Weltbild

Das Netz und die Presse

Liebe Leserinnen und Leser,

das Image des Netzes wird fragwürdig. Ob die Autoren des Artikels wissen, daß Steve Jobs im Zeichen Fische geboren ist, und bewußt darauf ansprechen? Ob sie auch wissen, daß Neptun und Chiron in den Fischen stehen, dem Zeichen für´s Netz? Glaub ich eigentlich nicht. Vielleicht haben sie gehört, daß Jobs Joga macht und an geistigen Dingen Anteil nimmt. Aber bemerkenswerterweise führt der Artikel durch die story wieder in die Astronomie ein, ein Astronom deckt nämlich das äppelsche Inkognito wegen Datensammlungen von I-Phone-Trägern auf … Neptun passt sehr gut zur Unbegrenzheit des 12. Hauses und zum Netz, das in diesem Sinne grenzenlos ist. Ùnd nun erleben wir paralllel spektakuläre Sicherheits-Probleme, z.B. bei Sony und der Playstation und hier die kritische Offenbarung des Datensammlers „Big Brother“ Apple, also klar negative Manifestationen von Neptun und Chiron in den Fischen. Auch die Zahl der Geschädigten scheint riesig  und im wahrsten Sinne des Wortes grenzenlos (12. Haus). Man verbeugt sich wieder, wie nach und immer noch Fukoshima.  Das trübt die klare Sicht auf das noch gar nicht in ganzer Tragweite verstandene Tablet-Computer-Konzept. Apple täte gut daran, etwas europäischer zu denken.

Die positiven Manifestationen von Neptun und Chiron in den Fischen hängen aber eben auch mit dem selben zusammen: Millionen vorher eingelullter Zahler und Player wurden wachgerüttelt, in die Realität geschleudert. Und letztlich noch mehr, denn auch die Nicht-Geschädigten machen sich Gedanken über ihre Identität im Netz – ja, und dann ist wirklich alles vertintet.

Aber zu bedenken ist eben auch und zuerst die Druck-Presse-Konkurenz zum Netz. So meint man – längst als Redaktion selbst in beiden Medien verwurzelt – aber an Apple gekettet – das Netz sehr kritisch sehen zu dürfen, und tatsächlich bedient die neptunische Grenzenlosigkeit neben der Vision des höheren Selbst auch den Schatten der verzögerten Verwirklichung: ein Sumpf des Verbrechens und der Rechtlosigkeit, Spiegel all dessen, was in „Wirklichkeit“ ebenfalls das göttliche Bewußtsein in den Hintergrund drängt.

Gerade Steve Jobs hat eine moralisch saubere Vision vom Netz. Er ist da ziemlich radikal. Und eventuell hat er Recht, aber man neidet Erfolg und versucht den kranken König endlich zu stürzen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Weltbild

Ein Stein im Brett für die Astrologie

Liebe Leserinnen und Leser,

mir wurde abgeraten, sowas zu diskutieren, es schrecke Leute eher ab, die an Astrologie interessiert sein könnten. Andererseits ist dies auch eine Neptun-in-den-Fischen Diskussion. Plus super-Energie im Widder und zähester Gerechtigkeits-Saturn! Einstein war Fische. Und wir haben Neptun und Chiron Anfang Fische.

Neptunbrunnen Nürnberg Foto Termin ©

Da wird also versucht, eine alte Wunde zu heilen. Unten dies ist eine Sammlung meiner Kommentare zum Thema Relativitästheorie. Wer Lust hat, neptunischen-Fische Spuren zu folgen, die plötzlich bei den Science-Blogs aufblühten, kann sich mal rumklicken … Ich finde eigentlich, die Relativitätstheorie sollte von jedem verstanden sein, damit wir sie überwinden können.

Einstein hatte Recht | Geograffitico | ScienceBlogs.de – Wissenschaft, Kultur, Politik

Albert Einstein und die Astrologie | Astrodicticum Simplex | ScienceBlogs.de – Wissenschaft, Kultur, Politik

Kann die Spezielle Relativitätstheorie falsch sein? | Hier wohnen Drachen | ScienceBlogs.de – Wissenschaft, Kultur, Politik

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

These: „Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder es existiert eine physikalische Wechselwirkung oder es existiert keine. Wenn eine existiert, dann kann es eine Beeinflussung geben. Dann kann man aber auch die Wechselwirkung, auf der diese basiert, messen. Wenn keine Wechselwirkung existiert, dann gibt es auch nichts zu messen. In diesem Fall kann es aber auch keine Beeinflussung geben, weil keine Wechselwirkung vorliegt, die diese begründet.“

Gegenthese: „Es gibt zum Beispiel keine physikalische Wechselwirkung zum Begriff der „Zeit“, und zwar im umfassendsten, also ganz ihrem eigenen relativistischem Weltbild, das ich, wie sie wissen, nicht teile. Natürlich kommt Ihnen das jetzt vielleicht merkwürdig vor. Zeigen Sie mir bitte die rein physikalische Wechselwirkung der Zeit und zwar auch in Ihrem, im vermentlich umfassendsten Sinne aus der relativistischen Perspektive.“

05.05.11 · 16:20 Uhr

@ Frank Wappler: freue mich, Ihnen bestätigen zu können, daß Ihr Gedankengut zutreffend ist. Die Frage geht aber tiefer. Es geht nicht darum, mit der „Heimmannschaft“ oder dem Herausforderer zu spielen, sondern um die Wahrheit im wahrscheinlich wesentlichsten Punkt der Existenz, insofern Begriffe mindestens die Hälfte der geistigen Existenz ausmachen; die andere Hälfte die Wahrnehmung.

Sie definieren aus einer absoluten Bezugsgröße ein System relativer Bezüge. Das ist ein nicht zu lösenden Widerspruch. Bitte ganz einfach bei diesem Widerspruch bleiben.

Irgendwo auf Ihrem Denkweg verwandelt sich absolut = chronogeometrische Abstandsdefinition in relativ und zwar von Zeit und Raum, je nach Geschwindigkeit des Beobachters. Wie passiert das? Durch einen geometrischen Trick, einer Analogie zwischen Raumzeit und gekrümmter Fläche.

In Wirklichkeit bleibt ihr Meter an die zuvor bereits definierte Lichtgeschwindigkeit gebunden. Er ist absolut. Wird diese Bindung gelöst – z.B. durch Zeitdilatation durch Geschwindigkeitsveränderung, gibt es auch keinen absoluten Bezug mehr. Die Theorie ist sinnlos und beweist nur sich selbst, nicht aber die ihr außerhalb stehende Realität.

Ich hoffe, die Herren Feuerstein und Schönbacher … `tschuldigung Feuerbacher und Schonstein sind auch ganz Ohr. Es geht jetzt wieder um Logik:

Was die Relativisten machen: sie nehmen den Meter, fesseln ihn, wie den Prometheus an die Sekunde, und verbiegen von dort aus beliebig die Welt, und zwar unfalsifizierbar, wie Sie, Herr Wappler, meine ich, erkannt und gezeigt haben.

Ein solches (relativ) geschlossenes Sytsem hat in der Psychopathologie den Namen Autismus.

05.05.11 · 22:35 Uhr

@ Kellewirsch: Sie schreiben:„Genau das ist es nicht. A.E hat gezeigt wie das geht. Die SRT ist genau so konstruiert, dass es da eben nicht zu einem Widerspruch kommt. Genau das war ja der Knackpunkt in der SRT, das so hinzubekommen.“

Ein schöner Zaubertrick. Aber eben nicht mehr. Wenn Sie ein absolutes Bezugssystem haben – hier die chronogeometrische Distanzdefinition m/s – und daraus ein System relativer Bezüge (Relativgeschwindigkeiten) konstruieren, wird notwendigerweise das absolute Bezugssystem selbst relativ, und damit nutzlos.

Nutzen bringt die Sache nur dann, wenn die chronogeometrische Distanzdefinition absolut bliebe, und genau das wird ja versucht. Das Ergebnis beschreibt aber nicht die Realität, sondern die Verzerrung eines geometrischen Modells, welches sich aber – und hier sind Frank Wapplers Gedanken so wertvoll – innerhalb des eigenen Rahmes immer als stimmig erweisen wird.

Interessanterweise kennt die theoretische Physik diesen Makel, ist aber – wie hypnotisiert – nicht in der Lage, daraus die einzig logische Konsequenz zu siehen.

Woran das liegt? Wohl eben daran, daß man sich schlicht entschlossen hat, eben jene Logik zu verlassen, von der man doch vorgibt, sie zur Begründung des Systems zu brauchen.

Der psychopathologische Begriff dafür ist …

06.05.11 · 01:53 Uhr

@ Frank Wappler:

„Können diese Beteiligten irgendetwas Einvernehmliches über ihre Beziehungen untereinander herausfinden? Wie?!?“

Laut RT niemals. Warum ich meine, das dies nicht geht: Sie müssten nämlich versuchen, „Gleichzeitigkeit“ zu erreichen – habe ich da Ihre Zustimmung – ? Also weiter. Wie könnten drei beteiligte Beobachter, denn soviel brauchen Sie mindestens in der „Gleichzeitigkeit“ in der RT „Gleichzeitigkeit“ feststellen? Sie müßten zunächst den Abstand zwischen sich bestimmen, genau wissen, wie sie chronogeometrisch stehen. Doch bevor sie das machen können, müssen sie die Geschwindigkeit des Lichts messen, welche die „Gleichzeitgkeit des Meters definiert. Die Betonung liegt auf „vorher“, lieber Herr Wappler, Distanzdefinition wird chronogeometrisch vorausgesetzt, und ist doch erst Ergebnis der Geschwindigkeitsdefinition. Das geht nicht, die RTs sind ein Hase und Igel-Spiel: vorher muss man sich den Meter holen aus der Messung der Geschwindigkeit des Lichts, da kann man niemals einen gleichen Abstand zwischen Beobachtungen, die ebenfalls vorher stattgefunden haben, bestimmen: in der zeitlichen Reihenfolge der Bestimmung der Theorie selbst liegt – logischerweise – der logische, zeitliche Irrtum.

Nehmen Sie drei Menschen, die in einem exakt gleichschenkligen Dreieck durch den Raum fliegen, jeder gibt jedem in „c“ die Nachricht von der „Gleichzeitigkeit“ weiter. Die Verzögerung der Nachricht beträgt jeweils immer „c“. Um „c“ zu bestimmen, brauche ich den Meter, um den Meter zu bestimmen „c“: Hase und Igel. Wie könnten Sie jemals „vorher“ auf logische Art ein gleichschenkliges Dreieck finden? Gemäß Distanzdefinition? Eigentlich nur intuitiv.

06.05.11 · 15:06 Uhr

@ Dr. Webbär: kommt das jetzt wieder? So `ne Art Notbremse? Muss man ja echt aufpassen, was man denkt, Physik ist politisch und offenbar (zu Recht) in Teilgebieten tabuisiert.

Genau dort, wo man eventuell nachdenken könnte über einen kleinen logischen Fehler in der Grundstruktur des Apparates: daß man eben nicht einen absoluten Maßstab nehmen kann: 1 Meter, 1 Sekunde … etc., und diesen Maßstab selbst auf die Berechnung der Umgebung beziehen, zu glauben, der Maßstab selbst könne sich in diesem Gefüge verbiegen – immer nur proportional zueinander – und wir hätten, wäre das so, Einblick in diesen Vorgang Kraft einer Rechenoperation, die Quadratur des Kreises: aus absolut wird relativ (zu diesem selbigen Absolut), welches – und da hat @paule einfach Recht – stillschweigend vorausgesetzt wird. Wir würden uns, ganz, wie bei einem Zaubertrick, nicht einfach mit-verbiegen, das ist das, was ihr uns weißmachen wollt.

