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Stundenastrologie und Geburtshoroskop

Nürnberg, Sonntag den 09. März 2008 um 11:01 – Sonnenschein, etwas diesig. Der Mond im Widder bildet ein T-Quadrat zu Mars im Krebs und Jupiter im Steinbock. Also gibt es Auseinandersetzungen. Dabei ist doch verkaufsoffener Sonntag?! Mars und Jupiter sind jedoch im „Fall“, also schwach, nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte, es wird also nicht so heftig. Natürlich bezieht sich das auf die Jahreszeitliche, „tropische“ Astrologie, die ich, ihr wisst es, für die richtige halte. Nach Rafael Gil Brand deckten sich die beiden Tierkreise – siderisch und tropisch – vor ca. 1670 Jahren. Inzwischen haben sie einen Abstand von 23.21 Grad. Wenn man nun bedenkt, dass Widder schon seit Urzeiten das Zeichen des Anfangs ist, eine Deckung von siderisch und tropisch also auch vor Christi Geburt mit rückwärts größer gewesenen Abständen in der Zeit nicht gegeben war, so findet sich ein weiteres Argument für die fanatastisch anmutendende „Trepidation“, also ein Pendeln des Frühlingspunktes um Null Grad Widder herum. Dies würde natürlich auch die Lehre von den Zeitaltern nach Frühlingspunktpositionen ad absurdum führen.

Die Stundenastrologie wird mir immer wertvolleres Hilfmittel bei der täglichen praktischen Arbeit. Wenn Klienten bei mir anrufen, schaue ich immer erst das Geburtshoroskop an, doch dann sofort das Horoskop des Augenblicks. Meist haben beide etwas miteinder zu tun. Idealerweise steigt Krebs auf, wenn jemand mit Krebs-Aszendent anruft. Dies ist so häufig der Fall, dass ich den Zufall ausschließen kann. Eine Übereinstimmung findet sich jedoch sicher: ebenso oft ist es beispielsweise der Mondstand, der mit dem Geburtshoroskop übereinstimmt. Danach richte ich mich, und kenne damit den Schwerpunkt des Horoskops. Wenn wir konkrete Fragen lösen wollen, macht es am meisten Sinn und Spaß, den Angaben zu folgen, die das Horoskop macht, und zu sehen, ob KlientInnen dies bestätigen können. So erschließt sich ein erstaunliches Bild der gegenwärtigen Vorgänge in Bezug auf ein bestimmtes Thema, eine ganz konkrete Frage. Warum dies so ist, soll ein Hauptthema dieses Blogs sein. Work in progress!  Die alten Regeln (William Lilly) geben die Anhaltspunkte vor, das ist wieder eine große Hilfe. Es geht um einen Diebstahl? Das zweite Haus und sein Herrscher ist wesentlich. Es geht um einen Liebhaber? Schau das Haus 5 an, und siehe, was dessen Herrscher mit dem Herrscher des Aszendenten macht.  Für den Arbeitplatz sind das Haus 10 und das Haus 6 maßgeblich.  Schwierig wird es, wenn Klienten eine festgelegte Erwartungshaltung haben, die sie im Prinzip bloß bestätigt wissen wollen. Das ist nicht selten der Fall, wenn es um Liebe geht, und hier ist alle Diplomatie gefragt, dem Schicksal nicht unredlich in den Arm zu fallen und KlientInnen nicht zu verletzen. Der Herrscher von fünf ist Saturn, rückläufig und steht in Haus 12? Das ist nun wirklich nicht gut, deutet auf Verlust des Liebhabers hin. Doch er könnte auch im Krankenhaus sein, in einer geschlossenen Anstalt, für die das Haus 12 ebenfalls steht. Und schließlich ist auch Jupiter im Haus 5, und mildert etwas … soll man Hoffnung machen? An diesem Punkt befindet man sich als Astrologe in einem echten Dilemma, und ich kann AstrologInnen verstehen, der die Stundenastrologie aus solchen oder anderen Gründen ablehnen. Doch das entspricht nicht meinem Naturell. Ich bin Widder-Aszendent und deswegen mit reichlich Risikofreudigkeit gesegnet. Und andererseits ist diese Stundenastrologie vor allem kombiniert mit dem Radix so eine Art Feinabstimmungsinstrument. Du siehst zunächst was im Radix passiert: Uranus geht durch Haus 5 und Jupiter geht in Haus 7 – nun gilt es zu schauen, wo die beiden im Stundenhoroskop ihr Wesen geltend machen. Die Klientin will jemanden kennenlernen und das Stundenhoroskop sagt, wie und wo das am besten laufen wird. Besonders interessante Stundenhoroskope werde ich an dieser Stelle – selbstverständlich anonym – mit euch besprechen.

