Ereignis, Personen

Zukunft vorhersagen oder beeinflussen?

Liebe Leserinnen und Leser,

kann man mit Astrologie die Zukunft vorhersagen? Gehen wir zur Beantwortung dieser Frage einmal in die Vergangenheit. Sie wissen vielleicht, daß James Ussher den 23. Oktober 4004 v. Chr zum Schöpfungstag der Welt gemacht hat. Ussher war ein beinharter Protestant unter irischen Katholiken, die er allesamt für abergläubisch hielt. Was ja kein Wunder ist, denn durch die jahrhundertelange Assimilation mit dort keltischen, hüben z.B. toltekischen oder afrikanischen Glaubensformen und durch eigene Neigung zu Protz und Fetisch-Kult und den makaber anmutenden Knochen-, Schädel- und Reliquien-Handel war die katholische  und – Schwester des ersten Schismas: ebenso die orthodoxe – Christenheit nicht vernünftig.

Acht Jahrhunderte früher, als der heilige Fridolin aus Irland  nach Bad Säckingen kam, um die schwach romanisierten Heiden zu missionieren, da sah die Sache noch umgekehrt aus: Fridolin kam von der grünen Gelehrten-Insel, wo sich an Europas Rand die Inspiration durch Ornamentik kundgab. Und deren alte Verbindungen nach Griechenland durch Robert Graves „Die Weisse Göttin“ poetologisch nachvollzogen wurden.

James Ussher by Sir Peter Lely, Jupiter macht ihn im Steinbock „jovial“.

James Ussher 04.01.1581 Dublin, keine Zeit!

Usshers Schöpfungstag ist nicht so weit entfernt vom Weltbeginn-Tag der Maya, den 13. August 3113 a. Chr. greg. – Jupiter stand auf 6.42º Fische und war rückläufig mit einem Trigon zu Mars und Neptun im Skorpion. Und Pluto auf 22:54º Steinbock, wie heuer das Zeichen, rückläufig. Und die Maya wiederum – ich nenne ganz Mittelamerika einfach toltekische Kultur – sind so weit weg von Irland auch wieder nicht, wenn wir Plutarch (45 p.Chr.) in seinem Text: „Das Gesicht im Mond“ folgen. Dort steht nämlich, daß es seit vielen tausend Jahren einen kontinentalen Kult gab, ausgeübt im Rhythmus von Saturn im Stier, mit Booten ausgestattet  via Island in die Karibik zu rudern und zu segeln, wo ein Heiligtum des Saturn geführt wurde.  Die sogenannte Himmelsscheibe von Nebra läßt sich für eine solche regelmäßig wiederholte Tour als Kompass lesen.

Die wichtigste Auskunft ist die über den Inhalt: ein Heiligtum des Saturn: es war also ein Heiligtum des Chronos in dessen Zentrum die Zeit-Messung stand! Hier klingt schon etwas an.

Doch zurück zum Thema: Ussher als frühe Pluto-in Widder Persönlichkeit berechnet den plutonischen Anfang des Ganzen im Zeichen des Anfangs: Widder. Doch ist es nicht naiv, zu glauben, damit wäre aller Anbeginn gemeint? Hat nicht die katholische Kirche zu Weihnachten selbst ein Ritual eingeführt, nach dem unumwunden der Urknall besungen wird, gleich zu Beginn der Christmette?

Andererseits ist es wahr, daß unsere Quellen über die tiefsten Vergangenheiten, sofern sie mythologisch sind, also scheinbar erfundene Volks-Sinn-Erzählungen, alle – ungeachtet ihres Ursprungs auf der Welt – von periodisch neu geschöpften Welten sprechen und auch übereinstimmend von mindestens einer Sintflut, die Maya jedoch von – wenn ich richtig informiert bin – dreien, wurde doch die Welt laut Popol Vuh mehrmals durch Flut zerstört.

Wir wissen also nicht, auf welcher wahren Grundlage selbst Kreationisten ihre Welt-Beginn Theorie aufbauen, aber es liegt die Vermutung nahe, daß es Rhythmen unserer Erde gibt, die zu lange zurückliegen, als daß die Information und das Wissen darüber uns per SMS erreichen könnte: wir stehen vor ungelösten Rätseln und könnten doch mitten in einem uns unbekannten rhythmischen Zyklus sein.

