Fotos, Personen, Weltbild

Weltzeit und Sein

img_30302Foto Markus Termin ©

Alfred Nobel wurde am 21. Oktober 1833 um 6:40 AM in Stockholm geboren.

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Bekannt ist dieser Mann vor allem durch den Nobel-Preis, der wohl zu den anerkanntesten Auszeichnungen der Welt gehört, und den Ruf unbestechlicher Neutralität genießt. Weniger bekannt ist er für die Erfindung des Dynamits, einer Weiterentwicklung des sehr schwer handhabbaren Nitroglycerins (entdeckt 1847 von Ascanio Sobrero). Das Mars-Neptun Quadrat in seinem Horoskop mag dieses Patent befördert haben, zumal, wenn man bedenkt, dass sein jüngerer Bruder bei einem Unglück mit diesem Stoff in der Produktion ums Leben kam, und Neptun auch im Haus der Geschwister steht. Pluto im Macher-Haus 6 kann auch kein Hinderungsgrund gewesen sein!

Wer die Diskussion um die Einführung des Krebs-Impfstoffes gegen zwei von 16 bekannten Pappiloma-Viren (HPV) verfogt hat, wird auch mitgekommen haben, dass es Wissenschaftler gibt, die sich gegen die massenhafte Impfung junger Mädchen wehren, die mit einem in ihren Augen beispiellosen Public-Relations-Aufwand durch die Herstellerfirma des Impfstoffs durchgezogen wurde. Nicht nur, dass man seitens der kritischen Wissenschaftler deren Nutzen in Frage stellt, es wird auch davon gesprochen,  dies sei eigentlich ein Experiment an der Bevölkerung auf Krankenkassenkosten. Insgesamt wäre die Wirkung der Impfung zweifelhaft, zusätzlich schreckten zwei Todesfälle – gesunde junge Frauen starben wenige Tage nach der Impfung – die Bevölkerung auf. Nun kristallisiert sich mehr und mehr heraus, dass es eine Verbindung gab zwischen der Verleihung des Nobelpreises für Medizin an den Entdecker der Papilloma-Viren (der dies vor dreißig Jahren erreicht hat) und der Verleihung des Medizin-Nobelpreises an Professor Harald zur Hausen:

AstraZeneca row as corruption claims engulf Nobel prize – Times Online

Mißtrauisch gemacht hat vor allem die parallele Einführung des Impfstoffes und die Verleihung des Nobelpreises für eben die Entdeckung desselben, während doch der Nutzen dieser Impfung bislang nur völlig unzureichend nachgewiesen ist, und durchaus bezweifelt werden kann. Nach wie vor ist es nicht statthaft, hier von Korruption als gesichertem Tatbestand zu sprechen, oder gar Herrn zur Hausen dafür verantwortlich zu machen. Doch die Zusammenballung von Lobby-Arbeit, die Kostspieligkeit der Markteinführung und auch die Gewohnheit von Verantwortlichen, sich einfach die Aussagen der Herstellerfirma zu eigen zu machen, wenn es gilt, den Impfstoff zu beurteilen, sind an sich schon beängstigend.

Ein weiteres Thema aus den relativ aktuellen Nachrichten betrifft Weltsicht und Astrologie:

Uhr der Welt wird neu gestellt – Der späte Sieg eines Anarchisten? – Wissen – sueddeutsche.de

Im Grunde genommen geht es „nur“ um die Frage einer exakten Zeitmessung. Dies ist sicherlich bedeutend im Bereich der kleinsten Zeiteinheiten, die ja gern als Beweis für das unumschränkte „Funktionieren“ der Relativitätstheorien herhalten müssen, Stichwort „GPS“ – näturlich kann, wenn immer wieder Schaltsekunden dazwischengelegt werden müssen, von der gewünschten und behaupteten Exaktheit im Nanosekundenbereich, um den es geht, wenn von Beweisen gesprochen wird,  gar keine Rede sein, sondern wohl eher von ständigem Korrigieren und Nachjustieren, wie das ja auch wirklich der Fall ist. Dies aber wird seitens der gipfelstürmerischen Naturwissenschaft gern verschwiegen, wer spuckt sich schon gern in die eigene Suppe? Wenn nun angeregt wird, die Zeitmessung der Welt von der Sonne zu lösen, und sie stattdessen synchron zu atomaren Zerfallsprozessen zu messen, dann mag der Unterschied in der Sache gering sein, dem Wesen nach ist dies eine Wende vom Erhabenen – dem Blick zur Sonne – zum Destruktiven. Ein Unterschied in der Qualität selbst. Die Sonne, Kraft und Quelle des Lebens, wird aus dem Zentrum des Seidenden verbannt, um stattdessen einen Zerfallsprozess zur Norm aller Differenz zu machen.

Es fällt nicht schwer, hinter beiden Beispielen – der „Konfektionierung“ von Menschen als quasi Gebrauchsgegenstand einer flächendeckenden Experimentalmedizin einerseits, und anderesseits dem sicherlich bald erfolgreichen Versuch, die Sonne aus dem Zentrum der Wirklichkeitsorietierung zu verbannen – einen werkenden Un-Geist zu erkennen, dessen Bestreben es ist, das Wesen des Seins selbst zu verhüllen, als wären Nutzen und Verwendbarkeit selbst bereits des Lebens Sinn. In anderen Disziplinen geht man unverschämt – im wahrsten Wortsinn – so weit, den Sinn selbst als Produkt neurologischer Verknüpfungen aufzufassen.

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„Denken“, schreibt Martin Heidegger, der auch im Zeichen der Waage geboren wurde (26 September 1889  11:30 in Messkirch), „ist die Achtsamkeit auf das Wesenhafte. In ihr besteht das „wesentliche Wissen“ . Was man gewöhnlich „Wissen“ nennt, ist das Sichauskennen in einer Sache und ihren Sachverhalten. Kraft dieser Kenntnisse „meistern“ wir Sachen. Dieses meisternde „Wissen“ geht auf das jeweils Seiende, seine Einrichtung und Nutzung. Solches „Wissen“ bemächtigt sich des Seienden, „beherrscht“ es und ist dadurch darüber hinaus und überholt es so ständig. Ganz anderer Art ist das „wesentliche Wissen“. Es geht auf das, was das Seiende in seinem Grunde ist – auf das Sein. Das wesentliche „Wissen“ meistert nicht das von ihm zu Wissende, sondern wird von diesem angegangen. Alle „Wissenschaft“ z.B., aber auch anderes, ist eine kenntnismäßige Meisterung, ein Übertrumpfen und ein Überholen, wenn nicht gar ein Überrennen des Seienden. Das alles vollzieht sich in der Weise der Vergegenständlichung. Das „wesentliche Wissen“ dagegen,  die Achtsamkeit, ist das Zurücktreten vor dem Sein. Bei diesem Zurücktreten sehen wir und vernehmen wir wesentlich mehr, nämlich ganz anderes als bei dem merkwürdigen Vorgehen der neuzeitlichen Wissenschaft, das immer ein technischer Angriff auf das Seiende und ein Eingriff ist zu Zwecken der handelnden, „schaffenden“, geschäftigen und „geschäftlichen“ „Orientierung“.“

(Martin Heidegger in der Einleitung zu:  Die Göttin „Wahrheit“, Parmenides, Wintervorlesung 1942/43, Vittorio Klostermann)

Fotos

Mandala

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Lorenz-Kirche Nürnberg © Markus Termin

Hartkirchen, 22:38 – heute ist der eigentliche Vollmond und auch die bei uns nicht sichtbare Mond-Eklipse, also eine Mond-Finsternis. Wie ihr merkt, bin ich unterwegs und dieser Computer will nicht so, wie ich mag. Daher heute nur eine ganz kurze Nachricht: morgen wieder mehr.

 

Fotos, Mundan

Venus – Jupiter Sextil

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Foto Markus Termin copyright

Am 16. Februar 2009 steht die Venus günstig. Für diejenigen, die sich astrologisch interessieren: sie bildet dann ein Sextil (Venusaspekt) zu Jupiter, dem Mondknoten und Mars. Auf einem Horoskop sieht das so aus:

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Die Venus ist natürlich die kleine rote ganz links im Widder. Günstig bedeutet hier leidenschaftlich. Venus im Widder steht für Aufbruch und Wagemut in der Liebe. Das geht auch, wenn der/die Partnerin fest ist! Sport ist günstig. Im Widder fängt die Liebe Feuer, denn es ist ein Feuerzeichen voller Inspiration. Mars im Wassermann wird durch Jupiter verstärkt. Und mit dem Mondknoten – dem Drachenkopf – will diese geballte Kraft etwas Neues erreichen. Venus, die einen günstigen Aspekt bildet, sorgt dafür, dass es leidenschaftlich, aber harmonisch zugeht. Der Mond weilt im Skorpion und bildet – die kleine Gefahr, die mit Leidenschaft immer einhergeht – ein Quadrat (also einen gespannten Aspekt) zu Chiron: Vorsicht also, vor lauter Leidenschaft nicht zu verletzen, denn Chiron heilt und verletzt, doch der magische Skorpion-Mond, abnehmend, könnte davon unbeeindruckt bleiben, denn Mond-Gefühle sind uns meist ganz unbewußt. Hier, wie bei allen Aspekten zeigt sich, was für ein Vorteil es bei Paaren ist, wenn sich die Aszendenten-Achse spiegelt. Ich erlebe das in meinen Beratungen täglich: die meisten Paare finden sich wegen so einer Spiegelung. Sie bedeutet – um ein Beispiel zu nennen – dass er einen Widder-Aszendenten hat, sie jedoch eine Waage-Aszendentin ist. Es zieht der jeweils andere Pol den Partner aus dem Haus 7 gewaltig an, denn wie schon Platon den Aristophanes sagen läßt: „Jeder von uns ist demnach ein Teilstück eines Menschen, da wir ja zerschnitten sind, wie die Schollenfische, so daß aus einem zwei geworden sind. Es ist denn auch ein jeder immerfort auf der Suche nach seinem Gegenstück …“ (Platon, Das Trinkgelage oder über den Eros XVI, Insel 1985) Spiegelt sich nun die Aszendenten-Achse: also, wenn Widder den Waage-Aszendenten anzieht, oder Skorpion-Aszendent den Stier-Aszendenten (unzählige Variationen kommen vor!) dann hat das astrologisch gesehen den Vorteil, dass die Transite sich beim Partner, der Partnerin immer spiegelverkehrt abspielen. Dort, wo der eine den Saturn laufen hat (jenem Haus), da ist der andere davon frei. So kann man/frau sich gegenseitig stützen. Dies gilt allgemein, jedoch mit gewissen Einschränkungen: denn selbst, wenn die Waage-Aszendentin den Saturn in Haus 11 in der Jungfrau laufen hat, sind Jungfrau-Lebensgebiete betroffen, die von der Haus-Stellung unabhängig sind. Noch im Mittelalter fand William Lilly die umgekehrte Weisheit richtig: der selbe Aszendent sei ideal. So hat man aber zur selben Zeit die gleichen Belastungen und auch Freuden. Paare, die ich so kenne, sind sich meines Erachtens fast zu ähnlich; in der Regel findet sich eine starke Differenz (z.B. gleicher Aszendent, aber Sonne im Gegenpool Steinbock-Krebs). Und ganz selten findet man den dritten Fall: gleicher Aszendent und gleiche Sonne. Hier verhält es sich wieder, wie mit den Königskindern. Unwillkürlich fallen einem die antiken Fabeln ein, wie Philemon und Baucis oder Daphnis und Cloe (von: Jean-Pierre Cortot)

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Last not least: wer das Aktiengeschäft mehr liebt, als die Liebe, könnte an diesem Tag in erneuerbare Energien investieren (Wassermann, Jupiter-Mars-Mondknoten).