Der Theorie ermangelt daher ein fester Boden, es sei denn, man setzt einen einzigen Begriff systemstabilisierend fest. Eine quasi dogmatische Festlegung, begründet aus der Notwendigkeit, überhaupt irgendein Festes in einer Wirklichkeit zu definieren, in der offenbar alles sich bewegt.

07.05.11 · 17:04 Uhr

@ Frank Wappler: So schreibt Einstein:

„Nach der hier benutzten Methode können alle Probleme der Optic bewegter Körper gelöst werden. Das Wesentliche ist, das die elektrische und magnetische Kraft des Lichtes, welches durch einen bewegten Körper beeinflusst wird, auf ein relativ zu dem Körper ruhendes Koordinatensystem transformiert werden. Dadurch wird jedes Problem der Optik bewegter Körper auf eine Reihe von Problemen der Optic ruhender Körper zurückgeführt.“

Dieses „Koordinatensystem“, auch dann, wenn es relativ ruhend zum bewegten Körper sei – sonst könnten wir Gleichzeitigkeit nicht definieren, setzt bereits eine vorab ruhende und absolute Raum-Definition voraus, wenn es physikalisch einen Sinn haben sollte. Also, der Beweis der Gleichzeitigkeit gelingt nur, indem Sie vorab schon definiert ist: als Koodinatensystem, egal, ob bewegt oder scheinbar ruhend.

Und das ist nicht von den Göttern gegeben.

„Wir sehen also, daß wir dem Begriffe der Gleichzeitigkeit keine absolute Bedeutung beimessen dürfen, sondern daß zwei Ereignisse, welche, von einem Koordinatenystem aus betrachtet, gleichzeitig sind, von einem relativ zu diesem System bewegten System aus betrachtet, nicht mehr als gleichzeitige Ereignisse aufzufassen sind.“ (A.E., Zur Elektrodynamik bewegter Körper, Kapitel 3)

Zwei Ereignisse, die von einem Koordinatensystem aus betrachtet werden, sind, wenn sie „gleichzeitig“ sind, auch identisch, also ein Ereignis, insofern das Koordinatensystem zum Ereignis relativ ruhend ist, weil sie ein und denselben Ort innehaben. Von einem relativ zu diesem System aus betrachteten bewegten System verlieren diese Ereignisse auch keinesfalls ihre „Gleichzeitigkeit“ zueinander, weil beide Systeme an das vorher festgelegte Koordinatensystem gebunden sind.

Brechungsindex. Ich bin dafür, das hier nicht auszuklammern, und da Sie das hier erwähnt haben, erklären Sie mal bitte, wo der Hase im Pfeffer liegt, Ihrer Ansicht nach.

Es wird vorausgesetzt, daß die reflektierte Geschwindigkeit des Lichts im Vakuum mit der unreflektierten identisch sei. Licht sei Impuls-unabhängig, soll aber gleichzeitig von Masse angezogen werden. Vielleicht irren wir uns, und messen per se, wenn wir messen, nur die halbe Lichtgeschwindigkeit. Weiter: wenn der Lichtstrahl eine Richtung hat zwischen A und B, sowie, wenn A und B teil des bewegten Universums sind, werden die Richtungen unausweichlich unterschiedlichen Masse-Anziehungskräften ausgesetzt sein, wie auch nicht? Hin zu Masse, weg von der Masse, und der Lichtstrahl wird sich „verbiegen“ und also auch kein absolut verlässlicher Maßstab sein können, weil er eben deshalb für gleiche Strecken etwas länger braucht, die Strecke ist ja durch Masse-Anziehung länger geworden …

All dies sind Konsequenzen aus den RTs …

07.05.11 · 17:08 Uhr

Korrektur: „weil er eben deshalb für gleiche Strecken etwas länger braucht“: nicht „gleiche“, sondern gleichsam verlängerte Strecken: mehr Weg in der selben Zeit :-)

07.05.11 · 23:05 Uhr

@ Schlotti: Du bist ein Depp. Ist hier in Bayern kein Schimpfwort: also, sorry, fühl Dich nicht beleidigt.„Wer will hier Gleichzeitigkeit definieren? Kernaussage der RTs ist unter Anderem, dass es Gleichzeitigkeit (in Ihrem Sinne) zwischen gegeneinander gleichförmig bewegten Bezugssystemen nicht gibt.“

Tja, wenn das so ist … ohne Gleichzeitigkeitsdefinition keine SRT … das kannst Du eben bei Frank Wappler und Einstein selbst lernen, meine ich, warum, glaubst Du, zitiere ich Original Texte? Wenn Du das nicht kapiert hast, hast Du eben die RTs, die Du doch vertrittst, nicht verstanden, meine ich.

09.05.11 · 06:59 Uhr

@ Markus Termin

von Frank Wappler: „[Was soll’s denn an „c“ nur zu bestimmen geben??] Abgesehen von Brechungsindex“

Ja, hab ich geschrieben (06.05.11 · 11:08 Uhr).

> die „dimesionslose Zahl“.

Falls ich das (irgendwann mal, und in diesem Zusammenhang) geschrieben haben sollte (woran ich mich nicht erinnere), dann wäre das m. E. in mehrfacher Hinsicht besser auszudrücken, als:
„Brechungsindex ist eine reell-wertige Messgröße“.

> Warum sollte man von dem absehen?

Ich möchte/muss von Diskussionen zur Messung des Brechungsindex (in einer bestimmten Region, in einem bestimmten Versuch, bzgl. der ausgetauschten Signale) absehen, weil ich davon nicht viel mehr weiß, als dass das bestenfalls kompliziert wäre.
(Wohlgemerkt die Messung des Brechungsindex an sich; nicht die Messung von Verhältnissen von Brechungsindexwerten aus verschiedenen Versuchen bzw. Regionen.)

Mit Betrachtungen zu Signalaustausch zwischen Beteiligten alleine wird sich m. E. nicht entscheiden lassen, ob sich diese Beteiligten in einer ansonsten optisch leeren Region befanden, oder in einem transparenten Medium.
Durchaus möglich, zumindest im Prinzip, ist es dagegen z.B. zu messen, ob der Brechungsindex in der gesamten Region gleich war.

Markus Termin schrieb (07.05.11 · 17:04 Uhr):
> Es wird vorausgesetzt, daß die reflektierte Geschwindigkeit des Lichts im Vakuum mit der unreflektierten identisch sei.

Ja — vorbehaltlich weiterer Feststellungen zum Brechungsindex …

> Vielleicht irren wir uns, und messen per se, wenn wir messen, nur die halbe Lichtgeschwindigkeit.

Wie schon betont: die Feststellung von Brechungsindex ist bestenfalls kompliziert, SWIV. Zu unterstellen, dass „wir uns irren„, würde zumindest erfordern, dass überhaupt eine Möglichkeit dafür gäbe. Ansonsten können wir uns wohl mit der Messung von Brechungsindex-Verhältnissen zufriedengeben.
> So schreibt Einstein: „[…] ein relativ zu dem Körper ruhendes Koordinatensystem“

> Dieses „Koordinatensystem“, auch dann, wenn es relativ ruhend zum bewegten Körper sei […], setzt bereits eine vorab ruhende und absolute Raum-Definition voraus, wenn es physikalisch einen Sinn haben sollte.

Ganz richtig. Die entsprechende Terminologie ist, „gute Koordinatensysteme“ von „(irgendwelchen) Koordinatensystemen“ zu unterscheiden; wobei sich erstere dadurch auszeichnen, dass sie die gemessenen geometrischen Beziehungen (Distanzverhältnisse, Dauerverhältnisse) „affin“ repräsentieren.

Ein besonders bekanntes Beispiel ist der Begriff einer „guten Uhr“ im Unterschied zu „(irgendeiner) Uhr an sich“ (vgl. MTW), wobei sich eine „gute Uhr“ dadurch auszeichnet, dass ihren Anzeigen reelle Zahlen „t“ so zugeordnet wurden, dass die Differenzen zwischen den „t“-Koordinatenzahlen proportional zu den Dauern zwischen den entsprechenden Anzeigen wäre.

Von einer „guten Uhr“ zu sprechen setzt also voraus, Dauerverhältnisse messen zu können (bzw. sogar gemessen zu haben); und
„Koordinatensystem“ […] wenn es physikalisch einen Sinn haben sollte
setzt allgemein die Messung geometrischer Beziehungen voraus. Ansonsten wurden Koordinatenzahlen eben sinnlos-beliebig über die Beteiligten gestreuselt.

Einstein hat diese Einsichten jedenfalls nicht von vornherein deutlich gemacht; das zeigt sich insbesondere in der Entwicklung/Abänderung der seiner Gleichzeitigkeitsdefinition: 1905 noch koordinatenbehaftet (und ohne Betrachtungen, wie „Dauer“ zu messen und zu vergleichen sei); 1917 dagegen koordinatenfrei, im Wesentlichen einfach unter Berufung auf die Fähigkeit von Beobachtern („M“), die Koinzidenz von Wahrnehmungen beurteilen zu können.

> Also, der Beweis der Gleichzeitigkeit gelingt nur, indem Sie vorab schon definiert ist: als Koodinatensystem, egal, ob bewegt oder scheinbar ruhend.

Also die Diskussion von Koordinaten kann man vergessen, denn sie ist bestenfalls der Diskussion von geometrischen Beziehungen nachgeordnet.

Nächstens: Worin bestünde(n) denn die Behauptung(en), die ggf. zu beweisen wären? Sicherlich (u.a.):

– die Definition (gedanken-experimentelle Auswertungsmethode der gegebenen Beobachtungen) muss die Einvernehmlichkeit bzw. Eindeutigkeit (bzw. Eineindeutigkeit, im mathematischer Terminologie) der Bewertung garantieren; wenn Beteiligter A aus den eigenen gegebenen Wahrnehmungen und den Mitteilungen von anderen Beteiligten (insbesondere von M und von B) den Schluss zieht, dass seine Anzeige „A#“ gleichzeitig zu Bs Anzeige „B*“ war, dann muss es ausgeschlossen sein, dass jemand anderes zur gegenteiligen Schlussfolgerung gelangen könnte,

– die Definition muss Transivität erlauben; d.h. falls gefunden wurde, dass die Anzeigen „A#“ und „B*“ gleichzeitig waren, sowie dass die Anzeigen „A#“ und“F%“ gleichzeitig waren, dann soll auch die Feststellung der Gleichzeitigkeit des Anzeigenpaares „B*“ und „F%“ möglich sein (bzw. die Feststellung des Gegenteil ausgeschlossen).

– zusammen mit den weiteren Festsetzungen zur Definition von Distanz und Geschwindigkeit muss garantiert sein, dass „gleichförmige Geschwindigkeit gegenseitig (umgekehrt) gleich“ festgestellt werden kann.

Und das wird (vorbehaltlich weiterer Feststellungen zum Brechungsindex) von der Einsteins Gleichzeitigkeitsdefintion (wie oben skizziert) erfüllt.

> Einstein: „[… ] daß wir dem Begriffe der Gleichzeitigkeit keine absolute Bedeutung beimessen dürfen, sondern daß zwei Ereignisse, welche, von einem [System zueinander ruhender Beteiligter] aus betrachtet, gleichzeitig sind, von einem relativ zu diesem System bewegten System aus betrachtet, nicht mehr als gleichzeitige Ereignisse aufzufassen sind.“

Ganz recht.
Und trotzdem hat er doch eine nachvollziehbare gedanken-experimentelle Definition von „Gleichzeitigkeit“ angegeben.
(Na wenn das kein Widerspruch ist!? …)

Das ist aber kein Widerspruch, denn (wie ich mich schon durchweg bemüht habe zu schreiben): die Gleichzeitigkeit der Einsteinschen Begriffsdefinition bezieht sich auf Anzeigen von bestimmten einzelnen Beteiligten, die dabei zueinander ruhten; nicht auf ganze Ereignisse, „an“ dem sich alle möglichen zueinander bewegten Beteiligten getroffen haben mögen.

Anzeigen zweier einzelner zueinander ruhender Beteiligter sind eindeutig und einvernehmlich gleichzeitig zueinander, oder eindeutig und einvernehmlich nicht gleichzeitig zueinander. Den Gleichzeitigkeitsbegriff auf ganze Ereignisse übertragen und anwenden zu wollen, ist dagegen, um Einsteins Bemerkung kurz zu fassen, Quatsch.

> Zwei Ergeignisse, die von einem Koordinatensystem aus betrachtet werden, sind, wenn sie „gleichzeitig“ sind, auch identisch, also ein Ereignis, insofern das Koordinatensystem zum Ereignis relativ ruhend ist, weil sie ein und denselben Ort innehaben.

Das verwendet Terminologie („Koordinatensystem“, „Ort“) die in der RT nichts verloren hat; und scheint auch nicht richtig zu sein.
Der Zusammenhang zwischen verschiedenen einzelnen Beteiligten und deren verschiedenen einzelnen Anzeigen einerseits, und andererseits Ereignissen ist folgender:

– jeder Beteiligte, zu jeder einzelnen Anzeige, ist an je genau einem Ereignis beteiligt,
– ein bestimmter Beteiligter ist zu zwei verschiedenen seiner Anzeigen an zwei verschiedenen Ereignissen beteiligt,
– mehrere verschiedene Beteiligte können sich bei ein-und-demselben Ereignis treffen, d.h. „koinzident sein“, und ihre einzelnen Anzeigen sind damit gewissermaßen alle eine „Anzeige des Treffens“,
– verschiedene Beteiligte, zu Anzeigen an denen sie sich gerade nicht miteinander treffen, sind damit an verschiedenen Ereignissen beteiligt. (Falls diese beiden zueinander ruhten, können ihre Anzeigen dabei zueinander gleichzeitig gewesen sein, oder zueinander nicht gleichzeitig).

> […] Impuls […] Masse […]

Bevor man Dynamik (Prinzip der stationären Wirkung) diskutiert, sollte man der dazu erforderlichen Geometrie/Kinematik sicher sein.

09.05.11 · 15:06 Uhr

@ Frank Wappler: vielen Dank für Ihre Ausführungen. Aber es funktioniert nicht, es bleibt eine entscheidende, systemimmanente Widersprüchlichkeit:

… es ist egal, ob Sie für die Gleichzeitigkeitsdiskussion die Resonanz in Metern (Koordinaten-System), oder als Resonanzwiedergabe-Abstand definieren, im ersten Fall haben Sie bekanntlich durch den Meter selbst bereits „c“ als Lichtgeschwindigkeit, bzw. ein Koordinatensystem“ vorausgesetzt, im zweiten Fall war ihr Abstand vorab definiert, und zwar ebenfalls in Metern oder einer beliebigen Einheit,

… oder ob Sie die „Zeit“ scheinbar offen lassen, Gleichzeitgkeit voraussetzen, und dadurch die Strecke definieren, die gemäß Theorie nicht geschwindigkeitsstabil, sondern – wie ja auch der Raum – eine per se variable Größe ist – weswegen besser von Räumen gesprochen werden muss, mit fließenden Grenzen?

Innerhalb des Einsteinschen Systems kann es in Wirklichkeit keinen Platz für eine im Vakuum konstante Lichtgeschwindigkeit geben, weil das System Gleichzeitigkeit nicht nur relativ, sondern absolut ausschließt, und daher sein Ergebnis – die Lichtgeschwindigkeit und die Strecke, die diese im Vakuum in 1 Sekunde zurücklegt, nur aus ihren Voraussetzungen schließen kann: ohne „Strecke“, einer definierten Länge oder Dauer kann man vorab nichts finden, ganz gleich, ob ich Strecke eine Zeitlänge oder einen Abstand nenne. Was sollte denn gemessen werden, mindestens zwei mal, sonst haben wir ja keine Messung? Sie wollen den Maßstab, gleich ob Strecke oder Dauer, über das jeweils andere gewinnen: die Zeit durch die Strecke und die Strecke durch die Zeit. Und mir – und eventuell sich selbst – gaukeln Sie streckenlose Zeit und zeitlose Strecke vor, als ließe sich durch eine List etwas gewinnen.

Der einzige Beleg für „Gleichzeitigkeit“ würde das System selbst widerlegen.

… ebenso, wie im Prinzip die Zeit. Ohne Gleichzeitigkeits-Definition keine Relativitätstheorie. Das wäre: den Resonanzwiedergabe-Abstand der Lichtgeschwindigkeit als vorab definierte Distanz nutzen und dann den Abstand bestimmen.

… weil es sonst ja gar keine Möglichkeit gäbe, weder den Abstand selbst, noch die Gleichzeitigkeit zu bestimmen, die „Einheit“ macht ja nur physikalischen Sinn als „Zweiheit“: Messung ohne Vergleich ist physikalisch sinnlos. Doch schon die Zweiheit – oder, aristotelisch gesprochen: „Die Strecke“, wäre wiederum systemimmanent nur über die Geschwindigkeit des Lichts zu ermitteln, die wiederum nur über die Strecke, nur über das Licht usw.usf. …
Wenn Ihr System der Distanzberechnung funktionieren sollte, brauchen Sie ein fliegendes Koordinatensystem, das mit einem anderen fliegenden Koordinatensystem koordiniert ist. Wenn Sie die Koordinatensysteme raus nehmen, brauchen Sie für die Distanzdefinition eines beweglichen Systems immer noch zwei distanzstabile Punke, sonst gäbe es ja nichts anzugleichen zwischen zwei Messungen, ohne die es (mindestens) keine Aussage geben kann: ganz basic: selbst für die Definition der „Strecke“ setzen Sie bereits den starren Raum voraus, und ohne „Strecke(n)“ = mindestens zwei mal zwei Punkte, parallel, keine Distanzdefinition.

Warum ist das so?: – Sie finden den Grund in der aristotelischen Raumdefinition, mit der die Naturwissenschaft nach wie vor arbeitet. Bereits dort entsteht aus dem Punkt der Raum. Kein Wunder, daß nach den Relativitätstheorien der Raum aus dem Punkt ensteht.

Frank Wappler· 10.05.11 · 23:52 Uhr

Markus Termin schrieb (10.05.11 · 10:32 Uhr):
> Die Voraussetzung war: „A und B ruhen zueinander“ – genau. Über diese Voraussetzung sprechen wir ja. Sie wird eben vorausgesetzt. Aber warum?

Nur durch Einbezug dieser Bedingung („gegenseitige Ruhe“) ist gewährleistet, dass durch die Definition, wie jemand als „Mitte zwischen“ zwei gegebenen Beteiligten zu identifizieren ist (skizziert in http://www.scienceblogs.de/geograffitico/2011/05/einstein-hatte-recht.php#comment209928 06.05.11 · 01:17 Uhr), ggf. jemand Bestimmtes eindeutig identifiziert werden kann; also dass höchsten ein bestimmter Beteiligter als „Mitte zwischen“ gegebenen „A und B“ gefunden wird (falls überhaupt).

Nur so ist gewährleistet, dass ggf. „Gleichzeitigkeit“ einer bestimmten Anzeige von A und einer bestimmten Anzeige von B ohne Widerspruch festgestellt werden kann, und dass diese Feststellungen transitiv sind.

> Denn diese Voraussetzung beinhaltet bereits die Distanzdefinition

Jedenfalls würde die Distanzdefinition dabei nicht benutzt und vorausgesetzt; es ist keine Bewertung von Distanzverhältnissen erforderlich. Man kann „Resonanz“ beurteilen (d.h. beurteilen, ob man Echos koinzident wahrnahm oder nicht) ohne sich im Geringsten mit Distanzverhältnissen beschäftigen zu müssen.
Die Definition von „Distanz“ (als Begriff bzw. Messgröße) ist der Definition von „Gleichzeitigkeit“ (und deshalb auch der Definition „gegenseitiger Ruhe“) nachgeordnet.

Den Missstand, dass sich manche einbilden, die RT zu verstehen und lehren zu können, ohne sich um diese Definitionen und deren Reihenfolge zu kümmern, ist doch kein Mangel der RT an sich.

> jede Messung der Lichtgeschwindigkeit ist ja nur […]

Jede — was??
Was sollte denn der Wertebereich einer solchen (vermeintlichen) Messoperation sein, wenn nicht schlicht „Lichtgeschwindigkeit“; oder eventuell „Lichtgeschwindigkeit plus/minus so-und-soviel Prozent“?
Markus Termin schrieb (10.05.11 · 14:57 Uhr):
> Smolin […] „Wir müssen eine Möglichkeit finden, die Zeit aus ihrer Erstarrung zu lösen – sie darzustellen […]“

???
Einstein:

[…] dass ich an Stelle von „Zeit“ die „Stellung des kleinen Zeigers meiner Uhr setze

. Und zwar das „Ich“ des Autors im Sinne von „jeder andere auch“.
Der Rest der RT ist, ebenfalls laut Einstein, lediglich eine Sache weiterer Festsetzungen; wobei man natürlich deren Reihenfolge beachten muss.

Fran Wappler schreibt: 13.05.11 · 12:53 Uhr

Markus Termin schrieb (11.05.11 · 10:02 Uhr):
> [Frank Wappler: … Man kann „Resonanz“ beurteilen (d.h. beurteilen, ob man Echos koinzident wahrnahm oder nicht) ohne sich im Geringsten mit Distanzverhältnissen beschäftigen zu müssen.] Genau an diesem Punkt bin ich entschieden anderer Meinung

Na schön: dann haben wir die Sache wohl wenigstens soweit verfolgt, dass ein wesentliches RT-Axiom (nämlich dass jeder Beteiligte zumindest im Prinzip die Reihenfolge oder Koinzidenz seiner Beobachtungen beurteilen kann) einer gegenteiligen Meinung gegenübersteht.

Einstein motiviert dieses Axiom im Zusammenhang mit dem Thema „Eisenbahn“, betreffend

das Zeigen des kleinen Zeigers meiner Uhr auf 7 und das Ankommen des Zuges

.

