Venus – Jupiter Sextil

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Am 16. Februar 2009 steht die Venus günstig. Für diejenigen, die sich astrologisch interessieren: sie bildet dann ein Sextil (Venusaspekt) zu Jupiter, dem Mondknoten und Mars. Auf einem Horoskop sieht das so aus:

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Die Venus ist natürlich die kleine rote ganz links im Widder. Günstig bedeutet hier leidenschaftlich. Venus im Widder steht für Aufbruch und Wagemut in der Liebe. Das geht auch, wenn der/die Partnerin fest ist! Sport ist günstig. Im Widder fängt die Liebe Feuer, denn es ist ein Feuerzeichen voller Inspiration. Mars im Wassermann wird durch Jupiter verstärkt. Und mit dem Mondknoten – dem Drachenkopf – will diese geballte Kraft etwas Neues erreichen. Venus, die einen günstigen Aspekt bildet, sorgt dafür, dass es leidenschaftlich, aber harmonisch zugeht. Der Mond weilt im Skorpion und bildet – die kleine Gefahr, die mit Leidenschaft immer einhergeht – ein Quadrat (also einen gespannten Aspekt) zu Chiron: Vorsicht also, vor lauter Leidenschaft nicht zu verletzen, denn Chiron heilt und verletzt, doch der magische Skorpion-Mond, abnehmend, könnte davon unbeeindruckt bleiben, denn Mond-Gefühle sind uns meist ganz unbewußt. Hier, wie bei allen Aspekten zeigt sich, was für ein Vorteil es bei Paaren ist, wenn sich die Aszendenten-Achse spiegelt. Ich erlebe das in meinen Beratungen täglich: die meisten Paare finden sich wegen so einer Spiegelung. Sie bedeutet – um ein Beispiel zu nennen – dass er einen Widder-Aszendenten hat, sie jedoch eine Waage-Aszendentin ist. Es zieht der jeweils andere Pol den Partner aus dem Haus 7 gewaltig an, denn wie schon Platon den Aristophanes sagen läßt: „Jeder von uns ist demnach ein Teilstück eines Menschen, da wir ja zerschnitten sind, wie die Schollenfische, so daß aus einem zwei geworden sind. Es ist denn auch ein jeder immerfort auf der Suche nach seinem Gegenstück …“ (Platon, Das Trinkgelage oder über den Eros XVI, Insel 1985) Spiegelt sich nun die Aszendenten-Achse: also, wenn Widder den Waage-Aszendenten anzieht, oder Skorpion-Aszendent den Stier-Aszendenten (unzählige Variationen kommen vor!) dann hat das astrologisch gesehen den Vorteil, dass die Transite sich beim Partner, der Partnerin immer spiegelverkehrt abspielen. Dort, wo der eine den Saturn laufen hat (jenem Haus), da ist der andere davon frei. So kann man/frau sich gegenseitig stützen. Dies gilt allgemein, jedoch mit gewissen Einschränkungen: denn selbst, wenn die Waage-Aszendentin den Saturn in Haus 11 in der Jungfrau laufen hat, sind Jungfrau-Lebensgebiete betroffen, die von der Haus-Stellung unabhängig sind. Noch im Mittelalter fand William Lilly die umgekehrte Weisheit richtig: der selbe Aszendent sei ideal. So hat man aber zur selben Zeit die gleichen Belastungen und auch Freuden. Paare, die ich so kenne, sind sich meines Erachtens fast zu ähnlich; in der Regel findet sich eine starke Differenz (z.B. gleicher Aszendent, aber Sonne im Gegenpool Steinbock-Krebs). Und ganz selten findet man den dritten Fall: gleicher Aszendent und gleiche Sonne. Hier verhält es sich wieder, wie mit den Königskindern. Unwillkürlich fallen einem die antiken Fabeln ein, wie Philemon und Baucis oder Daphnis und Cloe (von: Jean-Pierre Cortot)

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Last not least: wer das Aktiengeschäft mehr liebt, als die Liebe, könnte an diesem Tag in erneuerbare Energien investieren (Wassermann, Jupiter-Mars-Mondknoten).