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Die Sonne ging im Westen auf?!

Nürnberg, den 07.März 2008 14:41. Bestes Wetter, wird langsam wärmer, sehr starkes, gleißendes Licht. Der Mond steht in den Fischen, und so auch natürlich noch die Sonne. Das nennt man Neumond, weil der Mond durch die Sonne überstrahlt wird und deshalb tagsüber unsichtbar ist und des nachts mit der Sonne untergeht. Gleichzeitig tritt die Sonne in eine Konjunktion mit Uranus, auch in den Fischen, während Venus auf den Mondknoten zusteuert. Da sind wahrlich neue Ideen möglich. Die Liebe (Venus) öffnet den Weg in eine soziale und freiere Zukunft (Wassermann, Mondknoten).

Theon von Alexandria war nicht nur der Vater von jener berühmten Mathematikerin Hypathia, die so grausam von Früh-(Nicht)-Christen ermordet wurde, sondern auch der letzte Leiter der Bibliothek von Alexandria, bevor sie geschlossen wurde. Die Schätze, die dort lagerten, und später verbrannt wurden, hätten uns wohl ein anderes Licht auf die gesamte Menschheitsgeschichte werfen können. Wie Rafal Gil Brand schreibt, war Theon ein Vertreter der sogenannten „Trepidation“ demnach würde sich der Frühlingspunk, an dem die Sonne zur Tag- und Nachtgleiche im Frühjahr am Horizont befindet, mitnichten nur im Kreis bewegen, wie die Präzession es vermuten läßt, sondern dieser Punkt würde selbst hin- und herpendeln. Wir erinnern uns: es geht um die Tierkreisdiskussion. Nun war Theon Leiter einer Bibliothek und hatte Zugang zu Aufzeichnungen, mit denen er seine Theorie untermauern konnte, die heute verloren sind. Dennoch gibt es ein Argument, zu finden beim griechischen Historiker Herodot, welches diese Theorie nicht völlig abwegig erscheinen läßt. Demnach wäre der Frühlingspunkt im Widder unseres westlichen Tierkreises mit sehr viel mehr Recht gewählt, als wir bisher glauben, und es gäbe eine rhythmische Bewegung der Erde in gewaltigen Zeiträumen, an die wir keine Erinnerung haben, und die sich ohne Erfahrung wissenschaftlich auch kaum ableiten ließe. Doch, wie gesagt, es gibt ein Argument, das sticht, wie ein Joker: Herodot schreibt, die Priester des Hephaistos-Tempels hätten ihm glaubwürdig versichert, dass innert zehntausend Jahren die Sonne zweimal statt im Osten, im Westen aufgegangen sei. Jah Rastafari! Oh Lord `a mercy!

(Siehe Herodot-Zitat in der Kolumne vom 15. Feb. 2008 unter „Geschichte“)

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Opposition Pluto – Mars

Nürnberg, den 06. März 2008, kalt, sonnig, energiegeladen …

Pluto und Mars sind auf der kardinalen Achse Krebs und Steinbock in Opposition. Das sind die beiden „Oktaven“ von Macht und Gewalt, und wenn man die kardinalen Zeichen, die für Autorität (Steinbock) und Heimat (Krebs) stehen, veranschlagt, findet man auf der mundanen Ebene leicht ein Szenarium wieder, welches symbolisch unter dem Kürzel „GLD“, der Deutschen Lokführer-Gewerkschaft einen möglichen Ausdruck findet. Pluto steht hier für die Energie, die Kohle aus der dunklen Erde, mit der früher die Züge angetrieben wurden (und via Kohlekraftwerke heute zum Teil noch werden). Diesbezüglich ist der 7. Februar 1922 ein interessantes Datum:

„Der Arbeitskampf eskaliert, als per Notverordnung die Beschlagnahmung von Streikkasse und Flugblättern angeordnet wird. Hunderttausende Eisenbahner, die Kommunisten sprechen von 800 000, beteiligen sich am Kampf; die Zeigenossen klagen über Chaos und Anarchie. Zuletzt sind es die Großgewerkschaften und nicht die Regierung, welche die Reichsgewerkschaft (‚eine einzelne undisziplinierte Gruppe, die auf unverantwortliche Weise mit dem Schicksal der gesamten Bevölkerung spielt‘) mit großzügigen Zusagen zur Kapitualtion zwingen.“ (FAZ vom 18.Nov.2007)

Damals stand Pluto im Krebs, also in Opposition zu seinem heutigen Ort. Der Lokführergewerkschaft wurde in Folge des Streiks von 1922 das Streiken durch Verbeamtung untersagt. Doch kaum sind die ehemaligen Beamten in Folge der Verwandlung der Deutschen Bundesbahn in eine Aktiengesellschaft wieder in der Lage zu streiken, greifen sie den alten, im Prinzip ungelösten Konflikt von 1922 wieder auf. Im Zuge der drei Pluto – Mars Oppositionen – 21. Sep. 07/2.Jan 08/07. März 08 – läßt sich das Auf- und Abschwellen des Konflikts wie nach einem Lehrbuch synchronisieren.

Summa summarum wird durch die Pluto – Pluto Opposition auf der Krebs – Steinbock Achse hoffentlich endlich ein Konflikt bereinigt, dessen Grundmotive: die Würde des Einzelnen gegen staatliche Autorität und Norm auf dem stellvertretenden Feld der Arbeit – ein wahrhaftes „Volks“-Thema ist.

Mein Urgroßvater war Lokführer im „Fliegenden Beutner“, dem Schnellzug von Breslau nach Berlin. May the force be with you!

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Dieser Tage Stadtbibliothek Nürnberg

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Das Sonnen-Selbst

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Liebe Leserinnen und Leser,

Nürnberg, den 5. März 2008, 13:24 – sehr kalt (für die Jahreszeit :-) doch strahlend schön und optimistisch draußen. Mond besucht Chiron, Venus, Merkur und Neptun im Wassermann. Aufladung mit Liebe, Heilung, Wissen und Vision. Dann der Fische-Neumond. Vogelkonzert vor der Tür.

Wenn wir wissen wollen, was die Sonne im Horoskop eigentlich bedeutet, macht es Sinn, sich an das Selbstbewusstsein zu erinnern, das wir als Kinder im Alter von sieben oder acht Jahren hatten. Da gab es eine Zeit, da wussten wir schon sehr viel über die Welt. Die Zeit lag grenzenlos vor uns, wir kannten wenig Angst vor dem Tod. Eine innere Stimme, auf die wir uns verlassen konnten, sagte: „Ich bin ich“. Genau dies ist das Sonnen-Selbst. Natürlich kann nicht jede/r eine solche Stimme um dieses Alter herum so unbeschwert wahrnehmen. Doch scheint auf jeden Fall irgendwie das innere Gefühl für dieses Selbst davonzufliegen, als wär`s ein Schmetterling. So sind wir in der Regel ein Leben lang auf der Suche nach jenem unbeschwerten Zustand unseres Sonnen-Selbst. Und wir wissen: außer diesem lohnt sich nichts. Und gleichfalls gewiss ist, dass wir dem innerlichen Versprechen, dieses Gefühl wieder zu haben, nicht lange und nicht mutwillig untreu werden dürfen, ohne uns selbst zu verlieren.

Mit freundlichen Grüßen,

 

Markus

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Tyrkreis oder Zodiak

Nürnberg, Montag den 3. März 2008 10:07 – Regen, Wechselwetter. Seit einiger Zeit jeden Tag anders. Die Opposition von Mars, der just in den Krebs wechselt, und Pluto, der noch direktläufig im Steinbock steht, ist auf ein Grad genau.

ζῷον πολιτικόν – zoon politicon bedeutet zu Deutsch: geselliges Lebewesen. Das Wort „Tierkreis“ stammt etymologisch wahrscheinlich zusätzlich und den Begriff Tierkreis ambiguid sprachlich verankernd von germanisch „Tyr“, dem Himmelsgott ab. Den Tierkreis auf Tiere zu reduzieren, ist also eine typische Verballhornung im besten darwinistischen Stil (ich glaube nur bedingt an die Lehre von Mutation und Selektion: woher weiß das Pfauenauge, wie ein nachgebildetes Auge auf seinem Flügel aussieht?).

Man hat uns nun schon so lange eingeredet, wir würden von den Affen abstammen, dass uns die umgekehrte Möglichkeit, die Affen stammen von uns ab, eher unwahrscheinlich erscheint. Außerdem steht fest, die Menschen waren früher Jäger und Sammler. Wenn man jedoch die gezählten Zyklen der Maya bedenkt (104 000 Jahre als Großzyklus des Tolkin), sollte man glauben, sie waren auch noch Astrologen.

