Fotos, Mundan

Merkur in Konjunktion mit dem Mondknoten

Foto Markus Termin ©

Liebe Leser und Leserinnen,

wie uns hier die Natur ein Häusersystem anbietet, so tut sie ähnliches in jeder winzigen Kleinigkeit. Deswegen „funktioniert“ Astrologie, weil sie als Beobachtung aus den Erfahrungen der Natur gewonnen wurde. Wir dürfen uns den Zusammenhang der „Wirkungen“ nahtlos und direkt vorstellen. Ich habe gestern ein kleines Büchlein von Maria Thun – das ist die mit dem antroposophischen Aussaatkalender – in der Hand gehabt, in dem sie ein Foto zeigt von Mirabellen, deren Mutterkerne aus einem Körbchen stammen. Im Winter wurden diese zu sechs verschiedenen Planeten-Oppositionen in die Erde gesteckt. Auf dem Bild sind die Mirabellen abgebildet, die selbst wiederum aus den fruchttragenden neuen Bäumen entstanden sind nach einigen Jahren. Und siehe: es wurden sechs verschiedene Sorten pro Baum und Opposition mit Farben von hellgelb bis dunkelbläulich. Ich werd Frau Thun mal fragen, ob ich das Bild hier bringen darf. Es zieht einem die Schuhe aus, wenn man´s sieht.

Bemerkenswerte Nachrichten heute: massenhaft Verletzungen bei den Skisportveranstaltungen, ungewöhnlich, viel mehr als sonst. Rätsel? Keineswegs: Saturn-Pluto Quadrat in seiner Wirkung!

Das Arbeit-macht-frei-Tor wieder gefunden/sichergestellt: Mondknoten Tunnel-Phänomen, ich habe vor Tagen und früher schon berichtet.

22.12.09 22:55 NBG

Obiges Bild zeigt Merkur heute genau in Konjunktion mit dem Mondknoten im Steinbock im Sextil zu Uranus. Er wird es aber zunächst nicht erreichen, das Sextil, denn Merkur steht kurz vor seiner Rückläufigkeit am 26. Dezember. Für diejenigen unter euch, die in den Fischen oder im Steinbock geboren wurden, ergibt sich damit die Chance, zum Jahresende nochmal völlig neue Impulse freizulassen. Die Fische, weil sie können, die Steinböcke, weil sie müssen. Das Prinzip heißt: anknüpfen an realistische, durchführbare Projekte, die eventuell sogar schon in der Schublade liegen. Bis zum zweiten Februar wird die Sache, falls heuer begonnen, Eigendynamik entwickeln, wenn man/frau zwischendurch konsequent dran bleibt.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Weltbild

Wie können wir unseren Haushaltsrobotern dienen?

18.02.1848, 12:00 NBG

Liebe Leser und Leserinnen,

wir haben uns so sehr daran gewöhnt, den Menschen als eine funktionierende Maschine zu betrachten, daß wir weiter nichts Besonderes daran finden. Beinahe täglich hören wir Nachrichten von neuen Möglichkeiten, die sich eröffnen, wenn wir Menschen oder auch Pflanzen und Tiere, oder besser: „Teile von Menschen“, die DNS beispielsweise, wiederum zerteilen, „sequenzieren“, etc.

Und diese Möglichkeiten in ihrer realen Aussicht, Zugriff zu nehmen auf beispielsweise organische Funktionen, Fortpflanzung und überhaupt Alles, lassen uns zunächst glauben – und sei es, nur aus Gewohnheit – dieses Beeinflussbare, Teilbare, dies sei der Mensch selbst, und zwar soweit, daß man versucht ist, wirklich anzunehmen: „Ja, das ist der Mensch, die Summe seiner von der Naturwissenschaft analysierbaren (und synthetisierbaren) Funktionen“.

