Dalai Lama in Nürnberg

Nürnberg 16:13 – nun wird es, nachdem Wolken und Regen aufgekommen sind, tropisch. Die Sonne brennt heiß, wenn sie scheint, ich bin froh, einen Strohhut zu haben. Der Dalai Lama, der das gewohnt ist, wird sich wie zuhause fühlen. Er ist am 6. Juli 1935 um 04:35 in Tengster Village, Tibet geboren. Seines Zeichens ein Krebs-Aszendent mit Krebs-Sonne und Jungfrau-Mond:

Wie er sich für den Ausgleich einsetzt, zeigt sein Mars in der Waage. Hat jemand den Aszendenten und die Sonne im Gleichen Zeichen, so spricht man von einer bemerkenswerten Übereinstimmung von Anlage und Wesen. Und so ist es ja auch bei dem heiligen Mann, der so bescheiden ist. Wenn man nun rüber schwenkt zum Stundenbild seines Auftritts, oder besser, seiner öffentlichen Meditation in Nürnberg, so geht genau sein eigener Aszendent auf, und das läßt vermuten, dass all die Auftritte in Deutschland in dieser Woche von besonderer Wichtigkeit für ihn sein werden:

Hier sieht man auch bemerkenswerterweise Uranus in den Fischen genau „aufgespießt“ am MC. Es geht also um die dauernde, beharrliche Befreiung des Glaubens und der Religion, die der Tibetische Buddhismus auch wirklich seit langer Zeit besonders bei uns erfolgreich betreibt. Selbst Katholiken sind schon ein wenig buddhistisch. Allein das Wissen um die Wiedergeburten hat bei uns sehr viel Anklag gefunden. Dabei rät das Oberhaupt der Tibeter einem jeden, bei seiner eigenen Religion zu bleiben, ähnlich, wie Sokrates. Des Dalai Lamas Saturn steht in Haus 9 in den Fischen: er ist also ein konservativer Hüter der Religion im Haus Gottes (wie bei Papst Benedict). Zudem steht er vor der dritten Saturn-Opposition. Das ist auch für ihn eine schwere Zeit, in der das Verhältnis von innerer und äußerer Ordnung neu gefunden werden muß, ähnlich, wie in der Pubertät oder der midlife crisis, den beiden vorhergehenden Oppositionen. Schon allein sein Horoskop läßt daran glauben, dass hier ganz und gar nicht zufällig der richtige Mann für die richtige Sache gefunden wurde. Selbiges gilt jedoch ebenso für Joseph Ratzinger (Widder mit Fische AC). Ich selbst habe natürlich Respekt vor und für den weisen Mann; allein ich wünschte mir eine Religion des Wissens ohne Organisationen, die alle Menschen umfasst. Sicherlich kann der Buddhismus dazu genau so viel beitragen, wie das Christentum. Doch letztlich, bitte, sollen sie zusammenkommen: come together: right now! Dafür geben fast alle vor zu sein. Selbst jeder weise Anhänger Mohameds wird zugeben, dass es nur eine spirituelle Quelle gibt, doch keiner, auch der Dalai Lama nicht, würde dafür auch nur ein Jota von seinem Katechismus abrücken. Wen wundert´s, wenn dann Wen Jiabao Macht bekommt über die Unbeweglichen? Was man nicht einmal denken darf, ist der Zusammenhang zwischen dem Erdbeben und den Unruhen in der selben Provinz. Oder gar der zwischen der gewaltsamen Unterdrückung der buddhistischen Mönche in Burma und dem Zyklon. Sind solche Katastophen Strafen des Himmels? Wenn wir hier dem Menethekel folgen, dann können wir natürlich nur noch demütig sein. Und dennoch: ein Hauch von Zweifel über einen Zusammenhang bleibt. Schließlich erstaunt es auch, mit welcher Inbrunst sich der berufszynische Spiegel für die Religionsfreiheit in Tibet stark macht, wo doch keine Woche vergeht, in der dasselbe Organ versucht, aus Jesus eine möglichst unbedeutende historische Verwirrung zu machen.

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