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Sturm am 2. März 13:00

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Heute ist der letzte Tag der Ausstellung mit der Himmelsscheibe von Nebra bei uns in Nürnberg. Der Sturm im Hintergrund bringt das Motto vom „Himmel auf Erden“ im Bild so richtig zur Geltung. Schon viel ist über diese Scheibe und ihren abendteuerlichen Weg an die Öffentlichkeit geschrieben worden. Was ich vor allem interessant finde, ist die ungeheure Versicherungssumme von 100 Millionen Euro, mit der diese Scheibe versichert wurde. Zur Deutung dessen, was dort abgebildet ist, gibt es einen wunderbar klaren Artikel von Katja Hover im aktuellen Magazin Meridian. Sie ordnet den Elementen der Scheibe: Vollmond, sechs-Tages Neumond, den Plejaden im Tierkreisbild Stier, sowie seitlich den Horizontbögen der Sonnenbahn an den Wendepunkten eine kultische Kalenderfunktion zu: „Die Konstellationen der Scheibe bilden die synodischen Mondfeste – Vollmond und sechs Tage alter Mond bei den Plejaden – ab, welche durch die Horizontbögen mit dem Sonnenjahr kombiniert werden.“ Und erstaunlicherweise findet sich bei dem römischen Schriftsteller Plinius dem Älteren eine Bschreibung des betreffenden Festes, als wäre gerade mal ein Hinweis ausreichend, uns die geheimnisvoll verschwiegene Kultur der alten DruidInnen doch noch in Gedächtnis zu rufen. Einzig unten das Boot läßt noch Fragen offen. Man fühlt sich durch den Artikel von Kajta Hover an die Arbeit eines guten Detektivs erinnert. Der Zauber, der von den Plejaden ausgeht, wird für die alten Zeiten sowohl aus Ägypten, Westafrika und den Maja berichtet. Es ist dies ein Hinweis darauf, wie ernst das alte Weltbild mit siderischen Konstellationen sich verbunden gefühlt hat. Dennoch glaube ich, dass der tropische Tierkreis richtig ist, aber heut keine weiteren Verwirrungen dazu. Die Inspirationen zu diesem Thema will ich die nächsten Tage weiterführen …
(Das Foto ist wieder von meinem Sohn Vazul Termin)