Der heilige Tierkreis

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist nicht ganz klar, wie alt genau der Tierkreis ist, schon in der Höhle von Lascaux finden sich Anspielungen auf die Reihenfolge, und wie alt die Zeichnungen dort sind – ob wirklich voratlantisch – die naturwissenschaftlich gebräuchliche Methode des mutamaßlich gleichmäßigen Zerfalls irgendeines Atoms oder Moleküls steht und fällt mit ihrer naturgemäß schwer nachweisbaren Grundannahme der Gleichmäßigkeit. Die Erdschichten lassen eher auf plötzliche, oder weitgehend plötzliche Wandel schließen. Die Tierkreiszeichen sind uns aus dem alten Babylon hauptsächlich (aber auch literarisch) in Form von Bildern überliefert, Herz zu Ohr:

Für diesen Marduk, der mit Jupiters Spähre verbunden gedacht wurde und zu Recht als Herr des Uhrwerks dargestellt ist, findet das aktuelle Wiki den Namen nicht mehr astrologisch zugeordnet: so tief geht schon die laufende Tilgung alten Wissens.

IMG_5121Foto Termin ©

Dass Herz und Ohr verschmelzen, ist ein bemerkenswertes Detail – oder sieht jemand anderes? – wie dem auch immer sei, kristallisierte sich letztlich ein Tierkreis heraus, von dem wir wissen, dass er: wegen des Kreiselns der Erdachse und/oder anderer Bewegungen, die die Erde – allverbunden mit dem Kosmos – auch noch macht – permanent in Bewegung ist. Und gerade diese Tatsache machte es notwendig, um überhaupt irgendwas festhalten zu können, den Tierkreis um Christi Geburt so richtig auszukristallisieren. Das Bedeutet natürlich nicht, dass vorher nicht die Kräfte vorhanden waren, die dem Tierkreis entsprechen – nur hatten sie eben vielleicht noch nicht ganz zu dieser Ordnung gefunden: (noch ist die Erinnerung ans Drachenvolk wach, so tief geht unsere Seele mindestens …).

Der alles verbindende Punkt ist die Tag/Nachtgleiche und hier vorzugsweise – wir sind auf der Nordhalbkugel – 0-Grad Widder. Das ist der von allen akzeptierte Punkt des Beginns, auch diejenigen, die einen anderen Tierkreis wollen, brauchen diesen absoluten Bezugspunkt, von dem aus sie dann quasi loswandern können, auf eine Art den Himmel zu vermessen, wie sie das wichtig finden. Nur eben ohne 0-Grad Widder fehlte der Maßstab. Das leuchtet doch ein? Wenn wir etwas messen wollen, dann brauchen wir einen Maßstab oder etwas dem entsprechendes – neuerdings misst der Maurer routiniert mit Laser – aber auch das bleibt ein Maßstab. Um einen Maßstab zu gewinnen, benötigt man mindestens 2 nichtidentische Markierungen/Punkte – wenn nur gedacht – die dazwischen liegende Strecke ergänzt das System automatisch zur 3 – und diese „Markierungen“ – unsere große Weltenuhr – gewinnen wir an den Tagen, da Tag/Nacht gleich sind, wie uns der Schatten unserer Uhr anzeigt.

Das sogenannte tropische System nimmt diesen Anfang, nennt ihn Widder und lässt die dahinterliegende „Sternenleinwand“ weiterwandern, um 1 ganzes Grad in 72 Jahren, um 360 Grad in ca. 25 700 Jahren. Das hat den Vorteil, einen Zeit-unabhängigen Maßstab zu haben, denn auch, wenn die Erde ihren Tanz mit der Sonne jährlich in nur 360 Tagen leisten würde, wie es wahrscheinlich vor Abspaltung des Mondes war (alte Systeme der Maya legen das nahe) es nutzbare Maßpunkte für die Tag/Nachgleiche gäbe. Aber natürlich nur dann, wenn der Maßstab selbst erhalten bleibt. Wenn er sich mitdreht – wie in der Relativitätstheorie (oder, wie die Sideriker es wollen) – was ja gerade ihre logisch/kategorielle „Sünde“ ist – ist es vorbei mit dem Maßstab, da biegt er sich wie bei Mickey Mouse und kann nichts mehr messen.

Die sogenannten Sideriker hängen sehr am Sternenhimmel und betrachten ihn als ihre eigentliche Heimat. Man hat dort Einteilungen gefunden, von denen manche leicht zu finden und jedem bekannt sind – gr. Wagen – Zwillinge vielleicht – andere für den nicht Himmelskundigen erst konstruiert werden müssen, um die Verbindung zu finden, die mit den nach den Jahreszeiten geformten Tierkreiszeichen benannt sind. Von der moderne Astronomie – deren Behauptungen niemals ungeprüft übernommen werden sollten – wird gesagt, dass sich diese „Konstellationen“ im wahrsten Sinn des Wortes über längere Zeiträume ebenfalls ändern. Die also scheinbar fixen Zeichen in sich ebenfalls – genau genommen – in Bewegung wären.

Bei Aufzählung sovieler Gründe, insbesondere eingedenk der normativen Maßstäblichkeit von 0-Grad Widder, tropisch für alle Systeme, auch für die Astronomie, sollte es doch möglich und einfach sein, die Wahrheit der Maßstäblichkeit zu akzeptieren und dennoch weiter die Sterne zu beobachten, wenn es beliebt?

Wenn das angenommene Alter der Zeichnungen in Lascaux stimmt, dann hat dieser Anfang schon mehr als eine Reise a 25 700 Jahren hinter sich – was ihn um so wertvoller macht.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

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