Immanuel Kant

22.04.1724 3:00 Königsberg

Liebe Leserinnen und Leser,

was würde wohl ein Graphologe zu dieser selbst durchstreichenden Unterschrift sagen? Der Wassermann-Aszendent passt in seiner weltlichen Ungeborgenheit dazu.

Wie nun Wesen (AC) und Sonnenselbst miteinander in tiefstem Widerspruch stehen, das zeigt uns die mit meiner Aspektscheibe eingestellte, ganz genaue Uranus-Sonnen Opposition.

Was ist nun mit diesem Kant, was hat er geleistet? Das Problem ist, um das beurteilen zu können, muß man immerhin mal die „Kritik der reinen Vernunft“ gelesen haben. Das ist nicht einfach, denn Kant hat die Spannung von Uranus und Sonne, von Daseinskraft im Stier und Freiheitsausdruck im Skorpion zwischen ein Wortgebirge gespannt, welches von den Lesern wahrscheinlich noch mehr Mühe verlangt, als der Autor in vermeintlicher Genialität aufzubringen in der Lage war.

Ich möchte nicht den Stab brechen über Kant als Moralisten und Ästhetiker, mag er hier etwas zu sagen haben: sein erkenntnistheoretisches Werk ist ein simpler Fehlschluss*, der sich durch gebildete Komplexität nur tarnt. In seinem Werk steht nichts drin, es ist – mit Verlaub – ein Irrtum.

Um dies jedoch zu erfahren, muß man es einmal: – gelesen haben,  und zum anderen: hernach – also nach der wortreichen Hirnwäsche – auch noch seinen Geist unbeeindruckt genug im Griff haben, um zu verstehen:

„So liegen in der Kantschen Fragestellung zwei Voraussetzungen: erstens, daß wir außer der Erfahrung noch einen Weg haben müssen, um zu Erkenntnissen zu gelangen, und zweitens, daß alles Erfahrungswissen nur bedingte Gültigkeit haben könne. Daß diese Sätze einer Prüfung bedürftig sind, daß sie bezweifelt werden können, dies kommt Kant gar nicht zu Bewußtsein.“ (Rudolf Steiner „Wahrheit und Wissenschaft“, S. 31)

Da aber kaum jemand dies unternimmt und wenn, sich nicht trauen wird, gegen die Autorität des eingebackenen Riesen-Mißverständnisses den eigenen bescheidenen Verstand mit Argumenten zu stützen, passiert es, daß Kants erkenntnistheoretische Hohlformel von den „synthetischen Urteilen a priori“ die Zaubergrundlage für eine Naturwissenschafft hergibt, die fast wie Descartes Postulat der Schmerzunempfindlichkeit von Tieren eine „Metaphysik“ des Natur- und Weltmißbrauchs begründet, ein perfektes Alibi, das die Tür zur Erkenntnis nicht öffnet, sondern schließt.

Und dies natürlich um so mehr, als die eigentlichen Grundlagen dafür – eben das Kantsche Gedankengebäude – in Vergessenheit geraten. Nimmt man es also genau, so begründet Kant keine Erkenntnistheorie, sondern eine Geisteshaltung; den Knoten in unserem Hirn, den es zu lösen gilt.

* „Fragen wir uns nun: wie kommen wir zu einer solchen Überzeugung? Das Skelett des angestellten Gedankenganges ist folgendes: Wenn eine Außenwelt existiert, so wird sie von uns nicht als solche wahrgenommen, sondern durch unsere Organisation in eine Vorstellungswelt umgewandelt. Wir haben es hier mit einer Voraussetzung zu tun, die, konsequent verfolgt, sich selbst aufhebt. Ist aber dieser Gedankengang geeignet, irgendeine Überzeugung zu begründen?“ (Rudolf Steiner, „Wahrheit und Wissenschaft“, S. 44)

Warum? Weil auch das Urteil darüber, eben daß es nur eine Vorstellungswelt sei, diesem Gedankengang entsprechend Teil der Vorstellungswelt ist und sich daher darüber gar nichts mehr aussagen läßt.

Es wäre auch keine Rechtfertigung, zu sagen, Kant habe es damals nicht besser wissen können, die Bewußtseinsseele des Menschen erwacht eben gerade erst. Denn Parmendies wußte bereits, was Kant verdrängte, ignorierte, mißverstand: nur aus diesem Grund schrieb Parmenides ein „Lehrgedicht“.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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