Poetry, Weltbild

Astrologie in Griechenland

Nürnberg 18:32 – Hermes hat viele Ausdrucksformen, und eine davon ist schlicht die kantige Säule. Man kann dies an Wegkreuzungen und Grenzsteinen sehen, die nichts anderes, als stilisierte „Hermen“ sind, Zeichen, die dem Gott des Handels und der Handelswege entsprechen.Herme (ἕρμα herma) bezeichnet in der antiken Kunst einen Pfeilerschaft mit aufgesetztem Kopf, als Kultbild des bärtigen Wegegottes Hermes. Die obere Mini-Säule stammt sogar aus Griechenland. Sie ist aus weißem Marmor, und ich hab sie dort, auf der Insel Samothrake, es ist ein paar Jahre her, am Strand gefunden. Nun hatte ich, verbunden mit unterem Stundenbild, folgende Idee (zwei mal anklicken, dann wird´s groß und klar):


Es gibt auf Korfu einen ‚Club‘, der sich Ouranos nennt. Dort war ich noch nicht, aber sie haben ein schönes Seminarhaus. Mein Gedanke war: ich biete ihnen Astrologiekurse für ihre Gäste an, und sie gewähren mir für diesen Vorteil, den sie dann haben, freie Kost und Logis und vielleicht noch was oben drauf. Doch so ist es nicht angelegt: naiv, wie ich wohl zu sein scheine, habe ich nicht bedacht, dass man natürlich den schönen Seminarraum an Leute wie mich gegen Geld zu vermieten gedenkt, und es wohl als besonderen Service betrachtet, dass die eventuellen Kursteilnehmer gleich im Club wohnen können; vielleicht ist das Haus ja sowieso immer ausgebucht, so daß man sich um attraktive Kurs-Angebote nicht weiter bemühen muß? Obiges Stundenbild gibt die Situation wieder: ich selbst bin Jupiter, denn Schütze steigt auf. Merkur und Venus bilden im Haus 9 eine gerade voll werdende Konjunktion. Doch diese beiden und mein Einkommen (Saturn) sind im Haus 9 in der Jungfrau eingeschlossen, und also von der Sonne abhängig, die klar an der Spitze zu Haus 9 steht. Es gibt eine positive, zunehmende Verbindung zwischen Jupiter und Saturn, die am Dienstag, den 9. September exakt wird, genau an dem Tag, wenn Jupiter wieder direkt geht. Daher rechne ich damit, dass doch irgendwas zustandekommt, das mein, wenn auch karges (Saturn) Einkommen begünstigt, und zumindest mit dieser Idee zusammenhängt. Merkur gibt mir dazu jedoch keinen Anlass, und er ist der Herr von Haus sieben, in diesem Fall mein Verhandlungspartner. Statt zu hoffen, hätte ich mir lieber das Stundenbild angucken müssen. Mit Zwillinge im Haus 7 haben die anderen Glück, während ich mit Schütze am AC an Aufbruch denke. Der Glückspunkt im Haus des Einkommens meiner Verhandlungspartner gibt ihnen auch Recht. Dass Ihr Einkommen durch meinen Wunsch, oder vielleicht sogar meine Gefühle mit bestimmt würde, sieht man dem Mond an, der das Haus 8 regiert, und relativ stark in einem Eck-Haus, in Haus vier steht. Mars, Dispositor vom Mond, steht oben in der Himmelsmitte, aber noch in Haus 9 und hat keine Zukunftsaspekte; später wird er ein Quadrat zu Jupiter bilden; hat also keinen Zweck, zu verhandeln, obwohl Mars in der Waage zu Verhandlungen aufgelegt ist. Was mich ermutigt, zumindest an der Idee dranzubleiben, ist das Trigon zwischen Jupiter und Saturn. Denn Saturn in der Jungfrau ist geradezu archetypisch für Griechenland, dem beide Zeichen zugeordnet werden. Vielleicht hat jemand von euch Verbindungen nach Hellas? Was mir vorschwebt sind forschende Kurse, nicht nur einmal, sondern jedes Jahr, vielleicht sogar ein Zentrum für Astrologie. Mit Himmelsbeobachtung und viel Muße. Der Herme unten fehlt übrigens der Phallos, den die Athener Frauen in einer Nacht- und Nebelaktion als Protest gegen einen hasardeurhaften Kriegszug ihrer Männer abschlugen, welcher Feldzug denn 413 v. Chr. auch mit einer vernichtenden Niederlage der Athener endete. 7000 Athener wurden gefangen genommen und mussten in den Steinbrüchen von Syrakus schuften, ganz zu schweigen von denen, die auf der Strecke blieben.

