Geschichte, Weltbild

Generation Pluto (plus Neptun) im Skorpion

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Philip Burne-Jones: Der Vampir, 1897

Liebe Leserinnen und Leser,

Nürnberg – 16:02, eine eindeutige etymologischer Herleitung des Wortes Vampir gibt es nicht, Miklosis belegt im „Wörterbuch für slawische Sprachen“ die türkische Herkunft. Das nordtürkische Wort „über“ entspricht dem serbischen vamfir. Die Endsilbe pir (per) heißt fliegen. Ein Vampir wäre demnach ein Überflieger. Es gibt aber auch Herleitungen aus dem Polnischen und Schlesischen, alle nicht gesichert und verbürgt. Wer nun als erster für einen Vampir gehalten wurde, weiß man aber. Es soll ein gewisser Jure Grando aus dem kroatischen Dorf Kringa gewesen sein.

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Herbert James Draper, Lament for Icarus 1898

Lamien (griech.: λάμιες) sind die Vorläufer der Vampir-Mythologie. Hier geht es – laut Robert Ranke-Graves um die Tochter des Königs Belos, Lamia, die in Lybien herrschte. „Zeus verlieh ihr als Dank für ihm gewährte Beilager die einigartige Gabe, ihre Augen herausnehmen und wieder einsetzen zu können … später schloss sie sich der Gesellschaft der Empusen an, schlief mit jungen Männern und saugte ihnen das Blut aus … “ …“ Lamia war die lybische Neith, die Liebes- und Schlachtengöttin … “ … „… Lamias auswechselbare Augen wurden wahrscheinlich von einem Bild der Göttin abgeleitet, auf dem sie einem Helden die Gabe mystischer Sicht verleiht, in dem sie ihm eines ihrer Augen schenkt.“

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Eine Treppe weiter unten sind wir in Babylon angelangt. Kurt Aram (alias Hans Fischer, 28. Jan. 1869 in Lennep) spricht von den Babylonischen Dämonen als  “ … abgebildet aufgrund einer Wahrnehmung“ (Aram, Magie & Zauberei in der alten Welt). „Daß mit dem Tod alles aus sei, der Gedanke ist dem anitken Menschen nie gekommen. Er tauchte erst bei einzelnen Griechischen Denkern auf, ohne Einfluss auf das antike Gemeindenken zu gewinnen“.

Astrologisch gesehen sind Vampire, Harry-Potter und Barthimäus-Dämonik, Eragons Drachenwelt, ect. Pluto-Neptun (und natürlich Lilith). Und das Ergebnis der Zusammenarbeit von Neptun-im-Skorpion Autoren und Filmemachern (die Generation von ca. 1956 – 1970) und den Pluto-im-Skorpion „Rezipienten“ (Lesern, Betrachtern: von ca. 1983 bis 1995) sind solche Vampir-roadmovies, wie die bezaubernde Liebesgeschichte zwischen Edward und Bella. Das Buch konnte ich nicht lesen, der Film ist ganz gut gemacht (na ja, der zweite nicht mehr … ).

Wer sich fürchtet, kann hier eine Original-Babylonische Zauberformel haben, „that will keep the vampires from your door“ („Franky goes to Hollywood“, 1993)

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rischti, libiki,

rischti la libiki

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Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Personen

Paris Hilton

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Nürnberg,  17:51 – es gibt keine copyright-freien Bilder von der jungen Dame kurz vor ihrer ersten Saturn-Wiederkehr. Aber man kennt sie ja, und so wird uns das Stadtwappen von Paris auch erfreuen. Ich habe eine Wassermann-Freundin, die sieht tupfegleich aus, wie Frau Hilton. Wer dieses Wässermännische – insbesondere bei einer Wasserfrau – einmal erkannt hat, findet es als Element im Gesicht wieder, je nach „Prägung“. Nicht genug kann man betonen, wie müßig die Frage danach ist, ob es so ist, sondern nur die, warum denn bloß? Denn in der Tat ist diese Frau eine perfekte Wassermann-Löwe und Schütze-Mischung. Wassermann sind Augen, Mund und spöttisches Lächeln, Schütze ist das Gemmen-hafte, zum Oval neigende Gesicht und den Löwe-Mond kann man ganz leicht rausfiltern, indem man ein Portrait von ihr neben das einer Sonnen-Löwin legt. Diese Mischung passt auch charakterlich. Denn weder der Schütze-AC, noch der Mond im Löwen sind dazu geneigt, irgendwelche Weisheiten von außen anzunehmen.  Stichelnd will ich anmerken, dass die Kanzlerin auch einen Schütze-AC hat.  Was natürlich nicht ausschließt, dass dieser Feuer-Aszendent in seiner Hans-im-Glück Pose auch die Umgebung beglücken kann.

