Foto Vazul Termin
Ba si li cum – Li ba si cum.
Cum liba sie?
Si cum bali …
P.S.: Morgen wieder Astrologie, heute keine Zeit … liebe Grüße meinen Lesern …
Astrologie in der Nachfolge der heiligen drei Könige
Naufragio » Untergang der Assalama, Armas Naviera, Kanarische Inseln
Nürnberg, 12:10 – Der „Club“ ist abgestiegen, und gestern gab es dazu passend genau zum Spielende ein kräftiges Gewitter. Man möge es mir verzeihen, aber ich sehe diesen Abstieg als Mentalitätsproblem der Stadt. Da hatte man – Einblick in die Denkweise der Beteiligten – einen sehr erfolgreichen Trainer, Hans Mayer, mit dem in der letzten Saison ein Titel zu holen war, von dem man sich einfach mitten in der nun beendeten Saison trennte. So was macht man nicht. Mein Problem ist: ich liebe Fußball, aber ich mag keine Pöbeleien, Sauf-Orgien und andere völkischen Blödheiten. Seit durch die WM und die PR-Arbeit des smarten Oliver Bierhoff – geb. 1. Mai 1968 – ein wenig Geist in die Szene geweht ist, bin ich gern dabei. Der Abstieg des „Clubs“ ist weiter nichts als ein Abstieg der ewig Gestrigen. Und die Möglichkeit, neu anzufangen, und schöne Spiele gegen den ewigen Rivalen Greuther Fürth sehen zu dürfen.
Am 30. April 2008 knallte die Fähre Assalama gegen den Beton-Pier der kleinen Hafenstadt Tarfaya die zur spanischen Sahara unter marokkanischer Verwaltung gehört.
Ich habe selbst mal ein halbes Jahr auf der Canaren-Insel Fuerteventura verbracht, und wir wunderten uns nicht wenig darüber, warum es bei der geringen Entfernung zum afrikanischen Festland keine Fährverbindung gab? Zu dieser Zeit waren allerdings auch noch keine Flüchtlings-Boote auf hoher See, Fuerteventura war eine vergleichsweise leere Wüsteninsel. Nun hat sich das Ehepaar Peter und Judith Thot Geimer mit drei Kindern von Fuerteventura aus aufgemacht, sich auf einer ganz anderen Canaren-Insel, nämlich La Palma, niederzulassen, und wahrscheinlich hat man einen Abstecher über die Schweiz nach Küssnacht machen müssen, um den Pkw, den Caravan und all die Erinnerungsstücke und Manuskripte herbeizuholen, die man auf solchen Inseln auch wohl haben will, wenn man sich dort niederläßt. Doch, wie gesagt, die Fähre havarierte und in der Folge haben die Toth Geimers wohl fast ihren ganzen Besitz verloren. Die Reederei fühlt sich nur sehr begrenzt verantwortlich, und will diesen Besitz weder bergen, noch ersetzen. Sogar, als dies noch möglich gewesen wäre, denn das Schiff hatte erstmal „nur“ Schlagseite, hat man eine Bergung insbesondere wertvollen geistigen Eigentums des Schriftstellers und Philosophen Peter Toth abgelehnt. Die Familie sieht sich in Marokko, wo man inzwischen hungerstreikend ausharrt, einer für schweizer Verhältnisse fassungslosen Ignoranz ausgeliefert. Nun versucht man – eben durch Hungerstreik – wenigsten an die Computerfestplatten zu kommen, die das Salzwasser vielleicht noch nicht geschluckt hat. Natürlich ist das Schiff, knapp vor der Küste dümpelnd, längst geplündert, denn ein Land, von dem aus die Menschen unter Lebensgefahr den Ozean überqueren, um nach Fuerteventura zu kommen, hat auch genügend Piraten, die sich einen solchen „Glücksfall“ nicht werden entgehen lassen. Schauen wir uns das Horoskop für die Abfahrtszeit der Assalama an:
