Geschichte, Personen, Poetry, Weltbild

Neptun-Uranus Rezeption

erde-und-neptunFotomontage: NASA

“ … als Le Verrier damals die Bahn des Uranus untersucht hat, hat er auch festgestellt, dass Neptun sich nicht so bewegt, wie es die Gravitationstheorie vorhersagen würde. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass die Theorie falsch war. Sondern nur, dass da etwas war, dass man vorher noch nicht kannte und dessen Einfluss man deswegen auch nicht berücksichtigen konnte. In diesem Fall war das der Planet Neptun. Genau so war es mit der dunklen Materie. Die Astronomen können „sehen“ dass sie da ist – eben weil sie (auch wenn sie nicht leuchtet) gravitativ wirkt. Und diese gravitative Wirkung macht sich in der Bewegung der sichtbaren Sterne bemerkbar.“

So schreibt Dr. Florian Freistetter am 4.12.08 in seinem Sience-Blog. Nun müssen wir anfügen, dass jenes kleine Wörtchen „… war es mit der dunklen Materie …“ nicht zutreffend ist, sondern man forscht diesbezüglich, und abgesehen von einer großen Unwägbarkeit und einer Vermutung gibt es gar nichts. Solche Täuschungen sind jedoch typisch für das astrologische Wirken des Neptun.

Wirklich interessant ist, dass Neptuns Entdeckung aufgrund der Abweichungen von Uranus Umlaufbahn von zwei Mathematikern zeitgleich und unabhängig voneinander vorbereitet wurde. Gesichtet wurde Neptun wohl am 23. November 1846. Da stand er wie heute im Wassermann und pflegte eine Konjunktion zu Saturn, als hätte er den gebraucht, um in die Welt der festen Dinge hineinzukommen. (Wir kennen Neptun also noch keinen Umlauf lang durch den Tierkreis, und werden dies am 3. Mai 2009 zum ersten Mal erleben!) Die beiden Mathematiker, die damals die Vorarbeit zur Sichtung leisteten, hießen Urban Le Verrier, geboren am 11. März 1811 um 10:00 AM in Saint-Lô, Frankreich:

leverrier_l11

le-verrier… und John Coach Adams (geb, 5. Juni 1819 in Leneast, Cornwall, GB). Wir können erkennen, dass Neptun zur Zeit seiner Entdeckung (Wassermann 25.20°) im Haus 10 von Le Verrier stand, und dazu im genauen Quadrat zu Jupiter im 12. Haus im Stier: dem Unendlichen Substanz (Jupiter, Stier, 12) geben, und dabei Wissen und Bewußtsein erweitern, allerdings in Form eines kollektiven Wettstreits. Dabei zeigt sein Geburtsbild, genau wie zur Entdeckung des Planeten Neptun, ebenfalls eine Konjunktion Neptun-Saturn.

Zeitgleiche Entdeckungen sind in der Wissenschaft keine Seltenheit. Das Periodensystem der Chemie selbst wurde 1869 nahezu gleichzeitig und unabhängig voneinander von Dmitri Ivanovitch Mendeleiev, 8. Februar 1834 in Tobolsk, Russland und Julius Lothar von Meyer (19. August 1830, Oldenburg) begründet. Ähnliches wird von der Entdeckung des Aids-Virus berichtet. Luc Montagnier (geboren am 18. August 1932 um 2:00 AM in Chabris, Frankreich) und Robert Gallo (geb. 23. März 1937 in Waterbury, CN) USA entdeckten das Virus zeitgleich.

Der Zusammenhang zwischen allen drei Entdeckungen (Virus, Chemie, Planet selbst) ist astrologisch als Neptun-Zuordnung eindeutig klassifiziert (das Penicillin könnte man auch noch benennen, doch da ist die Geschichte uneindeutig).