Ein wenig ärgerlich ist die deutliche Signatur von Reichtum und Herrschaft im Horoskop von Paris Hilton: Jupiter-Saturn in enger Konjunktion in der Waage; Sonne, Merkur, Venus Haus 2 in schönem Trigon zum MC. Es ist zum Mäuse-melken: muss es denn immer so deutlich sein? Wenn die Transite stimmen, ist sie z.Zt. auch dick am dazuverdienen, krisenfest, zunächst. Immerhin hat dieses junge weibliche Wesen den Pluto laufend in Haus 1, da wundert all die Turbulenz nicht, mit der sie  unfreiwillig Furore und cash macht, mal mit Porno, mal mit der entzogenen drivers-license und dem Knast. Sie wird schon lange gemerkt haben, was Jack Sparrows in „Pirates of the Carribean“ äußert: „Es geht hier nur ums Geschäft.“ Habe ich schon erwähnt, dass dieser Film, insbesondere der dritte Teil mit dem Malstrom, das perfekte Menetekel zu Krise war und ist?

Paris Hilton, 17. Februar 1981 um 03:00 AM in New York (NY) (USA):

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Ereignis, Personen

Galileo Galilei

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Bild von Justus Susterman 1636

Nürnberg –  23:07, Galileo Galilei, geboren am 15. Februar 1564 um  15:31 in Pisa (Italien),  „Zwei Horoskope, die für Galilei zu seinen Lebzeiten (1564-1642) erstellt wurden, zeigen, dass die Sonne bei seiner Geburt nahe sechs Grad im Sternzeichen (Tierkreiszeichen) Fische stand. Seine Geburt am 15. Februar in Pisa sollte ihn eigentlich zu einem Wassermann machen, doch  durch die Kalenderreform von 1582 verschob sich sein Geburtstag auf den 25. Februar.“ Eigentlich sollte man also sagen: nicht Geburtstag am 15. Februar, denn offensichtlich werden dann und wann die Daten recht willkürlich verschoben, sondern Geburtstag auf  6º Fische. Damit ist Galilei ein astreiner Fisch nach tropischem Tierkreis, und der allein zählt. Man beachte auch, wie sehr der Mond das Gesicht (und die Psyche „… und Sie bewegt sich doch …“; Streitsucht …) prägte (Widder-Nase und Stirn, jedoch Fische-Augen. Auch den Löwe-AC sieht man, jedoch verhüllt der Bart und der traurige Blick).

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„Wären Astronomie und Astrologie nicht schon vor so langer Zeit getrennte Wege gegangen“, schreibt Dava Sobel („The Planets“, Viking, 2005), „dann wären einige Probleme der Galileo-Mission vorhersehbar gewesen. Ein „Geburtshoroskop“ für die Raumsonde Galileo, die gewissermaßen am Tag ihres Starts, dem 18. Oktober 1989 auf Cape Canaveral „geboren“ wurde, deutet auf ein starkes, gar aggressives Raumgefährt hin, denn die Sonne, die zu diesem Zeitpunkt im Sternbild (Tierkreiszeichen) Waage stand, gab ihm die Ausgewogenheit und Mars, in Konjunktion mit der Sonne am Himmelsmeridian, schenkte ihm Ehrgeiz.“

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„Dieses tapfere Raumfahrzeug, das von Anfang an von zahllosen Pannen heimgesucht wurde, die seinen Start verzögerten und die Funktionstüchtigkeit seiner Instrumente gefährdeten, entwickelte eine ganz eigene Persönlichkeit, die es den Ingenieuren, die es bauten und den Astronomen, die es benutzten, lieb und teuer machte. Irgendwann zwischen 1982 (dem Jahr, in dem der Start geplant war) und 1989 (dem Jahr, in dem der Start erfolgte) wurde Galileo beschädigt, was man jedoch erst bemerkte, als die Sonde bereits auf dem Weg zu Jupiter war.“

