Die Verteidigung der freien Gesellschaft

IMG_7206Foto Termin ©, Friedenskirche St. Johannis Nürnberg

Liebe Leser,

was es braucht, um eine freie Gesellschaft zu verteidigen: man wird ein Feindbild ausmalen – tut es schon lange – und genau dieses Feindbild wird dann bekämpft. Manchen aber gefällt gerade das Feindbild, weil sie genau dort mächtige Heilung für ihre besondere Wunde fühlen – (bei diesen Völkern die Beschneidung von oft beiden Geschlechtern – wir sollten uns doch – entgegen Merkels dictum – als „Komiker-Nation“ outen … ) …

Frei bleiben kann die Gesellschaft nur, wenn sie den eigenen Schatten im Feind erkennt – es siegt nur, wer ungern siegt¹ – aber ihre Werte kennt, d.h. sich selbst beschränkt in der Freiheit, gerade darum, um sie möglich zu machen: den Bösen schließen sich diejenigen an, denen in ihren Augen keine würdevolle Rolle unter den Guten angeboten wurde – die Guten müssen sich überlegen, ob sie nicht autosuggestiv als Masse unterwegs in die Perversion sind, wo edlen Gemütern, die ohne Erkenntnis nicht leben können, kein Platz bleibt. Europa ist Wissen. Ein großer Handelsplatz ist nicht Motiv genug.

Wer Europa von oben anschaut – z.B. aus der ISS-Perspektive – nicht zu verwechseln mit „IS“ oder „ISIS“ – wie der inflationäre Zischlautverbrauch weiterführt – der würde, wenn Geschichte eine Schleife wäre, wie ein Schneckenhaus, einen durch die Zeiten jagenden Wirbelsturm zwischen Europa und Nordafrika/Arabien miteinander seit sehr langer Zeit ringender Kräfte sehen.

Dabei ist es kein Zufall, daß wir operativ gerade mit den Früchten der Wissenschaft ausgestattet sind, die wir erst durch die Handreichung der arabischen Rechenkünste entwickeln durften, als zeitweise das Zivilisationsgefälle zwischen Orient und Okzident vor allem auch hygienisch zu greifen war: die rückerobernden Christen schlossen in Cordoba – wie Hans Wollschläger schreibt² – sogleich die 140 öffentlichen Bäder, die Osmanen brachten den Kaffee nach Wien und die hellenische Astrologie zurück zu uns.

Wir brauchen Erkenntnis & Wehrhaftigkeit. Was wir haben, ist große Bereitschaft zur Selbsttäuschung (Neptun/Jupiter Fische/Jungfrau) – woraus Schwäche resultiert.

Dort, wo der Weg zum Spirituellen, zum Geistigen, in die Anderswelt durch Unaufrichtigkeit oder Haarspalterei blockiert ist, bahnen Dämonen sich Weg.

Wenn wir suchen, wo Erkenntnis zu finden ist in diesem Zusammenhang, dann wird man sie – insbesondere in Frankreich – in den Kathedralen finden. In Deutschland vielleicht bei Rückert oder Goethe, unten mal klicken:

http://www.gutenberg.org/files/32481/32481-h/32481-h.htm

https://de.wikipedia.org/wiki/West-%C3%B6stlicher_Divan

Last but not least überall dort, wo Hilfe gebracht wird …

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

¹ Marc Aurel

² Hans Wollschläger, „Wallfahrten gen Jerusalem“, Ullstein.

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