Doch nun zur Tierkreis-Diskussion. Am Besten sagen wir Zodiak – um nicht gesinnungs-ethisch dem falschen Lager zugeordnet zu werden.

Zum Zodiacus also ist noch jede Menge zu sagen, und diese kleine Kolumne ist nur der Weg dahin. Bevor ich aber die Dinge weiter kompliziert mache, will ich betonen, dass die Unterschiede der verschiedenen Tierkreissysteme im Grunde genommen erstaunlich gering sind. Wer sich damit nicht so intensiv auseinandersetzt, wie Astrologen dies tun sollten, braucht deswegen nicht verwirrt zu werden. In Wahrheit gibt es einen großen Fundus an Gemeinsamkeiten, der sich konstant durch tausende von Jahren verfolgen läßt.

Mein entscheidendes Argument für den westlichen, tropische Tierkreis ist die praktische Beobachtung. Mit einer gewissen Übung und der Kenntnis des Horoskops kann man nämlich den Menschen durchaus ansehen, ob ihr Mars im Steinbock steht, und eben nicht – nach vedischen Prinzipien – im Schützen. Er hat den Steinbock-Mars im Ausdruck. Das geht – Charktermerkmale wie Farbkombinationen im Bild: Sonnenstand, Mond, Aszendent, starke Planeten. Gerade bei denjenigen, die zwischen zwei Zeichen ihren Sonnenstand haben, ist die exakte optische Zuordnung von absolut verblüffender Doppelgültigkeit. Dasselbe gilt für den Aszendenten. Eine Fische-Frau auf dem ersten Grad Fische nach tropischen Gesichtspunkten bleibt doch eindeutig eine Fische-Frau, wenn auch mit einem Schubs in den Wassermann. Dies kann man sehen, glaubt mir, auch wenn es sinnlos ist, ein Rate-Spiel daraus zu machen. In der Astrologie liegt der Sinn in der Synthese und gemeinsamer Erkenntnis, nicht so sehr in Analyse und auferlegtem Urteil von außen. Manche Merkmale sind stärker sichtbar (Schütze Aszendent, Widder Sonne), andere weniger eindeutig (Wassermann AC, Fische-Mars). Von daher erübrigt sich eigentlich jede Diskussion um die Tierkreise.

Nun sind aber die Indischen Kollegen auch nicht bescheuert. Aus der Symmetrie der 12 ergeben sich auf jeden Fall zutreffende Beobachtungen – die Aspekte zwischen den Planeten stimmen westlich/indisch überein – die sind unabhängig von den Zeichen und eine starke Basis. Aber man darf nie vergessen, dass „vedisch“ nicht alt bedeutet – Astrologie kam durch Alexander den Großen nach Indien. Ohne Umrechnung auf den tropischen Tierkreis, fehlte der vedischen Astrologie der Bezugspunkt.

Unsere moderne westlich tropische Astrologie ist einerseits das Verständnis und die Weiterentwicklung dieser uralten astrologischen Beobachtungen: zuletzt spektakulär gelungen durch Chiron (1975), der in der Astrologie schnell unentbehrlich geworden ist – nun rückt Chariklo in die Aufmerksamkeit – auch eine Centaur-Frau – aber andererseits offenbar auch keltisch seelenhaft inspiriert bis hin zu Stonehenge und den Goldhüten.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