Dieses Axiom spielt übrigens auch beim Thema „Fußball“ eine Rolle; insbesondere bzgl. „Ausführung und Strafbestimmungen beim Strafstoß“ (vgl. http://www.weltfussball.de/fussballregeln/14/0/ ).
Dabei soll/muss der Schiedsrichter u.a. die Reihenfolge oder Koinzidenz seiner beiden Beobachtungen beurteilen, dass einerseits „der Ball vom Schützen gestoßen wurde“, und dass andererseits (ggf.) „ein Mitspieler des Schützen und/oder ein Mitspieler des Torwarts den Strafraum betrat“. Und je nach Befund soll der Schiedsrichter das Spiel unterbrechen oder weiterlaufen lassen.

Meinst du wirklich, dass die entsprechenden Regel-Vorgaben nicht nachvollziehbar sind und die entsprechende beobachterische Fähigkeit einem Schiedsrichter nicht ohne Weiteres unterstellt werden kann?

> „A und B ruhen zueinander“ ist bereits eine still vorausgesetzte Distanzdefinition

Ersteres wird aber nicht „still vorausgesetzt„, sondern muss Versuch für Versuch gemessen werden; und zwar gemäß einer Messoperation, die durch bestimmte „Resonanz“-Beziehungen definiert ist, und die zwei mehr oder weniger separate Bedingungen nachweist, nämlich:

(1) dass A und B und hinreichend viele weitere Beteiligte (SWIW sind hinsichtlich (2) insgesamt mindestens zehn Beteiligte erforderlich) dabei zueinander „starr“ waren, d.h. dass jeder stets gleiche „Ping-und-Echo“-Verhältnisse zu den anderen fand; z.B. dass A mit jedem „Ping-und-Echo“ zu B und zurück stets zwei aufeinanderfolgende „Ping-und-Echo“s zu M und zurück beobachtete, und

(2) dass diese zueinander starren Beteiligten dabei zueinander flach waren; d.h. im Sinne verschwindender Cayley-Menger-Determinanten (dritter Ordnung) unter Gleichsetzung der gezählten „Ping-und-Echo“-Verhältnisse als „Dauer“-Verhältnisse bzw. (entsprechend der chrono-gemetrischen Distanzdefinition) als „Distanz“-Verhältnisse.

@ Bullet· 13.05.11 · 13:12 Uhr

@jitpleecheep:

Für mich ist „Ruhe zueinander“ nur ds[A;B]/dt=0.

Am Rande: Für solche Sätze liebe ich die Scienceblogs Kommentare.

Weil ich derjenige war, der das verbrochen hat: hab ich da irgendwas falsch gemacht? :S

Frank Wappler:  13.05.11 · 13:46 Uhr

JLN schrieb (12.05.11 · 01:36 Uhr):

> Laut der SRT ist Gleichzeitigkeit eben NICHT transitiv.

Die obige Bemerkung (10.05.11 · 23:52 Uhr) betraf genau genommen eine Form der „schwachen Transivität“:

Falls gemessen wurde, dass die Anzeige A* des Beteiligten A und die Anzeige B# des Beteiligten B einander gleichzeitig waren, sowie dass die Anzeige A* des Beteiligten A und die Anzeige P% des Beteiligten P einander gleichzeitig waren, dann soll es ausgeschlossen sein, das Messergebnis zu erhalten, dass die Anzeige B# des Beteiligten B und die Anzeige P% des Beteiligten P einander nicht gleichzeitig waren.

Andererseits ist das Messergebnis, dass die Anzeige B# des Beteiligten B und die Anzeige P% des Beteiligten P einander gleichzeitig waren, damit aber keineswegs ausgeschlossen.

> Das ist letztlich gerade die Begründung (fast) aller relativistischen Effekte

Effekte“ in Bezug worauf? — Etwa irgendwelche Näherungsrechnungen mit „v/c –> 0“??

> Gleichzeitigkeit hängt vom Beobachter ab.

von dem (einen) Beobachter “ ??
An einer Messung von Gleichzeitigkeit (z.B. einer bestimmten Anzeige von A und einer bestimmten Anzeige von B) sind zwangsläufig zahlreiche Beobachter beteiligt:
– ganz unmittelbar A und B selbst, um deren Beziehung untereinander es geht,
– ein bestimmter weiterer Beobachter („M“), der als „Mitte zwischen“ A und B zu identifizieren wäre, sowie
– etliche weitere Beobachter, die an den Messungen beteiligt sind, durch die nachzuweisen wäre, dass A und B dabei zueinander ruhten, dass A und M dabei zueinander ruhten, sowie dass B und M zueinander ruhten.

> Was nicht vom Beobachter abhängt ist Kausalität.

Wieso sollte „Kausalität“ denn nicht vom Beobachter abhängen? —
Was soll denn „Kausalität“ sein, wenn nicht die (axiomatisch unterstellte) Fähigkeit jedes einzelnen Beobachters, die Reihenfolge seiner eigenen Beobachtungen zu beurteilen??

11.05.11 · 10:02 Uhr:

@ Frank Wappler: vielen Dank für Ihre Geduld.

„Nur so ist gewährleistet, dass ggf. „Gleichzeitigkeit“ einer bestimmten Anzeige von A und einer bestimmten Anzeige von B ohne Widerspruch festgestellt werden kann, und dass diese Feststellungen transitiv sind.“

Genau so ist es, hier die Grundannahme:

„A und B ruhen zueinander.“

Ihr Irrtum:

„Jedenfalls würde die Distanzdefinition dabei nicht benutzt und vorausgesetzt; es ist keine Bewertung von Distanzverhältnissen erforderlich. Man kann „Resonanz“ beurteilen (d.h. beurteilen, ob man Echos koinzident wahrnahm oder nicht) ohne sich im Geringsten mit Distanzverhältnissen beschäftigen zu müssen.“

Genau an diesem Punkt bin ich entschieden anderer Meinung, und ich denke, jeder, der logisch folgern kann, muss dem zustimmen. Sie widersprechen sich hier. Und da geht es nicht um ein diskutables Detail, was vorher gewesen sein mag: die Henne, oder das Ei, sondern es geht um den grundlegenden und scheinbar ganze Forschergenerationen verwirrenden Trick eines Fische-Geborenen. Wahrscheinlich brauchts auch einen Fisch, um das zu durchschauen – um einfach auch mal den zweiten Topic-Punkt hier zu berühren – im Klartext:

„A und B ruhen zueinander“ ist bereits eine still vorausgesetzte Distanzdefinition, die „Ruhe“ selbst definiert die Distanz. Welche das ist, ist völlig egal.

Eine Distanzdefinition, die selbstverständlich einen absoluten, ruhenden Raum voraussetzt, wie oben detailiert auseinandergelegt, und die daher natürlich nicht ein relatives Distanz/Zeit-Verhältnis zum Ergebnis haben kann.

Ich erkläre es gerne nochmal: ohne vorab festgelegte Distanzdefinition, gleich welcher Einheit, kann keine Ruhe von Punkten A und B eingerichtet, festgestellt, überprüft werden, und zwar, weil de facto für die Feststellung: „Ruhe“ zwischen A und B auch ein parallel laufendes A‘ und B‘ angenommen werden muss.

Damit haben Sie keine Messung mehr zwischen A und B, sondern ein hübsches, durch den Raum fliegendes Parallelogramm, oder ein Quadrat. Die Briten sagen „square-headed“ zu Leuten, die in diesem Sinn Verständigungs-Schwierigkeiten haben.

Ich gebe zu, daß es bitter ist, sich gar noch von einem Astrologen, die hier so verachtet werden, sagen lassen zu müssen, daß das gesamte Gebilde der Relativitätstheorien aufgrund eines ganz simplen logischen Fehlschlusses, den mathematische Kenntnisse nur verhüllen, wertlos ist.

Ich denke jedoch, es ist auch in sozialer Hinsicht notwendig, daß Sie alle – dem ehrlichen Smolin nacheifernd – besser früher als später beginnen, das Gebilde abzutragen, denn die Richtung, die heute vorherrscht, also ein gigantischer Trugbau, steht in einem sehr spannungsreichen Missverhältnis zwischen Wahrheit und Anspruch, der weniger logisch veranlagten Gemütern das Weltbild so nachhaltig verzerrt, daß sie – wie mancher hier ja offen zeigt – der Wahrheit insgesamt überhaupt nicht mehr zugänglich sind.

Sich mit der aristotelischen Raum-Definition auseinanderzusetzen (welche die heutige Wissenschaft immer noch als Grundvoraussetzung benutzt), sie eventuell durch eine andere, bessere zu ersetzen, ist daher keine „Schwurbelei“, sondern bittere Notwendigkeit für eine komplett verirrte Naturwissenschaft ohne wahren Grund.

@ Frank Wappler:

Ihren ersten Abschnitt über die Fußballregeln finde ich sehr gelungen, denn er illustriert offenbar reinen Subjektivismus? Nein, also ich denke, daß ist und kann im physikalischen Sinn nicht anerkannt werden, zumal es um so minimale Differenzen ginge, deren Existenz ja überhaupt, deswegen diskutieren wir, in Frage steht.

Sie schreiben hier:

<em>“ … dann soll es ausgeschlossen sein, das Messergebnis zu erhalten, dass die Anzeige B# des Beteiligten B und die Anzeige P% des Beteiligten P einander nicht gleichzeitig waren.“</em>

Smolin ist immerhin auch dessen kundig, denn er beschreibt den Knackpunkt genau dort, wo wir jetzt unsere Aufmerksamkeit hin gewendet haben: “ … daß nämlich das Relativitätsprinzip falsch sei, was bedeutet, daß wir zwischen Bewegung und absoluter Ruhe unterscheiden können.“

Das ist der Teil der Logik, den Sie zum Beispiel den anwesenden Herrn Professoren nicht ohne weiteres erklären können, den Sie und auch Smolin aber beherrschen, und zwar, weil Sie genau wissen, worauf es ankommt, vor allem, wo die Schwachstellen der Theorie sind. Ich denke sogar, Sie kennen sie besser, wie die meisten anderen.

Sie wissen: ohne saubere Gleichzeitigkeitsdefinition keine SRT. Natürlich betrifft das nach wie vor auch Fragen zum Brechungsindex.

„A und B ruhen zueinander“ ist bereits eine still vorausgesetzte Distanzdefinition beantwortet lustigerweise …

@ bullet perfekt:

„Für mich ist „Ruhe zueinander“ nur ds[A;B]/dt=0.“

So kann man doch klar das Grundaxiom der RThs definieren? Warum muß einer wie bullet kommen, und uns das erklären? Vielleicht, „Add Doc Bullet“, der Superheld ist, der sich immer noch fragt, ob er in Bewegung ist, oder stillsteht?

Aber nun ist klar: auf <em>diese</em> „Frequenz“ wird Ihr „starr zueinander“ eingestellt, und genau darum geht es ja …  <em>( = 0.)</em>  …

Diese Einstellarbeit ist bereits die Distanzdefinition, die wir aufgrund der Re-so-nanz kalibrieren. Und was kommt dabei raus, wie Sie so gut erklären: daß der Abstand der Lichtgeschwindigkeit entspricht, die in Meter pro Sekunde gemessen wird, zufällig ist er da = 0, ist gleich: <em>gleich</em> – weil respektive des Brechungsindex der jeweiligen Messbedingungen genau das gemessen wird, wodurch die physikalischen Bedingungen der Messung bestimmt werden.

„Starr zueinander“ bedeutet demnach: eingestellt auf die Lichtfrequenz unter einem bestimmten Brechungsindex, dessen Neutralität wir im Vakuum ansetzen. Auch diese Frequenz wird wiederum durch ein Koordinaten-System eingestellt und erkannt.

Deswegen ist ihr erstes Argument mit der Subjektivität als Grundlage der Wissenschaft „Kleiner Zeiger meiner Uhr … “ gar nicht so bedeutend, sondern Sie lenken einfach vom Grundsätzlichen ab: nämlich daß eine Distanzdefinition, die aus einem System gewonnen wird, dessen Distanzdefinition bereits starr festgelegt ist: nämlich als Distanz-Gleichheit, ohne die ihre Zeit-Gleichheit weder denkbar noch einzurichten ist: sonst würden ja alle Beteiligten völlig mangelhaft synchronisierte Echos hören. Das System mißt seine eigene Kalibrierung, und kann daher nicht widerlegt, oder, wie Sie vornehmer sagen: falsifiziert werden. Doch was ist es dann wert?

Diese Frage scheint doch durchaus berechtigt.

Ihren Gedanken zur Kausalität will ich laut zustimmen, mit Fussballfan-Fanfaren! — <em>“Wieso sollte „Kausalität“ denn nicht vom Beobachter abhängen? — Was soll denn „Kausalität“ sein, wenn nicht die (axiomatisch unterstellte) Fähigkeit jedes einzelnen Beobachters, die Reihenfolge seiner eigenen Beobachtungen zu beurteilen??“</em>

Natürlich kommen wir da wieder beim ersten Punkt an: dem Schiedrichter. Also, wir wissen seit der letzten WM, daß der Schiedsrichter ein Mitspieler ist, oder?

· 14.05.11 · 21:36 Uhr

@ Frank Wappler:

Ihren ersten Abschnitt über die Fußballregeln finde ich sehr gelungen, denn er illustriert offenbar reinen Subjektivismus? Kann das im physikalischen Sinn anerkannt werden, wolln wir mal nicht so sein?

Sie schreiben hier:

“ … dann soll es ausgeschlossen sein, das Messergebnis zu erhalten, dass die Anzeige B# des Beteiligten B und die Anzeige P% des Beteiligten P einander nicht gleichzeitig waren.“

Smolin ist immerhin auch dessen kundig, denn er beschreibt den Knackpunkt genau dort, wo wir jetzt unsere Aufmerksamkeit hin gewendet haben: “ … daß nämlich das Relativitätsprinzip falsch sei, was bedeutet, daß wir zwischen Bewegung und absoluter Ruhe unterscheiden können.“

Das ist der Teil der Logik, den Sie zum Beispiel den anwesenden Herrn Professoren nicht ohne weiteres erklären können, den Sie und auch Smolin aber beherrschen, und zwar, weil Sie genau wissen, worauf es ankommt, vor allem, wo die Schwachstellen der Theorie sind. Ich denke sogar, Sie kennen sie besser, als die meisten anderen.

Sie wissen: ohne saubere Gleichzeitigkeitsdefinition keine SRT. Natürlich betrifft das nach wie vor auch Fragen zum Brechungsindex.

„A und B ruhen zueinander“ ist bereits eine still vorausgesetzte Distanzdefinition beantwortet lustigerweise …

@ bullet perfekt:

„Für mich ist „Ruhe zueinander“ nur ds[A;B]/dt=0.“

So kann man doch klar das Grundaxiom der RThs definieren! Warum muß eine Kugel: bullet kommen, uns das zu erklären? Vielleicht, weil „Add Doc Bullet“, der Superheld aus den Marvel-Comics ist, der sich immer noch fragt, ob er in Bewegung ist, oder schon stillsteht?

Aber nun ist klar: auf diese „Frequenz“ wird Ihr „starr zueinander“ eingestellt, und genau darum geht es ja … ( = 0.)

Diese Einstellarbeit ist bereits die Distanzdefinition, die wir aufgrund der Re-so-nanz kalibrieren. Und was kommt dabei raus, wie Sie so gut erklären: daß der Abstand der Lichtgeschwindigkeit entspricht, die in Meter pro Sekunde gemessen wird, zufällig ist er da = 0, ist gleich: gleich – weil respektive des Brechungsindex der jeweiligen Messbedingungen genau das gemessen wird, wodurch die physikalischen Bedingungen der Messung bestimmt werden.

„Starr zueinander“ bedeutet demnach: eingestellt auf die Lichtfrequenz unter einem bestimmten Brechungsindex, dessen Neutralität wir im Vakuum ansetzen. Auch diese Frequenz wird wiederum durch ein Koordinaten-System eingestellt und erkannt.

Deswegen ist ihr erstes Argument mit der Subjektivität als Grundlage der Wissenschaft „Kleiner Zeiger meiner Uhr … “ gar nicht so bedeutend, sondern Sie lenken einfach vom Grundsätzlichen ab: nämlich daß eine Distanzdefinition, die aus einem System gewonnen wird, dessen Distanzdefinition bereits starr festgelegt ist: nämlich als Distanz-Gleichheit, ohne die ihre Zeit-Gleichheit weder denkbar noch einzurichten ist: sonst würden ja alle Beteiligten völlig mangelhaft synchronisierte Echos hören. Das System mißt seine eigene Kalibrierung, und kann daher nicht widerlegt, oder, wie Sie vornehmer sagen: falsifiziert werden. Doch was ist es dann wert?

Diese Frage scheint doch durchaus berechtigt.

Ihren Gedanken zur Kausalität will ich laut zustimmen, mit Fussballfan-Fanfaren! — „Wieso sollte „Kausalität“ denn nicht vom Beobachter abhängen? — Was soll denn „Kausalität“ sein, wenn nicht die (axiomatisch unterstellte) Fähigkeit jedes einzelnen Beobachters, die Reihenfolge seiner eigenen Beobachtungen zu beurteilen??“

Natürlich kommen wir da wieder beim ersten Punkt an: dem Schiedsrichter. Also, wir wissen seit der letzten WM, daß der Schiedsrichter ein Mitspieler ist, oder?

Frank Weppler: · 16.05.11 · 23:18 Uhr

Markus Termin schrieb (14.05.11 · 21:36 Uhr):

> […] Abschnitt über die Fußballregeln […] illustriert offenbar reinen Subjektivismus?

Zu illustrieren war, dass es eine ganz und gar selbstverständliche Angelegenheit ist, Reihenfolge oder Koinzidenz seiner eigenen Beobachtungen zu beurteilen.
Es sollte jedem (gleichermaßen) verständlich sein, was damit gemeint ist; und man sollte jedem zumindest im Prinzip zutrauen können, das genau so zu beurteilen, als wäre man selbst an dessen Stelle.
(Es handelt sich deshalb wohl um eine betont objektive Form des Subjektivismus?)

> […] Distanz-Gleichheit, ohne die ihre Zeit-Gleichheit weder denkbar noch einzurichten ist: sonst würden ja alle Beteiligten völlig mangelhaft synchronisierte Echos hören.

Es sind doch sowieso jeweils auch massenhaft Grüppchen von Beteiligten vorstellbar oder sogar auffindbar, die irgendeine bestimmte „Resonanz“-Bedingung untereinander eben nicht erfüllt fanden.
Wesentlich ist, dass die Feststellung einvernehmlich und ohne irgendwelche Vorbedingungen getroffen werden kann.
Ansonsten, sicher …

> Das System mißt seine eigene Kalibrierung, und kann daher nicht widerlegt, oder, wie Sie vornehmer sagen: falsifiziert werden.

… man interessiert sich eben mehr für diejenigen (Grüppchen bzw. Kombinationen bzw. Teilmengen von Beteiligten), die sich dadurch auszeichnen, dass sie eine bestimmte „Resonanz“-Bedingung untereinander erfüllt fanden, als für alle möglichen anderen Kombinationen.

> Doch was ist es dann wert?

Dass einvernehmliche Feststellungen als Messwerte gewonnen werden;
dass nachvollziehbare Erwartungen bezüglich weiterer zu erhaltender Messwerte formuliert werden können;
dass Vorhersagen (bezüglich weiterer zu erhaltender Messwerte) mit bestimmtem Vertrauensbereich angegeben werden können, statt ohne.

p.s.
> „ds[A;B]/dt=0“

Für A „gleichförmig beschleunigt“ bzgl. B,

s[A;B]( t ) := c Sqrt[ (c/a)^2 + t^2 ] – c^2 / a + s[A;B]( 0 ),

folgt:

(d/dt[ s[A;B]( t ) ])_|{t := 0} ==
(c t / Sqrt[ (c/a)^2 + t^2 ])_|{t := 0} ==
0.

Frank Weppler: 19.05.11 · 22:06 Uhr

Bjoern schrieb (19.05.11 · 18:39 Uhr):
> […] „ds/dt = 0“. Da keine Zeit explizit genannt wird, folgt, dass diese Beziehung offensichtlich […]
> In deinem Beispiel [(d/dt[ s[A;B]( t ) ])_|{t := 0} == 0] gilt die Beziehung aber ebenso offensichtlich […]

Oh nein!: Den ersten Ausdruck als „offensichtlich“ zu bezeichnen, dem der zweite als lediglich „ebenso offensichtlich“ gegenüberstünde, ist bloß Einbildung oder Vorurteil.

Falls du meinst, dass der erste Ausdruck eine bestimmte Bedeutung bzw. Interpretation haben soll, die dem zweiten („meinem“) ausdrücklich nicht gleicht, dann mach das bitte explizit deutlich.

Im Übrigen hätte ich auch „mein Beispiel“ wohl noch etwas allgemeiner und deutlicher schreiben können, z.B. als:

s[A;B]( t ) := c Sqrt[ (c/a)^2 + (t – T)^2 ] – c^2 / a + s[A;B]( T )

==>

(d/dt[ s[A;B]( t ) ])_|{t := T} ==
(c (t – T) / Sqrt[ (c/a)^2 + (t – T)^2 ])_|{t := T} ==
0.

Und in der Zwischenzeit schau ich mir noch mal den Beweis des (aus der Analysis bekannten) Satzes an:

„Falls für eine bestimmte Funktion s[A;B]( t ): R –> R und für alle reellen Zahlen r gilt, dass (d/dt[ s[A;B]( t ) ])_|{t := r} == 0,
dann gilt für beliebige verschiedene reelle Zahlen p und q, dass s[A;B]( p )== s[A;B]( q ),
d.h. die Funktion s[A;B]( t ) ist eine Konstante.“

(Die letzteren Formulierungen fände ich im Zusammenhang mit einer Diskussion des Begriffes „gegenseitiger Ruhe“ nämlich durchaus adäquat; da müsste man sich nicht auch noch mit Differentialoperatoren herumplagen … &)

> selbst bei einer gleichmäßig beschleunigten Bewegung wie in deinem Beispiel sind die Körper tatsächlich zum Zeitpunkt t = 0 relativ zueinander in Ruhe

Na hoppla! …
Dann fehlen dir wohl (offensichtlich! ;) die (umgangssprachlichen) Worte zur Beschreibung von …
… Paaren (A und B), deren geometrische Beziehung gut durch „s[A;B]( t ) := const.“ auszudrücken wäre;
ganz zu schweigen von Grüppchen zu je fünf Beteiligten, deren geometrische Beziehung untereinander darüberhinaus durch das Verschwinden der entsprechenden Cayley-Menger-Determinante (von bestimmten Verhältnissen paarweiser „s“-Werte) gut auszudrücken wäre.