Die Familie steigt tatsächlich als Krebs am Osthorizont auf, und sie steht in den Fischen als Mond in Haus 9, dem Haus der Seereisen. Passender könnte es nicht sein. Was auffällt, ist die Anwesenheit von Mars in Haus 1, der eine latente Gewaltmöglichkeit immer hergibt. Mars hat ein Quadrat zum Glückpunkt, der ganz an der Spitze zu Haus 11 und in genauer Konjunktion zu Venus steht, im Widder: dies sind die Plünderer, die Hab und Gut einfach durch Glück in die Hände bekommen, indem sie Initiative ergreifen, und das Schiff plündern. Was jedoch das Ehepaar am meisten aufbringt, ist die Ignoranz der Reederei und der Behörden, die weder ein Interesse zu haben scheinen, das Schiff zu bergen, noch Hab und Gut der Passagiere zu retten. Wer sind sie im Horoskop? Sie werden vertreten durch die Herrscher von 10: Jupiter, Neptun. Wenn man nun bedenkt, dass die Familie Toth Geimers durch den Mond dargestellt ist, so ist eben der Mond in den Fischen wahrlich abhängig von Neptun und Jupiter. Jupiter steht schwach im Steinbock, doch stark in einem Eckhaus: die Position der Reederei ist stur und unverrückbar, also steinbockmäßig. Neptun bildet eine schicksalhafte Konjunktion zum Mondknoten: das ganze seefahrerische Konzept der Reederei und der Behörden wird letztlich durch die Havarie verändert werden. Dies bezieht sich nicht nur auf den einen Unfall der Fähre. Neptun steht im Haus 8, dem Haus der Veränderung und vielleicht des Todes. Demnach, und gemäß der Politik des Verschweigens, wird sich die Reederei in Existenznöte bringen, wenn sie nicht schon längst darin ist. Und auch auf den Canaren werden neuerdings Entscheidungen von Provinzfürsten und Bürokratie – in Spanien, gelinde gesagt, nicht besser, als bei uns – nicht einfach mehr so hingenommen. Der Mond, den wir als die Familie sehen, steht in Opposition zu Saturn, der aber auch Herrscher von Haus 7, also Herrscher des Hauptsignifikanten der Reederei ist. Und er steht – zum x-ten Male betont an dieser Stelle – am Punkt der Mondfinsternis vom 21. Februar 2008, der bekanntlich „Vertuschungen und Intrigen“ bedeutet. All dies ist hier zutreffend und anschaulich durch das Horoskop geschildert. Peter Toth hält trotz seines Namens scheinbar wenig von Esoterik. Das ist für einen Philosophen schade, denn er entäußert sich damit der Möglichkeit, seine Lage als den Beginn von etwas Neuem aufzufassen, aus dem ihm Freiheit erwachsen kann, die viel mehr wert sein könnte, als aller materieller Besitz oder Erinnerungsstücke. Speziell an diesem Punkt, beim Jammern wegen verlorener Erinnerungsstücke, fehlt mir das Verständnis. Sollte man doch froh sein, von ihnen befreit zu sein. Freilich bedarf es vielleicht eines solchen Paares, um die Reederei letztlich das Fürchten zu lehren. Denn sie scheinen entschlossen zu sein, ihr Leben diesem Kampf zu widmen. Dass die Reederei und die Behörden durch Neptun in Haus acht vertreten sind, zeigt auf, wie hier der Betrug überhaupt Ursache einer Taktik der Verschleierung ist. Irgendwo versucht einer die Hand aufzuhalten und viel Geld von einer Versicherung zu kassieren. Uranus zeigt jedoch mit einem Sextil zu Jupiter an, dass die scheinbar Unbeweglichen sich werden bewegen müssen. Die Versicherung verspricht auch für die Familie Toth Geimer der Hebel zu werden, bei dem sie ansetzen können. Immerhin geht auch der Mond eine Konjunktion mit Uranus ein, der das Haus 8 regiert, also die Versicherung. Bleibt zu wünschen, dass die Toth Geimers ihren Hungerstreik rasch beenden und sich trotz des Kampfes gegen das betrügerische Monster, das die Reederei zu sein scheint, der Botschaft des Glücks im Unglück nicht gänzlich verschließen. Das Sextil von Uranus zu Jupiter, dem auch der Mond, also die Familie begegnen wird, deutet darauf hin, dass man sich irgendwie doch einigen wird. Wer mehr lesen will, suche unter dem ganz unten angegebenen Link in der Blogroll von La Palma Aktuell – Frische Nachrichten aus La Palma.