Ereignis, Fotos, Geschichte, Weltbild

Anmerkungen Spielwarenmesse Nürnberg

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Neptun Sextil Lilith/Jupiter, Vollmond, Pluto-Mondknoten Konjunktion, Uranus-Neptun Opposition und rückläufiger Merkur im Trigon zu Pluto, und all das in der Zwillings-Kerbs Stadt Nürnberg. Nicht heute, damals, 1909! Und wir sehen, Neptun im Krebs (Überschwemmung) macht solches. Der neuraligische Punkt dieser Zeit, der Neptun-Brunnen, welcher ja nur der Zweitguss des 1797 nach Russland verkauften Neptun-Brunnens ist – eine Farce: „Nach Fertigstellung des Neptunbrunnens am 19. November 1668 fehlte das Geld zur Aufstellung und zur Lösung der technischen Probleme der Wasserversorgung. Der Brunnen wurde auf dem Bauhof (Peunthof) zwischengelagert. 1702 nach dem Tod von Jeremias Eißler, des letzten beteiligten Künstlers, wurde der Brunnen im Peunthof zusammengesetzt und provisorisch trocken aufgestellt. Zur Aufstellung auf dem Hauptmarkt kam es nicht mehr. 1797 verkaufte die Stadt den Neptunbrunnen für 66.000 an Zar Paul I, der ihn auf eigene Kosten nach St. Petersburg verschiffen und in seiner Sommerresidenz, dem Petershof aufstellen ließ.“ Warum? Weil dieser Brunnen, ohne jemals aufgestellt worden zu sein, als größtes Kunstwerk Europas galt.  „Der jüdische Bürger Ludwig Gerngos dem deswegen am 30. Juli 1901 die Ehrenbürgerwürde verliehen wurde, übernahm als Mäzen die Kosten eines Zweitgusses und des Brunnenaufbaues unter der ausdrücklichen Auflage, dass der Brunnen an dem ursprünglich geplanten Standort, dem Hauptmarkt, aufgestellt wird. Am 22. Oktober 1902 wurde der Brunnen auf der Südseite des Hauptmarkts, als platzräumlicher Kontrapunkt zum ‚Schönen Brunnen‘ (endlich, 234 Jahre nach Fertigstellung!) eingeweiht.“ (Wikipedia) Wie man sieht, bei rückläufigem Merkur, deswegen konnte er wohl nicht bleiben (außen Aufstellung am 22. Oktober 1902, innen Fertigstellung am 19. November 1668). Passend: Neptun-Mars zur Fertigstellung im Steinbock (Neptun in harter Form, ein Widerspruch in sich), Neptun dann in Opposition im Krebs zur Aufstellung 1902! Dem rückläufigen Merkur gemäß will dieses Kunstwerk, es ist genwärtig an drei Stellen der Stadt verteilt (Aufsessplatz, Stadtpark, Adenauer-Brücke, als sollte es das Wasser bannen, das am Brunnenrand halt machte 1909) ständig wieder wandern.

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Ein Freund aus alten  Zeiten – Jupiter bei mir im Wassermann im Haus 11, Merkur rückläufig – schickt mir eine mail, wir kommen wieder ins Gespräch, hier ein Auszug:

„Was hat Dich zur Astrologie getrieben? Einsicht, Geschäftssinn, Religion, Schauspielerei, Überzeugung?“

img_3392Neptun Brunnen Hauptmarkt 05.02.1909

Dies ist ja eine dieser Fragen, die bereits sehr viel implizieren: nicht getrieben, sondern gefunden. Antwort: Überzeugung, Einsicht und Berufung.

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Im Anhang prangt nun Dein Horoskop (privat, hier nicht sichtbar). Es zeigt einen Kreis mit Farben und Symbolen, alle bedeuten etwas und stellen in etwa – Deine Geburtszeit ist sehr ungenau, es lohnt sich, beim Standesamt nachzufragen! – die geozentrische Situation der „Planeten“ zum Zeitpunkt Deiner Geburt dar.

