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Neumond in Nürnberg
Waage-Neumond
wer bislang das geheime ästhetische Prinzip dieses Blogs (so geheim, daß es sich vor mir selbst verborgen hält – aber nur kurz) noch nicht verstanden hat, braucht nur diesen Bildern zu folgen. Der Igel ist ja ein Mond/Mars Tier (ein Sextil davon begibt sich nach dem heute erwarteten Waage-Neumond) – – : und seiner hellenischen Endung nach ein „Ross“ – σκαντζόχοιρος was niemanden wundert, wenn man ihn nur einmal wehrhaft schnauben hört … und eigentlich das Wappentier der GRÜNEN.
Wie können aber die GRÜNEN wiederauferstehen? Natürlich, sie müssen sich auf ihre „Kernthemen“ besinnen. Es kommt einfach nicht so gut, wenn frau/man mit dem Kleinwagen zur Arbeit und der Limousine in den Süden fährt, und dann grün wählt. Genial hat der Machtinstinkt der Physikerin das Ende des Atomzeitalters eingeläutet. Historische Ungerechtigkeit, daß nicht Flaschensammler-Trittin den Fukushima-Bonus (perverse Metapher, sorry) „ernten“ konnte. Nun ist die grüne Partei im Prinzip obsolet, zumal sie es nicht verstanden hat, zu erklären und vorzuleben, was Freiheit jenseits der Steuererklärung (und vor allem: in Europa!) zu bedeuten hat: und die großen und wichtigen Ziele – autofreie Städte beispielsweise – werden presseseits als Realo/Fundi-Flügel spät Raff-anlaytisch im Geiste der good old Bundesrepublik als Eticket verbraucht, bevor ein Nach-Denken überhaupt greifen kann.
Wassermann & Schütze-Mond Toni Hofreiter mit Pluto noch in der Jungfrau, aber Uranus bereits in der Waage, sowie Neptun im Schützen hat den Jesus-Touch und den Bierbauch, um die Grünen etwas über 5 % (Alkoholgehalt?) zu halten. Mit seiner weiten Jupiter-Saturn Opposition symbolisiert er die Gespaltenheit der Partei.
Ich empfehle den Grünen die Übernahme liberaler Prinzipien: das ist kein Widerspruch zu einigen ziemlich wurzelhaften Ideen, die viel verbessern könnten, beispielsweise in der sogenannten Flüchtlingspolitik oder der sogenannten Drogenpolitik …
Erneuert auch gefälligst. Radikalisiert euch im wahrsten Wortsinn gefälligst ein bischen. Nehmt vernünftige Piraten mit an Bord, lest sie vom Floß ab! Igel sind Raubtiere, hat mich mein Sohn heute belehrt: wälzen sie doch kaltblütig ihre Stachel über die Opfer, die ins „Beuteschema“ passen. Wir finden sie trotzdem süß.
Mit freundlichen Grüßen,
Markus
Mauerblümchen
Peter Sloterdijk – „fast, wie eine Priesterweihe“
26.06.1947 Karlsruhe, unbekannte Zeit
Liebe Leserinnen und Leser,
ohne Zweifel aktuell der schärfste Denker der Zivilisation! Mit „Kritik der zynischen Vernunft“, einer Kant-Anspielung (dort heißt es bekanntlich: „Kritik der reinen Vernunft“) ins Bewußtsein der letzten, hellenisch/römisch gebildeten 68-ger oder 78-ger Generation getreten, begleitet uns dieses Genie deutscher Sprache schon lange mit seiner spitzen Zunge – Venus/Uranus in den Zwillingen – Saturn im Löwen ist dieser alte König in seinem Großkatzengesicht-Gesicht, das er mit diesem D’Artagnan-Bart krönt. Ich teile seine Meinung nicht immer oder oft, aber einen unterhaltsameren Großdenker gibt es kaum. Lang lebe er! Mars im Stier ringt mit Jupiter im Skorpion (rückläufig) – ein Aspekt, der unkreativ scheinbar nicht gelebt werden kann … Mars ist auf den Wert aus und Jupiter auf die Durchdringung als Triumph, jenseits des Wertes. Er macht das meisterlich. Und die zwei Finger folgen dem Waage-Mond, nicht?!
Markus
Über die Zuordnung der Eltern im Horoskop – Nachrichten aus der Praxis
Liebe Leserinnen und Leser,
die leiblichen Eltern sind immer im Horoskop zu finden. Es ist faszinierend, den Grad der Ähnlichkeit zu erkennen. Immer ist er deutlich als klare Spur einer Planetenschrift zu gewahren, die Beziehungen auf den ersten Blick – etwas Erfahrung und klare Sicht vorausgesetzt – offenkundig macht. Nehmen wir an, ein glückliches Paar hat drei Kinder, Gott segne sie! In allen drei Kinderhoroskopen sind Mutter und Vater in Bildern der Kinder gespiegelt, aber nie sind sie gleich, sondern immer um eindeutige Varianten verschieden. Die Ähnlichkeit ist trotzdem – und das ist vielleicht der Zauber – eindeutig.
Würde nun jemand diese Aussagen an einem wissenschaftlichen Prüfstein reiben, so würde er ohne Zweifel auf pures Gold stoßen. Paul Feyerabend, im Steinbock geboren, ist hier der methodologische Wegweiser – die Methode der Astrologie ist auch im wissenschaftlichen Sinn – entgegen allem Bocksgesang – exakt: nur ist sie nicht platt und dumm.
Wenn man/frau das einmal akzeptiert, fällt es wie Schuppen von den Augen: in allen drei Kinderhoroskopen spiegelt sich die Mutter deutlich und mit genau den Aufgaben, die anstehen. Das Kind hat denselben Mond, wie die Mutter? Volltreffer. Die Schwester hat den Mond in Opposition zum Muttermond, aber dafür die Sonne im selben Zeichen und im Trigon zum Mond des Vaters?: auch direkt ins wahrhaftige Ziel getroffen. Der Bruder hat Jupiter dort, wo Mutters Sonne steht? – und dafür Mars in Opposition? – – : AstrologInnen sehen das Muster.
Und sehen, wie später in der Liebe für genau diese Muster Lösungen in der Begegnung gesucht werden, für die wir leben.
Mit freundlichen Grüßen,
Markus
Blaue Blume
Die blaue Blume
Ich suche die blaue Blume,
Ich suche und finde sie nie,
Mir träumt, dass in der Blume
Mein gutes Glück mir blüh.
Ich wandre mit meiner Harfe
Durch Länder, Städt und Au’n,
Ob nirgends in der Runde
Die blaue Blume zu schaun.
Ich wandre schon seit lange,
Hab lang gehofft, vertraut,
Doch ach, noch nirgends hab ich
Die blaue Blum geschaut.
(1818)
„Berauscht von Entzücken und doch jedes Eindrucks bewusst, schwamm er gemach dem leuchtenden Strome nach, der aus dem Becken in den Felsen hineinfloss. Eine Art von süßem Schlummer befiel ihn, in welchem er unbeschreibliche Begebenheiten träumte und woraus ihn eine andere Erleuchtung weckte. Er fand sich auf einem weichen Rasen am Rande einer Quelle, die in die Luft hinausquoll und sich darin zu verzehren schien. Dunkelblaue Felsen mit bunten Adern erhoben sich in einiger Entfernung; das Tageslicht, das ihn umgab, war heller und milder als das gewöhnliche, der Himmel war schwarzblau und völlig rein. Was ihn aber mit voller Macht anzog, war eine hohe lichtblaue Blume, die zunächst an der Quelle stand und ihn mit ihren breiten, glänzenden Blättern berührte. Rund um sie her standen unzählige Blumen von allen Farben, und der köstliche Geruch erfüllte die Luft. Er sah nichts als die blaue Blume und betrachtete sie lange mit unnennbarer Zärtlichkeit. Endlich wollte er sich ihr nähern, als sie auf einmal sich zu bewegen und zu verändern anfing; die Blätter wurden glänzender und schmiegten sich an den wachsenden Stängel, die Blume neigte sich nach ihm zu, und die Blütenblätter zeigten einen blauen ausgebreiteten Kragen, in welchem ein zartes Gesicht schwebte. Sein süßes Staunen wuchs mit der sonderbaren Verwandlung, als ihn plötzlich die Stimme seiner Mutter weckte und er sich in der elterlichen Stube fand, die schon die Morgensonne vergoldete. Er war zu entzückt, um unwillig über diese Störung zu sein; vielmehr bot er seiner Mutter freundlich guten Morgen und erwiderte ihre herzliche Umarmung.“
Aus Novalis: „Heinrich von Ofterdingen“.
Mitten in der Stadt
dieses Bild entstand heute mitten in der Stadt, genauer: zwischen dem Konvent von ineinander verwachsenen Siedlungen, die sich früher Nürnberg und Fürth nannten. Drumherum tobt der Autoverkehr der Ringe: in der Mitte des Herzens kann es recht still sein: Spechte, Eichelhäher, Enten, Zaunkönige, unzählige Wacholderdrosseln bestätigen die Stille nur. Dann und wann springt ein Fisch. Die Blätter der Bäume atmen den Atem des Gottes. Fluß gurgelt glücklich. Venus bildet ein Trigon zu Jupiter.
Mit freundlichen Grüßen,
Markus
Erich Fromm
23.03.1900 19:30 Frankfurt a.M.
Liebe Leserinnen und Leser,
dieser Waage-Aszendent mit der Venus im Stier, Widder-Sonne und leider verletztem Schütze-Mond fand die richtig ausgleichenden Worte für unser Grundproblem: „Haben oder Sein“:
„Haben“ ist für das Deutschland-Horoskop die Sonne, die das 2. Haus – den Löwen regiert. Für Erich Fromm, den Waage-Aszendenten, ist „Haben“ der Pluto, der passend in den Zwillingen steht, im 9. Haus, dem Haus der Veröffentlichung.
Das Deutschland-Horoskop zeigt die Befreiung durch Uranus direktläufig Spitze Haus 10 an: Ende Februar 2014. Vorher aber – noch 2013 – geht Saturn über Pluto des Deutschland-Charts und schränkt die magische (Skorpion) Macht Deutschlands ein. Welches schlummert wegen Jupiter Haus 12 sowieso. Und dennoch kommt das ja, wie ihr seht, im Unschwung zu Tage bald mit Jupiter, der das Sonnen-Maximum regiert, das wir zur Zeit haben:
Gibt es ein zweites Sonnenmaximum 2014?