korrigiert: 10.03.2021, 18:29, Prag

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Sturm am 2. März 13:00

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Heute ist der letzte Tag der Ausstellung mit der Himmelsscheibe von Nebra bei uns in Nürnberg. Der Sturm im Hintergrund bringt das Motto vom „Himmel auf Erden“ im Bild so richtig zur Geltung. Schon viel ist über diese Scheibe und ihren abendteuerlichen Weg an die Öffentlichkeit geschrieben worden. Was ich vor allem interessant finde, ist die ungeheure Versicherungssumme von 100 Millionen Euro, mit der diese Scheibe versichert wurde. Zur Deutung dessen, was dort abgebildet ist, gibt es einen wunderbar klaren Artikel von Katja Hover im aktuellen Magazin Meridian. Sie ordnet den Elementen der Scheibe: Vollmond, sechs-Tages Neumond, den Plejaden im Tierkreisbild Stier, sowie seitlich den Horizontbögen der Sonnenbahn an den Wendepunkten eine kultische Kalenderfunktion zu: „Die Konstellationen der Scheibe bilden die synodischen Mondfeste – Vollmond und sechs Tage alter Mond bei den Plejaden – ab, welche durch die Horizontbögen mit dem Sonnenjahr kombiniert werden.“ Und erstaunlicherweise findet sich bei dem römischen Schriftsteller Plinius dem Älteren eine Bschreibung des betreffenden Festes, als wäre gerade mal ein Hinweis ausreichend, uns die geheimnisvoll verschwiegene Kultur der alten DruidInnen doch noch in Gedächtnis zu rufen. Einzig unten das Boot läßt noch Fragen offen. Man fühlt sich durch den Artikel von Kajta Hover an die Arbeit eines guten Detektivs erinnert. Der Zauber, der von den Plejaden ausgeht, wird für die alten Zeiten sowohl aus Ägypten, Westafrika und den Maja berichtet. Es ist dies ein Hinweis darauf, wie ernst das alte Weltbild mit siderischen Konstellationen sich verbunden gefühlt hat. Dennoch glaube ich, dass der tropische Tierkreis richtig ist, aber heut keine weiteren Verwirrungen dazu. Die Inspirationen zu diesem Thema will ich die nächsten Tage weiterführen …
(Das Foto ist wieder von meinem Sohn Vazul Termin)
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Wenn Venus rückläufig ist

Nürnberg, den 29. Februar 2008 13:39 – Es regnet: Mond steht auf 15 Grad Schütze und hat das Quadrat zu Venus und Merkur in ein Sextil gewandelt; man merkt es, die Dinge sind milder zu sehen. Allerdings steht Mond noch im Quadrat zur Sonne. Am Sonntag um 20:12 wird der Mond im Steinbock stehen und ein Sextil zur Sonne bilden, dann wird mehr Zufriedenheit einkehren.

Aus meiner Korrespondenz:

Liebe A.,

es ist so mit der rückläufigen Venus: wenn Du daran glaubst, dass wir Menschen nicht nur einmal, sondern mehrere Male auf diese Erde kommen, so bedeutet die Rückläufigkeit der Venus sehr wahrscheinlich, dass Du in der letzten Existenz stark verletzt worden bist durch die Liebe. So stark, dass diese Verletzung wie eine nicht ausgeheilte Wunde in dieses Leben hineinreicht, und Dich verwirrt. Der starke Drang, auch durch einen Partner, oder irgendein „Du“ wieder geheilt zu werden, ist durch die Haus-Stellung der Venus dokumentiert. Bei Dir steht die Venus im Partnerhaus, also suchst Du im anderen den Spiegel. Wie es das Schicksal will, hast Du nun in R. den perfekten Spiegel gefunden, und seine Verwirrung, die Liebe betreffend, reflektiert Deine eigene. Doch helfen würde Dir nur, Dich selbst zu lieben – erst mal! – also eine neue Liebesgeschichte jeden Morgen zu beginnen, sich selbst eine Liebe, eine Gefährtenschaft anzubieten. Das klingt absurd, erinnert an den Spiegel des Wellensittichs im Käfig. Doch so ist es nicht. Denn Dein wahres Selbst, welches Gott behütet und in seiner Hand hält, kann diese ganze Situation von außen betrachten, und wird Deine Eigenliebe, Deine Zuneigung zu Dir selbst, wie eine Trostsalbe auf spöder Haut wahrnehmen. Mut! Es ist eine Übung, die, wie alle Meditation, ein paar Wochen mit Ernst und regelmäßig betrieben werden muß. Doch dann zeigen sich die Früchte, wie durch Nebel, der sich lichtet. Natürlich ist solch eine Übung für jeden gut. Eigenliebe ist auch kein Egoismus, sondern die Voraussetzung, auch andere zu lieben. Egoismus ist in Wahrheit Mangel an Selbstzuneigung. Für diejenigen mit einer rückläufigen Venus (besonders, wenn sie im Partnerhaus steht) ist solch eine Heilung aber wirklich gut und notwendig. Diese Venus ist bei Dir ja auch Schlüsselplanet, weil sie der Geburtsherrscher ist, also den Waage-Aszendenten regiert. In diesem Jahr ist die Venus von Ende Juli bis zum zehnten September rückläufig. Auf diese Zeit könntest Du Dich besonders vorbereiten, und Dein Schicksal wenden.

