Mundan, Poetry

Mars Quadrat Saturn

Liebe Leserinnen und Leser,

das hält mich auf Trab … wunderbare Gespräche aber auch diese Zeit mit KlientInnen – leider jedoch: in den Krankenhäusern soll sich die Unfallrate erhöht haben dieser Tage habe ich aus direkter Quelle gehört …  – es sind diese Mars/Saturn-Geschichten, die nicht zu übersehen sind in ihrer Direktheit, wo Zug und Druck nicht harmonieren, wie bei einem Trigon. Wo aber im Horoskop spielt sich das ab? – bei mir z.B. zwischen Haus 11 und Haus 7 – Gesellschaft und Begegnung – alle anderen Horoskopfaktoren differenzieren das Bild und erzählen eine Geschichte ebenfalls und beziehen sich auf den aktuellen Quadrataspekt zwischen Mars im fixen Zeichen Wassermann und Saturn im fixen Zeichen Skorpion, je nach dem, wo alles steht …

Deswegen schreibe ich an diesem Artikel noch ein wenig später weiter, muss erstmal kochen …

Thema: … ! – ? …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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Gandalf wieder grau – Ian McKellen

Liebe Leserinnen und Leser,

Ian KcKellen wird einen Mars/Mars Transit haben, wenn er Mittwochs in den Wassermann wechselt – eine elektrisierende Kraft, wie sein Zauberstock. Mit seinem Schütze-Aszendenten und der Sonne in Zwillinge hat er die Osho-Konstellation – es ist immer ein Vorteil, beide Teile der Ich/Du-Achse besetzt zu haben – vertrauenserweckend. Der Mondknoten im Skorpion im Haus 11 läßt ihn zum gesellschaftlich anerkannten Magier – im wahrsten Sinne der Worte – werden …

Ian McKellenIan McKellen 25.05.1939 21:30, Burnley, England

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mond, Mundan, Poetry, Weltbild

Fische-Mond (im Quadrat zu Merkur … )

IMG_3360Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

wer meint, heute oder morgen was entscheiden zu können, sieht das Quadrat von Merkur und Mond nicht, der seinerseits die Opposition von Merkur und Jupiter betont (auslöst … ) – es ist nun wg. Fische-Mond – da fühle ich mich tatsächlich jeden Monat wie treibend auf dem Ozean des Unbestimmten – nahezu unmöglich, für und wider vernünftig abzuwägen – dabei spricht aber die sogenannte Rezeption – Astrowiki-de prinzipiell sogar die Sprache gewichtiger Entscheidungen: in Rezeption stehen jedoch nicht nur Merkur und Jupiter, sondern auch Pluto und Saturn – diese sind quasi als Konjunktion zu werten, die im Falle von Saturn und Pluto jahrelang, im Fall von Merkur und Jupiter bis Ende 2012 reicht – ist also mal das Mond-Quadrat weg (übermorgen) gibt es keine bessere Zeit, als mit Jupiter rückläufig in Opposition/Rezeption zu Merkur nicht nur das ganze Wissen (Zwillinge) zu bekommen, sondern die Weisheit (Schütze) dazu. Saturn und Pluto sind beide gut für tiefgreifende Strukturreformen, die rücksichtslos durchgesetzt werden: siehe Südeuropa. Wie kann man das privat nutzen? Indem jeder selbst „tiefgreifende Strukturreformen“ macht – ich fang mal an!

Merkur Opposition JupiterNürnberg, 18.12.2012 22:02

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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Philosophie der Astrologie 11 A

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Liebe Leserinnen und Leser,

Schrift als Bild simuliert folgendermaßen: es holt aus der Wirklichkeit – wir sagen nicht: der drei Dimensionen, denn die Wirklichkeit im physikalischen Sinn – der Raumhat keine Dimensionen, er ist Dimension – geometrische Zwei-Dimensionalität – die es nur auf dem Papier gibt oder auf projizierter, glatter Fläche: dort aber schon!

Einstein rechnet diese zwei-Dimensionalität analog um in eine Drei- und Vier-Dimensionalität – während die Wirklichkeit – der Raum – keine Dimension hat, sondern eine ist. Die geometrischen Figuren der Dreidimensionalität – Würfel oder Kugel – können wohl im Raum sein, sie können ihn aber nicht vermessen – anders sonst wären sie nicht drin, sondern draußen – außerhalb des Raumes.