Nürnberg 17:57, kurz nach einem heftigen Gewitter direkt über der Stadt. Alles ist etwas abgekühlt, doch sicher lieben die Pflanzen den Regen. Yves Rossy, einem Schweizer, ist es gelungen, nur mit Flügeln, seinem Körper und ein paar Düsen an der Flügeln durch die Lüfte zu rasen, wie Iron-Man in den Kinosälen. An sich gefällt mir das Gleitsegeln mit den Schirmen viel besser, und ich glaube, man ist den Vögel näher, weil es eben still dabei ist, jedenfalls weitgehend. Dennoch ist es durchaus auffällig, wie Wirklichkeit und Simulation der Wirklichkeit sich hier ein Stelldichein liefern. An sich müßte das nicht bemerkenswert sein, doch zeigt sich hier ein Gesetz der Realität, deren Zusammensetzung eben wahrscheinlich seit den Tagen vor der Flut aus Wirklichkeit und der Simulation der Wirklichkeit, also deren Nachahmung besteht.
Der Denker, der uns diese Geseztmäßigkeit enthüllte, war Jean Baudrillard. Was ist Simulation? Nehmen wir an, es gibt eine Karte von einem Land, wie zum Beispiel bei Google-map, so ist diese Karte eine Simulation der Realität. Die Realität ist aber das Land selbst. Geht man bei Google-map von der Funktion „Karte“ auf die Funktion „Satellit“, so sieht man statt der Karte mit Straßen und Orten eine Fotografie aus dem Weltraum. Und unter der Funktion „Hybrid“ läßt sich beides mischen. Alle diese Darstellungen sind jedoch simuliert, denn sie sind nicht, können es nicht sein, das echte Land, wie es beispielsweise ein Storch sieht, wenn er drüberfliegt. Das Reale ist durch Zeichen des Realen ersetzt worden, die auf nichts mehr verweisen; in der „Hyperrealität“ lässt sich Reales von seiner Simulation nicht mehr unterscheiden. Gerade die Differenz zwischen Foto und Karte erweckt nämlich die Illusion, es handle sich beim Satellitenbild um Realität. Das ist aber nicht der Fall; allerdings mag es seinen Sinn und Grund haben, warum die Realität selbst solchermaßen verschleiert wird. Der Vorgang der Simulation ist eben sehr gut abzulesen an jenem fliegenden Menschen Yves Rossy und seinem Zwillingsbrunder im Film, dem Iron-Man. So wird der Film-Simulation die Realitität gewissermaßen „bei Fuß“ geliefert. Dies ist jedoch kein neuer, sonder ein sehr alter Vorgang. Immer kam für die Menschheit erst die Vorstellung der Dinge, und dann deren Verwirklichung. So ist, im Ernst, Jules Verne mit seinen fantastischen Geschichten des elektrischen Zeitalters Vater so mancher Erfindung. Im Grunde genommen ist auch die Schrift selbst eine Simulation, denn ihre Zeichen weisen auf einen Bezugspunkt der Realität, dessen stilisierte Ikonographien sie eben selbst sind. Ist Simulation gut, oder schlecht? Diese Frage können wir, mit Merkur im Zwilling, so nicht stellen. Wir müssen im Grunde genommen schweigen, und dem Gott für seine Gabe danken, uns die Schrift geschenkt zu haben. Dennoch werde ich den Verdacht nicht los, als wäre mit seiner Gabe auch ein Mißbrauch verbunden, eine Bemächtigung dessen, was ursprünglich als kulturschöpfendes, magisches Momentum gedacht war. Und wenn jemand sich der Menschheit bemächtigen wollte, könnte er dies nicht am besten durch die Okkupation der magischen Gesetze, nach denen unser Bewußtsein arbeitet, ohne, dass wir es ahnten?
Foto Markus Termin
Nürnberg, 23:14 am 29.06.08 Spanien ist´s geworden, wie jeder weiß. Und das hochverdient. Mit meinen astrologischen Spiel-Prognosen lag ich meist daneben. Im Nachhinein läßt sich freilich viel analysieren. Fest steht jedenfalls, daß die Methode, den Sieger aus dem Ereignishoroskop für´s erste Tunierspiel zu ermitteln, nicht funktioniert. Zumindest nicht nach den klassischen Regeln. Dementsprechend wäre Spanien Jupiter gewesen, und der stand zu Beginn des Tuniers nicht in Siegerposition. Es gibt auch Beobachter dieses Blogs, die meinen, bei jeder falschen Vorhersage in hämische Schadenfreude ausbrechen zu müssen. Schaut man Ihnen und Ihrer vermeintlichen Rationalität genau in die Karten, dann sehen sie gleich rot und regen sich auf. Dabei betreiben sie selbst – freilich ohne es zu ahnen – schon Astrologie, wenn sie nur auf die Uhr schauen. Ich jedenfalls freue mich – mit verbesserten Methoden – auf das nächste Tunier!
Nürnberg 16:13 – nun wird es, nachdem Wolken und Regen aufgekommen sind, tropisch. Die Sonne brennt heiß, wenn sie scheint, ich bin froh, einen Strohhut zu haben. Der Dalai Lama, der das gewohnt ist, wird sich wie zuhause fühlen. Er ist am 6. Juli 1935 um 04:35 in Tengster Village, Tibet geboren. Seines Zeichens ein Krebs-Aszendent mit Krebs-Sonne und Jungfrau-Mond:
Wie er sich für den Ausgleich einsetzt, zeigt sein Mars in der Waage. Hat jemand den Aszendenten und die Sonne im Gleichen Zeichen, so spricht man von einer bemerkenswerten Übereinstimmung von Anlage und Wesen. Und so ist es ja auch bei dem heiligen Mann, der so bescheiden ist. Wenn man nun rüber schwenkt zum Stundenbild seines Auftritts, oder besser, seiner öffentlichen Meditation in Nürnberg, so geht genau sein eigener Aszendent auf, und das läßt vermuten, dass all die Auftritte in Deutschland in dieser Woche von besonderer Wichtigkeit für ihn sein werden:
Hier sieht man auch bemerkenswerterweise Uranus in den Fischen genau „aufgespießt“ am MC. Es geht also um die dauernde, beharrliche Befreiung des Glaubens und der Religion, die der Tibetische Buddhismus auch wirklich seit langer Zeit besonders bei uns erfolgreich betreibt. Selbst Katholiken sind schon ein wenig buddhistisch. Allein das Wissen um die Wiedergeburten hat bei uns sehr viel Anklag gefunden. Dabei rät das Oberhaupt der Tibeter einem jeden, bei seiner eigenen Religion zu bleiben, ähnlich, wie Sokrates. Des Dalai Lamas Saturn steht in Haus 9 in den Fischen: er ist also ein konservativer Hüter der Religion im Haus Gottes (wie bei Papst Benedict). Zudem steht er vor der dritten Saturn-Opposition. Das ist auch für ihn eine schwere Zeit, in der das Verhältnis von innerer und äußerer Ordnung neu gefunden werden muß, ähnlich, wie in der Pubertät oder der midlife crisis, den beiden vorhergehenden Oppositionen. Schon allein sein Horoskop läßt daran glauben, dass hier ganz und gar nicht zufällig der richtige Mann für die richtige Sache gefunden wurde. Selbiges gilt jedoch ebenso für Joseph Ratzinger (Widder mit Fische AC). Ich selbst habe natürlich Respekt vor und für den weisen Mann; allein ich wünschte mir eine Religion des Wissens ohne Organisationen, die alle Menschen umfasst. Sicherlich kann der Buddhismus dazu genau so viel beitragen, wie das Christentum. Doch letztlich, bitte, sollen sie zusammenkommen: come together: right now! Dafür geben fast alle vor zu sein. Selbst jeder weise Anhänger Mohameds wird zugeben, dass es nur eine spirituelle Quelle gibt, doch keiner, auch der Dalai Lama nicht, würde dafür auch nur ein Jota von seinem Katechismus abrücken. Wen wundert´s, wenn dann Wen Jiabao Macht bekommt über die Unbeweglichen? Was man nicht einmal denken darf, ist der Zusammenhang zwischen dem Erdbeben und den Unruhen in der selben Provinz. Oder gar der zwischen der gewaltsamen Unterdrückung der buddhistischen Mönche in Burma und dem Zyklon. Sind solche Katastophen Strafen des Himmels? Wenn wir hier dem Menethekel folgen, dann können wir natürlich nur noch demütig sein. Und dennoch: ein Hauch von Zweifel über einen Zusammenhang bleibt. Schließlich erstaunt es auch, mit welcher Inbrunst sich der berufszynische Spiegel für die Religionsfreiheit in Tibet stark macht, wo doch keine Woche vergeht, in der dasselbe Organ versucht, aus Jesus eine möglichst unbedeutende historische Verwirrung zu machen.
