Kategorie: Weltbild
Nürnberg im Bardentreffen 2013
Sonne in Löwe
Los Gringos
Liebe Leserinnen und Leser,
werden eigentlich – entgegen der USA-feindlichen Rethorik ihrer Präsidenten meist – von den Lateinamerikanern gemocht, schreibt die Neue Zürcher Zeitung gestern (im Leitartikel & Bild; während harte Finanzbetrugs-Verhandlungen wegen Banken zwischen USA und Schweiz laufen – seit Jahren hier weitgehend ignoriert bzw. nicht im Zusammenhang der EU-Öffentlichkeit erklärt), und zwar um so mehr, wenn Handel betrieben wird. Das verbindet. Wenn wir den Handel mit Waffen stoppen können und weltweit ein Progamm aufsetzen, die vorhandenen einzusammeln (Prämie beim Abgeben, dazu ein Panama-Hut) … Wasser-Trigon Wunsch, gewiss! Regierungen und Waffenhandel ist ein Komplex.
Bei Wassermann-Mond greift mein Mond-Wassermann Steinbock-Sonne Nachbar zum Schraubenschlüssel, leiht sich von mir Flickzeug und repariert sein Rad.
An dieser Propaganda könnt ihr sehen, wie die Verschwörer, in die Verantwortung gekommen, versuchen ihren Laden zwischen China (Marx) und John Wayne stabil zu halten, wobei sie Hollywood beauftragen (gerade in ihrem „spirit of rebellion“) – Zappa hat das immer durchschaut.
Am Fluss findet er es schön, obwohl alle Gräser vertrocknet sind und die Taubnesseln im Unterholz schlapp runterhängen. Plötzlich haben auch die Vögel aufgehört, zu singen – nur die Mauersegler pflügen kreischend – wie die Sirenen – ihre Lemniskaten durch die Luft. Der Hausrotschwanz im Fahrradständer warnt vor einer Katze, die ich nicht entdecken kann.
Dann hört man nicht mal mehr die Mauersegler, nur die Eichelhäher gecken ab und an scharf und spitz.
Am späten Nachmittag kühlt die Luft stark ab, Blitz, Donner, Wind, Regen, aber ganz mild; – langsam: endlich!
Erster Regen seit langem in Nürnberg: 24.07.2013 16:50 – es bleibt heiß.
Mit freundlichen Grüßen,
Markus
Kepler und Mars/Jupiter Konjunktion
ich glaube, das müssen wir unbedingt doch mal genau ausforschen, diese brillante Hitze, die Kepler auch für 1602 wegen des Jupiter/Mars-Aspekts damals in der Waage – also einem kardinalen Zeichen ebenfalls – vorhergesagt hatte. Denn heuer ist es ebenso. Mit jedem Tag, an dem die exakte Konjunktion näherrückt, wird der Himmel brillanter, offener – die Sonne brennt stärker.
Kepler – liebe Ursula – hat das sicher auch nicht einfach so gesagt, als er seine Auftragsarbeit zu den „gesicherten Grundlagen der Astrologie“ ablieferte. Vielmehr wird er seine Beobachtungen erst lange Jahre vorher geprüft haben, gründlich, wie dieser Steinbock-Geborene war.
Sobald ich Zeit finde, schau ich mal nach … oder mag jemand von euch?! Oben abgebildetes Büchlein suche ich gerade unter meinen Bücherbergen, damit ich die Original-Stelle hier nochmal zitieren kann, dauert noch …
Mit freundlichen Grüßen,
Markus
Hier Keplers Einleitung dazu:
„Wer ein Horoskop berufsmäßig aufstellt, muss vor allem zwei einander entgegengesetzte, verbreitete Ansichten mit hoher Gesinnung übersehen und sich gegen zwei Angriffe niedriger, verächtlicher Gesinnung wappnen, die Ruhmsucht und die Furcht. Denn da die Wissbegier der Menge groß ist, ist derjenige im Geiste unrein, der um der Gunst der Menge willen und wegen eitlen Ruhmes entweder etwas verbreitet, was die Natur nicht zeigt, oder die wahren Wunder der Natur verkündet, ohne die tieferen Gründe zu beachten.
Dagegen stehen diejenigen, die meinen, es zieme sich für einen ernstzunehmenden Mann und Philosophen nicht, dass er an einem Gegenstand, der den Schmutz so vieler alberner und sinnloser jährlicher Wahrsagereien an sich trage, den Ruf seiner Geistesgaben und die Ehre seiner Bildung aufs Spiel setze und der Neugier des Volkes und dem Aberglauben von Schwachköpfen Nahrung gebe, indem er gewissermaßen Öl ins Feuer gieße. Ich gebe zu, dass dies mit großer Wahrscheinlichkeit eingewandt wird und geeignet ist, einen auf seine Ehre bedachten Mann, wenn er schwerwiegendere Gründe nicht hat, von der Verfassung solcher Schriften abzuschrecken.