20.05.11 · 20:05 Uhr

@ Björn, Frank Weppler: Sie schreiben: „Bullet sagte „ds/dt = 0″. Da keine Zeit explizit genannt wird, folgt, dass diese Beziehung offensichtlich für alle Zeiten gelten soll.“ – und genau das ist die bekannte Fixierung an ein starres Sytsem, das wohl unendlich viele verschiedene, aber keine gemeinsam verbindliche Zeit wird hervorbringen können, denn nach heutigem Glauben ist ja Zeit offenbar eine von der Gravitation und also Masse abhängige Sache, oder nicht :-)

Ich kann Ihnen also hier nicht zustimmen, und muß zugeben, @ Bullet und @ Björn haben Recht, obwohl @ Björn Feuerbacher naturlich mit seinem Satz:

„… wird, folgt, dass diese Beziehung offensichtlich für alle Zeiten gelten soll.“ genau das beschreibt, was wir ja auch gefunden haben, lieber Frank Weppler – sicherlich etwas basic ausgedrückt, aber ist doch klar?!

Zu seinem Axiom und zu Ihrem besteht doch im Inhalt kein Unterschied, nur die Rechnung scheint fraglich?! Aber das kann doch keine inhaltliche Frage sein? Ich glaube, @ bullet hat in seiner Güte für ganz einfache Gemüter übersetzt … ?!

Der Kern der Aussage ist doch interessant, oder nicht? :

– Es gibt ein definiertes = 0-Distanzverhältnis als Axiom der RTs. Mehr wollten wir doch gar nicht wissen: „mission accompished“, oder etwa nicht?

Wenn Sie noch etwas interessantes zu diesem Thema sagen wollen, halten Sie sich nicht zurück. Ich würde mich sonst lieber dem zweiten topic-Thema zuwenden, das hier bislang zu kurz kommt.

@ Björn hat eigentlich gesagt hat: er sei schon draußen. Und ich finde, Du könntest auch erst nochmal Dein Verhältnis zur Logik klären, bevor Du hier wieder so mitredest, als wäre keine Frage mehr offen.

Weltbild

Pränataldiagnostik und Fukoshima

Raffael

Liebe Leserinnen und Leser,

unteres Horoskop erstelle ich für den Augenblick, an dem es mir selbst zu Sinnen kommt, über ein bestimmtes Thema zu schreiben. Soll ich – soll ich nicht? – ist das Thema wichtig und richtig, sind Fragen, die mich bewegen, auf die ich Antwort im Stundenbild suche. Hier ist es klar: Sonne, die den Löwe-Aszendenten beherrscht, steht in Haus 10, Jupiter dazu genau am MC, der Jungfrau-Medizinalmond im Haus des Wissens schiebt sich in eine Opposition zur Venus im Haus des Glaubens, Uranus hat eine Konjunktion mit Lilith (anrüchige Befreiung), Skorpion beherrscht den eingeschlossenen Schützen (Mars als Vertreter der Chirurgen) … es kommt also einiges zusammen, also mach ich´s.

Zur Pränataldiagnostik – sofern es hier um die Aussonderung vorbefruchteter Föten nach Krankheit und Gesundheit in der Petrischale geht – will ich meine Meinung gleich eindeutig äußern: Totschlag an Menschen. Die Frage ist nicht, wie man dazu stehen kann, sondern: wie es dazu kommen konnte, daß eine solch eindeutige Sachlage als diskutabler Grund der Machbarkeit dem Parlament vorgelegt wird? Es ist dies ein Beispiel einer eigentlich kontrollbedürftigen Medizinal-Wissenschaft außer Rand und Band. Auf den Verweis, was denn nun Paare tun sollten, die kein Kind haben könnten oder nur Risiko-Kinder, erlaube ich mir zu antworten: verzichten.  Es gibt andere Aufgaben im Leben, als eigene Kinder großzuziehen. Unter Umständen kann das Ego noch so groß sein, es muß vielleicht zurückstecken. Es ist auch kein Argument, darauf zu verweisen, daß andere Länder weniger moralische Skrupel kennen, denn unseres: es sind u.U. dieselben Länder moralischer Indifferenz, die weiter nichts dabei finden, Kernenergie auszubauen, anstatt deren „Nutzung“ zu beenden. Und auch, wenn der zum EU-Kommissar hochgejubelte Öttinger kundgibt, daß am deutschen Wesen die Welt nicht genesen werde – er bangt um die Kernkraft – so wollen wir ihm weniger unverschämt zurückrufen: „Mag sein, aber wir machen es trotzdem nicht!“

Was aber hat die Pränataldiagnostik mit Fukoshima zu tun? Beides ist eine Technik. Mir ist aufgefallen, daß selbst geistig offene Menschen dazu neigen, aus einer Diskussion auszusteigen, wenn es auf die Frage kommt, was denn das Wesen der Technik sei? Ich möchte hier wärmstens ein kleines Büchlein empfehlen eines der letzten großen deutschen Denker seit langem:

Heidegger hat die „Technik“, weil er sie hellenisch und noch nicht „kemisch“ (i.e. ägyptisch) denkt – und keine Angst, das Buch ist insbesondere für nicht akademisch verbildete Personen sehr leicht verständlich – noch nicht ganz verstanden, aber er hat uns den einzigen Hinweis gegeben, der es dermaleinst möglich machen wird, Technik, anders als heute, zum Nutzen der Menschheit zu wenden (verwenden nämlich kann man sie nicht). Heute sind wir in einer anderen Situation: wir sind durch Wissenschaft und Technik gestellt, wie ein Wild. Gestellt, wie ein Wild im Wald durch den Jäger. Und das ist der Zusammenhang der Pränataldiagnostik mit Fukushima – und gleichfalls ist es der Ausdruck im Gesicht von Raffaels Madonna, die ihren Sohn, der ganz offensichtlich nichts davon weiß, weder gern, noch freiwillig, noch unbewußt: sondern eher konsterniert zum Opfer hingibt: unerträglich ist die Nähe des Geburtsfestes zum Karfreitag, unerträglich der Karfreitag zum Tag der Auferstehung. Daß wir darin keinen Sinn erkennen, sondern uns des Sinns („Stop making Sense!“) enthalten – darin helfe uns Gott.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Medienmagazin pro: Politik

15.04.2011 12:48 Nürnberg

Weltbild

Zeitreisen

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Liebe Leserinnen und Leser,

auch dies ist eine lustige Merkur-rückläufig Geschichte. Wieder auf die Idee der Zeitreisen zurückzukommen und gar in die Vergangenheit reisen zu können … :

Teilchenbeschleuniger LHC: US-Physiker spekulieren über Zeitreisen – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wissenschaft

Wer die Geduld hat, sich den Spiegel-Artikel durchzulesen, wird vielleicht auf Begriffe wie „String-Theorie“, „M-Theorie“, etc. stoßen, und dabei ist es wichtig zu wissen, daß all diese Begriffe, mit denen so imposant jongliert wird, totaler Quatsch und anerkanntermaßen (siehe Lee Smolin) gescheitert sind. Es gibt auch keine 11 oder nochwas Dimensionen, nicht einmal die „Zeit“ ist eine Dimension.

Warum die Relativitätstheorie falsch ist, erfahren wir, wenn wir genau lesen, hier:

„Das ist das Prinzip der Kausalität in der Physik, also keine Wirkung ohne vorherige Ursache“, sagt Lüst im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Deswegen sei auch eine Zeitreise mit dem Higgs-Singlet zurück in die Vergangenheit nicht möglich. „Die Arbeit von Ho und Weiler beruft sich auf mathematische Lösungen der Einstein-Gleichungen in höheren Dimensionen, die aber in der Physik meiner Meinung nach keinen Sinn ergeben.“

Im Klartext: Aus „mathematischen Lösungen“ der Einstein-Gleichungen wird ein Ergebnis abgeleitet, das in der Physik keinen Sinn ergäbe, gleichwohl aber mathematisch stimmt. Dieser Spezialfall kann aber nur für die gesamte Theorie und die Einstein-Gleichungen gelten.

Wie nun eifrige Naturwissenschaftler sich vorstellen, den Laboratoriumstisch zum Altar zu machen, ergibt sich aus der Interpretation dieses Statements:

„Weiler sieht die Sache etwas anders: „Es ist gibt kein bewiesenes Gesetz von Ursache und Wirkung.“ Das beste, was Theoretiker tun könnten, sei, die Logik der Gleichungen voranzutreiben und zu schauen, was möglich ist. „Dann machen wir Experimente, um herauszufinden, ob das, was mathematisch möglich ist, auch in der Realität geschieht.“ Ein Ursache-Wirkungs-Dogma will Weiler nicht einfach so akzeptieren: „Für mich schlägt die Logik der Mathematik die menschliche Logik.“

Man muß dazu nur wissen, daß Mathematik keine Logik extra für sich beanspruchen kann. Mathematik selbst ist als Ganzes überhaupt nicht logisch, sondern axiomatisch. Aber das wissen solche Leute nicht, und die Leser des Spiegel-Online oder deren Redakteure in der Regel auch nicht. Uns aber kann dies ein Hinweis sein, wie verwirrt und wie krank diese Wissenschaft in der Zwischenzeit geworden ist, während sie das Einzige, was ihr helfen könnte: Logik – abzuschaffen versucht …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

German Angst, Weltbild

Jupiter Konjunktion Sonne im Widder

Liebe Leserinnen und Leser,

ich persönlich sammle schon wieder Merkur rückläufig Geschichten, die alle viel zu unglaublich sind, als daß man überhaupt von ihnen berichten könnte. Oder wenigstens eine: eine liebe Freundin, Zwillinge Mond und Sonne schaffte es nur von Nürnberg bis Roth, um dann wieder zurück zu kommen, um schließlich über den Regionalexpress nach Stuttgart und von dort mit dem ICE doch noch rechtzeitig und für 42 Euro nach Basel zu kommen (eine Brücke war eingestürzt); …  Diese Konjunktion – Jupiter/Sonne – erfüllt mich mit Hoffnung, daß sich nun doch das verwandelnde Neue durchsetzt. Die Konterrevolutionäre sind schon gewaltig am Zurückrudern und Zurechtlügen; Lilith und Merkur kleiden sich als Pioniere der Aufklärung. Wer sagt uns denn, daß die Dauerkrebsrate (siehe Spiegel Artikel) nicht ebenfalls durch die Verteilung des giftigsten Plutoniums schon seit fast einem Jahrhundert längst bereits zu den Folgen des Technik-Mißbrauchs gehört? – – Was in der Welt „German Angst“…

… genannt wird, könnte sehr bald „German Energy Independence“ lauten – wenn wir die Technik tatsächlich auf den Altar zwingen, etwas zu opfern – gemeinhin seit Isaak „auf etwas verzichten“ – in diesem Fall die „friedliche und militärische“ Nutzung von Kernenergie und Waffenproduktion, wie wär´s? Welche Partei kann man wählen, die beides durchzusetzen gewillt und in der Lage ist? Und warum nicht? Vielleicht ist jene „Angst“ ein deutsches Aufhorchen auf „Das Wesen des Seienden“, eine damit verbundene Ehrfurcht und tiefes Problembewußtsein – mit dem Potential, Lösungen zu finden. Sind wir nicht „Das Land der Ideen?“ Schäm Dich, Öttinger!

Fotos Termin ©

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Debatte: Die wahre Gefahr – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wissenschaft

06.04.2011 16:30 Nürnberg

Weltbild

Die Gabe des Gottes

Liebe Leserinnen und Leser,

vielen Dank für all die konstruktiven Ratschläge und Hinweise zu den Filmen! Ich bin ja froh, daß die Sendung mal in „Produktion“ gegangen ist, und sich hoffentlich kontinuierlich wird verbessern lassen. Das Licht, muß ich zugeben, ist Absicht, Lichtmalen ist ja mein stolzer Lehrberuf – beim Fototeam Vollmer in Freiburg, übrigens! – aber genau so, etwas mild, wollte ich das Licht. Laßt euch mal überraschen, wie verändert auch mit diesem Licht das passende Format daherkommt. Irgendwann wird sich das Problem ja lösen lassen. Eine Beobachterin meinte, YouTube verbessert die Qualität auch erst bei höherer Zugriffzahl, was HD betrifft … ?

Für mich ist bemerkenswert, daß es sich um einen „technischen“ Entwicklungsgang handelt. Seit dem ich als Laie mit Computern umgehe, also im Prinzip, seit es die ersten Exemplare auf dem Markt gibt, weiß ich, daß diese Welt verschlungen und geheimnisvoll ist, Computer wetterfühlig sind, und daß man also warten lernen muß!

Wann immer ich einen professionellen Helfer mit Installationsfragen, etc. zur Hilfe gerufen habe, hieß es: „Warte mal, das haben wir in 5 Minuten“. Andererseits dauerte es dann aber doch 4 oder sogar 5 Stunden, bis dem hartnäckigen Problem doch noch beizukommen war. Ich denke, wir haben es mit einer durchaus bewußten Mensch-Maschine Meditation zu tun. Super geht es, wenn man ein bei rückläufigem Merkur gekauftes Gerät von jemandem installieren läßt, dessen Merkur im Radix ebenfalls rückläufig ist. Und überhaupt die Zwillinge sind hilfreiche Problemlöser: Thanks!

Ihr seht Merkur wunderbar in seiner Rückläufigkeitsschleife (auf halbdrei) und dazu korrekt abgebildet die Erde mit der Lemniskate, die sie beschreibt … Mit freundlicher Genehmigung und als wunderschöne Wandkarte mit ganz unkompliziert Tierkreis und Sternzeichen zusammen, zu erwerben bei:

Herausgeber der Planetenkarte:
Verein für Bewegungsforschung e.V., Institut für Strömungswissenschaften
Stutzhofweg 11,  79737 Herrischried, Deutschland
Telefax +49 (0)7764 9333 22
E-Mail: sekretariat@stroemungsinstitut.de

webseite: Institut für Strömungswissenschaften

Bestelladresse:
Kooperative Dürnau Vertrieb
Im Winkel 11, 88422 Dürnau, Deutschland
Telefax +49 (0)7582 9300 20
E-Mail: vertrieb@kooperative.de

Nehmen wir den bioenergetischen Teil: es ist doch klar, daß im Prinzip wohl der genetischen Manipulation des Menschen und seiner Umwelt keine Grenzen gesetzt werden können. Der selbst vielleicht zynische Philosoph Peter Sloterdijk (Krebs mit Waage-Mond und Venus/Uranus im Zwilling, Stier-Mars, Saturn Löwe und Jupiter Skorpion, Merkur im Krebs) sprach am 15. Juni  1997 in Basel von …

… und entfachte damit eine empörte öffentliche Diskussion. Dabei berief er sich nur auf absehbare Entwicklungen, und befaßte sich mit der Möglichkeit einer moralischen Steuerung. Aber man wollte den Menschen nicht als „Zuchtwesen“ betrachtet wissen, war der Tenor der zu Recht entrüsteten Feuilletonisten und Intellektuellen, die damals noch auslaufende BRD-Strukturen und Werte kannten.

Aber die Frage nach dem höheren gemeinsamen Nenner von Mensch und Technik, der Zugang zu ihm, wird meines Erachtens entscheiden, ob wir, die wir laut Heidegger (26.09.1889) von der Technik „gestellt“ sind, in eine Wirklichkeits verwandelnde Lösung und/oder Einbindung kommen. Dazu ist es unabdingbar, daß wir herausfinden, was Technik ist. In diesem Sinne möchte ich mich herzlich bei den zahlreichen Kommentatoren bedanken, die letztlich zu dem Post nach dem Rudolf Steiner Zitat kommentiert haben, ein jeder Kommentar ist geistreich!

Der „Aspekt“, der mir auffällt an dem Satz: „Der Laboratoriumstisch muß erst zum Altar werden“, den Rudolf Steiner – ja; – – : gegeben hat – , ist das „Altar-Thema“.

Engelsgruß, Veit Stoß, St. Lorenz, Nürnberg, frei.

Dieser Begriff „Altar“ hat in meinen Ohren eine Hauptkonnotation: das ist der „Opfertisch“, und wir dürfen Rudolf Steiner Realismus genug zutrauen, daß er wußte, daß es sich dabei ursprünglich auch um des Metzgers Tresen handelte. Nietzsche, den Steiner sehr verehrte, und der das auch wußte, erfand deshalb bewußt komplementär sein „Honigopfer“.  Was bedeutete aber „Opfer“ für die Götter konkret unter den alten Menschen? Das „Lamm Gottes“? Es bedeutete zumeist, daß es ein Tier gab, das man/frau schlachtete, und über einem Feuer kochte oder grillte, und das daraufhin gegessen wurde. Und die Götter bekamen durch den Duft mit Kräutern im Rauch und bestimmte Teile des Tieres, die verbrannt wurden, den ihnen zustehenden Teil des Opfers.

Wenn wir glauben, dies sei nichts Besonderes – „Warum muß man um das Opfer herum den Popanz einer Religion aufbauen?“ – dann wissen wir nicht, was unsere Vorfahren wußten: daß nämlich jedes geopferte und verspeiste Tier einen Geistkörper hatte, der mindestens drei Tage, früher vielleicht drei Monate, für die Menschen sichtbar blieb mit ihrem Imaginationsauge. Und auch die „Götter“ sind keine Erfindung, wenngleich sie selbst zu den Seienden zählen, wie prinzipiell wir auch. Eventuell war es plötzlich not=wendig geworden, Fleisch zu essen, vielleicht eine Folge von Kälte-Ereignissen, Klima-Ereignissen, die die Welt bekanntlich ständig verändern. Und natürlich unten wie oben.

Wenn wir nun fragen: „Was ist dieses ‚Imaginationsauge‘ heute?“, so können wir ant=worten (Monikas Hinweis): das Kino. Und da sind wir wieder bei der Technik und dem geheimnisvollen Altar, dem Licht in der Höhle, dem unsere Kathedralen ebenso nachgebildet sind, wie die Höhle von Lascaux.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

 

Verschlagwortet mit
Weltbild

Die Esos mit den braunen Zwergen

Liebe Leserinnen und Leser,

Märchen, wie die unten verbreiteten, haben den Vorteil, niemals überprüft werden zu können. Im Prinzip fußen alle Überlegungen auf der Spektralanalyse des Lichts, das uns von diesen Himmelsobjekten erreicht. Aber die Erkenntnisse sind nicht logisch: wenn die Erde nicht Mittelpunkt des Universums sein sollte, könnten wir von ihrem Standpunkt aus weder mit Knoten noch mit Doppelknoten im Hirn* eine Ausdehnung feststellen, denn ebensoviele Galaxien entfernten sich, wie kämen auf uns zu …

Brauner Zwerg: Kalter Exot verblüfft Astronomen – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wissenschaft

„Im Universum nehmen Braune Zwerge eine Sonderstellung ein: Für einen Planeten sind sie zu groß, gleichzeitig aber zu klein, um das Kernfusionsfeuer in ihrem Inneren dauerhaft zu unterhalten, das Sterne zum Leuchten bringt“, schreibt Spiegel-Online. „Die Oberfläche des Objekts hat in etwa dieselbe Temperatur wie eine Tasse heißer Tee“, berichtet die Eso = Europäische Südsternwarte.

* Homogenität und Isotropie sind nur Pseudo-Konditionen grundsätzlicher Ununterscheidbarkeit, und daher kontradiktisch zur Grundthese eines sich ausbreitenden Universums.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Fotos, Weltbild

Typische Gebärde des Zurückblickens

Foto Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

dieses kleine Sonnenkraftwerk, das – wie alles Rhythmische in der Natur (und alles ist rhythmisch in der Natur!) – den Tierkreis darstellt (wie wir auf unterem Bild sehen) – wird eigentlich atomgetrieben! Denn die Sonne produziert nach dem Wissen unserer Physik durch Kernfusion ihre Energie – Fusion, das versuchen Menschen auch schon technisch – Spaltung, davon das Gegenteil, ist die Energiegewinnungs-Methode der gegenwärtigen Zeit.

Irgendwann auf dem Weg zwischen Sonne und Frühlingsblume verwandelt sich die Fusions-Energie in Licht und Wärme, weshalb die Sonne zu uns durch ein dreifaches Wesen spricht, als:

„Lichtquelle

Lebensquelle

Liebesquelle“*

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

* Rudolf Steiner

Poetry, Weltbild

Der Meister spricht:

„Daher soll deine Seele allen Geistes bar sein, soll geistlos dastehen. Denn liebst du Gott, wie er Gott, wie er Geist, wie er Person und wie er Bild ist, – das alles muss weg. ‚Wie denn aber soll ich ihn lieben?‘ – Du sollst ihn lieben, wie er ist ein Nicht-Gott, ein Nicht-Geist, eine Nicht-Person, ein Nicht-Bild, mehr noch: wie ein lauteres, reines, klares Eines ist, abgesondert von aller Zweiheit. Und in diesem Einen sollen wir ewig versinken vom Etwas zum Nichts. Dazu verhelfe uns Gott.“

Aus Meister Eckhard, Deutsche Predigten.

Poetry, Weltbild

Die Um-Kehre

Friedrich Hölderlin 20.03.1770 23:59 Tübingen

Liebe Lerserinnen und Leser,

Zeit, nach innen zu gehen und zu denken. Unteres Heidegger Zitat ist aus dem Zusammenhang heraus nicht zu verstehen, und doch lohnt es sich für den/die ein oder andere/n sich gerade jetzt Wort für Wort durchzulesen, was da zitiert wird; das Gleiche gilt für Hölderlin, sein Gedicht weiter unten.

Es ist unteres Gedicht von Friedrich Hölderlin, dessen „Wo aber Gefahr ist, wächst/Das Rettende auch.“ Martin Heidegger ins Zentrum seiner Schrift „Die Technik und die Kehre“ stellt. Darin schreibt er:

„Einmal fordert das Ge-stell in das Rasende des Bestellens heraus, das jeden Blick in das Ereignis der Entbergung verstellt und so den Bezug zum Wesen der Wahrheit von Grund auf gefährdet.

Zum anderen ereignet sich das Ge-stell seinerseits im Gewährenden, das den Menschen darin währen läßt, unerfahren bislang, aber erfahrener vielleicht künftig, der Gebrauchte zu sein zur Wahrnis des Wesens der Wahrheit. So erscheint der Aufgang des Rettenden.