Um diese Fiktion zu zementieren, erfindet Einstein eine vierte Dimension: was hier niemals zeitsynchron ist (und daher – genau betrachtet, maßstabslos), soll in der „Raumzeit“ gleichzeitig stattfinden. Einstein profitiert davon, dass niemand seinen Betrug versteht – und gleichzeitig die Zündung der Atom-Bombe der Physik einen Nimbus der absoluten Kraft verleiht. Die „Raumzeit“ ist in absoluter Gleichzeitigkeit das neue Jenseits – allerdings ist es dort leer – das Scharnier in die „Raumzeit“ ist das Licht, bzw. nur dessen „Geschwindigkeit“.

Dem gegenüber bietet die Astrologie einen ganz anderen Halt. Denn obwohl sie die „Zeit“ auf zweierlei Weise verwendet – einmal als simulierten Stillstand – und dann – wirklichkeitsnäher – als rhythmisches Geschehen – wird in der Astrologie nichts an der Lichtgeschwindigkeit geeicht, sondern alles an der Drehung der Erde um sich selbst im Verhältnis zur Sonne: die kleinste Einheit sind 24 Stunden, 12 Doppelstunden. Von dieser Eichung hängt aber  – dem letzten Näherungswert entnommen – dennoch immer jede physikalische Messung in Wirklichkeit ab.

Wir sehen also leicht, dass sich astrologisch gesehen die Zeit durchaus verändern kann – dazu muss sich aber die Drehung der Erde um sich selbst und die Sonne ändern.

Das kann passieren und ist bereits passiert: wir sehen es z.B. an der doppelten (und dreifachen) Kalenderführung der Maya und Herodots Berichten eines Achsenpendelns der Erde. Das Ansinnen, für das ganze Universum eine Zeit bestimmen zu können: die der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum hier auf der Erde – führt zu grotesken Verzerrungen – die z. Zt. „Dunkle Materie“ genannt werden.

Die Astrologie „wahrt“ diesen letzten und wichtigen Posten der Integrität von Zeit, Raum und Geometrie als heiliger Kunst. Sie ist in diesem Sinn der Eckstein im Bau des Tempels der Wissenschaften.

Sie hält die Waagschale. Sie hat die Wahrheit der Zahlen – in der sich die Naturwissenschaft verlieren muss.

Man könnte sogar sagen: nur weil es Astrologie gibt – die sich wieder im Geheimen zur exakten Wissenschaft entwickelt, besteht die Menschheit noch. Astrologie ist luziferisch, Astronomie ahrimanisch.

Vielen Dank Herbert, für´s Zurückholen in die Spur bei Sonne/Saturn Konjunktion … Natürlich geht´s hier weiter mit der Philosophie – und sicher wird daraus auch ein Buch erwachsen. Der nächste Pfad ist ägyptisch.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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Dunkle und helle Astrologie

Liebe Leserinnen und Leser,

wir Astrologen, die viel beraten, können – wenn wir aufmerksam sind – nicht an der offensichtlichen Evidenz der Auslösungen vorbei – und so stellt sich eben die Frage, wie damit umzugehen ist – was wäre, wenn alle Menschen davon wüßten? Immer noch glauben die Meisten, Astrologie sei bestenfalls eine Sache für´s Tee-Kränzchen am Nachmittag, und die selbst verführten und betrogenen Materialisten in ihrer stumpfen Egozentrik, und dazugehörigem Gruppenkuscheln als kaum tragfähigem Ersatz für Tugend und Moral – sie unternehmen wirklich alles, um eine seriöse Beschäftigung mit der Astrologie für aufgeweckte Geister der Zukunft unmöglich zu machen.

Wenn Rudolf Steiner schreibt: „Die Medizin wird vergeistigt werden, sehr sehr vergeistigt werden,“ – dann spricht er ganz als Deuter der kosmischen Zusammenhänge. Den Lauf der Planeten können wir nicht ändern. Insbesondere bei der astrologischen Beratung von Kranken müssen wir sorgfältig die Grenze wahren zwischen allgemeinen Lebensratschlägen astrologischer Art einerseits und Medizin andererseits – denn wir sind keine Ärtze und dürfen uns zu Recht nicht in ihr Handwerk mischen – und doch wird alle Medizin eines nicht allzu fernen Tages die Konstellationen wieder einbeziehen müssen – denn es zeigen sich die deutlichsten Auslösungen gerade den Verlauf von Krankheiten betreffend, wie jetzt wieder beim Ingres von Mars in den Schützen und Saturn in den Skorpion: Ärzte werden Astrologen werden müssen; Astrologie gehört in die medizinische Landschaft der Universitäten.

