Poetry

Kraftplatz

Liebe Leserinnen und Leser,

Kraftplätze müssen nicht unbedingt in der Natur liegen. Sie können auch auf einem Gebäude sein, einer Brücke oder einem Turm, mitten in der Stadt. Aber in der Natur sind Kraftplätze oft unerkannt. Der kundige Blick sieht, wie ein Baum sich absichtlich und nicht zufällig leicht zum Fluss hinüberneigt, wie vom Hochwasser der ganze ausgewaschene Sand die Ufer heiligt und reinigt, und nun über die gereinigten Buchten des halbgezähmten wilden Wesens Fluss in Form von frischem Pulverschnee ein Wintersiegel drüber gelegt wurde, der in wenigen Wochen weichen wird, so Gott will!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Foto Termin ©

Poetry

Das Echo der Stundenastrologie

Liebe Leserinnen und Leser,

was ist das mit dieser Stundenastrologie, von der ich hier im astrologischen Stundenbuch schon manches Mal gesprochen habe? Man stellt eine Frage. Sie sollte eindeutig und kurz gestellt sein. Dann schaut man ins Horoskop und findet anhand der Verteilung der Planeten zu dem Zeitpunkt, an dem man sich diese Frage gestellt hat, die Antwort.

Auslage im Antiquitätenladen: Foto Termin ©

Dieses Verfahren funktioniert immer, aber nicht immer ist es leicht, ein Bild zu interpretieren. Darum mal hier ein einfaches Beispiel. Zu unterem Bild habe ich mir selbst die Frage gestellt, ob ich versuchen sollte, mit einem bestimmter Person, die mir empfohlen wurde, zusammenzuarbeiten?

Und sofort habe ich einen Hinweis: der Aszendent ist knapp nach 27º – d.h. ich stelle mir die Frage zu spät. Ich hätte, wenn es etwas hätte werden sollen, früher anrufen müssen. In so einem nach den alten Regeln interpretiertem Horoskop bin ich selbst der Aszendent und dessen „Herr“, also der Mond. Die lateinisch, arabisch, griechische Astrologie, die wir kennen (indische Astrologie ist griechische plus Präzessionsausgleich), ist patriarchalisch. Daher wird der Mond weiblich gedacht. Wie wir aber leicht an unserer eigenen Sprache erkennen, gibt es Kulturen mit einem männlichen Verständnis des Mondes. Auch Ägypten gehörte dazu. Aber für die Stundenastrologie hat das nur relativ Bedeutung.

Sicher ist hier: ich, als Mond, stehe im Steinbock im Haus 6. Das ist eine extrem schwache Position: im Steinbock bin ich nicht zuhause, weder persönlich, noch als Mond, denn der Mond, im Krebs daheim, ist in seinem Gegenzeichen Steinbock total fremd.  Gefühle sind für den Steinbock Mond oft Verpflichtung. Dabei ist er selbst sehr empfindlich. Wäre ich selbst mein eigener Klient, ich müßte mir dringend abraten im Sinne der Frage: meine Position sei zu schwach, würde ich rufen.

Und der andere? Ist in diesem Fall der Herr des gegenüberliegenden Zeichens: Saturn. Ich kenne ihn nicht persönlich, aber ich weiß, daß er im Zeichen Waage geboren ist. So steht er als Saturn in Haus 4 in der Waage auf meinem Deutungsweg richtig.

Die nächste Frage ist: bekommen Mond und Saturn einen Aspekt zueinander, sei es direkt, oder durch Übertragung eines anderen Lichtträgers? Antwort: nein. Es klappt also nicht.

Warum nicht? Saturn steht in Haus 4 von mir aus gesehen. Das ist aber Haus 10, gesehen vom 7. Haus aus. Folglich ist Saturn rückläufig mit dem eigenen Beruf sehr in Anspruch genommen und auch sehr stark im Eckhaus. Unverrückbar. Eine Zusammenarbeit kommt nicht in Frage.

