Partnerschaftsastrologie, Weltbild

Verborgene Merkmale

Nürnberg, 11.09.2012 16:24

Liebe Leserinnen und Leser,

Der erste Regen und Pluto am AC – es blitzt und donnert relativ heftig und relativ kurz. Der Glückspunkt steht am MC – und Mars im Skorpion ist kurz davor, sich zu verwirklichen. Neptun und Chiron im zweiten Haus. Mond bildet im Krebs bald ein Quadrat zu Saturn – beide sind sehr stark, Mond ist stärker, weil er im Eckhaus steht: die Zuneigung zu den anderen wird überwiegen – gegenüber dem Saturn der Gerechtigkeit und des logisch/ästhetischen  Ausgleichs in Haus 9.

in den Beratungen der letzten Tage waren viele bemerkenswerte Horoskope – Partnervergleiche – wo auf faszinierende Weise die 3-er Regel erst die astrologische Passform öffnete – wo zunächst wenig zu passen scheint – ein verborgenes Merkmal – wie z.B. den Geburtsherrscher im 7 Haus bei beiden, einmal Mars bei ihm und einmal Venus bei ihr.

Beide haben also dann die Gemeinsamkeit, den Schlüssel ihrer Art, sich zu geben und erwartet zu werden von den anderen der dem/der PartnerIn zu überlassen – müssen gewissermaßen das Gefühl überwinden, fremdgesteuert zu sein, oder den externen Steuermann (der in ihrem eigenen Auftrag handelt) steuern.

Zweites geheimes Merkmal: sein Nordknoten in ihrem Sonnenzeichen, ihrer in seinem, Stier und Löwe – da weiß man, warum es sich lohnt, das Quadrat zwischen den beiden fixen Zeichen Löwe und Stier eventuell doch zu überwinden. Es gibt ja gemeinsame Interessen des Wohlgefallens. Und obwohl Skorpion und Widder-AC eine 150 Grad Quincunx Verbindung ergibt, und auch der Mond im Wasser von ihr nicht günstig zu seinem Mond im Feuer steht, in Neumond-Konjunktion zur Sonne, ist aber entscheidend –  drittes unauffällige Merkmal! – daß beide eine Sonnen-Jupiter Konjunktion dazu haben. Also beide Glückskinder.

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Vor solchen Horoskopen steht der Astrologe staunend, wie vor einem Wunder: es sind – bei einer nahezu unheimlichen Häufung offener Unverträglichkeiten bei diesem Paar, eine geradezu bemerkenswerte Streuung starker – ich nenne sie mal: verborgener Merkmale: Geburtsherrscher bei beiden in 7 … Nordknoten im jeweiligen Sonnenzeichen („Deine Selbstverwirklichung ist auch die Richtung für mich … „), und die Jupiter/Sonnen Konjunktion – einmal Fische, einmal Löwe mit Jupiter: Dabei stehen bemerkenswerterweise Venus und Mars gespannt oder ungünstig – erotisch eine Herausforderung: Saturn bildet ein Sextil für das Paar – Halt finden sie doch! …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

P.S.: jetzt brodelt es natürlich karmisch im Haus 9 der Philosophie-Reihe, und für´s zehnte Haus wird sich mein Wassermann-Saturn etwas einfallen lassen …

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Philosophie der Astrologie 9

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Liebe Leserinnen und Leser,

Die Fragen, die wir bisher berührt haben, betreffen gewissermaßen die äußere Façon der Astrologie – zumindest dort, wo es nötig war, das Vorhandene zu lockern, soweit das Fundament der Sache bislang eventuell missverstanden wurde.

Der Frage – „Was ist Astrologie?“ – sind wir dabei jedoch keinen Schritt näher gekommen – schließlich geht es uns dabei nicht um deren Funktionalität – was sie kann und soll (das ist ja sowieso immer Thema hier im Blog und wird seit Jahren mit  Beispielen bestätigt) – sondern darum, was sie denn selbst überhaupt ihrem Wesen nach ist?

Ganz notwendigerweise kommt man, wenn man Philosophie betreibt, zunächst zu der Frage, „Was denn Erkenntnis selbst ist?“; eine Sache jedenfalls, auf die man fingerzeigend nur weisen kann, deren Wesen sich in ihrer Beschreibung zu erschöpfen scheint, ist der Philosophie kein angemessener Gegenstand. So interessiert uns (es sei denn als Designer, Schreiner oder Historiker) die Frage, was denn ein Stuhl sei, wenig: er ist was er ist, ein Ding von bestimmter Funktionalität zum Sitzen: das reicht.

Anders verhält es sich jedoch mit einer Lehre und ihrem Begriff, und zwar vor allem dann, wenn dieser Begriff nicht im Dinglichen, dem Anfassbaren zuhause ist, sondern sich in geistigen Bereichen bewegt. So beantwortet sich z.B. die Frage „Was ist Wissenschaft?“ nicht mehr nur dadurch, daß wir eben beschreiben, was sie so tut und was ihre Ziele sein mögen, sondern wir werden dann auch wissen wollen, was ihre Werkzeuge sind, auf welchem Fundament diese Werkzeuge stehen und wie sie sich begründen.