Dies alles aber nicht heut grad; denn grad heut ist Venus auf Pluto des Deutschland-Horoskops: man gestatte sich die umwälzende Vision …
Innen Deutschland 03.10.1990 00:00 Berlin, außen Transite 25.09.2013 20:35 Nürnberg
„Offenbar trifft immer noch zu, was der Sozialpsychologe Erich Fromm vor vielen Jahrzehnten bereits festgestellt hatte: „Unsere Kultur hat die Tendenz, Menschen hervorzubringen, die keinen Mut mehr haben und die es nicht wagen, auf eine anregende und intensive Weise zu leben.“
Gastbeitrag von Gerhart Baum (28.10.1932) : Ich will, dass wir beißen können – Feuilleton – FAZ
Mit freundlichen Grüßen,
Markus
Sonne und Merkur in Waage
Liebe Leserinnen und Leser,
„In Waage geschieht es“, schreibt Dane Rudhyar, „daß Löwe mit seiner Eingewilligkeit und Jungfrau mit ihrer Selbstkritik miteinander ausgesöhnt werden und beide sich bezwingen, indem sie ihr selbst der Menschheit weihen.“
„Die drei Phasen zwischen Herbst-Tagundnachtgleiche und Wintersonnenwende verlaufen parallel zu der in den Tierkreiszeichen Widder, Stier und Zwillinge symbolisierten Entwicklung, doch handelt es sich hier nicht mehr um den Aufbau der Personalität, sondern um das Wachstum der Gesellschaft. Gesellschaftsbildende Kräfte mit stets wachsendem Auftrieb steigen hoch. Individuen, die noch einzeln sind, werden von ihrer Flut weggeschwemmt.“
Venus im Skorpion geht ins Trigon zu Jupiter im Krebs, am 26. September, zeitgleich fast zum Venus/Mars Quadrat am 28. September. Das bedeutet doppelte und dreifache Kraft aus den Wasserzeichen – die traditionellerweise mit dem Gefühlskörper verbunden sind. Nur eben Mars, der Sieger, stellt sich dazu, wie ein Haltezeichen an einer Kreuzung.
Haben wir nun das Patt? Dadurch, daß alle Noch-Oppositionsparteien bis auf die Linken mehr oder minder eine Koalition gegenseitig ausgeschließen, kann die knappe Mehrheit links von schwarz sich nicht durchsetzten. Dazu kommt freilich das schweigende Gewicht der an der 5 % Hürde Gescheiterten, was dazu führt, daß ca. 10 % rechts denkende ca. 3 % links denkenden WählerInnen gegenüberstehen, die im Parlament unvertreten bleiben – (was nichts mit den Nichtwählern zu tun hat) – die aber doch den Wunsch nach Neuwahlen dämpfen dürften, die die Alternative für Deutschland vielleicht doch noch rein brächte und damit alles durcheinander.
Die einzige Partei, die sich zu Recht profilieren könnte, währen die Grünen, denn die haben ein Anliegen an das man sie erinnern muss: Ökologie und Ökonomie in Übereinstimmung zu bringen. Das wäre mit Merkel machbar und brächte auch den Hauptgewinn: hier trügen bei Erfolg nicht die Schwarzen, sondern die Grünen den Wählerrespekt davon; nicht, wie einst, bei der großen Koalition – sie eroberten sich gleichsam ihr Urthema zurück. Um so wichtiger ist es, wie nachhaltig die Grünen nun moralisch belastet sind, so daß es eines Personalwechsels bedürfte, einer Reinigung um mindestens Trittin, den Krebs-Löwen selber, der doch eigentlich Außenminister in einem rot-grünen Bündnis werden wollte.
Wir sehen also, wie sich in schwierigsten Verhandlungen das Mars/Venus Quadrat über die nächsten Wochen ziehen wird. Gut so – man/frau wird wieder mal ein bischen denken müssen.
Welche Themen haben wir eigentlich? Was wollen wir eigentlich? Mit wem?
Dann, in der Mitte der Legislaturperiode, könnten die Grünen Königinnen-Mörder spielen, indem sie sich der inzwischen geläuterten rot-roten Opposition zuwendeten, die zwei Jahre Zeit hatten, gemeinsame Positionen zu entwickeln und damit auch noch den Teil ihrer Seele verwirklichen, der ein soziales Gewissen hat: z.B.: das Hartz 4 Verbrechen sinnvoll korrigieren.
Auf eine entschiedenen Reduktion der Waffenexporte wird man sich mit den Linken einigen können, und vielleicht ein paar andere Themen mehr.
Dies freilich, wenn Kanzlerin Merkel nach dem dritten Griechenland-Packet in ihrer europapolitischen Konzeptlosigkeit unbeliebt wird – eventuell, weil sich am Horizont Kosten drohen.
Mit freundlichen Grüßen,
Markus













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