Uns fällt dabei auf, daß die Sonde und Galileo ihren Jupiter im Krebs haben, wo er erhöht steht. Der Entdecker als königliche Konjunktion im Haus des kollektiven Unbewußten. Dies zeigt die Leistung an. Für eine Sonde mit dem Ziel Jupiter steht Jupiter im Haus 7 gut, doch seine Konjunktion mit Chiron zeigt die Probleme auf. Ebenso Merkur in Haus 10  im Quadrat zum AC-Herrn Jupiter, aber eben als Nachrichtenplanet gut gestellt. Nun schauen wir uns einmal das Horoskop zur Entdeckung der Jupitermonde an (zwei mal Klicken zum Vergrößern!):

jupiter-entdeckung28.12.1612 4:00 wahre Ortszeit, Florenz

„In diesem Zusammenhang ist ein bemerkenswertes Detail, das den in der Geschichte oft einbegriffenen Humor widerspiegelt, die Tatsache, daß es ausgerechnet Galileo Galilei war, eben jener Mann, der das religiöse Weltbild seiner Zeit, und damit unglückseligerweise auch das Bewußtsein des Göttlichen wie kaum ein anderer zerstörte, der wahrscheinlich als erster Neptun durch ein Fernrohr sah. Er zeichnete diese Sichtung auf, jedoch ohne zu wissen, daß es sich um einen weiteren noch unbekannten Planeten des Sonnensystems handelte.“ (Viktoria Mosmann-Möller, „Die Himmelskönigin, Traktat über Wesen, Bedeutung und Hintergründe von Marienerscheinungen im Lichte der Rhythmenlehre“)

Nun betrachten wir einmal das Horoskop als Synastrie (Vergleich) zwischen Galileis Geburtshoroskop und dem Zeitpunkt der Entdeckung der Jupitermonde (und wohl auch Neptuns):

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Nicht nur ist es die gradgenaue Konjunktion Jupiter-Neptun zum Glückspunkt von Galileo, die zum Zeitpunkt der Entdeckung auffällt, sondern auch die Sonne in Konjunktion zum Mondknoten und die Chiron-Chiron Konjunktion. Praktisch immer, „when it´s heavy business“, ist der Mondknoten auf diese Weise integriert (die Sonne bringt wahrlich große Dinge hervor). Sucht man in diesen Horoskopen weiter, findet sich auch gleich die dritte Symmetrie, die hier in einer Konjunktion von Venus und Mondknoten mit der AC/DC-Achse des Entdeckungshoroskops zusammenfällt. Mondknoten im Stier ist das Neue in materieller Hinsicht, also die vier Monde des Jupiter, die Galilei entdeckte, sowie das daraus folgende Weltbild mit der Sonne im Mittelpunkt.

Vor allem aber sind Neptun und Jupiter im Horoskop der Sonde (erste blaue Zeichnung) in einer genauen Opposition, ebenso, wie sie zum Zeitpunkt der Entdeckung durch den Astrologen-Astronom Galileo Galilei in einer genauen Konjunktion waren! Als Opposition beherrschen sie beide Haus 3, jenes der Information und Bewegung. Schließlich hier noch das Horoskop der letzten Signale der Sonde, als sie auf dem Jupiter ihren Geist aufgab (außen) in einer Synastrie, einem Vergleich zur Entdeckungsstunde der Jupiter Monde (innen):

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„In der letzten Stunde der Odyssee Galileos, schreibt wieder Dava Sobel, „zeigte ihr Horoskop Saturn, den „Hüter der Schwelle“ und Planeten der Begrenzung, mitten im achten Haus, dem Haus des Todes.“

Doch nicht nur das. Merkur, Psychopompos, Seelenführer, steht gradgenau über dem Glückspunkt, und, was geradezu unbeschreiblich ist: die Mondknotenachse steht ebenfalls gradgenau in Konjunktion mit eben der Achse vor 400 Jahren! Wieder, wie vor fast 400 Jahren ist Mars rückläufig und bildet mit Uranus eine Konjunktion genau zwischen Fische und Wassermann (dies die Zerstörung des technischen Apparates). Jupiter ist, wie zur Entdeckung, in der Jungfrau und die Sonne steht nahezu genau über jener Entdeckungskonstellation Jupiter-Neptun von 1612.

Weltbild

Schlangengöttin

Nürnberg 21:36 – am 6. Februar hatten wir ja den „World Nude Day“: World Nude Day 2009

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Das Original der Antike

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Sittlich korrekte Kopie der Gegenwart

Die interessanten Ereignisse – nach der Halbschatten-Mondfinsternis vom 09.02.09 auf 20:59° Löwe um 14:38 – sind sicherlich die beiden Aspekte Jupiter Konjunktion Mondknoten und Sonne Konjunktion Neptun:

sonne-neptunNürnberg, 12.02.09 21:46

Beides vollzieht sich im Wassermann. Und Wassermann, das ist das Zeichen der Freiheit. Was aber ist Freiheit? Da fällt es uns leichter, zu sagen, was Freiheit sicherlich nicht ist. Es ist sicherlich keine Freiheit, wenn einem gestattet wird, mitten unter 10 000 anderen eingeölten Nackten in der Sonne zu schwitzen. Es ist aber auch keine Freiheit, wenn – wie diesen Sommer in Nürnberg tatsächlich geschehen (Nürnberg ist nicht München – Nürnberg ist basically protestantisch) nachts die Polizei im Westbad anrückt, weil dort ein jugendlicher Nackter gesichtet wurde, angeblich „voll drauf“, weil er sich nicht von der Stelle rühre – es war die Bronze-Skulptur, die dort seit der Gründung des Bades und der Schließung der Nackt-Liegewiese der einzige ist, der dort „frei“ herumlaufen darf. Das war den Nürnberger Nachrichten eine Meldung wert:

Hilfloser Nackter war eine Statue – Panorama – Printarchiv – Berliner Morgenpost

Ja, geht`s noch? Die Freiheit, die ich meine, ist weit entfernt von solchen Kalauern, aber ebenso weit entfernt von FKK-Romatik. Ich glaube, wir hätten keine durch und durch pornografisierte und pervertierte Gesellschaft, aber auch keine aufreizende Mode – geradezu lächerlich die Renaissance der Stöckelschuhe für das nach oben gelupfte Gesäß, korrespondierend mit einer Zunahme der Kaiserschnittrate um x-Prozent – wenn wir des Sommers in hellenischen Tunikas einherschreiten würden, nicht zwischen Autos, sondern inmitten der Parkanlagen, in die wir die Straßen verwandelt hätten, über oder unter uns leise surrend die elektrischen Personen-Transport-Zeppeline, zwischen uns die Papageien, die der Klimawandel auch bei uns heimisch gemacht hat:

Papageien: Vom Regenwald an den Neckar – Stuttgarter Zeitung online

Wer sich nun wundert: dies sind Visionen einer Wassermann-Venus Haus 11. Man sagt auch: Utopien. Und dennoch habe ich das Gefühl: es wird so sein.

Fotos, Personen, Weltbild

Weltzeit und Sein

img_30302Foto Markus Termin ©

Alfred Nobel wurde am 21. Oktober 1833 um 6:40 AM in Stockholm geboren.

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Bekannt ist dieser Mann vor allem durch den Nobel-Preis, der wohl zu den anerkanntesten Auszeichnungen der Welt gehört, und den Ruf unbestechlicher Neutralität genießt. Weniger bekannt ist er für die Erfindung des Dynamits, einer Weiterentwicklung des sehr schwer handhabbaren Nitroglycerins (entdeckt 1847 von Ascanio Sobrero). Das Mars-Neptun Quadrat in seinem Horoskop mag dieses Patent befördert haben, zumal, wenn man bedenkt, dass sein jüngerer Bruder bei einem Unglück mit diesem Stoff in der Produktion ums Leben kam, und Neptun auch im Haus der Geschwister steht. Pluto im Macher-Haus 6 kann auch kein Hinderungsgrund gewesen sein!

Wer die Diskussion um die Einführung des Krebs-Impfstoffes gegen zwei von 16 bekannten Pappiloma-Viren (HPV) verfogt hat, wird auch mitgekommen haben, dass es Wissenschaftler gibt, die sich gegen die massenhafte Impfung junger Mädchen wehren, die mit einem in ihren Augen beispiellosen Public-Relations-Aufwand durch die Herstellerfirma des Impfstoffs durchgezogen wurde. Nicht nur, dass man seitens der kritischen Wissenschaftler deren Nutzen in Frage stellt, es wird auch davon gesprochen,  dies sei eigentlich ein Experiment an der Bevölkerung auf Krankenkassenkosten. Insgesamt wäre die Wirkung der Impfung zweifelhaft, zusätzlich schreckten zwei Todesfälle – gesunde junge Frauen starben wenige Tage nach der Impfung – die Bevölkerung auf. Nun kristallisiert sich mehr und mehr heraus, dass es eine Verbindung gab zwischen der Verleihung des Nobelpreises für Medizin an den Entdecker der Papilloma-Viren (der dies vor dreißig Jahren erreicht hat) und der Verleihung des Medizin-Nobelpreises an Professor Harald zur Hausen:

AstraZeneca row as corruption claims engulf Nobel prize – Times Online

Mißtrauisch gemacht hat vor allem die parallele Einführung des Impfstoffes und die Verleihung des Nobelpreises für eben die Entdeckung desselben, während doch der Nutzen dieser Impfung bislang nur völlig unzureichend nachgewiesen ist, und durchaus bezweifelt werden kann. Nach wie vor ist es nicht statthaft, hier von Korruption als gesichertem Tatbestand zu sprechen, oder gar Herrn zur Hausen dafür verantwortlich zu machen. Doch die Zusammenballung von Lobby-Arbeit, die Kostspieligkeit der Markteinführung und auch die Gewohnheit von Verantwortlichen, sich einfach die Aussagen der Herstellerfirma zu eigen zu machen, wenn es gilt, den Impfstoff zu beurteilen, sind an sich schon beängstigend.

Ein weiteres Thema aus den relativ aktuellen Nachrichten betrifft Weltsicht und Astrologie:

Uhr der Welt wird neu gestellt – Der späte Sieg eines Anarchisten? – Wissen – sueddeutsche.de

Im Grunde genommen geht es „nur“ um die Frage einer exakten Zeitmessung. Dies ist sicherlich bedeutend im Bereich der kleinsten Zeiteinheiten, die ja gern als Beweis für das unumschränkte „Funktionieren“ der Relativitätstheorien herhalten müssen, Stichwort „GPS“ – näturlich kann, wenn immer wieder Schaltsekunden dazwischengelegt werden müssen, von der gewünschten und behaupteten Exaktheit im Nanosekundenbereich, um den es geht, wenn von Beweisen gesprochen wird,  gar keine Rede sein, sondern wohl eher von ständigem Korrigieren und Nachjustieren, wie das ja auch wirklich der Fall ist. Dies aber wird seitens der gipfelstürmerischen Naturwissenschaft gern verschwiegen, wer spuckt sich schon gern in die eigene Suppe? Wenn nun angeregt wird, die Zeitmessung der Welt von der Sonne zu lösen, und sie stattdessen synchron zu atomaren Zerfallsprozessen zu messen, dann mag der Unterschied in der Sache gering sein, dem Wesen nach ist dies eine Wende vom Erhabenen – dem Blick zur Sonne – zum Destruktiven. Ein Unterschied in der Qualität selbst. Die Sonne, Kraft und Quelle des Lebens, wird aus dem Zentrum des Seidenden verbannt, um stattdessen einen Zerfallsprozess zur Norm aller Differenz zu machen.

Es fällt nicht schwer, hinter beiden Beispielen – der „Konfektionierung“ von Menschen als quasi Gebrauchsgegenstand einer flächendeckenden Experimentalmedizin einerseits, und anderesseits dem sicherlich bald erfolgreichen Versuch, die Sonne aus dem Zentrum der Wirklichkeitsorietierung zu verbannen – einen werkenden Un-Geist zu erkennen, dessen Bestreben es ist, das Wesen des Seins selbst zu verhüllen, als wären Nutzen und Verwendbarkeit selbst bereits des Lebens Sinn. In anderen Disziplinen geht man unverschämt – im wahrsten Wortsinn – so weit, den Sinn selbst als Produkt neurologischer Verknüpfungen aufzufassen.

