Geschichte

Hong Kong

26. Januar 1841 um 12:01 in Victoria, Hong Kong wird der Geburtstag der ehemals britischen Kronkolonie Hang Kong begangen. Das Datum geht zurück auf die Okkupation der Britten im sogenannten ersten Opium-Krieg. In der Flagge finden wir die Venus als fünstrahligen Stern, der auch sinnbildlich den botanischen Zusammenhang mit einer fünfblättrigen Blüte augenfällig macht, der durch die Venus mit ihrer Wirkung auf die Erde auch tatsächlich erreicht wird:

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Diese Opiumkriege basierten auf dem merkwürdigen Ansinnen der Briten, ihre negative Handelsbilanz mit China auszugleichen. Denn da man aus China Tee und Seide importierte, die Chinesen aber selbst vom britischen Empire nichts brauchten, sah die Situation ähnlich aus, wie heute. So verfiel man skrupellos auf die Idee, den Chinesen Opium zu verkaufen, um die Handelsbilanz auszugleichen, ganz ähnlich, wie sich heute Afghanistan und die Terroristen mit oder ohne Billigung/Organisation der CIA durch das aus Schlafmohn ebenso wie Opium erzeugte Heroin finanziert.

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Das Horoskop (durch zwei mal Klicken vergrößern!) zeigt innen das Gründungschart der Kronkolonie, außen aber die Transite zum Tag der Wiedereingliederung zur Volksrepublik China. Dies ist nun 12 Jahre her und wir sehen Jupiter im Wassermann, wie dieser Tage auch, was vermuten läßt, dass Hong Kong auch heute im 12-Jahres Zyklus einem Höhepunkt der Erfolgsaussichten entgegengeht. Uranus steht im obigen Bild genau über der Sonne: diese Wiedereingliederung war also tatsächlich eine uranische Befreiung. Neptun steht nahezu bogensekundengenau über dem Merkur des Stadtstaates, wobei Merkur den Besitz anzeigt, denn er regiert das zweite Haus und das fünfte (während Lilith durchs fünfte läuft, und sagt, dass es in Hinsicht auf die Landeskinder – Staatsbürgerschaft wäre ein Thema – nicht mit rechten Dingen zugeht).

Doch tatsächlich hat sich der territoriale Besitz, den dieser Merkur anzeigt, ja auch wirklich aufgelöst, wie man es von Neptun erwartet. Hong Kong gehört sich nicht mehr selbst. Dass es aber mal „dem Ausland“ gehörte, dieses zeigt wunderbar Merkur in Haus 9, dem der Fremde. Venus geht 1997 entsprechend dem Wesen der Stadt auf der Flagge in Haus 4, also zurück zum Ursprung, nach China.

Die Venus in der Flagge finden wir in der Mond-Uranus und eben Venus- Konjunktion in den Fischen in Haus 11, sowie durch das erste und das sechste Haus. Mond und Mohn, gar noch in den Fischen, mag ein weiterer Hinweis sein. Das Wesen der Stadt, vertreten durch Venus, ist also wahrlich gesellschaftlich und kollektiv, und es ist bemerkenswert hierzu einen Satz zur frühen Wohnsituation jn Hong Kong zu zitieren, denn man/frau/kind wohnt praktisch im Haus 11, also in der Öffentlichkeit:

„Dies (nach einem Brand) war praktisch der Beginn des public-housing-Programms in Hongkong. Die ersten Mark-I-Häuser waren bereits Ende 1954 fertig gestellt. Sie boten jeder Familie eine Wohnung von etwa 20 Quadratmetern, die Sanitäreinrichtungen mussten mit anderen Familien geteilt werden und Kochgelegenheiten befanden sich außerhalb der Wohnungen. Bis Ende der 1960er Jahre wurden zahlreiche derartige Häuser errichtet, wobei die verbesserten Versionen Mark II und Mark III nur wenig mehr Komfort boten. Praktisch spielte sich alles Leben auf den Straßen ab, wobei diese für die zahlreichen Verkaufsbuden benutzt wurden.“ (Wikipedia)

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Brand, Weihnachten 1953

Das Horoskop des Brandes zeigt eine Mars-Mars Konjunktion kurz vorher und dann Neptun genau auf dem Mars. Also erst voll in der eigenen Kraft und dann nur noch die Auflösung übrig. Das riecht ja regelrecht nach Zündelhölzern. Außerdem steht die Sonne über dem Saturn in Haus 8. Sonne und Mars sind aber Feuer, und Sonne über Saturn ist Feuer über der Struktur, dem Halt. Und Haus 8 braucht man nicht erklären. Dass dies aber letztlich ein Glück war, weil man endlich neue Wohnungen baute, zeigen Jupiter und Glückspunkt.

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Bei einer Stadt, die quasi mit hochoffiziellen Drogengeldern erschaffen wurde, wogegen gerechterweise die Chinesen Krieg führten, den die Britten ungerechterweise auch noch gewannen, interessiert natürlich vor allem die Neptun-Stellung. Neptun steht auch tatsächlich in Haus 10 zusammen mit der Sonne ( nahe verknüpft ist ebenso Merkur in Haus 9, Geld mit dem oder sogar im Ausland verdienen, was Hong Kong Chinesen im In- und Ausland ständig tun). Alles in allem und wenn man sich´s genau überlegt, hat unser westliches Imperium ganz offensichtlich als Junkie angefangen, und der Kreislauf wurde außer mit Opium, durch Öl ergänzt, während es noch vorher Sklaven und Gold waren.

Nun hat Neptun zeitgerecht die Regierung in Hong Kong aufgelöst (das ist die Sonne) und dann (2003) den Stadtstaat selbst im Neptun-Neptun Transit der Auflösung entgegengeführt.

Geschichte, Mundan

Aus Tag wird Nacht

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Cocos-Inseln © Jörg

Liebe Leserinnen und Leser,

Am 26.01.2009 findet eine ringförmige Sonnenfinsternis statt, deren Zentralzone weitgehend über abgelegenen Gebieten des Indischen Ozeans verläuft. Erst kurz vor Sonnenuntergang überquert der Finsternispfad zunächst die Cocos-Inseln, ein zu Australien gehörendes Atoll, und dann Indonesien. Bei uns wird diese Sonnenfinsternis also leider nicht zu sehen sein.

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Nürnberg 26.01.09 – 08:56

Wie üblich, kann das Bild vergrößert werden, wenn man es zweimal ohne Doppelkick anklickt!

Für Nürnberg zeigt dieses Horoskop einen ganz knappen Fische-Aszendenten. Mich freut das natürlich, denn hier fließen Welten zusammen.

„Als die Brücken fertig waren, und ebenso die Arbeiten am Athos, auch die Dämme in den Mündungen des Athoskanals, die die Flut abhalten sollten, damit die Mündungen nicht versandeten – auch als der Kanal als völlig fertig gemeldet wurde, da wollte sich das Heer, das in Sardes überwindert hatte, mit Beginn des Frühlings Richtung Abydos in Bewegung setzen. Gerade als es aufbrach, wich aber die Sonne vom Himmel und wurde unsichtbar, obwohl es ein wolkenloser, ganz heiterer Tag war. Der Tag wandelte sich in Nacht. Als Xerxes das sah, wunderte er sich. Er fragte die Magier, was diese Erscheinung zu bedeuten habe. Die Magier sagten, die Gottheit prophezeie damit den Hellenen den Verlust ihrer Städte, denn die Sonne gäbe den Hellenen, der Mond den Persern Orakel. Über diese Deutung freute sich Xerxes sehr, und das Heer zog vorwärts.“ (Herodot, Ηρόδοτος, geb. 480 /490 v.Chr., wahrscheinlich Pluto in Waage, Historien Buch VII, 37)

herodot

Eine Pluto in Waage-Generation hatten wir eben erst. Das sind die Menschen, die von November 1971 bis Juni 1984 (mit Skorpion Unterbrechung am Ende der Phase und Jungfrau am Anfang wegen der Rückläufigkeit) geboren sind, also während der Pop-Ägide, und die nachfolgend versucht haben, die Welt durch Kunst zu verbessern, sobald sie erwachsen waren, und das wollen sie immer noch, Gott sei Dank! Ihr Ur-Vater ist also dieser Herodot, dessen historische Schilderungen so kraftvoll sind, daß es eines der drei Bücher wäre, die ich mir auf eine Insel, wie die obere, mitnehmen würde, wenn die Anzahl der Bücher limitiert wäre. Die anderen zwei …? Dazu ein andermal.