Nürnberg, 15:56 – nun war eben ein Donnergrollen am Himmel. Zeus ist rückläufig und bildet für kurze Zeit, solange der Mond in der Jungfrau ist, mit Sonne und Mond ein großes Erd-Trigon zwischen den Zeichen Stier, Jungfrau und Steinbock. Das klingt nach viel Energie, und so ist es auch. Bisweilen kommt es bei mir vor, dass ich Dinge vor mir selbst verstecke. Nicht absichtlich, sondern unbewußt; ohne Grund freilich nicht. So kam es gestern mit meiner Bankkarte. Und sowas natürlich ausgerechnet dann, wenn man sie eigentlich braucht. In solchen Fällen hilft Astrologie beim Auffinden verlorener Gegenstände meist hervorragend. Nach verzweifelter Suche setzte ich mich an den Computer, um das Stundenhoroskop für die Frage: „Wo ist meine Bankkarte?“ einzugeben:
Wir sehen hier die Jungfrau aufsteigen. Das hat also etwas mit Ordnung, Struktur, Analyse zu tun: eindeutig. Es geht um die Bewältigung praktischer Lebensfragen. Und das ist richtig, wollte ich doch ein Fahrrad kaufen. Wo ist aber nun die Karte? In diesem Fall bin ich Merkur, der Fragende, und der Mond, direkt am AC: eine Herzensangelegenheit also. Merkur ist aber auch, wie könnte es anders sein, die Bankkarte, denn das hat etwas mit Handel zu tun. Merkur steht, so fiel mir sofort auf, oben im Haus 10, im Berufsbereich. Mit einer solchen Hilfe war klar: irgendwo in der Astrologie muß sie verborgen sein, denn das ist mein Beruf. Sodann – nächste Schlussfolgerung: Merkur ist stark und steht im Zwilling, also in der Luft. Es ist bekannt, dass dieser Gott geflügelte Sandalen besitzt, doch konnte es das nicht sein. Schließlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen: „Im Regal muß die Karte sein,“ denn dies ist der Ort in meiner Wohnung, der sich „In der Luft“ befindet. Doch wo? Nach kurzen Nachdenken kam mir in den Sinn, dass sie wohl in einem Buch stecken müßte, denn auch Bücher sind Merkur und haben – Zwilling -. Und so war es tatsächlich. Sie steckte in Thomas Rings „Astrologischer Menschenkunde“ im Kapitel Jupiter-Neptun zwischen Seite 352 und 353 „Entfaltung und Weite“. Die Aspekte von Merkur, das Quadrat zum Mond, geben auch die unbewußten Regungen an, die mich veranlaßt haben, die Karte vor mir zu verstecken. Ich wollte wohl eigentlich mein schwer verdientes Geld behalten. Doch Merkur hat ein zunehmendes Trigon zu Neptun: es würde mir also, denn Merkur beherrscht auch knapp das Haus 2 (Besitz, Eigentum) des Stundenhoroskops, dennoch durch die Finger fließen, so ist es halt …
William-Adolphe Bouguereau („Charity“ – 1859)
Liebe Leser,
Nürnberg – 20:59, es gibt wegen des Wetters rein gar nichts auszusetzen. Jedenfalls hier nicht. Dafür ein anderes interessantes Thema: Namen und Magie. Folgendes hat sich zugetragen. Heute morgen rief eine Klientin an, die mit mir einen Termin ausmachen wollte, eben hatte sie ihre Geburtszeit gefunden. Ich kenne sie seit Jahren. Sie hat einen Sohn namens Christoph, der seit einiger Zeit bei seinem Vater lebt, der nun, obwohl er selbst nie einen Pfennig Unterhalt bezahlt hat, plötzlich, weil der Sohn bei ihm lebt, von ihr, der Mutter, Unterhalt verlangen kann, schlicht weil sie hat, was er nie hatte. Gut, wir machen also diesen Termin aus. Ich bin nachmittags unterwegs, um ein Fahrrad abzuholen, dass ich bei ebay für meinen Sohn erstand, und begegne, indem ich an der Merkur-Apotheke am Aufsessplatz vorbei radle einem alten Bekannten: Christoph, jedoch nicht dem Sohn meiner Klientin, sondern einem Musiker-Kollegen, mit dem ich vor Jahren einmal in einer Band gespielt habe. Ich radle also weiter, und treffe meinen jüngsten Sohn vor seiner Wohnung. Er hat natürlich schon vor Wochen und zum x-ten Mal seinen Haustürschlüssel verloren, Mama, Schwester, Bruder sind ausgeflogen, und er kommt nicht rein. Prima, denke ich mir, nehme ich den gleich mit zu mir. Er ist aber konkret pubertierend und es kostet Überredungskraft, ihn zu mir zu bringen, wo es frischen Apfelsaft, eventuell ein Mittagessen und unter Umständen ein Schach-Spiel gibt. Während wir also noch laufen, sehe ich plötzlich ein mir bekanntes Gesicht: „Kennen wir uns?“ Es ist Christoph, doch nun tatsächlich der Sohn meiner Klientin, mit der ich eben diesen Morgen telefoniert hatte, auf den Stufen einer Treppe sitzend, mit einem Freund, wo er den „Bund der Naturfreunde“ sucht. Hm … ? Christoph erkennt eher mich, als ich ihn; er hat sich sehr verändert, und zwar zu seinem Vorteil. Nun ist Nürnberg nicht klein genug, um alle Nasen lang den Kindern von Müttern zu begegnen, mit denen man am selben Morgen telefoniert hat. Was mir jedoch zu denken gibt, ist der doppelte Christoph. Dieses Rätsel – denn die beiden waren in der selben Straße – einer dritten Person vorgelegt, sagt ihr natürlich nichts, denn solche Koinzidenzen, obwohl sie jeder ständig erlebt, sind einem Dritten in ihrer Exklusivität nicht vermittelbar. Nun kommt aber zu all dem noch hinzu, dass ich mit einer lieben Klientin am Tag zuvor ein Gespräch hatte über vermehrt auftretende Dopplungen. Ihr sei, so berichtete sie, ihr Wagen zweimal an dem selben Teil kaputtgegangen, und auch sonst würden sich Dinge in zweifacher, gedoppelter Gestalt augenblicklich durchaus in ihr Leben drängen. Ich kann mir darauf durchaus einen Reim machen. In Bezug auf den doppelten Christoph ist es folgender: die Verbindung zu seiner Mutter am Morgen hat ein Feld ausgelöst, dass – wir könnten es nach Rupert Shelldrake morphogenetisches Feld nennen – die Energie „Christophs Mutter“ beinhaltet, zusammen mit der Vorstellung von familiärer Sorge und Freundschaft. Da dieses Feld stark ist (wir haben eine Subsistenz Beziehung, das heißt, ich ernte im Herbst bei ihr Mirabellen, sie bekommt dafür das Horoskop erklärt (Interessenten mit Obstbäumen bitte melden …!) fällt mein Freund Christoph, der Musiker, ebenso darunter, wie ihr Sohn, ebenfalls Christoph. Dem Vorgang kann also ein Hinweis auf die Funtionsweise der Sprach-Magie entnommen werden: es scheint weniger bedeutend zu sein, welcher Christoph in der Ansammlung dieser Buchstaben gefunden werden kann, sondern allein, dass es ein Christoph ist. Demnach hätte Platon recht, dass Namen eben mitnichten Schall und Rauch sind, sondern es eine höhere, wirklichkeitsgestaltende und lautempfängliche Ebene gibt, die auf bestimmte Lautfolgen in Kombination mit einer bestimmten emotionalen , authentischen Kraft auf eine kräftige, wirklichkeitsgestaltende Art reagiert. All dies sicherlich nicht zufällig, wenn Merkur in Zwillinge steht, mit einem Quadrat zu Uranus und einem Trigon zu Neptun. Und schließlich: auch unser gestriger Blick auf Jesus Christus gehört zu den potenzierenden Aspekten einer solchen Sicht.