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„Denken“, schreibt Martin Heidegger, der auch im Zeichen der Waage geboren wurde (26 September 1889  11:30 in Messkirch), „ist die Achtsamkeit auf das Wesenhafte. In ihr besteht das „wesentliche Wissen“ . Was man gewöhnlich „Wissen“ nennt, ist das Sichauskennen in einer Sache und ihren Sachverhalten. Kraft dieser Kenntnisse „meistern“ wir Sachen. Dieses meisternde „Wissen“ geht auf das jeweils Seiende, seine Einrichtung und Nutzung. Solches „Wissen“ bemächtigt sich des Seienden, „beherrscht“ es und ist dadurch darüber hinaus und überholt es so ständig. Ganz anderer Art ist das „wesentliche Wissen“. Es geht auf das, was das Seiende in seinem Grunde ist – auf das Sein. Das wesentliche „Wissen“ meistert nicht das von ihm zu Wissende, sondern wird von diesem angegangen. Alle „Wissenschaft“ z.B., aber auch anderes, ist eine kenntnismäßige Meisterung, ein Übertrumpfen und ein Überholen, wenn nicht gar ein Überrennen des Seienden. Das alles vollzieht sich in der Weise der Vergegenständlichung. Das „wesentliche Wissen“ dagegen,  die Achtsamkeit, ist das Zurücktreten vor dem Sein. Bei diesem Zurücktreten sehen wir und vernehmen wir wesentlich mehr, nämlich ganz anderes als bei dem merkwürdigen Vorgehen der neuzeitlichen Wissenschaft, das immer ein technischer Angriff auf das Seiende und ein Eingriff ist zu Zwecken der handelnden, „schaffenden“, geschäftigen und „geschäftlichen“ „Orientierung“.“

(Martin Heidegger in der Einleitung zu:  Die Göttin „Wahrheit“, Parmenides, Wintervorlesung 1942/43, Vittorio Klostermann)

Personen, Poetry

Bertold Brecht

Bertold Brecht, 10. Februar 1898 um 4:30 in Augsburg, aktueller denn je. Es hat nur wenig genützt, dass die Germanisten in den Gymnasien ihre Schüler vor dreißig Jahren mit Brecht erziehen wollten. Heute glauben sie wieder an Propaganda.

Geglaubt wird, wie bräuchten ein Bildungswesen der Auslese und nicht der Förderung. Comic-Strip mäßig wird der Übervater der Selektion – Darwin – gefeiert, als könnte eine Hohlformel sich der Qualität des Lebens auch nur einen Millimeter nähern: „Staub“ denkt darüber nach, wie es wohl dazu kam, dass er per Zufall  darüber nachzudenken in die Lage versetzt wurde, wie lebendig organisierter Staub denken kann.

Sie schauen zu, wie Milliarden und Abermilliarden durch erpresserische Bankenbankrotte für das Gedeihen der Wirtschaft und den Erhalt der Arbeitsplätze „geopfert“ werden, während es in Wirklichkeit nur darum geht, ein System der Weltsklaverei aufrecht zu erhalten, in dem die protektionistisch orientierten Überflussländer die Armen auspressen bis zum letzten Tropfen Wasser, während sie gleichzeitig stetig davor warnen, diese armen Länder könnten ihre Märkte abzuschotten.

Sie wollen uns glauben machen, die armen Bauern in Afganistan wären mit unseren Soldaten zu retten, während offensichtlich der Heroin-Handel durch dunkle Kanäle zur Finanzierung des Krieges auf beiden Seiten dient, und unsere Rüstungsindustrie Familienvätern (und Müttern!) Arbeitsplätze garantiert, die für die Bundeswehr am Hindukush allenfalls ein Nachschubproblem sind.

Weiss machen wollen sie uns auch, dass wir eine Gesundheitsreform brauchen, während doch gleichzeitig die großen Pharmakonzerne von der Krise nichts spüren und offensichtlich die Einzigen sind, die von steigenden Kosten des Gesundheitssystems nichts merken, dafür jedoch jährlich exorbitant steigende Einnahmen zu verbuchen haben.

Wir hätten Demokratie, wie behauptet, doch gleichzeitig verweigert man dem angeblichen Souverän in Europa selbst über seine Verfassung zu entscheiden und dirigiert lieber in endlosen undurchsichtigen bürkratischen Schleifen quasi feudalistisch Macht von oben.

Und sie wollen uns weiss machen, dass es eine Forschung gibt, die Millarden verschlingt, und Jahr für Jahr Abermillionen von Versuchstieren dem Foltertod preisgibt, dass aber dies der Gesundheit von allen dient, und es keinen anderen Weg gibt, endlich von Krankheiten erlöst zu werden.

Dass wir, während wir hier noch nicht einmal unsere Brüder und Schwestern ernähren können, doch Milliarden und Abermilliarden brauchen, um einen Teilchenbeschleuniger zu bauen, mit dem man hofft, die Energie der Sonne zu erzeugen, um letztendlich zu erfahren, ob Materie aus Energie, oder doch nur aus Geist besteht.

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Jupiter-Mond in der Waage (Theater!), Haus des Veröffentlichens, Neptun, Herr des Schreib-Hauses 3 im Feld der praktischen Arbeit …

Bertold Brecht

Notwendigkeit der Propaganda


1

Es ist möglich, daß in unserem Land nicht alles so geht, wie es gehen sollte.
Aber niemand kann bezweifeln, daß die Propaganda gut ist.
Selbst Hungernde müssen zugeben
Daß der Minister für Ernährung gut redet.

2

Als das Regime an einem einzigen Tage
Tausend Menschen erschlagen ließ, ohne
Untersuchung noch Gerichtsurteil

Pries der Propagandaminister die unendliche Geduld des Führers
Der mit der Schlächterei so lange gewartet
Und die Schurken mit Gütern und Ehrenstellen überhäuft hatte
In einer so meisterlichen Rede, daß
An diesem Tage nicht nur die Verwandten der Opfer
Sondern auch die Schlächter selber weinten.

3

Und als an einem andern Tage das größte Luftschiff des Reiches
In Flammen aufging, weil man es mit entzündbarem Gas gefüllt hatte
Um das nicht entzündbare für Kriegszwecke zu sparen
Versprach der Luftfahrtminister vor den Särgen der Umgekommenen
Daß er sich nicht werde entmutigen lassen, worauf
Sich lauter Beifall erhob. Selbst aus den Särgen
Soll Händeklatschen gekommen sein.

4

Und wie meisterhaft ist die Propaganda
Für den Abfall und für das Buch des Führers!
Jedermann wird dazu gebracht, das Buch des Führers aufzulesen
Wo immer es herumliegt.
Um das Lumpensammeln zu propagieren, hat der gewaltige Göring
Sich als den größten Lumpensammler aller Zeiten erklärt und
Um die Lumpen unterzubringen, mitten in der Reichshauptstadt
Einen Palast gebaut
Der selber so groß wie eine Stadt ist

5

Ein guter Propagandist
Macht aus einem Misthaufen einen Ausflugsort.
Wenn kein Fett da ist, beweist er
Daß eine schlanke Taille jeden Mann verschönt.
Tausende, die ihn von den Autostraßen reden hören
Freuen sich, als ob sie Autos hätten.
Auf die Gräber der Verhungerten und Gefallenen
Pflanzt er Lorbeerbüsche. Aber lange bevor es soweit war
Sprach er vom Frieden, wenn die Kanonen vorbeirollten.

6

Nur durch vortreffliche Propaganda gelang es
Millionen davon zu überzeugen
Daß der Aufbau der Wehrmacht ein Werk des Friedens bedeutet
Jeder neue Tank eine Friedenstaube ist
Und jedes neue Regiment ein neuer Beweis
Der Friedensliebe.

7

Allerdings: vermögen gute Reden auch viel
So vermögen sie doch nicht alles. Manchen
Hat man schon sagen hören: schade
Daß das Wort Fleisch allein noch nicht sättigt, und schade
Daß das Wort Anzug so wenig warm hält.
Wenn der Planminister eine Lobrede auf das neue Edelgespinst hält
Darf es nicht dabei regnen, sonst
Stehen seine Zuhörer im Hemd da.

8

Und noch etwas macht ein wenig bedenklich
Über den Zweck der Propaganda: je mehr es in unserem Land Propaganda
Desto weniger gibt es sonst.

Fotos

Mandala

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Lorenz-Kirche Nürnberg © Markus Termin

Hartkirchen, 22:38 – heute ist der eigentliche Vollmond und auch die bei uns nicht sichtbare Mond-Eklipse, also eine Mond-Finsternis. Wie ihr merkt, bin ich unterwegs und dieser Computer will nicht so, wie ich mag. Daher heute nur eine ganz kurze Nachricht: morgen wieder mehr.

 

Länder, Personen

Löwe-Vollmond mit Wassermann-Sonne

Nürnberg,  22:15 – man kann mit dieser Stellung lernen, auf dem Umweg der theoretischen Menschenliebe die konkrete zu finden,“ schreibt Oskar Adler. Und, wer hat so eine Komposition? Jack Lemmon zum Beispiel: „Ich mache euch den Spaßvogel“. Ich fand ihn aber gar nicht so lustig: Jack Lemmon, 8. Februar 1925 um 14:00 in Waltham, MA (USA):

jack-lemmonDie Ausnahme ist „Some like it hot“, wo Lemmon seinen Anima-Part spielt. Dass mir der gefällt ist auch kein Wunder, denn Lemmon hatte die Venus auf dem tupfegleichen Platz, wie ich. Lemmon wurde zur partiellen Mondfinsternis 1925 geboren, wie die Nähe des Vollmondes zum Mondknoten nahelegt. Man sieht also, dass Finsternisse bedeutende Persönlichkeiten hervorbringen.