Alles Liebe

Markus

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Mondknoten und Geburt

Nürnberg am Donnerstag, den 28. Februar 2008 um 15:18 Uhr

Schon wieder wärmer, sehr hell und gleißend. Mond ist im Schützen, und obwohl beide, Fische und Schütze Jupiter-regiert sind, zeigt doch das Quadrat (90 Grad) zwischen beiden Zeichen, dass sie nur bedingt miteinander können. Aber Jupiter hat ein Sextil zu Uranus, welches in drei Grad (oder am 29. März) exakt sein wird. Damit begünstigt Jupiter den Uranus, und dessen Auseinandersetzung mit Saturn in der Jungfrau bekommt Zeus´ Beistand. Sicherlich werden einige Visionen durch die Kruste der Vergangenheit brechen. Bin sehr gespannt!

Aus einem Brief:

„Wir können das Mondknotengeschehen in einen Rhythmus verkleiden, der sich vom zweiten (37 Jahre) zum dritten Mondknoten, den Du nun hinter Dir hast, so darstellt: Mit dem zweiten Mondknoten findet etwas statt, das wir die Geburt der Bewußtseinseele nennen können. Sicherlich ist Dir schon aufgefallen, dass Menschen eines bestimmten Alters, auch wenn sie verstehen wollen, wie die Dinge sind, manches nicht verstehen können. Es fehlt ihnen die ausgebildete Bewußtseinsseele.
Bewußtseinsseele bedeutet, dass der Mensch auf seine erkennende Tätigkeit schauen kann. Er/Sie sieht nicht nur, was ist, sondern wir sehen auch, dass und wie wir erkennen können, was ist. Praktisch werden daraus die ganzen Anleitungen auf esoterischen Schulungen aus der Selbstbeobachtung einen freien Zugang zur Gestaltung der eigenen Kräfte zu finden. Da gibt es eigentlich nur – in unendlichen Variationen – die Meditation, die allein dazu dient, sich dieses Abstands zwischen Erkenntnis und der nächst höheren Potenz, dem Schritt hinein ins Sein selbst, also der Bewußtheit, dass es Erkenntnis gibt, zu bedienen, damit wir im Sein schwimmen können und solchermaßen tätig werden. Wenn wir das lange Jahre gemacht haben, kommt der nächste Mondknoten nach weiteren Neunzehn Jahren und sieben Monaten. Nun geht es um mehr. Eine neue Geburt steht an. Da es aber eine weitere Dimension ist, die hier gewonnen und enthüllt wird, die durchaus mit einer echten Geburt vergleichbar ist, hat die Seele nicht immer die Kraft, diesen Weg zu gehen. Es geht um die Geburt der „Geistseele“. Wir werden gewahr, dass der eigentliche Vorgang des Erkennens, also auch unsere Selbsterkenntnis, nicht nach-gedacht werden kann, sondern vor dem Bewußtwerden der Ereignisse stattfindet. Es eröffnet sich eine neue Welt, die Welt des lebendigen Geistes. Die Schranken zwischen objektiv und subjektiv fallen, Geist wird nunmehr, mit Deinem dritten Mondknoten, also ab dem 56 Lebensjahr, zu etwas, was wie Nahrung ist, die um so mehr befriedigend sättigt, je mehr Du davon verteilst. Die kollektive Erfahrung der Geistseele hat Jesus in der Brotvermehrung gegeben. Natürlich ist es schwer für mich, dies zu definieren, denn ich habe erst den zweiten Mondknoten hinter mir, und kann über diese Möglichkeiten nur aus meinen Lehrbüchern schöpfen, die solche Dinge versprechen und ankündigen. Doch ich bin davon überzeugt, es wird so sein, und viele werden diesen Weg gehen und finden, besonders wenn Neptun in die Fische geht … „
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Venus Konjunktion Merkur im Wassermann

Nürnberg, den 26.02.2008 13:04, strahlender Sonnenschein, gelöste Atmosphäre. Angenehm leichter Wind. Heute ist die Konjunktion von Venus und Merkur auf ca. 11:00 Wassermann exakt. Doch beide bilden ein zunehmendes Quadrat zum Mond im Skorpion. Venus im Wassemann ist bereit, etwas völlig Neues auszuprobieren. Dabei unterstützt sie Merkur mit guten Ideen. Doch durch das Quadrat zum Mond im Zeichen der Sexualität haftet dem eine gewisse Bitterkeit an, die sich auf die Vergangenheit bezieht, denn der Mond bringt immer die Gefühle der Vergangenheit mit ein. Besser, der Mond stünde in den Zwillingen. Das wäre dann ein Trigon, und der Herrscher der Zwillinge, Merkur, könnte sich selbst ein passender Hintergrund sein. Doch dann hätten wir ein Quadrat zur Sonne und höchstwahrscheinlich nicht so gutes Wetter. Auch passt die Venus-Merkur Konjunktion bestens zur anstehenden schwarz-grünen Koalition in Hamburg, wie auch zur gleichfalls anstehenden rot geduldeten Ministerpräsidentin in Hessen. Und das Quadrat zum Mond sind die gemischten Gefühle, die dieser Tabubruch (Skorpion) von den gestaltenden Kräften verlangt.

Für mich mit meiner Wassermann-Venus im Radix stellen sich die Fragen, wie immer, etwas radikaler. Ob sich unsere Demokratie mit einem drei-Parteien oder einem fünf-Parteien-System selbst blockiert, scheint einerlei zu sein. Keine Regierung, die nicht Entbürokratisierung versprochen hätte, niemals erreicht. Schuldenabbau? Schmarrn, wie die Franken sagen. Vor wenigen Wochen erst hat man sich die Diäten auf steuerfreie 9,8 % erhöht – wobei die schamlose Preisetiketten-Schwindelei mit der unter-zweistelligen Kommazahl einen tiefen Blick in die Seele der Unverschämtheit erlaubt – heut will man den Angestellten des öffentlichen Dienstes zumuten, ihre 8 % zu erstreiken, um nicht Schuld gewesen zu sein und gegenüber den konservativen Wählern, die immer noch den runden Helmut Kohl im Kopf haben mit seiner ewigen Gürtel-enger-Schnallerei, den Anschein zu wahren, während sie doch selbst bloß darüber sinnen, ob sie ihre Stiftung in Lichtenstein, in der Schweiz oder in Monaco gründen sollen. Dass alles so bleibt, wie es ist, nennen sie Anstand. Waffenproduktion und Sekond-Hand Verkauf derselben nicht mal unter grüner Regierungsbeteiligung ein Skandal. Hier stellt sich nun die Frage, ob wir die Reform des Staates wirklich so undemokratisch dem Bundesverfassungsgericht überlassen sollten? Dabei macht es den Anschein, als wäre die Legislative nach höchstrichterlichen Entscheiden eigentlich gehalten, die Beseitigung der gröbsten Fahrlässigkeiten – beispielsweise die Ungleichbehandung der Frauen im Rentensystem – zu beschleunigen und nicht vielmehr, wie es mir erscheint, so fahrlässig zu verzögern, dass die meisten Betroffenen davon zu Lebzeiten nicht mehr profitieren.

Haben die Gründerväter und hoffentlich auch Mütter der Bundesrepublik daran gedacht, eine Möglichkeit zur Reform des Staates zu schaffen? Ansonsten passiert genau das, was wir beobachten können: eine Verholzung, Versteinerung tritt ein. Jeder Versuch die Dinge, beispielsweise durch eine „Gesundheitsreform“ zu bessern, bringt nur mehr Regelungen hervor, die in eine Situation führen, in der sich der Einzelne fühlt, als sei er in Treibsand gefangen. Astrologisch ist für solche Versteinerung Saturn zuständig, und gerade die anstehende Opposition Saturn-Uranus im November 2008, die aber bis 15. Sep. 2009 Thema bleiben wird, deren Zyklus auf die dreifache Konjunktion von 1988 zurückgeht, wird solche Themen auf den Tisch bringen.