Merkwürdig genug sind diese „Zwillingsentdeckungen“, die von rein materiell denkenden naiven Realisten (als Denkrichtung, nicht als Beleidigung gemeint!) dem Zufall zugerechnet werden. Uns Astrologen ist dies – das scheinbar Zufällige – und weit mehr Forschungsmaterie. Interessant und bedeutungsvoll ist auch das Horoskop des Uranus Entdeckers William Herschel, welches ich in unterer Grafik mit seinem Todestag in ein Synastriebild kombiniert habe (zum Vergrößern zwei mal draufklicken):

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William Herschel, geb. am 15. November 1738 in Hannover, gest. am 25 August 1822 Sough

herschel-bild

Abgesehen davon, dass dieses Portrait optisch den Skorpion reinsten Wassers zeigt (Waage-AC scheint mir auch möglich), bietet das Horoskop seines Todeszeitpunkts die gradgenaue Konjunktion von Uranus zu Uranus Radix, eben jenes Planeten, den er entdeckt hat. Herschel wurde genau so alt, wie der von ihm entdeckte Planet Uranus für einen Umlauf braucht. Und auch die Neptun Korrelation zeigt sich im Horoskop, nämlich durch eine Opposition des laufenden Neptun zum Geburtsneptun. Was jedoch nicht verwunderlich ist, weil die beiden Planeten rhythmisch miteinander „tanzen“. Den Krebs-AC habe ich auf die rhythmische Auslösung (nach Döbereiner) seines Uranus erstellt, reine Spekulation, aber doch auch Forschung. Man/frau beachte auch die gradgenaue Mondknoten-Opposition zum Todestag.

Kommen wir zurück auf den Anfang unseres Posts, wo ein Astronom, Dr. Freistetter, versucht, die Neptun-Entdeckung anlog zur „Entdeckung“ der „dunklen Materie“ (Spekulation) zu setzen. Wer so etwas macht, wird dabei – wen wunderts – von Neptun beeinflußt, das bedeutet verwirrt. Denn Neptun ist astrologisch nicht nur Chemie, Viren, der Schleier und positiv der Regenbogen, sondern auch die Täuschung! Mit Herr Dr. Freistetter ist nun freilich nicht gut Kirschen essen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Esoterik zu bekämpfen. Sprechen wir jedoch von „dunkler Materie“, so sprechen wir von geschätzten 95% des gemessenen und gewogenen Universums! Abgesehen davon, dass das wirklich sehr spekulativ ist, müssen wir auch feststellen, dass ein Fehlerquotient von 95% wohl oder übel den kosmologischen Rechnungen zugrunde liegen muss, nach denen eben gerade die Existenz der sogenannten „dunklen Materie“ als Hypthese postuliert wird. Dies freilich kommt Naturwissenschaftlern mit der Hoffnung auf CERN-Ergebnisse nicht mehr selbstkritisch zu Sinn, weshalb sie einen erstaunlich großen Teil ihrer Zeit dem Kampf gegen die „Esoterik“ widmen. Auch glauben Sie, die quantenphysikalischen Messungen schon verstanden zu haben, und lassen sich gern zu einem jovialen Ton herab, wenn sie mitbekommen, dass man nicht in ihrem Sujet promoviert hat. Allein, dass namhafte Vertreter ihres eigenen Faches dies anders sehen, wird verdrängt:

„Viele Physiker hofften, dass die Welt in gewissem Sinne doch klassisch sei – jedenfalls frei von Kuriositäten wie großen Objekten an zwei Orten zugleich, doch solche Hoffnungen werden durch eine Serie neuer Experimente zunichte gemacht“, sagte der dieses Jahr verstorbene Physiker und Nobelpreisträger John Archibald Wheeler.

„Unsere Gedanken, unser Wille, Bewusstsein und Empfindungen weisen Eigenschaften auf, die als Merkmale des Geistigen bezeichnet werden können. Damit sind Intentionalität, Nicht-Lokalität, Nicht-Kopierbarkeit, Nicht-Kommunizierbarkeit usw. gemeint. Der Geist ist also im wahrsten Sinne »nicht zu fassen«. Geistiges lässt keine direkte Wechselwirkung mit den bekannten naturwissenschaftlichen Grundkräften – wie Gravitation, elektromagnetischen Kräften etc. – erkennen. Auf der anderen Seite aber entsprechen diese Eigenschaften des Geistigen haargenau denjenigen Charakteristika, die die äußerst rätselhaften und wunderlichen Erscheinungen der Quantenwelt auszeichnen“,

so schreibt Dr. Christian Hellweg, der praktischerweise Physik und Medizin studiert hat, und vielleicht etwas tiefer blicken kann. Und Dr. Hans-Peter Dürr, der ehemalige Leiter des Max-Planck-Instituts für Physik in München …

“ … vertritt heute die Auffassung, dass der Dualismus kleinster Teilchen nicht auf die subatomare Welt beschränkt, sondern vielmehr allgegenwärtig ist. Mit anderen Worten: Der Dualismus zwischen Körper und Seele ist für ihn ebenso real wie der “Welle-Korpuskel-Dualismus” kleinster Teilchen. Seiner Auffassung nach existiert ein universeller Quantencode, in der die lebende und tote Materie eingebunden ist. Dieser Quantencode soll sich über den gesamten Kosmos erstrecken.“ (Readers Edition)

All diese Dinge sind astrologisch gesehen Neptun-Phänomene: das Nicht-Wissen, ob es sich um Welle oder Teilchen handelt, die Veränderung der Ortsbestimmung von Photonen allein durch Beobachtung, Nicht-Lokalität, ect. Und dass sie so sehr in den Vordergrund rücken, mag der anhaltenden Neptun-Uranus Rezeption geschuldet sein (einer im Zeichen des anderen), die wie eine Durchdringung und Verstärkung wirkt.

Wir können uns darauf vorbereiten, wenn unsere Physiker endlich den objektiven Beweis ihrer Grenzen gefunden (bzw. begriffen) haben werden, ihnen freundlich und interessiert zur Seite zu stehen mit den erstaunlichen und fast unerforschten Tiefen der Astrologie und des Bewußtseins. Wir wissen als Astrologen sogar, wann dies sein wird: wenn „Butter bei die Fische geht“, also 2012 ff., wenn Neptun in die Fische geht!

Personen, Poetry

Rainer Maria Rilke

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4. Dezember 1875 um 23:50 PM in Prag

rilke

Daraus, daß einer dich einmal gewollt hat…

Daraus, daß einer dich einmal gewollt hat,
weiß ich, daß wir dich wollen dürfen.
Wenn wir auch alle Tiefen verwürfen:
wenn ein Gebirge Gold hat
und keiner mehr es ergraben mag,
trägt es einmal der Fluß zutag,
der in die Stille der Steine greift,
der vollen.

Auch wenn wir nicht wollen:
Gott reift.

R.M. Rilke

Dies ist das achte Gedicht aus dem „Buch vom mönchischem Leben“, 1899. Es ist Teil einer Kompilation, die Rilke „Das Stundenbuch“ nannte, und schon dies allein verpflichtet mich, dem großen Dichter zu huldigen. Ich komme etwas zu spät für den Jubilar, aber immer noch steht die Sonne im Schützen, also laut indianischer Astrologie im Zeichen der Eule. Zum Wassermann-Mond sagt Oskar Adler ein paar eulenweise Worte: „Es entsteht so das Bild eines Menschen, der zeitlebens in dem Glauben befangen ist, vor allen anderen ausgezeichnet und etwas danz und gar einmaliges zu sein, aber nicht begreift, um wessentwillen er eigentlich diese Auszeichnung genießt.“ „Mit Mond in Wassermann ist man entweder die unverstandene Frau, oder der verkannte Mann.“ Wenden wir diese Zeilen auf obiges Gedicht an, so begreifen wir schnell, dass einfache Psychologie beim Genie an eine Aussagegrenze stößt. Denn das Unverstandene und Unverständliche, das Einzigartige, das Hervorgehobene ist hier, wie bei allen Rilke Gedichten in Worte gegossen, die es eben doch – dies das tiefe Geheimnis der poetry (um nicht „Poesie“ zu sagen) verständlich ist, und zwar so sehr, dass Rilkes Gedichte gleich denen des nicht minder genialen Hölderlin sogar über kurz oder lang absolut praktische und brauchbare Wegweiser für den einzigen Weg, den es sich zu gehen lohnt, sind: den Weg der Seele zu sich selbst. Sein Wassermann-Mond wird ihn auch an Lou Andreas-Salome gebunden haben (12. Feb. 1861 St. Petersburg), eine Wassermann-Frau mit unendlich offenem Fische-Mond. Lou Albert-Lasard, Skorpion mit wahrscheinlich Schütze-Mond (10. November 1885 in Metz) hatte, wie Rilke, eine Steinbock-Venus. Warum er sich vom Namen Lou angezogen fühlte, hab ich noch nicht rausgefunden. Ob es mit der verstorbenen Schwester zu tun hatte? Dass sich der Dichter in der bohème heimisch fühlte, zeigt uns die Lilith in vierten Haus. Und seine Unstetigkeit bei der Wohnortwahl mag dem Trigon von Uranus und Sonne geschuldet sein. Bei einem Dichter muß ich wohl nicht eigens auf Jupiter und Merkur in Haus 3, dem des Schreibens und der Intelligenz hinweisen?

Personen

Mann mit drei Bindungen

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Nun, was meint ihr? Schwarz als Hintergrund zu deftig? Ich hatte versprochen, von meiner Wassermann-Venus zu schreiben. Voilà! Das liebt die Wassermann-Venus. Das Besondere, das Andere, das Ungezähmte, das Freie! Und wenn sie dies dann genug geliebt hat, dann mag sie wieder lieber das Einfache, Klare, Eindeutige, Gebundene, weil sie doch erkennt, dass Freiheit nur existieren kann in gegenseitigem Halt. Doch diese Erkenntnis ist ihr Kopf-Geburt, sie steht im Geist-Luft-Zeichen.

Das oberste Horoskop zeigt einen Mann, der dreifach gebunden ist: Einmal an seine Ehefrau. Deren Horoskop sieht man hier nicht. Doch die beiden haben lange nichts mehr miteinander zu tun, sind aber verheiratet. Wir sehen seine Mars-Venus Konjunktion im Krebs, dem Familienzeichen. Ein Mutter-gebundener Mensch also. (Und die starb dann leider letztes Jahr.)

Bindung Nummer 1 ist die Ehefrau. Bindung Nummer 2 ist das unterste Horoskop. Dies ist seine Lebensgefährtin. Aber o.k., ich sag schon mal, worauf ich hinauswill: alle drei Horskope haben eine Venus-Mars Konjunktion, wenn auch in unterschiedlichen Zeichen! Denn Bindung Nummer 3, das ist meine Klientin, die ebnfalls Mars-Venus hat, jedoch in der Waage (mittleres Bild).

Solche Bilder lassen sich nicht nach festen Regeln kombinieren, Statistik scheidet da aus. Und doch sieht man sofort das übereinstimmende Muster. Bei den beiden Frauen (mittig und unten) wird dies außerdem durch den Skorpion-Mond bestätigt. Das Horoskop der Ehefrau und das der Mutter kenne ich leider nicht, aber sicher werden die eine Skorpion-Bedingung mitbringen. Alle drei Horskope sind übrigens ohne Geburtszeit, 12:00 ist daher nur eingesetzt und der AC stimmt nicht!

Fotos

Neroli

Nürnberg, 16: 38 – meine ganze Praxis duftet danach. So ein kleines Orangenbäumchen hat es in sich. Den ganzen Sommer durfte es auf dem Balkon stehen und Energie tanken. Als es im Herbst kälter wurde, hab ich´s reingeholt. Da fing es sofort heftig zu blühen an. Die Orangen, die gerade reifen, dienen mir als selbstgezogene Vitamin-C-Gabe den ganzen Februar über. Schmecken am Besten in Fenchelsalat mit Himbeeressig und Olivenöl, geschnitten hauchdünn und in kleinen Scheiben, dazu Knoblauch, Salz, Pfeffer aus der Mühle schwarz. Den Fenchel natürlich frisch und auch in dünnen Scheiben. Wer keine Orangen mag, kann auch Äpfel nehmen. Dazu Käse und Weißbrot und etwas Rotwein: prima!

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Fotos Markus Termin ©

Fotos, Mond

Stier-Mond

Nürnberg 14:25 – Kennt jemand einen Mond im Stier-Menschen? Sie sind in aller Regel ausnehmend lieb und sogar mitunter naiv. Ich halte das für einen absoluten Vorzug!

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Foto Markus Termin ©

Für Mond im Stier Menschen spielt die Familie ein ganz besondere Rolle.

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Auf Wunsch einer Stier-Mond Frau habe ich jetzt ganz schnell die Planeten vergrößert! Also, das wird alles noch viel besser, morgen! Der Mond, gerade noch im Stier, erscheint auf meinem Bild gelblich. Wir wissen, dass der Mond eine der Erde abgewandte Seite hat, die noch niemand, außer den Astronauten der Apollon, als sie den Mond umrundeten, um auf ihm zu landen, je gesehen hat. Irgendwie ist der Mond tief und tröstlich und einsam zugleich. Esoteriker wissen, dass wir alle dorthin gehen und von dort kommen, wenn wir uns der Erde nähern, bevor wir geboren werden. Es gibt die sogenannte „Hermeswaage“, wonach der Mond der Zeugung der Aszendent des Kindes ist. Ich hab´s oft genug nachgeprüft. Und dies ließe sich, bei ausreichend Datenmaterial, mit solch einer durchdringenden Klarheit auch gegenüber allen Astrologie-Skeptikern vertreten, dass sie keine mehr wären. Allein, gesichertes Datenmaterial über Zeugungsvorgänge ist eher selten zu bekommen, es sei denn von Berufs wegen. Oskar Adler findet für Sonne im Schützen und Mond im Stier das Wort „Gesinnungstreue“.

Ereignis

Na also, wer sagt´s denn!

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erfolgreiches-spreichern

Um 20:31 ist es mir heute am 10.12.08, gelungen, endlich einmal die Grafik von meinem wunderbaren Astrolplus-Program hier im Blog zu etablieren. Man kann sie zwar nicht vergrößeren und es gibt kein Aspektarium, aber sie sind mit all den bunten Farben doch gut lesbar, oder? Wobei ich glaube, man kann obiges noch besser erkennen, als das weiße unten. Auf meinem Bildschirm jedoch ist es umgekehrt: da verwirrt mich das blaue Bild mehr, das weiße ist einfach ruhiger! Lao Tse hat einfach Recht: „Schwer zu erlangende Dinge verwirren das Herz.“ Denn nun stehe ich vor dem Dilemma, für die tägliche Arbeit ein neutrales Bild, für den Blog aber das bunte zu brauchen! Ich werde einen Kompromiss finden. Ansonsten kann ich das Programm nur wärmstens empfehlen. Zum einen ist es gut, dass man alles so einfärben kann, wie man mag. Dann ist eine „Zeitnavigation“ integriert, mit der man/frau Tag für Tag und Stunde für Stunde alles biografisch durcharbeiten kann, mit Transiten oder Progressionen, ganz gleich. Die Rhythmenlehre kommt auch nicht zu kurz, obwohl ich dafür ein extra Programm habe, das zur Zeit noch relativ wenig benutzt wird. Alle interessanten Faktoren, Fixsterne, arabische Punkte, ect. sind beliebig integrierbar oder auch desintegrierbar. Denn weniger kann ja bekanntlich mehr sein. In einem einzigen Bild lassen sich Transite und Progressionen auf gegenseitige Aspektbildung untersuchen. Ein Traum.  Nun denn, ich werde die Planetensymbole wohl doch noch ein wenig vergrößern müssen für den Blog. Merkur erscheint oben weiß. So geht´s nicht. Lasst euch einfach die nächsten Tage vom Ergebnis überraschen. Natürlich sollte man die gute alte Technik, ein Horoskop händisch zu erstellen auch ab und an üben, falls mal der Strom ausfällt oder der Traum von der einsamen Insel in Erfüllung geht. Ach: die lustigen dünnen Fadenkreuze sind bei mir natürlich beweglich: Aspektfinder. Einfach toll! Für das Installationshoroskop haben wir ein gradgenaues Trigon zur Spitze des dritten Hauses, auf die es bei solchen Dingen ankommt.