Denn es hilft nichts, diese Übereinstimmungen zu ignorieren, den Kopf in den Sand zu stecken. Sie sind nun einmal da. Wenn sie beim Gesunden mitunter sich milde und zögernd zeigen, greifen sie beim Kranken oft direkter und mit unglaublicher Exaktheit.

Dem astrologischen Berater stehen heute noch allzu oft Menschen gegenüber, die beraten werden wollen auf eine Art, als wären sie irgendwo statisch, unbeweglich und unbeteiligt gegenüber ihrem eigenen Schicksal – als käme die kosmische Kraft ohne ihren Willen und Zutun von außen – als hätten sie im Leben ihre eigene private Burg zu hüten – und der Astrologe soll nun sagen, was passieren wird, in jedem Fall.

Solchen – vielleicht sogar über Jahrhunderte anerzogenen – Fatalismus zu bedienen, ist wirklich nicht mehr Aufgabe der Astrologie – obwohl Vorhersagen nach dem Muster möglich sind, der die Auslösungen der Astrologie mit den Einstellungen des Charakters kombiniert – etwas Hellsichtigkeit dazu – und dann ist das genau das, was viele Leute vom Astrologen erwarten.

Zu Recht könnten wir dies „dunkle“ Astrologie nennen – dunkel, weil sie kein Argument für die menschliche Freiheit ist, weil sie knechtet.

Die andere, „helle“ Astrologie, die mit den gleichen Mitteln arbeitet – versucht den Menschen in den Stand zu setzen, sich selbst zu verstehen nach Anlagen und Möglichkeiten, um dann aus diesem Wissen heraus richtig zu handeln. Gemessen an einer kommenden Astrologie der Zukunft, die wir hier vorbereiten, ist dies das Beste, was wir tun können – und tun müssen.

Denn Astrologie ist eben keine nebensächliche Angelegenheit zur Unterhaltung – sondern heutzutage die einzige und beste Möglichkeit, den Menschen ein Gefühl für ihre kosmische Herkunft und Bestimmung zu geben. Und das bedeutet konkret: den Menschen als Menschen zu retten, bevor er vollends zum gelenkten Massentier wird.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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Philosophie der Astrologie 9 Teil C

Liebe Leserinnen und Leser,

Bilder, eines aus der griechischen Antike, und eines aus der Steinzeit aus einer Erdhöhle in Kasachstan, die hier in der Reihe gezeigt wurden, sind diese beiden:

Ich gehe immer davon aus, daß unsere Vorfahren uns etwas sagen wollten mit ihren Darstellungen. Der Schlüssel für das Adler/Zeus-Bild, bzw. das Osiris/Zeus-Adlerbild war für mich die Erkenntnis, daß dieses Bild nicht eine Allegorie zwischen Adler und Mensch ist, sondern für den Menschenadler – eines der vier archetypischen Bilder, die der Prophet Ezechiel (Stier – Adler – Löwe – Mensch) steht.

Dem sitzt Zeus/Jupiter als gefesselter Gott – deswegen Osiris – gegenüber. Diese Allegorie wird aber erst verständlich, wenn man sie als ein ganzes Bild für die eigene Seele versteht – die Seele selbst ist gefesselter Gott und Adler!

Wichtig ist die Muschel, die doppelt zwischen Ornamentik und Zeichen auftaucht – das mag einerseits am Gebrauch der Schale für zu verspeisende Meeresfrüchte liegen, andererseits ein Hinweis auf die lebendige Rhythmik allen Geschehens sein.

Man stelle sich vor – Kindern und einfachen aliteraten Menschen waren diese mythologischen Entwürfe in alltäglicher ornamentaler Selbstverständlichkeit von Kindheit an optisch-historischer Leitfaden. Zusätzlich sind diese Bilder in einer Sprache formuliert, daß auch wir sie noch prinzipiell entziffern können.

Man stelle sich vor, wir selbst wollten übermitteln, noch in tausenden Jahren sei ein Ort oder zwei oder drei nicht zu betreten  – wie es ja traurige Realität ist. Wenn wir damit rechnen müssen, daß bis dahin jede narrative translative Struktur auf Buchstaben und Laut-Basis unverständlich geworden sein könnte?!

Wir würden Bilder malen, wie unsere Vorfahren!

