Regierungskrise in Deutschland

Liebe Leserinnen und Leser,

Veränderung liegt in der Luft. Der Nordknoten stand zuletzt in der Achsenopposition zum Deutschlandhoroskop 1999, also kurz nach der großen Wende zur Bundestagswahl 1998 – damals hatten wir Jupiter im Widder und die zwei Widder, Schröder & Fischer regierten dann auch das 10. Haus des Landes. Jetzt gibt es den Krebs Seehofer, der bis zum Vollmond Ende Juni noch zu voller Kraft auflaufen wird – sowie den Steinbock-geborenen Söder – ein dream-team. Markant im Horoskop: Pluto rückläufig ist wieder im wirksamen Orbis des Deutschland-Saturn und auch Jupiter rück plustert den Pluto in Skorpion stark auf und wird es lange und nochmal tun. Aber das Wichtigste: Uranus laufend schiebt sich in die Quadratur zur Deutschland Mondknoten-Achse und Saturn laufend steht retrograd über Uranus des Deutschland-charts – in mancherlei Hinsicht also wieder die Energie der Bundestagswahl 2017.

 

Innen Deutschland 03.101990 – aussen 15.06.2018

 

Neptun, der im Juni 2019 exakt über dem Goethe Fische-Mond des verträumten, auslandsreisenden (Haus 9) Volx steht, bringt gleichermaßen Sehnsucht, starke Verunsicherung und auch viel Betrug aus dem Ausland (plus Mars Aggression aus Haus 7) – es kommt also einiges zusammen. Nicht zuletzt der Beginn der Krise an Neumond! Meine Einschätzung: CDU und CSU werden sich trennen, Merkel regiert weiter mit CDU, SPD und Grünen bis 2020. Astrologisch fusst diese Einschätzung auf die sich aufbauende Saturn-Opposition beider Parteien: 1945 war Saturn im Krebs – zwar sind diese Oppositionen lange nicht exakt, aber doch.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Das Volksorakel und die Grüne Kröte

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Liebe Leserinnen und Leser,

eigentümlicherweise entscheidet das Volksorakel der Bundestagswahlen im Ganzen weiser, wie die daran teilnehmenden Individuen. Im Grunde ist die Situation ja spannend: Umweltschutz und Ökonomie heiraten einfach: und die „Mitte“ macht mit.

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Merkel könnte, wenn sie von solchen Gedanken bewegt wäre, sich einen Herzenswunsch erfüllen. Und wir modernisieren endlich die Republik.

Nur passt diese Version nicht zur Katerstimmung in den Strassen. Nicht von Aufbruch scheint die Zeit zu künden, sondern von Abwicklung. Merkel wirkt, wie nach ihrer letzten großen show, nicht, wie vor dem Anfang einer neuen. Sie hat es nochmal gemacht, „gerettet, was zu retten war“: von jetzt ab gibt es im Prinzip drei wirtschafts-liberale Parteien im Bundestag und drei wirtschafts-regulatorische – beide Blöcke in neuer Variation zu verbinden, kann nur Bewegung in den Laden bringen.

Was aber wird der bayerische Löwe machen, wenn er aufwacht und merkt, wie gewaltig die Watschn ist, die er hier bekommen hat: und jetzt nutzt noch nicht mal Brüllen was? Wird man – hinter verschlossenen Türen – die Bundes-CSU ausrufen – und dem Potpourri eine echte siebte Blüte hinzufügen? Oder wird man die grüne Kröte im Bund schlucken, zu schwach an Stimmen, um echten Widerstand leisten zu können?

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Ganz zauberhaft natürlich die Verbindung zum karibischen Inselstaat. Aber auch gefährlich, weil dumm-nominalistisch. Weil man glaubt, solch eine Benennung ginge ohne reale Verbindung zum dem Ort. Weit gefehlt; – es gibt in Jamaika ein Dorf, da leben die Nachkommen von im 19. Jahrhundert erst eingewanderten Deutschen. Im Gegensatz zu den britischen Herren-Pflanzern sind scheinbar einfache deutsche Landarbeiter nach Jamaika gekommen. Sie werden „poor whites“ genannt, weil sie im Gegensatz zu den Nachkommen der Pflanzer kein Geld haben und genau so leben, wie die arme jamaikanische Landbevölkerung: in traumhaften 1-Raum Häusern aus Recyling-Holz mit Veranda – es ist warm und der Garten ist weit und schön. Diese Nachkommen von Deutschen haben ihre eigene Kultur völlig vergessen, sprechen nur Patois, wie die Jamaikaner auch (nur die Alten können noch Shakespeare-Englisch) – und machen auch alles sonst so, wie die Einheimischen – mit denen sie sich aber – und das ist das eigentlich Erstaunliche – überhaupt nicht vermischt haben.

Es ist also schon eine eigenartige Verbindung zu einem Land, wo man zu Gott einfach „Jah“ sagt – und wo manchmal Flüchtlinge aus dem nahen noch ärmeren Haiti, die anderes Patois sprechen – in ausgehöhlten Einbäumen landen, eine Kruste von Salz auf der Haut, und großzügig aufgenommen werden, ähnlich, wie in Bayern.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus