Fotos, Poetry

Saturn in Waage

Foto: Markus Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

heut ist es kalt geworden. Der Klimawandel als Gerechtigkeitsfrage: ja, hier es es, das Saturn in Waage-Thema!  – – –  !!! – :

Demonstration in Kopenhagen: „Klimawandel ist eine Gerechtigskeitsfrage“ | Politik | ZEIT ONLINE

Aber ist es das? Eine Gerechtigkeitsfrage? Es gibt schließlich doch auch Länder in Äquartorialnähe, dort muß man so gut wie nie heitzen, was bei uns leider notwendig ist. Und wenn man sich die Liste der Energiesünder anschaut, während gleichzeitig die Schneestürme durch die nördlichen USA fegen, dann ist es ja irgendwie begreiflich: den Menschen kann vielleicht nur schwer klargemacht werden, dass Erwärmung wirklich schlecht ist, wenn man friert und froh ist, dass der Diesel tuckert und die Motorheitzung plus CD-Player funktionieren?!

Unsrere Verschwendung auf der nördlichen Hemisphäre ist auch ein Wärme-Problem. Es ist ja hier verdammt kalt im Winter. Und so haben wir hier das Dilemma, daß wir, wenn es eigentlich still und besinnlich werden sollte, und man im Prinzip höchstens bereit wäre, einmal den Fellvorhang der kuscheligen Höhle mit netter Mitbewohnerin beiseite zu halten, um die Schnitzabfälle der Elfenbeinskulptur und die Feuer-Asche hinauszufegen, wir stattdessen brüllende Verbrennungsmotoren aufheulen und viele Lichter erstrahlen lassen, um einfach so zu tun, als würde uns dieses plötzliche Ausbleiben unseres Licht-Sommergeschenkes egal sein, als hätten wir diesmal keine Angst, die Sonne käme nicht – oder nicht vonselbst – wieder hervor?

Weltbild

Kriegsverherrlichung

Liebe Leserinnen und Leser,

ich denke, es wird hier kein copyright verletzt, wenn ich im Kontext einer Presseschau von kollektiver Kriegsverherrschlichung spreche. Und zwar nicht erst seit heute, sondern bereits seit  Jahren. Wer ist beteiligt? Praktisch alle Deutschen Medien, sofern sie mit der Poesie des Bildes arbeiten. Obiges Foto ist sicher ein in Umlauf gebrachtes Foto einer Presseagentur, und man findet es am selben Tag in der TAZ oder in den Nürnberger Nachrichten. Natürlich hat es in diesen Medien eine jeweils unterschiedliche Konnotation: in der TAZ ist das Bild nach oben links geschrumpft, schwarz-weiß und erweckt im Kontext Mißtrauen, in der NZ ist das Bild farbig und so zentral im Nachrichtenteil, daß diese an sich eher „linke“ Zeitung in ihrer Provinz-Starre möglicherweise sogar unfreiwillig Kriegspropaganda betreibt. Aber eben gerade dieses: „Wir merken es noch nicht einmal“,  ist das wirklich Krasse. Doch Bilder rufen Wirkungen hervor.

astrology, Geschichte

Astrologie als Grundlage der Zivilisation

Liebe Leserinnen und Leser,

natürlich fragt man sich als Astrologe zuweilen, warum denn die Astrologie eigentlich gültig im Dasein ihre 12 Prinzipien spiegelt?

Betrachten wir zunächst und etwas unabhängig davon die Einheit „Woche“, die inzwischen als Zeiteinteilung nach sieben Tagen zum Weltzeitstandart zählt, auch dort, wo eigentlich andere Kalender für die volksreligiöse Zählung und zur Bestimmung der Neujahre benutzt werden, wie im arabischen Raum, China, Japan oder Israel und Äthiopien, Australien natürlich.