Eines dieser Werkzeuge, die Wissenschaft und Astrologie gleichermaßen nutzen, sind die Zahlen, ist – in jeweils eigenem Umfang – die Mathematik.

Gezweifelt haben wir zum einen an der Grundlage der Naturwissenschaft, der festgeschraubten Geschwindigkeit des Lichts, dem universellen Maßstab aller Maße, vom Meter bis zum Kilogramm, der durch seine eigene Relativität gerade die Fähigkeit zum Maßstab wieder einbüßt, zum anderen für die Esoterik an der Präzession – an der gleichmäßigen Großrhythmik der Erde im Bezug zur Milchstraße, aus der die Esoterik ihre Weltzeitalter-Lehre nimmt, und sie mit der Anzahl der menschlichen Atemzüge pro Tag verbindet  – wobei zwar nicht unser astrologisches System ins Wanken gerät – (hier zeigt sich, daß die Astrologie nicht ohne Sinn seit Christi Geburt auf den tropischen Tierkreis umgestellt hat) – weil dieser neue, christliche Tierkreis natürlich heliozentrisch ist – als Bezug der Erde zur Sonne und umgekehrt – wir aber doch genötigt sind, den jeweils eigenen Absultheitsanspruch zu überdenken.

Es ist ja gerade der rhythmische Gang des Tierkreises, der die Zeit bestimmt: in dem 12 definiert wird durch den Gang des Jupiters im Verhältnis zu Erde und Sonne. Die Sonne teilt das Jahr in vier und der Jupiter gibt die 12 – beide zusammen – Apollon der alten Welt – bestimmen die Zeit, die daher geo-heliozentrisch ist, und an der – dem Umlauf der Erde um die Sonne – auch die letzte Atomuhr sich eichen muss, weil dies in Wahrheit der korrekte Bezug zur Wahrheit der Zeit ist – hätte das Jahr nur 360 Tage, wäre auch die Zeit eine andere (die Geschwindigkeit unseres Bewußtseins würde sich ändern), denn die Umdrehung der Erde um die Sonne ist der absolute Maßstab der Zeit, die sich mit dieser Umdrehung erst bildet. Was die Zeit zum astrologischen Hauptbezug macht – Astrologie ist die wahre Hüterin der Zeit selbst.

Hier finden wir also endlich, was Astrologie wirklich ist: sie ist die Hüterin der Zeit – ihre Weisheit ist rhythmisch und hat einen rhyhtmischen Bezug zum Sonnensystem über die Sonne und Jupiter.

Der Verweis auf andere, kürzere oder ältere Tierkreise, ficht die korrekte Ausformung, die Blüte der Astrologie in der Gegenwart, nicht an.

Astrologie ist recht eigentlich – das habe ich versucht euch auch optisch nahezubringen – die früheste Mathematik – eine Sache, aus der die Zahlen unumwunden und parallel geboren wurden – durch das Abstecken von Feldern der Verhältnismäßigkeit – nur ein anderes Wort für Rhythmus – im Sand an Kultstätten wie Stonehenge, die ja überall anzutreffen sind auf der Welt in der ein oder anderen Weise.

Daraus ergibt sich auch eine Definition, was Zahlen sind: Zahlen sind Rhythmen – jede Zahl jenseits der Einheit ist bereits ihrem Wesen nach ein Rhythmus, eine Verhältnismäßigkeit – wenn man so will: ein Bruch, auch und gerade die natürlichen ganzen Zahlen.

Nun ist ja klar – wenn wir die 12 gewinnen aus den Umläufen des Jupiters einerseits – andererseits jedoch aus der einfachsten Form, ein Dreieck aus einer Schnur zu fügen, von dem nur zwei Strecken bekannt sein müssen, um die Länge der dritten zu errechnen, dann habe ich die 12 aus zwei ganz unterschiedlichen Quellen, beide Male jedoch empirisch, aus der konkreten Betrachtung der Wirklichkeit abgeleitet: einmal, indem ich die Bahn eines Planeten am Himmel 12 Jahre lang durchgezählt habe, bis er an seinen Ausgangspunkt zurückkommt (siderisch, an andern Sternen gemessen) ein anderes Mal, indem ich die 12 Knoten meines minimalistischen Maßbands gleichmäßig auf einer Schnur verteilt habe, aus der sich die magische Operation der Hypotenusen-Berechnung, der dritten Strecke des Dreiecks ableiten läßt, mit der ich Größenverhältnisse aller Art im Himmel und auf der Erde exakt berechnen kann, sofern diese Größenverhältnisse sich in geometrische Figuren zerlegen lassen. In diesem trifft sich Himmel und Erde – in der 12, der geometrischen Figur, die oben und unten durch den Raum bestimmt wird. Jupiter/Zeus. Der Blitzeschleuderer.

Ist es da ein Wunder, daß die Rechenmeister, überwältig von ihrer Macht, versuchen den Sinn  aller Welt an sich zu reißen? Ist es ein Wunder, daß diese Probe der Macht des Geistes in dem Versuch mündet, die Geometrie zur wahren Wirklichkeit zu machen, die Simulation der Wirklichkeit, ihren geometrischen Nachbau, als eigentliche Wirklichkeit zu behaupten und darzustellen?

Damit solches nicht passiert, ist zwischen dem endgültigen Missbrauch der Mathematik als Herrschaftssystems über Menschen und Dinge, der Versklavung des Menschen unter das Primat der sich verselbstständigenden Zahl, die Astrologie geschoben in ihrer wunderbaren Blüte exakter menschlicher Selbsterkenntnis.

Nun ergibt sich hier die Schwierigkeit, daß Zahlen zwar in einem geistigen Sinne durchaus existent sind, ihre Entstehung und ihr Ursprung jedoch im Dunkeln liegt.

Unser Erkenntnisweg wird dadurch leichter, daß wir dem Verdacht gefolgt sind, daß Zahlen (Mathematik) wohl aus der frühesten Astrologie selbst entstanden und geschöpft sind, daß also Astrologie im tiefsten nicht mit Mathematik kooperiert, sondern daß Mathematik selbst aus nichts anderem, wie der rhythmischen Raumvermessung der siderischen Urreligionen entstanden (geschöpft) sein können, und insofern Astrologie die Grundlage aller Wissenschaft ist.

Das erklärt auch die verbissene Feindschaft, die unsere heutige Naturwissenschaft gegen die Astrologie hegt, denn insofern ist Astrologie das wirklich Einzige, das in der Lage ist, dem Szientismus seine Grenze aufzuzeigen, dem staubtrockenen Zahlengerippe aus irrationalen Zahlen und Nicht-Euklidscher Geometrie die Frische wirklich lebendiger Seelenerfahrung entgegenzustellen.

Solange so die Astrologie der positive Stachel im Fleisch der negativen („positivistischen“, wie der Papst sagt … ) Philosophie (Naturwissenschaft) ist, kann jene sich ihres Sieges über das Bewußtsein der Menschheit nicht sicher sein, und muss den Feind – dessen Rechte tiefer und ursächlich verankert sind, der im Gegensatz zur negativen Naturwissenschaft den Kontakt zur Seele nicht negiert, sondern diesen Gott sei Dank behauptet – mit allen Mittel bekämpfen – wie dies ja auch geschieht.

Deswegen gibt es auch – solange die Naturwissenschaft nicht umkehrt und ihren Irrweg erkennt – keinen Frieden zwischen Astrologie und Naturwissenschaft, weil ohne die Astrologie jeder Kontakt zur kosmischen Wahrheit, und damit zum Glück der Menschen unterbrochen wäre.

Aus diesem Grund ist es gut, daß nur sehr wenige verstehen, was Astrologie eigentlich ist. Und es ist gut, daß die Astrologie erst erkannt wird, wenn man bereit ist, zur niedersten, zur verachtetsten Disziplin des Wissens vorzudringen, völlig frei von Dünkel und Besserwisserei, denn all dies sind nur Vergesslichkeits-Schleusen auf dem Weg zur einen unumstößlichen Wahrheit.

Was eine Zahl ist, weiß die Naturwissenschaft nicht. Die Astrologie weiß es wohl: Zahlen sind gemäß der Astrologie in sich selbst bereits Rhythmen; Rhythmen, die die Menschheit aus der Beobachtung rhythmisch sich bewegender Himmelskörper gewonnen hat, und zwar nur aus empirischer Beobachtung.

Wir haben hier eine Andeutung der Zahl aller Ganzheit, der 12 entworfen – alle anderen Zahlen lassen sich aus den ersten 12 ohne weiteres ableiten – und alle, die für die Astrologie relevant sind, finden sich als rhythmisches Geschehen im Himmel und dessen Bewegungs-Projektion auf der Erde wieder.

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Auch dieser Post ist nur ein Zwischenschritt, ein Fragment zum Ganzen – bald es es weiter – neue Türen werden geöffnet.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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Nachtrag Philosophie 5

Liebe Leserinnen und Leser,

wie man mir zugetragen hat, tun sich meine Leser schwer daran, den 5. Teil der Philosophie-Reihe zu verstehen. Ich glaube nun, daß es absolut unabdingbar ist – gerade für Astrologen und Esoteriker – dies nachzuvollziehen, und will den einfachen Grundgedanken nochmal klar aussprechen: nehmen Sie ein Maßband (wie Schneider es verwenden) und messen Sie 1 Meter. Nun stellen Sie sich vor, das Maßband verändert sich während der Messung: erst war´s ein Meter, dann 80 cm, etc.

Können sie mit dem Maßband wirklich messen?

Nein, das geht nicht.

Das ist die ganze Weisheit, die hinter der Einsteinschen Relativitätstheorie steckt.

Trauen Sie sich, dieser Tatsache nachzuforschen. Es liegt viel daran, die Deutungshoheit über die Realität wiederzuerlangen. Legen sie alle Autoritätshörigkeit, ihre Achtung vor Titeln ab und stellen Sie sich eine Weile vor, daß dieser unglaublich einfache Gedanke sehr kompliziert verbildeten Hirnen nicht mehr zugänglich ist.

Es ist fast ein Witz. Hier finden Sie brandaktuell ein paar Professoren, promovierte Geister der Quantenphysik in Diskussion über die Grundlagen dessen, was auch in unseren Zusammenhängen ein Rolle spielt:

Quantenmystik und Wissenschaft | naklar | ScienceBlogs.de – Wissenschaft, Kultur, Politik

Jeder kann verstehen, daß es an dieser Stelle „um die Wurst geht“. Es gibt keine Entschuldigung dafür, wenn man sich nicht für Physik interessiert (aber gleichzeitig ein Handy benutzt).

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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Philosophie der Astrologie 6

Liebe Leserinnen und Leser,

so, wie wir vorgestern das Grund-Missverständnis der modernen Naturwissenschaften und ihres gültigen Maßstabs erklärt haben – eine im wahrsten Sinne des Wortes Not-wendige Maßnahme, wenn wir uns je wieder mit den anderen Wissenschaften vereinigen wollen (denn erst müssen Sie ihren Irrtum erkennen und korrigieren) – werden wir uns heute mit einer Sackgasse beschäftigen, in die sich eventuell die Astrologie selbst seit langer Zeit begeben hat, der Präzession.

Indem wir an der Präzession rütteln (die es so interessanterweise erst seit dem 16. Jahrhundert gibt), rütteln wir nicht nur an den Grundfesten der Astrologie, sondern an einer Säule aller Esoterik, aller Weltzeitalter-Lehre überhaupt. Es ist aber, wie ich glaube, dieses „Rütteln“ genau so nötig, wie das Rütteln an den Grundfesten der aktuellen Naturwissenschaft, wenn wir zu einer Philosophie der Astrologie kommen wollen.

Oskar Adler hat den Titel „Das Testament der Astrologie“ vielleicht doch voreilig gewählt. Er schreibt:

„Infolge der Achsendrehung der Erde scheint sich die Himmelskugel täglich einmal um die Erde herumzudrehen; infolge der zweiten Bewegung scheint die Sonne im Laufe eines Jahres an der sich täglich um die Erde drehenden Himmelskugel eine Kreisbahn zu ziehen, die nach Ablauf eines Jahres wieder in sich zurückkehrt. Diese Bahn, die eigentlich die an den Hintergrund des Fixsternhimmels projizierte Erdbahn ist, nennen wir Ekliptik; annähernd in dieser Bahn scheinen auch die übrigen Planeten zu wandern; sie bestimmt auch die Lage des Tierkreises am Himmel. Tierkreis, Zodiakus ist recht eigentlich der esoterische Name für das, was die Astronomen Ekliptik nennen … Zu den beiden jetzt besprochen Erdrhythmen gesellt sich aber noch ein dritter, dessen Periodenlänge mit etwa 25 600 Jahren angegeben wird. Er kommt zustande durch eine eigentümlich langsame Drehung, die die Lage der Erdachse selbst betrifft. Unter Beibehaltung ihrer Neigung gegen die Ekliptik führt sie längs der Mantelfläche eines Doppelkegels eine überaus langsame Kreiswanderung durch.“

Es wurde viel über die Präzession – die wir als Wanderung des Frühlingspuntes (ca. 1 Grad in 72 Jahren) erleben – gestritten, und immer wieder bringen diverse Zeitungen das Argument von den „verschobenen Tierkreiszeichen“. Dabei ist längst bekannt, daß die Erde den tropischen Tierkreis unveränderlich mit sich führt.* An der Einteilung der 12 Tierkreiszeichen würde sich auch dann nichts ändern, wenn das Jahr nur 360 Tage hätte. Ganz unter den Tisch fiel dabei die Frage, ob es die Präzession denn überhaupt gibt?

Dabei hängt daran recht viel – die Einteilung der Weltzeitalter in der Antroposophie beispielsweise. Einer, der sich nachvollziehbar intensiv mit der Frage beschäftigte, war Tycho de Brahe, der eigentlich die sogenannte Trepidation widerlegen wollte, die Idee, daß die Erdachse nicht rotiere, sondern pendle. So absurd diese Idee heute unseren Ohren klingen mag, müssen wir anerkennen, daß Theon von Alexandria im 4. Jahrhundert p. Chr. andere Quellen und Aufzeichnungen aus tausenden von Jahren aus der berühmten Bibliothek von Alexandria zur Verfügung hatte, bevor sie mutwillig zerstört wurde. Und auch Herodot gibt einen eigenartigen Hinweis aus Ägypten:

Sonnenaufgang « Markus Termin – Astrologisches Stundenbuch

„The Great Library of Alexandria“, O. Von Corven

Tatsächlich verschiebt sich der Frühlingspunkt nicht – das ist ja per Definition ausgeschlossen  – sondern der Hintergrund des Sternenhimmels verschiebt sich gegen den Frühlingspunkt. Und das tut er auch nicht rückläufig, der Fixsternhimmel, sondern direktläufig. Deswegen steht heute Regulus nicht mehr im Zeichen Löwe, sondern auch im astronomischen System im Abschnitt Jungfrau. Geschieht das aber wegen des „Eierns“ der Erdachse? Und wie ließe sich das beweisen? Der Astronom und Mathematiker Karl-Heinz Homann kommt zu einem anderen Ergebnis. Er hat Jahre damit verbracht, das siderische (an den Fixsternen orientierte) mit dem tropischen Jahr (an der Sonne orientiert) zu vergleichen. Er schreibt:

Any time-delay in a planet’s rotation period with respect to the inertial system of the fixed stars due to a precessional motion of the planet’s axis, can never have any influence on the planet’s actual revolution period around its sun. Completely contradictory to this statement is therefore the assertion about the time period of the so-called true sidereal year, which only appears to exist in the supposition that a precession of the Earth exists. But this would mean that the time interval for each consecutive revolution period of the Earth around the sun with respect to the position of the fixed stars should be about 20 minutes longer than the tropical year (the absolute physical measurement standard for time). This is in reality not the case.

Homann on Precession-Time Paradox

Was würde das nun für die Astrologie bedeuten, wenn es tatsächlich keine Präzession gäbe? Sicherlich dürfen wir hier schmerzlich die „Trennung“ von der Astronomie bedauern – denn ob es stimmt, oder nicht, wäre nur durch ein astronomisches Projekt zu klären, das Homanns Berechnungen überprüft. Hier wie andernorts besteht nämlich – ganz entgegen dem Vertrauen, das völlig unbegründet der Wissenschaft entgegengebracht wird – die Tendenz jahrhundertelang voneinander abzuschreiben, ohne selbst die Dinge gewissenhaft zu prüfen. Astronomen sind heute nicht selten Fachbereichsverwalter, manche brüsten sich damit, im Leben noch durch kein Teleskop geschaut zu haben.

Die Astrologie der alten Zeit – das dürfen wir immerhin vermerken – hat einen barocken Einschlag – egal ob im Westen, bei den Maya oder Chinesen: immer geht es darum, die Welt als klar geordnetes System zu begreifen, in der Vorgänge berechenbar ablaufen. Wie nun, wenn dies so nicht der Fall wäre? Und merkwürdig im wahrsten Sinne des Wortes, daß aus diesem alten System der Zeiten-Beobachtung sich etwas gleichsam destilliert hat, das aus dem Allgemeinen etwas ins Persönliche, Individuelle verschoben hat – und dieses ist nun exakt, genau!

Wie, als wäre es gerade das Instrument, welches der Mensch braucht, um aus dem kollektiven Bewußtsein in ein ganz und gar individuelles überzutreten.

Und – wie immer! – mehr dazu dieser Tage.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

* Sehr profund von Dieter Koch in „Kritik der Astrologischen Vernunft“.

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Philosophie der Astrologie 5

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Liebe Leserinnen und Leser,

viele, die die Astrologie angreifen, haben intuitiv verstanden, dass es beim Urteilen über eine Sache vor allem darauf ankommt, zu wissen, worum genau es sich bei dieser Sache handelt. Für sie steht deshalb die Definition der Sache „Astrologie“ schon von Anfang an fest. Sie sagen: „Astrologie ist Unsinn“. Und für Unsinn braucht es keine Definition. Sie haben aber keine Erklärung dafür, warum Astrologie immer wieder gebildete Fürsprecher findet, die einfach von ihr nicht lassen wollen und den Jahrtausende alten Faden der Deutungskunst des Firmaments weiter weben, wie den Faden durch´s Labyrinth, den Ariadne stellte.

Waren diese Leute alle irrational? War überhaupt die Vergangenheit der Menschheit irrational – haben unsere Vorfahren ganz unsinnigerweise an die Kraft bestimmter Konstellationen geglaubt – und waren sie schlicht wahnsinnig in ihrer Einbildungskraft?

Wenn es so gewesen sein sollte, dann fehlt die wissenschaftliche Disziplin der Psychopathologie der Ontogenese – das neue Zeitalter der Vernunft hätte dann vom Logenplatz der endlich wahren Erkenntnis den Überblick, die gesamte Bewußtsseins-Vergangenheit der Menschheit zum Wahn zu erklären. Nur die heute erreichte Stufe der Vernunft (seit Entwicklung der „Modernen Naturwissenschaften“) führte demnach auch zur Vernunft und zum glücklichen, aufgeklärten Leben – frei von Bewußtseins-Sklaverei?!

Selbst wenn wir zu diesem Satz nicht vorbehaltslos „Ja“ sagen können, weil doch auffällt, dass den Naturwissenschaften der eigene Maßstab, das alte Wissen von hier nach dort, der Meter oder die Meile selbst – ohne Fremdverschulden zu einem „Spuk“ geworden ist, wie sie schreiben, so ist doch der naturwissenschaftliche Anspruch – etwas „objektivieren“ können – gar nicht aufzugeben, sondern unbedingt zu stärken.

Doch was heißt das genau, „etwas objektivieren“? Ist Naturwissenschaft wirklich objektiv? Und was ist dann objektiv Astrologie?

Für uns bedeutet „objektivieren“ hier, daß mindestens zwei Menschen über einen Vorgang, der auch außerhalb ihrer selbst stattfindet, einer Meinung sind. Wir wissen aber, daß selbst Millionen Menschen, die einer Meinung über etwas Bestimmtes sind, sich genau so gut im Wahn befinden – und daher irren können.

Daher hat eben die Astrologie/Naturwissenschaft die Messung erfunden. Und das ist gut so. Nun aber – durch Begriffe wie „Nichtlokalität“, ist die Naturwissenschaft wieder in den Schoß ihres Ursprungs zurückgekehrt, die Herkunft der Zahlen selbst. Denn das Wort „Nichtlokalität“ bedeutet, ein Ding sei nicht da, wo es ist.

Für die Naturwissenschaft wird die Kompetenz dazu aus dem jeweils gleichen Abstand einer Zahl entwickelt, die vorab als Strecke ermittelt wurde. Wie aber wird das ermittelt? So, für unsere Zivilisation: der Weg, den ein gespiegeltes, doch sonst ungehindertes (im Vakuum) Photon in einer Sekunde zurücklegt. Denn damit brüstet sich die Naturwissenschaft ja gerade: nicht: – zu denken, sondern zu messen. Nur Messungen und deren Vergleiche sind für die Naturwissenschaften Tatsachen. Und das ist – wie gesagt – auch ein wertvoller Grundsatz. Wenn wir hier auf der Erde einen Zollstock in der Hand haben, etwas zu messen – der Länge nach – z.B. hat etwas 50 cm Länge – ist es dann so, daß wir im Prinzip diesen Zollstock nehmen können, und Stück für Stück aneinanderlegen, bis wir letztlich das ganze Universum vermessen haben?

Warum ich frage? Weil unser Vertrauen darauf, etwas zu messen, sich ganz intuitiv darauf verlegt, diese Frage positiv zu beantworten: „Ja, wenn wir einen Maßstab haben 50 cm lang oder ein Meter – und dann lege ich ihn immer wieder aneinander, so müßte ich, wenn das Universum ein begrenzter Ort ist, eine Gesamtgröße dieses Ortes ermitteln können.“

Wenn es nur so einfach wäre! Sie wissen alle, daß die Größenordnungen im Universum von den Kosmologen im Verbund mit Astronomen in Lichtjahren gemessen werden; das ist die Strecke, die Licht innert eines Jahres zurücklegen soll. Aktuell wird daher im Rahmen des Urknall-Standardmodells die „Größe“ des Universums auf ca. 42 Milliarden Lichtjahre beziffert*.

Damit sind wir aber im Prinzip nicht weg von unserem Meter-Stab oder Zollstock – als man noch in „Zoll“ maß. Denn 1 Lichtjahr ist ja genau zu messen: das sind etwa 9,5 Billionen Kilometer. Das ist schon sehr sehr viel, aber eben eine ganz normale „astronomische“ Einheit, für die wir letztendlich nur unseren Meterstab oder Zollstock brauchen, um – wie oft auch immer – dem Ganzen auf die Spur zu kommen, rein von seiner Größe und Ausdehnung her, genau, wie wir hier auf der Erde das Thema „Ausdehnung“ verstehen.

Setzen wir einmal voraus, unsere Kosmologen vermuten die Ausdehnung des Universums richtig, dann wären das etwa 9,5 Billionen mal 42 Milliarden – jedenfalls eine Strecke, die unser Maßstab – auch wenn das völlig irreal erscheint, prinzipiell „aushält“.

Was der Maßstab jedoch nicht aushält, das ist seine eigene Relativität – denn laut akzeptierter Lehre verändert sich unser Zollstock je nach Geschwindigkeit des beobachtenden Subjekts in der Länge – man nennt es Längenkontraktion – je schneller er wird, desto weniger Zeit vergeht ihm, dem Maßstab selbst – und ist er dann am schnellsten – vergeht gar keine Zeit mehr – dafür hat aber unser simpler Zollstock (als Photon) prinzipiell die Länge auch verloren, denn hat das Photon keine Eigenzeit mehr, so hat es auch keine Länge. Es wird in den Rechenschieberhirnen der Doppelköpfigen Zeit- und Raum-los, ein-dimensional.

Das müßte weiter nicht stören, wäre nicht gerade das Licht, seine (vorgebliche!) Geschwindigkeit pro Sekunde im Vakuum exakt jener Maßstab, der früher Meter oder Elle genannt wurde. Ein Maßstab – variabel von der Geschwindigkeit abhängend – der gleichwohl auf´s Absoluteste fixiert sein soll. Eine absolute Fixierung, die gerade in der sich aus der Fixierung ergebenden Relativität wieder aufgehoben wird. Dies ist der Grundwiderspruch und Betrug der modernen Naturwissenschaften am – woran denn? – am Geist selbst, fürchte ich.

Dem unbefangenen Beobachter wird auffallen, daß – ganz wie bei Äsops Hase und Igel-Fabel – die „Sekunde“ immer vor der Messung der Strecke, die ein ungehindertes, aber gespiegeltes Photon in einer Sekunde zurücklegt, da war. Dem guten Kompost ähnlich, muss sich die Lichtgeschwindigkeit – gespiegelt und im Vakuum – an der guten alten „Sekunde“ gleichsam „impfen“. Die Sekunde aber wird gewonnen aus der Umdrehung der Erde um ihre eigene Achse, der Einteilung des Tages in 12 Doppelstunden – einem Dutzend. Und nicht nur das. Denn da „nichtlokal“ die Dinge nicht da sind, wo sie einem realen Ort zugeordnet werden könnten, wird genau diese „Eichung“ der Lichtgeschwindigkeit an der Sekunde – der Tagesumdrehung des Gestirns, unserer geliebten Erde – im Grunde völlig unmöglich.

Es geht nicht darum, in dieser Anschauung der modernsten Physik nach Sinn und Vernunft zu suchen; sie ist schlicht falsch. Es gibt keinen Urknall, keine schwarzen Löcher, keine Dunkle Materie. „Nichtlokal“ bedeutet einfach nur, daß man es physikalisch geschafft hat, genau dort anzukommen, wo der Mensch immer schon war: in der universellen Gegenwart von Allem mit Allem genau zur selben Zeit. Wir wissen nicht, wie die Dinge dort hin gelangen – Lichtgeschwindigkeit wäre zu langsam – wir wissen aber, daß sie da sind. Und dieses Da-Sein empfinden wir – anders, wie die sterilisierte, untersinnliche Ziffern-Wirtschaft, als göttlich.

Dennoch muss man zugeben, dass die Messung – auch, wenn sie die Realität nur unvollkommen erfasst, alle Berechtigung hat. Die Messung in ihrer objektiven Form muss in Zukunft der Physik der Kosmologen entrissen werden – der Bewußtseinsschlaf, den sie träumen, ist gründlich und tief – wir sollten nicht tausende von Jahren warten, bis sie erwachen und sich einfinden auf der Bewußtseinsstufe der Bäume.

Wäre es denn nicht äußerst wahrscheinlich, dass die Menschheit durch die letzte Sintflut so traumatisiert wurde, daß sie tatsächlich – Emmerich-like – nach der Arche-Noah forscht, und sie – unbewußttechnisch sehr wohl entwickelt?!

Der Gedanke ist auch für die Astrologie mit ihrem platonischen Jahr so abwegig nicht. Genau an diesem Punkt – dem platonischen Jahr – geht es weiter mit unserer fragmentarischen Philosophie der Astrologie.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

* es kommt hier nicht darauf an, ob diese Angaben – die sich ohnehin ständig ändern/erweitern korrekt sind.

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Philosophie der Astrologie 4

Liebe Leserinnen und Leser,

Danach fragend, was Astrologie eigentlich ist, können wir nicht dabei stehen bleiben, uns zu erklären, wie sie funktioniert. Obwohl für ein rudimentäres Kennen des Gegenstands eine minimale Sachkenntnis nicht abträglich ist – aber auch nicht vorausgesetzt werden kann.

Für unsere Untersuchung reicht es, zu wissen, daß Astrologie ein System ist, das mit der natur-rhythmischen Wiederkehr von Dingen zu tun hat, die sich am Himmel beobachten lassen oder aus solchen Beobachtungen unmittelbar abgeleitet sind.

Wir sagen deswegen „naturrhythmisch“, weil wir hervorheben wollen, daß nichts erfunden wird oder dem Zufall überlassen. Die Erscheinungen, die am Himmel beobachtet werden, gehören nicht zu den Dingen, von denen wir den Eindruck haben, wir könnten sie beeinflussen. Astrologie zeichnet diese Dinge nur auf. Damit ist alle Astrologie von rein numinosen Techniken der Zeit-Interpretation (dem I Ging oder dem Tarot) deutlich abgegrenzt. Das astrologische Werkzeug, der Zodiak, ist genau so objektiv, wie ein Fernrohr.

Gerade dadurch, daß es einige unterschiedliche „Astrologien“ gibt, läßt sich die Gemeinsamkeit in dem finden, was alle Astrologien, soweit uns bekannt oder historisch halbwegs zugänglich, verbindet: es ist – wie gesagt – die natur-rhythmische Wiederkehr von Dingen, die sich am Himmel an Planeten und Sternen beobachten lassen.

Es spielt für diesen grundsätzlichen Gedanken keine Rolle, ob Astrologie solchermaßen chinesisch, nach Maya-Art, oder keltisch betrachtet wird: immer geht es um die natur-rhythmische Wiederkehr von Dingen, die sich am Himmel beobachten lassen.

Verschiedene Astrologien setzen dabei unterschiedliche Prioritäten – ein Jahresrhythmus weist in China den Geburten eine viel kollektivere astrologische Beteiligung zu – man/frau ist im Jahr des Drachen geboren, oder gar ein Feuerpferd. Orientierungsmarke bleibt der Jupiter-Rhythmus als Wiederkehr-Orientierungspunkt.

Der Kalender selbst ist ursprünglich kein bloßes Zahlen-Messgebilde nach Tagen und Jahren, sondern – wie am Maya-Kalender zu studieren – ein grundsätzliches Ordnungs-System für alle relevanten Belange einer Gemeinschaft im Lauf der Jahreszeiten. Astrologisch/Astronomisch wurden alle Tage und Feste, alle Ausnahmen und Gelegenheiten bestimmt.

Und genau genommen ist das heute – auch wenn die Datums-Zählung glaubt, sie hätte sich mit dem Geist der Ziffern selbstständig gemacht, auch noch so: denn jede Zählung landet doch sehr ursprünglich in der chaldäischen Woche, die sich trotz unterschiedlicher Kalender auf der ganzen Welt normativ durchsetzt.

Man kann also sagen, daß Religion selbst vom Himmel das Gesetz nimmt. Denn dies: Astrologie, Astronomie und Kult waren zu Zeiten der berühmten Kalender-Goldhüte ein einziges Gemeinsames.

Damit wird klar, daß wir bei dem Versuch, zu sagen, was Astrologie heute ist, bedenken müssen, was sie dermaleinst war. Kult und Wissenschaft sind andere, sich heute gerade wieder treffende Wege gegangen, allein die Astrologie ist heute weder Kult noch Wissenschaft – letzteres wäre zumindest theoretisch denkbar, ersteres nicht.

Nur: was ist Astrologie dann? Von welchem Rest der Rest?

Um zu erklären, was ich meine, gestatten Sie ein Bild: nehmen wir an, Astrologie wäre eine Zutat zu einer guten Suppe, in der ursprünglich Kartoffeln, Suppengrün, Rindfleisch, Wasser, Lauch, Salz, Pfeffer und ein Lorbeerblatt gekocht wurden.

Nun hätte sich in der Zwischenzeit die Suppe in ihre Zutaten verwandelt: Astronomie und Astrologie sind nicht mehr gemeinsam abzuschmecken – auch wenn das versucht wird – und auch der Kult – analog vielleicht zu „Rindfleisch“ – hat sich vielmals abgespalten und aufgeteilt: aktuell in „massentierhalterische Mastanstalten“ einerseits und Kirchen andererseits – klingt gemein, ist aber korrekt, war doch der Altar ursprünglich – Isaak und Jaakob erzählen die Geschichte – ein Opferstein.

Wie jeder Vergleich hinkt dieser besonders, denn von ursprünglichen Zutaten kann ja keine Rede sein: jenes Ganze, das Wissen einmal war, bestand nicht aus Teilen, sondern gerade aus einem einzigen Ganzen, in dem Astrologie und Astronomie eben keine „Zutaten“ waren, weil eine Differenzierung im ursprünglich Gemeinsamen, Früheren per Definition nicht möglich ist.

Das Ganze bestand ursprünglich nicht aus heute sichtbaren Teilen – heute sind es Teile – damals waren es keine. Die heutigen Teile – Astronomie und Astrologie, Mathematik, Wetterkunde, etc. waren ursprünglich ein gemeinsames Anderes, deren Geschichte nicht isoliert vom Anderen erzählt werden kann.

Sie merken also, es wird nicht einfach, Astrologie aus ihrer Geschichte zu erklären, denn diese Geschichte gibt es so nicht. Erst die Trennung der Einzelteile erschafft Einzelteile aus einem vorhergehenden Ganzen.

Insofern ist „Geschichte der Astrologie“ immer lesenswert, aber irreführend, weil sie das Nebeneinander unterschiedlicher Disziplinen voraussetzt, eine Voraussetzung, die historisch in aller Tiefe jedoch unhaltbar ist.

Das, was heute Astrologie ist, entspricht also keinem Rest eines Ganzen allein, sondern hat darüber hinaus einen neuen und eigensinnigen Charakter, den es solchermaßen noch nicht gab. Es ist eben vielschichtig. Zum einen kommt Astrologie aus mehreren Traditionen zugleich, zum anderen ist es nicht verwunderlich, daß eben heute Dinge astrologisch zutage treten, die erst durch das neue Werkzeug Computer sichtbar werden konnten.

Im Sinne der heutigen, vielfältig erfolgreichen Praxis einer Astrologie der seelischen Persönlichkeit zeigen sich klare Muster, die auch durch eine psychologische Beschreibung der Persönlichkeit nachvollziehbar sind, bis hinein in genaue charakterologische Details.

Es geht weiter in Facetten!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus