Weltbild

Waage-Neumond

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IMG_7349Liebe Leserinnen und Leser,

wer bislang das geheime ästhetische Prinzip dieses Blogs (so geheim, daß es sich vor mir selbst verborgen hält – aber nur kurz) noch nicht verstanden hat, braucht nur diesen Bildern zu folgen. Der Igel ist ja ein Mond/Mars Tier (ein Sextil davon begibt sich nach dem heute erwarteten Waage-Neumond) – – : und seiner hellenischen Endung nach ein „Ross“ – σκαντζόχοιρος was niemanden wundert, wenn man ihn nur einmal wehrhaft schnauben hört … und eigentlich das Wappentier der GRÜNEN.

461px-Swinegel4Wie können aber die GRÜNEN wiederauferstehen? Natürlich, sie müssen sich auf ihre „Kernthemen“ besinnen. Es kommt einfach nicht so gut, wenn frau/man mit dem Kleinwagen zur Arbeit und der Limousine in den Süden fährt, und dann grün wählt. Genial hat der Machtinstinkt der Physikerin das Ende des Atomzeitalters eingeläutet. Historische Ungerechtigkeit, daß nicht Flaschensammler-Trittin den Fukushima-Bonus (perverse Metapher, sorry) „ernten“ konnte. Nun ist die grüne Partei im Prinzip obsolet, zumal sie es nicht verstanden hat, zu erklären und vorzuleben, was Freiheit jenseits der Steuererklärung (und vor allem: in Europa!) zu bedeuten hat: und die großen und wichtigen Ziele – autofreie Städte beispielsweise – werden presseseits als Realo/Fundi-Flügel spät Raff-anlaytisch im Geiste der good old Bundesrepublik als Eticket verbraucht, bevor ein Nach-Denken überhaupt greifen kann.

Wassermann & Schütze-Mond Toni Hofreiter mit Pluto noch in der Jungfrau, aber Uranus bereits in der Waage, sowie Neptun im Schützen hat den Jesus-Touch und den Bierbauch, um die Grünen etwas über 5 % (Alkoholgehalt?) zu halten. Mit seiner weiten Jupiter-Saturn Opposition symbolisiert er die Gespaltenheit der Partei.

Ich empfehle den Grünen die Übernahme liberaler Prinzipien: das ist kein Widerspruch zu einigen ziemlich wurzelhaften Ideen, die viel verbessern könnten, beispielsweise in der sogenannten Flüchtlingspolitik oder der sogenannten Drogenpolitik …

Erneuert auch gefälligst. Radikalisiert euch im wahrsten Wortsinn gefälligst ein bischen. Nehmt vernünftige Piraten mit an Bord, lest sie vom Floß ab! Igel sind Raubtiere, hat mich mein Sohn heute belehrt: wälzen sie doch kaltblütig ihre Stachel über die Opfer, die ins „Beuteschema“ passen. Wir finden sie trotzdem süß.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Poetry

Mars im Löwen

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Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit
Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn’s Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll.
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: „Junge, wiste ’ne Beer?“
Und kam ein Mädel, so rief er: „Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb ’ne Birn“.

So ging es viel Jahre, bis lobesam
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.
Er fühlte sein Ende. ’s war Herbsteszeit,
Wieder lachten die Birnen weit und breit;
Da sagte von Ribbeck: „Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab.“
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Bündner mit Feiergesicht
Sangen „Jesus meine Zuversicht“.
Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
„He is dod nu. Wer giwt uns nu ’ne Beer?“

So klagten die Kinder. Das war nicht recht –
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
Der neue freilich, der knausert und spart,
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
Und voll Mißtrauen gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was er damals tat,
Als um eine Birn‘ ins Grab er bat,
Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

Und die Jahre gehen wohl auf und ab,
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
Und in der goldenen Herbsteszeit
Leuchtet’s wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung‘ übern Kirchhof her,
So flüstert’s im Baume: „Wiste ’ne Beer?“
Und kommt ein Mädel, so flüstert’s: „Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick gew‘ di ’ne Birn.“

So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

Theodor Fontane

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Theodor Fontane Theodor Fontane – Wikipedia , 30.12.1819, 16:30 Neuruppin

