Fotos, Poetry

Ich mag Graffity

Nürnberg – 14:40, zumindest an grauen, uninteressanten öffentlichen Gebäuden. Auch die Züge, muß ich zugeben, gefallen mir bemalt vor allem im Winter besser. Winter? Wir haben Frühling; jedoch, da Frau Venus rückläufig ist, zieht sie zurück in den Winter.

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img_3531Fotos: Markus Termin ©

Diese Bilder hier unten stellen ein doppeltes Venus-Pentagramm dar, jenes Zeichens also, welches die Venus in ihrer mit der Erde vollkommen synchronisierten Tanzbewegung an den Kardinalpunkten in den Himmel malt, so dass wir es beispielsweise in den Sand schreiben können, wie Jesus die Formel, mit der er der weiblichen Erde eine Botschaft übermittelte. Gisela von Frankenberg sieht in ihrer genial verwirrenden Kunstgeschichte in dem Zeichen einer nach außen offenen Strecke zwischen den Pentagramata „die Einheit von Zeit und Raum“, der Sternentanz, der in ihrem Konzept Wassermann vertritt. Sollte ich mich irren, oder hat hier vielleicht jemand der „ganz böse“ war eine Botschaft der ewigen Liebe manifestiert?

Fotos, Geschichte, Weltbild

Planeten sind Lebewesen

img_1699Foto Markus Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

was kann ich mir darunter vorstellen? Was soll es bedeuten, dass Planeten lebendig sind? Können sie gebähren? In der alten Mythologie, das heißt in den Erzählungen von GöttInnen und Heroen und Königinnen und göttergeleiteten Helden und natürlich der Menschen und Tiere, sogar der Zeichen aus den Weissagungen – die der spannendste Teil von der Geschichtserzählung des Herodot sind, da können sie tatsächlich gebären. In der Mythologie der Hellenen gebären leibhaftige Götter-Wesen aus merkwürdigen Schöpfungsmythen göttliche Kinder. Götter-Wesen, die Planeten-Namen sind. Hermes zum Beispiel ist ein Sohn des Zeus, und daher astrologisch dem Jupiter nahe. Seine Mutter war bezeichnenderweise Maia, eine Titanen-Tochter! Die Wesen aus der alten Welt in „Herr der Ringe“. Für uns ist er der römische Merkur, eine ganz andere Wesensfarbe desselben wandlungsfähigen Gottes.  Dieser Herodot nun, ein gelehrter griechischer Schreiber der Historie, der tatsächlich noch selbst – barfuß gleichsam – nach Ägypten reiste, als Ägypten noch ägyptisch war, erzählt uns die Geschichte der Perserkriege.

Ein Herakles-Held ist eben im Kino auferstanden. Es ist Mr. Manhatten, ein blauer menschlicher Superheld – er strahlt blau wie lichternde Energie. Die Figur entstammt den Comics Allan Moores und Dave Gibbons, die eben ganz besonders coole Geschichten geschrieben und gezeichnet haben. Sie übertreiben sowohl die Geschichte, als auch die Emotionen drastisch. Doch das gehört zum Genre.

Dr. Manhatten, der melancholische Superheld, der durch ein Experiment verändert wurde: Albtraum eines jeden Wissenschaftlers: er wird während eines flüchtigkeitsfehlerhaften Versuchs in einer Experimentalkammer eingesperrt – als normales Wesen, das nicht mehr entkommen kann, denn die Uhr läuft. Da verwandelt er sich im Energiegewitter durch eine  schmerzhaften Prozedur, bei der er zunächst in alle blauen Einzelteile zerlegt wurde, sich aber dann nach drei Tagen, wie durch Auferstehung, zu einem neuen blauen Superhelden zusammensetzt. Das klassische Bild einer Einweihung durch Tempelschlaf.

Dieser Superheld hat einige der Attribute, die auch in 300, dem Film über die Spartaner bei den Thermophylen, zu Frank Millers, Allan Moores und Dave Gibbons Comic-Code, seiner wiedererkennbaren und beeindruckenden Phantasie-Sprache gehören: die Darstellung von Riesen-Wesen mit Kräften und Proportionen, wie der Koloss von Rhodos, als hätte es, dermaleinst, Riesen gegeben?

Dr. Manhatten, der geistverwandelte Wissenschaftler, der als makelloser, superblau strahlender, unverletzlicher Held mit weißen Augen und einem dritten Auge auf der Stirn, welches sich Dr. Manhatten, der Über-Held, als  einen perfekten Kreis sich selbst auf die Stirn zieht, mit einem perfekten Punkt in der Mitte, erleben wir erleuchtet und stark, aber auch irgendwie überdrüssig.

Dieses Kreis-ziehen auf der Stirn ist die erste Geste eines durch Metamorphose neu-geborenen Wissenschaftler-Wesen, dessen Kraft-Entfaltung viel von Herkules und viel von Hermann Hesses „Glasperlenspieler“ hat. Ein Buch übrigens, dass es sich zu filmen lohnte!