Die Sonnenfinsternis wirkt, selbst wenn sie nur ringförmig ist, laut den antiken Astrologen in den Zwillingen, der Jungfrau und dem Wassermann am stärksten. Und zwar zumeist auf Regierungen. Das wäre dann wegen Athen, welches dem Wassermann zugeordnet wird, tatsächlich Griechenland. Bin mal gespannt, was da kommt.

Nachtrag aus der Zukunft: „Der griechische Staatspräsident Karolos Papoulias beauftragte am Montag Papandreou mit der Regierungsbildung. Die Zusammensetzung der neuen Regierung unter Papandreou soll schon an diesem Dienstag bekanntgegeben werden.“ Regierungswechsel im Oktober 2009.

Herodot schildert die Sonnenfinsternis anläßlich Xerxes´ Zug gegen die Griechen als spannungssteigernden Moment seiner ohnehin maximal spannenden Erzählung, denn seinen Lesern war der Ausgang des Perserkrieges ja bekannt (uns auch, „300“ lief letztes Jahr im Kino): das gesamte Heer des Xerxes ging mit mit Mann und Maus gegen die eigentlich unterlegen Griechen unter. Dass die Griechen nach „der Sonne weissagen“ würden, hätte Xerxes leicht als Schutzbehauptung seiner „Magier“ durchschauen können, wenn er Alexander von Humboldts „Kosmos“ gelesen hätte, der zur Zeit vom Buchhaus Campe in einem fantastischen Druck für 25,- Euro (Original 99,-) verramscht wird. Dort steht, dass sich die Hellenen ja gerade von Selenen phonetisch ableiten, und das ist der Mond, und nicht die Sonne, denn Selena ist eine Mondgöttin. Man spricht sogar – so Humboldt – von Präselenen, Menschen, die diesen Landstrich bevölkert haben sollen, bevor es den Mond gab. Freilich widerspricht das den allwissenden Astronomen, die heuer glauben, der Mond sei durch einen Einschlag gegen die Erde entstanden, den wohl schwerlich jemand hätte überleben können … Dennoch ist was dran an dieser Weissagung nach der Sonne, denn tatsächlich gibt es in unserer Astrologie, die wesentlich auf die Griechen zurückgeht (und deren Austausch mit den Ägyptern (von denen sie abstammen), einem durch und durch nach astrologischen Gesichtspunkten geordneten Staat, weswegen auch die Ägyptologie ohne Astrologie nicht weit kommt …) … gibt es also in unserer Astrologie den Primat der Sonne, welcher nichts anderes bedeutet, als den Wandel von Matriarchat ins Patriarchat.

Dies jedoch nicht willkürlich und grundlos, sondern differenziert und kenntnisreich. Sokrates wußte, ebenso wie Parmenides, alles von einer Frau, einer Priesterin. Orakel wurden nur von Priesterinnen gegeben. Und daher ist die Sonne im Horoskop einer Frau nicht einfach nur Patriarchat.

Doch zurück zur aktuellen Sonnenfinsternis: was auffällt: Sonne und logischerwiese Mond haben absolut keine Aspekte, bis auf einen: die Jupiter Konjunktion! Nach Claudia von Schierach sind aber eben die begleitenden Aspekte für die „Wirkung“ der Sonnenfinsternis, sowie ihre Nähe zu wirkungsvollen Fixsternen entscheidend. Nun ist aber der nächste für uns Astrolgen bedeutende Fixstern auf 4:28° Wassermann Dabih;  dieser soll der Glücksstern eines mysteriösen Schlachters sein, was wohl „Dabih“ auf arabisch bedeutet. Doch eigentlich ist der Sonnenfinsternispunkt mit 6:30° Wassermann zu weit entfernt; bei Fixsternen muß die Konjunktion auf ein Grad genau sein.

dabih

Wie dem auch immer sei: mit Neubeginn wird so eine Sonnenfinsternis auf jeden Fall assoziiert und für mich persönlich gilt das sowieso. Denn wer mein Horoskop beobachtet, wird unschwer die Oppositionstelle finden, die von dieser Sonnenfinsternis mit Jupiter-Zeus Beistand begünstigt ist. „Schau mer mol“, wie die Franken sagen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Ereignis, Geschichte, Personen

Alphonse de Larmartine

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Bisweilen macht es Sinn, den Pluto zu beobachten und zu schauen, was denn Menschen gemacht haben, die z.B. mit einem Pluto im Wassermann, also zur Zeit der französischen Revolution geboren wurden.

Alphonse de Larmartine, geb. am 21 October 1790 um 16:30 in Mâcon, Frankreich, ist der Mann zentral im Bild (Ölgemälde von Henri Felix Emmanuel Philippoteaux) zur Revolution von 1848:

de-lamartine„1843 brach er gänzlich mit dem plutokratischen, d.h. sich auf die Reichen im Lande stützenden Regime von König Louis Philippe und entwickelte sich zum oppositionellen Republikaner und gefürchteten politischen Redner. Er begann seine monumentale Histoire des Girondine (gedruckt 1847), d.h. eine Geschichte der Partei der gemäßigten Revolutionäre von 1791–94.“ (aus Wikipedia)

Dazu bemerkenswert – und deswegen habe ich „plutokratisch“ hervorgehoben, wie dieser Mann – der sich auch gegen die Sklaverei engagierte – Pluto im Wassermann im Haus 11 hat, während dieser das Haus 8 beherrscht: also die revolutionäre Macht ausgeübt aus dem Bereich des Geistes und der Öffentlichkeit (11) mit definitiven Auswirkungen auf Haus 8, dem der Wandlung und dem Geld der anderen (siehe oben!). Dann noch Jupiter in der Jungfrau an der Spitze zu Haus 6, jedoch Herr von 9 (dem der Veröffentlichung): er war tatsächlich einer der wenigen Politiker, die auch als poetischer Schriftsteller Karriere machten.

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Erst am 21.01.2024 wird Pluto in den Wassermann wechseln, dann mit einer Sonnen-Konjunktion verstärkt. Vielleicht sollten wir schon heute – phasenverschoben – die Politik daraufhin trimmen, sich dem Thema „Freiheit“ zuzuwenden, um die folgende Revolution zu mildern und nutzbar, statt zerstörerisch zu machen? Das zweite Thema gibt Uranus im Stier vor: den Besitz. Ich denke, so weit reichen tatsächlich die Wellen gegenwärtiger Kapitalismuskrise …

Ereignis, Geschichte, Personen

Der mit dem Elefant

Nürnberg – 19:00, Mit Tycho Brahe, geboren am 14. Dezember 1546 um 10:47 AM in Knutstorp, Scania Schweden, wird dieser Tage in seiner Prager Gruft ein Mann exhumiert und ein Kriminalfall aufgerollt, der auf einen bösen Giftmord deutet. In gewohnt flappsiger Manier und dem Anlass nicht angemessen berichtet der Spiegel: Geschichte: Giftspur ins Sternenschloss – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wissenschaft

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Tycho de Brahe wird von Kepler „der Phöenix“ unter den Astrologen/nomen genannt. Er war wohl sein Lehrer und Kollege, auf dessen äußerst aufwendigen Berechnungen Kepler seine Gesetze aufbauen konnte. Im Alter von 20 Jahren verlor Brahe bei einem Duell, dessen Grund der Streit um eine mathematische Formel mit einem Kommilitonen war, einen Teil seiner Nase und trug deswegen mittig, wo die Kugel eine Ecke herausgerissen hatte, eine Prothese. „Als man jedoch 1901 sein Grab öffnete und den Schädel untersuchte, um Hinweise auf die besagte Prothese zu finden“, heißt es bei Wikipedia, „fand man Reste von Kupfersalzen an der entsprechenden Stelle, die eher auf eine dünne Kupferfolie hindeuteten als auf eine schwerer zu tragende Prothese aus einer Goldlegierung.“ Auf einem zeitgenössischen Stich (siehe Spiegel-Artikel) ist dieses Plättchen zu sehen. Es scheint nicht abstoßend ausgesehen zu haben, zumindest, wenn es angeklebt war.

Jedenfalls hat man hat also schon einmal seine Grabesruhe gestört, der Mann scheint nicht zur Ruhe zu kommen. Schauen wir einmal auf das Sekundärprogressive Horoskop für heute:

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Wir sehen hier, Mars hat es seit vierhundertacht Jahren fast ums ganze Horoskop geschafft und er steht im genauen Quadrat zum progessiven Mondknoten, sowie in nahezu genauer Konjunktion zum Radix-Jupiter. Die Sonne, inzwischen einmal progressiv durch das ganze Horoskop gewandert, läuft in die Konjunktion zum Mars und Neptun in den Stier, nachdem er sich selbst überholt hat: eine „Geistseele“ materialisiert sich.

Der „Spiegel“ geht von einem Mord aus ödipalen Gründen aus (etwas anderes passt auch seit 1959 nicht in sein Weltbild, indem Religion durch Psychoanalyse ersetzt wurde), und will sogar ahnen, Brahe hätte eine Affäre mit Konig Christians Mutter gehabt. Da hatte aber Brahe gerade vor einem Jahr sein Loch in der Nase bekommen, und wird schlicht nicht attraktiv genug gewesen sein, um eine Liaison mit der Königin zu wagen.

Wie es nun der Spiegel gewohnt ignorant schafft, den eigentlich wahrscheinlichen Grund für den Gift-Mord gar nicht in Betracht zu ziehen, ist an sich schon bemerkenswert. Tycho de Brahe war nämlich nicht nur Astronom, sondern bezog selbstverständlich die Vorgänge des Himmels auch auf das Menschenleben, wie jeder gute Astrologe. Und als solcher sagte er leichtsinnig zwanzigjährig in Rostock den Tod des Sultans Soliman voraus und wurde so berühmt, dass der Vater des Mordauftraggebers, Friedrich II von Dänemark, Horoskope für seine drei Söhne erstellen ließ. Das Horoskop für Prinz Hans, des Christian IV jüngsten Bruders, war „ungünstig“ und Brahe wies auf eine gefährliche Zeit im Alter von 19 Jahren hin, die nur mit Gottes Hilfe überstanden werden konnte. Nun entwickelte sich das Leben des von Brahe als gebrechlich bezeichneten Prinzen ganz genau so, wie Brahe es vorausgesagt hatte: er sprach von kriegerischen Verwicklungen, denen Prinz Hans in früher Jugend ausgesetzt sein würde, aber da in Bezug auf diese Konstellation über dem Mars die Venus noch günstig stünde, so konnte man hoffen, dass er über diese Zeit hinwegkommen würde. „Aber dann käme“, so berichtet Rudolf Steiner über den weiteren Verlauf, „jene ungünstige gefährliche Konstellation, die durch den für den Hans feindlichen Saturn hervorgerufen sei, und die zeige, dass er einer feuchten, melancholischen Krankheit ausgesetzt sei, die namentlich von der betreffenden fremdartigen Umgebung kommen müsse, in die dieser Mensch dann versetzt sein würde.

Wie war der Verlauf des Lebens dieses Herzogs Hans? Er wurde als junger Mann in die damaligen politischen Verhältnisse verwickelt, wurde in den Krieg geschickt, machte eine Schlacht mit, die Schlacht bei Ostende, und hatte dann in Anknüpfung daran – das hatte Tycho de Brahe besonders vorhergesagt – große Seestürme zu bestehen. Er war nahe daran zugrunde zu gehen. Dann wurden Verhandlungen angeknüpft von befreundeter Seite über eine Ehe des Herzogs Hans mit der Zarentochter, und er selbst wurde aus diesem Grund nach Dänemark zurückberufen. Das konnte Tycho de Brahe so auslegen, dass Mars hart herangetreten sei an den Herzog, dass die von den ungünstigen Marseinflüssen herrührenden Verwicklungen aber zurückgehalten wurden durch die Einflüsse, die von der Venus kamen, so dass die Venus, welche die Beschützerin der Liebesverhältnisse ist, zunächst den Herzog Hans geschützt hat. Dann aber kam in seinem achtzehnten, neunzehnten Jahre der feindliche Saturneinfluss. Er wurde abgeschickt nach Moskau. Bis Petersburg kam er. Man kann sich eine Vorstellung davon machen, in welcher Stimmung der dänische Hof auf den jungen Herzog hinblickte. Alle Vorbereitungen zur Heirat wurden gemacht, man erwartete stündlich die Nachricht von dem Zustandekommen dieser Verbindung, statt dessen kam zuerst eine Meldung, dass die Heirat verzögert wurde, dann kamen Nachrichten von der Erkrankung des Herzogs und schließlich die Todesnachricht.“ (Rudolf Steiner, 9. November 1911: „Vom Sinn des Prophetentums“)

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Kaum aber kam Christian IV an die Macht, der älteste Bruder des verstorbenen Hans, ging für Brahe die gute Zeit zu Ende. Sein Observatorium auf einer Insel (Bild oben) wurde so geschleift, dass kein Ziegel davon übrig blieb. Wenn wir uns die Transite für Brahes Todeshoroskop anschauen, sind wir nicht verblüfft, vor allem Saturn in Haus 8 zu sehen und – es war ein Quecksilbermord (wie bei Mozart) – Merkur in Opposition zu Pluto, durch den Mond verstärkt, sowie Neptun Konjunktion Chiron, und das in Haus 7, also Gift aus dem 7. Haus. Brahe starb qualvoll (wohl an einer zweiten Giftdosis, weil er die erste überlebt hatte) am 24. Oktober 1601 in Prag, ein Jahr, nachdem Giordano Bruno in Rom auf dem Campo di fiori verbrannt worden war:

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Geschichte, Personen, Weltbild

„Von den gesicherten Grundlagen der Astrologie“

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Durch alle Wesen reicht der eine Raum

Weltinnenraum. Die Vögel fliegen still

durch uns hindurch. O der ich wachsen will,

ich seh hinaus, und in mir wächst der Baum.

Rainer Maria Rilke (Es winkt Fühlung zu fast aus allen Dingen, III Strophe 1914)

Ein Astronom möchte gerne wissen: wie wirken denn die Planeten und auf welche Weise? Er hält dies für eine einfache Frage, auf die er auch eine einfache Antwort haben möchte. In seinem Sinn verlangt er danach, über eine materielle Ursache belehrt zu werden, die zweifelsfrei belegt: hier kann man quasi etwas anfassen und messen, welches eine Wirkung auf uns sicher belegt.

Dabei reicht es ihm nicht, sich den Mond zu betrachten und seinen Einfluss auf jedes bewegliche Molekül auf Erden: Wasserwesen, die wir sind (Chemiker sagen, wir bestehen zu 90% aus Wasser), gibt es keinen Grund anzunehmen, warum Ebbe und Flut nicht auch in uns stattfinden sollten und daher eine kräftige Wirkung haben (dies freilich eine Binsenweisheit).

Da wäre zum Beispiel die Quadratur des Mars mit dem Saturn, bezogen auf die Erde. Die Strahlen der beiden treffen in einem 90 Grad-Winkel aufeinander und dieser Winkel verursacht eine disharmonische Wirkung. Das lässt sich leicht nachvollziehen, wenn man nur zwei Flüsse in diesem Winkel ineinander überfließen lässt. Dass Sextil und das Trigon benehmen sich anders, harmonisch: sie erlauben eine nicht konfrontative, sondern eben eine harmonische Verbindung der beiden Gewässer. Dies lässt sich objektiv nachweisen anhand der Wasserkristallfotos von Emoto, entnommen an der Stelle des Zusammenflusses, um ein Beispiel zu erwähnen. Es wird aber auch im Strömungsinstitut in Herrischried im Hotzenwald schon lange mit diesen Prinzipien geforscht und gearbeitet.