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Wenn man daraus Nutzen ziehen möchte, ist es nötig, sich mit den Symbolen und deren Bedeutung vertraut zu machen. Sie bieten ein erstaunlich genaues Abbild Deines Charakters und sogar Deines äußeren Erscheinungsbildes. Schon allein dies ist frappant. Seit ich davon berührt bin, lässt mich die Frage nicht mehr los, zu wissen: wie genau ist es, und warum ist es überhaupt so? Die seit zweitausend Jahren hitzige Diskussion, ob wohl Astrologie irgendetwas taugt, entlockt dem Praktiker, der täglich viele Horoskope sieht, nur ein müdes Lächeln. Ohne diesen Standpunkt: Du müsstest mir also eine Woche oder so „über die Schulter“ schauen und bei Beratungen dabei sein, kann man gar nicht beurteilen, was das überhaupt ist. Etwas überlebt aus uralten Zeiten, „funktioniert“, erneuert sich und verspricht ein Zukunftsgeheimnis. Man muss also keinesfalls daran glauben. Es hat aber gleichfalls wenig zu tun mit modernen wissenschaftlichen Falsifizierungsmethoden, obwohl sich viel belegen ließe, ebensoviel, wie in der Soziologie oder Psychologie.

Aber das ist nicht das Problem der Astrologie, sondern dies sollte vielmehr eine Grundsatzdiskussion über die wissenschaftlichen Methoden wert sein, darüber, welche Ergebnisse mit diesen Methoden erwartet werden können, und welche nicht.

Ist denn wirklich das gesamte Dasein mit wissenschaftlichen Methoden erfassbar? Sobald sich die Welt dessen bewußt wird, bekommt die Astrologie einen neuen Bezug zur Welt, der sich jetzt schon entwickelt.

Nürnberg, Reichsparteitagsgelände. Wenn Du also mal wieder auf einer Messe sein solltest, sag auch Bescheid. Mein Standpunkt ist jedoch dieser: es geht nicht um „ehrlichen Umgang“ mit der Geschichte. Es geht vielmehr darum, dass mit und durch Deutschland: also dem Land, der Volksseele und allem, also auch der Sprache, etwas passiert ist (und weiter passiert, denn es setzt sich fort als Virus der Perversion), was man in der Elektrotechnik als „Durchbrennen“ bezeichnen kann: Hier ist nicht mehr von Moral die Rede, sondern davon, dass die Vorstellung von Moral selbst obsolet geworden ist, eben „durchgebrannt“. Daher gibt es nichts zu rechten. Es gibt nur den bedingungslosen Standpunkt, von hier aus das Wissen zu gewinnen, wie die Menschen diesem Wahnsinn entkommen können. Davon sind wir jedoch weit entfernt. In meinen Augen ist Wiedervereinigungs-Deutschland recht faschistisch. Die Grausamkeit bezieht sich heute auf Tiere (grundlos zu Tode gequälte Kreaturen im Namen der Nazi-Wissenschaft: ca. 1,5 Millionen jährlich). Die Tiere sterben an der Menschen statt. Und da geht’s nur um die Versuchstiere und noch nicht um die Massentierhaltung. Das ist also nicht spekulativ, sondern real. Real ist auch die Waffenproduktion, da stehen wir an dritter Stelle, besonders stark mit Kleinfeuerwaffen, die am meisten Menschen auf der Welt töten. Nicht zu vergessen unsere zynische Logistik der weltweiten Chemieverseuchung durch die IG-Farben Nachfolger, die noch nach jeder Krise, jedem Krieg stärker denn je wiederauferstanden sind. All dies und mehr hat in meinen Augen mit dem „Gerechtigkeitsproblem“ zu tun. Die anderen Dinge: KZ-Lager der Engländer, Opiumkrieg, Skalvenhandel, Kriegsterror gegen die Zivilbevölkerung, Stalin der Multi-Massen-Mörder (und Hitler im Vergleich zu ihm vielleicht zahm), die geringsten Falles Gleichgültigkeit der Welt ob der Judenvernichtung, und deswegen auch psychopathische Stellvertreterfunktion der Deutschen für den Antisemitismus der Welt, die Menschenverachtung Israels selbst, Konditionierung á la Schekem (das erste verbürgte Progrom durch Juden im AT), und und und, sind tatsächlich nebensächlich in Bezug zu dem einen Fakt: der industriellen Massenvernichtung von Menschen. Dieses findet sich heute weltweit wieder, und zwar im Bild und in der Praxis des „Industriellen“ überhaupt. Alles, was „industriell“ betrieben wird, ist vernichtend.  Die Idee, eine Firma sei für die „Gewinnmaximierung“ da, ist nur eine umsetzende Funktion Menschen verbrauchender Perversion. Keine „Gewinnmaximierung“ macht per se Sinn für irgendetwas. Die fromme Tünche, die sich Firmen geben – und ich muss zugeben, seit dem fast geglückten public-realtions-Einstieg bei Braun habe ich Dich in Verdacht, der Mitmacher-Faszination dieser Welt erlegen zu sein, wie ich ihr selbst ab und an erlegen war – diese Tünche spiegelt sich wieder in ihren verwechselbaren Wegwerfmagizinen (“ … that defined their folklore …,“ F.Z.) die Mega-tonnenweise aus der Druckerpresse direkt ins Altpapier wandern: Tiefdruck-Hochglanz Marken BMW, Daimler, DB, Siemens … egal. Die „Identifikation“ mit der Firma ist immer Uniformität. Ist immer militärisch und faschistisch. Daher ist es auch kein Wunder, dass dieser Staat, der doch vorgibt, ständig „den Mittelstand fördern“ zu wollen, gleichzeitig dabei ist, allen Selbstständigen den Garaus zu machen, wobei Gleichgültigkeit nur eine Funktion des Systems ist, das sich aus den wirklich großen Verbänden heraus – Staat, Konzern, Kirche – mit dem wirklich Individuellen gar nicht beschäftigen kann, und es seinerseits tatsächlich für Großmut hält, dieses halbwegs und zum Alibi bestehen zu lassen, während richtig wäre, alles zu tun, um Individualismus, Genialität des Einzelnen, den Sonderweg, die Muße, den Fleiß, die Freiheit nicht zuzulassen – lächerlich! – sondern sich (die Masse) zurückzunehmen, wo es nur geht, in aller angebrachter Bescheidenheit …

Was Israel anbelangt ist daher meines Erachtens unsere Verantwortung viel größer, als ein paar Fregatten vor dem Libanon herumkreuzen zu lassen, und die Hamas schuldig zu sprechen. Was wir gemacht haben, war schlicht, einen großen Teil unserer eigenen Bürger zu ermorden, einen anderen haben wir dadurch zur Auswanderung gezwungen. Diese haben wir mit allen Folgen zu verantworten. Daher wäre es ein erster Schritt, diesbezüglich Verantwortung auch zu übernehmen. In Nürnberg GegenStandpunkt Termine Nürnberg gibt es eine lebendige Bewegung ganz dreister Besserwisser, die sich vom linken Ufer aus in verkapptem Antisemitismus versuchen, und glauben, sich selbst heuer aus der Lösung ausklammern zu können. Mein Vorschlag: gebt erstmal die Frauenkirche und den Hauptmarkt (ehemals Adolf-Hitler Platz, vorher jüdisches Viertel) zurück, das Progom, wo damals der Neptun-Bunnen stand und heut steht (im Stadtpark) – wurde, wie die Historiker berichten, leider auch von Karl IV aus früherer Zeit profitierend in Kauf genommen …

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Fotos, Geschichte, Weltbild

Neulich in Freiburg …

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Dies ist der sogenannte Berliner Goldhut, ein Kalender-Hut aus der Bronzezeit. Bemerkenswert daran ist, dass vergleichbare Hüte in Spanien (zwei) Irland und Frankreich, sowie drei weitere in Deutschland gefunden wurden. Es handelt sich bei diesen Hüten also um ein kultisches Insignium einer astrologischen Religion, die in ganz Europa zur Bronzezeit gepflegt wurde. Dem gegenüber sind wir mit dem Versuch, Europa in der EU zusammenzubringen, nicht gerade modern.