Die Woche geht jedoch als Zeiteinheitsschöpfung auf die Chaldäer zurück, ein ähnlich streng nach der Astrologie ausgerichtetes Volk, wie die Maya in Mittelamerika und Mexiko, nur dass hier die Wiege unseres eigenen Systems liegt: die sieben Wochentage in der Hierarchie der sieben Planeten. Dieser Wochenrhythmus einer astrologisch-astronomischen Abzählreihe prägt sogar so stark unseren Alltag, dass die ganze Welt ihre andere Zeitzählung daraufhin angepaßt hat, der Rhythmus der Wochentage immer im Fluß bleiben zu lassen, ob es nun ein Schaltjahr ist, oder nicht. Dabei sind die Planeten nach ihrer  Geschwindigkeit geordnet:

Datei:Weekday heptagram.svg – Wikipedia

„Wie“, mögen Sie fragen, „was ist denn an der Woche Astrologie? Kommt wohl nach dem Samstag der Mondtag?“ Für aufmerksame Beobachter: von Saturn absteigend über Jupiter ist in der Figur oben die Geschwindigkeit in richtiger Reihenfolge abgebildet, in der man zu Urzeiten die „Planeten“ einschließlich Sonne und Mond sah.

Und nun ist es doch ein wenig komplizierter: denn aus dieser, gewissermaßen „natürlichen“ Geschwindigkeitsreihe schufen die alten babylonisch-chaldäischen Astronomen-Astrologen nach Abzählart einen Wochenkalender, der jeweils zur 25. Stunde den Planeten des nächsten Tages betritt. Man nannte dies die „Stundenherrscher“. Ich nehme also Saturn für Samstag, saturday, zähle bis 25 und lande bei: der Sonne, wenn ich alle durchgezählt habe. Nun ist Sonntag und Stundenherrscherin der ersten Stunde nach Aufstieg der Sonne über dem Horizont: die Sonne. Doch hurtig bis 25 gezählt, und so haben wir Mond-Tag, und Mond als Herrn der ersten Stunde, ganz nach Abzählversmanier, wie wir es auch bei den Kindern kennen:

Wochentag – Wikipedia

Ähnlich funktionieren im Prinzip auch die Maya-Kalender allesamt, bis auf diejenigen, die sich an das Sonnenrhythmus-Jahr halten, über die kaum etwas bekannt ist, obwohl es für die Vegetationsperioden von Bedeutung gewesen sein muss. Außerdem sind die amerikanischen Kalender Venus-Kalender nach ihrer sichtbaren und unsichtbaren Periode und ihrem Erscheinen als jeweils Morgen- oder Abendstern. Aber wir wissen von den Ägyptern, dass der Aufgang des Sirius etwas mehr als 2000 Jahre vor Christus auf den Tag genau die neue Nil-Flut begleitete und können annehmen, daß es bei den Maya etwas ähnliches gab, mit dem das tropische Klima korrelierte.

Wie eine Maya-Astrologie beschaffen war, erfahren wir leider kaum, weil die Forscher leider wenig selbst Astrologen sind und die Archäoastrologie, die eigentlich im Kern der Forschungen stehen müßte, offensichtlich (noch) am Rand steht. Nur daß die Venus männlich gedacht war und Krieg und Opfer verlangte, scheint dann und wann bei einem der schreibenden Spezialisten durch. Und dass besondere Konstellationen zu Zeiten extra erwähnt wurden, die in der Langen Zählung ein rundes Datum ergaben; umgekehrt jedoch offensichtlich nicht: wenn eine Konstellation einem Datum der Langen Zählung übergeordnet gewesen wäre, so weit sich mir das erschließt, bisher.

Die Woche jedoch ist ein astrologisch fundamentales und zivilisationsgestaltendes Element, welches letztlich nichts anders behauptet, als daß mit der Zahl der sichbaren Planeten auch unser Lebensrhythmus einhergehen sollte. Da wir dies – die Woche – gar nicht ändern könnten, selbst wenn jemand das wollte – siehe gescheiterte Ideen der franz. Revolution zur Umbenennung von Monaten und Tagen – hat es auch keinen Sinn, danach zu fragen, ob man/frau an Astrologie glaubt oder nicht. Glaubst Du an den Boden, auf dem Du stehst?

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Ereignis, Weltbild

Weltklimakonferenz

07.12.09 Kopenhagen 12:00

Liebe Leserinnen und Leser,

erbittert wird auf der Achse zwischen Mars und Jupiter verhandelt, also zwischen mutiger, siegesgewisser Tatkraft und der verschleiernden und verletzenden bzw. visionären und heilenden Technik im Wassermann-Zeichen auf der anderen Seite.

