Fotos, Personen

Fische-Aszendent

Foto: Markus Termin ©

Lieber Leserinnen und Leser,

na klar, selbst Abfall hat eine ästhetische Dimension – wenn man ihn nur fotografiert. Nicht umsonst wähle ich dieses Bild für den Fische-Aszendenten, denn es entspricht seinem/ihrem Lebensgefühl. Es sagt: „Ich löse mich in allem auf, ich finde keine Kontur, ich bin eigentlich überflüssig …“.

Was für ein Glück wäre es für ihn, eine Jungfrau-Aszendentin zu finden. Doch die wehrt sich – obwohl magisch von ihm angezogen – mit Händen und Füßen: er ist das Gegenteil von nützlich und effizient. Nun schaut euch mal das untere Horoskop an:

Dieser Fische-Aszendent hat eine Jungfrau-Aszendentin gefunden. Er kommt aus dem fernen Morgenland. Und was war er von Beruf? Ratet mal … ? – – – : mit Neptun exakt am (eigentlich im) MC – – – ??? – Tauchlehrer! Besser geht es nicht mit der Realisation der Geburtsanlagen. Oh, wäre er nur in Ägypten geblieben! Doch tatsächlich hat ihn dort eine Jungfrau-Aszendentin entdeckt und ihn – denn sie denkt effizient und praktisch – nach Deutschland geholt. Und da ist er nun, der gestrandete Tauchlehrer, gelandet im Eis. Falsch war das aber nicht, denn schließlich spricht die Schütze-Sonne das Gedicht von Wagnis und Abenteuer.

Konsequenterweise hat sein Fische-AC die Ideal-Profession auch noch aufgelöst. Wenn sie nun klug wäre und von der begrenzten Haltbarkeit ihrer lebenspraktischen Jungfrau-AC-Weise einen blassen Schimmer hätte … doch das ist zuviel verlangt, oder nicht?  – – : über den eigenen Schatten springen?! Als Beamtin den Job aufgeben und ihrem Mann ins Morgenland folgen? Oh, könnte sie es nur, oh wäre sie nur in der Lage, die ganze Sicherheit für Firlefanz zu nehmen …

Allen Ernstes: Astrologie sollte wirklich Pflichtfach in den Schulen werden, das würde uns mehr bringen, als Milliarden in den Weltraum zu verpulvern: wir hätten zumindest eine Ahnung davon, wann es sich lohnt, duldsam zu sein und wie die Liebe zueinander findet. Denn es gibt dafür nichts Besseres, als Astrologie und da insbesondere den Partnervergleich. Es ist ein Wunder. Und wäre ich kein Fisch im Sonnenzeichen, ich würde mich darüber wundern.

Geschichte, Personen, Weltbild

Haile Selassie I – ቀዳማዊ ኀይለ ሥላሴ

23.07.1892 6:13  Ejerza Goro

Liebe Leserinnen und Leser,

es kommt öfter vor, daß Staatslenker (Blair, Brown, Kohl, Putin, Bush …) ihre Sonne im Haus 12 haben; was sonst vielleicht ein Nachteil ist, hier erweist es sich als Vorteil: verbunden zu sein mit dem Kollektiven, dem großen Ganzen, der reinen Wirklichkeit. Der Negus Negesti, König der Könige, war der 225. Nachfolger von König Salomon selbst, er wurde (ungefähr) am  27.08.1975 ermordet. Dazu passt Mars über Pluto, das Pluto-Trigon (laut Döbereiner) und vielleicht auch Saturn über dem Glückspunkt. Nachdenklich stimmt der Jupiter-Jupiter Transit …

Innen Haile Selassie, außen Todestag

Daß nun der wahre „Löwe von Juda“ Löwe im Sonnenzeichen und Löwe-Aszendent ist, passt natürlich mehr als perfekt. Äthiopien ist – abgesehen von der kurzen Besetzung durch die Italiener 1936 bis 1941 – niemals eine Kolonie gewesen. Ein merkwürdiger Vielvölkerstaat zwischen afrikanischem Busch und christlich-jüdischer Kultur, bis in die Zeiten zurückreichend, als in Ägypten noch ein Pharao regierte.

Es wird dem Kaiser vorgeworfen, wenig gegen die Rückständigkeit des Landes getan zu haben. Im Buch Negus Negesti von Richard Kapuściński (04.03.1932 bis 23.01.2007) erfährt man, warum das nicht stimmt. Äthiopien läßt sich nicht gegen die Tradition regieren.

Eine dieser Traditionen ist FGM, eine grauenhafte Verstümmelungspraxis, auf die gestern nochmal mit einem weltweiten Aktionstag aufmerksam gemacht wurde:

„Eine nationale Studie (National Baseline Survey), die im Jahre 1997 durchgeführt wurde, verzeichnete, daß mehr als 70 Prozent aller Mädchen in mehr als der Hälfte des Landes verstümmelt werden. Im Landesdurchschnitt beträgt die Häufigkeit von FGM etwa 72 Prozent. Am meisten verbreitet sind die Praktiken bei den Oromo, Afar und Somali (über 90 Prozent), während sie bei den Agew, Welayeta und Begas sowie in den Wollega und Gambella-Stämmen praktisch nicht existiert (unter fünf Prozent). Die Infibulation, die schlimmste Form der weiblichen Genitalverstümmelung, wird vor allem im Osten Äthiopiens angewandt. Insgesamt wird geschätzt, daß zwischen 75 und 100 Prozent aller äthiopischen Frauen verstümmelt sein könnten.“ Quelle: Friedrich-Ebert-Stiftung – Genitalverstümmelung von Frauen

Ursprünglich – zumindest in geschichtlicher Zeit, denn die wahren Ursprünge sind vorgeschichtlich – kommt diese „emotionale Pest“ (Wilhelm Reich) wohl aus Ägypten und der Kult dazu wird derjenige um die Nilgöttin Thoeris oder Tauret sein, wie ich nach jahrelangen Recherchen zu den Urgründen des grausamen „Rituals“ herausfinden konnte:

Wir sehen sie hier abgebildet mit der Sa-Schleife, dem Anch-Kreuz des Lebens und dem Djed-Pfeiler. Die Sa-Schleife bedeutet Schutz, und genau das ist der tiefere „Sinn“ der Verstümmelung. Doch Schutz vor was? Folgt man der nahezu unerträglichen Route der Genitalverstümmelungen weltweit, so findet man Frauenverstümmelungen – oder die Reste davon – z.B. auch in Peru und Indonesien. In Bezug auf Afrika kann man jedoch keinesfalls von „Resten“ sprechen. Dort ist das „Ritual“ auf dem Vormarsch, unabhängig von den absolut ehrenhaften Tropfen auf die heißen Steine, die seit 1977 – seit der Entdeckung Chirons – mit wachsender Energie aus dem Westen organisiert werden:

hier klicken: (I)NTACT e.V.

und hier: TARGET Ruediger Nehberg

FGM ist auch keine Unterdrückung von Männern an Frauen. Es wird nicht gern gehört, aber die Blutrituale der Maya-Adeligen an ihren Genitalien, ebenso wie die grausamen Männer-Riten der Aranda in Australien (Joseph Campbell, „Die Masken Gottes“, Bd. 1, S. 109ff.) gehen auf eine Urverletzung der Menschheit zurück, die sich auch in unserem Alltag zeigt, und zwar in irrationalen medizinischen „Gewohnheiten“ ebenso wie in einer Unzahl von Texten – wenn man sie nur psychoanalytisch „gegen den Strich bürstet“.

Es könnte sein, daß die anthropologischen Forschungen wichtiger für das Überleben der Menschheit sind, als alle anderen Wissensgebiete zusammengenommen. Denn: zu wissen, woher es kommt und was genau es ist, die Erinnerung an diese „Urverletzung“, könnte die einzige Möglichkeit sein, die Menschheit aus ihrer kollektiven Selbstverstümmelung zu befreien und die Apokalypse  nicht gar so folgerichtig ablaufen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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Immanuel Kant

22.04.1724 3:00 Königsberg

Liebe Leserinnen und Leser,

was würde wohl ein Graphologe zu dieser selbst durchstreichenden Unterschrift sagen? Der Wassermann-Aszendent passt in seiner weltlichen Ungeborgenheit dazu.

Wie nun Wesen (AC) und Sonnenselbst miteinander in tiefstem Widerspruch stehen, das zeigt uns die mit meiner Aspektscheibe eingestellte, ganz genaue Uranus-Sonnen Opposition.

Was ist nun mit diesem Kant, was hat er geleistet? Das Problem ist, um das beurteilen zu können, muß man immerhin mal die „Kritik der reinen Vernunft“ gelesen haben. Das ist nicht einfach, denn Kant hat die Spannung von Uranus und Sonne, von Daseinskraft im Stier und Freiheitsausdruck im Skorpion zwischen ein Wortgebirge gespannt, welches von den Lesern wahrscheinlich noch mehr Mühe verlangt, als der Autor in vermeintlicher Genialität aufzubringen in der Lage war.

Ich möchte nicht den Stab brechen über Kant als Moralisten und Ästhetiker, mag er hier etwas zu sagen haben: sein erkenntnistheoretisches Werk ist ein simpler Fehlschluss*, der sich durch gebildete Komplexität nur tarnt. In seinem Werk steht nichts drin, es ist – mit Verlaub – ein Irrtum.

Um dies jedoch zu erfahren, muß man es einmal: – gelesen haben,  und zum anderen: hernach – also nach der wortreichen Hirnwäsche – auch noch seinen Geist unbeeindruckt genug im Griff haben, um zu verstehen:

„So liegen in der Kantschen Fragestellung zwei Voraussetzungen: erstens, daß wir außer der Erfahrung noch einen Weg haben müssen, um zu Erkenntnissen zu gelangen, und zweitens, daß alles Erfahrungswissen nur bedingte Gültigkeit haben könne. Daß diese Sätze einer Prüfung bedürftig sind, daß sie bezweifelt werden können, dies kommt Kant gar nicht zu Bewusstsein.“ (Rudolf Steiner „Wahrheit und Wissenschaft“, S. 31)

Da aber kaum jemand dies unternimmt und wenn, sich nicht trauen wird, gegen die Autorität des eingebackenen Riesen-Missverständnisses den eigenen bescheidenen Verstand mit Argumenten zu stützen, passiert es, daß Kants erkenntnistheoretische Hohlformel von den „synthetischen Urteilen a priori“ die Zaubergrundlage für eine Naturwissenschaft hergibt, die fast wie Descartes Postulat der Schmerzunempfindlichkeit von Tieren eine „Metaphysik“ des Natur- und Weltmissbrauchs begründet, ein perfektes Alibi, das die Tür zur Erkenntnis nicht öffnet, sondern schließt.

Und dies natürlich um so mehr, als die eigentlichen Grundlagen dafür – eben das Kantsche Gedankengebäude – in Vergessenheit geraten. Nimmt man es also genau, so begründet Kant keine Erkenntnistheorie, sondern eine Geisteshaltung; den Knoten in unserem Hirn, den es zu lösen gilt.

* „Fragen wir uns nun: wie kommen wir zu einer solchen Überzeugung? Das Skelett des angestellten Gedankenganges ist folgendes: Wenn eine Außenwelt existiert, so wird sie von uns nicht als solche wahrgenommen, sondern durch unsere Organisation in eine Vorstellungswelt umgewandelt. Wir haben es hier mit einer Voraussetzung zu tun, die, konsequent verfolgt, sich selbst aufhebt. Ist aber dieser Gedankengang geeignet, irgendeine Überzeugung zu begründen?“ (Rudolf Steiner, „Wahrheit und Wissenschaft“, S. 44)

Warum? Weil auch das Urteil darüber, eben daß es nur eine Vorstellungswelt sei, diesem Gedankengang entsprechend Teil der Vorstellungswelt ist und sich daher darüber gar nichts mehr aussagen läßt.