Die Antwort des Astronomen wäre wohl: „Das kann aber nicht sein, denn das wenige reflektierte Licht dieser beiden Planeten kann unmöglich menschliches Tun und Befinden solchermaßen beeinflussen.“ Dabei wird aber vergessen, dass wir mit der Erde, auf die diese Wirkungen ausgeübt werden und auf die sich diese Winkel – harmonisch oder disharmonisch – beziehen – in einem gravitativen Raum befinden, bzw. diesen laut allgemeiner Relativitätstheorie sogar bilden, in dem alle Himmelkörper ständig miteinander umfassend interagieren. Wäre der Saturn nicht da, würde also in seiner Bahn fehlen, so hätte die Erde eine ganz andere „Figur“ zu den verbleibenden Planeten. Dieses Maß ist auch die Gewalt seines Einflusses auf alles Lebendige auf der Erde und die ganze Materie, und ebenso bei den anderen Planeten.

Der Astronom fragt weiter, und er tut dies aus dem Wissen heraus, selbst bereits Abermilliarden von Sternen da draußen zählen zu können, warum wir Astrologen denn ausgerechnet 7 alte und drei plus x neue Planeten in unserem astrologischen „System“ haben, und keine anderen?

Diese Frage impliziert allerdings ein merkwürdiges Verhältnis zum gewachsenen menschlichen Bewusstsein. Die sieben alten Planeten (mit Sonne und Mond) sind diejenigen, deren Präsenz und Bedeutung den Menschen zu allen Zeiten relativ einfach offenbar war, ohne, dass sie ein Hilfsmittel brauchten. Sie sind also in das, was wir mit C.G. Jung kollektives Bewusstsein nennen könnten, hineingewachsen.

Zuallererst interessiert sich die Astrologie für die Sonne und ihre vier kardinalen „Punkte“ im Jahreslauf: Herbst- und Frühlings Tag- und Nachtgleiche und der längste und kürzeste Tag. Um ein Bild zu gebrauchen: wir schauen aus dem Fenster vor unser Haus am Meer und sehen zwar unendlich viele Gegenstände, aber jahrtausendelang nur sieben verschieden große und farbige Fische vor unserem Fenster regelmäßig, und einem jeweils eigenen Muster folgend, vorbeiziehen. Naturgemäß haben diese für uns eine ebenso größere Bedeutung, wie der Speisefisch, den wir auf dem Teller haben, eine größere Bedeutung für uns hat, als alles, was im Ozean sonst noch schwimmt.

Davon abgesehen hat sich die Bedeutung des Fixsternhintergrunds für die Menschen gewandelt und wird sich sicher wieder wandeln, worauf gesondert einzugehen ist.

Dennoch ist die Bedeutung der „alten“ Planeten mit dem sich entwickelnden Bewusstsein des Menschen selbst verwachsen und gewachsen: es gab des Nachts kein anderes „Kino“, als dieses, und das über unvorstellbar lange Zeiträume hinweg, wo die Menschen nachfühlbar beobachten konnten, was einer bestimmten Gestirn*-Stellung gemäß in ihnen selbst, als emotionale und geistige Korrespondenz von statten ging.

*sic, Stern.

Wer nun meint, daraus den Umkehrschluss ziehen zu können, dass man sich also dies wieder nur aus historischen Gründen einbilde – der nächste Einwand des aufmerksamen Astronomen wohl – dem fehlt der Sinn für die Realität gewachsener lebendiger Bewußtseinsstrukturen. Diese sind, obwohl nicht materiell, anfassbar, berührbar, dennoch eine so felsenfeste Realität, wie irgendein gewachsenes Gebirge: zum Beweis kann allein ihre Existenz zum Jetzt-Punkt der Gegenwart dienen, denn eben dies ist der Beweis, dass sie bisher alle Zeiten überstanden haben. Aus diesem Grund sind auch gesellschaftliche Veränderungen nur sehr langsam zu haben. Um wieder einen passenden Vergleich zu finden: auch die menschlichen Körperteile haben sich – wie das Bewußtsein – aus Formen entwickelt, die mit Sicherheit anders waren, als heute sie es sind. Im „Gebrauch“ unseres Körpers nutzen wir jedoch auch gleichzeitig die Geschicklichkeit der Vergangenheit und müssen sie gleichermaßen respektieren und einsetzen, ohne uns davon lossagen zu können. Dies gilt um so mehr vom Bewußtsein und vom gültigen Wissen der Vergangenheit.

Dabei spielt es eine entscheidende Rolle, wie wir unsere Ahnen sehen in Bezug zu unserem heutigen Zustand. Ob wir sie als vergleichsweise „unfertig“ betrachten, oder aber sogar uns gegenüber zumindest teilweise ausgestattet mit brauchbaren, sinnvollen und realitätsbezogenen Fertigkeiten, die wir heute so nicht mehr haben. Speziell dieser Punkt ist für Esoteriker bedeutend und wird gesondert zu betrachten sein, denn er ist ebenso bedeutend bei der Betrachtung des Himmels und der Planeten. Um nur ein Beispiel vorwegzunehmen, berichtet der französische Antropologe Claude Lévi-Strauss von einem Stamm in Südamerika, der in der Lage war, die Position der Venus am Taghimmel zu sehen und damit absolut korrekt zu bestimmen.

Um nun den weiteren Gedankenweg zu verstehen, ist es sinnvoll, sich mit den Feldern morphogenetischer Resonanz eines berühmten Wissenschaftlers namens Rupert Sheldrake auseinanderzusetzen. Demnach sind Bedeutungsfelder tatsächlich und im materiellen Sinn formbildend. Sheldrakes von einigen seiner Wissenschaftler-Kollegen angefeindete, aber gut dargestellte Theorie, könnte einmal wahrhaft erprobt die Evolutionstheorie in ihrer unbefriedigenden Zufallslösung um einen Anteil ergänzen, der auch durchaus in der Lage wäre, der menschlichen Intelligenz ein Stück ihrer Würde wieder zu geben, das ihr durch jene genommen wurde.

Mit anderen Worten: aus dem bereits Gesagten geht hervor, dass die Bedeutungen der Planeten (oder, wie man früher treffender sagte: der Planetenspähren) ein solches Feld „morphischer Resonanz“ sind. Dies gilt gleichermaßen für die Tierkreiszeichen. In diesem Wort steckt mehr als „Tier“: das germanische „Tyr“, der Himmelsgott. Obwohl diese Verbindung leider durch Verbrecher kompromittiert wurde, bleibt sie als historischer Schlüssel relevant. Wieder müssen und wollen wir auf eine tiefere esoterische Ebene verweisen, die jenseits des Begriffs „Morphogenetisches Feld“ mit lebendigen und lebendig erfahrbaren Wesen zu tun hat, deren Zwölfzahl sich einerseits durch die Geometrie, andererseits damit korrespondierend und in eines fallend, mit den geometrische Muster in den Raum malenden Planetengottheiten zu tun hat.

Denn bei allem Versuch, Astrologie zu „materialisieren“ und zu „belegen“ wird nur ein lebloses All vorfinden, wer nicht spürt, was Kepler schreibt:

These VIII:

„Alles nämlich, was am Materiellen teilhat, ist, soweit es daran teilhat, seiner Natur nach kalt. Alles dagegen, was seiner Potenz nach warm ist, verdankt diese Qualität einer lebendigen Kraft, sei diese nun seine eigene, oder die Kraft dessen, aus dem es hervorging.“

Nun mag der Astronom ausrufen: „Wie, so simpel?“ Nun, freilich, dies zur einen Seite. Der materiellen. Um diese Seite ganz zu ergründen bedarf es einer Zusammenarbeit mit hervorragenden Naturwissenschaftlern auf Keplers Pfaden, die das Leben selbst und die Astrologie als weise Lehre anerkennen und ergründen wollen. Dr. Masaru Emoto und Dr. Rupert Sheldrake sind schon mal vorausgegangen.