Wenn jedoch jemand für seinen Entschluss genug Gründe hat, die in ihrer Art Leuten mit offenem Blick gegenüber für sich sprechen, kann er für nichts anderes als einen Feigling gelten, sofern er sich durch die genannten von anderen von außen kommenden Widerwärtigkeiten von seiner Absicht abschrecken lässt aus Sorge, es könnte Gerede entstehen, und aus Furcht vor Verleumdung. Denn wenn auch ein großer Teil der Lehren in dieser Kunst durch die Spielereien der Araber seinen Wert einbüßt, so sind deshalb dennoch die darin enthaltenen Geheimnisse der Natur Nichtigkeiten, noch dürfen sie zusammen mit Nichtigkeiten ausgeteilt werden: Vielmehr gilt es, die Perlen aus dem Schmutz zu suchen. Die Ehre Gottes zu offenbaren, indem man sich Naturbetrachtung zur Aufgabe macht, durch sein Beispiel andere zu ermuntern und seine Mühe darauf zu richten, dass dasjenige, was einst zum besonderen Segen des Menschengeschlechtes dienen konnte, unter allen Umständen aus dem Dunkel der Unwissenheit ans Licht gehoben wird.
Und wenn sich natürlich der Erfolg nicht sofort einstellt und die Unsicherheit von Vorhersagen in dem Durcheinander so vieler Einzeldinge groß ist, so heißt es dennoch, sich umso mehr zu bemühen; denn nur in schwieriger Lage zeigt sich der Meister. Dass wohl viele diese Dinge missbrauchen, um ihre Neugier zu befriedigen, und damit ihren Irrglauben nähren, das schreckt mich genauso wenig ab wie einen tüchtigen Heerführer – um nur eines von vielen Beispielen anzuführen – von der Bestürmung einer Stadt der Verlust einer kleinen Zahl von Soldaten, die er allerdings auch, wenn er könnte, noch retten würde.
Wie also der Arzt nicht auf die abwegigen Vorstellungen des Kranken eingeht, weil er, um sein Heilmittel verabreichen zu können, den Wahngedanken des Patienten mit Worten entspricht und nach dem äußeren Schein sich gefällig erweist, so werden auch von mir, hoffe ich, aufrecht denkende Menschen nichts Unredliches vermuten, dass ich in bester Absicht, aus Rücksicht auf die breite Menge, die nun mal begierig ist zu erfahren, was die Zukunft Unerhörtes bringen wird, in aller Öffentlichkeit über die Zukunft spreche. Unbilligen Urteilen, die auch den höchsten Gipfel der Würde nicht scheuen und ihm höhnen, geschweige denn dass sie diese geringeren Lebensbeschäftigungen, die zumal dem Spott preisgegeben sind, unangetastet lassen, werde ich, wie ein berühmter Mann empfiehlt, „den Rücken kehren.“
Diese meine Betrachtungen nun, Erlauchtester Herr, die das kommende Jahr betreffen, verbunden mit einer ausführlichen Erörterung der Sterneneinflüsse, möchte ich Eurer Erhabenheit vor allem widmen anstelle des üblichen kleinen Geschenkes zum Neuen Jahre, weil ich der Überzeugung bin, dass Eure Erhabenheit einerseits allen Gelehrten, andererseits aber vor allem den Ausübenden dieser Kunst ungemein wohlgesonnen sind.
Prag 1602″.
Ein Meister erklärt …
Keplers Vorhersage
Liebe Leserinnen und Leser,
das große Wassertrigon mit einer Jupiter/Mars Konjunktion – bis jetzt hatte Kepler Recht – große Hitze, gar Dürre – schon trocknen die Taubnesseln unter dem Reineclaudebaum – und das feuchtende Gewitter wird hier in Franken in den letzten Jahren sparsam eingeteilt – obwohl es auch andere Sommer gibt – von einem Extrem ins andere, war meine Wettervorhersage für deses Jahr …
Am „Schönen Brunnen“ fragt Mose ein ums andere Mal – trotz Freud – warum er Hörner habe … Gedanken zu Mars im Krebs …
Mit freundlichen Grüßen,
Markus
Saturn im Löwen
Ruhende Nymphe von Anselm Feuerbach
auch wenn die Frau auf einem Raubkatzenfell schläft, verrät sie die Balance von Haar, Band und Teint – dies ist keine Löwe Venus, sondern eine Waage-Venus (wie auch gestriges Foto eher), die sich mit Saturn im Löwen aussöhnt, zu dem sie ein flüchtiges Sextil bildet: genau das gibt auch das Bild wieder: der Felsen im Meer (Neptun/Steinbock) ist auch Saturn, Saturn ist die „eingefrorene“ Geste des Bildes, das gegen die heitere Lebendigkeit des Vordergrunds antrotzt.