Aber noch mehr ist erkennbar: Mond wird ein Sextil zu Uranus haben und Merkur treffen. Wenn ich will, kann ich von hier aus eine ganze Geschichte lesen … Uranus beherrscht Haus 8 und Merkur Haus 11 und 3 … hm … sagt mir was!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Frage Zusammenarbeit: 01.02.2011 15:42

Fotos, Poetry, Weltbild

Aus Erfahrung gut

Liebe Leserinnen und Leser,

hab ich heut gehört: ein Freund aus meiner nächsten Bekanntschaft tauscht sich gestern mit seiner Freundin darüber aus, was sein Lieblingsessen sei, und weil er einen exklusiven Geschmack hat, spricht er sogleich von „Sußkartoffeln mit Lachs“. Dann geht er am nächsten Tag in ein Restaurant mit täglich wechselnden Speisen, das er letztlich nicht besuchte, und findet zu seinem Erstaunen das Tagesgericht: Süßkartoffeln mit Lachs – by the way, man kann wohl diese Lebensmittel um die Ecke ernten?! – think global, eat lokal –

Foto Termin © AEG-Gelände in Nürnberg im Dörnröschenschlaf

C.G. Jung – Löwe übrigens – sagt zum Ausdruck „Synchronizität“: „Ich habe diesen Terminus gewählt, weil mir die Gleichzeitigkeit zweier sinngemäß, aber akausal verbundener Ereignisse als ein wesentliches Kriterium erschien. Ich gebrauche also hier den allgemeinen Begriff Synchronizität in dem speziellen Sinne von zeitlicher Koinzidenz zweier oder mehrerer nicht kausal aufeinander bezogener Ereignisse, welche von gleichem oder ähnlichem Sinngehalt sind.“ (Aus „Synchronizität als ein Prinzip akausaler Zusammenhänge“, 849)

Wenn wir obiges Ereignis betrachten, ist die zeitliche Koinzidenz die relative Gegenwart und das Ereignis hat gleichen Sinngehalt und materialisiert sich in Form einer Speise ebenfall unmittelbar am folgenden Tag. Dies ist der Ton, in dem Märchen ihre Weisheit erzählen …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mundan, Personen, Poetry, Weltbild

Fische-Mond und Steinbock-Sonne: Baltasar Gracian Y Morales SJ

Liebe Leserinnen und Leser,

manche Philosophen spiegeln ausschließlich ihr eigenes Sonnen-Zeichen und dessen Nutzen. Nietzsche (Waage-Sonne, AC Skorpion, Mond Schütze) wird wohl mit seinem nihilistischen Kronleuchter den Socken des Logos noch lange  unter seinem Kissen versteckt halten. Lao Tse habe ich als Fische-Sonne in Verdacht. Platon als Jungfrau mit Schütze-Mond. Aristoteles muß Wassermann gewesen sein. Satre als Zwillings-Krebs mit Schütze AC und Wassermann Mond fundiert ebenfalls ein wortgestütztes und soziologisches Weltinterpretationsgeflecht, das vor allem dem Zwillings-Zweifel huldigt.

Bei diesem Herrn (Horoskop unten), Baltasar Gracian y Morales aus der „Gesellschaft Jesu“ fließt aus dem poetischen Fische-Mond und der freigeistigen Venus-Merkur Tinktur doch alles zur Steinbock-Sonne mit ihrem oft unreflektierten Wunsch nach Bedeutung und Anerkennung – was durch praktische, möglichst selbstlose Verdienste zu transzendieren wäre … ist leider nicht selten, wie man beim Pluto über Sonne Kandidaten Westerwelle nun mitbekommt, oft genug Grund zum Fall des eitlen Gecken und seiner verdrängten Wünsche. Baltasar schreibt in diesem Sinne typisch:

„Über Nebenbuhler und Widersacher zu triumphieren verstehen. Sie zu verachten, reicht nicht aus, wiewohl es vernünftig ist; sondern Edelmut ist die Sache. Über jedes Lob erhaben ist, wer gut redet von dem, der von ihm schlecht redet. Keine heldenmütigere Rache gibt es, als durch Talente und Verdienste, welche die Neider besiegen und martern. … Die Unvergänglichkeit des Ruhmes des einen ist das Maß der Qual des anderen; endlos lebt jener für die Ehre und dieser für die Pein.“ (Handorakel und Kunst der Weltklugheit, Aphorismus 152)

Nun aber nicht die Steinböcke zu Sündenböcken der Eitelkeit machen! Wir alle sind zu mindestens einem zwölftel, bzw. je nach Betonung, Steinbock. Doch gerade aus der Verstärkung durch die Sonne lernen wir im Vergleich mit einem solchen Sonnengeborenen unsere eigene Steinbock-Seele kennen.