Im Grunde genommen zeigt sich jetzt schon die Tragkraft der Pluto-in-Jungfrau Generation: Mülltrennung, Emissionshandel, Welternährung. Noch aus dem Hintergrund. Was auch immer als Ergebnis dieser Konferenz gewertet werden wird: wir haben schon jetzt gewonnen. Denn allein die Tatsache, daß die Staaten der Welt in Einheit sich einer gemeinsamen Vision zuwenden, um die Erde zum Objekt der therapeutischen Fürsorge der Menschheit zu machen, ist ein Bewußtseins-Schritt evolutionären Ausmaßes, niemals zuvor erreicht.

Und nun heben wir mal die Gläser, liebe Leserinnen und Leser!

Wie der Weg nun sein wird, das werden wir sehen. Wenn schon die Technokraten sich Gedanken über Effektivität machen:

Essay zu Kopenhagen: Scheitern wäre ein Erfolg – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wissenschaft

Sicherlich geht es um nichts Geringeres als die Quadratur des Kreises. Wohlan, ging es jemals um etwas anderes?:

„Nah ist / und schwer zu fassen der Gott. / Wo aber Gefahr ist, wächst / das Rettende auch.“


Friedrich Hölderlin

Ereignis, Weltbild

μέτρον métron „Maß“

Foto Markus Termin ©

„ …und wegen der extrem großen Bedeutung der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum (c0) für die Physik, ging man auf der 17. Generalkonferenz für Maße und Gewichte am 20. Oktober 1983 einen neuen Weg. Man legte die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum auf 299.792.458 m/s fest und definierte demzufolge ein Meter als „die Strecke, die das Licht im Vakuum in einer Zeit von 1:299.792.458 Sekunde zurücklegt“. Statt auf einer aufzubewahrenden Maßverkörperung („Prototyp“ wie beim Kilogramm) beruht die Definition des Meters auf einer Zeitmessung. (DIN 1301 Teil 1).“ Aus Wikipedia „Meter“

20. Oktober 1983: Uranus mit Jupiter im Schützen im Quadrat zu Venus-Mars in der Jungfrau. (Wisssenschaftlich ist immer was los bei Venus-Mars!)

Damit ist nun der Kreis geschlossen, und ich meine, die Physiker hätten vor diesem Schritt die Philosophen einladen sollen. Denn nun ist es doch so: um einen Meter zu definieren, war es nötig, den Durchmesser des Erdradius zu bestimmen – von den menschlichen zu den geeichten geographisch wissenschaftlichen Maßen – so könnte man die Devise der franz. Nationalversammlung nennen, die damals offenbar den Ton für ganz Europa kulturell angab, sofern Wissenschaft ein Teil der Kultur ist.

Um die Länge des Meters zu bestimmen, brauche ich den Faktor „Zeit“ eigentlich nicht. Andererseits haben wir eben gerade gelernt, daß Raum und Zeit ein den Naturgesetzen unterworfenes dynamisches Feld sind, dessen Umgebung durch jeden Körper einer Verzerrung unterworfen ist.

Es ist also logisch, daß mit der Definition des Meters auch die Definition der Zeit gegeben ist, und umgekehrt. Und damit messe ich den Meter im Rahmen einer Maßstäblichkeit, die aus dem, was er angelegt an die Strecke vor allem zu messen hat, der Lichtgeschwindigkeit selbst, eigentlich erst gewonnen werden soll: in Metern pro Sekunde. Hier sind wir, ohne es gemerkt zu haben, in einem mathematisch-physikalischen Spiegelkabinett gelandet. Das Resultat bestimmt die Voraussetzung. Der alchemistische Drache beißt sich in den Schwanz. Dies wird dann zur Maßgabe des Gesamten Weltalls und seiner Räumlichkeit, indem die Lichtgeschwindigkeit den Wert einer universellen Raum-Einheit bekommt, also die maßstäbliche 1 des gesamten Universums wird, obwohl sie eigentlich eine physikalische Eigenschaft beschreiben soll. Mit der Zeit als definiertem Weg verhält es sich bei allen Messungen genauso.

Ereignis

Uranus läuft direkt in den Fischen!

Liebe Leserinnen und Leser,

diese Nachricht kommt für Uranus ein wenig verspätet daher, denn klar bemerkbar war für mich der Wechsel in der Uranus-Richtung schon am Dienstag. Das Auftreten einer plötzlichen phantasievollen Intelligenz, Osmose-Kraftwerke, neue Beobachtungen einer Aurora auf dem Saturn, die ich äußerst interessant und für die Astrologie wichtig finde, denn es ist nach den Riesen-Riesen-Ringen die zweite wirklich aufregende neue Nachricht über unser Sonnensystem, und immer betrifft sie Saturn. Es ist, als hätte Uranus während seiner Rückläufigkeit Saturn die Kraft abgegeben. Und nun, da er direkt läuft? Ich persönlich denke bei Uranus immer an die atmosphärischen Bilder von Jules Verne.

Sodann: das CERN-Experiment hat begonnen, es findet eine Konferenz zum Weltklima in Koppenhagen statt, Obama kommt am letzten Tag, die Weltmeisterschaft wurde ausgelost, Guttenberg spricht plötzlich die Wahrheit zum Luftangriff auf die beiden Tankwagen der Bundeswehr aus, die in diesem Blog schon am Tag des Bekanntwerdens vertreten wurde, etc.

All das und noch viel mehr sind also Bewegungen, die ein direkt gehender Uranus in den Fischen mit sich zieht, wie der Sturm das Gewitter.

Gleichzeitig wird getäuscht und verwirrt mit Jupiter, Neptun und Chiron: Klima stabil, es gibt keine Erwärmung? Was stimmt nun? Gibt es ein Klima-Komplott, eine öffentliche Klima-Hysterie? Und warum schmelzen dann die Gletscher?

Die Welt stellt sich selbst die Frage, ob das Verdauungsverhalten der Menschheit – denn CO2 gehört ja zu den Abgasen – verändert werden kann zum Erhalt des Klimas – dies nun, nachdem Saturn von der Jungfrau, die solcherlei Verwertaufgaben im Sinne der Verdauung übernimmt, in die Waage getreten ist, und somit die gerechte Verteilung der Lasten begünstigt.

„Die Milch machts“, so heißt die Ausstellung von Susanne Dundler im „Künstlerautomaten“, einem ehemaligen Männer-„Pissort“ unter Denkmalschutz, und dem zweiten übrigens, der in Nürnberg recycled wurde letztes Jahr, der andere ist das Café Schnepperschütz.  Für astrologische Zusammenhänge interessiert hier Uranus, der in den Fischen steht, denn die Fische sind auch das Zeichen des kollektiven Entsorgungsortes, in dem und aus dem die Befreiung (Uranus) hervorgeht. Der Künsterautomat bringt nicht etwa automatisch Künstler hervor, obwohl die Doppeldeutigkeit der Benennung sicher Absicht ist, (Nürnberger Humor ist so tief, daß man ihn fast übersieht: aber nur fast!) sondern fau/man kann Kunst haben aus dem Automaten. Wir werfen einen Euro ein, das Licht geht an, wir sehen eine milde, lichtdurchflutete Balsaholzlandschaft mit einem kleinen Kalb am Boden und riesigen Eutern, die über diesem Kalb hängen. Es ist eine Mystische Szene der Geborgenheit.

Susanne Dundler mit Installation im KünstlerAutomat – Zentrifuge

Das Schöne daran ist … ,

Foto Markus Termin ©

… sobald wir einen Euro in den Schlitz geworfen haben, geht eine Geräuschkulisse aus Kuhglocken zusammen mit dem Licht an. Und mehr passiert eigentlich nicht. Das Spektakuläre vervollständigt sich durch den Begleittext zur Ausstellung:

Foto Markus Termin

Foto: Markus Termin

… der einfach mal u.a. zur Sprache bringt, dass bei rund 20 Zuchtbullen in Sachsen gut 250 000 Kühe Halbschwestern seien können. Und warum es ohne Schlachtwesen keine Milchwirtschaft geben kann und wie überhaupt der ganze industrielle Ablauf der Milchproduktion ist … Und die Bilder von der verschüttenen Milch auf den Straßen und Feldern diesen Herbst noch im Kopf …

Bei dem Kalb fällt einem doch glatt der Stall zu Bethlehem ein. O.k. – – : doch Vegetarier werden? Bio-Fleisch essen? Noch fliegen? Wir werden darüber nachdenken müssen.