Ich selbst bin die Sonne im Haus der Kreativität mit ziemlich genauem Quadrat zu Uranus in Haus 8, der, betrachten wir es gutwillig, Haus 7 beherrscht. Das passt zu meinem Geburtsbild oben, zum Löwe-Mars in Haus 5. Der Mond steht in 10, eingeschlossen und daher abhängig von Mars. Haus 10 macht ihn wichtig, deshalb gibt´s heute noch ein zweites Post über den Stier-Mond. Ich selbst ziehe natürlich meine Schlüsse aus seiner Stier-Stellung, aber das werde ich nun mal ausnahmsweise nicht verraten. Er hat ein Quadrat zu Neptun und ein Trigon zu Jupiter. Jupiter aber ist Herr des fünften Hauses, in dem ich mich als Sonne selbst aufhalte. Sorgen bereitet mir ein wenig das Quadrat des Mars zu Saturn, weil das erst kommt, und Saturn das Haus der Arbeit beherrscht. Frau Venus hat mal wieder keine Aspekte, außer einem schönen Spiegelpunkt zum Mond im Stier, doch das ist auf jeden Fall tröstlich, wenn das Quadrat Mars-Saturn schon kommt. Auch dazu habe ich eine Idee, die ich aber schon wieder für mich behalte. Ist ja mein Frage-Ereignis.

Länder

Hellas

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Seeschlacht von Navarino, gemalt von Carneray

Für Hellas begann die Revolte gegen die Türken 1821 am 25. März um 12:00 AM, als Germanos, der Metropol des Alten Patras die Fahne der Revolte in seinem Kloster aufzog (Book of World Horoskope). Es ist klar zu erkennen, dass Pluto den Neptun in Konjunktion mit Uranus im Steinbock anspricht, die im Quadrat zur Sonne stehen. Die Sonne im Länderhoroskop ist die Regierung. Der Mond das Volk. Zu erwarten ist demnach, dass Ελλάδα von außen verändert wird, wie 1827 durch die Seeschlacht von Navarino, als Pluto von den Fischen in den Widder gewechselt hatte. Der griechische Wahlspruch „Freiheit oder Tod“ („Ελευθερία ή Θάνατος“ – „Elefthería í thánatos“) erträgt auf die Dauer kein Satrappenregime, dass sich absurderweise immer wieder an die Spitze schwingt. Ob es daran liegt, dass Griechen ihr Privatleben so sehr lieben? Das Land gehört zur Europäischen Gemeinschaft und hat prozentual den höchsten Anteil an Akademikern in Europa. Leider sind die AkademikerInnnen arbeitslos, jedenfalls viele von Ihnen. Uranus, der Revolutionär selbst, steht über der Venus in Haus 9. Haus der Fernreisen in Fische: passt für´s griechische Inselstaatentum. Und Philosophie, logisch, ἐν ἀρχῇ ἦν ὁ Λόγος. Doch Venus ist Herrin von 11 und 4, also dem Haus der freien Gesellschaft und dem Haus der Familie. Dass sich da etwas wandeln muß, ist klar. Ich hatte vor Jahren mal das Vergnügen von einer Taxifahrerin in der Nähe von Kavalla zum Flughafen koutschiert zu werden. Sie lebte im Winter alleinerziehend mit zwei Kindern in Hannover und fuhr im Sommer das Taxi. Von ihrer Familie in Griechenland kann sie keine Unterstützung erwarten: sie hat ja keinen Mann. Dies ist kein Einzelfall. Wenn ich trotzdem den Verdacht habe, dass bei den gegenwärtigen Unruhen irgendjemand von außen mithilft – ein Verdacht, den vielleicht auch die „konservative“ Regierung hat (irgendwo muß ja eine Heimstadt für ehemailge Chunta-Leute geschaffen werden), so liegt es am Pluto im Steinbock, der bereits das Haus 7 tangiert, weit entfernt zwar, aber doch. Saturn in drei blockiert die Kommunikation. Jupiter in 7 meint es wieder gut mit dem Land. Mir fällt zu Griechenland auf, dass die Ereignisse periodisch kommen, und immer von besonderer Tiefe sind: EM 2004, Fährunglücke, Absturz jener Maschine über Athen, zuletzt brutale Waldbrände. Vielleicht wird´s besser, wenn Saturn aus dem ersten Quadranten rückt?

Gewalt bei Beerdigung in Athen: „Wir werden Dich nie vergessen“ – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik

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Der Eid im Kloster Agia Lavra am 25. März 1821


Fotos, Fragen, Geschichte, Mond, Personen, Weltbild

Widder-Mond

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Foto Markus Termin © 08.12.08 0:25 NBG

Nürnberg 21:17 – untere Horoskope zeige ich ausnahmsweise nicht, um einen besonderen „Fall“ zu besprechen, sondern wegen der Übereinstimmung von Mond und Aszendent. Schon öfter habe ich hier erwähnt, wie bei der überwiegenden Mehrzahl meiner KlientInnen mindestens eine deutliche Übereinstimmung zwischen Geburtshoroskop und dem Zeitpunkt der Kontaktaufnahme zu beobachten ist. Sehr häufig (80%) ist es der eigene Aszendent. Wir sehen oben das Geburtsbild der Klientin, unten den Zeitpunkt ihres Anrufes, das sogenannte Stundenhoroskop. Die in diesem Fall vorliegende, doppelte Übereinstimmung, Mond und Aszendent, bestätigt denn auch den knappen Krebs-AC der Klientin.

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Ich kann noch verraten, dass es sich um eine Haus 5 Frage handelte, und Venus war gerade dabei, das Zeichen zu wechseln. Schon jetzt steht sie auf 1° Wassermann (dazu die Tage mehr, ich bin da Spezialist!).

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Foto Markus Termin © 08.12.08 16:26 NBG

Eine wirklich geniale Beschreibung zu Mond im Widder findet sich bei Randolf Schäfer. „Verweilen“ Mond im Widder-Menschen „in Passivität, meldet sich im Inneren eine bewertende Instanz, die ständig beobachtet, was sie jetzt gerade tun, und ob dies mit ihrem aktiven Persönlichkeitsempfinden konform geht. Das bedeutet, dass sie in Phasen der Erschöpfung sich selbst nicht annehmen können und sich unwert empfinden.“ … „denn sehr schnell kann es geschehen, dass sie sich energetisch vollkommen überfordern.“ Sie sind in ihrem Muster einsam, und es scheint ihnen, als würden sie gegen die ganze Welt antreten.“ Oskar Adler schreibt ausnahmsweise einfach und deutlich: „Sich nichts gefallen lassen, unter allen Umständen lieber Hammer als Amboß zu sein, ist der Lebensgrundsatz den der Mond im Widder vertritt.“ Der dritte Gewährsmann, Michael Roscher, spricht vom „auffälligen Bemühen, der Nativen, der Umwelt gegenüber keine Schwäche preiszugeben“, so wie von einem „ständig erhöhten Adrenalinspiegel.“ Daraus resultiert für Schäfer und Roscher eine erhöhte Neigung zum psychosomatisieren von Konflikten. Oftmals der einzige Ausweg, wenn die Gefühle im Dampfdrucktopf stecken. Freilich kommt es dann noch auf die Sonne und alle anderen Planeten an.