Es wäre auch keine Rechtfertigung, zu sagen, Kant habe es damals nicht besser wissen können, die Bewusstseinsseele des Menschen erwacht eben gerade erst. Denn Parmendies wusste bereits, was Kant verdrängte, ignorierte, missverstand: nur aus diesem Grund schrieb Parmenides ein „Lehrgedicht“.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Personen

Bhagwan Shree Osho Rajneesh

Liebe Leserinnen und Leser,

heute hatte ich das erste Mal Gelegenheit, Bhagwan Buddha Osho zu hören. Nicht live, aber per YouTube-Video. (Kann jeder selbst googeln …): –  Wahnsinn! Dieser Mann hat ja die Poesie der Sprache wirklich gesprochen. Es klingt zunächst etwas aufgesetzt, als wollte uns ein freundlicher Herr aus dem fernsten Osten erklären, wie man das „Essss“ und das „Efffff“ spricht. Doch dann, nach einer Weile, beginnt man zu ahnen, daß dieser Professor – was er in der Tat auch war in jüngeren Jahren – mit höchster Konzentration vorträgt. Man erkennt es an den „Brüchen“. Es sind die des Humors und die der „Rede“, eine Art Innehalten, aber kein Kampf um den Gegenstand, sondern eine Schütze-Vorausschau auf das nächste Argument, I suppose.

Er erklärt sein Wandern zwischen der west-östlichen Philosophie (wie Goethe mit dem west-östlichen Divan!), und dahinter versinkt – auch hinter seiner märchenhaften Selbst-Inszenierung – die offenkundig super-magische Tatsache seines tatsächlichen Wanderns zwischen den Welten: mit seinen Anhängern – die, das muss man zugeben, doch auch schon eigenartig brain-washed daherkamen – von Indien nach Oregon und zurück.

Wofür muß ich ihm danken? Ja eben, für sein Ringen mit Gott. Witziger, ernster Mann. Die Verbindung der Sonne im „Du-Haus“ mit dem sprechenden Zwillings-Aszendenten ist seine Wesens-Achse. Und all die Planeten im Steinbock, im Haus des Wandels und der Magie: welch eine Kraft! Uranus wird, wie in Oshos Horoskop, seit langer Zeit wieder in den Widder gehen. Also werden Menschen des befreienden Anfangs geboren.

11.12.1931 17:13, Kutchwada, India

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Personen, Poetry

Serge Gainsbourg

Serge Gainsbourg 02.04..1928 04:45 Paris

Charlotte Gainsbourg 21.07.1971 22:15 London

Jane Birkin, 14.12.1946 11:00 London

Liebe Leserinnen und Leser,

Es gibt einen neuen Film über Serge Gainsbourg, den erotischen Zauberflüsterer unserer Steh-Tanz Parties im Alter von 12. Der Widder als Neptunier, drei mächtige Konjunktionen hat er und obendrein Uranus, den Befreier, die Revolution im eigenen Zeichen Widder und im ersten Haus! Und so sieht sein eigenes Haus aus, das Charlotte, seine Tochter, die gern noch „böser“ sein möchte, als ihr Vater, versorgt:

©: Datei:Maison Serge Gainsbourg.jpg – Wikipedia

Ich meine, das passt nun wirklich zu so einem Fische-Aszendenten. Den seine Tochter ebenso hat, wie er.  Oder den Wassermann-AC, den die Mutter, Jane Birkin lebt: alle drei Horoskope sind in der Zeit sicher etwas ungenau! Die Feinheiten aber sind typisch für einen astrologischen Familienvergleich, den Mars auf nahezu dem selben Grad wie der Vater, sein Haus 5 mit Pluto das Haus seiner sich nun wahrhaft plutonisch gebärdenden Tochter. Nämlich das Haus 5 seines Horoskopes, das Krebs Haus und ebenso bei der Mutter, Haus 5, das Kinder-Haus als Krebs-Haus, wenn ein wenig an der Geburtszeit korrigiert wird. Und nun ist Charlotte sogar doppelter Krebs. Und mit Venus sogar dreifach.

Mond zu Mond beim Paar Jane/Serge ist der verbindende Grund des Paares, seine Fähigkeit, überhaupt etwas ordentlich hinzukriegen bei all dem Fusel und überhaupt der Wunsch, die Jungfrau als Ehefrau zu haben. Und natürlich sein Saturn im Steinbock: er fand einen wohl nötigen Halt an Jane. Doch das Beste: Sie ist genau einen Mondknotenumlauf später geboren, ihr seht dies mit meiner Aspektscheibe eingetragen:

Vergleich: Serge innen und Jane außen.

Was für ein feines Instrument für den Partnervergleich so ein Horoskop ist. Die erwähnten Muster: Mond im selben Zeichen, Saturn im Sonnenzeichen des Partners/der Partnerin, Sonne trigonal – dies sind keine zufälligen oder gelegentlich auftretende Muster, die sich astrologisch zeigen, sondern – zwar leicht variable, aber regelmäßig deutlich sichtbare Symmetrien.

Wer sich auch nur ein wenig auskennt und damit beschäftigt, findet sofort Schlüssel und Wegweiser in die Zauberwelt der Astrologie. Wie einfach wäre hier auch den Ansprüchen wissenschaftlicher Objektivität genüge getan. Denn – wie gesagt – das Beispiel ist ja nicht Ausnahme, sondern Regel im Familienvergleich.

Ganz unten nun noch als Abschluss das Vergleichshoroskop zum Datum des Herzinfarkts der Serge zu seinem Geist zurückbrachte im März 1991. Pluto Opposition Uranus im Quadrat zur Sonne, Mars über Mondknotenachse … und wohl überfordert durch Sonne AC und Venus über Sonne, alles Sonnen-Themen, die bekanntlich ans Herz gehen. Muss dann auch der Infarkt kommen?  Nur, wenn man lebenslangen Raubbau an der eigenen Sonnen-Jupiter Konjunktion betreibt. Ihr kennt Gainsbourg gar nicht? Probierts damit:

Cover oben: aux Armes et cætera, 1971

Innen Serge G., außen Transite für 02.03.1991 12:00

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Personen

Friedjof Capra

01.02.1939 10:55 Wien

Seine Internet-Seite: Fritjof Capra – Resume

„Capra pushes for western society to abandon conventional linear thought and the mechanistic views of Descartes. Critiquing Descartes‘ reductionistic view that everything can be studied in parts to understand the whole, he allows his readers to take an objective and fresh mind, encouraging them to see the world through complexity theory.“

Seht den genialen Wassermann! (mit treuem Erd-Venus Stier-AC).

Personen, Poetry, Weltbild

Alles Fühlt

Andreas Weber 04.11.1967, keine Zeit, Hamburg

Liebe Leserinnen und Leser,

es kommt gar nicht so oft vor, daß ein studierter Biologe uns eine Innenschau des naturwissenschaftlichen Betriebes liefert, und dennoch in der Lage ist, im wahrsten Sinne des Wortes Zeugnis abzulegen von den unbekannten Welten jenseits der geistigen Begrenzungen, in denen dieser Betrieb bislang befangen ist. Ein studierter Biologe mit konkreten Vorschlägen, Darwin zu überwinden, durchdacht und vorsichtig im philosophischen Bereich. Sein Mars im Steinbock gibt ihm die notwendige Durchhaltekraft, das Beharrungsvermögen, das nötig ist, um gegen den Strom des Vergessens anzuschwimmen. Welchen Vergessens? Der Mann ist Zeitgenosse und recht jung: wunderbar, solche Weggefährten zu haben! Der Titel des Buches passt zum Sonnenzeichen, er hat den Schütze-Mond als Taschenorakel bei sich. Selbstredend haben sich die „Kritiker“ aus dem wissenschaftlichen hard-core-Lager schon bemerkbar gemacht: sie fordern mehr Wissenschaft, weniger Poesie. Sie haben aber nicht verstanden, was Sprache ist. Außerdem wollen sie bloß davon ablenken, daß Andreas Weber sehr wohl auf den Punkt kommt: er wendet die Nicht-Lokalität der quantenphysikalischen Erkenntnisse auf die Biologie an: – – ? – –  ! Dabei stellt sich heraus, wenn man und frau dies auf das gesamte Sein bezieht, daß die zeitlose „Verbindung“ des Seins real ist. Vielleicht das Wichtigste wissenschafts-philosphische Buch des neuen Jahrhunderts.

Hier noch ein Auszug aus einem anderen Buch, nicht minder bedeutend:

„Etwas mehr philosophisch könnte es so formuliert werden: Ontologisches – die Frage nach dem Sein betreffendes – Philosophieren ist so lange möglich, als das Erkennen nicht infrage gestellt wird. Wird dieses problematisch, so kann es nichts Dringenderes geben, als diese Frage zu klären: denn nur ein naives Bewußtsein, für das eben „Erkennnen“ nicht als Frage besteht, kann eine ontologische Behauptung aufstellen, ohne zu bemerken, daß sie Ergebnis des Erkennens ist*. Trotzdem wird der Anspruch, es sei „Wahrheit,“ erhoben.“ Aus Georg Kühlewind alias György Székely:  „Die Wahrheit tun“.

* Hervorhebung M.T.

Personen

James Cameron und Pandora

James Cameron 16.08.1954 Kapuskasing CA, Ontario, keine Zeit.

Bemerkenswert: genau zu der Zeit, vor und um Weihnachten 2009, als Cameron Avatar in die Kinosäle der Welt bringt, wo auf dem fiktiven Planeten Pandora eine geheimnisvolle Zaubernatur mit Drachenreitern die Landschaft unserer Seele auf die Leinwand projeziert, zieht Jupiter im Wassermann über James Camerons eigene „Pandora“ im Wassermann – meine rote Einstellinie markiert die Position, Pandora hat das Symbol eines Gefäßes –  einem Asteroiden, oder neuerdings aufgewertet (!) Zwergplaneten im Kuiper-Gürtel zwischen Jupiter und Mars mit einer Umlaufbahn von etwas mehr, als vier Jahren, der am 10.09.1858 entdeckt wurde. Mehr ist dazu gar nicht zu sagen. Das ist der Zauber an der Astrologie, ihr doppelbödig Verblüffendes. Passt übrigens auch zu Venus-Lilith, wie das goldene Pentagramm des Stirnreifes auf oberem Bild nahelegt: eines der Dinge, die zwischen Wassermann und Löwe heute im Raum stehen. Keine Zeit für brave Mädchen.

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Mundan, Personen

Vollmond im Löwen

30.01.2010 06:17 Nürnberg

Noch ist Krebs-Mond, doch morgen um 14:30 folgt Löwe. Dieser Vollmond bringt die Mars-Konjunktion in Position: wer zur Hitzköpfigkeit neigt, sollte sich vielleicht für zwei Tage mit dem Tao Te King in ein Kloster zurückziehen.

Auch Mann und Frau-Dinge liegen offen kontrovers da, man gerät  leicht in Streit und, wenn wir Kepler von gestern folgen wollen, besonders die selbst eine Mars-Venus Opposition haben sind in dieses Geschehen eingebunden, oder die eine Opposition aus dem vergleichenden Umfeld haben, und sei´s nur, sie sind Vollmondkinder, denn:

“Da aber nahezu jede Aktivität des Körpers oder der Seele oder auch jeder Übergang zu einem neuen Zustand dann stattfindet, wenn zum Horoskop der Himmel ein Gegenstück bildet.”

aus Johannes Kepler, „Von den gesicherten Grundlagen der Astrologie“.

Der Erfahrung nach müssen wir auch die Löwen und die Wassermänner warnen – vor allem aber die Löwen: relax, keep cool, auch wenn es schwer fällt für zwei Tage. Entweder das, oder kämpfen, als ginge es um Alles, wie Steve Judd uns freundlich anfeuert mit seinem Skorpion-AC und der Sonne im Krebs: Blog • Steve Judd schreibt. Er selbst freilich zieht es zunehmend vor, freundlich lächelnd mit seinem Gegenüber Frieden zu halten.