Europa

Venus im Zeichen Steinbock

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Liebe Leserinnen und Leser,

ja, Venus im Steinbock ist – wie auch Venus im Wassermann – immer ein bisschen irre. Sie liebt das saturnalische – den Respekt, die Beständigkeit, die Struktur – und seine Umkehrung ins Gegenteil – dabei ist die Steinbock-Venus im Gegensatz zur Wassermann-Venus konsequent dauerhaft „irre“ – schizo ist normal – (die Wassermann-Venus hingegen wechselt unberechenbar ab). Dass sie dabei auch noch schön ist – in ihrer Erhöhung – kommt dazu. Eine Grundschizophrenie der Steinbock-Venus deshalb, weil sie sich an die allgemeine gesellschaftliche Schizophrenie klammert und gerade wegen ihrer starken Verwurzelung im hier und jetzt mitmacht und u.U. die Zukunft nicht im Blick hat (die Wassermann-Venus aber schon). Wer aber den Zeitgeist nicht für irre hält, neigt zur grotesken Fehlinterpretationen – auch dann, wenn sie den Anschein von Beständigkeit haben: denn frisch bleibt bekanntlich nur, was sich verändert.

Venus ist am 5. November in den Steinbock gegangen – und zwar als Abendstern (geht nach der Sonne unter). Sie wird 17 Wochen in diesem Zeichen bleiben, weil Venus im Steinbock rückläufig wird. Am 19. November macht sie ein Trigon zu Uranus im Stier – ein Freiheitsvogel in den Erdzeichen, materielle Lockerungsübungen. Drei Mal wird sie Neptun ins Sextil nehmen: das erste Mal am 30. November – Stabilität und Utopie sind kein Widerspruch. Am hellsten erstrahlt sie als Abendstern zum 7. Dezember – und zur ersten von 3 Begegnungen mit Pluto kommt es am 11. Dezember auf 25° Steinbock. Rückläufig geht sie dann ab dem 19. Dezember und wird eine zweite Konjunktion mit Pluto an Weihnachten haben. Hier sind Wandlungs- und Entwicklungsmöglichkeiten besonders stark. Die Rückläufigkeit bei Venus ist die Suche nach inneren Werten vor einem materiellen Hintergrund (Erdzeichen). Merkur überholt Venus am 29. Dezember, greift den Impuls auf, kann schriftlich formuliert werden – und hat ein zweites Sextil mit Neptun am 5. Januar – um am 9. Januar auf 10° Steinbock im Herzen des Sonnenkönigs stehen – und um schließlich als Morgenstern am 29. Januar wieder in den direkten Lauf zu wechseln. Mars überholt sie auch noch am 16. Februar – und dann hat sie ihr letztes Sextil zu Neptun am 24. Februar sowie eine letzte Konjunktion mit Pluto am 3. März, bevor sie in den Wassermann wechselt am 6. März.

Wir sehen also, dass hier magische Verwandlungskräfte am Werk sind – gerade die Phase der Unsichtbarkeit von Venus war z.B. für die Maya die Zeit der Transzendenz, der Verwandlung. Ihr gesamter Kalender war auf dem Venus-Zyklus und ihre Doppelgestaltigkeit als Morgen- und Abendstern aufgebaut. Ihre 52 tägige Unisichtbarkeit entsprach verschiedenen sozialen Zyklen der Kalenderrechnung.

All das ist gut in einer Zeit, wo Transformation und Verwandlung, Destruktion des Falschen der Wahrheit Platz machen müssen. Venus im Steinbock liebt die Realität – sie ist bereit, Realitäten und Hierarchien anzuerkennen. Aber die Realität ist eine „bitch“. Dehnt sie deren Gültigkeit in den Geistraum aus, anstatt oberflächlich Wert auf Geltung zu legen, dann hat die Steinbock-Venus Charakteranlage sich selbst veredelt, ihr größtes Glück.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus