Weltbild

David Gans

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Liebe Leserinnen und Leser,

David Gans Ben Salomon berichtet für das Jahr 1592 von einem bis heute geheimnisumwitterten Treffen zwischen Kaiser Rudolf und Rabbi Judah Löw bei dem der Kaiser mit ihm sprach:  “ … von Angesicht zu Angesicht, wie zu einem Freund (Ex. 33,11). Und die Art und Weise ihrer Worte waren geheimnisvoll, verschlossen und verborgen. Und dies geschah hier in der heiligen Gemeinde zu Prag, am ersten Tag (der Woche; Sonntag), dem 3. Adar (5)352.“

David Gans – Wikipedia

Im deutschen Wikipedia wird Gans – auch „Ganz“ geschrieben – als „Astronom“ bezeichnet, das englische Wikipedia ist ehrlicher, spricht von „astronomer and astrologer“ …

David Gans – Wikipedia, the free encyclopedia

Löw beim Kaiser23.02.1592 12:00 Prag

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mond, Poetry

Vollmond

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Liebe Leserinnen und Leser,

Schells BureauNoch nicht Vollmond, die Sonne ist noch über dem Horizont … !

… was uns erwartet, ist Jungfrau-Sonne zu Fische-Vollmond, eine Nachterscheinung, Goethes Mittagshoroskop: der Vollmond der realisierbaren Visionen. Was sonst wie Spinnerei daherkommt: naive Utopie, das läßt sich jetzt – wie durch ein Zeitfenster! – realisieren … Das Ergebnis ist Jupiter, eingeschlossen im Löwen im 6. Haus, vom Fische-Mond in Haus 1 geführt in Liebe. Der Herzenswunsch – Weg des Herzens (wegen Mond) zwischen Neptun und Chiron: Vision und Heilung … Merkur, Herr von Haus 7 – mit Drachenkopf! – in der Waage und Venus – Herrin von 8 und 3 genau am Deszendenten, von dem meine Gewährsleute Louise Kirsebom & Johan Hjemborg sagen, er sei an dem betreffenden Punkt „festgewachsen“, wenn genau auf einer Achse: „Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose … “ (Gertrude Stein) … was bedeutet: es geht um Beziehung und Beziehung: Haus 3 und 8 sammeln sich mit Venus im DC! – Kommunikation und Wert – eigentlich klar, daß es nach „Andria“ geht … ! …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mundan

Venus/Merkur Rezeption

BibliothekenLiebe Leserinnen und Leser,

nun ist die Venus vom Löwen in die Jungfrau, während Merkur bis Ende September in der Waage läuft: eine klassische Rezeption eins im Zeichen des jeweils anderen, beide zu einer Art Einheit verbindend. Daher ist besonders interessant der 16. September: wenn Merkur in Konjunktion mit dem nördlichen Mondknotentor zu finden sein wird, während Mars schon ein paar Tage das Skorpion-Zeichen verlassen haben wird.

Gut und interessant (im Wortsinne des „Dazwischenseins“ für all diejenigen, die sich als Vermittler, Friedensstifter, Kompromiss-Sucher und Finder betätigen wollen, weil die Rezeption den sonst neutralen Merkur freundlich macht.

Eine gute Gelegenheit in diesem September, die Wunden zu lecken, die Mars/Saturn im Skorpion geschlagen haben …

Ohne, daß es groß bemerkt wird, ist die Orientierungslosigkeit und die allgemeine Tendenz zur Auflösung alter Strukturen natürlich und noch lange begleitet vom Neptun im Zeichen Fische, der dort – zur Zeit unerlöst, wie der fliegende Holländer – z.B. den Buchhandel plündert, um ihn in etwas Neues zu wandeln.

„Amazon“ – namentlich und wörtlich eine weitere Reminiszenz ans Matriarchat („Isis“) unter der Wahrnehmungsschwelle – hat es gewagt, die Sklaverei der Autoren an ihre Verlage zu durchbrechen – da verlangen jene Autoren, die von dem bisherigen System profitieren konnten (die Wenigsten) – eine strikte Aufrechterhaltung der alten Sklavenregeln (90 % für die Verlage, 10 % für die Autoren) – Amazon (20 % für den Verlag, 80 % für die Autoren) ist ja sooo böse … und ruiniert unsere Hochkultur, die freilich nicht davon abzuhalten ist, konvulsivisch wuchernd, protegiert durch eine quasi sozialistische Buchpreisbindung, Jahr für Jahr abertauswende völlig überflüssige Titel auf den Markt zu bringen: allem voran aus der überlebten Gattung „Roman“: eine neptunische Bücherflut, die die Antiquariate nicht mehr geschenkt nehmen. Da erscheint die Aussicht, daß für solche Flut ein Knopf zum Löschen zur Verfügung steht, besonders süß: und Neptun kommt als Erlöser …

Diese Gedanken zu: Sonne in der Jungfrau und Mond im Wassermann: „Geben Sie Gedankenfreiheit, Sire!“  …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Weltbild

Mond/Pluto Konjunktion

Liebe Leserinnen und Leser,

ich selbst kann Bürokratie schlecht ertragen. Wenn ich mich aber beklage, wird mir entgegengehalten, daß ich froh sein solle, daß es bei uns nicht so miserabel sei, wie im Rest der Welt, wo ohne Bakschisch nichts ginge, egal ob beim Arzt oder beim Amtmann. Und „Rest der Welt“ ist schon am Mittelmeer zu finden, wo ohnehin Strukturen walten, deren traditionelle Familien-Begründung wir gar noch nicht verstanden haben.

Trotzdem kann ich den Bescheid von der Pflegeversicherung ebensowenig verstehen, wie dazumal Helmut Schmidt als Bundeskanzler seine Gasrechnung. Und Dinge, die man/frau nicht versteht, die machen Angst. „Warum meldet sich die Behörde seit 5 Wochen nicht, wo sie´s doch vorher so dringend hatten?“ – „Warum läßt sich beim neuen Drucker das We-Lan nicht korrekt installieren?“ – „Warum löst sich der Stau plötzlich auf, als wäre nie was gewesen … ?“ …

Gewiss ist mir klar, daß ich deswegen in eine hypertrophierten bürokratischen Diktatur hinein geboren wurde, weil ich selbst mir karmisch die Suppe eingebrockt habe, wahrscheinlich habe ich in Ägypten als Schreiberling von den Landarbeitern verlangt, jedes Reiskorn zu zählen …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

 

 

 

Mundan, Poetry

Mercurius in Waage, Mond im Schützen

Liebe Leserinnen und Leser,

warum die Seele leidet, wenn sie anderen wehtut. In diesem 2500 Jahre alten Kerntext aller philosophischen Literatur von Platon erklärt Sokrates zum Erstaunen seiner zunächst vom Gegenteil überzeugten Mitredner, Kontrahenten und Hörer, die sich im Haus eines reichen Politikers versammelt hatten um einen teuren Weisheitslehrer oder Sophisten, Gorgias, dort beherbergt, nach dem Grund der Weisheit zu fragen. Dessen Argumentation läuft unumwunden auf das Recht des Stärkeren hinaus, außerdem ließe sich mit Worten alles erreichen, wenn sie nur professionell gesetzt sind.

Sokrates hält dagegen: warum die Seele unmöglich Schlechtes tun können wolle, und warum sie sich selbst am meisten schade, wenn sie – gleich ob in Worten oder Taten – etwas Schlechtes tut – und zwar weil – so das grundlegende Argument – sie damit eben nicht das tue, was sie wolle, weil ihr Bestreben es nun mal sei, gut, d.h. im Einklang mit sich selbst zu sein. Davon wird sie aber abgelenkt durch schlechte Taten und auch Gedanken!: sie begibt sich aus ihrer Mitte.

Dabei geht es nich nur um den Inhalt, sondern gerade die Umstände der Rede, die Zynismen, Gefolgschaften und Höflichkeiten machen sie zu einem aufführen Theaterstück, das unseren Theatern etwas Leben einhauchen könnte …

Platon, Gorgias – Zeno.org

Das Einzige, was den vermeintlich aufgeklärten modernen Menschen daran hindert, diesen Text zu lesen und wieder zu lesen, ist ein Mangel des Glaubens an die Götter.

Irgendwann hat sich die Anschauung durchgesetzt, die „Götter“ seien eine Idee der Menschen, ein Konstrukt ihrer Phantasie, die Schrecken der Natur zu verstehen. Diesen natürlichen Kräften hätte man göttliche Motive unterstellt, von denen man erst erlöst wurde, als die moderne Naturwissenschaft aufzeigen konnte, wie alles nach gewissen Gesetzen vor sich ging, die ihre erstaunliche Berechnungsfähigkeit durch technische Umsetzung in die wirkliche Realität unter Beweis stellten: da ist das Smartphone – es „funktioniert“ nach technischen Konstruktionsprinzipien, die gewonnen sind aus dem Gleichnis zwischen Kraft, Gegenkraft und Verwandlung, dem uralten alchemistischen Prinzip, das aller Naturwissenschaft zugrunde liegt.

Gleichzeitig füllen sich die Kinoleinwände mit Mythologien und Geschichten über die Götter, deren Glaubhaftigkeit durch die psychologische und optische Perfektion ihrer Darstellung  zwar vordergründig betont erscheint, deren Simulationscharakter aber gerade durch die Nähe zu seinem „Subjekt“ götterverhüllend ist – und daher nahelegt, wie nah der Götter Erscheinung in Wirklichkeit immer noch ist, denn sonst wäre kein solcher Bannzauber vonnöten – also vor allem durch jene Hollywood-Filme, die sich sehr erfolgreich des Themas „Gott“ als mythologischen Superhero-Transfer angenommen haben die sind Bann-Zauber. Das gilt dann auch für Harry-Potter und so: ganze Generationen wurde damit zur Entrückung aus der Wirklichkeit gebracht: die Simulation des Zaubers hat sie begeistert, sein Wirken im wahren Leben wollen sie nicht wissen.

Sokrates lehnt auch schon die Götter-Mythologeme seiner eigenen Zeit ab: Götter können nur gut sein; alles andere – Geschichten über Götter-Intrigen z.B. – sei – meint Sokrates jedenfalls –  Frevel und dummes Zeug. Hier ist ein Wegbereiter des Weltlogos, des Christus Jesus, eine Art „Johannes der Täufer“ aus Hellas unterwegs.

Dieser Schütze-Mond mit dem Merkur frisch in der Waage: Merkur sucht den Ausgleich, Mond will es erhaben!

Mit freundlichen Grüßen,

Markus