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Fische Vollmond
Philosophie der Astrologie 6
Liebe Leserinnen und Leser,
so, wie wir vorgestern das Grund-Missverständnis der modernen Naturwissenschaften und ihres gültigen Maßstabs erklärt haben – eine im wahrsten Sinne des Wortes Not-wendige Maßnahme, wenn wir uns je wieder mit den anderen Wissenschaften vereinigen wollen (denn erst müssen Sie ihren Irrtum erkennen und korrigieren) – werden wir uns heute mit einer Sackgasse beschäftigen, in die sich eventuell die Astrologie selbst seit langer Zeit begeben hat, der Präzession.
Indem wir an der Präzession rütteln (die es so interessanterweise erst seit dem 16. Jahrhundert gibt), rütteln wir nicht nur an den Grundfesten der Astrologie, sondern an einer Säule aller Esoterik, aller Weltzeitalter-Lehre überhaupt. Es ist aber, wie ich glaube, dieses „Rütteln“ genau so nötig, wie das Rütteln an den Grundfesten der aktuellen Naturwissenschaft, wenn wir zu einer Philosophie der Astrologie kommen wollen.
Oskar Adler hat den Titel „Das Testament der Astrologie“ vielleicht doch voreilig gewählt. Er schreibt:
„Infolge der Achsendrehung der Erde scheint sich die Himmelskugel täglich einmal um die Erde herumzudrehen; infolge der zweiten Bewegung scheint die Sonne im Laufe eines Jahres an der sich täglich um die Erde drehenden Himmelskugel eine Kreisbahn zu ziehen, die nach Ablauf eines Jahres wieder in sich zurückkehrt. Diese Bahn, die eigentlich die an den Hintergrund des Fixsternhimmels projizierte Erdbahn ist, nennen wir Ekliptik; annähernd in dieser Bahn scheinen auch die übrigen Planeten zu wandern; sie bestimmt auch die Lage des Tierkreises am Himmel. Tierkreis, Zodiakus ist recht eigentlich der esoterische Name für das, was die Astronomen Ekliptik nennen … Zu den beiden jetzt besprochen Erdrhythmen gesellt sich aber noch ein dritter, dessen Periodenlänge mit etwa 25 600 Jahren angegeben wird. Er kommt zustande durch eine eigentümlich langsame Drehung, die die Lage der Erdachse selbst betrifft. Unter Beibehaltung ihrer Neigung gegen die Ekliptik führt sie längs der Mantelfläche eines Doppelkegels eine überaus langsame Kreiswanderung durch.“
Es wurde viel über die Präzession – die wir als Wanderung des Frühlingspuntes (ca. 1 Grad in 72 Jahren) erleben – gestritten, und immer wieder bringen diverse Zeitungen das Argument von den „verschobenen Tierkreiszeichen“. Dabei ist längst bekannt, daß die Erde den tropischen Tierkreis unveränderlich mit sich führt.* An der Einteilung der 12 Tierkreiszeichen würde sich auch dann nichts ändern, wenn das Jahr nur 360 Tage hätte. Ganz unter den Tisch fiel dabei die Frage, ob es die Präzession denn überhaupt gibt?
Dabei hängt daran recht viel – die Einteilung der Weltzeitalter in der Antroposophie beispielsweise. Einer, der sich nachvollziehbar intensiv mit der Frage beschäftigte, war Tycho de Brahe, der eigentlich die sogenannte Trepidation widerlegen wollte, die Idee, daß die Erdachse nicht rotiere, sondern pendle. So absurd diese Idee heute unseren Ohren klingen mag, müssen wir anerkennen, daß Theon von Alexandria im 4. Jahrhundert p. Chr. andere Quellen und Aufzeichnungen aus tausenden von Jahren aus der berühmten Bibliothek von Alexandria zur Verfügung hatte, bevor sie mutwillig zerstört wurde. Und auch Herodot gibt einen eigenartigen Hinweis aus Ägypten:
Sonnenaufgang « Markus Termin – Astrologisches Stundenbuch
„The Great Library of Alexandria“, O. Von Corven
Tatsächlich verschiebt sich der Frühlingspunkt nicht – das ist ja per Definition ausgeschlossen – sondern der Hintergrund des Sternenhimmels verschiebt sich gegen den Frühlingspunkt. Und das tut er auch nicht rückläufig, der Fixsternhimmel, sondern direktläufig. Deswegen steht heute Regulus nicht mehr im Zeichen Löwe, sondern auch im astronomischen System im Abschnitt Jungfrau. Geschieht das aber wegen des „Eierns“ der Erdachse? Und wie ließe sich das beweisen? Der Astronom und Mathematiker Karl-Heinz Homann kommt zu einem anderen Ergebnis. Er hat Jahre damit verbracht, das siderische (an den Fixsternen orientierte) mit dem tropischen Jahr (an der Sonne orientiert) zu vergleichen. Er schreibt:
„Any time-delay in a planet’s rotation period with respect to the inertial system of the fixed stars due to a precessional motion of the planet’s axis, can never have any influence on the planet’s actual revolution period around its sun. Completely contradictory to this statement is therefore the assertion about the time period of the so-called true sidereal year, which only appears to exist in the supposition that a precession of the Earth exists. But this would mean that the time interval for each consecutive revolution period of the Earth around the sun with respect to the position of the fixed stars should be about 20 minutes longer than the tropical year (the absolute physical measurement standard for time). This is in reality not the case.„
Homann on Precession-Time Paradox
Was würde das nun für die Astrologie bedeuten, wenn es tatsächlich keine Präzession gäbe? Sicherlich dürfen wir hier schmerzlich die „Trennung“ von der Astronomie bedauern – denn ob es stimmt, oder nicht, wäre nur durch ein astronomisches Projekt zu klären, das Homanns Berechnungen überprüft. Hier wie andernorts besteht nämlich – ganz entgegen dem Vertrauen, das völlig unbegründet der Wissenschaft entgegengebracht wird – die Tendenz jahrhundertelang voneinander abzuschreiben, ohne selbst die Dinge gewissenhaft zu prüfen. Astronomen sind heute nicht selten Fachbereichsverwalter, manche brüsten sich damit, im Leben noch durch kein Teleskop geschaut zu haben.
Die Astrologie der alten Zeit – das dürfen wir immerhin vermerken – hat einen barocken Einschlag – egal ob im Westen, bei den Maya oder Chinesen: immer geht es darum, die Welt als klar geordnetes System zu begreifen, in der Vorgänge berechenbar ablaufen. Wie nun, wenn dies so nicht der Fall wäre? Und merkwürdig im wahrsten Sinne des Wortes, daß aus diesem alten System der Zeiten-Beobachtung sich etwas gleichsam destilliert hat, das aus dem Allgemeinen etwas ins Persönliche, Individuelle verschoben hat – und dieses ist nun exakt, genau!
Wie, als wäre es gerade das Instrument, welches der Mensch braucht, um aus dem kollektiven Bewußtsein in ein ganz und gar individuelles überzutreten.
Und – wie immer! – mehr dazu dieser Tage.
Mit freundlichen Grüßen,
Markus
* Sehr profund von Dieter Koch in „Kritik der Astrologischen Vernunft“.
Philosophie der Astrologie 5
Liebe Leserinnen und Leser,
viele, die die Astrologie angreifen, haben intuitiv verstanden, dass es beim Urteilen über eine Sache vor allem darauf ankommt, zu wissen, worum genau es sich bei dieser Sache handelt. Für sie steht deshalb die Definition der Sache „Astrologie“ schon von Anfang an fest. Sie sagen: „Astrologie ist Unsinn“. Und für Unsinn braucht es keine Definition. Sie haben aber keine Erklärung dafür, warum Astrologie immer wieder gebildete Fürsprecher findet, die einfach von ihr nicht lassen wollen und den Jahrtausende alten Faden der Deutungskunst des Firmaments weiter weben, wie den Faden durch´s Labyrinth, den Ariadne stellte.
Waren diese Leute alle irrational? War überhaupt die Vergangenheit der Menschheit irrational – haben unsere Vorfahren ganz unsinnigerweise an die Kraft bestimmter Konstellationen geglaubt – und waren sie schlicht wahnsinnig in ihrer Einbildungskraft?
Wenn es so gewesen sein sollte, dann fehlt die wissenschaftliche Disziplin der Psychopathologie der Ontogenese – das neue Zeitalter der Vernunft hätte dann vom Logenplatz der endlich wahren Erkenntnis den Überblick, die gesamte Bewußtsseins-Vergangenheit der Menschheit zum Wahn zu erklären. Nur die heute erreichte Stufe der Vernunft (seit Entwicklung der „Modernen Naturwissenschaften“) führte demnach auch zur Vernunft und zum glücklichen, aufgeklärten Leben – frei von Bewußtseins-Sklaverei?!
Selbst wenn wir zu diesem Satz nicht vorbehaltslos „Ja“ sagen können, weil doch auffällt, dass den Naturwissenschaften der eigene Maßstab, das alte Wissen von hier nach dort, der Meter oder die Meile selbst – ohne Fremdverschulden zu einem „Spuk“ geworden ist, wie sie schreiben, so ist doch der naturwissenschaftliche Anspruch – etwas „objektivieren“ können – gar nicht aufzugeben, sondern unbedingt zu stärken.
Doch was heißt das genau, „etwas objektivieren“? Ist Naturwissenschaft wirklich objektiv? Und was ist dann objektiv Astrologie?
Für uns bedeutet „objektivieren“ hier, daß mindestens zwei Menschen über einen Vorgang, der auch außerhalb ihrer selbst stattfindet, einer Meinung sind. Wir wissen aber, daß selbst Millionen Menschen, die einer Meinung über etwas Bestimmtes sind, sich genau so gut im Wahn befinden – und daher irren können.
Daher hat eben die Astrologie/Naturwissenschaft die Messung erfunden. Und das ist gut so. Nun aber – durch Begriffe wie „Nichtlokalität“, ist die Naturwissenschaft wieder in den Schoß ihres Ursprungs zurückgekehrt, die Herkunft der Zahlen selbst. Denn das Wort „Nichtlokalität“ bedeutet, ein Ding sei nicht da, wo es ist.
Für die Naturwissenschaft wird die Kompetenz dazu aus dem jeweils gleichen Abstand einer Zahl entwickelt, die vorab als Strecke ermittelt wurde. Wie aber wird das ermittelt? So, für unsere Zivilisation: der Weg, den ein gespiegeltes, doch sonst ungehindertes (im Vakuum) Photon in einer Sekunde zurücklegt. Denn damit brüstet sich die Naturwissenschaft ja gerade: nicht: – zu denken, sondern zu messen. Nur Messungen und deren Vergleiche sind für die Naturwissenschaften Tatsachen. Und das ist – wie gesagt – auch ein wertvoller Grundsatz. Wenn wir hier auf der Erde einen Zollstock in der Hand haben, etwas zu messen – der Länge nach – z.B. hat etwas 50 cm Länge – ist es dann so, daß wir im Prinzip diesen Zollstock nehmen können, und Stück für Stück aneinanderlegen, bis wir letztlich das ganze Universum vermessen haben?
Warum ich frage? Weil unser Vertrauen darauf, etwas zu messen, sich ganz intuitiv darauf verlegt, diese Frage positiv zu beantworten: „Ja, wenn wir einen Maßstab haben 50 cm lang oder ein Meter – und dann lege ich ihn immer wieder aneinander, so müßte ich, wenn das Universum ein begrenzter Ort ist, eine Gesamtgröße dieses Ortes ermitteln können.“
Wenn es nur so einfach wäre! Sie wissen alle, daß die Größenordnungen im Universum von den Kosmologen im Verbund mit Astronomen in Lichtjahren gemessen werden; das ist die Strecke, die Licht innert eines Jahres zurücklegen soll. Aktuell wird daher im Rahmen des Urknall-Standardmodells die „Größe“ des Universums auf ca. 42 Milliarden Lichtjahre beziffert*.
Damit sind wir aber im Prinzip nicht weg von unserem Meter-Stab oder Zollstock – als man noch in „Zoll“ maß. Denn 1 Lichtjahr ist ja genau zu messen: das sind etwa 9,5 Billionen Kilometer. Das ist schon sehr sehr viel, aber eben eine ganz normale „astronomische“ Einheit, für die wir letztendlich nur unseren Meterstab oder Zollstock brauchen, um – wie oft auch immer – dem Ganzen auf die Spur zu kommen, rein von seiner Größe und Ausdehnung her, genau, wie wir hier auf der Erde das Thema „Ausdehnung“ verstehen.
Setzen wir einmal voraus, unsere Kosmologen vermuten die Ausdehnung des Universums richtig, dann wären das etwa 9,5 Billionen mal 42 Milliarden – jedenfalls eine Strecke, die unser Maßstab – auch wenn das völlig irreal erscheint, prinzipiell „aushält“.
Was der Maßstab jedoch nicht aushält, das ist seine eigene Relativität – denn laut akzeptierter Lehre verändert sich unser Zollstock je nach Geschwindigkeit des beobachtenden Subjekts in der Länge – man nennt es Längenkontraktion – je schneller er wird, desto weniger Zeit vergeht ihm, dem Maßstab selbst – und ist er dann am schnellsten – vergeht gar keine Zeit mehr – dafür hat aber unser simpler Zollstock (als Photon) prinzipiell die Länge auch verloren, denn hat das Photon keine Eigenzeit mehr, so hat es auch keine Länge. Es wird in den Rechenschieberhirnen der Doppelköpfigen Zeit- und Raum-los, ein-dimensional.
Das müßte weiter nicht stören, wäre nicht gerade das Licht, seine (vorgebliche!) Geschwindigkeit pro Sekunde im Vakuum exakt jener Maßstab, der früher Meter oder Elle genannt wurde. Ein Maßstab – variabel von der Geschwindigkeit abhängend – der gleichwohl auf´s Absoluteste fixiert sein soll. Eine absolute Fixierung, die gerade in der sich aus der Fixierung ergebenden Relativität wieder aufgehoben wird. Dies ist der Grundwiderspruch und Betrug der modernen Naturwissenschaften am – woran denn? – am Geist selbst, fürchte ich.
Dem unbefangenen Beobachter wird auffallen, daß – ganz wie bei Äsops Hase und Igel-Fabel – die „Sekunde“ immer vor der Messung der Strecke, die ein ungehindertes, aber gespiegeltes Photon in einer Sekunde zurücklegt, da war. Dem guten Kompost ähnlich, muss sich die Lichtgeschwindigkeit – gespiegelt und im Vakuum – an der guten alten „Sekunde“ gleichsam „impfen“. Die Sekunde aber wird gewonnen aus der Umdrehung der Erde um ihre eigene Achse, der Einteilung des Tages in 12 Doppelstunden – einem Dutzend. Und nicht nur das. Denn da „nichtlokal“ die Dinge nicht da sind, wo sie einem realen Ort zugeordnet werden könnten, wird genau diese „Eichung“ der Lichtgeschwindigkeit an der Sekunde – der Tagesumdrehung des Gestirns, unserer geliebten Erde – im Grunde völlig unmöglich.
Es geht nicht darum, in dieser Anschauung der modernsten Physik nach Sinn und Vernunft zu suchen; sie ist schlicht falsch. Es gibt keinen Urknall, keine schwarzen Löcher, keine Dunkle Materie. „Nichtlokal“ bedeutet einfach nur, daß man es physikalisch geschafft hat, genau dort anzukommen, wo der Mensch immer schon war: in der universellen Gegenwart von Allem mit Allem genau zur selben Zeit. Wir wissen nicht, wie die Dinge dort hin gelangen – Lichtgeschwindigkeit wäre zu langsam – wir wissen aber, daß sie da sind. Und dieses Da-Sein empfinden wir – anders, wie die sterilisierte, untersinnliche Ziffern-Wirtschaft, als göttlich.
Dennoch muss man zugeben, dass die Messung – auch, wenn sie die Realität nur unvollkommen erfasst, alle Berechtigung hat. Die Messung in ihrer objektiven Form muss in Zukunft der Physik der Kosmologen entrissen werden – der Bewußtseinsschlaf, den sie träumen, ist gründlich und tief – wir sollten nicht tausende von Jahren warten, bis sie erwachen und sich einfinden auf der Bewußtseinsstufe der Bäume.
Wäre es denn nicht äußerst wahrscheinlich, dass die Menschheit durch die letzte Sintflut so traumatisiert wurde, daß sie tatsächlich – Emmerich-like – nach der Arche-Noah forscht, und sie – unbewußt – technisch sehr wohl entwickelt?!
Der Gedanke ist auch für die Astrologie mit ihrem platonischen Jahr so abwegig nicht. Genau an diesem Punkt – dem platonischen Jahr – geht es weiter mit unserer fragmentarischen Philosophie der Astrologie.
Mit freundlichen Grüßen,
Markus
* es kommt hier nicht darauf an, ob diese Angaben – die sich ohnehin ständig ändern/erweitern korrekt sind.
Die Philosophie der Astrologie
Liebe Leserinnen und Leser,
der übergeordnete Begriff „Astrologie“ umfasst dabei dem Anspruch gemäß alle Astrologie – also unsere westliche genauso, wie die chinesische und die Maya-Astrologie, von der kaum etwas bekannt sein dürfte. Wenn wir fragen, was Astrologie ist, müssen wir finden, was all diesen Betreibungen astrologischer Art gemeinsam ist?
Gemeinsam ist ihnen, daß sie aus der Beobachtung des Himmels eine bestimmte Rhythmik erkennen anhand der Bewegung der Weltenkörper in ihrem schwebenden Gang und dann aus dieser Rhythmik eine Phase bestimmen, die mittels willentlicher Entsprechung durch Sternkundige Einfluss auf die Geschehnisse nimmt, sei es – wie früher – kollektiv; – und als Berater des Königs, oder – so wie heute – individuell – und mit Jesus auch wieder kollektiv (in der Auflösung des Gegensatzes).
Unser Tierkreis arbeitet mit dem Jupiter-Maß 12 – der chinesische ebenso, aber mit anderen Schwerpunkten – wie es nur natürlich ist für eine andere Zivilisation – der indische Tierkreis ist ein Relikt Alexanders und seiner Astrologen und die Maya sollten wohl einen Tierkreis gehabt haben, der uns aber nicht bekannt ist – der 52-Jahre Fest-Zyklus (104 Jahre) ist die Summe von 13 mal 8 – des harmonischen Venus/Erd-Rhythmus.
Was auch immer dem noch zu Grunde liegen mag: gemeinsam ist aller Astrologie der Wille zu rhythmischer Lesbarkeit des Himmels und der Verbindung zu Ereignishaftigkeit, Wetter, Ernte und Schicksal. Johannes Kepler hat zwar den Tierkreis in seiner Bedeutung verworfen, aber das Aspektverhältnis der Planeten untereinander für eine so zuverlässige Wetterorientierung gehalten, daß er bereit war, einem wichtigen Auftraggeber das gesamte Wetter des Jahres 1602 detailliert aus den Aspektverhältnissen der Planeten vorauszusagen.
Das gespaltene Verhältnis der Menschen zur Astrologie erklärt sich aus ihrer früheren Rolle: zu der Zeit, als Astrologie und Religion eins waren – ein Stadium, das sich ontogenetisch als Entwicklungsstufe eines jeden Volkes begreifen läßt – waren die Kalender-Tempel (Stonehenge) – wie heute die Kirchtürme schon bald von ano dazumal …
… mit den großen Uhren – auch sakraler Grund – und je nach Perversion der Zeit – mit Opfern begangen und rituell eingebettet in eine entsprechende Tradition. Diese Opferzeiten wurden – wie ja nun bei den Atzteken auch – per astronomischer Bestimmung festgelegt.
Über Opferkulte unserer Vorfahren wissen wir Details zum Teil von römischen Autoren, zum Teil aus Darstellungen auf den silberenen Weihekesseln.
Doch auch diese Details werden nicht für alle Zeit Tradition gewesen sein – auch die von den Römern angetroffenen Barbaren hatten vor längerer Zeit nochmals andere Sitten.
Die andere Wurzel der Astrologie reicht zurück auf die Insel Kos. Bêl-re’ušunu – (diesen Namen auf der Zunge fließen lassen und verstehen!), ein Weiser der Sonne aus Babylon, vom Zweistromland, brachte sie dorthin und eröffnete eine astrologische Schule.
Was sich als Aussage seiner Schule erhalten hat, ist womöglich die gesamte Astrologie selbst, das Problem der Zivilisation. Denn kolportiert wird, daß er lehrte, es gäbe einen Rhythmus der Zivilisationen, der durch Fluten und Feuer beeinflusst und gestört wird, wovon die Sintflut eine war. Er schreibt auf griechisch eine Geschichte Babylons, aus der uns zwar nicht das Original, aber verschiedene Zitate unterschiedlicher Autoren objektive Bürgschaft ablegen. „Buch 2“, weiß Wikipedia (Berossos – Wikipedia), „beschäftigt sich mit 10 vorsintflutlichen Königen, schildert Flutberichte“ …
Zu dieser „Sintflut“ haben wir eine zweite, unabhängige Quelle: die Bibel.
Somit schwebt natürlich über Astrologie/Astronomie die rhythmische Frage eines kosmischen Ereignisses im Raum: einer Katastrophe, die mit bestimmter Regelmäßigkeit die Erde heimsucht und die Menschen seit unvordenklichen Zeiten rhythmisch begleitet.
Handelt es sich dabei um den zusammengetragenen Sinnzusammenhang vieler Weltkatastrophen wie in Thailand und Japan? – so auffallend kurze Zeit Poseidons Zorn hintereinander? Oder haben wir es bei der „Sintflut“ wirklich mit dem weltweiten Zusammenhang einer Großkatastrophe der jüngsten Weltgeschichte zu tun, an die sich die gesamte Menschheit in ihren jeweiligen Geschichtserzählungen – den Mythologien – erinnert?!
Wer eine Meinung dazu hat, halte sich nicht zurück …
Mit freundlichen Grüßen,
Markus
Stadt am Fluss
Not-wendiges Thema!
Liebe Leserinnen und Leser,
die Wochenvorschau – ist schon fertig, zumindest die Aufnahmen, und runtergeladen hab ich auch schon alles, aber ob ich es heute noch schaffe, das zu einem Film zu machen und hochzuladen, kann ich nicht versprechen – Merkur ist wirklich rückläufig – ob gut oder edel. Da einfach dranbleiben und sich nicht drankriegen lassen – Gelassenheit: – Demut, Geduld! Bedenken Sie – Saturn und Mars! – ich bin ja Widder-AC – scheinen auch mir aus dem 7. Haus entgegen. Und was nun tun? Ich habe mich Widder-AC mäßig entschieden, ich kämpfe!
Aber Verstümmeln hat doch Tradition! | blooDNAcid | ScienceBlogs.de – Wissenschaft, Kultur, Politik
Weil wir hier aber auch astrologisch reingucken, hier das Horoskop dazu:
Nürnberg: 28.07.12 · 18:14 Uhr
Meine Stellung ist Jupiter, peregrin – also fremd – in Haus 6 – schwach – gerade dem Südknoten begegnet. Aber Venus guckt aus dem 7. Haus entgegen: das ist eine Chance! Meine eigene Beteiligung: plutonisch! – mein erstes Haus: groß – das muss als deutlicher Hinweis verstanden werden – Pluto stark, doch schwer zu kontrollieren – genau darauf kommt es aber an! Radix-Plutonier im ersten Haus belehren uns über das Thema!
Meine Aufforderung als Jupiter im praktischen Haus 6: beteiligen Sie sich!* – wo Sie auch sind – an der verlinkten Diskussion in den Sience Blogs und vertreten Sie Ihre Meinung zu dem Thema.
Mit freundlichen Grüßen,
Markus
* und gerade diese Aufforderung ist ja plutonisch – dennoch gibt es den Kern der Möglichkeit – denn hier tut sich was auf der Welt – parallel zum Geschehen in Süd- und Nordsudan. Lesen kann man darüber fast nur bei Hans Wollschläger.
„Giant“ – in der Ruhe die Kraft
Liebe Leserinnen und Leser,
Mars schiebt sich langsam auf Saturn zu – wie Assads Armee auf Aleppo. Das Quadrat Uranus-Pluto begleitet dies genauso, wie die Euro-Krise. Merkur läuft rückwärts im Löwen – zu nah an der Sonne, um objektive Urteile zuzulassen – stellt aber die Autorität zu Recht in Frage. Die Energie steigt an bis zum Vollmond – morgen haben wir das letzte Mond-Quadrat davor hinter uns. Allgemein kann man beobachten, daß viele Leute tatsächlich einen Bewußtseins-Wandel durchmachen. Die Kräfte der gestrigen Methoden sind nicht mehr Avantgarde, heilige Kühe müssen auch dran glauben …
Runder Tisch zur Wissenschaftspolitik: „Unbehagen über aktuelle Antworten“ – taz.de
Dieser Bewußtseinswandel, den man auch Erwachen zu Bewußtsein überhaupt nennen könnte – ist ein positiver Impuls durch Neptun in den Fischen. Es tun sich in solchen Wandlungszeiten völlig neue Möglichkeiten auf: und zwar besonders bei uns in der „Komiker-Nation“, wie mir scheint. Von großem Wert sind die Dinge, die selbstorganisiert geschehen:
Energiegenossenschaften – Energiewende Jetzt
Trotzdem macht es Sinn, den August ruhig anzugehen. Lassen Sie mal die Füße im kühlen Fluss baumeln und atmen sie durch: der August wird heiß – da macht es Sinn, wenn wenigstens Sie die Ruhe selbst sind …
Mit freundlichen Grüßen,
Markus
„Warum immer ich?“ Nutzen der Astrologie in der Partnerfindung
Liebe Leserinnen und Leser,
das ist natürlich die wichtigste Frage, der AstrologInnen begegnen, wenn wir beraten. Besonders wenn KlientInnen wiederholt in bestimmte Lebenssituationen geraten – zwei, drei mal daran scheitern z.B., eine feste Bindung mit verschiedenen Zwillinge-Männern zustande zu bringen – und wir sehen: „Aha – Schütze-Aszendentin hat Partnerhaus Zwillinge, Merkur, Zwillinge Herrscher, steht aber nicht im Haus der festen Bindung – dem Haus 7 – sondern in Haus 5 – dem Haus der Geliebten – und hat ein Quadrat zu Uranus.“
Die Erklärung ist also sofort verfügbar und direkt als Bild zu verstehen: die Native hat einen extremen Freiheitsdrang (auch Jupiter, Horoskopherrscher, steht im Wassermann!) und ist selbst diejenige, die als „Platz“ für die Partnerschaft ein recht luftiges Nest anbietet – das ist auch vollkommen in Ordnung so.
Um die Lebensqualität zu verbessern, muss frau dem ab jetzt nur bewußt entsprechen: das eigene Freiheitsbedürfnis ernst nehmen, die zusätzliche Mars-Saturn Opposition als inneren Widerstreit zwischen Anspruch auf Geborgenheit und Wunsch nach Befriedigung als Widerspruch begreifen, der schon im Horoskop steht, und deshalb unmöglich des Partners „Schuld“ sein kann – und schon sind wir frei, eine neue Liebe zu finden und altes – wenn es nicht ‚funktioniert‘ hat im Leben – dankbar gehen zu lassen.
Wenn wir soweit sind, wird manches im Leben, als wäre es getragen.
Mit freundlichen Grüßen,
Markus




















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