Tatsächlich ist aber der geistige Weg, der zu einer „Harmonia Mundi“ führt, nicht abzukürzen: es geht bei der Astrolgie um die Frage, was denn Geometrie und Bewusstsein miteinder zu tun haben, und ob es dieselben Prinzipien sind, nach denen der Mensch gebildet ist, und nach dem die Planeten ihre rhythmischen Bahnen ziehen. Dies ist der eine Teil einer astrologischen Geheimwissenschaft, die jedoch nur insofern geheim ist, als dass sie voraussetzt, dass man/frau in der Lage ist, Keplers These XXXVI (Von den gesicherten Grundlagen der Astrologie) nachzuvollziehen:

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Johannes Kepler, 27. December 1571 um 14:37 in Weil Der Stadt

„Es folgt ein anderer Gesichtspunkt, der alle Planeten in gleicher Weise betrifft, weitaus bedeutender als der erste, und einer, der um vieles mehr Bewunderung findet. Denn dieser hat nichts Materielles an sich, sondern gehört in den Bereich der Form, und zwar nicht einfacher Form, sondern einer, die geistige Fähigkeit, Intelligenz und das Studium der Geometrie erfordert. Er leitet nämlich nicht in geraden Linien von einzelnen Himmelskörpern ihre Kraft ab, sondern versucht das Zusammentreffen von jeweils zwei Strahlen auf der Erde einzuschätzen, mögen sie nun nach den Regeln der Geometrie oder unregelmäßig zusammentreffen. … Obwohl dies von der Erfahrung aufs Nachdücklichste bestätigt ist, waren mir folgende grundsätzliche Überlegungen dafür hinreichend genug.“

Pythagoras hat nach denselben Prinzipien, entnommen der Harmonie der Planetenbewegungen als geometrische Form, die Musiktheorie begründet.

Kepler selbst ist im obigen Abschnitt nicht ganz konsequent. Er spricht zunächst davon, dieser „Gesichtspunkt hätte nichts Materielles an sich“ und meint dies auch, um dann aber von „Strahlen“ zu sprechen, die aufeinander treffen. Wahrscheinlich waren diese für ihn nicht materiell.

Was er jedoch genau meint, führt er in seiner These XLIII aus:

„Und es ist dabei nicht abwegig, dass mit Leben begabte Wesenheiten, die nicht über die Fähigkeiten logischen Denkens verfügen, Verständnis haben für die Geometrie und durch sie wie nach einem Muster sich bewegen lassen. Es liegen Beispiele, die das kundtun, auf der Hand. Es stellt der Baum mit seiner plastischen Bildekraft keine Berechnungen an, und dennoch führt er soweit wie möglich den Willen des Schöpfers aus: mit Bezug auf die Anordnung der Blätter, im Hinblick auf die Früchte und auf einen bestimmten Zweck. Ja sogar seine Schönheit, die sich aus seinem Zahlenverhältnis ergibt, tragen alle Samen in sich. Der Fünfzahl bedienen sich die meisten Pflanzenarten, und das nicht aufgrund eines unausweichlichen Gesetzes der Materie, das sich vom Baum auf die Frucht überträgt – wobei diese Bewahrung der Fünfheit unmöglich ist -, sondern aufgrund der Kommunikation der plastischen Bildekraft, mit der diese schöne Anordnung von vornherein verbunden ist. …“ (1602)

Es geht also – wir verbinden den Gedanken von oben – um formbildende, geometrische Genetik. Ein Prinzip ist es also, nach dem die Natur (Edelstein, Pflanze, Mensch, Ton) sich bildet und nach dem die Astrologie – in meinen Augen ein Geschenk der Götter als Seelenkompass – die seelische Entfaltung des Menschen beschreibt und beobachtet.

Zum voraussehbaren Einwand des Astronomen in Bezug auf die DNS verweisen wir daraufhin, dass damit die Sache nicht weniger begründet ist und weitere Gesichtspunkte hinzukommen.

Aus dem oben Gesagten geht wie von selbst die Erklärung für die Bedeutung der neu hinzugekommenen Planeten hervor, ob man sie nun vorher schon kannte, oder nicht. Es geht dabei um einen zentralen Begriff in der Astrologie: dem der Entsprechnung. Die Planeten bedeuten eben dies, was dem Gehalt und der Stimmung ihrer Entdeckung und der Zeit entspricht. Insbesondere Uranus, dessen Umlaufbahn nahezu exakt die Länge des Lebens seines Entdeckers markiert, war für die Astrologie eine gewaltige Erneuerung und Revolution. Tatsächlich kann man Uranus, wenn er in Opposition zur Sonne steht und man seine Position kennt, als matten Schimmer und entsprechender Lichtarmut auch sehen. Seine Entdeckung kam für die Astrologie genau zur richtigen Zeit und geht naturgemäß mit einer Bewußtseinsveränderung der Menschheit Hand in Hand. Auf den zu erwartenden Einwand können wir deshalb erwidern: mit jedem neuen Planeten hat sich die Menschheit gewaltig verändert. Wie sich sich verändert hat, dass zeigen gerade die Bedeutungen der Planeten.

Allein schon deren Namensfindung, die ja immer quasi unter Ausschluss astrologischer Einflussnahme allein von Astronomen vorgenommen wurde (die Geschichte der Namensfindung von Uranus könnte ein Buch füllen), zeigt, dass sich außerdem Bedeutungsinhalte aus dem kollektiven Unbewussten der Menschheit, ihrer Mythologie, mit gewaltiger Kraft einen Weg an die Oberfläche des Bewusstseins gebahnt haben. Daher ist die Befragung von planetaren Qualitäten unter Assistenz der mythologischen Vorgaben in Verbindung mit tiefenpsychologischen Erkenntnissen des letzten Jahrhunderts so ungeheuer fruchtbar.

Dieser Abschnitt der revolutionären Veränderung der Menschheit ist offensichtlich nach der Entdeckung Chirons 1977 zu einem vorläufigen Abschluss gekommen, so dass nachfolgende oder parallele Himmelskörper uns nicht mehr so intensiv ansprechen, einmal abgesehen von Pollux oder Vesta, die bereits Eingang in die astrologische Literatur gefunden haben. Das bedeutet aber nicht, dass nicht unter den oben angedeuteten Gesichtspunkten einer universellen Geometrie des Lebendigen nicht prinzipiell jeder Himmelskörper von einem Astrologen beobachtet und in seinen Wirkungen beschrieben werden könnte. Denn in dem Augenblick, wo er das tut, nimmt er ja de facto Verbindung zu diesem Körper der Schwerkraft auf und hat die Möglichkeit, die Natur dieser Verbindung zu beschreiben. Ob die anderen Astrologen oder die Menschheit ihm darin folgen wird, ist eine andere Sache.

Dasselbe gilt natürlich für astronomische Punkte, wie Lilith. Anderer Natur sind die „arabischen Punkte“, deren Zusammenhang mit dem Horoskop aus dem Gedanken der Geometrie aber ebenso und dennoch gegeben ist. Dieser Gedanke ist es auch, der alle astrologischen Schulen miteinander verbindet, auch den siderischen mit dem tropischen Tierkreis, die beide eine 30 Grad Einteilung haben und brauchen, wobei der siderische, den die Inder benutzen, ebenfalls zunächst auf den tropischen Kreis (den Widder 0-Grad-Punkt der Tag- und Nachtgleiche im Frühling) Bezug nimmt, auf diesen umgerechnet wird.

Astrologie ist also, wie Robert Zoller schreibt, „die Lehre, wie die verschiedenen Formen, die im Licht des Bewußtseins … enthalten sind, die Substanz des Geistes beeinflussen und die vielfältigen Erscheinungsinhalte des Lebens hervorrufen.“

Daher, aus dem Gesetz und dem Geist dieser Formen – sie zeigen sich anschaulich als salomonisches Siegel, Pentagramm, gleichschenkliges Dreieck, Quadrat, ect. “wird deutlich,“ schreibt Zoller weiter, „dass die prognostische Astrologie nichts weiter ist als die praktische Anwendung metaphysischer Gesetze.“

Um dies anzuerkennen ist freilich erstmal ein Bewusstsein dafür nötig, dass es Geist gibt, am tiefsten beschrieben durch die Frage: „Warum ist überhaupt etwas?“

Wenn das schon alles wäre, hätten wir nicht viel gesagt. Im Lichte der modernen Geistesforschung kommt jedoch noch etwas hinzu, was wir den eigentlich esoterischen Inhalt der Astrologie nennen können. Gegeben wurde uns dieser Inhalt durch Rudolf Steiner, der aus seiner Forschung und in seiner astrologischen Ausrichtung uns den Weg gezeigt hat, nach dem die Seelen, einschließlich unser eigenen, nicht nur hier auf der Welt leben und nicht nur eine einzige Existenz im materiellen Bereich mit- und durchmachen. Dadurch, als Kompass dieser Reise durch die Welten, bekommt die Astrologie überhaupt erst ihren tieferen Sinn. Nach seiner Lehre haben wir vor unserer Geburt auf der Erde eine Reise durch das Sonnensystem und darüber hinaus gemacht, und bringen daher die „Wirkungen“ der Planeten außerdem noch als Nachempfindung unserer eigenen Erfahrung mit. Steiner schreibt:

„Das Sternensystem zu dem wir Menschen gehören, ist ein Ganzes. Und der Mensch hängt mit allen Kräften dieses Sternensystems zusammen. Nur grober Materialismus kann glauben, dass der Mensch allein mit der Erde im Zusammenhang stehe. Man braucht sich nur anzusehen, was für ein Verhältnis zwischen Mensch, Sonne und Mond in den Ergebnissen der „Akasha-Chronik“ festgestellt wird. Daraus wird man sehen, dass es eine urzeitliche Entwicklung des Menschen gegeben hat, in der sein Wohnplatz ein Weltkörper war, der aus Sonne, Mond und Erde noch gemeinschaftlich bestand. Daher hat auch heute noch der Mensch in seiner Wesenheit Kräfte, die verwandt mit denjenigen der genannten Weltkörper sind. Nach diesen Verwandtschaften regelt sich auch heute noch bestehender Zusammenhang zwischen Wirkungen der ausgewählten Weltkörper und dem, was im Menschen vorgeht. Allerdings sind diese Wirkungen sehr verschieden von denen rein materieller Art, von denen ja die heutige Wissenschaft spricht. Die Sonne wirkt zum Beispiel noch durch etwas ganz anderes auf die Menschen als durch das, was die Wissenschaft Anziehungskraft, Licht und Wärme nennt. Ebenso gibt es Beziehungen übersinnlicher Art zwischen Mars, Merkur und den anderen Planeten und dem Menschen. Von da ausgehend kann, wer dazu Veranlagung hat, sich eine Vorstellung machen von dem Gewebe übersinnlicher Beziehungen zwischen den Weltkörpern und den Wesen, welche sie bewohnen. Aber diese Beziehungen zur klaren, wissenschaftlichen Erkenntnis zu erheben, dazu ist die Entwicklung eines ganz hohen übersinnlichen Schauens notwendig.“ (Aufsatz von 1905)

Zuletzt also noch der Einwand, man müsse ja doch wieder dran glauben oder irgendwie anders denken und fühlen. Dem kann aber nicht statt gegeben werden. Denn wenn wir die Objekte jenseits von Saturn und Uranus „beobachten“ wollen, dann brauchen wir, ganz unabhängig von Übersinnlichkeit, dafür auch eine Art Übersinnlichkeit: technisches Gerät nämlich, das über unsere Sinne hinausführt. Genauso, nur unter der Schulung des feinsten und letztlich einzigen „Mess- Apparates“, über den wir verfügen, unserem Bewusstseins nämlich, „funktioniert“ übersinnliche Schulung, und funktionierte sie schon immer, seit es Menschen gibt, die ihrer bedürfen. Und die Ergebnisse der Forschung aus diesem Bereich, verglichen von Personen, die über ein solches Wahrnehmungsvermögen verfügen, decken sich durchaus und lassen sich objektiv und logisch weitervermitteln.

Geschichte

Astrologie und Körperteile

tierkreismensch

Nürnberg 18:53 – wir sehen hier oben den sogenannten Tierkreismenschen, gezeichnet im frühen 15. Jahrhundert von den „Brüdern von Limburg“, Ordensbrüdern, vermute ich. Es handelt sich dabei um ein verstecktes Medizinrad. Wie wir sehen, ist jedem Körperteil ein Tierkreizeichen zugeordnet. Was bedeutet das? Nehmen wir z.B. jemanden, der Saturn im sechsten Haus rückläufig im Skorpion hat. (Saturn ist übrigens seit dem 2. Januar in der Jungfrau rückläufig, dazu gibts was zu sagen, aber ich suche diesbezüglich gerade meine Aufzeichnungen …) Nun läuft über diesen Saturn einmal der Mars, der Mensch hat einen Autounfall und verletzt sich am Knie: weil Saturn den Steinbock regiert, der für Knie steht. Meist sind begleitende bedeutende Transite zu beobachten: Mondknoten über Mondknoten, ect. Nun könnte man einwenden: „Das ist ja Zauberei!“ Richtig, ist es wohl. Es sind aber Beobachtungen, die 1. mit verblüffender Regelmäßigkeit zu beobachten sind und die 2. nur dann beobachtet werden können, wenn man das Horoskop gut kennt und studiert.

Woher kommt aber die Zuordnung von Körperteilen zu einem bestimmten Zeichen – respektive einer Himmelsregion? Die einzig sinnvolle Erklärung dafür hat Rudolf Steiner, der uns die Psychogenese und die Entstehung des Körpers Hand in Hand mit kosmischen Zeitläufen nahe bringt. Gehört, beispielsweise, dem Zwilling der Brustkorb und dem Löwen das Herz, so liegt es daran, dass Atmung und Blutkreislauf des Menschen über den Rhythmus (auch beim Baby im Bauch gibt es erst Rhythmus, dann entsteht das Herz aus dem Rhythmus!) zu einer bestimmten Entwicklungsphase erst gebildet wurden. Dies muß Darwin übrigens – wenn ich richtig informiert bin – nicht widersprechen; allerdings ist dessen Vererbungslehre nur ein kleiner Ausschnitt einer viel größeren Wahrheit. Die Organe hängen also erdgeschichtlich Zeitaltern ihrer Bildung an: und dies je nach Orientierung des Tierkreises im großen platonischen Jahr von ca. 25800 Jahren, das Menschen wohl schon sehr sehr lange beobachten, viel länger als ein oder zwei „Umrundungen“. Ebenso tief ist auch die Astrologie mit ihrem geheimen Sinn der menschlichen Archetypen verankert und deshalb ein mehr als geheimer Zauber.

Für die Zuordnung der Organe zu den Tierkreiszeichen bedarf es als Medizinalrad (dies war das Werkzeug von Paracelsus!) auch noch einer Beobachtungsgabe und sehr langer Zeit und Tradition: ist nun eine Pflanze dem Saturn zugeordnet: Wurmfarn, Mohn, Johanniskraut z.B., so hilft sie gegen saturnische Leiden: Würmer z.B., Schmerzen, Narben, ect.

Als wäre das System nicht schon komplex genug, kommt noch hinzu, dass eben jene Pflanzen auch in einer bestimmten Konstellation zu sammeln waren. Dies ist nun aber keine Zauberei. Dass alles mit allem zusammenhängt, und die Pflanzen sich ihrem Wachstumsrhythmus entsprechend nicht nur nach dem Mond richten, sondern den Planeten ihre Blüten und Früchte zur gegebenen Zeit regelrecht entgegenstrecken und jeder Tannenzapfen sich danach formt, war jahrtausendelang tiefstes Menschheitswissen. Es bedurfte eines Studiums, um dieses zu kennen, welches dem heutigen Medizinstudium an Länge und Umfang nicht nachstand. Die Erfolge dieses Heilens sind auch heute noch bemerkenswert und zum Teil nicht verstanden: wie Empedokles die Malaria oder Nostradamus sogar die Pest besiegte, das wissen wir heute nicht mehr.

Dieses Wissen wurde vierhundert Jahre lang durch die sogenannte Hexenverfolgung gründlichst zerstört.

Geschichte, Länder, Mundan, Weltbild

Das Jahr 2009

Nürnberg, 18:17 – Prognosen für das neue Jahr zu erstellen, gehört zu den Aufgaben, die man Astrolgen abverlangt, weil es Beispiele genug von absurd konkreten Ereignisen gibt, bei denen sich bekannte Astrologen hervorgetan haben. Das jüngste ist sicherlich die Vorhersage des Zusammenbruchs der Sowjetunion durch Liz Greene Jahre vorher, als noch keiner etwas ahnte. Doch nicht nur das: auch, wie es passieren würde hat Liz Greene genau beschrieben. Und diese akribische Jungfrau (04. Sep. 1946, 13:00 Englewood, NY, USA) mit Intuition hat uns auch gesagt, wie sie das gemacht hat: natürlich ging sie von der Neptun-Saturn Konjunktion 1989 aus und vom Horoskop der Sowjetunion.