Diesbezüglich bitte nochmal das zweite Bild betrachten. Es zeigt einen Menschen mit Tierschwanz, der verbunden ist mit einem Steinbock durch den Verlauf der Linie. Und der Kopf dieses Menschenwesens ist in Sternenspähren, die mit dem Augen-Doppelsystem sieben ergeben. Der Mensch ist nackt, und da wir seinen Penis sehen, handelt es sich um einen (unbeschnittenen) Mann. Es fällt nicht schwer, zu erkennen, daß dies ein Wesen zwischen Himmel und Erde ist. Und Zweck dieser in möglichst zeitlosen Stein geritzten Petroglyphe ist offensichtlich, die Zeit zu überdauern und von genau uns endlich gelesen und entziffert zu werden.

Die Botschaft ist also, daß durch den mit dem Steinbock verbundenen Menschen die Erkenntnis des Zusammenhangs von Mensch, Tier und Himmel in Form einer Erleuchtung der Doppelspähre, die durch die Comic-gleichen Doppelaugen, die sowohl nach innen, als auch zu uns nach außen schauen. Dieses  zwischen Himmel und Erde wurde absichtlich als ein Anblick von innen und außen zugleich dargestellt: „Seht her, – solches haben wir erfahren, wir sind Doppelwesen zwischen Himmel und Erde,“ sagt dieses Bild, „Beharrlichkeit des Bocks hat mich in himmlische Spähren gebracht – Liebe und Himmel sind gemeinsam.“

Das Bild ist ein zärtliches Steinbock-Erkenntnisbild. Und wenn wir darauf ein halbes Jahr meditieren würden, würden wir einen Eingang finden – durch das Bild – das von einem Hüter der Schwelle, Geißen und Böcken bewacht ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mundan, Weltbild

Merkur fast still im Löwen

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Liebe Leserinnen und Leser,

vor etwa zwei Wochen haben sich die Vogelstimmen auf Jahresumschwung eingestellt. Es ist recht still geworden – nur die Grünfinken aus der Zikade sind erwachsen und ziehen den ganzen Tag einen intensiven Klang durch ihre Schnäbel, sehnsuchtvoll und rhythmisch – als wollten sie noch gefüttert werden und locken dadurch die Eichelhäher an, die sich nach Futter umgucken und junge Grünfinken kommen wohl in Frage. Merkur steht fast still – wird alles ein wenig bleiern, wenn Saturn mit Mars um die Mittagszeit aufsteigen. Besonders schwer für diejenigen, die um diese Zeit irgendwo Dienst tun – Uranus und Mond begegnen sich im Widder – bei all dem großer Freiheitsdrang im Kopf-Zeichen!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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Im All – Natur des Lichts

Liebe Leserinnen und Leser,

manchmal frage ich mich – wie man zu so friedlichen Konstellationen, wie Mond im Stier und Sonne in Krebs eben friedlich fragen kann („Potenzierung der romantischen Veranlagung, die ja die Sonne im Krebs verleiht“, schreibt Oskar Adler)  – ob wir die Natur des Lichts nicht völlig falsch auffassen, bisher. Dazu einmal dieses Bild:

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Wenn Sie sich die Sonne anschauen, sehen sie diese Neigung zur strahligen Fadenbildung, die man natürlich leicht als Phänomen der Linse abtun könnte.

Hier der Ausschnitt etwas vergrößert. Besonders fallen diese Strahlen im Winter – im wahrsten Sinne des Wortes – ins Auge, wenn man im Januar bei tief stehender Sonne joggen geht – da scheint zuweilen die Sonne durch die Äste, und das Licht wird mit bloßem Auge, ganz ohne Kamera – gleichfalls in dynamischen Fäden wahrgenommen, die aus der Quelle – der Sonne – stammen. Es ist, als wäre der Lichtstrahl mit seiner Quelle, der Sonne, dynamisch in der Weise verbunden, daß eine Gleichzeitigkeit vorliegt. Man merkt es daran, daß die Veränderung des Standpunkts zu einer Verlagerung der Achse des Licht-Strahls wird. Die Natur der Strahlen ist ursprünglich linear, aber bereit, ohne Aufhebens die Richtung zu variieren, wenn das Auge des Beobachters und der Brechungswinkel – hier jetzt dieses wahrgenommene Wort an der Kante des Verstecks der Sonne, die direkt zu betrachten blendet – ihre Linie gemeinsam verschieben.