Mond

Fische-Mond, Dichtung und Wahrheit

Foto Markus Termin ©

Nürnberg 15:04 etwas spät dran, um 16:19 zieht Mond bereits in den Widder, aber die Aufnahme stammt von heute morgen um sieben Uhr, und da hatten wir den Mond noch im Wasserzeichen Fische. Was macht nun der Mond in den Fischen? Audrey Hepburn, Paul Cezanne aber auch J.W. Goethe hatten ihren Mond in den Fischen. So sieht es Goethe selbst: „Am 28. August 1749, mittags mit dem Glockenschlage zwölf, kam ich in Frankfurt am Main auf die Welt. Die Konstellation war glücklich; die Sonne stand im Zeichen der Jungfrau, und kulminierte für den Tag; Jupiter und Venus blickten sie freundlich an, Merkur nicht widerwärtig; Saturn und Mars verhielten sich gleichgültig: nur der Mond, der soeben voll ward, übte die Kraft seines Gegenscheins um so mehr, als zugleich seine Planetenstunde eingetreten war. Er widersetzte sich daher meiner Geburt, die nicht eher erfolgen konnte, als bis diese Stunde vorübergegangen. Diese guten Aspekten, welche mir die Astrologen in der Folgezeit sehr hoch anzurechnen wußten, mögen wohl Ursache an meiner Erhaltung gewesen sein: denn durch Ungeschicklichkeit der Hebamme kam ich für tot auf die Welt, und nur durch vielfache Bemühungen brachte man es dahin, daß ich das Licht erblickte.“ (Aus „Dichtung und Wahrheit“)

Fische-Mond Geborenen „gelingt es nahezu immer, einen Schleier des Geheimnisvollen, Unerforschlichen um ihr Werk zu legen, in den übrigen Fällen übernimmt dies die Nachwelt mit Legendenbildungen oder Verfälschungen,“ schreibt Michael Roscher. Und Oskar Adler sagt: „Man könnte von einer Art Mitleidssüchtigkeit sprechen, die, als Gabe oder Talent angesehen, etwas zur Folge haben muß, was wir jetzt geradezu als seelische Hellsichtigkeit ansehen dürfen, mit allen Täuschungsmöglichkeiten, denen eine solche Hellsichtigkeit ausgesetzt ist, weil ja das Objekt dieser Hellsichtigkeit, das fremde Seelenleben, nur in Gestalt der eigenen Mitleidsregung gegeben ist.“ Aber auch: „Die seelische Hellsichtigkeit, die wir als wesentliches Kennzeichen der aus dem Fischezeichen inspirierten Mondnatur beschrieben haben, entfaltet ja die Gesamtheit ihrer Vorzüge im Interesse der jeweiligen Sonnennatur.“ So paßt für Goethe allein schon der Titel seines Buches „Dichtung (Fische-Mond) und Wahrheit (Jungfrau-Sonne)“ optimal zu seiner Vollmondstellung. Das Konzept der „Planetenstunde“ ist eines von vielen Konzepten der chaldäischen Planetenreihe Saturn, Jupiter, Mars, Sonne, Venus, Merkur und Mond, nach denen man die Tages- und Nachtstunden á 12 Teile jeweils in dieser Reihenfolge durchzählte. Dies entsprach nicht den ganzen Stunden, sondern der realen Tages- bzw. Nachtlänge geteilt durch 12. Den Anfang machte dabei bei Sonnenaufgang der Planet, der den Tag regierte: Sonntag die Sonne, Montag der Mond, Dienstag Mars, Mittwoch Merkur, Donnerstag Jupiter, Freitag Venus, Samstag Saturn. Um die Planetenstunde zu berechnen war es also nötig, die Zeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang genau zu kennen, und jeweils durch 12 zu teilen. Warum, mag man fragen, in dieser Reihenfolge? Die Logik ist die Geschwindigkeit: Saturn als langsamster, Mond als schnellster Planet. Ein anderes Konzept dieser Art in der klassischen Astrologie ist die oder das Firdaria, und es gibt weitere, die ein wenig nach Abzählkunst anmuten. Was natürlich dazukommt, und Goethe auch zunächst nicht wissen konnte: Pluto, Neptun und mindestens Chiron. Uranus hingegen hätte er kennen müssen, allerdings vielleicht noch nicht unter diesem Namen. Der Name setzte sich erst gegen 1850 durch und wurde, entsprechend den römischen Namen der anderen Planeten, der lateinischen Schreibweise angepasst. Mit diesen läuft die Reihe so nicht mehr durch. Doch zählt ja unsere Woche nach wie vor sieben Planeten lang. Goethe hatte seinen Pluto, wie leicht zu sehen, im ersten Haus; hätte er das gewußt, er würde sich selbst als Mensch mit der Kraft, andere zu zerstören, (besser: tiefgreifend zu wandeln) beschrieben haben. Erzählt er nicht im Faust eben genau diese Geschichte? Und Saturn so unmittelbar vor der Spitze des Aszendenten bringt wahrlich nicht selten schwierige Geburten zustande, oft mit schlimmen Folgen. Da muß nicht gleich Gretchen, alias die Hebamme sterben, bzw. schuld sein. Interessant ist bei Goethe die Elternachse: hier steht die Mutter als Mond eindeutig, denn sie war Fische, im Haus vier, der Vater aber als Sonne in der Jungfrau in Haus 10, denn er war Löwe. Also umgekehrt, wie sonst so oft. Hier lohnt sich die Forschung!

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Usain Bolt – dem well satisfai!