Saturn im Löwen ist übrigens auch der Bart (das Haar): der alte König. Der Blick ist der Ausblick, den eine Jungfrau-Persönlichkeit genießt, wenn sie den Fische-Mond ihr eigen nennt: (Goethe).
Mit freundlichen Grüßen,
Markus
2 harmonische Zukunftsaspekte der Venus, die sonst ziemlich allein ist …
Liebe Leserinnen und Leser,
als würde es Venus im Löwen immer gut gehen! – ?! Außer zum Aszendenten hat sie keine Zukunft: immerhin zum AC und MC ist der Aspekt positiv und zukünftig: … erreicht also, was sie will. Dies jedoch allein, und der erste Aspekt, den sie zu erwarten hat, ist das Quadrat mit dem Mond, der sich dazu mit einem „Jüngling“ trifft – wie Plutarch Saturn beschreibt (dem Klischee vom alten Saturn kontradiktorisch) – der nur in einer Höhle in der Karibik schläft …
„Venus in Löwe versucht“, sagt Liz Greene in „The Inner Planets“ (Hugendubel 1995 S. 133) – „der mythischen Welt so nahe wie möglich zu kommen, in Stil, Geschmack und auch Idealen in der Liebe.“
Mit freundlichen Grüßen,
Markus
Saturn erlebend verstehen
Liebe Leserinnen und Leser,
hier ein Link zu einem ganz feinen Post von Monika Heer! – :
Astrologie und Astrologinnen in Köln | Astrologie-Ausbildung Astrologos
Zur Zeit geht Saturn so um die 15:15 am Osthorizont auf, und man merkt, wie der Tabakrauch um die Tische der Cafés dichter wird, während dazu gleichzeitig proportional der Windhauch abnimmt: ein Spannungsbogen bis zum Abend – zur Nacht gar – bis Saturn so gegen 01:15 untergegangen sein wird. Dabei macht sich Saturn besonders im 12. 15:00 16:00 (auf der astralen Ebene) und im 8. Haus bemerkbar als Schwere 22:00 – 23:00 (dann physisch, als Folge der emotionalen Anstrengung vom Nachmittag), und sonst kann auch wieder sein, als wäre wenig und trügerische Ruhe.
1991 stand um 15:15 Jupiter im Zenit, und war tagsüber auch gar nicht geneigt, unterzugehen. Erst um 22:00 Uhr rum, als Saturn dann – im Wassermann damals – ebenfalls aufstieg, da neigte sich der Löwe-Jupiter 1991 gen Westen, von unserer Erddrehung verborgen …
Dieser Rhythmus – komplex über 60 Jahre hinweg der Vollender eines salomonischen Siegels:
… prägt aber auch entscheidend unsere Lebensstimmung (je nachdem zusätzlich, wie unser eigener Radix-Saturn und Planeten dazu stehen). Wir verbringen lange Jahre die Stunden der Sommermonate, wenn Saturn am Tageshimmel steht.
Fotos Termin ©, Grafik Vazul Termin
Zur Zeit bedeutet das, man tut wohl daran – in unseren Breitengraden – die Arbeiten, die einen frohgemuten, hoffnungsvollen Geist brauchen, in die Morgenstunden zu verlegen – die Zeit des frühen Nachmittags aber der Entspannung zu widmen, eher zu beobachten: sich gleiten zu lassen, weil es keinen Sinn macht, durch überflüssige Tätigkeit Kraft zu verbrauchen. Der Duft der Lindenbäume bleibt dennoch ein Wunder. Gott geb´s, daß wir uns solch einen Rhythmus leisten können, denn wir sind ja alle eingebunden in den chaplinesquen Gang der großen Maschine, bis wir sie – jeder einzeln in den Dienst nehmen und uns aus der gerade anhebenden technischen Sklaverei befreien …
Kurz vor 23:00 Uhr dann der Hubschrauber …
Mit freundlichen Grüßen,
Markus



















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