Herodot  berichtet davon, wie ihm die ägyptischen Priester zu Sais während seiner Ägypten-Reise (noch bevor Alexander das Land besetzte und Griechen und Ägypter einander nicht mehr offen begegneten) freundlich versicherten – denn aus ihren exakten Aufzeichnungen ginge das genau hervor – daß innert 10 000 Jahren die Sonne zweimal im Westen auf und im Osten untergegangen sei. Ist dies ein solcher Rhythmus?

Nun erst kommen wir zur Frage einer möglichen Zukunftsvorhersage durch Astrologie: im Grunde genommen unterscheiden wir uns darin nicht von den Naturwissenschaften. Denn vor allem diese streben ja danach, die Zukunft vorherzusagen und zwar oftmals in jedem einzelnen Punkt ihres Prozesses. Die Ergebnisvorhersage – meist aufgrund von Berechnungen – gehört zum wissenschaftlichen Aufbau der Erkenntnisgewinnung. Je genauer ein Ergebnis vorhergesagt ist, um so besser muss das theoretische Gebäude der Berechnung sein, so wird angenommen, die daraus gewonnene „Formel“. Werden also zum Beispiel für uns äußerst nützliche Berechnungen über den Einschlag von Kometen angestellt, so ist sehr zu hoffen, daß wir ein Vorhersage und sogar Abwehr-System finden, bevor ein Präzedenzfall den Zusammenbruch der Zivilisation und damit wohl auch ein Ende unserer Berechnungs-Möglichkeiten für längere Zeit bedeutete, jedenfalls bis sich eine neue Zivilisation gebildet hätte.

Die Astrologie aber trachtet nach mehr, als nur die Zukunft vorherzusagen. Sie will die Zukunft beeinflussen. Denn sie setzt den sich seiner selbst bewussten Menschen dort hin, wohin er gehört, ins Zentrum des Kosmos. Sie ist nicht geozentrisch, sondern anthropozentrisch.

Eine umfassende Geschichte eingetroffener astrologischer Vorhersagen gibt es nicht, es ist aber schon vollkommen klar, daß alle historische Forschung, die in Unkenntnis der Astrologie einer Zeit diese historisch nicht als zentrales Analyse- und Codierungs-System betrachtet, sei es in Ägypten oder im England von Königin Elisabeth, historisch wenig wissen kann.

Der Ansicht, man könne Zukunft vorhersagen, liegt eine Voraussetzung zugrunde, die für gewöhnlich zu wenig bedacht wird: wir glauben, wir könnten wie beim TV Abstand nehmen vom Zeitgeschehen und uns die Zukunft anschauen, wie ein vorbeifahrendes Auto. Menschen, die sonst bereit wären, ihren Atheismus mit den Zähnen zu verteidigen, halten es – wenn es um Astrologie geht – plötzlich für „vermessen“, sich „anmaßen zu wollen“ die Zukunft vorherzusagen, als gehörte treue Demut nun zum Kodex des rechtgläubigen Atheisten, als täte irgend ein Wetterfrosch oder Virologe etwas anderes, und liegt oft genug daneben, weit entfernt davon, selbst die zuverlässigen Vorhersagen zu liefern, die er aber von der Astrologie per blanco-Scheck erwartet. „Wir“ haben den milden Verlauf der Schweingrippe (Steve Judd) ebenso vorhergesagt, wie die Finanzkrise und deren weiteren Verlauf (Merriman, Weiss), als die zuständige Wissenschaft, die Ökonomie, völlig überrascht wurde. (Das gilt jetzt wieder für die Plandämonie ab 2019 mit Saturn/Jupiter/Pluto Steinbock Konjunktion.)