Nun geht aber die Handlung weiter: Dr. Manhatten ist umgeben von einer ganzen Bande aufregender Superhelden, die jeder für sich eine bestimmte Stärke haben. Miss Jupiter, das perfekte Pin-Up-Girl: kann gut Karate. Mir als Astrologen gefällt natürlich der Name! Ein Problem hat man mit „The Commedian“ – spätestens, wenn er gezeigt wird als der Kennedy-Mörder. Hier greift ein Element des Fiktionalen: ein riesiger blauer Orgon-Superheld-Herkules, den die Liebe auf dem Planeten hält, obwohl er den Mars schöner findet. Tolle Liebesszenen mit ihm und der Tochter von Miss Jupiter. Und er ist dabei blau und splitternackt, und man sieht alles, wobei der Körper übermenschlich perfekt dargestellt ist. Jüngere Menschen, die den Verlauf der Geschichte nicht wirklich kennen, werden in diesem Film auch nicht wirklich durchblicken.

Jedoch: als dieser Dr. Manhatten einmal – wie jetzt Barack Obama – in eine Fernsehshow geholt wird, da ist er in der Lage, sich zu kleiden, alles fliegt ihm – telepathisch gesteuert, wie einem Zauberer zu. Dieser Mann kann alles: er ist superstark, er baut magische Maschinen, trägt und hält – vielleicht ist er deshalb nackt und potenzgestört – das moralische Gleichgewicht der atomaren Abschreckung aufrecht, wie Atlas das Gewicht der Welt.

Und wird dabei auf sehr amerikanische Art zynisches Opfer eines Tricksers, der ebenfalls zur Superheldenrige gehört, und ganz offensichtlich Hermes ist, der Dieb – und: Merkur, der Händler. Hermes alias Mr. Superschlau ist ein Mega-Geschäftsmann geworden. Doch ganz allein Dr. Manhatten ist ein wahrer Held, der – wegen enttäuschter Liebe – die Galaxie wechselt.

Immer findet mißglückte Wissenschaft („I am Legend“, düstere Fiktion als Vorwegnahme der Finanzkrise) in Manhatten Boden: es gibt ein Manhatten-Projekt, und auch King-Kong muß dort sterben. Dr. Manhatten hat ein Glasmandalaspiel auf dem Mars. In einem barbarischen Akt öffentlicher Kastrationsmetapher hat man dann das WTC geopfert: in Manhatten. Große Wellen kommen dort am „The Day after“ an. Manhatten bleibt also, obwohl es längst höhere Türme gibt, der Mythos der aufstrebenden Menschheit.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Mundan, Personen, Poetry

Friedrich Hölderlin

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20.03.1770 23:59 Lauffen am Neckar

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Nürnberg, – 00:18 Widder. Der Anfang des Jahres. Des wahren Kalenders! Astrologisch ist heute Jahresanfang. Dieses Jahr ist das einzig logische. Wir teilen das Jahr nach Tag- und Nachtgleiche, die übrigens heute auf der ganzen Welt gleich ist. Mit dem Frühlingsanfang reift in Südafrika der Herbst. Und auch am Nord- und Südpol ist der Tag gleich lang. Daher die ungeheure Bedeutung dieses Tages! Zwischen Chicago und Detroit läuft übrigens die neue Widder-Sonne genau am AC. Auf unserem Horskop, also für den Längengrad, auf dem sich Nürnberg befindet, da ist der Aszendent auf dem Grad ungefähr-genau auf dem der Sonnenfinsternis, die wir im Juli  in China sichtbar haben werden … Das könnte Veränderungen für Chinas Regierung bedeuten, und zwar davon in Folge, im Herbst. Im Horoskop von China ist der Sonnenfinsternisgrad im Haus der Arbeit; hat ein Trigon zur Himmelsmitte. Also verändert sich auch die Regierung, jedoch ohne starken Umbruch.

sonnenfinsternis-20091Sonnenfinsternis 22.07.09 2009 02:35 UT NBG

widder-ingres

Widder-Ingres 2009, NBG 12:44 MEZ

Dieser Bedeutung angemessen ist der Dichter Hölderlin. Er ist der Dichter des Beginns. Und er hat Pluto im Steinbock.

Patmos

dem Landgrafen von Homburg

Nah ist
Und schwer zu fassen der Gott.
Wo aber Gefahr ist, wächst
Das Rettende auch.
Im Finstern wohnen
Die Adler und furchtlos gehn
Die Söhne der Alpen über den Abgrund weg
Auf leichtgebaueten Brüken.
Drum, da gehäuft sind rings
Die Gipfel der Zeit, und die Liebsten
Nah wohnen, ermattend auf
Getrenntesten Bergen,
So gib unschuldig Wasser,
O Fittige gib uns, treuesten Sinns
Hinüberzugehn und wiederzukehren.

So sprach ich, da entführte
Mich schneller, denn ich vermutet
Und weit, wohin ich nimmer
Zu kommen gedacht, ein Genius mich
Vom eigenen Haus‘. Es dämmerten
Im Zwielicht, da ich ging
Der schattige Wald
Und die sehnsüchtigen Bäche
Der Heimat; nimmer kannt‘ ich die Länder;
Doch bald, in frischem Glanze,
Geheimnisvoll
Im goldenen Rauche, blühte
Schnellaufgewachsen,
Mit Schritten der Sonne,
Mit tausend Gipfeln duftend,

Mir Asia auf, und geblendet sucht‘
Ich eines, das ich kennete, denn ungewohnt
War ich der breiten Gassen, wo herab
Vom Tmolus fährt
Der goldgeschmückte Paktol
Und Taurus stehet und Messogis,
Und voll von Blumen der Garten,
Ein stilles Feuer; aber im Lichte
Blüht hoch der silberne Schnee;
Und Zeug unsterblichen Lebens
An unzugangbaren Wänden
Uralt der Efeu wächst und getragen sind
Von lebenden Säulen, Zedern und Lorbeern
Die feierlichen,
Die göttlichgebauten Palläste.

Es rauschen aber um Asias Tore
Hinziehend da und dort
In ungewisser Meeresebene
Der schattenlosen Straßen genug,
Doch kennt die Inseln der Schiffer.
Und da ich hörte
Der nahegelegenen eine
Sei Patmos,
Verlangte mich sehr,
Dort einzukehren und dort
Der dunkeln Grotte zu nahn.
Denn nicht, wie Cypros,
Die quellenreiche, oder
Der anderen eine
Wohnt herrlich Patmos,

Gastfreundlich aber ist
Im ärmeren Hause
Sie dennoch
Und wenn vom Schiffbruch oder klagend
Um die Heimat oder
Den abgeschiedenen Freund
Ihr nahet einer
Der Fremden, hört sie es gern, und ihre Kinder
Die Stimmen des heißen Hains,
Und wo der Sand fällt, und sich spaltet
Des Feldes Fläche, die Laute
Sie hören ihn und liebend tönt
Es wieder von den Klagen des Manns. So pflegte
Sie einst des gottgeliebten,
Des Sehers, der in seliger Jugend war

Gegangen mit
Dem Sohne des Höchsten, unzertrennlich, denn
Es liebte der Gewittertragende die Einfalt
Des Jüngers und es sahe der achtsame Mann
Das Angesicht des Gottes genau,
Da, beim Geheimnisse des Weinstocks, sie
Zusammensaßen, zu der Stunde des Gastmals,
Und in der großen Seele, ruhigahnend den Tod
Aussprach der Herr und die letzte Liebe, denn nie genug
Hatt‘ er von Güte zu sagen
Der Worte, damals, und zu erheitern, da
Ers sahe, das Zürnen der Welt.
Denn alles ist gut. Drauf starb er. Vieles wäre
Zu sagen davon. Und es sahn ihn, wie er siegend blickte
Den Freudigsten die Freunde noch zuletzt,

Doch trauerten sie, da nun
Es Abend worden, erstaunt,
Denn Großentschiedenes hatten in der Seele
Die Männer, aber sie liebten unter der Sonne
Das Leben und lassen wollten sie nicht
Vom Angesichte des Herrn
Und der Heimat. Eingetrieben war,
Wie Feuer im Eisen, das, und ihnen ging
Zur Seite der Schatte des Lieben.
Drum sandt‘ er ihnen
Den Geist, und freilich bebte
Das Haus und die Wetter Gottes rollten
Ferndonnernd über
Die ahnenden Häupter, da, schwersinnend
Versammelt waren die Todeshelden,

Izt, da er scheidend
Noch einmal ihnen erschien.
Denn itzt erlosch der Sonne Tag
Der Königliche und zerbrach
Den geradestrahlenden,
Den Zepter, göttlichleidend, von selbst,
Denn wiederkommen sollt es
Zu rechter Zeit. Nicht wär es gut
Gewesen, später, und schroffabbrechend, untreu,
Der Menschen Werk, und Freude war es
Von nun an,
Zu wohnen in liebender Nacht, und bewahren
In einfältigen Augen, unverwandt
Abgründe der Weisheit. Und es grünen
Tief an den Bergen auch lebendige Bilder,

Doch furchtbar ist, wie da und dort
Unendlich hin zerstreut das Lebende Gott.
Denn schon das Angesicht
Der teuern Freunde zu lassen
Und fernhin über die Berge zu gehn
Allein, wo zweifach
Erkannt, einstimmig
War himmlischer Geist; und nicht geweissagt war es, sondern
Die Locken ergriff es, gegenwärtig,
Wenn ihnen plötzlich
Ferneilend zurück blickte
Der Gott und schwörend,
Damit er halte, wie an Seilen golden
Gebunden hinfort
Das Böse nennend, sie die Hände sich reichten –

Wenn aber stirbt alsdenn
An dem am meisten
Die Schönheit hing, daß an der Gestalt
Ein Wunder war und die Himmlischen gedeutet
Auf ihn, und wenn, ein Rätsel ewig füreinander
Sie sich nicht fassen können
Einander, die zusammenlebten
Im Gedächtnis, und nicht den Sand nur oder
Die Weiden es hinwegnimmt und die Tempel
Ergreifft, wenn die Ehre
Des Halbgotts und der Seinen
Verweht und selber sein Angesicht
Der Höchste wendet
Darob, daß nirgend ein
Unsterbliches mehr am Himmel zu sehn ist oder
Auf grüner Erde, was ist dies?

Es ist der Wurf des Säemanns, wenn er faßt
Mit der Schaufel den Weizen,
Und wirft, dem Klaren zu, ihn schwingend über die Tenne.
Ihm fällt die Schale vor den Füßen, aber
Ans Ende kommet das Korn,
Und nicht ein Übel ists, wenn einiges
Verloren gehet und von der Rede
Verhallet der lebendige Laut,
Denn göttliches Werk auch gleichet dem unsern,
Nicht alles will der Höchste zumal.
Zwar Eisen träget der Schacht,
Und glühende Harze der Ätna,
So hätt‘ ich Reichtum,
Ein Bild zu bilden, und ähnlich
Zu schaun, wie er gewesen, den Christ,

Wenn aber einer spornte sich selbst,
Und traurig redend, unterweges, da ich wehrlos wäre
Mich überfiele, daß ich staunt‘ und von dem Gotte
Das Bild nachahmen möcht‘ ein Knecht –
Im Zorne sichtbar sah‘ ich einmal
Des Himmels Herrn, nicht, daß ich sein sollt etwas, sondern
Zu lernen. Gütig sind sie, ihr Verhaßtestes aber ist,
So lange sie herrschen, das Falsche, und es gilt
Dann Menschliches unter Menschen nicht mehr.
Denn sie nicht walten, es waltet aber
Unsterblicher Schicksal und es wandelt ihr Werk
Von selbst, und eilend geht es zu Ende.
Wenn nämlich höher gehet himmlischer
Triumphgang, wird genennet, der Sonne gleich
Von Starken der frohlockende Sohn des Höchsten,

Ein Losungszeichen, und hier ist der Stab
Des Gesanges, niederwinkend,
Denn nichts ist gemein. Die Toten wecket
Er auf, die noch gefangen nicht
Vom Rohen sind. Es warten aber
Der scheuen Augen viele
Zu schauen das Licht. Nicht wollen
Am scharfen Strahle sie blühn,
Wiewohl den Muth der goldene Zaum hält.
Wenn aber, als
Von schwellenden Augenbraunen
Der Welt vergessen
Stillleuchtende Kraft aus heiliger Schrift fällt, mögen
Der Gnade sich freuend, sie
Am stillen Blicke sich üben.

Und wenn die Himmlischen jetzt
So, wie ich glaube, mich lieben
Wie viel mehr Dich,
Denn Eines weiß ich,
Daß nämlich der Wille
Des ewigen Vaters viel
Dir gilt. Still ist sein Zeichen
Am donnernden Himmel. Und Einer stehet darunter
Sein Leben lang. Denn noch lebt Christus.
Es sind aber die Helden, seine Söhne
Gekommen all und heilige Schriften
Von ihm und den Blitz erklären
Die Thaten der Erde bis itzt,
Ein Wettlauf unaufhaltsam. Er ist aber dabei. Denn seine Werke sind
Ihm alle bewußt von jeher.

Zu lang, zu lang schon ist
Die Ehre der Himmlischen unsichtbar.
Denn fast die Finger müssen sie
Uns führen und schmählich
Entreißt das Herz uns eine Gewalt.
Denn Opfer will der Himmlischen jedes,
Wenn aber eines versäumt ward,
Nie hat es Gutes gebracht.
Wir haben gedienet der Mutter Erd‘
Und haben jüngst dem Sonnenlichte gedient,
Unwissend, der Vater aber liebt,
Der über allen waltet,
Am meisten, daß gepfleget werde
Der feste Buchstab, und bestehendes gut
Gedeutet. Dem folgt deutscher Gesang.

Geschichte, Mundan

Guadeloupe Streik astrologisch

Nürnberg, – 23:05 Sonne auf 29.20.04° Fische

Goadeloupe, 19. März 1946 at 12:01 AM in Basse Terre, Guadeloupe (France).

„Am 19. März 1946 wurde Guadeloupe zum Überseedépartement (Département d’Outre Mer/DOM) Frankreichs. Seitdem ist es keine Kolonie mehr, sondern es wird auf allen Gebieten als integraler Bestandteil des Mutterlandes betrachtet und seine Einwohner werden von staatlicher Seite einfach als Franzosen betrachtet. Auf die gesellschaftlichen und kulturellen Unterschiede zum europäischen Frankreich wird dabei kaum Rücksicht genommen, sondern die vollständige Assimilation angestrebt.“ (Wikipedia)

Porträt Élie Domota: Guadeloupes erfolgreicher Streikführer – taz.de

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Streikbeginn am 20. Januar 2009

Élie Domota (mal wird sein Alter mit 46, mal mit 48 angegeben) hat in einem Interview erklärt, worum es geht. Es sei, sagte er, unerträglich, dass alle Vorgesetzten auf der Insel weiß, jedoch alle Untergeordneten schwarz sind.  Das wirklich exotische an dieser Insel ist für mich nicht die Karibik, sondern die Tatsache, dass sie ganz genau so zur EU gehört, wie Österreich oder Frankreich selbst. Wir können, wenn wir wollen, dort als EU-Bürger mit einem Personalausweis einreisen und gewiss auch mit Euro bezahlen. Für die Karibik wird Guadeloupe deswegen ein vergleichweise teures Pflaster sein.

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Aufnahme aus der ISS

Für uns hier sind die mundan-astrologischen Erwägungen (Danke für die Inspiration, Elisabeth!) bemerkenswert: der Streik beginnt genau zur Opposition des laufenden Mars (Bild oben und außen) der Mars-Saturn Konjunktion im Krebs des Länder-Horoskops gegenüber (Bild oben, innen). Und er endet exakt, als Mars das Zeichen Steinbock verläßt (Bild unten, außen).

Weitere Details sind der von der Herrschaft befreiende Uranus in den Fischen im genauen Trigon zum Saturn der Insel. Das begünstigt die Bedingungen eines Wandels des konservativen Familien-Klan-Wesens (Saturn im Krebs). Und zusätzlich Jupiter in Haus 8; Geld von außen. Und freilich Pluto am DC!

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Streikende am 05. Februar 2009

Fotos, Geschichte, Personen

Dürer und die Mücke

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Malaria-Bekämpfung: Forscher grillen Moskitos mit Laserwaffe – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wissenschaft

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Liebe Leserinnen und Leser,

Nürnberg, – Sonne 28:24° Fische. Ist nun dieses Nürnberg eine Krebs-, Skorpion-  oder Zwillings-Stadt? Der einzige, der Krebs sagt, ist Lilly. Nach dem berühmtesten Sohn, einem Ungarn mit Namen Ajtósi zu urteilen, sind wir hier Zwilling (Albrecht Dürer 21.05.1471, 10:25, Nürnberg)

In Deutschland nannte sich Dürers Vater anfangs „Thürer” (= Türmacher), was auf Ungarisch „ajtós” heißt („ajtó” = Tür).

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Dafür sprechen auch die beiden großen Kirchen, St. Sebald und St. Lorenz, die mit ihren Zwillings-Türmen je einen Zwillings-Stadtteil zu einem Kirchspiel machen, Handel und Buchdruck, Uhrmacherhandwerk und Waffenkunde, die älteste Buchhandlung Deutschlands (Korn & Berg), ect.

img_2510Fotos Markus Termin ©

Für Krebs wiederum spricht  das Überschwemmungsgebiet und unser zauberhafter und doch auch gefährlicher, weil leicht zu unterschätzender Fluss, die Pegnitz.

Skorpion kann ich auch rechtfertigen; mal sehen, was mir dazu einfällt. Es sind jedenfalls nicht die Mücken aus Muggenhof, wie ein Stadtteil hier heißt. Die internationale Messe für Schusswaffen? Skrupellos gleich nach dem Attentat? Früher hat man jährlich 30 000 Eibenbögen exportiert, Reste der Anpflanzungen gibt`s noch. Oder Diehl als plutonische Waffen-Schmiede?

Nun bitte nicht glauben, ich würde hier im Stundenbuch jeden Tag einen Spiegel-Artikel verlinken!

Zu obigem fällt mir aber zweierlei ein: offensichtlich hat dem Spiegel der Begriff „grillen“ aus der gefälschten Computer-Chat Botschaft des Winnenden-Attentäters gefallen, so dass man dieses Unwort aus dem Killerspieljargon gleich zur praktischen Verwendung im Wissenschaftsbereich freigegeben hat.

Zum anderen ist der Zusammenhang schlicht Dürers Tod an Malaria am 6. April 1528 – pünktlich zur zweiten Saturn-Wiederkehr – nach seiner niederländischen Reise.  Immerhin hätte ihm wohl auch der chinesische Beifuß, Artemisia lactiflora über die Runden geholfen, von dem man in Afrika gute Dinge hört und den inzwischen die sonst nicht gerade für rationale Ratschläge bekannte WHO empfiehlt, wo Multirestitenzen für chemische Mittel sich festgesetzt haben. Er kann wohl im Anfangsstadium heilen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Fotos, Poetry

Krokus – κρόκος

Nürnberg, – Sonne auf 27.02° Fische. Der Krokus ist eine Sonnen-Pflanze nach astrologischer Zuordnung. Das liegt am Safran, einer Gewürzdroge, die in alten Zeiten mehr als Droge, denn als Gewürz gebraucht wurde. Untere Fotos zeigen den Gartenkrokus, aus dem man keinen Safran gewinnt. Untere Zeichnung hingegen trägt die Safran-Fäden deutlich sichtbar. Krokus ist eine Kulturpflanze, deren Wildform unbekannt ist.

Passend zu den ersten Frühlingsblüten bringt Spiegel-Online folgende Nachricht:

Wirtschaftskrise: Konjunkturerwartungen überraschend verbessert – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wirtschaft

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img_35071Fotos Markus Termin ©

„Der Safran gehört zum Garten der Wollust und wurde deshalb auch von Hekate gezüchtet; diese rufen die orphischen Hymnen als „Meeresgöttin im Safrangewand“ an. Besonders heilig jedoch war der Safran der strahlenglänzenden Eos oder Aurora, der Göttin der Morgenröte und „Tempelhüterin des Lebens“. Von einem gelben Krokusschleier umwallt, öffnete sie mit ihren Rosenfingern die Pforte des Himmels, wenn sie, aus dem Ozean steigend, den Horizont berührte. Die gelbe Farbe war ein Symbol der Sonne. Es hieß, der Safran erblühe überall dort, wo dereinst Juno und Jupiter sich der körperlichen Liebe hingegeben und mit ihren wollüstigen Ausdünstungen die Erde befeuchtet und so befruchtet hätten. Deswegen bestreute man in der Antike die Brautbetten, als Stätte der ehelichen Wollust, mit Safranblüten.“ (Aus C. Rätsch, C. Müller-Eberling: „Lexikon der Liebesmittel, S. 591)

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Personen

Mutter und Tochter

Nürnberg, 21:24 – eine der fazinierendsten Möglichkeiten der Astrologie ist der Vergleich zwischen sehr nahe Verwandten.

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Hier sehen wir zwei Horoskope, die Mutter (oben) und Tochter (unten) zeigen:

mutterMutter

tochterTochter

Es ist dies ein besonders gutes Beispiel, zwecks der Illustration, warum es sinnvoll ist, starre Regeln zu vermeiden. Regeln schon, jedoch nicht starr. Worauf ich euch aufmerksam machen möchte, ist der (markierte) Grad-genaue Trigonalaspekt (120°) zwischen Mars und Sonne im oberen Horoskop, also bei der Mutter. Und dieser Aspekt findet sich wieder als ebenso Grad-genauer Aspekt bei der Tochter im unteren Horoskop. Jedoch nicht als Trigon, sondern als Konjunktion. Sehr genaue Konjunktionen oder Aspekte aber lassen den/die AstrologIn doppelt aufhorchen. Denn sie sind es, die die Geschichte erzählen. Welche Geschichte? Da die Geburtszeit sehr genau verbürgt ist, und auch charakterologisch die Tochter weit eher eine Krebs-Azendentin, denn eine Löwe-Aszendentin ist, ist die Geschichte eine Mars-Sonnen Erzählung, die bei beiden Frauen ins Haus 10, das Mutterhaus verweist. Weiter wird der Faden gesponnen, wenn wir mehr über die Familie erfahren. War die Großmutter eine Widder-Frau? Fragen dieser Art bringen uns jetzt weiter. Und sie sind spannend. Aber sie folgen keiner starren Regel, sondern Hinweisen. Von denen recht genaue Aspekte zu den deutlichsten gehören!

Und Mars-Sonne, was bedeutet das?  Unter den Stichworten „Eigenwille und Trieb“ schreibt Thomas Ring: „Das rein Marsische, Mut und physische Kraft, sowie die Neigung, aus allem etwas zu „machen“, das Vorfindliche zu verändern und mit jeder Lage „fertig“ zu werden bezeichnet erst die technische Voraussetzung einer von organischer Energie durchpulsten Lebensführung analog dem Sonnenstand.“

Danke, Thomas Ring! Wer kann heute noch so schreiben? Es lohnt sich, solche Sätze nicht als Widerstand, sondern als durchdachte Einheit nachzudenken!

Damit ist noch nichts über die Zeichen gesagt. Die Mars-Sonnen Konjunktion der Tochter übersetzt sich durch die Luft-Energie der vibrierenden Gleichwertigkeit von Himmel und Erde, dem Zwilling. Das Mars-Sonnen Trigon der Mutter nimmt sich die Kraft der Aktion aus dem Bereich des Materiellen (Stier) und stellt eine Verbindung mit dem sozial und gesetzlich Gültigen her (Steinbock).

Nun kommen die Häuser als Bereiche der persönlichen und sozialen Gültigkeit; das Gewicht der Planeten nach ihrer jahrtausende-alten und erprobten Zuordnung (Mond und Sonne der Mutter am Ort ihrer Schwäche) … ect. Bei der Mutter ist die Sonne Urgrund ihres zu gestaltenden Wesens, wie wir den Aszendenten und die Griechen das Horoskop überhaupt nannten, und bei der Tochter ist dies der Mond: und auch hier wieder Entsprechung – jedoch keine Regel – denn die Mond-Sonnen Konjunktion der Mutter wird durch die Tochter im Zeichen Fische, in dem ihr Geburtsherrscher steht, regelrecht aufgelöst. Horoskope haben in ihrer Regelmäßigkeit viel von einem Kaleidoskop.

Ein weiteres Thema der selben Rhythmik zwischen Mutter und Tochter sind auch Uranus und Jupiter; etwas weniger präzise, dies jedoch gilt sowohl für das Quadrat (Mutter, oben), als auch für die Konjunktion (Tochter, unten).

Personen

Karlheinz Böhm

bohm-buch

Nürnberg, 20:53 – Karlheinz Böhm, geboren am 16. März 1928 um 18:55 in Darmstadt. Seine Geburtszeit wird normalerweise mit 18:45 angegeben, doch bei diesem Mann kann frau/man sicher sein: er ist ein Waage-Aszendent, kein Jungfrau-AC! Es gibt ja sogar Astrologen, die es für wenig möglich erachten, das Gesicht aus den Tierkreiszeichen heraus zu beschreiben. Dabei ist nichts offensichtlicher. Nur spielen viele Faktoren eine Rolle, nicht nur die Sonne. Man vergleiche Böhms Gesicht mit dem von Alain Delon, der auch einen Waage-AC hat, dazu einen Widder-Mond und eine Skorpion-Sonne. Es ist diese edle, lange Gesichts-Form mit dem wohlgefügten Kinn. Natürlich habe ich mir dazu ein paar mehr Waage-Aszendenten angeschaut. Und Ausnahmen bestätigen die Regel. Zu Böhms Leben ist nicht viel anzumerken. Er wird hoffentlich bald die Uranus-Wiederkehr erleben. Für einen Fisch gibt es keine größere Verwirklichung, als das, was Böhm geleistet hat: sich und seine Haus 6 Sonne in den praktischen Dienst für andere zu stellen. Die Fische-Sonne findet sich selbst, indem sie sich verschenkt. Das hindert der Steinbock-Mond nicht. Oskar Adler schreibt treffend: „Es tritt (bei Steinbock-Mond und Fische-Sonne) der Missionsgedanke mit besonderer Intensität auf den Plan. Indem man seine Fische-Natur auslebt, glaubt man gleichzeitig eine höhere Pflicht im Auftrag der Schicksalsmächte zu erfüllen, die dem Geborenen sein Los erteilt haben.“

Menschen für Menschen – Willkommen

karl-heinz-bohm

Mundan, Personen

Albert Einstein

foto-albert-einstein14. März 1879 11:30 Ulm

„Astrologie ist eine Wissenschaft für sich. Aber eine wegweisende. Ich habe viel aus ihr gelernt und vielen Nutzen aus ihr ziehen können.“


Albert Einstein

albert-einstein

einstein-transite

Nürnberg, 15:34 – oben finden wir das Horoskop des berühmten Mannes, unten ist gleichfalls sein Horoskop mit den aktuellen Transiten (außen) zu besichtigen. (Diese Bilder lassen sich nach Bedarf auch noch vergrößern.) Dabei fällt natürlich auf, dass es einige zeitliche Übereinstimmungen zu heute gibt. Freilich weilt Einstein jetzt in einer anderen Dimension. Dennoch mag anhand der aktuellen Transite im äußeren Kreis eine Bewegung seines öffentlichen Wirkens angezeigt sein? Da ist vor allem der befreiende Uranus über der Sonne. Jupiter im Wassermann und Venus im Widder, wie auch in seinem Geburtsbild. Jupiter im Zeichen des Geistes in Haus 9 macht ihn zum geborenen Professor. Bemerkenswert: der zähe Steinbock-Mars! Und Schütze-Mond als Anlage in Haus 6; setzt sich praktisch um. Und praktisch ist es auch, wenn Sonne und Ziel, also das Haus 10, in einer Richtung liegen. Mit Venus im Widder in Haus 11 ist er öffentlich beliebt und kann sich durchsetzen. Neptun im Stier löst die öffentlichen, bzw. ursprünglichen (Haus 11) Vorstellungen von Materie (Stier) auf. Er könnte aber auch bedeuten: die Öffentlichkeit täuschen.

Als 1932 der Mondknoten über seine Geburts-Sonne ging, wanderte Einstein in die USA aus. Pluto im Krebs, also in seinem AC-Haus begleitete die Nobelpreiszeit, die Bestätigung seiner Theorie während einer Sonnenfinsternis in Brasilien am 29. Mai 1919 als Beobachtungen Arthur Eddingtons zeigen konnten dass das Schwerefeld der Sonne Licht genau so ablenkt, wie es die allgemeine Relativitätstheorie vorhersagt.

relativitatstheorie-bestatigende-sonnenfinsternisSonnenfinsternis 29.05.1919 Santo Antonio, Principe, 13:08

Es mag Lesern meines Blogs nicht entgangen sein, dass ich mit der Gültigkeit seiner Relativitätstheorie hadere. Ob denn wirklich die Lichtgeschwindigkeit die gültige Raum/Zeit-Norm ist? Ursache dieses Haderns ist aber nicht der Versuch, es besser wissen zu wollen,  sondern das Unbehagen wegen einer unvollständigen Welterklärung, die sich in ihrer scheinbaren Kompliziertheit zunehmend verknotet. Dieses Unbehagen hatte Einstein bekanntlich selbst auch: „Das Unverständlichste an der Welt ist, dass wir sie verstehen können.“ Einstein war ein Meister paradoxer Schlüsselsätze, die immer einen Hinweis auf die mysteriöse Kraft des Geistes enthielten.