Baltasar Gracian Y Morales, 08.01.1601, Belmonte, Spanien

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Verschlagwortet mit
Poetry

Goethe

Liebe Leserinnen und Leser,

„Am 28. August 1749, Mittags mit dem Glockenschlage zwölf, kam ich in Frankfurt am Main auf die Welt. Die Konstellation war glücklich; die Sonne stand im Zeichen der Jungfrau, und kulminierte für den Tag; Jupiter und Venus blickten sie freundlich an, Merkur nicht widerwärtig; Saturn und Mars verhielten sich gleichgültig: nur der Mond, der so eben voll ward, übte die Kraft seines Gegenscheins um so mehr, als zugleich seine Planetenstunde eingetreten war. Er widersetzte sich daher meiner Geburt, die nicht eher erfolgen konnte, als bis diese Stunde vorübergegangen.“ …

… so schreibt Goethe den Beginn seiner Biografie, und gibt damit wie selbstverständlich kund, vollkommen auf der Höhe der Astrologie seiner Zeit gewesen zu sein, wenn man einmal davon absieht, daß bei ihm Uranus im Wassermann, also im eigenen Zeichen stand, bereits entdeckt, aber offenbar noch nicht astrologisch zugeordnet, sonst hätte der Meister ja davon berichtet. Ich las diese Zeilen mit 14, wo ich das Buch im Sonntagsschrank einer Bauernbibliothek fand, wo es immer ein wenig nach säuerlicher Milch, Speck und dem scharfen Stallgeruch duftete, der sich dort überall hin bewegte. Das Konzept der „Planetenstunde“ klingt ein wenig nach seiner Jungfrau-Venus („Eigenschaft der inneren Integrität“, nennt sie Liz Greene) – aber es traf offenbar zu. Und es gibt sicher Astrologen, die auch heute noch erfolgreich damit arbeiten … Und so wußte Goethe nicht um sein Uranus-Saturn Quadrat. Falsch ist hingegen die Annahme, Saturn verhielte sich gleichgültig. Sie stimmt nur insofern, als daß Mars und Saturn zueinander im Horoskop keine gespannte Beziehung haben – und daran merkt man nun, daß Goethe wohl recherchiert, aber nicht selbst geschaut hat, weil Saturn am Aszendenten doch schon auch eine Sturheit des Wesens bedingt.

Und daß Venus, in den Schützen wechselnd, über Goethes Skorpion-Pluto wandert, hätte er nicht wissen können. Denn Pluto war noch nicht entdeckt. Gemerkt hätte er jedoch u.U. einen größeren Liebreiz, der von ihm selbst ausgeht, wenn Venus im Jupiterzeichen ist, und dort von dessen Sinn für Freiheit und Weisheit profitiert.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mundan, Poetry

Venus im Schützen

07.01.2011 13:31 Nürnberg

Liebe Leserinnen und Leser,

„Die Hetären“ schreibt Liz Greene, „deren Schutzgöttin Aphrodite war, bildeten im alten Griechenland eine wichtige gesellschaftliche Klasse. Sie lieferten die Alternative zur Ehe und standen der streng lunaren Rolle der griechischen Frau polar gegenüber. Von der Hetäre wurde erwartet, daß sie außerordentlich gebildet und in Politik und Philosophie und den schönen Künsten versiert war, ebenso, wie sie schön und in erotischen Belangen geschickt sein mußte. Sie war auch in gesellschaftlichen Belangen äußerst gut ausgebildet, und all die Feinheiten der Höflichkeit sowie das Angebot eines intellektuellen sowie ästhetischen Gefährtentums waren Teil ihres Gabenschatzes. Die Welt der Hetäre war eine hoch spezialisierte und stilisierte, und sie verkörperte die kulturstiftende Dimension der Aphrodite. Die Göttin hatte auch die Aufsicht über die Anwendung von Düften, Kosmetika, Ölen und Liebestränken inne – die Herkunft des Wortes „Aphrodisiakum“ ist offensichtlich.“ (aus „Die Inneren Planeten, Liz Greene, S. 122)

Platon berichtet, wie Sokrates von seiner Initiation durch die Hetäre Diotima erzählt, und gibt ein Gespräch zwischen den beiden im „Trinkgelage“ wieder:

„Fassen wir also zusammen: Eros ist der Drang, das Gute für immer zu eigen zu haben.

