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Weltzeit und Sein

img_30302Foto Markus Termin ©

Alfred Nobel wurde am 21. Oktober 1833 um 6:40 AM in Stockholm geboren.

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Bekannt ist dieser Mann vor allem durch den Nobel-Preis, der wohl zu den anerkanntesten Auszeichnungen der Welt gehört, und den Ruf unbestechlicher Neutralität genießt. Weniger bekannt ist er für die Erfindung des Dynamits, einer Weiterentwicklung des sehr schwer handhabbaren Nitroglycerins (entdeckt 1847 von Ascanio Sobrero). Das Mars-Neptun Quadrat in seinem Horoskop mag dieses Patent befördert haben, zumal, wenn man bedenkt, dass sein jüngerer Bruder bei einem Unglück mit diesem Stoff in der Produktion ums Leben kam, und Neptun auch im Haus der Geschwister steht. Pluto im Macher-Haus 6 kann auch kein Hinderungsgrund gewesen sein!

Wer die Diskussion um die Einführung des Krebs-Impfstoffes gegen zwei von 16 bekannten Pappiloma-Viren (HPV) verfogt hat, wird auch mitgekommen haben, dass es Wissenschaftler gibt, die sich gegen die massenhafte Impfung junger Mädchen wehren, die mit einem in ihren Augen beispiellosen Public-Relations-Aufwand durch die Herstellerfirma des Impfstoffs durchgezogen wurde. Nicht nur, dass man seitens der kritischen Wissenschaftler deren Nutzen in Frage stellt, es wird auch davon gesprochen,  dies sei eigentlich ein Experiment an der Bevölkerung auf Krankenkassenkosten. Insgesamt wäre die Wirkung der Impfung zweifelhaft, zusätzlich schreckten zwei Todesfälle – gesunde junge Frauen starben wenige Tage nach der Impfung – die Bevölkerung auf. Nun kristallisiert sich mehr und mehr heraus, dass es eine Verbindung gab zwischen der Verleihung des Nobelpreises für Medizin an den Entdecker der Papilloma-Viren (der dies vor dreißig Jahren erreicht hat) und der Verleihung des Medizin-Nobelpreises an Professor Harald zur Hausen:

AstraZeneca row as corruption claims engulf Nobel prize – Times Online

Mißtrauisch gemacht hat vor allem die parallele Einführung des Impfstoffes und die Verleihung des Nobelpreises für eben die Entdeckung desselben, während doch der Nutzen dieser Impfung bislang nur völlig unzureichend nachgewiesen ist, und durchaus bezweifelt werden kann. Nach wie vor ist es nicht statthaft, hier von Korruption als gesichertem Tatbestand zu sprechen, oder gar Herrn zur Hausen dafür verantwortlich zu machen. Doch die Zusammenballung von Lobby-Arbeit, die Kostspieligkeit der Markteinführung und auch die Gewohnheit von Verantwortlichen, sich einfach die Aussagen der Herstellerfirma zu eigen zu machen, wenn es gilt, den Impfstoff zu beurteilen, sind an sich schon beängstigend.

Ein weiteres Thema aus den relativ aktuellen Nachrichten betrifft Weltsicht und Astrologie:

Uhr der Welt wird neu gestellt – Der späte Sieg eines Anarchisten? – Wissen – sueddeutsche.de

Im Grunde genommen geht es „nur“ um die Frage einer exakten Zeitmessung. Dies ist sicherlich bedeutend im Bereich der kleinsten Zeiteinheiten, die ja gern als Beweis für das unumschränkte „Funktionieren“ der Relativitätstheorien herhalten müssen, Stichwort „GPS“ – näturlich kann, wenn immer wieder Schaltsekunden dazwischengelegt werden müssen, von der gewünschten und behaupteten Exaktheit im Nanosekundenbereich, um den es geht, wenn von Beweisen gesprochen wird,  gar keine Rede sein, sondern wohl eher von ständigem Korrigieren und Nachjustieren, wie das ja auch wirklich der Fall ist. Dies aber wird seitens der gipfelstürmerischen Naturwissenschaft gern verschwiegen, wer spuckt sich schon gern in die eigene Suppe? Wenn nun angeregt wird, die Zeitmessung der Welt von der Sonne zu lösen, und sie stattdessen synchron zu atomaren Zerfallsprozessen zu messen, dann mag der Unterschied in der Sache gering sein, dem Wesen nach ist dies eine Wende vom Erhabenen – dem Blick zur Sonne – zum Destruktiven. Ein Unterschied in der Qualität selbst. Die Sonne, Kraft und Quelle des Lebens, wird aus dem Zentrum des Seidenden verbannt, um stattdessen einen Zerfallsprozess zur Norm aller Differenz zu machen.

Es fällt nicht schwer, hinter beiden Beispielen – der „Konfektionierung“ von Menschen als quasi Gebrauchsgegenstand einer flächendeckenden Experimentalmedizin einerseits, und anderesseits dem sicherlich bald erfolgreichen Versuch, die Sonne aus dem Zentrum der Wirklichkeitsorietierung zu verbannen – einen werkenden Un-Geist zu erkennen, dessen Bestreben es ist, das Wesen des Seins selbst zu verhüllen, als wären Nutzen und Verwendbarkeit selbst bereits des Lebens Sinn. In anderen Disziplinen geht man unverschämt – im wahrsten Wortsinn – so weit, den Sinn selbst als Produkt neurologischer Verknüpfungen aufzufassen.

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„Denken“, schreibt Martin Heidegger, der auch im Zeichen der Waage geboren wurde (26 September 1889  11:30 in Messkirch), „ist die Achtsamkeit auf das Wesenhafte. In ihr besteht das „wesentliche Wissen“ . Was man gewöhnlich „Wissen“ nennt, ist das Sichauskennen in einer Sache und ihren Sachverhalten. Kraft dieser Kenntnisse „meistern“ wir Sachen. Dieses meisternde „Wissen“ geht auf das jeweils Seiende, seine Einrichtung und Nutzung. Solches „Wissen“ bemächtigt sich des Seienden, „beherrscht“ es und ist dadurch darüber hinaus und überholt es so ständig. Ganz anderer Art ist das „wesentliche Wissen“. Es geht auf das, was das Seiende in seinem Grunde ist – auf das Sein. Das wesentliche „Wissen“ meistert nicht das von ihm zu Wissende, sondern wird von diesem angegangen. Alle „Wissenschaft“ z.B., aber auch anderes, ist eine kenntnismäßige Meisterung, ein Übertrumpfen und ein Überholen, wenn nicht gar ein Überrennen des Seienden. Das alles vollzieht sich in der Weise der Vergegenständlichung. Das „wesentliche Wissen“ dagegen,  die Achtsamkeit, ist das Zurücktreten vor dem Sein. Bei diesem Zurücktreten sehen wir und vernehmen wir wesentlich mehr, nämlich ganz anderes als bei dem merkwürdigen Vorgehen der neuzeitlichen Wissenschaft, das immer ein technischer Angriff auf das Seiende und ein Eingriff ist zu Zwecken der handelnden, „schaffenden“, geschäftigen und „geschäftlichen“ „Orientierung“.“

(Martin Heidegger in der Einleitung zu:  Die Göttin „Wahrheit“, Parmenides, Wintervorlesung 1942/43, Vittorio Klostermann)

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Anmerkungen Spielwarenmesse Nürnberg

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Neptun Sextil Lilith/Jupiter, Vollmond, Pluto-Mondknoten Konjunktion, Uranus-Neptun Opposition und rückläufiger Merkur im Trigon zu Pluto, und all das in der Zwillings-Kerbs Stadt Nürnberg. Nicht heute, damals, 1909! Und wir sehen, Neptun im Krebs (Überschwemmung) macht solches. Der neuraligische Punkt dieser Zeit, der Neptun-Brunnen, welcher ja nur der Zweitguss des 1797 nach Russland verkauften Neptun-Brunnens ist – eine Farce: „Nach Fertigstellung des Neptunbrunnens am 19. November 1668 fehlte das Geld zur Aufstellung und zur Lösung der technischen Probleme der Wasserversorgung. Der Brunnen wurde auf dem Bauhof (Peunthof) zwischengelagert. 1702 nach dem Tod von Jeremias Eißler, des letzten beteiligten Künstlers, wurde der Brunnen im Peunthof zusammengesetzt und provisorisch trocken aufgestellt. Zur Aufstellung auf dem Hauptmarkt kam es nicht mehr. 1797 verkaufte die Stadt den Neptunbrunnen für 66.000 an Zar Paul I, der ihn auf eigene Kosten nach St. Petersburg verschiffen und in seiner Sommerresidenz, dem Petershof aufstellen ließ.“ Warum? Weil dieser Brunnen, ohne jemals aufgestellt worden zu sein, als größtes Kunstwerk Europas galt.  „Der jüdische Bürger Ludwig Gerngos dem deswegen am 30. Juli 1901 die Ehrenbürgerwürde verliehen wurde, übernahm als Mäzen die Kosten eines Zweitgusses und des Brunnenaufbaues unter der ausdrücklichen Auflage, dass der Brunnen an dem ursprünglich geplanten Standort, dem Hauptmarkt, aufgestellt wird. Am 22. Oktober 1902 wurde der Brunnen auf der Südseite des Hauptmarkts, als platzräumlicher Kontrapunkt zum ‚Schönen Brunnen‘ (endlich, 234 Jahre nach Fertigstellung!) eingeweiht.“ (Wikipedia) Wie man sieht, bei rückläufigem Merkur, deswegen konnte er wohl nicht bleiben (außen Aufstellung am 22. Oktober 1902, innen Fertigstellung am 19. November 1668). Passend: Neptun-Mars zur Fertigstellung im Steinbock (Neptun in harter Form, ein Widerspruch in sich), Neptun dann in Opposition im Krebs zur Aufstellung 1902! Dem rückläufigen Merkur gemäß will dieses Kunstwerk, es ist genwärtig an drei Stellen der Stadt verteilt (Aufsessplatz, Stadtpark, Adenauer-Brücke, als sollte es das Wasser bannen, das am Brunnenrand halt machte 1909) ständig wieder wandern.

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Ein Freund aus alten  Zeiten – Jupiter bei mir im Wassermann im Haus 11, Merkur rückläufig – schickt mir eine mail, wir kommen wieder ins Gespräch, hier ein Auszug:

„Was hat Dich zur Astrologie getrieben? Einsicht, Geschäftssinn, Religion, Schauspielerei, Überzeugung?“

img_3392Neptun Brunnen Hauptmarkt 05.02.1909

Dies ist ja eine dieser Fragen, die bereits sehr viel implizieren: nicht getrieben, sondern gefunden. Antwort: Überzeugung, Einsicht und Berufung.

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Im Anhang prangt nun Dein Horoskop (privat, hier nicht sichtbar). Es zeigt einen Kreis mit Farben und Symbolen, alle bedeuten etwas und stellen in etwa – Deine Geburtszeit ist sehr ungenau, es lohnt sich, beim Standesamt nachzufragen! – die geozentrische Situation der „Planeten“ zum Zeitpunkt Deiner Geburt dar.

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Wenn man daraus Nutzen ziehen möchte, ist es nötig, sich mit den Symbolen und deren Bedeutung vertraut zu machen. Sie bieten ein erstaunlich genaues Abbild Deines Charakters und sogar Deines äußeren Erscheinungsbildes. Schon allein dies ist frappant. Seit ich davon berührt bin, lässt mich die Frage nicht mehr los, zu wissen: wie genau ist es, und warum ist es überhaupt so? Die seit zweitausend Jahren hitzige Diskussion, ob wohl Astrologie irgendetwas taugt, entlockt dem Praktiker, der täglich viele Horoskope sieht, nur ein müdes Lächeln. Ohne diesen Standpunkt: Du müsstest mir also eine Woche oder so „über die Schulter“ schauen und bei Beratungen dabei sein, kann man gar nicht beurteilen, was das überhaupt ist. Etwas überlebt aus uralten Zeiten, „funktioniert“, erneuert sich und verspricht ein Zukunftsgeheimnis. Man muss also keinesfalls daran glauben. Es hat aber gleichfalls wenig zu tun mit modernen wissenschaftlichen Falsifizierungsmethoden, obwohl sich viel belegen ließe, ebensoviel, wie in der Soziologie oder Psychologie.

Aber das ist nicht das Problem der Astrologie, sondern dies sollte vielmehr eine Grundsatzdiskussion über die wissenschaftlichen Methoden wert sein, darüber, welche Ergebnisse mit diesen Methoden erwartet werden können, und welche nicht.

Ist denn wirklich das gesamte Dasein mit wissenschaftlichen Methoden erfassbar? Sobald sich die Welt dessen bewußt wird, bekommt die Astrologie einen neuen Bezug zur Welt, der sich jetzt schon entwickelt.

Nürnberg, Reichsparteitagsgelände. Wenn Du also mal wieder auf einer Messe sein solltest, sag auch Bescheid. Mein Standpunkt ist jedoch dieser: es geht nicht um „ehrlichen Umgang“ mit der Geschichte. Es geht vielmehr darum, dass mit und durch Deutschland: also dem Land, der Volksseele und allem, also auch der Sprache, etwas passiert ist (und weiter passiert, denn es setzt sich fort als Virus der Perversion), was man in der Elektrotechnik als „Durchbrennen“ bezeichnen kann: Hier ist nicht mehr von Moral die Rede, sondern davon, dass die Vorstellung von Moral selbst obsolet geworden ist, eben „durchgebrannt“. Daher gibt es nichts zu rechten. Es gibt nur den bedingungslosen Standpunkt, von hier aus das Wissen zu gewinnen, wie die Menschen diesem Wahnsinn entkommen können. Davon sind wir jedoch weit entfernt. In meinen Augen ist Wiedervereinigungs-Deutschland recht faschistisch. Die Grausamkeit bezieht sich heute auf Tiere (grundlos zu Tode gequälte Kreaturen im Namen der Nazi-Wissenschaft: ca. 1,5 Millionen jährlich). Die Tiere sterben an der Menschen statt. Und da geht’s nur um die Versuchstiere und noch nicht um die Massentierhaltung. Das ist also nicht spekulativ, sondern real. Real ist auch die Waffenproduktion, da stehen wir an dritter Stelle, besonders stark mit Kleinfeuerwaffen, die am meisten Menschen auf der Welt töten. Nicht zu vergessen unsere zynische Logistik der weltweiten Chemieverseuchung durch die IG-Farben Nachfolger, die noch nach jeder Krise, jedem Krieg stärker denn je wiederauferstanden sind. All dies und mehr hat in meinen Augen mit dem „Gerechtigkeitsproblem“ zu tun. Die anderen Dinge: KZ-Lager der Engländer, Opiumkrieg, Skalvenhandel, Kriegsterror gegen die Zivilbevölkerung, Stalin der Multi-Massen-Mörder (und Hitler im Vergleich zu ihm vielleicht zahm), die geringsten Falles Gleichgültigkeit der Welt ob der Judenvernichtung, und deswegen auch psychopathische Stellvertreterfunktion der Deutschen für den Antisemitismus der Welt, die Menschenverachtung Israels selbst, Konditionierung á la Schekem (das erste verbürgte Progrom durch Juden im AT), und und und, sind tatsächlich nebensächlich in Bezug zu dem einen Fakt: der industriellen Massenvernichtung von Menschen. Dieses findet sich heute weltweit wieder, und zwar im Bild und in der Praxis des „Industriellen“ überhaupt. Alles, was „industriell“ betrieben wird, ist vernichtend.  Die Idee, eine Firma sei für die „Gewinnmaximierung“ da, ist nur eine umsetzende Funktion Menschen verbrauchender Perversion. Keine „Gewinnmaximierung“ macht per se Sinn für irgendetwas. Die fromme Tünche, die sich Firmen geben – und ich muss zugeben, seit dem fast geglückten public-realtions-Einstieg bei Braun habe ich Dich in Verdacht, der Mitmacher-Faszination dieser Welt erlegen zu sein, wie ich ihr selbst ab und an erlegen war – diese Tünche spiegelt sich wieder in ihren verwechselbaren Wegwerfmagizinen (“ … that defined their folklore …,“ F.Z.) die Mega-tonnenweise aus der Druckerpresse direkt ins Altpapier wandern: Tiefdruck-Hochglanz Marken BMW, Daimler, DB, Siemens … egal. Die „Identifikation“ mit der Firma ist immer Uniformität. Ist immer militärisch und faschistisch. Daher ist es auch kein Wunder, dass dieser Staat, der doch vorgibt, ständig „den Mittelstand fördern“ zu wollen, gleichzeitig dabei ist, allen Selbstständigen den Garaus zu machen, wobei Gleichgültigkeit nur eine Funktion des Systems ist, das sich aus den wirklich großen Verbänden heraus – Staat, Konzern, Kirche – mit dem wirklich Individuellen gar nicht beschäftigen kann, und es seinerseits tatsächlich für Großmut hält, dieses halbwegs und zum Alibi bestehen zu lassen, während richtig wäre, alles zu tun, um Individualismus, Genialität des Einzelnen, den Sonderweg, die Muße, den Fleiß, die Freiheit nicht zuzulassen – lächerlich! – sondern sich (die Masse) zurückzunehmen, wo es nur geht, in aller angebrachter Bescheidenheit …

Was Israel anbelangt ist daher meines Erachtens unsere Verantwortung viel größer, als ein paar Fregatten vor dem Libanon herumkreuzen zu lassen, und die Hamas schuldig zu sprechen. Was wir gemacht haben, war schlicht, einen großen Teil unserer eigenen Bürger zu ermorden, einen anderen haben wir dadurch zur Auswanderung gezwungen. Diese haben wir mit allen Folgen zu verantworten. Daher wäre es ein erster Schritt, diesbezüglich Verantwortung auch zu übernehmen. In Nürnberg GegenStandpunkt Termine Nürnberg gibt es eine lebendige Bewegung ganz dreister Besserwisser, die sich vom linken Ufer aus in verkapptem Antisemitismus versuchen, und glauben, sich selbst heuer aus der Lösung ausklammern zu können. Mein Vorschlag: gebt erstmal die Frauenkirche und den Hauptmarkt (ehemals Adolf-Hitler Platz, vorher jüdisches Viertel) zurück, das Progom, wo damals der Neptun-Bunnen stand und heut steht (im Stadtpark) – wurde, wie die Historiker berichten, leider auch von Karl IV aus früherer Zeit profitierend in Kauf genommen …

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Mundan, Weltbild

Mercurius´ Stillstand

Markus,

Jetzt muss ich mich nochmals wegen dem Buch „Der Einweihung in die spirituelle Astrologie“ an Dich wenden.

Bzgl. der Aspekte schreibt Eron:

Die Konjunktion symbolisiert die Einheit, ihre Zahl ist die „1“ und der ihrem Prinzip entsprechende Himmelskörper ist die Sonne.

Die Opposition symbolisiert die Dualität, ihre Zahl ist die „2“ und der ihrem Prinzip entsprechende Himmelskörper ist der Mond.

Das Trigon symbolisiert die Dreieinigkeit, seine Zahl ist die „3“ und der seinem Prinzip entsprechende Planet ist Jupiter.

Das Quadrat symbolisiert die Vierheit, seine Zahl ist die „4“ und die seinem Prinzip entsprechende Planetenkombination ist Saturn/Uranus. Saturn i.S. der Blockierung und Uranus i.S. des plötzlichen Umbruches, der durch diesen Aspekt verursacht wird.

Das Halbsextil symbolisiert die neutrale Verbindung, seine Zahl ist die „5“ und der seinem Prinzip entsprechende Planet ist Merkur.

Das Sextil symbolisiert das harmonisierende Prinzip, seine Zahl ist die „6“ und der seinem Prinzip entsprechende Planet ist die Venus.

Der Quincunx symbolisiert das Prinzip der Entscheidungskrise, seine Zahl ist die „7“ und der seinem Prinzip entsprechende Planet ist Neptun.

Das Halbquadrat symbolisiert das Prinzip der aktiven, subtilen Störung, seine Zahl ist die „8“ und die seinem Prinzip entsprechende Planetenkombination ist Mars-Saturn-Uranus.

Das Eineinhalbquadrat symbolisiert das Prinzip der passiven, subtilen Störung, seine Zahl ist ebenfalls die „8“ und die seinem Prinzip entsprechende Planetenkombination ist Mars-Neptun.

Ich dachte, das könnte Dich evtl. interessieren, aber ich denke, dass das für Dich auch so klar ist. Für mich tun sich auf jeden Fall ganz neue Perspektiven auf.

Liebe Grüße

E.

Liebe E.,

vielen Dank für Deine mail! Das hört sich absolut interessant an.
Sonne ist plausibel. Jupiter als Trigon ist auch Tradition.
Und Venus als Sextil sowieso. Beim Mond glaube ich nicht nur an
die Dualität, sondern dem Mond würde ich ebenso, wie der
Sonne die Konjunktion geben. Das Quadrat gehört meines Erachtens
Saturn und die Opposition dem Mars.

Traditionell wird Saturn mit der sieben in Verbindung begracht, einfach deshalb, weil er etwa alle sieben Jahre im Quadrat zu seiner Stellung vor genau sieben Jahren steht, und sich diese Quadrate und Oppositionen besonders bemerkbar machen. Siehe: 2001 Anschlag auf´s WTC, sieben Jahre später Zusammenbruch der Kreditwirtschaft. Genau so im individuellen Leben. Demnach würden – wird nicht jetzt tatsächlich aufgeräumen, in weiteren sieben Jahren wiederum Folgen von 2001 auf uns zu kommen.

Ich muß gestehen, dass ich alle anderen Aspekte nicht gerne betrachte,
bis auf den Quincunx und dann auch nur als Doppelaspekt, wenn er
ein Jod bildet.

Der Merkur kann meines Erachtens alle Aspekte annehmen, da er
eben neutral ist, und sein eigener wäre vielleicht der Spiegelaspekt,
der ebenfalls wirklich tiefe Tradition ist, und den ich noch nicht so
richtig eingebaut habe. Traditionell wird Hermes mit dem Quadrat in Verbindung gebracht, also dann mit der vier. Das liegt daran, dass er in Griechenland als quadratische und phallische Säule dargestellt wurde. Damit ist aber nicht das astrologische Quadrat gemeint. Doch meines Erachtens passt die vier gut zur Verdopplung selbst, die sich im Hermesstab, dem Caduceus offenbart. Mit wenig Phantasie wird man die DNS Schleife hier ebenso erkennen, wie verschiedene Modelle der Phasenberechnung in den Physik oder auch diagrammatisch die Planetenbahnen:

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Altgriechisch: τὸ κηρύκειον“ – kerýkeion, von „ὁ κῆρυξ„, Gen. „τοῦ κήρυκος“ – „kêryx“ = Herold, Bote, Prediger; auch ὁ ῥάϐδος – der Stab; lateinisch: „caduceus„, von „caduceator“ – Herold, Unterhändler, Überbringer).

Der Spiegelaspekt wird auch unterschiedlich gesehen. Einmal als Spiegel zwischen Achsen, und dann wieder nur als Spiegel zwischen 0-Grad Widder und andererseits 0-Grad Steinbock. Ich meine, nur was sich dort bei 0-Grad Widder und Steinbock spiegelt, ist ein echter Spiegel.

Wenn Du mich nun fragst, warum ich das so sehe, kann ich das einerseits mit der Tradition begründen und meinem Glauben an die ganz einfachen Maßstäbe, die ihren Wert in jenen Feldern der „morphischen Resonanz“ haben. Spaltet man sie auf, so bekommt man ein schwächeres und kein stärkeres System. (Das Quincunx sei eine Verbeugung vor dem großen Kepler, der es zuerst aufgebracht haben soll …) Andererseits gibt es aber auch physikalisch betrachtet bei bestimmten Überlagerungen von Frequenzen – also den Phasen – eine Resonanz genannte Schwingung, die sich auch tatsächlich an die einfachen Maßstäbe der astrologischen Basisaspekte der Tradition zu halten scheint. Letztlich ist aber Astrologie immer Innensicht der Seele, niemals Außensicht. Das Verlangen der Naturwissenschaftler, sich doch bitte auf ihr schiffbrüchiges Floß der objektivierenden Weltanschauung zu begeben, um im Äußeren zu beweisen, wie die Astrologie innerlich „wirkt“, würde gerade bedeuten, den sicheren Boden zu verlassen, auf dem die Naturwissenschaft selbst auch stehen muß, wenngleich sie dafür das Bewußtsein durch eine Schein-Objektivität eingebüßt hat. Denn Objektivität ist immer nur objektiv in Bezug auf was? Es braucht – einfach gesagt – für Objektivität ein Subjekt, also eine Spaltung in 1 und 2. Ihr scheinbar objektives Weltbild gelingt der Naturwissenschaft nur unter Unterschlagung des zweiten wichtigen Teiles: des Subjekts. Sie glaubt, die Dinge betrachten zu können, als wäre der Betrachter kein beinflussender Faktor der Betrachtung selbst. Genau umgekehrt ist die Astrologie. Sie geht nicht aus von der Spaltung, sondern von der Einheit und bekennt sich dazu. Gut dokumentiert wird die naturwissenschaftliche Spaltung meines Erachtens durch die immer wieder auftretenden „Doppelentdeckungen“, wenn zwei Wissenschaftsteams unabhängig voneinander dasselbe zur selben Zeit entdecken. Offensichtlich lag also die Entdeckung in der Luft. Wir nennen es Inspiration und können uns dazu bekennen. Dazu gehört aber das Wissen, dass Inspiration nicht aus dem Nirgendwo kommt, sondern dass es über uns stehende Intelligenzen gibt, die uns inspirieren.

Ich meine, mit den Aspekten: Konjunktion, Sextil, Quadrat, Trigon,
Opposition, Quincunx und Spiegelpunkte kann man alles erklären,
und es wird doch nicht zu kompliziert.

Dazu kommt die mir immer noch geheimnisvolle Rhythmenlehre,
die mal unheimlich genau zutrifft, mal – vielleicht zum Glück – meines
Erachtens völlig versagt.

Freilich könnte jemand, der besser organisiert ist, wie ich, auch ein viel komplizierteres System meistern. Da das Wesen der Sache ja gerade die „Symmetrie“ ist, ließe sich jedes System – sofern es nur konsequent angewandt wird – also symmetrisch ist, rechtfertigen. So haben ja auch einige schlicht jedem Tierkreisgrad Bedeutung gegeben. Da es nur 360 sind, ist das gut möglich und eine wirkliche Erfahrungssache. Passiert z.B. auf einem Tierkreisgrad bei einem bestimmten Sonnenstand im Kollektivschicksal immer oder sehr oft etwas ganz bestimmtes, so bekommt dieser Grad wohl einen ganz eigenen Charakter …

Erwähnt sei auch noch die chaldäische Reihe: Saturn, Jupiter, Mars – Sonne – Venus, Merkur, Mond. Hier wird einfach gemäß dem geozentrischen Weltbild nach Umlaufgeschwindigkeit geordnet!

Venus ist auch ein achtjähriger Planet, allein wegen der acht Jahre, in denen die Venus ihr Pentagramm in den Himmel malt.

Mit herzlichen Grüßen

Markus

P.S.: Am 31. Januar 2009 und am 1. Februar 2009 steht Merkur still und beendet so seine Rückläufigkeit endlich.

Fotos, Geschichte, Weltbild

Neulich in Freiburg …

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Dies ist der sogenannte Berliner Goldhut, ein Kalender-Hut aus der Bronzezeit. Bemerkenswert daran ist, dass vergleichbare Hüte in Spanien (zwei) Irland und Frankreich, sowie drei weitere in Deutschland gefunden wurden. Es handelt sich bei diesen Hüten also um ein kultisches Insignium einer astrologischen Religion, die in ganz Europa zur Bronzezeit gepflegt wurde. Dem gegenüber sind wir mit dem Versuch, Europa in der EU zusammenzubringen, nicht gerade modern.

goldhut-kalenderFree GUP License aus Wikipedia für die Grafik (anklicken und vergrößern)

Weltbild

Zeit und Raum

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Foto Markus Termin ©

„Die spezielle Relativitätsheorie verbindet durch das empirisch begründete Postulat der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit und das der Relativität von Bezugssystemen Raum und Zeit geometrisch in der vierdimensionalen Raumzeit. Nach der Allgemeinen Relativitätstheorie bestimmen Raumzeit und Materie gegenseitig einander.“ (Jan C. Schmidt, Raumwissenschaften).

Man muss diesen Satz, so einfach er ist, wohl mehrmals lesen, um zu verstehen, was damit gemeint ist. Was bedeutet er? Und ist es zutreffend? Wenn wir eine Lichtgeschwindigkeit haben, die (im Vakuum) immer gleich schnell ist, niemals jedoch schneller oder langsamer, dann beschreibt die Lichtgeschwindigkeit solchermaßen keine Eigenschaft des Lichts, sondern eine des Raumes. Denn der Raum selbst wird dadurch konstituiert, dass es eine Geschwindigkeit gibt, die ihn genau auslotet, und – nach obigem Satz – mehr als das: die in sich wirkend den Raum und die Zeit als Raumzeit überhaupt erst bildet.

Sollte dies stimmen – und die Naturwissenschaft hat daran überhaupt keine Zweifel – so wird unser schönes Bezugssystem: oben der Nassauer Turm mit Sonnenuhr in Nürnberg – so ist unsere dreidimensionale schöne Welt mit oben und unten eine Illusion unseres Bewußtseins, eine Bedingung, der wir zwar die Bildung unseres Bewußtseins verdanken, die aber letztlich wenig Gültigkeit hat innerhalb jener Kategorien, wo die Schwerkraft Weltenkörper in gegenseitiger Anziehung durch den Raum bewegt, den sie eben erst Kraft ihrer Masse bilden.

Doch so sehr uns dies als felsenfeste Gewissheit verkauft wird, so wenig schlüssig ist die Theorie bis jetzt auf´s große Ganze gerechnet.

Was so erscheint, als wäre es eigentlich kein Rätsel mehr, ist eine Rechnung mit vielen Unbekannten. In gewohnter und dennoch mysteriöser Gleichzeitigkeit fanden zwei Forscherteams, das eine um Brian Schmidt in Australien, das andere unabhängig davon um Saul Perlmutter in den USA heraus, dass das Universum nicht, wie erwartet, seine Expansionrate verlangsamt, sondern beschleunigt.

Gemäß dem gängigen Kosmologischen Modell fehlen damit 70% Prozent der Masse/Energie im berechneten Universum. Und weil man keine Ahnung hat, warum das so ist, nannte man diese fehlenden 70% „Dunkle Energie„.

Dies ist nicht die einige Unwägbarkeit, die das Theoriegebäude erschüttert, auf dem das gegenwärtige Weltbild der Physik steht. Die andere geradezu mystisch zu nennende, aber dennoch experimentell bewiesene Tatsache sind Wirkungen in sogenannter „Nichtlokalität„. Sehr simplifiziert dargestellt bedeutet das, man hat Abhängigkeiten von Masseteilchen gemessen und beobachtet, welche sich unabhängig von ihrer Entfernung voneinander dennoch in Bezug zueinander setzen. Dieses ungeklärte Phänomen nannte Albert Einstein „spukhafte Fernwirkungen„.

Das nächste fragwürdige „Ding“ im Universum ist die Gravitation selbst. Sie müßte, ebenso, wie das Licht (und damit alle Energie, für die´s genauso gilt, wie für das Licht selbst, weil alles, natürlich auch Materie doch nur Energie ist), letztlich – sich an das Limmit der Lichtgeschwindigkeit binden lassen. Tatsächlich scheint aber Gravitation eher dem Muster einer spukhaften Fernwirkung zu folgen. Was jedoch Gravitation eigentlich ist, ist ebenso völlig unbekannt, und sie wirkt scheinbar ohne Zeitverzögerung und ohne Lichtgeschwindigkeit.

Da sich nach einhelliger Meinung unserer Physiker das Universum rasend schnell ausdehnt, jedoch nicht an seinen Rändern, sondern an jedem Ort gleichzeitig und in alle Richtungen, müßte dies auf der Erde ebenso gelten. Sie können also, wenn dies stimmt, davon ausgehen, dass sie selbst sich mit einer unglaublich Geschwindigkeit ausdehnen, wie Fernando Boteros (19. April 1944 Medellin, Columbien) aufgeblasene Figuren: nur merken wir das nicht!?

Ein Glück nur für uns Astrologen, dass die Kosmologen den Begriff der Symmetrie entdeckt haben, von dem sie vermuten, so schreibt der Physiker Brian Greene, dass er den Naturgesetzen allesamt zu Grunde liegt:

„Das unterstreicht die erstaunliche Macht der Symmetrie. Wir sind an den Planeten Erde und seine unmittelbare Nachbarschaft gefesselt. Und doch können wir, ohne unsere engere kosmische Heimat zu verlassen, dank der Translatationsymmertie in Erfahrung bringen, welche Gesetze im gesamten Universum herrschen, weil die Gestze, die wir hier entdecken, jene Gesetze sind.“

Haben wir das nicht immer gesagt? Der Symmetriebegriff ist auch der Astrologie zugrundeliegend. Wer weiß, vielleicht erleben wir gerade doch nur die Geburt eines neuen Weltbilds, nach dem Astronomie und Astrologie einander wieder mit Verständnis begegnen können, und letztlich wieder zu einer Einheit werden.

Fragen, Weltbild

Ladrón: der Dieb!

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Bild von Jogi ©, absolut frisch aus den USA: geklaut (von mir)!

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Kommentar „ladron“ · 20.01.09 · 17:45 Uhr

Wer diesen Blog in letzter Zeit ein wenig beobachtet hat, wird mitbekommen haben, dass ich mich bei einer Diskussion engagiert habe, in der die Astrologie sehr angegriffen wurde, bei den Sience-Blogs. Wie üblich zu rückläufigem Merkur gab es dort nicht nur einen Post zu diesem Thema, sondern gleich zwei. Nachfolgender Kommentar eines anonymem Diskussionsteilnehmers hat mich dazu bewogen, Abstand von einem weiteren Engagement bei den Sience Blogs zu nehmen. Einfach weil dieser Kommentar meines Erachtens einen Ton trifft, den man nicht ignorieren kann.

Ich habe oben für diesen Kommentar ein Horoskop erstellt. Es findet sich die Sonne als Herr des AC im Haus 6, Merkur ist genau in ihrem Herzen. Die Sonne ist jener „Ladron“ selbst. Doch Ladrón bedeutet auf spanisch Dieb, und bekanntlich ist Merkur auch der Gott der Diebe. Was stielt er in diesem Fall? Dem Herrn des Blogs, der im Sonnenzeichen Löwe ist, die Souveränität. Haus 7 zeigt die Adressaten: Chiron und Neptun, regiert vom rückläufigen Saturn. Das entspricht deren Gewohnheit: die ist eine Mischung aus Scheinheiligkeit (negativ: Neptun) und der Tendenz zu beleidigen und zu verletzen (negativ: Chiron).

Dass Ladrón, der Dieb, etwas bewirken würde, zeigt das Sextil des Mondes, das Stimmungsbarometer zur Diskussion, der einmal Sextile zu Jupiter und Sonne/Merkur bilden wird. Nur nicht für jene, die es immer besser wissen wollen, daher die schwache Stellung in Haus 6. Auch wird der Mond aus dem Skorpion in den Schützen wechseln, und bildet erst dann das genaue Sextil zu seinem Dispositor! Mond-Jupiter ist aber sehr gut.

„Mir als Nichtastrologe und Astrologieskeptiker sind bei der zufälligen oder auch astrologisch bedingten Lekture dieses Forums folgende Dinge aufgefallen:
Sie können sich nicht miteinander verständigen. Sie sprechen unterschiedliche Sprachen, merken Sie das nicht? Bevor sie an das gewaltigste, das einer Lehre/Wissenschaft geschehen kann, nämlich dass Ihr der Sinn abgesprochen wird, annähern, müssen Sie schon versuchen zu verstehen, wie sie funktioniert. Egal was Sie machen. Sie werden die Qualität eines Gemäldes nicht anhand der verwendeten Farbmenge beurteilen können. Es wird Ihnen auch nicht helfen, 1000 Menschen zu befragen, um herauszufinden, dass sich nur die Antworten von 10 mit den Absichten des Künstlers decken. Kunsthistorische Kenntnisse, biochemische Analysefertigkeiten, genaue Farbbezeichnungen, nichts davon wird Ihnen erklären, warum ein Bild Ihnen Angst macht oder warum es Ihr Herz berührt. Die westliche Wissenschaft hat per Definition keinen Raum für persönliches Erleben, Subjektivität als wissenschaftlichen Parameter. Es gibt Strömungen, die dies für den schauerlichen Status Quo unseres Planeten verantwortlichen machen und die versuchen Brücken zu schlagen zwischen dem östlichen und dem westlichen Wissen und Wissenschaftsverständnis. Diese Menschen, die Sie wahrscheinlich als Pseudowissenschaftler bezeichnen würden, üben sich im Dialog. Jetzt könnte man meinen, hier handelte es sich ja auch um einen Dialog, aber genau das ist nicht der Fall. Sie schreien aneinander vorbei. Sie haben eine klare Meinung und wollen diese bestätigt sehen. Sie wollen nicht lernen. Es ist die Auseinandersetzung, die Ihnen Spass macht, wie den 5 Brüdern in einem der vorherigen Kommentare, Primaten in der Phase der geistigen Entwicklung zu einem reifen menschlichen Wesen. Schön, dass ist Ihnen gegönnt. Aber bitte tun sie nicht so, als wollten Sie voneinander lernen. Das wäre es was wir bräuchten. Den Vertretern der Astrologie kann ich nur sagen, dass es bessere Methoden gibt, seine Zeit zu verschwenden, als sich hier durch den Dreck ziehen zu lassen. Meditieren Sie oder machen Sie Yoga, gehen Sie in den Wald spazieren oder bilden Sie sich weiter, z.B. in Astronomie, aber lassen sie sich nicht auf diese Ebene ziehen. Morphogenetische Felder, Goethes Farbenlehre, Homöopathie, Ayurveda, Astrologie, Meditation, Kunst und wie sie alle heissen, die wissenschaftlich umstrittenen Felder mit denen sich Menschen in Liebe und Hochachtung vor der Natur beschäftigen, formen den einzelnen Menschen, hinterlassen Spuren, schöne Spuren, Kultur und keine Müllberge. hmmm“

Geschichte, Personen, Weltbild

„Von den gesicherten Grundlagen der Astrologie“

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Durch alle Wesen reicht der eine Raum

Weltinnenraum. Die Vögel fliegen still

durch uns hindurch. O der ich wachsen will,

ich seh hinaus, und in mir wächst der Baum.

Rainer Maria Rilke (Es winkt Fühlung zu fast aus allen Dingen, III Strophe 1914)

Ein Astronom möchte gerne wissen: wie wirken denn die Planeten und auf welche Weise? Er hält dies für eine einfache Frage, auf die er auch eine einfache Antwort haben möchte. In seinem Sinn verlangt er danach, über eine materielle Ursache belehrt zu werden, die zweifelsfrei belegt: hier kann man quasi etwas anfassen und messen, welches eine Wirkung auf uns sicher belegt.

Dabei reicht es ihm nicht, sich den Mond zu betrachten und seinen Einfluss auf jedes bewegliche Molekül auf Erden: Wasserwesen, die wir sind (Chemiker sagen, wir bestehen zu 90% aus Wasser), gibt es keinen Grund anzunehmen, warum Ebbe und Flut nicht auch in uns stattfinden sollten und daher eine kräftige Wirkung haben (dies freilich eine Binsenweisheit).

Da wäre zum Beispiel die Quadratur des Mars mit dem Saturn, bezogen auf die Erde. Die Strahlen der beiden treffen in einem 90 Grad-Winkel aufeinander und dieser Winkel verursacht eine disharmonische Wirkung. Das lässt sich leicht nachvollziehen, wenn man nur zwei Flüsse in diesem Winkel ineinander überfließen lässt. Dass Sextil und das Trigon benehmen sich anders, harmonisch: sie erlauben eine nicht konfrontative, sondern eben eine harmonische Verbindung der beiden Gewässer. Dies lässt sich objektiv nachweisen anhand der Wasserkristallfotos von Emoto, entnommen an der Stelle des Zusammenflusses, um ein Beispiel zu erwähnen. Es wird aber auch im Strömungsinstitut in Herrischried im Hotzenwald schon lange mit diesen Prinzipien geforscht und gearbeitet.

Die Antwort des Astronomen wäre wohl: „Das kann aber nicht sein, denn das wenige reflektierte Licht dieser beiden Planeten kann unmöglich menschliches Tun und Befinden solchermaßen beeinflussen.“ Dabei wird aber vergessen, dass wir mit der Erde, auf die diese Wirkungen ausgeübt werden und auf die sich diese Winkel – harmonisch oder disharmonisch – beziehen – in einem gravitativen Raum befinden, bzw. diesen laut allgemeiner Relativitätstheorie sogar bilden, in dem alle Himmelkörper ständig miteinander umfassend interagieren. Wäre der Saturn nicht da, würde also in seiner Bahn fehlen, so hätte die Erde eine ganz andere „Figur“ zu den verbleibenden Planeten. Dieses Maß ist auch die Gewalt seines Einflusses auf alles Lebendige auf der Erde und die ganze Materie, und ebenso bei den anderen Planeten.

Der Astronom fragt weiter, und er tut dies aus dem Wissen heraus, selbst bereits Abermilliarden von Sternen da draußen zählen zu können, warum wir Astrologen denn ausgerechnet 7 alte und drei plus x neue Planeten in unserem astrologischen „System“ haben, und keine anderen?

Diese Frage impliziert allerdings ein merkwürdiges Verhältnis zum gewachsenen menschlichen Bewusstsein. Die sieben alten Planeten (mit Sonne und Mond) sind diejenigen, deren Präsenz und Bedeutung den Menschen zu allen Zeiten relativ einfach offenbar war, ohne, dass sie ein Hilfsmittel brauchten. Sie sind also in das, was wir mit C.G. Jung kollektives Bewusstsein nennen könnten, hineingewachsen.

Zuallererst interessiert sich die Astrologie für die Sonne und ihre vier kardinalen „Punkte“ im Jahreslauf: Herbst- und Frühlings Tag- und Nachtgleiche und der längste und kürzeste Tag. Um ein Bild zu gebrauchen: wir schauen aus dem Fenster vor unser Haus am Meer und sehen zwar unendlich viele Gegenstände, aber jahrtausendelang nur sieben verschieden große und farbige Fische vor unserem Fenster regelmäßig, und einem jeweils eigenen Muster folgend, vorbeiziehen. Naturgemäß haben diese für uns eine ebenso größere Bedeutung, wie der Speisefisch, den wir auf dem Teller haben, eine größere Bedeutung für uns hat, als alles, was im Ozean sonst noch schwimmt.

Davon abgesehen hat sich die Bedeutung des Fixsternhintergrunds für die Menschen gewandelt und wird sich sicher wieder wandeln, worauf gesondert einzugehen ist.

Dennoch ist die Bedeutung der „alten“ Planeten mit dem sich entwickelnden Bewusstsein des Menschen selbst verwachsen und gewachsen: es gab des Nachts kein anderes „Kino“, als dieses, und das über unvorstellbar lange Zeiträume hinweg, wo die Menschen nachfühlbar beobachten konnten, was einer bestimmten Gestirn*-Stellung gemäß in ihnen selbst, als emotionale und geistige Korrespondenz von statten ging.

*sic, Stern.

Wer nun meint, daraus den Umkehrschluss ziehen zu können, dass man sich also dies wieder nur aus historischen Gründen einbilde – der nächste Einwand des aufmerksamen Astronomen wohl – dem fehlt der Sinn für die Realität gewachsener lebendiger Bewußtseinsstrukturen. Diese sind, obwohl nicht materiell, anfassbar, berührbar, dennoch eine so felsenfeste Realität, wie irgendein gewachsenes Gebirge: zum Beweis kann allein ihre Existenz zum Jetzt-Punkt der Gegenwart dienen, denn eben dies ist der Beweis, dass sie bisher alle Zeiten überstanden haben. Aus diesem Grund sind auch gesellschaftliche Veränderungen nur sehr langsam zu haben. Um wieder einen passenden Vergleich zu finden: auch die menschlichen Körperteile haben sich – wie das Bewußtsein – aus Formen entwickelt, die mit Sicherheit anders waren, als heute sie es sind. Im „Gebrauch“ unseres Körpers nutzen wir jedoch auch gleichzeitig die Geschicklichkeit der Vergangenheit und müssen sie gleichermaßen respektieren und einsetzen, ohne uns davon lossagen zu können. Dies gilt um so mehr vom Bewußtsein und vom gültigen Wissen der Vergangenheit.