Uns fehlt im Augenblick ein widerspruchsfreies Wissen davon, wo unser Ort in dieser Welt ist. Wir sind gezwungen, die Einheit von Bewußtsein, Ort und Zeit aufzugeben. Und zwar sowohl in Folge der Relativitätstheorie, die uns klar macht, Zeit ist relativ zur Geschwindigkeit, als auch durch die Quantenphysik, die uns andererseits klar macht, daß es Zusammenhänge jenseits der Einheit von Ursache und Wirkung in Bezug auf die Übereinstimmung des Ortes gibt.  Beides sprengt jedoch den Rahmen unserer Vorstellungskraft. Wir – und das sind auch die Physiker mit ihren Zauberknoten, aus denen der Urknall entsprungen sein soll – sind bislang daran gescheitert, die Welt als Anschauung von Materie oder deren Umschreibungen – z.B. „Feld“ – plausibel erklären zu können. Wir verstricken uns in Widersprüche. „Können wir den Materiebegriff nicht einfach fallen lassen und eine reine Feldphysik entwickeln?“, fragte Einstein.

Für eher philosophisch veranlagte Naturen ist der große Münchhausen-Trick bei der Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit die Frage nach der Objektivität der Messung. Denn jede Messung muß ja auf menschlich nachvollziehbare Erdenverhältnisse heruntergerechnet werden. Irgendwo brauchen wir, wenn wir messen wollen, einen Maßstab,  einen Eichpunkt, der Gültigkeit hat. Doch welcher Maßstab kann in einer Welt, in der sich alles relativ zueinander bewegt, absolute Gültigkeit beanspruchen?

Hier setzt der Einsteinsche Trick an: wir nehmen das Licht (und von einem gewissen Standpunkt aus ist alles Licht) und setzen es als absolute Bezugsgröße für Alles. Und schon haben wir den Stillstand, den Punkt, um den sich die Raumzeit herumbiegen muß: denn ob Licht (im Vakuum, welches es de facto nicht gibt) immer gleich schnell ist, egal, ob es von einem sich mir mit nahezu Lichtgeschwindigkeit entgegenkommenden Gegenstand, oder von einem sich mir mit nahezu Lichtgeschwindigkeit entfernenden Gegenstand ausgesandt wird, oder ob es gar stillsteht, das macht bei einer absoluten Bezugsgröße in einem relativen Raum, welcher gleichwohl durch diese Absolutheit des Lichts in seiner statischen Maximalgeschwindigkeit aller Dinge überhaupt erst gebildet wird, keinen Unterschied.

Einstein hat damit auf geniale Weise den Kosmos vom Mittelpunkt der Welt nicht, wie Nicolaus Copernicus (auch eine Fische Sonne mit Schütze-Mond!) zum Sonnenmittelpunkt verlegt, sondern aus diesem Mittelpunkt eine statische absolute Bezugsgröße für das ganze All gemacht.

Es liegt auf der Hand, dass dies nicht der letzte Schritt war. Und die Entwicklung der Physik in zwei entgegengesetzte Richtungen legt nahe, daß der nächste Schritt, vielleicht erst sehr viel später, den Geist selbst in seine „Rechnung“ wird integrieren müssen.

Zwar lassen sich viele Erkenntnisse in ihrer praktischen technischen Umsetzung bewundern, woraus umgekehrt die Gültigkeit der zugrunde liegenden Theorie geschlossen wird, doch dies hebt die gleichzeitig existierenden Widersprüche leider nicht auf. Und läßt gerade jene technischen Anwendungen zu magischen Spielen werden, deren Grundlage Dogma und Zeremonie eher zu sein scheinen, als das ersehnte, in sich geschlossene und logisch nachvollziehbare Welterklärungsgebäude, dem man schon einmal den absurden Namen: „Theory of Everything“ gegeben hat.

Vielleicht kann uns ja der Uranus über Einsteins Sonne dieser Tage einen Schritt weiter bringen?

„Die große Frage WARUM hat die „moderne“ Physik überhaupt nicht beantwortet. Nachfolgende fundamentale Fragen nach dem Warum nicht nach dem Wie sind völlig offen:

1) Was ist Massenträgheit ?
2) Was ist Gravitation ?
3) Was ist ein Atom in Wirklichkeit ?
4) Was ist eine elektromagnetische Welle ?
5) Wie können die 4 Kräfte aus einer Kraft entstehen ?“

H. Joswig