Mit freundlichen Grüßen,
Markus Termin
Nürnberg – 12:31 – Pfingsten ist das Fest der Christenheit, bei dem ich am Tiefsten empfinde. Natürlich passt das Wetter: alle Vögel sind schon da, ihr Jubel und die Schönheit ihrer Botschaften kann Feiertags sogar die share houlder value Gesellschaft toppen. Jesus, wie er da am Feuer sitzt, den befremdeten Jüngern zum dritten Mal erscheinend, Brot und Fische röstend. Das ist ein Bild, wie es durch das Medium Film sehr gut wiedergegeben werden kann, weil sich hier Gleiches mit Gleichem begegnet: das Geisterhafte den Schein-Bildern, die doch, auf den Kopf gedreht, überall in der Luft stehen, denn unsere ganze optische Wirklichkeit ist eine Camera Biobscura, ein lebendiges Abbild des Abbildes vom Abbild … In dieser Wirklichkeit vermittelt der Heilige Geist die Möglichkeit einer Verständigung überhaupt. Indem wir mit einem Mal merken, „dass es ist, und nicht vielmehr, dass es nicht ist.“ (Parmenides). Jesus und Sokrates waren die beiden, die nicht geschrieben haben, und von deren Geist doch die ganze Menschheit getragen wird, ohne, dass es ihr recht bewußt ist. Schreibt man, so stellt dies immer einen Münchhausen-Akt dar. Nur ein mal schreibt Jesus, und zwar in den Sand. Und Sokrates schreibt auch einmal, nämlich Lieder – zwischen Gefangennahme und Urteilsvollstreckung – By the way: hat sich jemand mal überlegt, warum Simon Petrus vom Fischerboot aus sich erst bekleiden muss, bevor er zum Herrn ans Ufer schwimmt, „denn er war nämlich nackt“? Eine andere Wasser-Überquerung fällt dazu ein: als Jesus eben über das Wasser wandelt: „Fürchtet euch nicht!“, sagt er. Warum wird dies extra erwähnt, wenn es doch selbstverständlich war, als Fischer nackt zu fischen, damals? Macht euch keine Sorgen um die Leiblichkeit … Auch als Auferstandene werdet ihr weder hungern, noch der Schönheit des Leibes entbehren. Petrus hält die Scham-Grenze der Kultur ein; es wird, zum dritten Mal, nach einer leiblichen Stärkung die Begegnung mit Jesus in einem kulturellen, bekleideten Kontext wiedergefunden. Das Normale im Ungeheuerlichen wiederhergestellt durch diese Bekleidungsgeste. Sie ist ein winziges Komma an einer Stelle, wo es gilt, die Differenz von Jesus Lehre in die Wirklichkeit eingehen zu lassen. Petrus legt den Weg schwimmend im Element zurück, bekleidet, den Weg, welchen Jesus auch schon gegangen ist, seine Kleider jedoch hat er bekanntlich im Grab zurückgelassen. All diese Dinge sind viel zentraler, als wir glauben, und der Tag, an dem die Religionen allesamt die Natürlichkeit der Körper anerkennen und das Tabu der Nacktheit ebenso fällt, wie das Diktat der Mode, wird vielleicht auch ein Tag sein, an dem Uranus ein gradgenaues Trigon zur Sonne bildet. An diesem Tag wird das Wort „Anmut“ wieder einen Sinn bekommen, und die Perversionen werden verschwinden.