Fotos, Fragen

Große Reise

Nürnberg 17:48 – es gibt Menschen, die haben eine große Sehnsucht nach dem Aufbruch in fremde Länder. Bei denen schauen sich Astrologen gern das 9. Haus an.

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Bearbeitung M. Termin

Haus 9. steht für Ausland, Reisen (besonders mit dem Schiff) und allgemein Bewußtseinserweiterung. Die Alten sprachen vom „Haus Gottes“. Auch die Veröffentlichungsmöglichkeiten von Büchern sind durchs Haus 9 gegeben. Horoskope von Schriftstellern zeigen sehr oft eine Haus 9 Betonung (Achse 3/9), bei den meisten Universitätsprofessoren findet man gern ein Schwergewicht, also Jupiter mit Mond z.B. in Haus 9. Haus 9 ist das letzte Haus des „sozialen“ Quadranten. Dieser beschreibt allgemein die Dinge, die uns von anderen entgegenkommen. So zieht z.B. ein Waage-AC die Widder Energie magisch an, ob er will, oder nicht (und meist will sie/er nicht). Dennoch ist es gut, einen Partner aus dem entgegengesetzten Bereich zum eigenen AC zu haben, weil wir so – Seite an Seite – Vollständigkeit gewinnen. Haus 8 bringt die Energie des Hauses 7 zur Verwandlung in die „Unterwelt“. Haus 9 zieht daraus Schlüsse und macht eine Weisheit zur Lehre. Die natürliche Affinität ist die des Zeichens Schütze.

ausland

Oberes Horoskop behandelt die Frage, ob die fragende Person wohl im Ausland mit einem Laden für Häkelmoden erfolgreich sein könnte. Die Venus, Herrin von Haus 1, steht in 10: das Horoskop gibt die Frage wieder. Merkur, Herr von 2 – also dem Einkommenshaus der Fragenden – steht jedoch im Haus 8: andere würden von ihrem Einkommen profitieren. Interessant ist der gerade ins Haus 9 zurückgefallene Jupiter, der Merkurs Dispositor ist. Einmal, weil er ziemlich nahe am MC steht, und dann, weil er doch eine Tendenz zu Haus 9 hat, dem Reisehaus, und somit die Frage doppelt spiegelt.

Was sagt der Mond? Er steht in 12: die Fragende glaubt nicht an das Gelingen ihres Vorhabens. Mond ist im Widder, was ihrem Sonnenzeichen entspricht.

Wenn wir das Horoskop drehen, steht Mond in Haus 6 von Haus 7 aus. Ich will gestehen, Haus 7 bin in dem Fall ich. Mein Auslandshaus ist also das Krebs-Haus, und es hängt definitiv von dem ab, was ich arbeite (Mond in Haus 6).

Venus wird das Zeichen demnächst wechseln: also, wie auch immer die Frage beantwortet wird, es kommen sehr bald neue Perspektiven zum Vorschein. Und der Mond – das ist gut – hat ein Trigon zur Sonne und eines zu Mars, und Mars bin ich selbst.

Fazit: es kann durchaus was werden, vor allem wegen der Nähe von Venus zum MC. Aber es kommt noch was dazu, was der Mond einbringt, wenn er einen Aspekt mit der Sonne und dem überhitzten Mars bildet …