Nun schaut die Astrologie seit alter Zeit die Umläufe der Siegel-Planeten Jupiter und Saturn: diese inspirierte Zeit-Beobachtung: was passiert wann in der Geschichte, wenn die beiden Planeten wie stehen, hat z.B. 1550 durch den Astrologen Richard Roussat zur Vorhersage der franz. Revolution 1789 geführt (er lag drei Jahre daneben) in seinem Buch „Le vivre de l`estat et mutantions de temps“, als wirklich inspirierte Geister mit hoher Kunst und unabgelenkt von Bogus Pomp arbeiten konnten. Die Beweise für die Vorhersage-Kraft der Astrologie im menschlich-historischen Zusammenhang sind also längst in vergangenen Epochen, ebenso wie heute (Mauerfall, Finanzkrise) erbracht. Das Verlangen nach „Beweisen“ lebt von schwacher Erinnerung: es ist für uns kein Thema mehr.

Nun wird es aber so nicht gehen, denn wenn nun einer – und ich mache das mal – für 2040 eine an diese franz. Revolution anknüpfende Revolution (nicht in Frankreich, sondern weltweit) vorhersagt, weil Pluto wieder im Wassermann steht, die Konjunktion von Jupiter und Saturn im Gegenzeichen Waage läuft und Uranus im Löwen den König stürzt … dann macht es Sinn, den Erfolg dieser Vorhersage daran zu messen, daß sie nicht eintrifft, oder wenn, sie sich doch erheblich gegen die Vorgängerin abgrenzt, woran bereits heute zu arbeiten ist:

31.10.2040

Dies beantwortet auch die Frage nach der Schicksalshörigkeit der Astrologie: nein, wir können den Lauf der Planeten wohl nicht steuern, aber wir können wissen, wie sich unser globales soziales Verhalten danach orientiert. Dies wird Aufgabe einer künftigen astrologisch-astronomischen Sozialwissenschaft, möglichst in einer Welt, die es gelernt hat, ohne Kriege auszukommen und dafür ihre Kräfte dahin zu bündeln, wo es Aufgaben zu bewältigen und neue/alte Bewußtseinsräume zu entdecken und wiederzuerobern gilt: … last not least: es war die Naturwissenschaft, die uns in die Verwirrung relativer Zeit verstrickt hat, und sie sagt selbst, daß sie sich selbst heute nicht versteht. Welchen Sinn Vorhersagen in einer vermeintlich „zeitlosen“ Quanten-Welt* machen, werden wir mit ihr zusammen klären müssen.

Im Kleinen beschäftigen wir uns damit im Bereich der Stundenastrologie: wie ich meine ein praktischer Kompass zur Entscheidungshilfe, ähnlich dem I Ging. Und hilfreich dabei, die linke Hand nicht wissen zu lassen, was die rechte tut.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

* Die Zeitlosigkeit der Quantenwelt, die Albert Einstein „spukhafte Fernwirkung“ nannte, ist nur ein Konstrukt, um die Relativitätstheorie zu ‚retten‘, ebenso, wie die „Räume ohne Zeit“, der sogenannte „Tunneleffekt“, das ’supraluminare Tunneln‘: um  zu vertuschen, dass Prof Günter Nimtz 1991 die Relativitätstheorien (Mozart bei 4,2 facher Lichtgeschwindigkeit übertragen) zur offenkundigen Widerlegung geführt hat. Auch die Paradoxien ‚Zwillingsparadoxon‘, ‚Schrödingers Katze‘, ‚Doppelspaltexperiment‘, ‚Dunkle Materie‘ und ‚Rotationsparadoxon‘, sind keine Bestätigung der physikalischen Mystik, sondern offenkundige Fehler im System. ‚Gravitationswellen‘ bei 10^-31 finden im atomaren Rauschen statt, beweisen nichts und sind darüber hinaus Betrug (wie auch das Higgs, ‚Gottesteilchen‘ Malen nach Zahlen ist, man fischt aus den Daten die vermeintliche Bestätigung der Theorie zwecks anhaltendem Geldfluss), es ist auch sehr still um sie geworden.

Weltbild

Das Licht der Welt

Foto: Markus Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

Ich habe aber eine Idee: man rätselt darüber, warum die Temperaturen auf der Welt die letzten zehn Jahre nicht gestiegen sind im Mittelwert, wo doch die Emissionen noch zugenommen hätten während dieser Zeit und spekuliert daher über Sonnenaktivitäten. Es könnte aber auch sein, und darauf hoffe ich sehr, daß eine neue Dimension des menschlichen Bewußseins selbst das Klima und die Erdtemperatur beeinflusst: denn seit zehn Jahren etwa, seitdem dies im öffentlichen Bewußtsein ist, steigen die Temperaturen nicht mehr. Demnach wären wir tatsächlich das regulierende Bewußtsein der Erde und alle geomantischen Künstler der Welt hätten wie der Prophet Jonas das Ziel erreicht. Wir “steuern” dann unser Bio-Raumschiff mit Jupiter im Fische-Haus.

Und wir haben mittels Technik unseren Bewußtseinsraum so sehr erweitert, daß wir zuverlässig vernetzt bis ins Weltall twittern können. In den USA wird der ganze politische Prozess immer mehr Internet-Kultur: eine neue Demokratie? Denn es kann ja nicht lange dauern, bis mächtige internationale online-Verbände entstehen, die z.B. die alten Gewerkschaften ersetzen könnten.

Personen, Poetry

William Summerset Maugham

William Sumerset Maugham: 25.01.1874 09:30 Paris

Liebe Leserinnen und Leser,

„Er sah sich als „in the very first row of second class writers“ (dt.: „in der vordersten Reihe zweitklassiger Schriftsteller“), eine Selbsteinschätzung, die vielleicht auch seiner skeptischen Grundhaltung zuzuschreiben ist. Die meisten Kritiker meinen, Maugham habe im Grunde genommen „zu viel“ gesagt; nichts sei übriggeblieben, was der Leser selbst folgern müsse. Manche behaupten auch, Maughams Werke seien zu zynisch und distanziert. Darüber hinaus hält man seinen übertriebenen Realismus für einen Stilmangel. Unbestritten ist, dass Maugham neben seiner Fähigkeit zur Beobachtung eine auch unter Schriftstellern nicht allzu häufig verbreitete Gabe besaß: Er hatte einen untrüglichen Instinkt für Geschichten und dafür, wie man sie zu erzählen hat. Hiervon legen besonders seine zahlreichen Kurzgeschichten beredtes Zeugnis ab.“ (William Somerset Maugham – Wikipedia)

Ich zitiere hier Wikipedia so ausführlich, weil der liebenswerte Wassermann so klar beschrieben wird: „skeptische Grundhaltung, zynisch und distanziert, übertriebener Realismus“ … da haben wir den Wassermann. Und wenn er die Sonne mit Saturn verbindet, erst recht. Mond im Zeichen Stier gibt ihm die Mütterlichkeit des Paten.

Ich selbst lese „second class writers“ auch sehr gern, vielleicht sogar lieber. Und er war ein meistgelesener Autor seiner Zeit mit Millionenauflagen. Die Perspektive, aus der er erzählt, ist die des reisenden Kolonial-Gentlemans. Ich lernte seine Bücher in einer merkwürdigen Situation kennen, als ich vor 12 Jahren zusammen mit einer 83-jährigen Fische-Malerin in einer Nürnberger Künstler-WG lebte und ihr seine Kurzgeschichten – in deutsch –  Werke aus der Bibliothek ihrer tragisch verstorbenen Tochter vorlas, denn die Dame konnte selbst nur mit einem starken Vergrößerungsgerät lesen. Nie haben wir eine bessere Möglichkeit, Literatur zu begreifen, als wenn wir  einer zweiten, aufmerksamen Person vorlesen. Ich spürte das damals intuitiv, wußte, daß es ein Geschenk war, lesen zu dürfen. Wenn ihr des Englischen mächtig seid, versucht dies, zu deutsch gibt´s Maugham bei Diogenes:

Und Maugham, der Wassermann, erzählt wahrlich spannende Geschichten. Sie sind alle erfunden, aber nur soweit es nötig scheint, Versatzstücke der Wirklichkeit zur Wahrheit zu verflechten.

Das dritte Haus des Schreibens wird von Merkur beherrscht, der mit Venus eine genaue Konjunktion bildet im Haus 11, dem Haus der Öffentlichkeit im Steinbock, dem Zeichen der Beständigkeit. Einen Wassermann wie Maugham zu lesen, ist „Medizin“ für Löwe-Aszendenten!

Ereignis, Fotos

Feuer unter der Brücke

21.01.10 00:17 Nürnberg, Foto und Horoskop

Liebe Leserinnen und Leser,

ich mag es, Horoskope und Bilder für ein und dieselbe Zeit zu machen. Sie erzählen dann erstaunliche Geschichten. Oberes Bild zeigt ein kleines Feuer, von mir  in der Nacht unter einer Brücke angezündet. Es besteht nur aus wenigen rotholzigen aber trockenen kleinen Spanten, die ich als Rest einer Holzlieferung in der Nachbarschaft von der Straße auflas. Ich mache das mit einem relativ schlechten Gewissen, weil ich ja bloß aus Gründen des sinnlichen Genusses: duftendes Feuer zu riechen und die Wärme knistern hören, wenn auch nur für eine viertel Stunde, absolut überflüssig CO2 produziere (und ich hasse diese dumme Sylvester-Knallerei).

Nun zeigt das Horoskop mich als Venus in Haus 4, eingeschlossen. Das passt, denn ich habe ja erstens die Venus im Wassermann im Radix und zweitens befinde ich mich in meiner Stadt, dort jedoch unter einem Brückenbogen am Fluß, einem technischen Bauwerk (Wassermann also). Und noch präziser ist die Situation dargelegt: ich bin ja die Venus bei der Sonne, in diesem Fall die Venus am Feuer. Und als wäre das nicht genug, handelt es sich bei diesem Platz unter der Brücke um einen relativ abgeschlossenen Bereich, der jetzt recht sauber ist, weil eben erst zu Neujahr dort unten wieder ein Stummfilm mit Pianobegleitung vom Mobilen Kino gezeigt wurde.

Venus im Wassermann hat, das behaupten die anderen Astrologen, einen merkwürdigen, manchmal ausgefallenen, einen anderen Geschmacht. Anders wie was? Richtig, das kann zum Problem werden …

Lilith, Chiron und Neptun sind auch da drin. Neptun ist ganz klar das Wasser, denn diese Brücke ist natürlich eine über einen Fluss. Und Chiron ist die mit diesem Fluss verbundene Gefahr. Es ist aber auch – umgekehrt – die heilende Kraft des Flusses.

Und dann diese Oppposition von Lilith und Mars, rückläufig. – Ja, es stimmt, an der selben Stelle haben wir letztes Frühjahr schon mal ein Feuer gemacht. Mit einem Löwen, wo Mars jetzt steht.

Natürlich erzählt es weiter in seiner Geschichte, dieses Mini-Feuer des Minimalreisenden.

Mundan, Weltbild

Sonne im Wassermann

20.01.09 05:28 Nürnberg

Liebe Leserinnen und Leser,

jetzt beginnt es zu laufen: die Sonne wechselt in Zeichen der Energie, wo Venus schon steht. Pünktlich schmilzt der Schnee ab. Während die Sonne nun den Wassermann berührt und uns in einer eigenartigen Parallelität, die im Tierkreis als Symmetrie erkennbar ist, an die frühe Schütze-Zeit erinnert: Obama tut Gutes und hat sich mit der Haiti Aktion einen Friedensnobelpreis jetzt  verdient. Gleichzeitig verliert er seine komfortable Mehrheit im Senat. Konnten oder wollten sie keinen Kennedy überreden, oder war es die übertriebene demokratische Geste gegen den dynastischen Gedanken? Natürlich passt das zu einem rückläufigen Mars – für einen Löwen wie Obama, aber es eröffnet auch eine Möglichkeit zur Aufholjagd, wenn Mars wieder direkt läuft. Eine Mehrheit haben die Demokraten immer noch.

Die Zeitung von heute ist voller wichtiger Nachrichten. Eine der wichtigsten findet sich in der Süddeutschen: „Planet China“: „Feststeht, dass der Film des Regisseurs James Cameron in ganz China eine Welle beißender Ironie im Internet und selbst in staatlich kontrollierten Medien entfacht hat. Er frage sich, ob Cameron „heimlich in China gelebt“ habe, bevor er die Idee zu Avatar hatte, schreib etwa der Blogger Li Chengpeng auf http://www.sina.com. Sogar die staatliche Volkszeitung zitierte ihn genüßlich.“

Beim wiederholten Lesen stört mich „genüßlich“. Es macht den Anschein, als kumpelt der Berichterstatter der Süddeutschen, Henrik Bork, den ich oben zitiere, mit der „staatlichen Volkszeitung“: denn „genüßlich“ ist tief eigen-interpretiert. Aber nicht ist gewiß, daß diese Partei samt „Organen“ den Platz des Himmlischen Friedens brutal wörtlich nimmt. Nur, weil wir mit ihnen Handel treiben, brauchen wir sie nicht für gut zu halten.

Was wissen wir Demokraten schon von „Der Partei“? Was hat sie noch im Sinn mit dem deutschen Philosophen Karl Marx, dessen technisch-kapitalistische Revolutionstheorie sich tatsächlich gemäß seiner drei großen postulierten Rationalisierungswellen entfaltet, in deren dritter wir wohl jetzt sein müßten, oder so ähnlich.

Ereignis

Stay or Go?

20.01.10 13:37 Nürnberg

Liebe Leserinnen und Leser,

es ging um eine Frage zur Berufsentwicklung, ein Stundenbild. Die Klientin ist selbststandig, hat einen Dienstleistungs-Betrieb. Das muss das Haus 6 sein. Es gilt also: Mars rückläufig in Haus 3 ist Dienstleistungsbetrieb, der – noch ein Argument für Haus 6 – etwas mit Hunden zu tun hat. Nun hat sie sich vorgenommen, zusätzlich einen Job anzunehmen, denn einerseits will sie ihre Selbstständigkeit nicht aufgeben, andererseits hat sie einfach nicht genug vierbeinige Kunden. Daher der Entschluss – siehe jetzt Merkur Haus 7  im Steinbock – das Telefon einer Taxizentrale zu Festzeiten gegen Hungerlohn zu hüten. Die Frage: Bleiben oder Gehen?

Nun meine Deutung: Mond steht in den Fischen. Von der Klientin ist die Geburtszeit nicht bekannt, nur der Tag, aber klar ist, auch ihr Mond steht im Geburtshoroskop in den Fischen.Hier liegt also ein Kern der Dinge, das Zeichen, welches dem Bild Tiefe gibt. Solche Horoskope werden niemals gegen, sondern nur mit den Klienten gefunden: einmal auf dem Weg, echte Entsprechungen zu haben, erzählt so ein Stundenbild auch noch weitere Dinge, wenn wir sie wissen wollen.

Wenn Zwilling aufsteigt, sind wir grundsätzlich glücklich, weiß ich als ägyptische Grundregel. Und was macht Merkur, Herr der Zwillinge? Er steht da im Steinbock und hat gar keine Aspekte. Das Arbeitsverhältnis in der Taxizentrale ist auf partnerschaftlicher Basis (Haus 7), bringt wenig aber regelmäßig Geld – und da Merkur keine Aspekte hat, sehe ich das als mögliche Dauerlösung. Denn die Klientin hat Sonne in Erdzeichen und legt daher Wert auf einen realistischen Welt-Bezug.

Außerdem gibt es bei dem Taxi-Zentralen Job etwas zu lernen, eine Einweisung, Sonne-Venus in Haus 9. Nachdem sie nun schon mal drin ist, gibt es erstmal keinen Grund, an der Situation was zu verändern. Und dann entdecke ich, daß Mond void of course ist,  also keine Aspekte hat, bevor er das Zeichen wechselt und in den Widder geht. Ziemlich lang sogar, von früh-morgens bis zum Abend.

So lange void of course-Zeiten führen in so eine Art wahrnehmbare Meditation. Die Vögel draußen behaupten auch schon frech, die Tage würden wieder länger.

Also heißt die Antwort: lassen, wie es ist: stay. Mond sagt auch, was die Frau eigentlich will: in Haus 11 stehen, mit anderen zusammen arbeiten. Genau das hat sie durch die Taxi-Zentrale erreicht.