Nun glaube bitte niemand, dies sei hier so eine Art Aufruf zur moralischen Entrüstung. Denn diese „Ent-Rüstung“ verdeckt, wenn sie denn gewohnheitsmäßig abgespult wird, daß es den Entrüsteten absolut nicht klar ist, was sie selbst damit meinen könnten, wenn sie den Satz wiederholen: „Die (der) Mensch ist mehr, als die Summe seiner Teile.“

Jede Wahrheit jedoch, die der Verstand (und damit auch das Herz) nicht vollständig, sondern nur fast durchdringt, ist noch schlimmer, als gar keine Wahrheit. Und die Kritiker der sogenannten „esoteric-scene“ haben Recht, wenn sie genau diesen wunden Punkt in ihr „ich-mach-mich-darüber-lustig“-Warnsystem einspeisen, wir müssen ihnen dankbar sein.

Kennt ihr die erste Szene zu „Fluch der Karibik“, Teil 3? Alles an diesem genialen Film kann als Allegorie unserer Zeit gelesen werden. Und das Beste ist: die Macher des Films Ted Elliott, Terry Rossio plus Disney merken das wahrscheinlich gar nicht: denn es kommt vielleicht erst (lieber Hermann) in der deutschen Synchronisation raus:

Melr Daahmpf„?!

Das Wort „Individuum“ meint ursprünglich etwas anderes. Und es ist bemerkenswert, wie die Römer es in dieser Wortschöpfung für angebracht hielten, den Menschen als „Unteilbares“ zu denken, als ahnten Sie, daß genau diese Eigenschaft der Individualität in Frage gestellt würde.

Wird sie das? In erheblichem Maße. Denn durch die ungeheuren Möglichkeiten, die uns die Gentechnik in den nächsten Jahrzehnten und Jahrhunderten eröffnet, wird es möglich, den Menschen immer mehr ganz nach unseren Wünschen zu konstruieren.

Daraus ergibt sich, daß wir in absehbarer Zeit vor der Notwendigkeit stehen werden, uns zu überlegen, welche Manipulationen zugelassen sind, und welche nicht. Was aber passiert mit dem Menschen? Bleibt er ein Individuum, ein Unteilbares Wesen?

Wenn z.B. eine Diktatur wie China entscheiden sollte, Nachwuchs nur noch nach einer IQ-Bestimmung zuzulassen? Dort wird sowieso nicht so sehr auf´s Individuum gesetzt, mehr auf Volk und Gemeinschaft und eben Funktion eines Teils von Teilen.

Wenn wir Pech haben, war unser europäischer Individualismus eine ganz kurze Episode der Weltgeschichte. Und so dumm, wie Europa augenblicklich ist (und so blöd, wie im Osten*), sieht es ganz danach aus.

Ein Mensch, dessen genetische Grundlagen einem Auswahlverfahren zugrunde liegen, an dessen Entstehung nicht nur die Eltern, sondern auch diejenigen beteiligt sind, die festlegen was wann und warum berechtigt ist, als Wesen in die Welt zu treten, oder eben nicht, der ist kein Individuum mehr, sondern ist, in seiner Begründung (im Sinne von: Grund) ein Kollektiv-Wesen. Auffällig ist hier, daß die neueste Technik den ältesten Ansprüchen gerecht zu werden versucht: denn Auswahl von Paaren im Sinne von – so brutal es klingt – Zucht, ist ein hervorstechendes Merkmal von archaischen Gesellschaften, scheinbar nur für ein paar Jahrhunderte auf stand-by gestellt, um sich bessere Mittel zu beschaffen.

Daraus ergibt sich, daß der Mensch, wie Heidegger schreibt, durch die Technik, genauer: durch das Wesen der Technik „herausgefordert ist“.

Er wird sein Wesen, seine Würde nicht mehr nur als Geschenk dessen auffassen können, was ihm durch Dinge vor seiner Zeit mitgegeben wurde. Sondern wie er selbst sich nun gestaltend wahrlich zum Herrn der Schöpfung des eigenen Wesens macht, es verändert und dabei gleichzeitig Gefahr läuft, es zu verlieren, und damit ein Teil der Wirklichkeit nur mehr wäre, anstatt, wie heute  gerade noch: der Hüter des Seins, wird Maßstab aller Wirklichkeit werden.

Und daraus ergibt sich wiederum, dass es moralische und philosophische Fragen sind, deren Erkenntnis, Präzisierung und Etablierung heute tausendmal wichtiger sind, als aller äußerer Rummel um Klimawandel oder Wirtschaft.

Ja, man könnte sogar soweit gehen, zu glauben, daß in diesen – im Prinzip lösbaren Problemen – eigentlich nur der Vorwandt steckt, der uns davon ablenken will, uns den eigentlich bedeutenden Themen unserer Zeit zuzuwenden.

Doch genau da, im Bereich der Philosophie, liegt so vieles im Argen, besteht dermaßen viel Unkenntnis und Orientierungslosigkeit, als sei es bereits gelungen, die Philosophie zum Teilgebiet der Kybernetik zu machen und so zu tun, als tauge sie gerade einmal dazu, semantische Fragen zur Vorbereitung von Computersimulationen zu lösen: „Wie rede ich so, daß mein Haushaltsroboter mich versteht, wie bediene ich ihn richtig?

Bild: Nasa

Mich erreichen des öfteren Nachfragen, was denn mit dem Maya-Kalender ist, und ob wir Astrologen zu 2012 nichts zu sagen hätten? Doch haben wir: Neptun geht in die Fische, wie zuletzt vor 164 Jahren! Was aber wird der Hausherr in seinem Zeichen machen? Uns ein neues kommunistisches Manifest bringen, eine neue Religion und Weltweisheit? Fluten und Eisschmelze?

Wie immer auch die Synchronizitäten sind, Neptun wurde erst 1846 entdeckt, obwohl Galileo Galilei Neptun am 28. Dezember 1612 und nochmals am 27. Januar 1613 bereits gesehen hatte und für einen Jupitermond hielt:

28.12.1612

Daran ist bemerkenswert: Galileo war einmal ein Fisch. Jupiter, in dessen „Schatten“ Neptun entdeckt wurde, ist der alte und auch rechtmäßige Herr der Fische. Und: Neptun hat schon bei seiner Erstentdeckung seinen Entdecker getäuscht, wie könnte es anders sein? Daher sagt euch ein Fisch: täuscht euch vor allem nicht wegen 2012! Vor allem wird es einen Abschluss geben der Zyklen, die 1848 begonnen haben. Das von Karl Marx und Friedrich Engels in London erschienene kommunistische Manifest hielt sich mit dem 21. Feb. 1848 recht genau an den Eintritt Neptuns in sein Reich: nun erst werden wir, am Ende des Zyklus, begreifen, worum es eigentlich ging. Und wir werden einen Neuanfang finden, sofern Gott uns beisteht.

* Das Volk: die Regierung ist gar nicht dumm. Medwedjew halte ich für aufrichtig, Putin (der Killer vom Geheimdienst) wird irgendwann auch ein Trottel, das ist o.k. Aber eine Regierung kann nur so gut sein, wie das Volk (bei uns und dort) und daran haperts etwas mehr. Noch vor kurzem war das, zumindest bei uns, umgekehrt: da war das Volk klüger als die Regierung. Die letzte Wahl hat das definitiv umgedreht.

Weltbild

Haben wir die „Dunkle Materie“ gefunden?

Foto Markus Termin © Bild anklicken für Details!

Liebe Leser,

besser kein Abkommen, als ein Abkommen, das das Papier nicht wert war, auf dem es geschreiben ist. Ich kann auch nicht verstehen, warum sich die tapferen NGOs und andere so aufregen. „Wertvolle Zeit, sinnlos vertan“ schreibt Gerald Traufetter. Quatsch. Es ist schon mal ein ungeheurer Fortschritt, dass alle Staaten bereit sind, sich in einer Stadt an einen Tisch zu setzen. Und das bei einem Saturn-Pluto Quadrat! Ohne Terror. Danke! Wie über diese Konferenz, so täuschen wir uns auch über deren Ergebnis mit Jupiter, Neptun und Chiron im Wassermann: in Wahrheit ist es ist großartig (wenn ich mich nicht täusche). Warum? Denn nun liegt der Handlungs-Impuls nicht mehr bei den Regierungen, sondern bei uns.

Schauen wir uns die Dinge doch einmal genau an: angeblich sind wir hier in Deutschland und Europa vorbildlich und vorpreschend, was unsere Leistungen im Einsparen von CO2 und dem vielfach schädlicheren Methan angeht. Das sind wir aber nicht. Und angeblich hängt es nur an China und den USA:

Gipfel-Desaster: Oberster Klimaschützer verdammt Tatenlosigkeit – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wissenschaft

Das kann`s nicht sein. Die Wahrheit sieht so aus: wir verscherbeln in Europa Verschmutzungsrechte und möchten dieses Modell gerne auf die Welt übertragen. Dabei reduzieren wir unseren CO2-Verbrauch nicht, sondern steigern ihn: beständig. Und zwar auch und gerade mit einer Kanzlerin, die Physikerin ist. Dabei fällt mir „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt ein. Dringend lesen: sie haben schon wieder mal die „Dunkle Materie“ entdeckt, weil ihnen sonst nichts besseres einfällt. Darob geraten sie in Verzückung?!:

Hat man endlich die dunkle Materie nachgewiesen? | Astrodicticum Simplex | ScienceBlogs.de – Wissenschaft, Kultur, Politik

Und das zeitgleich. Der Klimawandel nicht zu stoppen, aber Gott sei Dank haben die Wissenschaftler ihre „Dunkle Materie“ vielleicht vielleicht vielleicht gefunden: „Probability of observing these two events is 23%. Clearly not the solid detection we were all hoping for! –Risa“:

Es gibt – genau betrachtet – nur zwei Möglichkeiten, um die Energie zu gewinnen, die wir dringend zu brauchen glauben, um unser Leben möglich zu machen: für die eine Energie verbrennen wir Kohlenwasserstoffe. Also Holz, Mais, Kohle, Öl, etc. Für die andere Energie machen wir mittels mechanischer oder elektrischer/magnetischer/orgonotischer Prozesse die Sonne möglichst direkt nutzbar. Die dritte, Kernspaltung oder Fusion und dann Turbinenantrieb, sollten wir einfach lassen.

Auf, ihr Techniker! Erfindet! Dann benötigen wir kein Kopenhagen mehr.  Zeigt den Otto-Motor-Fetischiststen, was eine Harke ist!

Was wir aber definiv brauchen, das sind Gemeinden, die es wieder ermöglichen, daß sich ein junges Paar für 20 000 Euro ein erniegneutrales  high-tech-zwei-Zimmer-Haus selbst bauen kann: mit eigenem Garten davor! Schluss mit Mittelalter-Gilden im Extremgewand der BayernLB.

Ereignis

Gestohlenes Symbol

Innenkreis ungefähr die Zeit im Juni 1940, als der Schriftzug zum  Eingangstor geschmiedet wurde, außen die aktuellen Transite. Durch Anklicken vergrößern. Man sieht den Südknoten genau auf der Pluto, Mars, Merkur-Konjunktion von damals. Und Merkur, der Dieb in Opposition dazu. Dazu auch die Sonne und Pluto laufend zur Sonne. Ein Auftragsdiebstahl? Die Zunahme Reicher und superreicher Neureicher der letzten 10 Globalisierungsjahre hat auch unglaubliche Formen der Dekadenz  hervorgebracht. Denn mit dem Diebstahl verbindet sich die Vorstellung, daß irgendjemand das Ding für seinen Party-Protz bestellt hat. Auch von einem solchen Gesichtspunkt aus glaube ich nicht, daß gegenwärtiger Kapitalismus schon das Ende der Gesellschaftsentwicklung ist.

„Arbeit macht frei“: Diebe stehlen Schriftzug von Auschwitz-Tor – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Panorama

Poetry, Weltbild

Die Zeppelin-Idee

Ja, es gab sie hier schon einmal, und es wir sie wieder geben. Ein Aufnahme von 1909 von Ferdinant Schmidt. Soeben kommt die Meldung durch, man hätte in Kopenhagen doch noch zu sowas, wie einem Minimalkonsens gefunden. Ich freue mich schon auf die Zeit, wenn ein elektrisches Nah-Boden Verkehrssystem denkbar wird und man in Nürnberg, wie damals beim Adler, wieder Pionierleistungen vollbringt. Wird ja auch Zeit, nach der Quelle-Pleite.

Weltbild

Bernd Ingmar Gutberlet

Dieses Buch hat einen geschickt gewählten Untertitel „Die Wahrhheit über das größte Rätsel einer Hochkultur“. Das impliziert jedenfalls: Rätsel muß nicht gelöst werden. Und wird es auch nicht. Der Pluspunkt dieses Buches liegt eindeutig in seiner relativ gut recherchierten Darstellung des gesamten Forschungsgebietes inkl. historischer Entwicklungen der Maya-Interpretation. Gutberlet erzählt dabei kompakt und kurzweilig. Und mehr noch: locker sein Buch lesend wird man eingeführt in die Finessen der Maya-Zählung und deren Problematik. Er erklärt zum Beispiel, warum untere Textur der 18. Jan. 771 des julianischen Kalenders ist (durch Anklicken vergrößern):

18. Jan. 771 jul.

Besonders, wenn er auf die Mathematik der Maya zu sprechen kommt, läßt Gutberlet uns ahnen, wie aus einer Mathematik ohne Bruchrechnung auf der Suche nach Rhythmen und gemeinsamen Nennern eine bestimmte Methode des Rechnens entsteht. Doch er sagt uns nicht – und man scheint es (noch) nicht zu wissen, um welche Rhythmen es sich handelt. Mit anderen Worten: ist der Kalender kongruent mit bestimmten planetaren Rhythmen?

Offensichtlich sind oben die Venus-Sonnen Konjunktion und die exakte Opposition der Sonne zu Neptun: den die Maya ja noch nicht gekannt haben können?! Aber so sicher ist das nicht. Denn worauf Gutberlet nicht eingeht, das sind die Mittel – gemeint sind bewußtseinserweiternde Drogen, wie z.B. Peyote-Kaktus, Pilze – die die Maya und andere mittelamerikanischen Völker für ihre spirituellen Visionen benutzt haben. Man müßte also allen Ernstes diesen Kaktus zur Klärung selbst benutzen, um die Bilder  in einem tiefen Kontext entschlüsseln zu können. Doch hier ist das gar nicht erlaubt und dies soll auch nicht als Aufforderung dazu verstanden werden! Peyote beispielsweise ist sogar heute noch das anerkannte Sakrament einer „Native Amercian Church“ und des Huichol-Maya-Stammes in Mexiko (die mit den superbunten Perlen-Bildern).

Und wer wissen will, worum es dabei wirklich geht, muß die ersten drei oder vier Bücher von Carlos Castañeda lesen (Reise nach Ixtlan), um überhaupt zu ahnen, was da noch für eine uns völlig unbekannte Welt existieren könnte. Peyote wird von den Huichol-Maya Indianern als Gott betrachtet, der die Menschen in eine Welt der Weisheit führt. Natürlich könnte man auch dort hinreisen, denn die Huichol-Maya haben in Mexiko eine Ausnahmegenehmigung zum Gebrauch dieser Pflanze bei ihren religösen Zeremonien.

Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen. Ein gutes Gegegenmittel zu allzu blümeranten „spirituellen“ Maya-Hoffnungen. Es steht nicht im Zentrum dieses Buches, aber Gutberlet erwähnt mehrmals die seltsamen masochistischen und sadistischen Praktiken insbesondere der Maya-Könige, die ähnlich wie bestimmte Aborigines in Australien dies taten,  ihre Macht auf der Fähigkeit gründeten, sich äußerst schmerzhaft Blut aus dem Penis zu zapfen, um damit magische Rituale auszuführen. Und zwar an bedeutenden Feiertagen.

Worüber dieses Buch leider nichts weiß, ebensowenig, wie die anderen zu diesem Thema erschienen Bücher, das ist, eine inhaltliche Kongruenz zwischen Daten, Himmelsbeobachtung und Ereignis herzustellen: warum die Maya zu einem bestimmten Datum bestimmte Dinge für günstig oder angebracht hielten: beispielsweise die Aufstellung oberer Stehle zur Venus-Sonnen Konjunktion. Hier finden wir nur die übliche historisierende soziologisch-evolutionistische Erklärung; jedoch, was soll´s: man muß wissen, von wem man erwarten kann, über den Zaun zu schauen, und von wem nicht.

Sicher werden wir diesen Dingen auf die Spur kommen, aber erst, wenn in diesem interdisziplinären Reigen Astrologen mittanzen. Denn es ist doch merkwürdig, wenn man versucht, einer Kultur Geheimnisse zu entlocken, die samt und sonders auf Astrologie basieren, wenn man diese, die Astrologie selbst, nicht hinzunimmt zu den  Disziplinen, die zu einer Klärung beitragen können.

Weltbild

Neumond im Schützen

16.12.09 12:05 Nürnberg

Nun, freilich, wir müssen uns beim Reisen nicht mehr nach dem Mond richten, um des Nachts auf halbwegs beleuchteten Wegen zu fahren. Wer andererseits etwas zu verbergen hatte und die Gegend bestens kannte, der konnte bei Neumond unterwegs sein.

Ich gebe zu, dass mich dann und wann eine große Sehnsucht nach diesen Kunstlicht-freien Zeiten packt. Wie war es wohl ohne Glühbirnen? Unvorstellbar dunkel? Und die Milchstrasse überall zu sehen?

Diese schönen Nachbargalaxien, die uns die Nasa zeigt, sind übrigens teils gar nicht so klein, sondern wären – habe ich gehört – zumindest zum Teil so groß, wie der Mond und von hier aus zu sehen, allein, – !?  – : nicht so hell, ! ! ! –  weshalb sie wohl da sind, aber wir sie nicht sehen können. Dazu braucht es Langzeitbelichtungen, und das ist ja der große Trick der Technik: durch die Aufnahme etwas sichtbar zu machen, was sich sonst  nicht zeigen kann, zumindest nicht mit herkömmlichen Mitteln.

Natürlich macht man sich in dieser großen Konjunktion von Neptun, Jupiter und Chiron im Wassermann – in Opposition zum Mars, der bald rückläufig wird und daher das Gebilde aus Verwirrung, Traum und Täuschung zusätzlich festigt, indem er dagegen anzugehen versucht mit dem Mut des Löwen – Gedanken über den Maya-Kalender. Oder umgekehrt: während Neptun, Jupiter und Chiron versuchen, mit Engelszungen den Sieges-willigen Mars in seiner Rechthaberei von der poetischen Vision  einer Technik zu überzeugen, haut dieser irrational um sich.

Foto: Markus Termin ©

Ich habe einige von den Büchern da oben gelesen und werde, sofern ich dran denke, hier dann und wann mal eines davon vorstellen. Denn sie sind allemal total verschieden. Ein interessanter Ansatz findet sich unter unterem Link, wo Red Collie den Sonnen-Venus Kalender mit diesen abgefahrenen Korn-Kreisen „synchronisiert“. Ich muß gestehen, dass mich diese Kornkreise immer noch verblüffen: mitunter denkt man sich: o.k., eine englische Geheimgesellschaft mit Zirkel und Walze unterwegs. Dann aber sind diese Dinger so präzise und tatsächlich über Nacht da, ohne eine Spur ihrer Entstehung zu verraten, dass es wirklich nur ein Fluginstrument (Zeppelin NT?) sein könnte, sowas herzustellen, ausgerüstet mit einer gigantischen Stabsauger- oder Halmlegemaschine, durch die ein Computer-Programm geometrische Muster in den Roggen malt. Für mich ist es nicht ausgemachte Sache, dass diese Kornkreise ein Trick sind. Wozu, warum so lange, seit Jahren? Die stümperhaften Fälschungen, die der Öffentlichkeit zur Urheberschaft präsentiert werden, sind offenkundig als solche zu erkennen. Hier klicken:

Chute Causeway and the Sun-Venus calendar: precise calculations of astronomical time from 1997 to 2013 by Red Collie

Personen

Silvio Berlusconi

Liebe Leserinnen und Leser,

Silvio Berlusconi: Italiens Regierungschef angegriffen und verletzt | Politik | ZEIT ONLINE

Innen Silvio Berlusconi 29.09.1936 05:40 Mailand und außen Transite vom Samstag Abend.

… oder war es gestern, daß er den Schuh – Verzeihung – eine Marmor-Miniatur des Mailänder Doms ins Gesicht geworfen bekam? Gute Besserung, es möge heilen! Denn so etwas ist brutal und gemein.  Silvio Berlusconi versteht sich sehr gut mit unserer Kanzlerin, die, wenn sie kann, auf Ischia Ferien macht.

Wie kommt aber so ein unbeschriebenes Blatt, so ein „Niemand“, wie er sich selbst nennt, dazu, dem Ministerpräsidententen des Landes einen Marmorklotz ins Gesicht zu werfen?

Natürlich könnte man fragen: steht denn dieser Mann seinerseits nicht für eine Form von Gewalt gegenüber Bootsflüchtlingen aus Afrika, gegenüber Frauen mit seinen Affären und Parties auf Sardinien, gegenüber vielleicht sogar der Mafia?

Ja: – – und dann ist er so verletzlich? Sind diese Politiker etwa in Wirklichkeit genau so wenig zu beschützen, wie es uns in Filmen immer gesagt wird? In diesem Fall müßte man anerkennen, daß jeder, der bereit ist – und sei es aus Machtgier – ein öffentliches Amt zu bekleiden  – in das er immerhin  gewählt wurde – sich in Lebensgefahr begibt.

Schaut man ins Horoskop, findet man ein genaues Quadrat von Merkur zum Geburts-Merkur, Saturn steht in Sonnennähe und ist voll von plutonischer Energie des Quadrates aus dem Haus 4, dem Vaterland,  und Mars steht im Löwen in Haus 11, kommt also aus der Öffentlichkeit.

Und die klare Botschaft  ist: Silvio, finde einen Neuanfang, mach etwas anderes! Solch brutale Zeichen bekommt wohl, wer alles andere mißachtet. Das soll hier dennoch keine Rechtfertigung für den Angreifer sein.

Warum könnte dieser Angriff gleichwohl ein Glück für Berlusconi sein? Immerhin stehen Venus und Sonne nahe bei seinem Jupiter in Haus zwei?

Der Angriff wird einfach mal ablenken von der nicht abreißen wollenden Skandal-Kette, der Berlusconi die letzten Monate ausgesetzt war: erst private Sex-Geschichten, Scheidung, Mafia-Vorwürfe. Denn einem älteren Herrn, der niemals Geld für Liebe zahlen würde, weil er das unwürdig findet, einen Mailänder Dom – die Kirche seiner Geburts-Stadt buchstäblich in die Fresse zu schleudern – das wiegt vieles auf. Der Täter – eben weil er als unbescholtenes Blatt diese Tat ausführte – darf sich als Werkzeug der Volksseele Italiens begreifen. Zumindest eines Teiles davon. In Form einer Miniatur der Kirche aus Berlusconis Geburtsstadt. Welcher Teil ist das?

Fotos, Fragen

ZEN NÜRNBERG

Fotos: Markus Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

und wie durch Zauber fällt dann gleich zu Wintereinbruch im Spätherbst der erste Schnee und spiegelt wieder sonnige Zuversicht. Venus und Mars sind auf dem Weg ins Trigon miteinander, sie werden es am 16.12.09  erreichen, wenn auch Neumond im Schützen ist. Danach um Weihnachten herum wird es wieder um Herrschaftsansprüche gehen, weil Pluto und Sonne sich begegnen. Kann mir mal jemand erklären, warum es so wenig als Skandal verstanden wird, daß überhaupt Waffen produziert werden?

Venus-Mars Trigon und Neumond am 16.12.09