Nürnberg 19:27 Mr. Bolt stammt aus Trelawny. Was Usain bedeutet, weiß ich nicht, es ist aber ein Rasta-Name, der auf einen selstbewußten Vater deutet. „Bolt from the blue“ wird aber übersetzt mit „Wie ein Blitz aus heiterem Himmel.“ Wieder ist der Name Programm! Die Bilder von seinem 100 m Lauf, vor allem der offene Schnürsenkel, die rund vier Meter Abstand, die er zu den ansonsten schnellsten Läufern der Welt hielt, werden die Jamaicaner ähnlich begeistert haben, wie der Einzug ihrer Fussballmannschaft in der WM Vorrunde von 2002. Man hat auf dieser Insel einen sehr hintergründigen Humor, die Alten sprechen verständliches Patois-Englisch, die Jungen haben sich eine neue Sprache erfunden, die der weiße Mann nicht mehr versteht. Ich war vor 12 Jahren mal in Falmouth, da war es eine solide Western-Stadt mit zauberhafter Vegetation und freundlichen Menschen. Was aber bewirkt, dass hier so unglaubliche Sportler gebohren werden? Steht man dort im milden warmen Wind an der Küste oder in der absoluten Stille des Cockpit Country, einem Hügelland voller Höhlen, in dem man sich ausgezeichnet verstecken kann, wundert man sich nicht mehr darüber, dass den Menschen dort die Muskeln vonselbst wachsen, nahezu ohne Training. Jamaica, nicht New York oder Peking, insbesondere aber das „Cockpit County“, ist das Zentrum der Welt, ihr Herzschlag. Man kann das, wenn die Trommeln über die Hügel rollen, spüren, und die Jamaicaner wissen es. Das „Cockpit“ betrachten sie wörtlich wie das Cockpit des Raumschiffs Erde. Sicher kennt Usains Großfamilie auch seine Geburtszeit. Doch wir müssen mit dem Tag Vorlieb nehmen. Er ist ein Löwe, geboren am 21. August 1986 Trelawny, JA, West Indies (den genauen Ort weiß ich nicht). Sonne, Jupiter und Venus im eigenen Zeichen, der für den Sport maßgebliche Mars in seiner Erhöhung, Jupiter und Mond an einem Ort und hellfühlig dazu: „Ich wußte, dass es so kommen wird,“ seinen Ausspruch danach halten die Medien für coolness und Phrase. Er meinte sie im Sinne einer wahren Vorahnung. Ein kräftiges Horoskop gerade nach klassischen Gesichtspunkten! Außerdem bin ich davon überzeugt, dass Mr. Usain Bolt als einziger in der ganzen Riege ungedopt gelaufen ist. Maximum respect!

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Mondfinsternis im Wassermann

Nürnberg 20:02 – So eine Mondfinsternis hat es in sich, bei uns war es absolut windstill, nahezu andächtig. Gerade die partielle Bedeckung, die aber fast vollständig war, offenbart eine starke Dynamik. Nun gilt es, die 24.30 Grad Wassermann zu verstehen. Bei mir hat der Mond in seinem Finsterniskleid den Zauberer Merkur berührt, und ich fühle mich tief inspiriert. Doch wie ist es mit Chicago? Dort ging die Mondfinsternis über den nördlichen Mondknoten der Sadt.

einmal seelisches und einmal fotografisches Erleben, beide Bilder Markus Termin ©

Doch halt, wird jetzt mancher sagen: in Chicago war doch die Finsternis gar nicht sichtbar! Das ist richtig, dort konnte man sie nicht mitbekommen. Aber wirken tut sie doch. Und dies ist der Beweis:

Chicago wurde gleich mehrmals gegründet, und man kann sich darüber streiten, welches das richtige Horoskop ist. Dieses ist die erste Gründung einer Festung an der Stelle, und die Stadt hieß da noch Fort Dearborn (17. August 1803, 1:29 PM). Wir sehen also, die Mondfinsternis fällt genau auf Chicagos Sonne, und, was bedeutender noch ist, sie berührt gradgenau Chicagos Mondknoten! Chicago liegt also selbst auf einer Finsternisachse, Ralph Waldo Emerson, der Philosoph, wurde im selben Jahr am 25.05.1803 geboren. Es gab also kurz vor oder nach der Gründung von Chicago (das läßt sich rausfinden, müßt ihr aber selbst machen; Nachtrag: Immanuel Kant schrieb am 17.8.1803 in sein Merkbüchlein die Verse: „…. Mai findet eine sehr günstig beobachtbare totale Mondfinsternis statt.“ Doch zusätzlich gab es am 17. August 1803 tatsächlich eine Sonnenfinsternis) eine Finsternis von Sonne oder Mond. Und nun der Clou: warum wirkt unsere Mondfinsternis auch in Chicago? Wir lesen dazu den Leitarktikel der Zeit vom letzten Donnerstag. Darin beklagt sich unser Organ der bildungsbürgerlichen Kultur über die Piratenmentalität von Blogs, beispielsweise

Breaking News and Opinion on The Huffington Post

Dies ist ein Blog in den USA, den täglich mehr als fünf Millionen Menschen besuchen, und der im Gegensatz zur konventionellen Presse wächst. Nun hat Huffington Post – bitte folgen Sie mir noch, auch wenn es kompliziert klingt – gerade gestern in Chicago einen neuen Blog als Lokalredaktion eröffnet, und der Siegeszug ist vorherzusehen: dort, wo die Autoindustrie in einer Mega-Kriese steckt, gehen neue Ideen auch neue Wege, und zwar im Haus drei des Horoskops von Chicago, dem Wassermann-Haus, das u.a. auch für Technik steht, den Bewegungsapparat. So brechen also mit dieser unserer Mondfinsternis auch in Chicago neue Zeiten an. Und die Verbindung: das Hamburger Magazin! Denn in Amerika regt sich keiner über die erfolgreiche Huffington Post auf, die arbeitet sogar mit der New York Times zusammen. Bei uns schon, die Zeit in Hamburg. Es sei, nebenher, auch nochmal auf den unheimlichen Zusammenhang hingewiesen, dass in Hamburg die Terroristen vom 11. September 2001 „großgezogen“ worden sind. Wir machen es uns ein wenig einfach, wenn wir hier keinen Zusammenhang und keine Mitverantwortung erkennen wollen. Es ist kein Zufall, wenn Terroristen in Deutschland für ihre Aufgabe wachsen können und radikalisiert werden. Hinzuweisen ist dabei auch insbesondere auf den immer verfügbaren Anitsemitismus und die schleichende Islamisierung des Landes, die unsere ganze schöne Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ruiniert und die Beschneidung von Mädchen in Deutschland heimisch gemacht hat. Für mich ist die stille Toleranz dieses Wahnsinns eine Fortsetzung des Antisemitismus, und wenn man sieht, wie gerade „linke“ Bevölkerungsteile diese Pseudo-Toleranz tragen, dann erlebt man die Umkehrung der Ideale komplett und pur: wer einmal für die Freiheit angetreten war, findet sich nun per Trick auf der Seite der Unterdrücker. Da sollten TAZ und ZEIT aufwachen, auf den Spiegel ist nicht zu hoffen. Hamburg ist übrigens Partnerstadt von Chicago.

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Madonna ihr Horoskop

Nürnberg 18:10 – Sie wurde am 16. August 1958 in Bay City MI/USA um 07:05 AM geboren, und siehe, sie hat ihre Sonne in Haus 12. Massenwirkung inbegriffen. Venus im Löwen in 11 = möchte mich gern mit meiner Weiblichkeit in der Öffentlichkeit zeigen. Uranus in 12 = meine Befreiung findet im geschlossenen Bereich statt, ist familienkarmisch bedingt. Ich arbeite mit den Massen = Uranus, Herr von 6 in 12. Jungfrau Aszendent und Merkur, Herr der Jungfrau und des Zwillinge-Lebensziels in 1, direkt am Aszendenten = wir können arbeiten und unseren Vorteil aushandlen, Kommunikation und Wissen ist das Ziel. Mond in der Jungfrau = praktischer Helfer und Gutsverwalter der Löwe-Sonne. Haus 2 unter Waage und Venus, Herr der Waage in 11 im Löwen = mit der öffentlich dargestellten Weiblichkeit Geld verdienen. Der Jungfrau-Aszendent will Sicherheit, und sie ist damit weit übers Ziel hinausgeschossen.

Vater steht als Saturn in Haus 4, wo er hingehört, streng und sicher. Und dann noch etwas wirklich interessantes: Jupiter und Neptun werden von der Schule der Rhythmenlehre von Viktoria Mosmann-Möller in ihrem Buch „Die Himmelskönigin“ mit Marienerscheinungen in Zusammenhang gebracht. Zwar verteilen sich die beiden in zwei Zeichen, Waage und Skorpion, doch sie stehen recht nahe beieinander. Neptun bestimmt das dritte Haus, und er sagt: „ich kommuniziere mit dem Schein, dem Trug, der Phantasie.“ Übrigens ist ihre Beschäftigung mit der Kabbala auch dem Zwillings-Haus in 10 angemessen, denn Toth, der Schöpfer dieses Systems, beherrscht als Merkur den Zwilling. Man muß sie nicht mögen, I agree. Jedoch, den ein oder anderen Evergreen hat sie uns doch in die Ohren gesetzt. Wie sie sich allerdings in ihrem aktuellen Hit-Single Video vor einer Wand windet, da meint man, es mit einem peinlichen Konzept zu tun zu haben. Was ich nun richtig gut fände: wenn sie nunmehr freiwillig und öffentlich auf ihr Image als girly Girl pfeifen würde, und sich die Maske abnähme. Doch leider geht das nicht mehr, wenn man das ein oder andere Lifting hinter sich hat. Grausamerweise werden dabei, wenn ich richtig informiert bin, um die Wangen herum Hautschichten vom Untergrund getrennt, und dann immer wieder in periodischen Abständen „gestrafft“, wie eine Zeltplane. Kann ein Ego so groß sein, dass man/frau sich sowas antun muß? Nun freilich geht Saturn jetzt durch ihren ersten Quadranten, und vielleicht ist es noch nicht zu spät für weise Einsicht, und es reicht, wenn Saturn 2016 auf seine Position zurückkommt?

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Sri Aurobingo

Nürnberg 18:06 – das ist wieder so ein typischer August in Franken: regnerisch und kühl. Da rebelliert mein Krebs-Mond, der es warm und angenehm braucht. Als Ausleich für die unerträgliche Jahresezeit hätten wir hier gerne einen schönen, langen, satten Sommer. Doch so ist es nicht. Hm … Sri Aurobingo gehört zu den Weisen des letzten jahrhunderts, der lauter Dinge gesagt und getan hat, die schlicht menschlich sind, und die heute zum Allgemeingut des normal erleuchteten Individuums gehören. Man vergißt nur allzu schnell, dass dies gerade deswegen der Fall ist, weil es solche Menschen wie Sri Aurobingo immer wieder gibt, die in der Kraft ihres Bewußtseins den Level für die ganze Menschheit höher hängen.

Was er in Worten gesagt hat, ist überdies nur die eine Seite. Die andere ist seine ganz persönliche Kraft und Ausstrahlung. Geboren am 15.08.1872 um 05:00 AM in Calcutta, verbindet er in seiner Person die humanistische Bildung und das Wissen des Westens mit den Weisheitslehren und spirituellen Traditionen Indiens. Er wird gerne als „Nationalist“ Indiens bezeichnet, der im Westen, in Camebridge, studierte. Doch „Nationalismus“ für Indien war damals ein anderes Wort für Befreiung. Ganz entschieden trat er gegen die Nazis ein, und erkannte auch den Unsinn in Nietzsches (15. Oktober 1844 10:00 in Roecken) Haltung vom „Übermenschen“.

„Der erste Prozess im Yoga ist der: entschieden sich selbst hingeben wollen. Lege dich mit deinem ganzen Herzen und all deiner Kraft in Gottes Hände. Mache keine Bedingungen, bitte um nichts, nicht einmal um Vollkommenheit im Yoga, um überhaupt gar nichts außer um das eine, dass in dir und durch dich sein Wille direkt getan werden möge. Denen, die etwas von ihm wollen, gibt Gott, was sie wollen, denen aber, die sich selbst geben und nichts verlangen, gibt er alles, worum sie sonst vielleicht gebeten oder was sie gebraucht hätten, und sich selbst und die spontanen Gaben seiner Liebe gibt er noch dazu.“ aus Essays in Philosophie und Yoga, übersetzt von Otto Wolff

Was mich an seinem Horoskop begeistert, ist die klare Art, wie uns hier der Himmel zeigt, dass wir es mit einem Menschen zu tun haben, der alle Fähigkeiten für seinen Lebensweg der großen Wirkung mitbringt:

Schon allein Jupiter am Aszendenten im Löwen, die Sonne in eben diesem Haus, und dann wird der Mann ein Yogi! Sich ums Geld nicht sorgen müssen: Merkur im zweiten; und tatsächlich hat er mit einer Tätigkeit in der Abteilung für Briefmarken, Steuern und Post des Fürstenstaates Baroda gearbeitet, bevor er auf eigenen Wunsch 1900 zum Professor für Englisch und Englische Literatur am Baroda College ernannt wurde; beides Merkur in der Jungfrau. Neptun in Haus 9 ist der Planet für lange Seereisen (zunächst nach England) und dann das Fenster zur Erleuchtung, die er nach eigenen Angaben am 24. November 1926, wenn er es wohl auch bescheiden so nicht nannte, erlebte. das war kurz vor der dritten Mondknotenwiederkehr und der zweiten Saturnwiederkehr. Damals stand Mars rückläufig im Stier, und bildete eine Konjunktion mit Aurobingos Pluto im 10 Haus: der unbedingte Wille ein realistisches, wirkliches hohes Ziel zu haben. Vorbereitet wurde diese Erleuchtung durch die langen Jahre, die Neptun durch den Löwen ging, also bei ihm das Aszendentenhaus und das Sonnen-Selbst spiritualiserte. Tut Neptun das bei jedem? Wer Wassermänner, wo Neptun heute steht, so die letzten 10 Jahre beobachtet hat, mag ein Urteil darüber abgeben. Jupiter selbst lief damals im Wassermann, für Sri Aurobingo im Partnerhaus. Saturn und Uranus hatten ein Trigon. Uranus stand, ebenso wie heute rückläufig in den Fischen, also in seinem Haus 8, und damit dem natürlichen Haus der Wandlung, und Saturn war im Skorpion in Haus vier; ein ‚Grund‘ und eine Erbschaft vom Vater – möglichweise geistiger Natur – als Begünstigung dessen, was sich vollzog.

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„Panta Rhei“ fährt gegen die Quaimauer

Fotos Markus Termin ©

Nürnberg 20:13 – etwas unscharf der Text, aber er gibt doch wieder, was ich oben in meinem „12. Haus“ heute gelesen habe. Was aussieht, wie ein subtropischer Garten, ist der Innenbereich der Stadtbibliothek in Nürnberg. Der Kreuzgang eines ehemaligen Klosters. Solche Orte entsprechen genau dem 12. Haus im Horoskop, und wer, wie ich, in diesem Bereich seine Sonne hat, tut gut daran, dort ab und an aufzuladen (das Wort „auftanken“ klingt sehr automobil, nicht wahr?). Dort lese ich in der Zürcher Zeitung – wer objektiv informiert sein will, muss die heutzutage lesen, denn nur der Blick aus dem Ausland offenbart den Schwindel des Inlands – die lustige Geschichte des Seebootes „Panta Rhei“ in Zürich, welches genau am Dienstag den 12. August um 17:15 die Quaimauer am Bürklinplatz rammte. Schon allein die genaue Zeitangabe erinnert an journalistische Tugenden, die man hierzulande selten, zu selten noch wahrnehmen kann. So war also die Versuchung groß, sich das Ereignishoroskop anzuschauen. Bitte das Horoskop zum Vergrößern zwei mal anklicken!

Wie uns gleich auffällt, ist es das dritte Haus, in dem die Fische zu finden sind. Während Mars zu den Fischen in der Jungfrau eine Opposition bildet. Die Schweiz ist nun ein Jungfrau-Land, man fährt dort nicht zur See, aber es gibt eine Menge Flüsse und Seen, und ganz allgemein läßt sich sagen, dass die Jungfrau-Mars Energie der Fische-Uranus Freiheit zur Zeit entgegensteht; auf eine Formel gebracht: ein maritimer Crash gegen schweizerische Interessen, ein Stoß-Impuls, das entspricht voll und ganz dieser Konstellation. Um so mehr …

… natürlich, als dass die Fische zum Zeitpunkt des Crashs gegen die Quaimauer im dritten Haus ja gerade das Bewegungs-Prinzip vertreten! Nun suchen wir den Herrscher-Planten der Fische. Bei einem Boot, das „Panta Rhei“ heißt (gr. πάντα ῥεῖ, „Alles fließt.“), zurückzuführen auf den Philosophen Heraklit, der damit eine gegensätzliche Anschauung zu seinem Landsmann und Zeitgenossen Parmenides vertrat, der selbst der Meinung war, im Kern seien die Dinge, „das unerschütterliche Herz der Wahrheit“ völlig gleichbleibend und unbeweglich – Platon überliefert uns für diese Anschauung einen beweisenden Dialog, der nicht leicht zu widerlegen ist – bei einem solchen Boot können wir getrost Neptun angucken, denn bei dem fließt wirklich immer alles. Er ist also sicher von Bedeutung und er hat auch eine Konjunktion zu Chiron, dem ja Verletzung nicht fremd ist. Der eigentliche ‚Signifikator‘ ist aber, sowohl für die Fische, als auch für das Ereignis, der Jupiter, der rückläufig im Steinbock, eingeschlossen im ersten Haus sein Wesen treibt. Denn Zürich wird nach alter astrologischer Tradition als Seinbock-Stier Stadt betrachtet. Und gerade im Steinbock steht ja das Boot und das Ereignis als Jupiter selbst. Steinbock freilich ist hart, wie die Quaimauer. Das Boot kann nicht des Weges. Bald wird wieder aber alles repariert sein; die Versicherung zahlt, denn Saturn, Herr des Steinbock, steht in Haus acht, dem Geld der anderen, und zu allem Überfluß nähert sich auch noch die Venus, die auch immer für Geld steht. Und Neptun? Neptun steht im Haus 2, dem Haus der materiellen Wirklichkeit in Opposition zur Sonne im Löwen. „Diese Weltordnung, dieselbige für alle Wesen, hat kein Gott und kein Mensch geschaffen, sondern sie war immerdar und ist und wird sein ewig lebendiges Feuer, nach Maßen erglimmend und nach Maßen erlöschend.“ (DK 22 B 30) ist ein wesentliches Fragment des Heraklit, dem der Spruch: „Alles fließt“ zugeschreiben wird. Und ist nicht, erstaunlicherweise, der im Horoskop angezeigte Gegensatz von Sonne und Neptun eine Spaltung dieser Theorie, und der Grund, warum das Schiff gegen die Quaimauer mit dieser Konstellation fuhr?

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Die Mysterien des Dionysos

Foto Markus Termin ©

Nürnberg 16:37 – Oben seht ihr eine nicht nur von mir selbst vor wenigen Tagen fotografierte Rebe, sondern auch den vor Jahren von mir gepflanzten Weinstock. Er wächst mitten in der Stadt an einem geheimen Ort. Man nennt das heute „Guerilla Gärtnern“. Nur eine Nachbarin und ich wissen davon, und jeden Herbst liefert uns der Stock mehr und mehr süße Trauben, aus denen ich allerdings keinen Wein keltere, obwohl ich das vor Zeiten im Markgräflerland in der Winzerei Küchlin sogar mal ein wenig gelernt habe. Unten ist ein kleiner aber berühmter Ausschnitt der Wandmalereien einer Villa, die sich nach Ausgrabungen in Popeii gefunden haben, die als Villa der Mysterien bezeichnet wird. So wenig wir über die antiken Mysterien wissen, so klar sind diese Bilder lesbar, denn sie zeigen den Verlauf einer Einweihung in einen Kult, welcher, wie alle anderen Kulte auch, der Bewußtseinserweiterung diente.


Dabei spielte der Wein eine wesentliche Rolle, wobei wir bedenken müssen, dass Wein damals ein Mischgetränk war, dem oftmals außer Honig noch ganz andere Dinge beigemischt wurden, die wir heute als starke und vielleicht sogar illegale Drogen bezeichnen würden. Aus den Fresken geht hervor, dass es einen ritualisierten Ablauf der Einweihung gab. Jedes Bild in dem roten Raum zeigt einen Seelenzustand der Einzuweihenden. Mal wird sie als Kind, mal als als reife Frau dargestellt, mal in Trauer, mal wissbegierig, mal tanzend und voller Freude. Das Wissen, welches die Einweihung vermittelte, lag also jenseits dieser Zustände, sogar jenseits von Jugend und Alter. Bezeichnend ist, dass alle, die den Weg der Einweihung beschritten, dieselben Erlebnisse machten. Zum einen waren sie geführt von kundigen PriesterInnen, zum anderen aber ging es gerade darum, eine Reise durch die Bilder nicht des individuellen, sondern des kollektiven Bewußtseins zu machen. Denn man wußte damals: nicht nur eine Erinnerung an unsere eigene Geschichte haben wir als Gedächtnis, sondern viel mehr noch eine Erinnerung an Dinge, die wir selbst als Teil der Menschheit vor langer Zeit erlebt haben, und je tiefer diese Erinnerung zurückreicht, um so weniger kann von individueller Erinnerung gesprochen werden. So war es in den Mysterien möglich, ganz wie in einem Film, eine Geschichte im Inneren der Einzuweihenden sich abspielen zu lassen, durch die sie sich tief getröstet und mit dem Weltganzen vollkommen harmonisch verbunden fühlten, ohne weiter Angst vor dem Leben oder dem Tod zu haben, denn sie hatten das Jenseits zu dieser Pforte in der Einweihung überschritten. Dionysos, der mit dem Efeu und dem Wein verehrt wurde, war dabei einer von vielen Göttern der Antike, die getötet, zerstückelt und sogar gegessen wurden, um hernach wieder aufzuerstehen. Diese Wiederauferstehung wurde konkret als Wesen der Fruchtbarkeit verehrt und vollzogen, und das „Sterben des Gottes“ fand oft genug als ritualisierter Wahnsinn und konkrete Kastration statt. Es mag furchtbar klingen, aber auch Jesus ist so ein Dionysos. Dass er dessen Mysterien in gewissem Sinn übernommen hat, zeigt die Hochzeit von Kanaan, wo er Wasser in Wein verwandelt, und auch die katholische Lithurgie, wo durch Wein sein Blut repräsentiert wird. Inwiefern der kannibalistische Aspekt als tiefste Grundlage des Kults verdrängt wird, oder gar in jenem dämmerhaften Bewußtseinszustand präserviert wird, in dem, genau wie beim Dionysos-Kult, der kollektive Erinnerungshintergrund an eine grausame Vergangenheit – also unsere Schuld – wachgehalten wird, dessen sublimierter Zwischenschritt die Circumcision wurde, die Jesus, zumindest prinzipiell, als Zeichen des Bundes aufkündigte, das mag dahingestellt sein.