goldhut-kalenderFree GUP License aus Wikipedia für die Grafik (anklicken und vergrößern)

Fotos, Mond, Weltbild

Mond geht in den Krebs

Was ist eigentlich Astrologie? Wie sich immer mehr zeigt, besteht ein großes Bedürfnis danach, zu verstehen, was denn mit dieser alten Lehre an Weisheit wirklich verbunden ist. Für den praktizierenden Astrologen steht die Wirksamkeit der astrologischen Prinzipien außer Frage. Durch die bisher nie gekannte Schnelligkeit der Horoskoperstellung finden sich täglich so viele Übereinstimmungen von Ereignissen und Vorgängen zu den jeweiligen Anlagen der Geburt von Menschen oder auch Staaten, Ereignissen – sofern sie nur zu einem bestimmten Zeitpunkt erstellt werden – dass die praktische Anwendung völlig außer Zweifel steht. Damit ist jedoch nicht gemeint, dass sich alles zweifelsfrei vorhersagen ließe: es sind Geist-Entsprechungen, Bedeutungs-Entsprechungen, die gefunden werden. Oder vielmehr: sie werden nicht gefunden, sondern sie tauchen auf, manche offensichtlich, manche – die zarteren, die Venus-Aspekte, müssen an ihrem Duft erkannt werden. Um sich dem Thema philosophisch zu nähern, wird es hier eine neue Serie geben, die ich, wenn sie mir rund erscheint, als Buch veröffentlichen möchte. Thema: die Philosophie der Astrologie. Ursprünglich hatte uns Marc Jongen ein solches Buch versprochen, mal schauen, ob es möglich ist, auf seinen Erkenntnissen aufzubauen und weiterzumachen.

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Fotos Markus Termin ©

Fotos, Mond, Personen

Mond im Zwilling und Sonne im Steinbock

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Foto Markus Termin ©

Nürnberg, 21:58 – bringt perfekte Diplomaten hervor.  Eine mit mit dieser Kombination geborene ist mit Mond im Zwilling und Sonne im Steinbock Joan Baez, 9. Januar 1941 at 10:45 AM in Staten Island (NY) (USA):

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„Die Frau mit dieser Mond Thematik im Geburtsmuster hegt die Sehnsucht nach einer freundschaftlich fröhlichen Gemeinschaft mit ihrem Partner. Sie ist für den Mann die Kameradin, mit der man Pferde stehlen kann“, schreibt Randolf Schäfer. Mond-Merkur ist ein sehr bewegliches Prinzip. Joan Baez zu ihrer Freundschaft mit Bob Dylan (Robert Zimmermann): „Ich werde ihn nie verstehen.“ Der hat eine Zwillings-Sonne, einen Steinbock-AC und den Mond im Stier. Und natürlich Angst um seine Männlichkeit, wenn seine Sonne auf ihren Mond trifft, statt umgekehrt, wie es für ihn wohl angenehm wäre.

Fotos, Mundan

Kleine Wintermärchenreise

Nürnberg, 22:23 – Wozu hat man Freunde? Ihr werdet´s gemerkt haben, ich war ein paar Tage unterwegs. Dass dabei aber so paradiesische Blicke herauskommen: aufwachen mit Blick auf´s Schloss, mag daran liegen, dass ich einen Schriftsteller besucht habe, aus dessen Wohnzimmerfenster man eben jenen Blick hat, einerseits, und andererseits tatsächlich gleichzeitig die Konjunktion Merkur-Jupiter stattfand. Das war natürlich Absicht, denn es ging bei dem Treffen ja gerade darum, eine Publikation vorzubereiten, in die Wege zu leiten. Dies also zur einfachen Frage, ob ein Astrologe seine Wege nach den Planeten richtet: ja. Und es ist traum- und zauberhaft …

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