Liebe Leserinnen und Leser,

hier sieht man mit Jupiter in Haus 9 den berufenen Veröffentlicher … Uranus, Herr des 9. Hauses ist mit Merkur/Neptun praktisch und Schütze-mäßig in Haus 6, genau, wie die Steinbock-Sonne … Mars im Löwen (nur rückläufig) investiert von Haus 2 aus in die Häuser 11 und fünf, Gesellschaft und Kreativität. Imposant: Pluto/Saturn und Chiron in den Fischen in 10 – der Barrikadenkämpfer, der sicher auch plutonisches bewegt hat – im besten Sinn durch sein Wandlungsgedicht.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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Peter Sloterdijk – „fast, wie eine Priesterweihe“

Sloterdijk26.06.1947 Karlsruhe, unbekannte Zeit

Liebe Leserinnen und Leser,

ohne Zweifel aktuell der schärfste Denker der Zivilisation! Mit „Kritik der zynischen Vernunft“, einer Kant-Anspielung (dort heißt es bekanntlich: „Kritik der reinen Vernunft“) ins Bewußtsein der letzten, hellenisch/römisch gebildeten 68-ger oder 78-ger Generation getreten, begleitet uns dieses Genie deutscher Sprache schon lange mit seiner spitzen Zunge – Venus/Uranus in den Zwillingen – Saturn im Löwen ist dieser alte König in seinem Großkatzengesicht-Gesicht, das er mit diesem D’Artagnan-Bart krönt. Ich teile seine Meinung nicht immer oder oft, aber einen unterhaltsameren Großdenker gibt es kaum. Lang lebe er! Mars im Stier ringt mit Jupiter im Skorpion (rückläufig) – ein Aspekt, der unkreativ scheinbar nicht gelebt werden kann … Mars ist auf den Wert aus und Jupiter auf die Durchdringung als Triumph, jenseits des Wertes. Er macht das meisterlich. Und die zwei Finger folgen dem Waage-Mond, nicht?!

Markus

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Über die Zuordnung der Eltern im Horoskop – Nachrichten aus der Praxis

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Liebe Leserinnen und Leser,

die leiblichen Eltern sind immer im Horoskop zu finden. Es ist faszinierend, den Grad der Ähnlichkeit zu erkennen. Immer ist er deutlich als klare Spur einer Planetenschrift zu gewahren, die Beziehungen auf den ersten Blick – etwas Erfahrung und klare Sicht vorausgesetzt – offenkundig macht. Nehmen wir an, ein glückliches Paar hat drei Kinder, Gott segne sie! In allen drei Kinderhoroskopen sind Mutter und Vater in Bildern der Kinder gespiegelt, aber nie sind sie gleich, sondern immer um eindeutige Varianten verschieden. Die Ähnlichkeit ist trotzdem – und das ist vielleicht der Zauber – eindeutig.

Würde nun jemand diese Aussagen an einem wissenschaftlichen Prüfstein reiben, so würde er ohne Zweifel auf pures Gold stoßen. Paul Feyerabend, im Steinbock geboren, ist hier der methodologische Wegweiser – die Methode der Astrologie ist auch im wissenschaftlichen Sinn – entgegen allem Bocksgesang – exakt: nur ist sie nicht platt und dumm.

Wenn man/frau das einmal akzeptiert, fällt es wie Schuppen von den Augen: in allen drei Kinderhoroskopen spiegelt sich die Mutter deutlich und mit genau den Aufgaben, die anstehen. Das Kind hat denselben Mond, wie die Mutter? Volltreffer. Die Schwester hat den Mond in Opposition zum Muttermond, aber dafür die Sonne im selben Zeichen und im Trigon zum Mond des Vaters?: auch direkt ins wahrhaftige Ziel getroffen. Der Bruder hat Jupiter dort, wo Mutters Sonne steht?  – und dafür Mars in Opposition? – – : AstrologInnen sehen das Muster.

Und sehen, wie später in der Liebe für genau diese Muster Lösungen in der Begegnung gesucht werden, für die wir leben.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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Blaue Blume

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Die blaue Blume

Ich suche die blaue Blume,
Ich suche und finde sie nie,
Mir träumt, dass in der Blume
Mein gutes Glück mir blüh.

Ich wandre mit meiner Harfe
Durch Länder, Städt und Au’n,
Ob nirgends in der Runde
Die blaue Blume zu schaun.

Ich wandre schon seit lange,
Hab lang gehofft, vertraut,
Doch ach, noch nirgends hab ich
Die blaue Blum geschaut.

Joseph von Eichendorff
(1818)

IMG_7160„Berauscht von Entzücken und doch jedes Eindrucks bewusst, schwamm er gemach dem leuchtenden Strome nach, der aus dem Becken in den Felsen hineinfloss. Eine Art von süßem Schlummer befiel ihn, in welchem er unbeschreibliche Begebenheiten träumte und woraus ihn eine andere Erleuchtung weckte. Er fand sich auf einem weichen Rasen am Rande einer Quelle, die in die Luft hinausquoll und sich darin zu verzehren schien. Dunkelblaue Felsen mit bunten Adern erhoben sich in einiger Entfernung; das Tageslicht, das ihn umgab, war heller und milder als das gewöhnliche, der Himmel war schwarzblau und völlig rein. Was ihn aber mit voller Macht anzog, war eine hohe lichtblaue Blume, die zunächst an der Quelle stand und ihn mit ihren breiten, glänzenden Blättern berührte. Rund um sie her standen unzählige Blumen von allen Farben, und der köstliche Geruch erfüllte die Luft. Er sah nichts als die blaue Blume und betrachtete sie lange mit unnennbarer Zärtlichkeit. Endlich wollte er sich ihr nähern, als sie auf einmal sich zu bewegen und zu verändern anfing; die Blätter wurden glänzender und schmiegten sich an den wachsenden Stängel, die Blume neigte sich nach ihm zu, und die Blütenblätter zeigten einen blauen ausgebreiteten Kragen, in welchem ein zartes Gesicht schwebte. Sein süßes Staunen wuchs mit der sonderbaren Verwandlung, als ihn plötzlich die Stimme seiner Mutter weckte und er sich in der elterlichen Stube fand, die schon die Morgensonne vergoldete. Er war zu entzückt, um unwillig über diese Störung zu sein; vielmehr bot er seiner Mutter freundlich guten Morgen und erwiderte ihre herzliche Umarmung.“

Aus Novalis: „Heinrich von Ofterdingen“.

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Mitten in der Stadt

IMG_7142Liebe Leserinnen und Leser,

dieses Bild entstand heute mitten in der Stadt, genauer: zwischen dem Konvent von ineinander verwachsenen Siedlungen, die sich früher Nürnberg und Fürth nannten. Drumherum tobt der Autoverkehr der Ringe: in der Mitte des Herzens kann es recht still sein: Spechte, Eichelhäher, Enten, Zaunkönige, unzählige Wacholderdrosseln bestätigen die Stille nur. Dann und wann springt ein Fisch. Die Blätter der Bäume atmen den Atem des Gottes. Fluß gurgelt glücklich. Venus bildet ein Trigon zu Jupiter.

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Mit freundlichen Grüßen,

Markus

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Erich Fromm

Erich Fromm23.03.1900 19:30 Frankfurt a.M.

Liebe Leserinnen und Leser,

dieser Waage-Aszendent mit der Venus im Stier, Widder-Sonne und leider verletztem Schütze-Mond fand die richtig ausgleichenden Worte für unser Grundproblem: „Haben oder Sein“:

„Haben“ ist für das Deutschland-Horoskop die Sonne, die das 2. Haus – den Löwen regiert. Für Erich Fromm, den Waage-Aszendenten, ist „Haben“ der Pluto, der passend in den Zwillingen steht, im 9. Haus, dem Haus der Veröffentlichung.

Das Deutschland-Horoskop zeigt die Befreiung durch Uranus direktläufig Spitze Haus 10 an: Ende Februar 2014. Vorher aber – noch 2013 – geht Saturn über Pluto des Deutschland-Charts und schränkt die magische (Skorpion) Macht Deutschlands ein. Welches schlummert wegen Jupiter Haus 12 sowieso. Und dennoch kommt das ja, wie ihr seht, im Unschwung zu Tage bald mit Jupiter, der das Sonnen-Maximum regiert, das wir zur Zeit haben:

Gibt es ein zweites Sonnenmaximum 2014?

Dies alles aber nicht heut grad; denn grad heut ist Venus auf Pluto des Deutschland-Horoskops: man gestatte sich die umwälzende Vision …

Radix Deutschland plus TransiteInnen Deutschland 03.10.1990 00:00 Berlin, außen Transite 25.09.2013 20:35 Nürnberg

„Offenbar trifft immer noch zu, was der Sozialpsychologe Erich Fromm vor vielen Jahrzehnten bereits festgestellt hatte: „Unsere Kultur hat die Tendenz, Menschen hervorzubringen, die keinen Mut mehr haben und die es nicht wagen, auf eine anregende und intensive Weise zu leben.“

Gastbeitrag von Gerhart Baum (28.10.1932) : Ich will, dass wir beißen können – Feuilleton – FAZ

Mit freundlichen Grüßen,

Markus