Daraus wird – endlich – Frucht für uns – lebendigen Wesens auf selbst lebendiger Erde im All* …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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Merkur im Löwen – Wissenschaft öffnet weise Pforte…

Liebe Leserinnen und Leser,

Venus und Saturn stehen praktisch still. Merkur hat das Zeichen gewechselt – er ist im Löwen – möge Schweinsteiger – unser Löwenherz – Flügelschuhe an seine Füße bekommen – doch auch Italien gehört nicht nur den Fischen – auch Löwe ist dort, wo die Orangen wachsen, sehr gut zuhause.

Hier ein bemerkenswerter Post in den Science-Blogs – auch eine passende Darstellung für Neptun/Jupiter Quadrat, wie ich meine – das hier geht  zum Blog des würdigen Ernst Peter Fischer:

Die unwissenschaftliche Gewissheit | Wissenschaftsfeuilleton | ScienceBlogs.de – Wissenschaft, Kultur, Politik

“Der Wurm im LHC” « Markus Termin – Astrologisches Stundenbuch

Matthias Matussek (Fische, Spiegel 23/12, 04.06.12) – „Der neue Mensch – Über die alberne Hoffnung einer Jugendrevolte im Netz“ – sagt zu den Piraten: „Es ist das rote Glühen einer neuen Religiosität“, so Matussek, „einer Selbstgerechtigkeit, die mit Zauderern nicht viel Federlesens machen wird.“

Hier verbindet sich natürlich die Gefahr, daß das akademische Prekariat – Wissenschaftler ohne festen Vertrag aber mit vielgelesenen Blogs  – sich mit dem proletarischen Prekariat – junge Leute von 12-28, Spielsüchtig und kaum mal auf der Strasse, es sei denn zum Pizza kaufen – zu einer Schwarm-Demokratie auf Bild-Niveau formiert, die sich andererseits unglaublich leicht von zentraler Stelle lenken läßt* – „Maschinenmenschen“ sagt Matussek.

Darin hat er Recht. Ein deutliches Wort war nötig – man gönnt es dem Spiegel nicht, es drucken zu dürfen. Daß aber nun Matusseks geradzu dunkler prophetischer Ausblick – er vergleicht die Piraten mit „totalitären Jugendkohorten des vergangenen Jahrhunderts“ – unerwähnt läßt, wie es zu einer solchen Äußerung der kollektiven Unvernunft wie die der Piraten nach Matusseks Meinung kommen konnte – ? Weil es nämlich dringende gesellschaftliche Fragen gibt, die auch von der mittleren bis jüngeren Generation derjenigen, „die nicht auf die Party eingeladen waren“ (Berliner Pirat bei Antrittsrede im Parlament) – gelöst werden müssen. Dazu gehört neben dem Grundeinkommen auch der neue Rechtsraum „Netz“ mit seinen Möglichkeiten – plötzlich reden alle nur von Schwierigkeiten und Bedrohungen aus dem Netz – vor wenigen Jahren stellten sich dieselben als Netz-Begeisterte vor, outeten sich regelrecht … „Das Bürgergeld“ war eine SPD-Idee, soweit ich erinnere. Niemand kann verkennen, daß der Staat sich als Verteiler unterschiedlichster Begünstigungen – von der Industrie mit ihren Subventionen ganz oben auf und von sich selbst gern ablenkend, indem die soziale Sicherheit der Ärmsten angegriffen und angefeindet wird, was gegenwärtig als post-neo-liberalische Metapher von der dringend notwendigen „Liberalisierung des Arbeitsmarktes“ herumgeistert – als gäbe es in den Ländern, von denen solches gefordert wird, freie Stellen zum Ausweichen – daß dieser Verteiler sich dauerhaft übernimmt, Geld nach oben pumpt in unverhältnismäßig großen Mengen und so die Arbeit entwertet, weil ihre Möglichkeiten zur Wertschöpfung nicht exponentiell mithalten.

Auch eine passende Darstellung für Neptun/Jupiter Quadrat, wie ich meine – Jupiter bildet das Quadrat sogar aus dem Info-Zeichen Zwillinge – und Neptun steht für dagegen kämpfende Glaubenspositionen, die mit diesen Vorstellungen nicht übereinstimmen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

*Es steht zu befürchten, daß sowas jetzt schon in Litauen gegen Atom-Kraft-Widerstand repressiv propagandistisch gebraucht wird – die dort gerade als „russisch“-gesteuert diffamiert werden. In Litauen ist – wie ich hörte – das staatlich angebotene Netz an allen Ecken kostenlos, kann also gesteuert werden direkt aus einer Hand. Anderseits ist in den baltischen Ländern auch Skype entwickelt worden.