Astrologisch ist der Wein eine Sonnen-Pflanze, so, wie der Augentrost, der Ingwer, die Pfingstrose, der Aloesaft, Gerste, Lavendel, natürlich Zitronen und Apfelsinenbäume und Arsen (?) … Insofern kann ich hier die allzu frühe Weinernte durch die Sonne im Löwen rechtfertigen. Seehund, Flusskrebs, Languste und Seestern sind „ihre“ Fische. Ihr Orbis beträgt 15° vor und nach der Konjunktion, sagt Lilly. Ist ja auch logisch, denn die Venus und alle Planeten sind vorher durch ihr Licht abgedeckt und unsichtbar, selbst wenn sie schon hinterm Horizont verschwunden ist.

Personen

Helena Blavatsky

Nürnberg, 20:10 – heute will ich einmal pünktlich sein mit den Geburtstagen, nachdem ich neulich den von Andy Warhol schon verpaßt hatte. Am 12. August ist Madame Blavatsky geboren, und wohl weil sie Angehörige des russischen Adels war, kennen wir sogar ihre genaue Geburtszeit, den 12. August 1831 um 02:17 in Ekaterinslav, RU.

Ich meine, man sieht ihr den Krebs-Aszendenten an. Was ihre Wirkung in der Welt betrifft, spricht für mich die Jupiter-Uranus Konjunktion im Wassermann Bände. Zur Stürmung der Bastille als Beginn der französischen Revolution 42 Jahre vorher hatten wir auch eine Jupiter-Uranus Konjunktion, und die Venus stand damals ebenfalls im Löwen, wie diese beiden. Das ist bei Helena Blavatsky nicht der Fall, ihre Venus läuft beim Mond in der Waage, veredelt im eigenen Zeichen, und ich finde, man sieht beides ebenfalls im Gesicht. Mit dieser Sonnen-Mond Kombination wird das Leben zum Fest. Venus/Mond in Waage gibt ihr einen Ausdruck, wie von grünem Samt und Burgunder-Rotwein. Doch Jupiter-Uranus in Haus sieben sind in jedem Fall geeignet, ihr Gegenüber geradezu revolutionär zu verwandeln. Die Mars-Saturn Konjunktion hatten wir heuer in der Jungfrau auch, und es war, gelinde gesagt, heftig (11. und 12. Juli), die Leute gerieten aneinander, wer diesen Aspekt im dritten Haus hatte, durfte sich über Blechschaden nicht wundern. Wer in Haus 10 im Job, ect. Frau Blavatsky trug diesen Aspekt im zweiten Haus durchs Leben, und man geht nicht fehl in der Annahme, dass das Thema „Wert, Eigenwert, Selbstwert“ bei ihr ein Lebensthema war. Doch so etwas brauchte es auch, um eine Frau hervorzubringen, die kaum ein anderer Mensch überflügeln konnte, was die Tiefe ihres medialen Wesens betraf. „Isis entschleiert“ ist ihr Hauptwerk. Sie hat es nachts geschrieben, Unmengen von Zigaretten dabei geraucht und es wird gesagt, es sei ihr – gelenktes Schreiben – in die Feder geflossen. Denn von Kapitel zu Kapitel ändert sich der Stil, und sie kam mitunter aus Nächten mit einer Arbeitsleistung hervor (sie lebte bei Freunden), die gar nicht zu schaffen war. Als eine der ersten Frauen bereiste sie unverfrohren die Welt, und holte sich die Weisheit, wo sie zu finden war: in Tibet, Agypten, Griechenland. Man will ihr das ein oder andere gefälschte Wunder nachgewiesen haben; allein, ich ignoriere Kritik an einer so mutigen Frau. „Isis entschleiert“ kann man nicht lesen, es ist zu viel für uns heutzutage; jedoch: mal reingeschaut haben sollte man schon. Es steht nämlich was drin. Ein dickes, dickes Buch, angereichert mit Wissen aus einer Zeit, als Neptun gerade erst entdeckt worden war (1846). Und doch ist es das neptunische Buch par excellence. Was den einen Schleier und Regenbogen, der Schein und das Mediale sind, ist den anderen die wahre Realität.