Gemessen am weltweiten Standart macht die Deutsche Situation sogar einen gewissen Sinn. Während es uns gelingt, uns zutiefst vor der sogenannten „Globalisierung“ zu fürchten – ein Prozess, den es schon seit mehr als 10000 Jahren gibt – profitieren wir gleichzeitig davon, wie kein anderes Land auf der Erde. Der Hamburger Hafen muß ständig seine Kapazitäten ausbauen. Unser winziges Land exportiert mehr, als alle riesigen Volkswirtschaften auf der Welt für sich genommen. Wir nehmen also weit mehr Geld ein, als wir ausgeben, gerade umgekehrt, wie die USA. Auch die Staatsschulden sind nicht ein so großes Problem, wie Helmut Schmidt richtig bemerkt hat, ist doch der Staat bei seinen eigenen Bürgern verschuldet. Anders als die USA, die all ihr Geld, das sie für den Irak-Krieg ausgeben, und mit dem sie ihre Rüstungs-Industrie füttern, China schulden (update: das scheint gar nicht zu stimmen, da war ich falsch informiert, bzw. einem Gerücht aufgesessen). Daher sind die Deutschen Staatsschulden in Wahrheit eine Kapital-Umverteilung, die zu beenden die Profiteure, also Besitzer von Staatsanleihen, gar kein Interesse haben. Nur wenn sie gleichzeitig krakeelen, wir sollten doch, bitte, den Sozialstaat abbauen, den man sich – Globalisierung! – in anderen Teilen der Welt ja auch nicht leiste, dann schlägts dem Fass den Boden aus, und es mag noch dahin kommen, dass die Linken in Lichtenstein das Rathaus besetzen. Wer genau hinguckt, wird auch erkennen, wie Deutschland gar nicht so sehr das Land der Maschinenbauer ist, sondern in Wahrheit ein Land der Versicherungen. Bei der Münchner Rück ist die ganze Welt versichert. Um so einen Verwaltungsplatz möglichst stabil zu halten, ist eine gewisse Versteinerung angemessen; Pech hat hierzulande nur, wer keinen 6000 Euro netto-Job in der Staatsverwaltung oder bei einer Versicherung hat, ohne Nachtschichten, mit 6 Wochen Urlaub und Dienst bis Freitag um 11:00 Uhr. Diese Leute wollen sicher, dass alles so bleibt, wie es ist und werden nichts riskieren, was ihren Status-Quo aufweichen könnte.

Mein Vorschlag: eine neue Demokratie-Praxis schon ab der Grundschule. Selbstverwaltung in allen Bereichen. Schüler sollten alles dürfen und müssen: Lehrer einstellen, das Budget verwalten, den Lehrplan bestimmen oder korrigieren, Nachhilfe geben und das Schulhaus putzen. Der Wirtschaftskunde-Unterricht findet praktisch statt anhand der Finanzverwaltung der Schule selbst, als Leistungskurs. Die Schulküche ist ein Ausbildungsbetrieb und ein Leistungskurs. Damit die Schüler noch einen anderen Kontakt zur Realität bekommen, als über MySpace, WOW und unfreiwillig autoritäre, burn-out-geplagte Lehrer, die zu Recht darüber klagen, dass sie nicht nachholen können, was die (u.U. nicht richtig existierende) Familie versäumt hat.

Die Tatsache, dass Eigentum verpflichtet, darf nicht weiter bloss eine Formel des Grundgesetzes sein. Große Gewinne müssen zurückinvestiert werden. Das gegenwärtige Lobby-gesteuerte Subventionssystem ist dem Staatssozialismus viel näher, als der Sozialismus selbst es jemals war. Mit den Gewinnen der Pharmazeutischen Industrie des letzten Jahres könnte man das Gesundheitssystem in ganz Europa reformieren.

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Köln und Wellington

Sonntag, 24. Februar 2008 12:37 Nürnberg

Strahlender Sonnenschein, Venus kurz vor Konjunktion mit Merkur im Wassermann. Der Mond in der Waage mit harmonischen Trigonen zu Venus und Merkur, aber einem exakten Quadrat zu Jupiter. Gestern um Mitternacht Mond mit riesigem Regenbogenkreis als Aura, direkt darunter eine wenig scheue und muntere Nachtigal mit ihren niemals sich wiederholenden Melodien. John Cage hätte seine Freude gehabt und Heidegger, die Waage, vom „Wesen des Seins“ wahr-gefabelt. Die Sonne trennt sich aus ihrer Opposition mit Saturn; mögen die plagenden Winterbeschwerden sich diese Trennung zu Herzen nehmen. Die Verhandlungen sind abgeschlossen. Die Sonne hat, wie immer, gesiegt. Mars will nochmal in die genaue Opposition zu Pluto; ein letztes und drittes Mal dieses Jahr dem Thema Macht und Gewalt einen Ausdruck geben. Gemach! Es reicht! Verabschiedet euch aus dieser Opposition mit Anstand und laßt den Pluto sein heilsames Gift zur Lösung wichtiger Mißstände hergeben. Neapel fiele mir ein. Diese città steht unter Schütze, und da könnte Pluto, der am 13. Juni zurück in den Schützen geht, die bekannten Probleme endlich lösen?!

Und was ist mit Wellington und Köln? Köln steht auch als Schütze Stadt in den Annalen. Das Thema Astrokartografie (aus dem Zeitpunkt wird Raum) – very interesting! – morgen oder die Tage.

Herzliche Grüße

Markus