn
Und der Heimat. Eingetrieben war,
Wie Feuer im Eisen, das, und ihnen ging
Zur Seite der Schatte des Lieben.
Drum sandt‘ er ihnen
Den Geist, und freilich bebte
Das Haus und die Wetter Gottes rollten
Ferndonnernd über
Die ahnenden Häupter, da, schwersinnend
Versammelt waren die Todeshelden,

Itzt, da er scheidend
Noch einmal ihnen erschien.
Denn itzt erlosch der Sonne Tag
Der Königliche und zerbrach
Den geradestrahlenden,
Den Zepter, göttlichleidend, von selbst,
Denn wiederkommen sollt es
Zu rechter Zeit. Nicht wär es gut
Gewesen, später, und schroffabbrechend, untreu,
Der Menschen Werk, und Freude war es
Von nun an,
Zu wohnen in liebender Nacht, und bewahren
In einfältigen Augen, unverwandt
Abgründe der Weisheit. Und es grünen
Tief an den Bergen auch lebendige Bilder,

Doch furchtbar ist, wie da und dort
Unendlich hin zerstreut das Lebende Gott.
Denn schon das Angesicht
Der teuern Freunde zu lassen
Und fernhin über die Berge zu gehn
Allein, wo zweifach
Erkannt, einstimmig
War himmlischer Geist; und nicht geweissagt war es, sondern
Die Locken ergriff es, gegenwärtig, Wenn ihnen plötzlich
Ferneilend zurück blickte
Der Gott und schwörend,
Damit er halte, wie an Seilen golden
Gebunden hinfort
Das Böse nennend, sie die Hände sich reichten –

Wenn aber stirbt alsdenn
An dem am meisten
Die Schönheit hing, daß an der Gestalt
Ein Wunder war und die Himmlischen gedeutet
Auf ihn, und wenn, ein Rätsel ewig füreinander
Sie sich nicht fassen können
Einander, die zusammenlebten
Im Gedächtnis, und nicht den Sand nur oder
Die Weiden es hinwegnimmt und die Tempel
Ergreift, wenn die Ehre
Des Halbgotts und der Seinen
Verweht und selber sein Angesicht
Der Höchste wendet
Darob, daß nirgend ein
Unsterbliches mehr am Himmel zu sehn ist oder
Auf grüner Erde, was ist dies?

Es ist der Wurf des Säemanns, wenn er faßt
Mit der Schaufel den Weizen,
Und wirft, dem Klaren zu, ihn schwingend über die Tenne.
Ihm fällt die Schale vor den Füßen, aber
Ans Ende kommet das Korn,
Und nicht ein Übel ists, wenn einiges
Verloren gehet und von der Rede
Verhallet der lebendige Laut,
Denn göttliches Werk auch gleichet dem unsern.
Nicht alles will der Höchste zumal.
Zwar Eisen träget der Schacht,
Und glühende Harze der Ätna,
So hätt‘ ich Reichtum,
Ein Bild zu bilden, und ähnlich
Zu schaun, wie er gewesen, den Christ,

Wenn aber einer spornte sich selbst,
Und traurig redend, unterweges, da ich wehrlos wäre
Mich überfiele, daß ich staunt‘ und von dem Gotte
Das Bild nachahmen möcht‘ ein Knecht –
Im Zorne sichtbar sah‘ ich einmal
Des Himmels Herrn, nicht, daß ich sein sollt etwas, sondern
Zu lernen. Gütig sind sie, ihr Verhaßtestes aber ist,
So lange sie herrschen, das Falsche, und es gilt
Dann Menschliches unter Menschen nicht mehr.
Denn sie nicht walten, es waltet aber
Unsterblicher Schicksal und es wandelt ihr Werk
Von selbst, und eilend geht es zu Ende.
Wenn nämlich höher gehet himmlischer
Triumphgang, wird genennet, der Sonne gleich
Von Starken der frohlockende Sohn des Höchsten,

Ein Losungszeichen, und hier ist der Stab
Des Gesanges, niederwinkend,
Denn nichts ist gemein. Die Toten wecket
Er auf, die noch gefangen nicht
Vom Rohen sind. Es warten aber
Der scheuen Augen viele
Zu schauen das Licht. Nicht wollen
Am scharfen Strahle sie blühn,
Wiewohl den Mut der goldene Zaum hält.
Wenn aber, als
Von schwellenden Augenbraunen
Der Welt vergessen
Stilleuchtende Kraft aus heiliger Schrift fällt, mögen
Der Gnade sich freuend, sie
Am stillen Blicke sich üben.

Und wenn die Himmlischen jetzt
So, wie ich glaube, mich lieben
Wie viel mehr dich,
Denn eines weiß ich,
Daß nämlich der Wille
Des ewigen Vaters viel
Dir gilt. Still ist sein Zeichen
Am donnernden Himmel. Und Einer stehet darunter
Sein Leben lang. Denn noch lebt Christus.
Es sind aber die Helden, seine Söhne
Gekommen all und heilige Schriften
Von ihm und den Blitz erklären
Die Taten der Erde bis itzt,
Ein Wettlauf unaufhaltsam. Er ist aber dabei. Denn seine Werke sind
Ihm alle bewußt von jeher.

Zu lang, zu lang schon ist
Die Ehre der Himmlischen unsichtbar.
Denn fast die Finger müssen sie
Uns führen und schmählich
Entreißt das Herz uns eine Gewalt.
Denn Opfer will der Himmlischen jedes,
Wenn aber eines versäumt ward,
Nie hat es Gutes gebracht.
Wir haben gedienet der Mutter Erd‘
Und haben jüngst dem Sonnenlichte gedient,
Unwissend, der Vater aber liebt,
Der über allen waltet,
Am meisten, daß gepfleget werde
Der feste Buchstab, und Bestehendes gut
Gedeutet. Dem folgt deutscher Gesang.

Personen, Poetry

Ry Cooder

Liebe Leserinnen und Leser,

der Entdecker von Cubas Musik, Mentor unzähliger anderer, auch eine Fische Persönlichkeit (der mit Chiron im 10. Haus niemals die gebührende Anerkennung erfahren hat) … sind alle so anders, aber alle schillern sie über die Maßen. Leider bin ich heute sonst sprachlos. Auch der Blues kann nicht trösten, ist aber der einzig erträgliche Klang:

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Hier gehts zum Blues: YouTube – Ry Cooder

YouTube – Ry Cooder – Vigilante Man (live)

YouTube – Ry Cooder – Goin‘ To Brownsville

Ry Cooder, 15.03.1947 02:05 Los Angeles

Poetry, Weltbild

„Und sie bewegt sich doch … „


Liebe Leserinnen und Leser,

zwar ist dies: EU will Pkw aus City verbannen – Gesellschaft – derStandard.at › Panorama – bislang nur die Simulation, die Imitation dessen, was nötig ist – zu gerade dem Zweck erdacht, es nur als Vision erscheinen zu lassen … , – um letztlich: die Wirklichkeit der freien Zukunft zu vermeiden … daher brauchen wir nicht bloß das Machbare, sondern eine wirkliche Utopie …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Zeichnung: Vazul Termin ©

Fotos, Mundan, Poetry

Hase vor meinem Haus

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

alles steht noch unter der Jupiter/Pluto Spannung! Venus bildet just ein Sextil zu Uranus, gerade, bevor beide das Zeichen wechseln. Venus, die im Steinbock kategorisch ihre Vorlieben durchsetzen wollte, wird im Wassermann plötzlich tolerant. Bemerkenswert, daß alle Astrologen vom Wechsel Uranus in den Widder am 12. März reden, aber vergleichsweise wenig vom Neptun, der am 04.04. in die Fische geht … ist er denn seine eigene Tarnung, der Neptun?!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

01.03.2011 21:12 Nürnberg