Dabei spielt es eine entscheidende Rolle, wie wir unsere Ahnen sehen in Bezug zu unserem heutigen Zustand. Ob wir sie als vergleichsweise „unfertig“ betrachten, oder aber sogar uns gegenüber zumindest teilweise ausgestattet mit brauchbaren, sinnvollen und realitätsbezogenen Fertigkeiten, die wir heute so nicht mehr haben. Speziell dieser Punkt ist für Esoteriker bedeutend und wird gesondert zu betrachten sein, denn er ist ebenso bedeutend bei der Betrachtung des Himmels und der Planeten. Um nur ein Beispiel vorwegzunehmen, berichtet der französische Antropologe Claude Lévi-Strauss von einem Stamm in Südamerika, der in der Lage war, die Position der Venus am Taghimmel zu sehen und damit absolut korrekt zu bestimmen.

Um nun den weiteren Gedankenweg zu verstehen, ist es sinnvoll, sich mit den Feldern morphogenetischer Resonanz eines berühmten Wissenschaftlers namens Rupert Sheldrake auseinanderzusetzen. Demnach sind Bedeutungsfelder tatsächlich und im materiellen Sinn formbildend. Sheldrakes von einigen seiner Wissenschaftler-Kollegen angefeindete, aber gut dargestellte Theorie, könnte einmal wahrhaft erprobt die Evolutionstheorie in ihrer unbefriedigenden Zufallslösung um einen Anteil ergänzen, der auch durchaus in der Lage wäre, der menschlichen Intelligenz ein Stück ihrer Würde wieder zu geben, das ihr durch jene genommen wurde.

Mit anderen Worten: aus dem bereits Gesagten geht hervor, dass die Bedeutungen der Planeten (oder, wie man früher treffender sagte: der Planetenspähren) ein solches Feld „morphischer Resonanz“ sind. Dies gilt gleichermaßen für die Tierkreiszeichen. In diesem Wort steckt mehr als „Tier“: das germanische „Tyr“, der Himmelsgott. Obwohl diese Verbindung leider durch Verbrecher kompromittiert wurde, bleibt sie als historischer Schlüssel relevant. Wieder müssen und wollen wir auf eine tiefere esoterische Ebene verweisen, die jenseits des Begriffs „Morphogenetisches Feld“ mit lebendigen und lebendig erfahrbaren Wesen zu tun hat, deren Zwölfzahl sich einerseits durch die Geometrie, andererseits damit korrespondierend und in eines fallend, mit den geometrische Muster in den Raum malenden Planetengottheiten zu tun hat.

Denn bei allem Versuch, Astrologie zu „materialisieren“ und zu „belegen“ wird nur ein lebloses All vorfinden, wer nicht spürt, was Kepler schreibt:

These VIII:

„Alles nämlich, was am Materiellen teilhat, ist, soweit es daran teilhat, seiner Natur nach kalt. Alles dagegen, was seiner Potenz nach warm ist, verdankt diese Qualität einer lebendigen Kraft, sei diese nun seine eigene, oder die Kraft dessen, aus dem es hervorging.“

Nun mag der Astronom ausrufen: „Wie, so simpel?“ Nun, freilich, dies zur einen Seite. Der materiellen. Um diese Seite ganz zu ergründen bedarf es einer Zusammenarbeit mit hervorragenden Naturwissenschaftlern auf Keplers Pfaden, die das Leben selbst und die Astrologie als weise Lehre anerkennen und ergründen wollen. Dr. Masaru Emoto und Dr. Rupert Sheldrake sind schon mal vorausgegangen.

Tatsächlich ist aber der geistige Weg, der zu einer „Harmonia Mundi“ führt, nicht abzukürzen: es geht bei der Astrolgie um die Frage, was denn Geometrie und Bewusstsein miteinder zu tun haben, und ob es dieselben Prinzipien sind, nach denen der Mensch gebildet ist, und nach dem die Planeten ihre rhythmischen Bahnen ziehen. Dies ist der eine Teil einer astrologischen Geheimwissenschaft, die jedoch nur insofern geheim ist, als dass sie voraussetzt, dass man/frau in der Lage ist, Keplers These XXXVI (Von den gesicherten Grundlagen der Astrologie) nachzuvollziehen:

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Johannes Kepler, 27. December 1571 um 14:37 in Weil Der Stadt

„Es folgt ein anderer Gesichtspunkt, der alle Planeten in gleicher Weise betrifft, weitaus bedeutender als der erste, und einer, der um vieles mehr Bewunderung findet. Denn dieser hat nichts Materielles an sich, sondern gehört in den Bereich der Form, und zwar nicht einfacher Form, sondern einer, die geistige Fähigkeit, Intelligenz und das Studium der Geometrie erfordert. Er leitet nämlich nicht in geraden Linien von einzelnen Himmelskörpern ihre Kraft ab, sondern versucht das Zusammentreffen von jeweils zwei Strahlen auf der Erde einzuschätzen, mögen sie nun nach den Regeln der Geometrie oder unregelmäßig zusammentreffen. … Obwohl dies von der Erfahrung aufs Nachdücklichste bestätigt ist, waren mir folgende grundsätzliche Überlegungen dafür hinreichend genug.“

Pythagoras hat nach denselben Prinzipien, entnommen der Harmonie der Planetenbewegungen als geometrische Form, die Musiktheorie begründet.

Kepler selbst ist im obigen Abschnitt nicht ganz konsequent. Er spricht zunächst davon, dieser „Gesichtspunkt hätte nichts Materielles an sich“ und meint dies auch, um dann aber von „Strahlen“ zu sprechen, die aufeinander treffen. Wahrscheinlich waren diese für ihn nicht materiell.

Was er jedoch genau meint, führt er in seiner These XLIII aus:

„Und es ist dabei nicht abwegig, dass mit Leben begabte Wesenheiten, die nicht über die Fähigkeiten logischen Denkens verfügen, Verständnis haben für die Geometrie und durch sie wie nach einem Muster sich bewegen lassen. Es liegen Beispiele, die das kundtun, auf der Hand. Es stellt der Baum mit seiner plastischen Bildekraft keine Berechnungen an, und dennoch führt er soweit wie möglich den Willen des Schöpfers aus: mit Bezug auf die Anordnung der Blätter, im Hinblick auf die Früchte und auf einen bestimmten Zweck. Ja sogar seine Schönheit, die sich aus seinem Zahlenverhältnis ergibt, tragen alle Samen in sich. Der Fünfzahl bedienen sich die meisten Pflanzenarten, und das nicht aufgrund eines unausweichlichen Gesetzes der Materie, das sich vom Baum auf die Frucht überträgt – wobei diese Bewahrung der Fünfheit unmöglich ist -, sondern aufgrund der Kommunikation der plastischen Bildekraft, mit der diese schöne Anordnung von vornherein verbunden ist. …“ (1602)

Es geht also – wir verbinden den Gedanken von oben – um formbildende, geometrische Genetik. Ein Prinzip ist es also, nach dem die Natur (Edelstein, Pflanze, Mensch, Ton) sich bildet und nach dem die Astrologie – in meinen Augen ein Geschenk der Götter als Seelenkompass – die seelische Entfaltung des Menschen beschreibt und beobachtet.

Zum voraussehbaren Einwand des Astronomen in Bezug auf die DNS verweisen wir daraufhin, dass damit die Sache nicht weniger begründet ist und weitere Gesichtspunkte hinzukommen.

Aus dem oben Gesagten geht wie von selbst die Erklärung für die Bedeutung der neu hinzugekommenen Planeten hervor, ob man sie nun vorher schon kannte, oder nicht. Es geht dabei um einen zentralen Begriff in der Astrologie: dem der Entsprechnung. Die Planeten bedeuten eben dies, was dem Gehalt und der Stimmung ihrer Entdeckung und der Zeit entspricht. Insbesondere Uranus, dessen Umlaufbahn nahezu exakt die Länge des Lebens seines Entdeckers markiert, war für die Astrologie eine gewaltige Erneuerung und Revolution. Tatsächlich kann man Uranus, wenn er in Opposition zur Sonne steht und man seine Position kennt, als matten Schimmer und entsprechender Lichtarmut auch sehen. Seine Entdeckung kam für die Astrologie genau zur richtigen Zeit und geht naturgemäß mit einer Bewußtseinsveränderung der Menschheit Hand in Hand. Auf den zu erwartenden Einwand können wir deshalb erwidern: mit jedem neuen Planeten hat sich die Menschheit gewaltig verändert. Wie sich sich verändert hat, dass zeigen gerade die Bedeutungen der Planeten.

Allein schon deren Namensfindung, die ja immer quasi unter Ausschluss astrologischer Einflussnahme allein von Astronomen vorgenommen wurde (die Geschichte der Namensfindung von Uranus könnte ein Buch füllen), zeigt, dass sich außerdem Bedeutungsinhalte aus dem kollektiven Unbewussten der Menschheit, ihrer Mythologie, mit gewaltiger Kraft einen Weg an die Oberfläche des Bewusstseins gebahnt haben. Daher ist die Befragung von planetaren Qualitäten unter Assistenz der mythologischen Vorgaben in Verbindung mit tiefenpsychologischen Erkenntnissen des letzten Jahrhunderts so ungeheuer fruchtbar.

Dieser Abschnitt der revolutionären Veränderung der Menschheit ist offensichtlich nach der Entdeckung Chirons 1977 zu einem vorläufigen Abschluss gekommen, so dass nachfolgende oder parallele Himmelskörper uns nicht mehr so intensiv ansprechen, einmal abgesehen von Pollux oder Vesta, die bereits Eingang in die astrologische Literatur gefunden haben. Das bedeutet aber nicht, dass nicht unter den oben angedeuteten Gesichtspunkten einer universellen Geometrie des Lebendigen nicht prinzipiell jeder Himmelskörper von einem Astrologen beobachtet und in seinen Wirkungen beschrieben werden könnte. Denn in dem Augenblick, wo er das tut, nimmt er ja de facto Verbindung zu diesem Körper der Schwerkraft auf und hat die Möglichkeit, die Natur dieser Verbindung zu beschreiben. Ob die anderen Astrologen oder die Menschheit ihm darin folgen wird, ist eine andere Sache.

Dasselbe gilt natürlich für astronomische Punkte, wie Lilith. Anderer Natur sind die „arabischen Punkte“, deren Zusammenhang mit dem Horoskop aus dem Gedanken der Geometrie aber ebenso und dennoch gegeben ist. Dieser Gedanke ist es auch, der alle astrologischen Schulen miteinander verbindet, auch den siderischen mit dem tropischen Tierkreis, die beide eine 30 Grad Einteilung haben und brauchen, wobei der siderische, den die Inder benutzen, ebenfalls zunächst auf den tropischen Kreis (den Widder 0-Grad-Punkt der Tag- und Nachtgleiche im Frühling) Bezug nimmt, auf diesen umgerechnet wird.

Astrologie ist also, wie Robert Zoller schreibt, „die Lehre, wie die verschiedenen Formen, die im Licht des Bewußtseins … enthalten sind, die Substanz des Geistes beeinflussen und die vielfältigen Erscheinungsinhalte des Lebens hervorrufen.“

Daher, aus dem Gesetz und dem Geist dieser Formen – sie zeigen sich anschaulich als salomonisches Siegel, Pentagramm, gleichschenkliges Dreieck, Quadrat, ect. “wird deutlich,“ schreibt Zoller weiter, „dass die prognostische Astrologie nichts weiter ist als die praktische Anwendung metaphysischer Gesetze.“

Um dies anzuerkennen ist freilich erstmal ein Bewusstsein dafür nötig, dass es Geist gibt, am tiefsten beschrieben durch die Frage: „Warum ist überhaupt etwas?“

Wenn das schon alles wäre, hätten wir nicht viel gesagt. Im Lichte der modernen Geistesforschung kommt jedoch noch etwas hinzu, was wir den eigentlich esoterischen Inhalt der Astrologie nennen können. Gegeben wurde uns dieser Inhalt durch Rudolf Steiner, der aus seiner Forschung und in seiner astrologischen Ausrichtung uns den Weg gezeigt hat, nach dem die Seelen, einschließlich unser eigenen, nicht nur hier auf der Welt leben und nicht nur eine einzige Existenz im materiellen Bereich mit- und durchmachen. Dadurch, als Kompass dieser Reise durch die Welten, bekommt die Astrologie überhaupt erst ihren tieferen Sinn. Nach seiner Lehre haben wir vor unserer Geburt auf der Erde eine Reise durch das Sonnensystem und darüber hinaus gemacht, und bringen daher die „Wirkungen“ der Planeten außerdem noch als Nachempfindung unserer eigenen Erfahrung mit. Steiner schreibt:

„Das Sternensystem zu dem wir Menschen gehören, ist ein Ganzes. Und der Mensch hängt mit allen Kräften dieses Sternensystems zusammen. Nur grober Materialismus kann glauben, dass der Mensch allein mit der Erde im Zusammenhang stehe. Man braucht sich nur anzusehen, was für ein Verhältnis zwischen Mensch, Sonne und Mond in den Ergebnissen der „Akasha-Chronik“ festgestellt wird. Daraus wird man sehen, dass es eine urzeitliche Entwicklung des Menschen gegeben hat, in der sein Wohnplatz ein Weltkörper war, der aus Sonne, Mond und Erde noch gemeinschaftlich bestand. Daher hat auch heute noch der Mensch in seiner Wesenheit Kräfte, die verwandt mit denjenigen der genannten Weltkörper sind. Nach diesen Verwandtschaften regelt sich auch heute noch bestehender Zusammenhang zwischen Wirkungen der ausgewählten Weltkörper und dem, was im Menschen vorgeht. Allerdings sind diese Wirkungen sehr verschieden von denen rein materieller Art, von denen ja die heutige Wissenschaft spricht. Die Sonne wirkt zum Beispiel noch durch etwas ganz anderes auf die Menschen als durch das, was die Wissenschaft Anziehungskraft, Licht und Wärme nennt. Ebenso gibt es Beziehungen übersinnlicher Art zwischen Mars, Merkur und den anderen Planeten und dem Menschen. Von da ausgehend kann, wer dazu Veranlagung hat, sich eine Vorstellung machen von dem Gewebe übersinnlicher Beziehungen zwischen den Weltkörpern und den Wesen, welche sie bewohnen. Aber diese Beziehungen zur klaren, wissenschaftlichen Erkenntnis zu erheben, dazu ist die Entwicklung eines ganz hohen übersinnlichen Schauens notwendig.“ (Aufsatz von 1905)

Zuletzt also noch der Einwand, man müsse ja doch wieder dran glauben oder irgendwie anders denken und fühlen. Dem kann aber nicht statt gegeben werden. Denn wenn wir die Objekte jenseits von Saturn und Uranus „beobachten“ wollen, dann brauchen wir, ganz unabhängig von Übersinnlichkeit, dafür auch eine Art Übersinnlichkeit: technisches Gerät nämlich, das über unsere Sinne hinausführt. Genauso, nur unter der Schulung des feinsten und letztlich einzigen „Mess- Apparates“, über den wir verfügen, unserem Bewusstseins nämlich, „funktioniert“ übersinnliche Schulung, und funktionierte sie schon immer, seit es Menschen gibt, die ihrer bedürfen. Und die Ergebnisse der Forschung aus diesem Bereich, verglichen von Personen, die über ein solches Wahrnehmungsvermögen verfügen, decken sich durchaus und lassen sich objektiv und logisch weitervermitteln.

Fotos, Mond, Weltbild

Mond geht in den Krebs

Was ist eigentlich Astrologie? Wie sich immer mehr zeigt, besteht ein großes Bedürfnis danach, zu verstehen, was denn mit dieser alten Lehre an Weisheit wirklich verbunden ist. Für den praktizierenden Astrologen steht die Wirksamkeit der astrologischen Prinzipien außer Frage. Durch die bisher nie gekannte Schnelligkeit der Horoskoperstellung finden sich täglich so viele Übereinstimmungen von Ereignissen und Vorgängen zu den jeweiligen Anlagen der Geburt von Menschen oder auch Staaten, Ereignissen – sofern sie nur zu einem bestimmten Zeitpunkt erstellt werden – dass die praktische Anwendung völlig außer Zweifel steht. Damit ist jedoch nicht gemeint, dass sich alles zweifelsfrei vorhersagen ließe: es sind Geist-Entsprechungen, Bedeutungs-Entsprechungen, die gefunden werden. Oder vielmehr: sie werden nicht gefunden, sondern sie tauchen auf, manche offensichtlich, manche – die zarteren, die Venus-Aspekte, müssen an ihrem Duft erkannt werden. Um sich dem Thema philosophisch zu nähern, wird es hier eine neue Serie geben, die ich, wenn sie mir rund erscheint, als Buch veröffentlichen möchte. Thema: die Philosophie der Astrologie. Ursprünglich hatte uns Marc Jongen ein solches Buch versprochen, mal schauen, ob es möglich ist, auf seinen Erkenntnissen aufzubauen und weiterzumachen.

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Fotos Markus Termin ©

Geschichte, Länder, Mundan, Weltbild

Das Jahr 2009

Nürnberg, 18:17 – Prognosen für das neue Jahr zu erstellen, gehört zu den Aufgaben, die man Astrolgen abverlangt, weil es Beispiele genug von absurd konkreten Ereignisen gibt, bei denen sich bekannte Astrologen hervorgetan haben. Das jüngste ist sicherlich die Vorhersage des Zusammenbruchs der Sowjetunion durch Liz Greene Jahre vorher, als noch keiner etwas ahnte. Doch nicht nur das: auch, wie es passieren würde hat Liz Greene genau beschrieben. Und diese akribische Jungfrau (04. Sep. 1946, 13:00 Englewood, NY, USA) mit Intuition hat uns auch gesagt, wie sie das gemacht hat: natürlich ging sie von der Neptun-Saturn Konjunktion 1989 aus und vom Horoskop der Sowjetunion.

William Lilly (30.04.1602 2:00 LMT Diesworth, GB) saß kurz im Tower, der als eines der wenigen Gebäude vor den Flammen des Großbrands in London im Jahr 1666 gerettet werden konnte, weil er für dieses und das Vorjahr London Katastrophen vorausgesagt hatte. Das waren dann die Pest und der Großbrand. Nachdem er aber plausibel machen konnte, es habe sich bloß um astrologische Berechnungen geahndelt, die er 14 Jahre vorher angestellt hatte: Saturn wird demnach auslösend gewesen sein, ließ man ihn wieder laufen.

Der Kaiser Titus Flavius Domitian (24. Okt. 51, 20:00 in Rom) erstellte die Horoskope möglicher Konkurrenten um die Macht. Wessen Radix ihm eine Bedrohung signalisierte, den ließ er umbringen.

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domitian-horoskopDer Geschichtsschreiber Sueton berichtet in seinen Kaiserbiographien:

„.. er führte über die Geburtstage und -stunden der vornehmsten Männer genauestens Buch, was den vorzeitigen Tod nicht weniger von ihnen zur Folge hatte, die nie im Traum daran gedacht hatten, einmal an die Macht zu kommen.“

In seiner Jugend hatten ihm die Astrologen einen frühen und gewaltsamen Tod vorhergesagt. Einer der Astrologen war der Magier, Astrologe und Horuspex Larginus Proculeus. Das genannte Datum war der 18. 9. 96 n. Chr.

Einen Tag vor dem bezeichneten Termin ließ Domitian einen anderen Astrologen – Askletarius – zu sich führen und fragte ihn nach seiner Meinung.

Askletarius bestätigte das Datum. Und er fügte hinzu: “ Noch ehe die elfte Stunde anbricht.“

Um die Prognosen zu widerlegen, fragte Domitian den Astrologen, ob er für sich selber etwas für die nächsten Stunden prophezeien könne.

Askletarius erwiderte:

„Ja, ich werde von wilden Hunden in Stücke gerissen werden.“

Um die Prognose zu entkräften, ließ ihn Domitian sofort enthaupten und befahl den Leichnam zu verbrennen. Ein Gewitter brach los und löschte den schon brennenden Scheiterhaufen. Die kaiserliche Wache suchte Schutz vor dem Regen. Eine Meute wilder Hunde stürzte sich über den angebrannten Körper des Astrologen. Ein Grauen bemächtigte sich Domitians. Er begann zu zittern.
In der Nacht vor seinem letzten Lebenstage sprang er schreckerfüllt von seinem Lager auf und weckte das halbe Gesinde: „Morgen wird sich der Mond im Wassermann mit Blut beflecken und eine Tat geschehen, von der die Menschen auf dem ganzen Erdkreis reden.“

Am nächsten Morgen, es war noch Nacht, wurde dem Kaiser ein weiterer Astrologe vorgeführt, Larginus Proculeus.

Dieser bestätigte gleichfalls die elfte Stunde des angebrochenen Tages als Todeszeitpunkt.

Domitian fragte den Astrologen nach seiner Meinung für sein eigenes, das des Astrologen, Leben.

Dessen Antwort: „Mein Schicksal ist es nicht, durch Dich zu sterben. Du wirst mich nicht töten.“

Sofort befahl Domitian die Hinrichtung des Astrologen für den nächsten Tag, um vor ihm triumphieren zu können. An Leib und Gliedern zitternd ließ sich Gottkaiser Domitian in ganz kurzen Abständen die Zeit ansagen. Schließlich wurde ihm, um ihn in Sicherheit zu wiegen, mitgeteilt, es sei die elfte Stunde vorüber. Erleichtert beschloss Domitian ein Bad zu nehmen. Dort wurde er mit sieben Stößen niedergemacht. Seine eigene Gattin, Domitia Longina, leitete die Verschwörer.

Ebenso frapant ist die vorausgesehene Biographie des Prinzen Christian von Dänemark durch Tycho von der Brahe, oder der vorhergesagte gewaltsame Tod Wallensteins durch Kepler, dies in Unkenntnis der Person, da das Horoskop anonym erstellt wurde.

Natürlich gibt es noch viele weitere Beispiele. Mir geht es jedoch hier um etwas anderes. Die astrologsichen Gewichte für´s nächste Jahr sind klar: Pluto im Steinbock, die folgenden Oppositionen von Saturn und Uranus zwischen Fische und Jungfrau, sowie das Quadrat von Saturn und Pluto im Herbst, der damit verbundene Zeichenwechsel von Saturn in die Waage, wo er „erhöht“ ist, also viel stärker als in der Jungfrau. Dazu kommt die totale Sonnenfinsternis vom 22. Juli 2009 im Zeichen Krebs auf 29,27°, die sehr lang ist und am absteigenden Mondknoten stattfindet. Sie wird ausserdem in China und Indien gut sichtbar sein. Jupiter wechelt – dies das hoffnungsvollste – in den Wassermann. An technischen Ideen wird kein Mangel sein.

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china

Regierungsbildung laut New York Times mit Nationalhymne am Morgen, jeweils anklicken zum Vergrößern.

Was ich damit sagen will, ist dies: bevor wir uns auf eine Prognose für das nächste Jahr einlassen, denken wir einen Augenblick an die Verantwortung des Prognostizierenden:

Aus dem Buch Jonas, 3,4: „Und da Jona anfing hineinzugehen eine Tagereise in die Stadt, predigte er und sprach: Es sind noch vierzig Tage, so wird Ninive untergehen. Da glaubten die Leute zu Ninive an Gott und ließen predigen, man sollte fasten, und zogen Säcke an, beide, groß und klein. …“ … Und Vers 3,10: „Da aber Gott sah ihre Werke, daß sie sich bekehrten von ihrem bösen Wege, reute ihn des Übels, das er geredet hatte ihnen zu tun, und tat’s nicht.“

Jonas, der Prophet, kommt damit nicht gut zurecht. Denn ein Unglück, das ausbleibt, macht einen Propheten nicht berühmt: „Und der HERR sprach: Dich jammert des Rizinus, daran du nicht gearbeitet hast, hast ihn auch nicht aufgezogen, welcher in einer Nacht ward und in einer Nacht verdarb; und mich sollte nicht jammern Ninives, solcher großen Stadt, in welcher sind mehr denn hundert und zwanzigtausend Menschen, die nicht wissen Unterschied, was rechts oder links ist, dazu auch viele Tiere?“

Mehr dazu morgen.


Ereignis, Geschichte, Weltbild

Astrologische Prognosen

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Der Stern Davids, das „Magen David“, der Schild Davids, das Siegel Salomons, soll angeblich noch nicht so alt sein:

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hexagramm… das Hexagramm aus Tibet spricht dagegen. Im Hinduismus ist dies ein altes Symbol für Vishnu, den Bewahrer.

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Astrologisch ist aber der Sinn nur die Kardinalstellungen von Jupiter und Saturn zueinander gemäß ihrem Lauf um die Sonne: also Quadrate, Trigone, Oppositionen und Konjunktionen von Saturn und Jupiter zueinander ergeben ein genaues Hexagramm in einem Zeitraum von ca. 60 Jahren, regelmäßig. Dies ist die Darstellung von Walter Bühler aus dem Buch „Stern der Weisen“. Darüber hinaus finden regelmäßige dreifache Konjunktionen von Saturn und Jupiter statt, zuletzt 1981 und eine bekannte auch 7. v. Christus, als Wegweiser zur Geburt von Jesus im Zeichen der Fische, während die Sonne wohl in der Jungfrau stand. Sieben Jahre später, zur Zeit von Jesus Geburt, stand demnach Saturn in den Zwillingen und Jupiter in der Jungfrau und vielleicht die Sonne im Steinbock.

Astrotheme ist anderer Ansicht. Sie veröffentlichen dieses sehr interessante Horoskop. Was darin stimmig ist, ist tatsächlich der Vorabend der großen Konjunktion, und damit Jupiter als Leitstern. Plus natürlich die Pluto-Auslösung mit genau 33 und die Konjunktion von Sonne und Uranus zur Geburt. Mit all den Oppositionen …

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Jesus, geboren am 28. Februar -006 im 3:34 AM in Bethlehem, Israel

Morgen nun endlich etwas zum Thema Prognosen.

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