164,79 Jahre braucht Neptun, um einmal durch den Tierkreis oder die Sonne herum zu wandern. bei seiner Entdeckung stand er im Wassermann, und den Punkt, an dem er damals weilte, wird er erst im März 2010 wieder erreicht haben. Das wird spannend! Frau Blavatsky hatte ihren Neptun im Steinbock in Haus 7. Das ist sowas, wie die Quadratur des Kreises: das Prinzip der Traumwelt am Ort der blanken Realität, dargestellt durch den anderen, das Du. Menschen mit Neptun in Haus 7 fehlt in diesem Haus ein Fenster, bzw. eine Tür. Das bedeutet nicht: sie sind dort verschlossen, sondern es bedeutet, die Tür steht immer offen, jeder meint, dort ganz selbstverständlich Zutritt haben zu dürfen, und findet es unverschämt, wenn der/die mit Neptun in Haus 7 für sich denselben Schutz der Privatsphäre veranschlagt, wie er bei allen anderen für völlig legtim erachtet wird.

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Der Erpel aus Entenhausen

Nürnberg 21:15 – gerade hat es angefangen, zu regnen, den Enten da unten macht das freilich nichts. Es sind ohnehin erstaunliche Tiere. Enten können tauchen, schwimmen, fliegen und auf dem Land laufen. Fliegen tun sie sogar sehr gut, geradezu meisterlich. Wenn die Ägypter das Wort „Sohn“ schreiben wollten, so malten sie die Hieroglyphe ‚Ente‘, weil sie es für verehrungswürdig hielten, wie sehr sich die Enten um ihre Jungen bemühten, und sogar bei einer Gefahr sich opferten, bevor den Jungen etwas geschehen konnte. Das hinderte die Ägypter jedoch nicht, Enten zu jagen und zu essen.

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Nürnberg gehört eigentlich den Enten. Es gibt tausende von ihnen in der Pegnitz; manche fliegen im Winter fort, andere bleiben, wenn das Wasser wärmer ist, als die Luft. Die weltberühmte Kulturente, Donald Duck, feiert am 13. August das 74. Jubiläum ihres Geistesblitzes durch den Schöpfer Walt Disney, der ebenso wie Wilhelm Busch (!) den Mond in der Waage hatte. Disney war darüberhinaus Schütze Sonne und Fische Aszendent, und er wurde geboren zur ‚großen‘ Konjunktion von Jupiter und Saturn im Steinbock, am 5. Dez. 1901 um 12:35 in Chicago. Als ihm Donald in den Sinn kam, war ebenfalls Waage-Mond, und wir werden nun nicht überrascht sein, dass der Mond wiederum der Planet der Enten ist, gemäß mittelalterlicher astrolgischer Zuordnung. Darüberhinaus war auch Jupiter in der Waage, und sorgte daher über Disneys Mond für einen gewaltigen Enten-Wachstumsschub. Hier das Vergleichshoroskop zwischen Disney und seinem Donald (bitte zwei mal draufklicken):

Die oben erwähnte Konjunktion von Jupiter und Saturn erinnert auch an heute, wo Jupiter wieder, sieben Umläufe später, im Steinbock steht; Saturn freilich nicht. Man könnte diesen Aspekt, der bei Disney ins Haus 11 fällt, als „Herrschaft über den Zeitgeist“ zusammenfassen. Seine Schütze-Sonne in Haus 9. verkündet uns wieder mal den idealen ‚Veröffentlicher‘, wie in so vielen Horoskopen erfolgreich publizierender mit einer Haus 9 Betonung; hat man dort freilich die Schütze-Sonne, so steht sie an ihrem Platz und ist deshalb besonders stark. Und der Fische-Aszendent? Läßt sich die damit verbunde Sehnsucht besser ausdrücken, als durch die Affinität zu diesen Wasser-Nixen, dem Entenvolk? Oskar Adler spricht den Waage-Mond als „weitgehende Kraft der Umilliusionierung des Lebens zu einer Dichtung, die uns die anderen Menschen als Mitspieler zugesellt,“ an. Und ist es nicht ganz genauso mit den Donald Duck storys? Wird hier nicht das echte Leben überaus erfolgreich in die Bilder einer Illusion verwandelt? Und ist dies nicht geradezu das Konzept des Disney-Konzerns? Dazu steht Neptun noch bei Disney im Vaterhaus und im Familienzeichen. Klar, dass die Ente ein Familienmensch wird, und dass es im Donald vor Vätern nur so wimmelt, die aber alles Ersatzväter sind, denn wer kennt den wahren Vater von Tick, Trick und Track wirklich? Disneys eigener Vater war Bauunternehmer und hatte fünf Kinder, er wird nicht oft Zeit gehabt haben für der kleinen Walter. Der Mond in der Waage übernimmt von der Sonne in diesem Zeichen zwar die Nähe zur Kunst, aber mehr in Form einer Süchtigkeit, als in Form von genialen Schöpfungen. Mag man Donald, die Waage-Mond Ente, doch genial finden, sie hat viele Generationen süchtig gemacht, aber nicht nach Kunst, sondern, Oskar Adler treffend, wie immer, nach Spiel.