Du hast vollkommen recht, sagte ich.

Wenn nun der Eros immer auf dieses Ziel gerichtet ist, sprach sie, wie muß einer es dann verfolgen und was muß er tun, daß sein Eifer und seine Anspannung Eros genannt werden könnte? Was für ein Tätigsein ist das? Kannst Du das sagen?

Dann würde ich dich, Diotima, entgegnete ich, nicht wegen deiner Weisheit bewundern und nicht zu dir kommen, um gerade dieses zu lernen.

So will ich es dir sagen: es ist ein Zeugen im Schönen, in und mit dem Leibe wie der Seele.“

Venus hat im Schütze-Zeichen jetzt eine andere Verbindung zu Jupiter, als vormals das Trigon zu Jupiter in den Fischen. Frauen mit Schütze-Mond (und Männer mit Schütze-Sonne) entwickeln jetzt eine unglaubliche Anziehungskraft, die sich noch verstärken wird, wenn Jupiter wieder im Trigonal-Zeichen (dann Widder) steht. Aufbruch, sagt die Venus im Schützen – der/dem Mutigen gehört das Glück.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Poetry

Jahr 2011 für alle Zeichen mit Dichtung ohnesgleichen …

Liebe Leserinnen und Leser,


Ihr Widder bekommt Uranus zum Gast

Der bringt euch die Wende, denn Jupiter in eurem Zeichen,

Das erste halbe Jahr, macht gründliches klar Schiff

Und alle Schiffe klar!

Würde aus der Opposition Saturn nicht drücken,

Ihr würdet dieses Jahr entrücken.

Anfang Juni dann, ihr Stiere, sind Mars und Venus

Lang schon bei euch, da kommt Zeus gleich hinzu und bleibt für länger,

Drum seid nach dem Aufbruch der Widder

Aufmerksam für eure Chance zum Reichtum im Sommer!

Den Zwillingen sei gegönnt eine harmlose Zeit

Mit viel Bewegung und wenig Streit,

Saturn hält übers ganze Jahr zu euch ein stabiles Trigon,

Was ihr errichtet, ist daher haltbar und erbringt obendrein guten Lohn.

Als Krebs spürt ihr jedenfalls die Kraft,

Die Pluto oppositionell zu eurer eigenen schafft:

plus mancher Quadratur – drum seht euch vor, auch 2011 ist ein Tor,

Wer als Krebs glaubt, es bliebe ruhig rund um die Uhr.

Ihr Löwen habt nun lange gelitten,

Neptuns Wasserpferde kamen von außen geritten

So manches langes Jahr! (Was genau seit Februar 1998 war.)

Doch nun ist das im Sommer vorbei – Jupiter trigoniert

Und ihr seid frei, frei, frei …

Ihr Jungfrauen habt 2011 so gut wie gar kein Problem,

Mit Ausnahme eurer Mitmenschen manchmal

Die sich als Neptun und Chiron von außen

Zeigen –  oder auch nicht, wie ein undeutlich irrendes Licht.

Nun seien wir stolz auf die Waagen,

Die hier im Jahre der Waage-Plagen

Mit dem Herrn der Zeit in ihrem Waage Zeichen,

Saturns Umkehrung in Jupiter erreichen.

Skorpion, wo jetzt noch Venus weilt,

Kann bis zehnten Mai eine ruhige Kugel schieben,

Dann jedoch wird dies Zeichen etwas Gegenwind kriegen,

Denn Mars im Stier ab 10. Mai gibt dem Wertvollen Kraft

Und dem Tiefsinn frei.

Das Zeichen Schütze hingegen empfängt von Jupiter im

Widder gleichfalls Segen zu Anfang des Jahres auf jeden Fall,

Der Mondknoten zieht auch durch das Zeichen,

Mit Schütze daher Neues erreichen!

Wie vordem im Steinbock mit Sympatei

Denn Steinbock ist in der Klimax mit Pluto dabei

Und wird sich drehn und ändern,

In der Mitte und an den Rändern!