Das Unaufhaltsame des Bestellens und das Verhaltene des Rettenden ziehen aneinander vorbei wie im Gang der Gestirne die Bahn seiner Sterne. Allein, dieser ihr Vorgang ist das Verborgene ihrer Nähe.

Blicken wir in das zweideutige Wesen der Technik, dann erblicken wir die Konstellation, den Sternengesang des Geheimnisses.

Die Frage nach der Technik ist die Frage nach der Konstellation, in der sich Entbergung und Verbergung, in der sich das Wesende der Wahrheit ereignet.

Doch was hilft uns der Blick in die Konstellation der Wahrheit? Wir blicken in die Gefahr und erblicken das Wachstum des Rettenden.

Dadurch sind wir noch nicht gerettet. Aber wir sind daraufhin angesprochen, im wachsenden Licht des Rettenden zu verhoffen. Wie kann dies geschehen? Hier und jetzt und im Geringen so, daß wir das Rettende in seinem Wachstum hegen. Dies schließt ein, daß wir jederzeit die äußerste Gefahr im Blick behalten.

Das Wesende der Technik bedroht das Entbergen, droht mit der Möglichkeit, daß alles Entbergen im Bestellen aufgeht und alles sich nur in der Unverborgenheit des Bestandes darstellt. Menschliches Tun kann nie unmittelbar dieser Gefahr begegnen. Menschliche Leistung kann nie allein die Gefahr bannen. Doch menschliche Besinnung kann bedenken, daß alles Rettende höheren, aber zugleich verwandten Wesens sein muß wie das Gefährdete.“ Die Technik und die Kehre, Stuttgart 1962, S. 33-34

„Die Wissenschaft denkt nicht“ Martin Heidegger « Markus Termin – Astrologisches Stundenbuch

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

 

Friedrich Hölderlin

Patmos

Dem Landgrafen von Homburg

Nah ist
Und schwer zu fassen der Gott.
Wo aber Gefahr ist, wächst
Das Rettende auch.
Im Finstern wohnen
Die Adler und furchtlos gehn
Die Söhne der Alpen über den Abgrund weg
Auf leichtgebaueten Brücken.
Drum, da gehäuft sind rings
Die Gipfel der Zeit, und die Liebsten
Nah wohnen, ermattend auf
Getrenntesten Bergen,
So gib unschuldig Wasser,
O Fittiche gib uns, treuesten Sinns
Hinüberzugehn und wiederzukehren.So sprach ich, da entführte
Mich schneller, denn ich vermutet
Und weit, wohin ich nimmer
Zu kommen gedacht, ein Genius mich
Vom eigenen Haus‘. Es dämmerten
Im Zwielicht, da ich ging
Der schattige Wald
Und die sehnsüchtigen Bäche
Der Heimat; nimmer kannt‘ ich die Länder;
Doch bald, in frischem Glanze,
Geheimnisvoll
Im goldenen Rauche, blühte
Schnellaufgewachsen,
Mit Schritten der Sonne,
Mit tausend Gipfeln duftend, 

 

Mir Asia auf, und geblendet sucht‘
Ich eines, das ich kennete, denn ungewohnt
War ich der breiten Gassen, wo herab
Vom Tmolus fährt
Der goldgeschmückte Paktol
Und Taurus stehet und Messogis,
Und voll von Blumen der Garten,
Ein stilles Feuer; aber im Lichte
Blüht hoch der silberne Schnee;
Und Zeug unsterblichen Lebens
An unzugangbaren Wänden
Uralt der Efeu wächst und getragen sind
Von lebenden Säulen, Zedern und Lorbeern
Die feierlichen,
Die göttlichgebauten Paläste.

Es rauschen aber um Asias Tore
Hinziehend da und dort
In ungewisser Meeresebene
Der schattenlosen Straßen genug,
Doch kennt die Inseln der Schiffer.
Und da ich hörte
Der nahegelegenen eine
Sei Patmos,
Verlangte mich sehr,
Dort einzukehren und dort
Der dunkeln Grotte zu nahn.
Denn nicht, wie Cypros,
Die quellenreiche, oder
Der anderen eine
Wohnt herrlich Patmos,

Gastfreundlich aber ist
Im ärmeren Hause
Sie dennoch
Und wenn vom Schiffbruch oder klagend
Um die Heimat oder
Den abgeschiedenen Freund
Ihr nahet einer
Der Fremden, hört sie es gern, und ihre Kinder
Die Stimmen des heißen Hains,
Und wo der Sand fällt, und sich spaltet
Des Feldes Fläche, die Laute
Sie hören ihn und liebend tönt
Es wider von den Klagen des Manns. So pflegte
Sie einst des gottgeliebten,
Des Sehers, der in seliger Jugend war
Gegangen mit
Dem Sohne des Höchsten, unzertrennlich, denn
Es liebte der Gewittertragende die Einfalt
Des Jüngers und es sahe der achtsame Mann
Das Angesicht des Gottes genau,
Da, beim Geheimnisse des Weinstocks, sie
Zusammensaßen, zu der Stunde des Gastmahls,
Und in der großen Seele, ruhigahnend den Tod
Aussprach der Herr und die letzte Liebe, denn nie genug
Hatt‘ er von Güte zu sagen
Der Worte, damals, und zu erheitern, da
Ers sahe, das Zürnen der Welt.
Denn alles ist gut. Drauf starb er. Vieles wäre
Zu sagen davon. Und es sahn ihn, wie er siegend blickte
Den Freudigsten die Freunde noch zuletzt,

Doch trauerten sie, da nun
Es Abend worden, erstaunt,
Denn Großentschiedenes hatten in der Seele
Die Männer, aber sie liebten unter der Sonne
Das Leben und lassen wollten sie nicht
Vom Angesichte des Herrn
Und der Heimat. Eingetrieben war,
Wie Feuer im Eisen, das, und ihnen ging
Zur Seite der Schatte des Lieben.
Drum sandt‘ er ihnen
Den Geist, und freilich bebte
Das Haus und die Wetter Gottes rollten
Ferndonnernd über
Die ahnenden Häupter, da, schwersinnend
Versammelt waren die Todeshelden,

Itzt, da er scheidend
Noch einmal ihnen erschien.
Denn itzt erlosch der Sonne Tag
Der Königliche und zerbrach
Den geradestrahlenden,
Den Zepter, göttlichleidend, von selbst,
Denn wiederkommen sollt es
Zu rechter Zeit. Nicht wär es gut
Gewesen, später, und schroffabbrechend, untreu,
Der Menschen Werk, und Freude war es
Von nun an,
Zu wohnen in liebender Nacht, und bewahren
In einfältigen Augen, unverwandt
Abgründe der Weisheit. Und es grünen
Tief an den Bergen auch lebendige Bilder,

Doch furchtbar ist, wie da und dort
Unendlich hin zerstreut das Lebende Gott.
Denn schon das Angesicht
Der teuern Freunde zu lassen
Und fernhin über die Berge zu gehn
Allein, wo zweifach
Erkannt, einstimmig
War himmlischer Geist; und nicht geweissagt war es, sondern
Die Locken ergriff es, gegenwärtig, Wenn ihnen plötzlich
Ferneilend zurück blickte
Der Gott und schwörend,
Damit er halte, wie an Seilen golden
Gebunden hinfort
Das Böse nennend, sie die Hände sich reichten –

Wenn aber stirbt alsdenn
An dem am meisten
Die Schönheit hing, daß an der Gestalt
Ein Wunder war und die Himmlischen gedeutet
Auf ihn, und wenn, ein Rätsel ewig füreinander
Sie sich nicht fassen können
Einander, die zusammenlebten
Im Gedächtnis, und nicht den Sand nur oder
Die Weiden es hinwegnimmt und die Tempel
Ergreift, wenn die Ehre
Des Halbgotts und der Seinen
Verweht und selber sein Angesicht
Der Höchste wendet
Darob, daß nirgend ein
Unsterbliches mehr am Himmel zu sehn ist oder
Auf grüner Erde, was ist dies?

Es ist der Wurf des Säemanns, wenn er faßt
Mit der Schaufel den Weizen,
Und wirft, dem Klaren zu, ihn schwingend über die Tenne.
Ihm fällt die Schale vor den Füßen, aber
Ans Ende kommet das Korn,
Und nicht ein Übel ists, wenn einiges
Verloren gehet und von der Rede
Verhallet der lebendige Laut,
Denn göttliches Werk auch gleichet dem unsern.
Nicht alles will der Höchste zumal.
Zwar Eisen träget der Schacht,
Und glühende Harze der Ätna,
So hätt‘ ich Reichtum,
Ein Bild zu bilden, und ähnlich
Zu schaun, wie er gewesen, den Christ,

Wenn aber einer spornte sich selbst,
Und traurig redend, unterweges, da ich wehrlos wäre
Mich überfiele, daß ich staunt‘ und von dem Gotte
Das Bild nachahmen möcht‘ ein Knecht –
Im Zorne sichtbar sah‘ ich einmal
Des Himmels Herrn, nicht, daß ich sein sollt etwas, sondern
Zu lernen. Gütig sind sie, ihr Verhaßtestes aber ist,
So lange sie herrschen, das Falsche, und es gilt
Dann Menschliches unter Menschen nicht mehr.
Denn sie nicht walten, es waltet aber
Unsterblicher Schicksal und es wandelt ihr Werk
Von selbst, und eilend geht es zu Ende.
Wenn nämlich höher gehet himmlischer
Triumphgang, wird genennet, der Sonne gleich
Von Starken der frohlockende Sohn des Höchsten,

Ein Losungszeichen, und hier ist der Stab
Des Gesanges, niederwinkend,
Denn nichts ist gemein. Die Toten wecket
Er auf, die noch gefangen nicht
Vom Rohen sind. Es warten aber
Der scheuen Augen viele
Zu schauen das Licht. Nicht wollen
Am scharfen Strahle sie blühn,
Wiewohl den Mut der goldene Zaum hält.
Wenn aber, als
Von schwellenden Augenbraunen
Der Welt vergessen
Stilleuchtende Kraft aus heiliger Schrift fällt, mögen
Der Gnade sich freuend, sie
Am stillen Blicke sich üben.

Und wenn die Himmlischen jetzt
So, wie ich glaube, mich lieben
Wie viel mehr dich,
Denn eines weiß ich,
Daß nämlich der Wille
Des ewigen Vaters viel
Dir gilt. Still ist sein Zeichen
Am donnernden Himmel. Und Einer stehet darunter
Sein Leben lang. Denn noch lebt Christus.
Es sind aber die Helden, seine Söhne
Gekommen all und heilige Schriften
Von ihm und den Blitz erklären
Die Taten der Erde bis itzt,
Ein Wettlauf unaufhaltsam. Er ist aber dabei. Denn seine Werke sind
Ihm alle bewußt von jeher.

Zu lang, zu lang schon ist
Die Ehre der Himmlischen unsichtbar.
Denn fast die Finger müssen sie
Uns führen und schmählich
Entreißt das Herz uns eine Gewalt.
Denn Opfer will der Himmlischen jedes,
Wenn aber eines versäumt ward,
Nie hat es Gutes gebracht.
Wir haben gedienet der Mutter Erd‘
Und haben jüngst dem Sonnenlichte gedient,
Unwissend, der Vater aber liebt,
Der über allen waltet,
Am meisten, daß gepfleget werde
Der feste Buchstab, und Bestehendes gut
Gedeutet. Dem folgt deutscher Gesang.