Nürnberg, 14:54 – angenehmer Wind und ein paar kleine Wölkchen. Das Wetter ist schon fast zu gut, um wahr zu sein. Der Mond steht im Löwen und hat ein Quadrat zur Sonne, da will man etwas mehr „Ich“ sagen. Harmonischer und weniger Streit anfällig sind Sonne-Mond Trigone. Die sind sanft und nett. Das Trigon ist der Jupiter-Aspekt, und Jupiter gilt als klassischer Wohltäter:
Mir gefällt besonders gut sein feines Auge, ein großer Wirbelsturm, den man schon seit 300 Jahren auf der Erde beobachtet. Doch warum ist Jupiter ein Wohltäter, und was bedeutete sein Stand im Steinbock? Wohltäter ist Jupiter, weil man dies so beobachtet hat. Dominiert er nämlich den Aufgang gegen Osten um die Stunde des Sonnenuntergangs, so lehrt die Erfahrung, dass es gut wird mit dieser Zeit. Daraus abgeleitet sind unsere astrologischen „Würden“ und „Qualitäten“, die Urteile erlauben. Im Steinbock fühlt sich Jupiter nicht sonderlich wohl, obwohl er mit dessen Herrscher, Saturn, nicht verfeindet ist. Wie könnte er auch, ist jener doch sein Vater. Doch ein Planet, der „Ruhe und Heiterkeit“ liebt, Marmor und Bergkristall, dem die Länder Ungarn, Spanien, Persien, Köln und Babylon gehören, der als Tiere Einhorn, Drachen, Hirsch und Adler bevorzugt, der ist im kargen Steinbock sicher nicht daheim. Die Formel im Steinbock lautet: Wachstum, aber vernünftig. Bloss keinen Überschwang aufkommen lassen. Bedenken wir, Jupiter-Zeus hat ein schönes Sextil zu Uranus, er kann also mit ausnahmsweise wesensfremder, also nüchterner Expansionskraft viel verändern, revolutionieren: mit kosmischen Befreiungsaktionen zu neuer, klarer, beständiger Grundlage (Steinbock). Die Opposition zu Mars ist nun auch – gottseidank – vorbei. Ein rückläufiger Wohltäter ist übrigens ein wohltätigerer Wohltäter, denn er bleibt länger, um seine Wohltaten zu spenden. Auch gehören ihm der Rabarber, die Minze, der Hanf, die Pfingstrose und, am evidentesten: Waale sind ebenso seine Tiere, wie er als Ort Altäre (Tempel) und Kleiderschränke bevorzugt. Sein Tag ist natürlich der Donnerstag.
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Nürnberg, 21:02 – paradiesisch schön, zumindest bei uns, im Süden: verregnet, angeblich. Doch das ist nur gerecht. Kennt jemand einen Löwe Mars? Der rote Planet ist eben in dieses Zeichen getreten. Es ist der Mars, der nicht zu kämpfen braucht, denn er hat schon gesiegt. In etwa so, wie der König der Tiere oben zu sehen. Damit verbunden ist, besonders in jungen Jahren, ein unschlagbarer Optimismus und ein Selbstwertgefühl, das durch nichts zu erschüttern ist. Dies gilt vor allem für Männer. Man schelte mich bitte nicht chauvinistisch, wenn ich behaupte, wir müssen uns bei einer Frau erst noch ihre Venus angucken, bevor wir so etwas sagen können. Hat jemand den Löwe Mars rückläufig im Horoskop, so wird sein Selbstbild erst dann kommod, wenn der Mars in den Progressionen direkt wird, und gern auch den Geburtsmars dort transitiert. Dann ist es, wie wenn Fesseln gelöst würden. Vorher hat jedoch der rückläufige Löwe Mars eine Art, die Unsicherheit mit um so größerer Ich-Stärke zu kompensieren versucht, wie dafür jedoch eigentlich jegliche Grundlage fehlt! Doch, was solls? Er glaubt, er ist der Größte, und deshalb ist er es auch – – : irgendwie. Und ist er es mal nicht, dann … dann bringt er sich erst gar nicht in so eine Situation, Wettkampf liegt ihm nur bedingt, seine Überlegenheit ist ja ohnehin garantiert. Es sei denn, natürlich, er hat einen Widder-Aszendenten (nicht Widder-Sonne, die lieben den Wettkampf überhaupt nicht!). Steht die Venus im Löwen, dann … behalten wir uns vor, darüber zu schreiben, wenn dies der Fall ist. Zur Zeit steht sie im Domizil ihrer Erd-Behausung, und entführt Europa zu sich selbst, wie schon seit zweitausend und mehr Jahren. Ist jemandem mein pluralis majestatis aufgefallen? Man schaue in meinem Horoskop nach, woran das liegt :-)
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