Heut mach ich´s mir mal ganz einfach und verweise auf meine liebe Kollegin Nicola Herbort mit ihrer Astro Teestunde. Sie schreibt dort einen bemerkenswerten Artikel über Israel und Palästina, und ich, der ich sonst nicht mit Combin- sondern nur mit Composit-Horoskopen arbeite, habe etwas dazugelernt:

Astro-Teestunde: Israel – Palästina: Das Combin

Der Unterschied von Combin und Composit ist der: das Combin errechnet einen zeitlichen Mittelpunkt aus den beiden Horoskopen (was immer man vergleichen will). Nicola betrachtet Israel und Palästina als Zwillingsgeburt, und ich finde, da macht es tatsächlich Sinn. Das Composit hingegen rechnet jede einzelne Planetenposition für sich und erstellt daraus ein Mittel. Funktioniert meines Erachtens besser bei Partnerhoroskopen. Dann kann man nämlich sehen, was denn wirklich für die Partnerschaft ansteht.

Personen

Caos Calmo

Nanni Moretti wurde am 19. August 1953 in Bruneck, Südtirol Italien geboren. Er ist daher ein Löwe mit einem Schütze-Mond:

nanni-moretti„Wirklichkeit und Fantasie“ lautet die Kurzformel Thomas Rings für die Konjunktion von Saturn mit Neptun. Kommt dies in der kunstsinnigen Waage zustande, dann mag eine glückliche Fügung aus diesem Menschen einen Schauspieler, Schriftsteller, Filmemacher machen. Auch die Sonne im Löwen mit dem Mond im Schützen sichert eine selbstbezogene und erfolgreiche Biographie. Das Taschenorakel des Schütze-Mondes hilft über Selbstzweifel hinweg.  Jupiter (Gott des Theaters schlechthin) im Zwilling ist nicht für auf´s Maul gefallen, das Stellium im Löwen gewinnt immer und immer vorab.

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Der Weg aus dem Kino gestern

Der Film heißt „Caos Calmo“, STILLES CHAOS, und Nanni Moretti hat sich das Drebuch für die Hauptrolle, die er selbst spielt, auf den Leib geschrieben. Antonello Grimaldi, 14 August 1955 in Sassari (Italien) geboren hat jedoch Regie geführt. Der nun ist auch ein Löwe (aber was für einer!), und die Geburtszeit des Romanautors auf den die Geschichte zurückgeht, konnte ich noch nicht rausfinden. Würde mich nicht wundern, wenn Sandro Veronesi , der Autor, ebenfalls Löwe wäre. Hier das Horoskop des zweiten Löwen, Grimaldi:

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Ich sags mal gleich. Was mir nicht gefällt, ist die überflüssige Sex-Szene. Zu lang, zu überflüssig. Eine Andeutung hätte gereicht. Oder was anderes. Nun gut. Doch ansonsten ist der Film richtig nett. Ich mag entweder gute action  mit filmgerechter Wirklichkeit (d.h. gerne: Fantasie, Scheinwelt, Märchen, denn Realität hab ich selbst), oder stille, nette Filme, wie diesen, die dem Leben etwas intelligentes abgewinnen. Die ganze Zeit über bleibt der Ball des Interesses bei diesem Film im Spiel, der epsisodische Aufbau hält sich insgeheim an die griechische Tragödie, und dies ohne dass man ständig heutzutage leider übliche (bis auf die überflüssige Sex-Szene) Schock-Kröten schlucken muß. Wer also Lust auf einen schönen Löwen-Abend hat: Geld hier nicht rausgeworfen. Ganz o.k., kein genialer Fellini, sehr viel modernes, gutsituiertes Italien der heilen Welt (was für Moretti, der sich links dünkt, etwas verwunderlich ist …  (aber ist halt ein Löwe, dann passt es wieder), eine überzeugende Jung-Schauspielerin und keine Vampire, Gruselmonster, keine Pyromanie, keine Folterszenen … was will man denn mehr, wenn man heut ins Kino geht?