William Lilly (30.04.1602 2:00 LMT Diesworth, GB) saß kurz im Tower, der als eines der wenigen Gebäude vor den Flammen des Großbrands in London im Jahr 1666 gerettet werden konnte, weil er für dieses und das Vorjahr London Katastrophen vorausgesagt hatte. Das waren dann die Pest und der Großbrand. Nachdem er aber plausibel machen konnte, es habe sich bloß um astrologische Berechnungen geahndelt, die er 14 Jahre vorher angestellt hatte: Saturn wird demnach auslösend gewesen sein, ließ man ihn wieder laufen.

Der Kaiser Titus Flavius Domitian (24. Okt. 51, 20:00 in Rom) erstellte die Horoskope möglicher Konkurrenten um die Macht. Wessen Radix ihm eine Bedrohung signalisierte, den ließ er umbringen.

domitian

domitian-horoskopDer Geschichtsschreiber Sueton berichtet in seinen Kaiserbiographien:

„.. er führte über die Geburtstage und -stunden der vornehmsten Männer genauestens Buch, was den vorzeitigen Tod nicht weniger von ihnen zur Folge hatte, die nie im Traum daran gedacht hatten, einmal an die Macht zu kommen.“

In seiner Jugend hatten ihm die Astrologen einen frühen und gewaltsamen Tod vorhergesagt. Einer der Astrologen war der Magier, Astrologe und Horuspex Larginus Proculeus. Das genannte Datum war der 18. 9. 96 n. Chr.

Einen Tag vor dem bezeichneten Termin ließ Domitian einen anderen Astrologen – Askletarius – zu sich führen und fragte ihn nach seiner Meinung.

Askletarius bestätigte das Datum. Und er fügte hinzu: “ Noch ehe die elfte Stunde anbricht.“

Um die Prognosen zu widerlegen, fragte Domitian den Astrologen, ob er für sich selber etwas für die nächsten Stunden prophezeien könne.

Askletarius erwiderte:

„Ja, ich werde von wilden Hunden in Stücke gerissen werden.“

Um die Prognose zu entkräften, ließ ihn Domitian sofort enthaupten und befahl den Leichnam zu verbrennen. Ein Gewitter brach los und löschte den schon brennenden Scheiterhaufen. Die kaiserliche Wache suchte Schutz vor dem Regen. Eine Meute wilder Hunde stürzte sich über den angebrannten Körper des Astrologen. Ein Grauen bemächtigte sich Domitians. Er begann zu zittern.
In der Nacht vor seinem letzten Lebenstage sprang er schreckerfüllt von seinem Lager auf und weckte das halbe Gesinde: „Morgen wird sich der Mond im Wassermann mit Blut beflecken und eine Tat geschehen, von der die Menschen auf dem ganzen Erdkreis reden.“

Am nächsten Morgen, es war noch Nacht, wurde dem Kaiser ein weiterer Astrologe vorgeführt, Larginus Proculeus.

Dieser bestätigte gleichfalls die elfte Stunde des angebrochenen Tages als Todeszeitpunkt.

Domitian fragte den Astrologen nach seiner Meinung für sein eigenes, das des Astrologen, Leben.

Dessen Antwort: „Mein Schicksal ist es nicht, durch Dich zu sterben. Du wirst mich nicht töten.“

Sofort befahl Domitian die Hinrichtung des Astrologen für den nächsten Tag, um vor ihm triumphieren zu können. An Leib und Gliedern zitternd ließ sich Gottkaiser Domitian in ganz kurzen Abständen die Zeit ansagen. Schließlich wurde ihm, um ihn in Sicherheit zu wiegen, mitgeteilt, es sei die elfte Stunde vorüber. Erleichtert beschloss Domitian ein Bad zu nehmen. Dort wurde er mit sieben Stößen niedergemacht. Seine eigene Gattin, Domitia Longina, leitete die Verschwörer.

Ebenso frapant ist die vorausgesehene Biographie des Prinzen Christian von Dänemark durch Tycho von der Brahe, oder der vorhergesagte gewaltsame Tod Wallensteins durch Kepler, dies in Unkenntnis der Person, da das Horoskop anonym erstellt wurde.

Natürlich gibt es noch viele weitere Beispiele. Mir geht es jedoch hier um etwas anderes. Die astrologsichen Gewichte für´s nächste Jahr sind klar: Pluto im Steinbock, die folgenden Oppositionen von Saturn und Uranus zwischen Fische und Jungfrau, sowie das Quadrat von Saturn und Pluto im Herbst, der damit verbundene Zeichenwechsel von Saturn in die Waage, wo er „erhöht“ ist, also viel stärker als in der Jungfrau. Dazu kommt die totale Sonnenfinsternis vom 22. Juli 2009 im Zeichen Krebs auf 29,27°, die sehr lang ist und am absteigenden Mondknoten stattfindet. Sie wird ausserdem in China und Indien gut sichtbar sein. Jupiter wechelt – dies das hoffnungsvollste – in den Wassermann. An technischen Ideen wird kein Mangel sein.

indien-republik

china

Regierungsbildung laut New York Times mit Nationalhymne am Morgen, jeweils anklicken zum Vergrößern.

Was ich damit sagen will, ist dies: bevor wir uns auf eine Prognose für das nächste Jahr einlassen, denken wir einen Augenblick an die Verantwortung des Prognostizierenden:

Aus dem Buch Jonas, 3,4: „Und da Jona anfing hineinzugehen eine Tagereise in die Stadt, predigte er und sprach: Es sind noch vierzig Tage, so wird Ninive untergehen. Da glaubten die Leute zu Ninive an Gott und ließen predigen, man sollte fasten, und zogen Säcke an, beide, groß und klein. …“ … Und Vers 3,10: „Da aber Gott sah ihre Werke, daß sie sich bekehrten von ihrem bösen Wege, reute ihn des Übels, das er geredet hatte ihnen zu tun, und tat’s nicht.“

Jonas, der Prophet, kommt damit nicht gut zurecht. Denn ein Unglück, das ausbleibt, macht einen Propheten nicht berühmt: „Und der HERR sprach: Dich jammert des Rizinus, daran du nicht gearbeitet hast, hast ihn auch nicht aufgezogen, welcher in einer Nacht ward und in einer Nacht verdarb; und mich sollte nicht jammern Ninives, solcher großen Stadt, in welcher sind mehr denn hundert und zwanzigtausend Menschen, die nicht wissen Unterschied, was rechts oder links ist, dazu auch viele Tiere?“

Mehr dazu morgen.


Ereignis, Geschichte, Weltbild

Astrologische Prognosen

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Der Stern Davids, das „Magen David“, der Schild Davids, das Siegel Salomons, soll angeblich noch nicht so alt sein:

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hexagramm… das Hexagramm aus Tibet spricht dagegen. Im Hinduismus ist dies ein altes Symbol für Vishnu, den Bewahrer.

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Astrologisch ist aber der Sinn nur die Kardinalstellungen von Jupiter und Saturn zueinander gemäß ihrem Lauf um die Sonne: also Quadrate, Trigone, Oppositionen und Konjunktionen von Saturn und Jupiter zueinander ergeben ein genaues Hexagramm in einem Zeitraum von ca. 60 Jahren, regelmäßig. Dies ist die Darstellung von Walter Bühler aus dem Buch „Stern der Weisen“. Darüber hinaus finden regelmäßige dreifache Konjunktionen von Saturn und Jupiter statt, zuletzt 1981 und eine bekannte auch 7. v. Christus, als Wegweiser zur Geburt von Jesus im Zeichen der Fische, während die Sonne wohl in der Jungfrau stand. Sieben Jahre später, zur Zeit von Jesus Geburt, stand demnach Saturn in den Zwillingen und Jupiter in der Jungfrau und vielleicht die Sonne im Steinbock.

Astrotheme ist anderer Ansicht. Sie veröffentlichen dieses sehr interessante Horoskop. Was darin stimmig ist, ist tatsächlich der Vorabend der großen Konjunktion, und damit Jupiter als Leitstern. Plus natürlich die Pluto-Auslösung mit genau 33 und die Konjunktion von Sonne und Uranus zur Geburt. Mit all den Oppositionen …

jesus

Jesus, geboren am 28. Februar -006 im 3:34 AM in Bethlehem, Israel

Morgen nun endlich etwas zum Thema Prognosen.

Verschlagwortet mit
Geschichte, Mundan

Stellium im Steinbock

Nürnberg, 17:55 – „Dort ist das Tor der Bahnen von Tag und Nacht“, schreibt Parmenides, jener Mitgründer ‚westlicher‘ Philosophie (und ihr Höhepunkt gleichermaßen), „Türsturz umschließt es und steinerne Schwelle.“

Das Sternbild des Steinbocks wurde im alten Griechenland als Tor zu den Göttern erlebt, durch das die Menschenseelen nach dem Tode hindurchgehen müssen, um zu höheren Regionen des Daseins zu gelangen“, schreibt W. O. Sucher (Isis-Sophia). Uralt ist das Zeichen vom Ziegenfisch und geheimnisvoll, und alle sind sich sicher, dass dadurch das Realitätsprinzip wie durch nichts anderes, hart und schnörkellos ausgedrückt wird. Bemerkenswert, wie Steinbock auch optisch immer ins Gesicht geschrieben ist: als AC, als erhöhter Mars im Steinbock, oder als Sonne. Und dies tatsächlich schon und gerade am ersten Steinbock-Tag. Helmut Schmidt ist natürlich ein typischer Vertreter dieser mitunter harten und edlen Art. Allerdings hat Saturn auch ein anderes, ein Narrengesicht: wurden doch in Rom die Saturnalien gerade innerhalb des Zeitraumes jener zusätzlichen 5 Tage gefeiert, die es verhindern, dass 360 genau durch 12 teilbar wären. Um eine Anpassung an den Mondrhythmus kann es sich kaum handeln, denn dazu bräuchte es nicht 5, sondern 11 Tage. Daher halte ich die Theorie, dass die Erde einmal ursprünglich nur 360 Tage brauchte, um die Sonne zu umrunden, für sehr interessant. Denn praktisch alle Völker haben zwei Kalender, einen mit ca. 365, einen mit 360 Tagen pro Jahr. Die Saturnalien nun – Narrengesicht – sind unser Karneval – Spektakel des Wahnsinns, Umkehrung der Realität: in Rom durfte ein Sklave König sein. Für kurze Zeit, danach jedoch mußte er sterben. So sollten wir nicht vergessen, dass Saturn früher auch den Wassermann mitregierte, und also noch einen anderen, polarisierenden Charakter hat. Nachfolgende Zeichnungen aus einem alten Buch geben auch die Verbundenheit von Jupiter und Saturn wieder:

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Die obere Darstellung zeigt Saturn zwischen Wassermann und Steinbock, die untere soll den Jupiter darstellen, zwischen Fischen und Schütze, seinen Zeichen. Schauen wir auf das Symbol von Jupiter, so erkennen wir: würde das Symbol um 90° gedreht, verwandelte dieses Jupiter-Symbol sich in das Zeichen von Saturns. Dieses Geheimnis birgt auch der Sechsstern, oben einem Davidschild annähernd ähnlich. Es ist der Rhythmus der kardinalen Stellungen von Jupiter und Saturn, der Davids Schild ergibt, den Stern von Bethlehem in der dreifachen Konjunktion von Saturn und Jupiter im Jahre 7 v. Chr. Dazu dieser Tage mehr!

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Dieses Bild zeigt das Stellium zur Konjunktion von Mars und Pluto am 28.12.2008 um 21:18 für Nürnberg (zwei mal zum Vergrößern anklicken!). Wir wir sehen, jede Menge Steinbock-Energie – es ist realistisch, unter diesen Umständen mit Krebs gegenzusteuern, zumal auch Saturn, wir sehen es, in die Quadratur gehen will, was aber noch dauert.

P.S.: 17.03.2020 – das aktuelle Steinbock-Stellium unterscheidet sich gegenüber dem von 2008 vor allem durch die Abwesenheit des Hausherrn, Saturn. Er verlässt (vorübergehend) den Steinbock am 22.03.2020 – so lässt sich ermessen, was er ausmacht.

Geschichte, Personen

Zwillinge

hase

Signet nach Joseph Beuys: Friedenshase mit Zubehör

Nürnberg 15:21 – eines der Argumente, oft gegen die Astrologie vorgebracht, ist die Geburt zum selben Zeitpunkt, die sich ja wohl in nichts unterscheide. Dies mag – in ganz seltenen Fällen – vorkommen. Wie jedoch selbst bei Zwillingen eine astrologische Differenz eindeutig ist, zeigen untere Zwillinge, am 16.02.2008 um 02:44 und um 02:50 in Nürnberg geboren. Wie es meist der Fall ist, zeigt selbst bei sechs Minuten Unterschied die Spitze des Hauses 10 (oder eines anderen), also des Mutterhauses, einmal knapp auf Krebs und einmal, beim jüngeren, bereits deutlich auf Löwe. Damit unterscheidet sich das Lebensziel der beiden beträchtlich (jeweils durch Klick 2 mal vergrößern):

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Krebs an der Spitze des Hauses 10 bringt Menschen hervor, die eher keine Kämpfer-Natur sind, sondern man entwickelt, so Oskar Adler, „eine elastische Resistenz  …  er ist ein Meister der Rückzugs- und Defensivtaktik“. Mit Löwe an dieser Häuserspitze „entwickelt sich ein weit stärkeres Überlegenheitsgefühl. … Das Selbstvertrauen, das hier zutage tritt, imponiert und wird so zu einer wesentlichen Hilfe im Kampf um den Erfolg.“

Bemerkenswert und auffällig an beiden Horoskopen – es sind zwei-eiige Zwillinge, der eine etwas kleiner, als der andere mit ganz unterschiedlicher Haarfarbe, natürlich geboren – ist die Betonung des Hauses 3, also dem Haus der Geschwister. Dort steht sogar Merkur, der Zwillings-Planet selbst. Ebenfalls auffällig die Sonnen-Mars Konjunktion (als wäre der Bruder auch der natürliche Partner) und die Stellung des Mondes zur Mondknotenachse bei gleichzeitiger Mond-Venus Opposition, wodurch das Frauenbild nicht selten sich auf zwei diametral entgegengesetzte Wünsche (archetypisch) verteilt.

Glück und Gesundheit diesen Brüdern auf ihrem Weg!

Was aber soll der Beuyssche Hase mit Sonne da oben, zumal an Weihnachten? Der Antropologe Claude Lévi Strauss (Horoskopbesprechung in diesem Blog) stellt die Frage: „Warum haben die Ojibwa und andere Indianer aus der Sprachfamilie der Algonkin zur höchsten Gottheit, an die sie glauben gerade den Hasen gewählt?“ Dies wird, so Lévi-Strauss, auf dem gesamten amerikanischen Kontinent durch Mythen erklärt, in denen es eine Verbindung zwischen Hasen und Zwillingen gibt (C.L-S.: „Mythos und Bedeutung“, SV).

Gemäß den Lehren Rudolf Steiners gab es zwei Jesus-Knaben. Einen aus der salomonischen Abstammungslinie und einen aus der Linie Davids. Dies geht unter anderem aus der in den Evangelien geschilderten Abstammungslinie hervor. Außerdem wird immer wieder von einem Zwilling berichtet, und Thomas wird im Evangelium „der Zwilling“ genannt.

Eine weitere Verbindung zu Zwilling ist das ägyptische Hermopolis, die Hasen-Stadt im Hasen-Gau, wo die Hasengöttin Junot verehrt wurde (und Hermes, Thoth = Merkur). Und es gibt natürlich ein Sternbild des Hasen, das die ganze Sache noch vertiefen kann und wesentlich spannender macht: da muß ich noch weiter forschen …

Noch ein Argument: Albrecht Dürer, zu dessen Quasi-Signet der Hase wurde, war Zwillinge.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus