Silvio Berlusconi

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Silvio Berlusconi: Italiens Regierungschef angegriffen und verletzt | Politik | ZEIT ONLINE

Innen Silvio Berlusconi 29.09.1936 05:40 Mailand und außen Transite vom Samstag Abend.

… oder war es gestern, daß er den Schuh – Verzeihung – eine Marmor-Miniatur des Mailänder Doms ins Gesicht geworfen bekam? Gute Besserung, es möge heilen! Denn so etwas ist brutal und gemein.  Silvio Berlusconi versteht sich sehr gut mit unserer Kanzlerin, die, wenn sie kann, auf Ischia Ferien macht.

Wie kommt aber so ein unbeschriebenes Blatt, so ein „Niemand“, wie er sich selbst nennt, dazu, dem Ministerpräsidententen des Landes einen Marmorklotz ins Gesicht zu werfen?

Natürlich könnte man fragen: steht denn dieser Mann seinerseits nicht für eine Form von Gewalt gegenüber Bootsflüchtlingen aus Afrika, gegenüber Frauen mit seinen Affären und Parties auf Sardinien, gegenüber vielleicht sogar der Mafia?

Ja: – – und dann ist er so verletzlich? Sind diese Politiker etwa in Wirklichkeit genau so wenig zu beschützen, wie es uns in Filmen immer gesagt wird? In diesem Fall müßte man anerkennen, daß jeder, der bereit ist – und sei es aus Machtgier – ein öffentliches Amt zu bekleiden  – in das er immerhin  gewählt wurde – sich in Lebensgefahr begibt.

Schaut man ins Horoskop, findet man ein genaues Quadrat von Merkur zum Geburts-Merkur, Saturn steht in Sonnennähe und ist voll von plutonischer Energie des Quadrates aus dem Haus 4, dem Vaterland,  und Mars steht im Löwen in Haus 11, kommt also aus der Öffentlichkeit.

Und die klare Botschaft  ist: Silvio, finde einen Neuanfang, mach etwas anderes! Solch brutale Zeichen bekommt wohl, wer alles andere mißachtet. Das soll hier dennoch keine Rechtfertigung für den Angreifer sein.

Warum könnte dieser Angriff gleichwohl ein Glück für Berlusconi sein? Immerhin stehen Venus und Sonne nahe bei seinem Jupiter in Haus zwei?

Der Angriff wird einfach mal ablenken von der nicht abreißen wollenden Skandal-Kette, der Berlusconi die letzten Monate ausgesetzt war: erst private Sex-Geschichten, Scheidung, Mafia-Vorwürfe. Denn einem älteren Herrn, der niemals Geld für Liebe zahlen würde, weil er das unwürdig findet, einen Mailänder Dom – die Kirche seiner Geburts-Stadt buchstäblich in die Fresse zu schleudern – das wiegt vieles auf. Der Täter – eben weil er als unbescholtenes Blatt diese Tat ausführte – darf sich als Werkzeug der Volksseele Italiens begreifen. Zumindest eines Teiles davon. In Form einer Miniatur der Kirche aus Berlusconis Geburtsstadt. Welcher Teil ist das?

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