Neptun schaut am Ende des Jahres im Wassermann nochmal vorbei

Und im Oktober und drumherum weilt Mars im Löwen im Gegenzeichen,

Wenn alles sonst ausgewogen ist: so kann der Wassermann da wenig erreichen

Und fühlt sich vielleicht sogar schon zeitversetzt, als wär das alles gar nicht wahr –

Was Neptun und Chiron den Fischen bringen,

Die sein Haus betreten, während vorne Uranus eben sich anschickt `s zu verlassen

Heilung nach der religiösen Revolution

Durch Jupiter im Januar noch begleitet –

Ist nun das, was den Fischen Freude bereitet.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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Stanley Beckford

Liebe Leserinnen und Leser,

ups … ihr habt es gemerkt, ich war zwei Tage lang offline. Eine absolut verrückte Merkur-rückläufig story – die ich euch erspare, jedenfalls habe ich jetzt einen neuen speedport, und es wird mir ein weiterer zugeschickt, den ich dann zum T-Punkt tragen darf, wo ich mein Geld für den aktuellen zurückbekomme und den zugeschickten quasi im Austausch dort wieder abgebe, was nur daran liege, daß man nicht befugt sei, einen neuen speedport zur Miete rauszugeben, und und … phuu! Aber: da ich wußte, es ist dieser Merkur, ging ich auch in mich und nutzte die Zeit, mir ein paar grundsätzliche Gedanken zu machen. Werde ich absichtlich gebremst? Auf jeden Fall! Außerdem habe ich jetzt schnelleres Internet. Diese kleine Pause kann ich auch als Dankeschön für euer anhaltendes Interesse an diesem Blog im letzten Jahr nutzen und euch einladen, mit meinem aktuellen Lieblingslied zu feiern. Und wer den Stil mag und noch keine absolute Wohlfühl-Platte für die Party hat, dem sei der Kauf einer CD dieses Musikers, der bis 2007 direkt auf der Erde weilte und ein Wassermann war, wärmsten ans Herz gelegt:

YouTube – STANLEY BECKFORD @ marseille 2004

YouTube – Stanley & The Turbines – Dem A Fe Squirm.flv

Poetry

LeserInnen schreiben:

The secret Conference of the great Planets

“Also, was machen wir denn nun an Weihnachten? Die Menschen freuen sich doch schon so darauf.“ Sprach der Mond zur Sonne, die gerade neben ihm am großen Tisch Platz nahm.

„Nun, wir werden das Fest groß aufziehen. Da gibt es noch einiges zu tun, aber fragen wir doch mal unsere Kollegen, was die dazu denken.“ Gab sie Antwort und schaute herausfordernd in die Runde.

„Ich bin dafür, dass die Menschen endlich wieder mehr miteinander reden sollten.“ Sprach Merkur. „Da ist sehr vieles im Argen. Auch sollten die Kinder mehr gefördert werden. Früher haben sie ein Gedicht aufgesagt,  wer kann dies heute noch? Von der Pisa-Studie will ich jetzt nicht reden…!“

„Na ja, die Kleinen sollen aber auch ihren Spaß haben.“ Beschwichtigte der Mond.

„Merkur hat nicht Unrecht“, sprach nun Mars. „Ganz viel Kraft und Energie wird einfach verpufft anstatt etwas Sinnvolles daraus zu machen. Alle wollen alles haben, aber  dafür etwas tun, ist  uncool. Wer kämpft denn heute noch für etwas?“

„Nun, nun“, beschwichtigt Venus.  „Die Menschen müssen doch erst einmal herausfinden, was ihnen gut tut und was nicht. Auch sollten sie bei allem mit sich selbst im Einklang sein. Harmonie, ihr versteht?“

„Harmonie bringt uns aber auch nicht immer weiter.“  Jupiter runzelte die Stirn. „Schließlich geht es auch darum, etwas zu schaffen und zu wachsen. Viele erkennen die vor ihnen liegende Fülle gar  nicht mehr, dass müssen sie wieder lernen und einsehen, wohin sie gehen sollen. Expandieren ist mein Stichwort.“

„Das ist ja alles schön und gut, mein lieber Jupiter.“  Wiegt Saturn bedächtig den Kopf. „Es sollte auch alles Hand und Fuß haben, was einer macht. Lass jeden erst einmal prüfen, ob das, was er da vorhat auch Hand und Fuß hat  und nicht etwa sich selbst etwas vorzumachen und zu  beschummeln.“

„Sehr richtig!“ Meldet sich Chiron und zieht bedächtig an seiner Pfeife. „Was sie säen, das ernten sie.“

„AUA!“ ruft plötzlich Pholus. „Warst du das schon wieder, Uranus? Sei doch nicht immer so schnell! Ich dachte, du bist mein Freund?!“

Neptun stellt sich zwischen die beiden. „Nun streitet euch doch nicht.“ Bittet er.  „Jeder hat doch seine Träume. Lassen wir sie ihm doch.“

Da ertönt aus dem Hintergrund großes Getöse. Pluto taucht auf. Sein Gesicht wirkt nicht gerade freundlich, sondern wild und entschlossen. Da legt  er auch schon los:

„Also, liebe KollegInnen. Jetzt hab ich genug von der Säuselei. Mir wird schon richtig übel! Es muss endlich einmal ein Umbruch stattfinden und zwar  total. Weg mit dem Alten, es taugt nichts mehr. Es muss etwas ganz Neues, Frisches her. Ich werde es den Menschen bringen. Entweder alles oder nichts!“

Vielen Dank für diese nette Geschichte!

Markus

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Auspicia

Liebe Leserinnen und Leser,

Wassermann stieg auf. Es gibt Zeiten, da frage ich mich, ob vielleicht die Tiere selbst bereits ins Paradies verwandelte Seelen sind? Einen Eisvogel zu sichten, ist wunderbar. Als blauer Blitz kreuzt er wie ein Déjà-vu das Gesichtsfeld. Wäre es nicht schon perfekt still inmitten der Maschine, käme dieser Vogel gar nicht hervor. Doch wenn er dann sogar noch ein mal zurückgerast kommt, sich auf einem Ast der Insel fast setzt und Stimme ertönen läßt, die sich ohne weiteres der natürlich notwendigen Harmonie des Hörens einflicht, wie  heilender Ausgleich der Wildnis.

Benannt ist der Eisvogel nach Halycone (Tochter des Windgottes Äolu). Der griechische Name des Eisvogels lautet „Halycon“, was „der Meerblaue“ oder „der auf dem Meer brütende“ bedeutet. Der lateinische Name für den Eisvogel „Alcedo“ ist vom griechischen „Halycon“ abgeleitet.

Die Engländer sagen „Kingfisher“!

Mond beherrscht das Haus 6, also jenes der kleinen Tiere. Daher ist der Eisvogel Mond, der sich anschickt, den Lilith-Korridor zu betreten – und das stimmt, Eisvögel sind zu schön, offensichtlich selbstbewußt, ein lebendes Argument gegen stumpfe Theorien seelenloser Auslese. Doch, wenn wir das ernst nehmen, was sagt dann die Erscheinung des Vogels?

Foto: Lukasz Lukasik

Wassermann aufsteigend ist sowieso schon mal Vogel. Und Vogel ist immer ein Synonym für Freiheit. Und nun liest sich dieses Horoskop wie ein offenes Buch auf mehreren Ebenen, das Buch steht sogar in Haus 9, der Veröffentlichung als Sonnen-Leit Thema des Horoskops.

Passend dazu beherrschen Mars und Merkur im Schützen den astrologischen Himmelsmittelpunkt. Die Feder als Waffe in der Hand des kühnen Schützen … und damit natürlich auch die Vogel-Verbindung.

Apropos Insel: tatsächlich saß der Vogel im Fischezeichen fast – den er nahm sich nur kurz Zeit, umkehrend im Flug einen Laut zu schleudern – auf einer Insel. Zwischen erstem und zweitem Vorbeiflug wechselte Saturn ins siebte Haus.

Das sind hier nur ein paar skizzenhafte Gedanken … Da der Vogel auch ein Jäger ist, der Fische jagt, ist er auch Merkur-Mars. Eigentlich passt das wunderbar: Mars für den langen Schnabel, Merkur für die Schnelligkeit und Schütze für den Jäger.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Eisvogel 15.11.2010 13:12 NBG