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Kommt das elektrische Paradies?

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Automobilindustrie: BMW präsentiert Elektroauto i3 – Unternehmen – FAZ

Liebe Leserinnen und Leser,

Wassertrigongedanken – zumal Jupiter-in-Krebs Gedanken;  – – : …

„Das Technische“, schreibt Martin Heidegger 1957 …, „im weitesten Sinne und nach seinen vielfältigen Erscheinungen vorgestellt, gilt als der Plan, den der Mensch entwirft, welcher Plan den Menschen schließlich in die Entscheidung drängt, ob er zum Knecht seines Planes werden, oder dessen Herr bleiben will.“

Identität und Differenz

Deshalb bringt weder Rad noch Elektroauto die Lösung, weder die NSA, die USA – noch der Protest dagegen – weder Organspende noch Viagra – weder Gentechnik noch Bio-food – weder Pille noch Laser noch Renaturierung, weder NLP noch Pdf, weder Online-Paper noch Blog, weder Buch noch Zug … : denn all dies ist nur technisches Gebahren oder innerhalb dessen: das Wesen der Technik ist nicht technisch.

Daß die Menschheit durch die Technik gestellt sei – ist das nur ein Heideggerscher Fluch, dem Adorno zu widersprechen versuchte?!

Oder entspricht es der Wahrheit? Geht es um die Ent-scheidung durch einen Sprung – dem Er-eignis?! Und dies vollzieht sich nur dort, wo es wichtig ist: im Denken. Denn dem Ge-stell ist – wenn wir Heidegger folgen – ebensowenig zu entgehen, wie dem Ge-setz.

Nur ist eben das eine gesetzt, das andere gestellt.

Wird Müller-Thürgau noch bestellt im Berg im Breisgau um den Stuhl des Kaisers im Kalklösboden und geliefert nach Todtnauberg?!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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Kepler und Mars/Jupiter Konjunktion

Neptun aufsteigendLiebe Leserinnen und Leser,

ich glaube, das müssen wir unbedingt doch mal genau ausforschen, diese brillante Hitze, die Kepler auch für 1602 wegen des Jupiter/Mars-Aspekts damals in der Waage – also einem kardinalen Zeichen ebenfalls – vorhergesagt hatte. Denn heuer ist es ebenso. Mit jedem Tag, an dem die exakte Konjunktion näherrückt, wird der Himmel brillanter, offener – die Sonne brennt stärker.

KeplerKepler – liebe Ursula – hat das sicher auch nicht einfach so gesagt, als er seine Auftragsarbeit zu den „gesicherten Grundlagen der Astrologie“ ablieferte. Vielmehr wird er seine Beobachtungen erst lange Jahre vorher geprüft haben, gründlich, wie dieser Steinbock-Geborene war.

Sobald ich Zeit finde, schau ich mal nach … oder mag jemand von euch?! Oben abgebildetes Büchlein suche ich gerade unter meinen Bücherbergen, damit ich die Original-Stelle hier nochmal zitieren kann, dauert noch …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Hier Keplers Einleitung dazu:

„Wer ein Horoskop berufsmäßig aufstellt, muss vor allem zwei einander entgegengesetzte, verbreitete Ansichten mit hoher Gesinnung übersehen und sich gegen zwei Angriffe niedriger, verächtlicher Gesinnung wappnen, die Ruhmsucht und die Furcht. Denn da die Wissbegier der Menge groß ist, ist derjenige im Geiste unrein, der um der Gunst der Menge willen und wegen eitlen Ruhmes entweder etwas verbreitet, was die Natur nicht zeigt, oder die wahren Wunder der Natur verkündet, ohne die tieferen Gründe zu beachten.

Dagegen stehen diejenigen, die meinen, es zieme sich für einen ernstzunehmenden Mann und Philosophen nicht, dass er an einem Gegenstand, der den Schmutz so vieler alberner und sinnloser jährlicher Wahrsagereien an sich trage, den Ruf seiner Geistesgaben und die Ehre seiner Bildung aufs Spiel setze und der Neugier des Volkes und dem Aberglauben von Schwachköpfen Nahrung gebe, indem er gewissermaßen Öl ins Feuer gieße. Ich gebe zu, dass dies mit großer Wahrscheinlichkeit eingewandt wird und geeignet ist, einen auf seine Ehre bedachten Mann, wenn er schwerwiegendere Gründe nicht hat, von der Verfassung solcher Schriften abzuschrecken.

Wenn jedoch jemand für seinen Entschluss genug Gründe hat, die in ihrer Art Leuten mit offenem Blick gegenüber für sich sprechen, kann er für nichts anderes als einen Feigling gelten, sofern er sich durch die genannten von anderen von außen kommenden Widerwärtigkeiten von seiner Absicht abschrecken lässt aus Sorge, es könnte Gerede entstehen, und aus Furcht vor Verleumdung. Denn wenn auch ein großer Teil der Lehren in dieser Kunst durch die Spielereien der Araber seinen Wert einbüßt, so sind deshalb dennoch die darin enthaltenen Geheimnisse der Natur Nichtigkeiten, noch dürfen sie zusammen mit Nichtigkeiten ausgeteilt werden: Vielmehr gilt es, die Perlen aus dem Schmutz zu suchen. Die Ehre Gottes zu offenbaren, indem man sich Naturbetrachtung zur Aufgabe macht, durch sein Beispiel andere zu ermuntern und seine Mühe darauf zu richten, dass dasjenige, was einst zum besonderen Segen des Menschengeschlechtes dienen konnte, unter allen Umständen aus dem Dunkel der Unwissenheit ans Licht gehoben wird.

Und wenn sich natürlich der Erfolg nicht sofort einstellt und die Unsicherheit von Vorhersagen in dem Durcheinander so vieler Einzeldinge groß ist, so heißt es dennoch, sich umso mehr zu bemühen; denn nur in schwieriger Lage zeigt sich der Meister. Dass wohl viele diese Dinge missbrauchen, um ihre Neugier zu befriedigen, und damit ihren Irrglauben nähren, das schreckt mich genauso wenig ab wie einen tüchtigen Heerführer – um nur eines von vielen Beispielen anzuführen – von der Bestürmung einer Stadt der Verlust einer kleinen Zahl von Soldaten, die er allerdings auch, wenn er könnte, noch retten würde.

Wie also der Arzt nicht auf die abwegigen Vorstellungen des Kranken eingeht, weil er, um sein Heilmittel verabreichen zu können, den Wahngedanken des Patienten mit Worten entspricht und nach dem äußeren Schein sich gefällig erweist, so werden auch von mir, hoffe ich, aufrecht denkende Menschen nichts Unredliches vermuten, dass ich in bester Absicht, aus Rücksicht auf die breite Menge, die nun mal begierig ist zu erfahren, was die Zukunft Unerhörtes bringen wird, in aller Öffentlichkeit über die Zukunft spreche. Unbilligen Urteilen, die auch den höchsten Gipfel der Würde nicht scheuen und ihm höhnen, geschweige denn dass sie diese geringeren Lebensbeschäftigungen, die zumal dem Spott preisgegeben sind, unangetastet lassen, werde ich, wie ein berühmter Mann empfiehlt, „den Rücken kehren.“

Diese meine Betrachtungen nun, Erlauchtester Herr, die das kommende Jahr betreffen, verbunden mit einer ausführlichen Erörterung der Sterneneinflüsse, möchte ich Eurer Erhabenheit vor allem widmen anstelle des üblichen kleinen Geschenkes zum Neuen Jahre, weil ich der Überzeugung bin, dass Eure Erhabenheit einerseits allen Gelehrten, andererseits aber vor allem den Ausübenden dieser Kunst ungemein wohlgesonnen sind.

Prag 1602″.

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Keplers Vorhersage

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Liebe Leserinnen und Leser,

das große Wassertrigon mit einer Jupiter/Mars Konjunktion – bis jetzt hatte Kepler Recht – große Hitze, gar Dürre – schon trocknen die Taubnesseln unter dem Reineclaudebaum – und das feuchtende Gewitter wird hier in Franken in den letzten Jahren sparsam eingeteilt – obwohl es auch andere Sommer gibt – von einem Extrem ins andere, war meine Wettervorhersage für deses Jahr …

IMG_5975Am „Schönen Brunnen“ fragt Mose ein ums andere Mal – trotz Freud – warum er Hörner habe … Gedanken zu Mars im Krebs …

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Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mundan, Weltbild

Saturn im Löwen

1870_Feuerbach_Ruhende_Nymphe_anagoriaRuhende Nymphe von Anselm Feuerbach

Feuerbach12.09.1829 13:10 UT Speyer

Feuerbach_Selbstbildnis_02Liebe Leserinnen und Leser,

auch wenn die Frau auf einem Raubkatzenfell schläft, verrät sie die Balance von Haar, Band und Teint  – dies ist keine Löwe Venus, sondern eine Waage-Venus (wie auch gestriges Foto eher), die sich mit Saturn im Löwen aussöhnt, zu dem sie ein flüchtiges Sextil bildet: genau das gibt auch das Bild wieder: der Felsen im Meer (Neptun/Steinbock) ist auch Saturn, Saturn ist die „eingefrorene“ Geste des Bildes, das gegen die heitere Lebendigkeit des Vordergrunds antrotzt.

Saturn im Löwen ist übrigens auch der Bart (das Haar): der alte König. Der Blick ist der Ausblick, den eine Jungfrau-Persönlichkeit genießt, wenn sie den Fische-Mond ihr eigen nennt: (Goethe).

Mit freundlichen Grüßen,

Markus