Weltbild

Zeit und Raum

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Foto Markus Termin ©

„Die spezielle Relativitätsheorie verbindet durch das empirisch begründete Postulat der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit und das der Relativität von Bezugssystemen Raum und Zeit geometrisch in der vierdimensionalen Raumzeit. Nach der Allgemeinen Relativitätstheorie bestimmen Raumzeit und Materie gegenseitig einander.“ (Jan C. Schmidt, Raumwissenschaften).

Man muss diesen Satz, so einfach er ist, wohl mehrmals lesen, um zu verstehen, was damit gemeint ist. Was bedeutet er? Und ist es zutreffend? Wenn wir eine Lichtgeschwindigkeit haben, die (im Vakuum) immer gleich schnell ist, niemals jedoch schneller oder langsamer, dann beschreibt die Lichtgeschwindigkeit solchermaßen keine Eigenschaft des Lichts, sondern eine des Raumes. Denn der Raum selbst wird dadurch konstituiert, dass es eine Geschwindigkeit gibt, die ihn genau auslotet, und – nach obigem Satz – mehr als das: die in sich wirkend den Raum und die Zeit als Raumzeit überhaupt erst bildet.

Sollte dies stimmen – und die Naturwissenschaft hat daran überhaupt keine Zweifel – so wird unser schönes Bezugssystem: oben der Nassauer Turm mit Sonnenuhr in Nürnberg – so ist unsere dreidimensionale schöne Welt mit oben und unten eine Illusion unseres Bewußtseins, eine Bedingung, der wir zwar die Bildung unseres Bewußtseins verdanken, die aber letztlich wenig Gültigkeit hat innerhalb jener Kategorien, wo die Schwerkraft Weltenkörper in gegenseitiger Anziehung durch den Raum bewegt, den sie eben erst Kraft ihrer Masse bilden.

Doch so sehr uns dies als felsenfeste Gewissheit verkauft wird, so wenig schlüssig ist die Theorie bis jetzt auf´s große Ganze gerechnet.

Was so erscheint, als wäre es eigentlich kein Rätsel mehr, ist eine Rechnung mit vielen Unbekannten. In gewohnter und dennoch mysteriöser Gleichzeitigkeit fanden zwei Forscherteams, das eine um Brian Schmidt in Australien, das andere unabhängig davon um Saul Perlmutter in den USA heraus, dass das Universum nicht, wie erwartet, seine Expansionrate verlangsamt, sondern beschleunigt.

Gemäß dem gängigen Kosmologischen Modell fehlen damit 70% Prozent der Masse/Energie im berechneten Universum. Und weil man keine Ahnung hat, warum das so ist, nannte man diese fehlenden 70% „Dunkle Energie„.

Dies ist nicht die einige Unwägbarkeit, die das Theoriegebäude erschüttert, auf dem das gegenwärtige Weltbild der Physik steht. Die andere geradezu mystisch zu nennende, aber dennoch experimentell bewiesene Tatsache sind Wirkungen in sogenannter „Nichtlokalität„. Sehr simplifiziert dargestellt bedeutet das, man hat Abhängigkeiten von Masseteilchen gemessen und beobachtet, welche sich unabhängig von ihrer Entfernung voneinander dennoch in Bezug zueinander setzen. Dieses ungeklärte Phänomen nannte Albert Einstein „spukhafte Fernwirkungen„.

Das nächste fragwürdige „Ding“ im Universum ist die Gravitation selbst. Sie müßte, ebenso, wie das Licht (und damit alle Energie, für die´s genauso gilt, wie für das Licht selbst, weil alles, natürlich auch Materie doch nur Energie ist), letztlich – sich an das Limmit der Lichtgeschwindigkeit binden lassen. Tatsächlich scheint aber Gravitation eher dem Muster einer spukhaften Fernwirkung zu folgen. Was jedoch Gravitation eigentlich ist, ist ebenso völlig unbekannt, und sie wirkt scheinbar ohne Zeitverzögerung und ohne Lichtgeschwindigkeit.

Da sich nach einhelliger Meinung unserer Physiker das Universum rasend schnell ausdehnt, jedoch nicht an seinen Rändern, sondern an jedem Ort gleichzeitig und in alle Richtungen, müßte dies auf der Erde ebenso gelten. Sie können also, wenn dies stimmt, davon ausgehen, dass sie selbst sich mit einer unglaublich Geschwindigkeit ausdehnen, wie Fernando Boteros (19. April 1944 Medellin, Columbien) aufgeblasene Figuren: nur merken wir das nicht!?

Ein Glück nur für uns Astrologen, dass die Kosmologen den Begriff der Symmetrie entdeckt haben, von dem sie vermuten, so schreibt der Physiker Brian Greene, dass er den Naturgesetzen allesamt zu Grunde liegt:

„Das unterstreicht die erstaunliche Macht der Symmetrie. Wir sind an den Planeten Erde und seine unmittelbare Nachbarschaft gefesselt. Und doch können wir, ohne unsere engere kosmische Heimat zu verlassen, dank der Translatationsymmertie in Erfahrung bringen, welche Gesetze im gesamten Universum herrschen, weil die Gestze, die wir hier entdecken, jene Gesetze sind.“

Haben wir das nicht immer gesagt? Der Symmetriebegriff ist auch der Astrologie zugrundeliegend. Wer weiß, vielleicht erleben wir gerade doch nur die Geburt eines neuen Weltbilds, nach dem Astronomie und Astrologie einander wieder mit Verständnis begegnen können, und letztlich wieder zu einer Einheit werden.