Zwillinge

hase

Signet nach Joseph Beuys: Friedenshase mit Zubehör

Nürnberg 15:21 – eines der Argumente, oft gegen die Astrologie vorgebracht, ist die Geburt zum selben Zeitpunkt, die sich ja wohl in nichts unterscheide. Dies mag – in ganz seltenen Fällen – vorkommen. Wie jedoch selbst bei Zwillingen eine astrologische Differenz eindeutig ist, zeigen untere Zwillinge, am 16.02.2008 um 02:44 und um 02:50 in Nürnberg geboren. Wie es meist der Fall ist, zeigt selbst bei sechs Minuten Unterschied die Spitze des Hauses 10 (oder eines anderen), also des Mutterhauses, einmal knapp auf Krebs und einmal, beim jüngeren, bereits deutlich auf Löwe. Damit unterscheidet sich das Lebensziel der beiden beträchtlich (jeweils durch Klick 2 mal vergrößern):

zwilling-1

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Krebs an der Spitze des Hauses 10 bringt Menschen hervor, die eher keine Kämpfer-Natur sind, sondern man entwickelt, so Oskar Adler, „eine elastische Resistenz  …  er ist ein Meister der Rückzugs- und Defensivtaktik“. Mit Löwe an dieser Häuserspitze „entwickelt sich ein weit stärkeres Überlegenheitsgefühl. … Das Selbstvertrauen, das hier zutage tritt, imponiert und wird so zu einer wesentlichen Hilfe im Kampf um den Erfolg.“

Bemerkenswert und auffällig an beiden Horoskopen – es sind zwei-eiige Zwillinge, der eine etwas kleiner, als der andere mit ganz unterschiedlicher Haarfarbe, natürlich geboren – ist die Betonung des Hauses 3, also dem Haus der Geschwister. Dort steht sogar Merkur, der Zwillings-Planet selbst. Ebenfalls auffällig die Sonnen-Mars Konjunktion (als wäre der Bruder auch der natürliche Partner) und die Stellung des Mondes zur Mondknotenachse bei gleichzeitiger Mond-Venus Opposition, wodurch das Frauenbild nicht selten sich auf zwei diametral entgegengesetzte Wünsche (archetypisch) verteilt.

Glück und Gesundheit diesen Brüdern auf ihrem Weg!

Was aber soll der Beuyssche Hase mit Sonne da oben, zumal an Weihnachten? Der Antropologe Claude Lévi Strauss (Horoskopbesprechung in diesem Blog) stellt die Frage: „Warum haben die Ojibwa und andere Indianer aus der Sprachfamilie der Algonkin zur höchsten Gottheit, an die sie glauben gerade den Hasen gewählt?“ Dies wird, so Lévi-Strauss, auf dem gesamten amerikanischen Kontinent durch Mythen erklärt, in denen es eine Verbindung zwischen Hasen und Zwillingen gibt (C.L-S.: „Mythos und Bedeutung“, SV).

Gemäß den Lehren Rudolf Steiners gab es zwei Jesus-Knaben. Einen aus der salomonischen Abstammungslinie und einen aus der Linie Davids. Dies geht unter anderem aus der in den Evangelien geschilderten Abstammungslinie hervor. Außerdem wird immer wieder von einem Zwilling berichtet, und Thomas wird im Evangelium „der Zwilling“ genannt.

Eine weitere Verbindung zu Zwilling ist das ägyptische Hermopolis, die Hasen-Stadt im Hasen-Gau, wo die Hasengöttin Junot verehrt wurde (und Hermes, Thoth = Merkur). Und es gibt natürlich ein Sternbild des Hasen, das die ganze Sache noch vertiefen kann und wesentlich spannender macht: da muß ich noch weiter forschen …

Noch ein Argument: Albrecht Dürer, zu dessen Quasi-Signet der Hase wurde, war Zwillinge.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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