Poetry, Weltbild

Die Zeppelin-Idee

Ja, es gab sie hier schon einmal, und es wir sie wieder geben. Ein Aufnahme von 1909 von Ferdinant Schmidt. Soeben kommt die Meldung durch, man hätte in Kopenhagen doch noch zu sowas, wie einem Minimalkonsens gefunden. Ich freue mich schon auf die Zeit, wenn ein elektrisches Nah-Boden Verkehrssystem denkbar wird und man in Nürnberg, wie damals beim Adler, wieder Pionierleistungen vollbringt. Wird ja auch Zeit, nach der Quelle-Pleite.

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Bernd Ingmar Gutberlet

Dieses Buch hat einen geschickt gewählten Untertitel „Die Wahrhheit über das größte Rätsel einer Hochkultur“. Das impliziert jedenfalls: Rätsel muß nicht gelöst werden. Und wird es auch nicht. Der Pluspunkt dieses Buches liegt eindeutig in seiner relativ gut recherchierten Darstellung des gesamten Forschungsgebietes inkl. historischer Entwicklungen der Maya-Interpretation. Gutberlet erzählt dabei kompakt und kurzweilig. Und mehr noch: locker sein Buch lesend wird man eingeführt in die Finessen der Maya-Zählung und deren Problematik. Er erklärt zum Beispiel, warum untere Textur der 18. Jan. 771 des julianischen Kalenders ist (durch Anklicken vergrößern):

18. Jan. 771 jul.

Besonders, wenn er auf die Mathematik der Maya zu sprechen kommt, läßt Gutberlet uns ahnen, wie aus einer Mathematik ohne Bruchrechnung auf der Suche nach Rhythmen und gemeinsamen Nennern eine bestimmte Methode des Rechnens entsteht. Doch er sagt uns nicht – und man scheint es (noch) nicht zu wissen, um welche Rhythmen es sich handelt. Mit anderen Worten: ist der Kalender kongruent mit bestimmten planetaren Rhythmen?

Offensichtlich sind oben die Venus-Sonnen Konjunktion und die exakte Opposition der Sonne zu Neptun: den die Maya ja noch nicht gekannt haben können?! Aber so sicher ist das nicht. Denn worauf Gutberlet nicht eingeht, das sind die Mittel – gemeint sind bewußtseinserweiternde Drogen, wie z.B. Peyote-Kaktus, Pilze – die die Maya und andere mittelamerikanischen Völker für ihre spirituellen Visionen benutzt haben. Man müßte also allen Ernstes diesen Kaktus zur Klärung selbst benutzen, um die Bilder  in einem tiefen Kontext entschlüsseln zu können. Doch hier ist das gar nicht erlaubt und dies soll auch nicht als Aufforderung dazu verstanden werden! Peyote beispielsweise ist sogar heute noch das anerkannte Sakrament einer „Native Amercian Church“ und des Huichol-Maya-Stammes in Mexiko (die mit den superbunten Perlen-Bildern).

Und wer wissen will, worum es dabei wirklich geht, muß die ersten drei oder vier Bücher von Carlos Castañeda lesen (Reise nach Ixtlan), um überhaupt zu ahnen, was da noch für eine uns völlig unbekannte Welt existieren könnte. Peyote wird von den Huichol-Maya Indianern als Gott betrachtet, der die Menschen in eine Welt der Weisheit führt. Natürlich könnte man auch dort hinreisen, denn die Huichol-Maya haben in Mexiko eine Ausnahmegenehmigung zum Gebrauch dieser Pflanze bei ihren religösen Zeremonien.

Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen. Ein gutes Gegegenmittel zu allzu blümeranten „spirituellen“ Maya-Hoffnungen. Es steht nicht im Zentrum dieses Buches, aber Gutberlet erwähnt mehrmals die seltsamen masochistischen und sadistischen Praktiken insbesondere der Maya-Könige, die ähnlich wie bestimmte Aborigines in Australien dies taten,  ihre Macht auf der Fähigkeit gründeten, sich äußerst schmerzhaft Blut aus dem Penis zu zapfen, um damit magische Rituale auszuführen. Und zwar an bedeutenden Feiertagen.

Worüber dieses Buch leider nichts weiß, ebensowenig, wie die anderen zu diesem Thema erschienen Bücher, das ist, eine inhaltliche Kongruenz zwischen Daten, Himmelsbeobachtung und Ereignis herzustellen: warum die Maya zu einem bestimmten Datum bestimmte Dinge für günstig oder angebracht hielten: beispielsweise die Aufstellung oberer Stehle zur Venus-Sonnen Konjunktion. Hier finden wir nur die übliche historisierende soziologisch-evolutionistische Erklärung; jedoch, was soll´s: man muß wissen, von wem man erwarten kann, über den Zaun zu schauen, und von wem nicht.

Sicher werden wir diesen Dingen auf die Spur kommen, aber erst, wenn in diesem interdisziplinären Reigen Astrologen mittanzen. Denn es ist doch merkwürdig, wenn man versucht, einer Kultur Geheimnisse zu entlocken, die samt und sonders auf Astrologie basieren, wenn man diese, die Astrologie selbst, nicht hinzunimmt zu den  Disziplinen, die zu einer Klärung beitragen können.

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Neumond im Schützen

16.12.09 12:05 Nürnberg

Nun, freilich, wir müssen uns beim Reisen nicht mehr nach dem Mond richten, um des Nachts auf halbwegs beleuchteten Wegen zu fahren. Wer andererseits etwas zu verbergen hatte und die Gegend bestens kannte, der konnte bei Neumond unterwegs sein.

Ich gebe zu, dass mich dann und wann eine große Sehnsucht nach diesen Kunstlicht-freien Zeiten packt. Wie war es wohl ohne Glühbirnen? Unvorstellbar dunkel? Und die Milchstrasse überall zu sehen?

Diese schönen Nachbargalaxien, die uns die Nasa zeigt, sind übrigens teils gar nicht so klein, sondern wären – habe ich gehört – zumindest zum Teil so groß, wie der Mond und von hier aus zu sehen, allein, – !?  – : nicht so hell, ! ! ! –  weshalb sie wohl da sind, aber wir sie nicht sehen können. Dazu braucht es Langzeitbelichtungen, und das ist ja der große Trick der Technik: durch die Aufnahme etwas sichtbar zu machen, was sich sonst  nicht zeigen kann, zumindest nicht mit herkömmlichen Mitteln.

Natürlich macht man sich in dieser großen Konjunktion von Neptun, Jupiter und Chiron im Wassermann – in Opposition zum Mars, der bald rückläufig wird und daher das Gebilde aus Verwirrung, Traum und Täuschung zusätzlich festigt, indem er dagegen anzugehen versucht mit dem Mut des Löwen – Gedanken über den Maya-Kalender. Oder umgekehrt: während Neptun, Jupiter und Chiron versuchen, mit Engelszungen den Sieges-willigen Mars in seiner Rechthaberei von der poetischen Vision  einer Technik zu überzeugen, haut dieser irrational um sich.

Foto: Markus Termin ©

Ich habe einige von den Büchern da oben gelesen und werde, sofern ich dran denke, hier dann und wann mal eines davon vorstellen. Denn sie sind allemal total verschieden. Ein interessanter Ansatz findet sich unter unterem Link, wo Red Collie den Sonnen-Venus Kalender mit diesen abgefahrenen Korn-Kreisen „synchronisiert“. Ich muß gestehen, dass mich diese Kornkreise immer noch verblüffen: mitunter denkt man sich: o.k., eine englische Geheimgesellschaft mit Zirkel und Walze unterwegs. Dann aber sind diese Dinger so präzise und tatsächlich über Nacht da, ohne eine Spur ihrer Entstehung zu verraten, dass es wirklich nur ein Fluginstrument (Zeppelin NT?) sein könnte, sowas herzustellen, ausgerüstet mit einer gigantischen Stabsauger- oder Halmlegemaschine, durch die ein Computer-Programm geometrische Muster in den Roggen malt. Für mich ist es nicht ausgemachte Sache, dass diese Kornkreise ein Trick sind. Wozu, warum so lange, seit Jahren? Die stümperhaften Fälschungen, die der Öffentlichkeit zur Urheberschaft präsentiert werden, sind offenkundig als solche zu erkennen. Hier klicken:

Chute Causeway and the Sun-Venus calendar: precise calculations of astronomical time from 1997 to 2013 by Red Collie

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Kriegsverherrlichung

Liebe Leserinnen und Leser,

ich denke, es wird hier kein copyright verletzt, wenn ich im Kontext einer Presseschau von kollektiver Kriegsverherrschlichung spreche. Und zwar nicht erst seit heute, sondern bereits seit  Jahren. Wer ist beteiligt? Praktisch alle Deutschen Medien, sofern sie mit der Poesie des Bildes arbeiten. Obiges Foto ist sicher ein in Umlauf gebrachtes Foto einer Presseagentur, und man findet es am selben Tag in der TAZ oder in den Nürnberger Nachrichten. Natürlich hat es in diesen Medien eine jeweils unterschiedliche Konnotation: in der TAZ ist das Bild nach oben links geschrumpft, schwarz-weiß und erweckt im Kontext Mißtrauen, in der NZ ist das Bild farbig und so zentral im Nachrichtenteil, daß diese an sich eher „linke“ Zeitung in ihrer Provinz-Starre möglicherweise sogar unfreiwillig Kriegspropaganda betreibt. Aber eben gerade dieses: „Wir merken es noch nicht einmal“,  ist das wirklich Krasse. Doch Bilder rufen Wirkungen hervor.

Ereignis, Weltbild

Weltklimakonferenz

07.12.09 Kopenhagen 12:00

Liebe Leserinnen und Leser,

erbittert wird auf der Achse zwischen Mars und Jupiter verhandelt, also zwischen mutiger, siegesgewisser Tatkraft und der verschleiernden und verletzenden bzw. visionären und heilenden Technik im Wassermann-Zeichen auf der anderen Seite.

Im Grunde genommen zeigt sich jetzt schon die Tragkraft der Pluto-in-Jungfrau Generation: Mülltrennung, Emissionshandel, Welternährung. Noch aus dem Hintergrund. Was auch immer als Ergebnis dieser Konferenz gewertet werden wird: wir haben schon jetzt gewonnen. Denn allein die Tatsache, daß die Staaten der Welt in Einheit sich einer gemeinsamen Vision zuwenden, um die Erde zum Objekt der therapeutischen Fürsorge der Menschheit zu machen, ist ein Bewußtseins-Schritt evolutionären Ausmaßes, niemals zuvor erreicht.

Und nun heben wir mal die Gläser, liebe Leserinnen und Leser!

Wie der Weg nun sein wird, das werden wir sehen. Wenn schon die Technokraten sich Gedanken über Effektivität machen:

Essay zu Kopenhagen: Scheitern wäre ein Erfolg – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wissenschaft

Sicherlich geht es um nichts Geringeres als die Quadratur des Kreises. Wohlan, ging es jemals um etwas anderes?:

„Nah ist / und schwer zu fassen der Gott. / Wo aber Gefahr ist, wächst / das Rettende auch.“


Friedrich Hölderlin

Ereignis, Weltbild

μέτρον métron „Maß“

Foto Markus Termin ©

„ …und wegen der extrem großen Bedeutung der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum (c0) für die Physik, ging man auf der 17. Generalkonferenz für Maße und Gewichte am 20. Oktober 1983 einen neuen Weg. Man legte die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum auf 299.792.458 m/s fest und definierte demzufolge ein Meter als „die Strecke, die das Licht im Vakuum in einer Zeit von 1:299.792.458 Sekunde zurücklegt“. Statt auf einer aufzubewahrenden Maßverkörperung („Prototyp“ wie beim Kilogramm) beruht die Definition des Meters auf einer Zeitmessung. (DIN 1301 Teil 1).“ Aus Wikipedia „Meter“

20. Oktober 1983: Uranus mit Jupiter im Schützen im Quadrat zu Venus-Mars in der Jungfrau. (Wisssenschaftlich ist immer was los bei Venus-Mars!)

Damit ist nun der Kreis geschlossen, und ich meine, die Physiker hätten vor diesem Schritt die Philosophen einladen sollen. Denn nun ist es doch so: um einen Meter zu definieren, war es nötig, den Durchmesser des Erdradius zu bestimmen – von den menschlichen zu den geeichten geographisch wissenschaftlichen Maßen – so könnte man die Devise der franz. Nationalversammlung nennen, die damals offenbar den Ton für ganz Europa kulturell angab, sofern Wissenschaft ein Teil der Kultur ist.

Um die Länge des Meters zu bestimmen, brauche ich den Faktor „Zeit“ eigentlich nicht. Andererseits haben wir eben gerade gelernt, daß Raum und Zeit ein den Naturgesetzen unterworfenes dynamisches Feld sind, dessen Umgebung durch jeden Körper einer Verzerrung unterworfen ist.

Es ist also logisch, daß mit der Definition des Meters auch die Definition der Zeit gegeben ist, und umgekehrt. Und damit messe ich den Meter im Rahmen einer Maßstäblichkeit, die aus dem, was er angelegt an die Strecke vor allem zu messen hat, der Lichtgeschwindigkeit selbst, eigentlich erst gewonnen werden soll: in Metern pro Sekunde. Hier sind wir, ohne es gemerkt zu haben, in einem mathematisch-physikalischen Spiegelkabinett gelandet. Das Resultat bestimmt die Voraussetzung. Der alchemistische Drache beißt sich in den Schwanz. Dies wird dann zur Maßgabe des Gesamten Weltalls und seiner Räumlichkeit, indem die Lichtgeschwindigkeit den Wert einer universellen Raum-Einheit bekommt, also die maßstäbliche 1 des gesamten Universums wird, obwohl sie eigentlich eine physikalische Eigenschaft beschreiben soll. Mit der Zeit als definiertem Weg verhält es sich bei allen Messungen genauso.

Weltbild

Gedanken von unterwegs …

Markus Termin ©

Liebe Leserinnen und Leser,

einige von euch werden vielleicht bemerkt haben, dass es diesen cross-over Spaß zwischen meinem und einem astronomischen Blog von Florian Freistetter gibt. Die Diskussionen laufen mittlerweile bereits seit mehr als einem Jahr. Weisere Astrologen, als ich einer bin, haben sich dort schon lange nicht mehr gemeldet.

Das Muster ist immer gleich: Herr Freistetter, sicher ein untadeliger Astronom, schreibt einen post über Astrologie, von der er leider keine Ahnung hat, aber doch gerne hätte. Er möchte aber dafür nichts tun und glaubt wahrscheinlich, es ginge wie mit dem Nürnberger Trichter. Deswegen hält er aber um so mehr die Astrologie mit allem, was ihm irgendwo nach „Esoterik“ riechen könnte – beispielsweise die Homöopathie – für Scharlatanerei.

Natürlich hört der Spaß immer auch an einem gewissen Punkt auf. Für mich dann, wenn der harte Kern von Blog-Begleitern bei Freistetter erst einmal beleidigend wird und dann die Spur der Zivilisation ganz verläßt, indem eine böse braune Brühe angerührt wird, die ich gern Herrn Freistetter selbst überlasse.

Der Spaß hört auch auf, wenn Berufsgruppen – Homöopathen oder Astrologen – diffamiert oder sogar aktiv gemobt werden, beispielsweise an der Universität forschende Homöopathen, was ein besonders fieses Vorgehen gegen Berufskollegen ist …

Kürzlich habe ich dort den Vorschlag gemacht, doch ein wissenschaftliches Experiment zu wagen, mit dem sich zweifelsfrei die Evidenz der Geburtsastrologie aufzeigen ließe.

Das wäre gar nicht so schwer. Nur jetzt kommt die Schwierigkeit, die für Naturwissenschaftler nur ganz schwer zu begreifen ist:  kein „Elternbild“ im Horoskop eines Menschen gleicht dem anderen! Dennoch aber sind sie alle so hoch signifikant, dass es mich einfach immer wieder vor Begeisterung fast vom Stuhl haut: da finden sich drei Frauengenartionen mit z.B.: einer Venus-Saturn Opposition. Und in der vierten haben wir dann eine Venus-Saturn Konjunktion im zwölfen Haus!

Das kann man nunmal nicht in einem Fragebogen ermitten, wo man multiple choice Fragen ankreuzt.

Eines der Erkenntnisse eines kommenden Zeitalters wird es sein, zu wissen, dass das Ergebnis durch die Methode geprägt wird, mit der man zum Ergebnis gelangt. Und das andere Methoden tiefer blicken lassen. Um die Astrologie wissenschaftlich zu beweisen, werden wir – wenn überhaupt Interesse besteht – andere als 0/8/15-Methoden brauchen.  Wir müßten über einen Zeitraum hinweg gemeinsam mit den Wissenschaftlern Geburtsbilder auf ihre „Signifikanz“, ihre Deutlichkeit im Ausdruck z.B. des Elternbildes gern auch über mehrere Generationen hinweg überprüfen. Und dann eine Methode finden, die dies halbwegs objektiv abbildet. Das klingt zwar wie mit der rechten Hand am linken Ohr gekratzt, doch mit Geduld und Spucke fängt man jede Mucke!

Personen, Weltbild

Voltaire oder François Marie Arouet

von Catherine Lusurier

Voltaire 21.11.1694, 17:30, Paris

Liebe Leserinnen und Leser,

richtig, das ist der mit dem: „Ich ihre Meinung bis an mein Lebensende bekämpfen, aber ich werde mich mit allen Kräften dafür einsetzen, dass sie sie haben und aussprechen dürfen.“ Ein Schütze-Skorpion, die guten Eigenschaften beider vereinigend. Er war aber auch, wie seine Biografie enthüllt, selbst nicht ohne. Mir fällt hier vor allem der Neptun in den Fischen auf, wie wir ihn ja ab 2012 auch wieder haben werden.  Mit Neptun in Opposition zur Venus, Herrin des 12. Hauses, landete Voltaire 1717 in der Bastille (unteres Horoskop). Uranus am AC für einen Freiheitsboten ist passend. Zeichen: lebt genau einen Uranus-Umlauf lang. Uranus auch Herr von 10, seiner Aufgabe.

Ereignis, Weltbild

Saturn-Pluto Quadrat in der Zeit

Liebe Leserinnen und Leser,

lassen Sie mich hier meine Freude darüber ausdrücken, dass wir hier durch viele Leser der Science-Blogs, namentlich dem famosen Astrodicticum Simplex und seinem Gestalter Dr. Florian Freistetter viele neue LeserInnen gewonnen haben.

Was hat diese Leute so lange bei der Stange gehalten, sich für Astrologie zu begeistern? Es war, wie ich zugeben muß, meine Voraussage, sie selbst würden zum gegeben Zeitpunkt wohl wissen, wie Astrologie gültig sei. Nun haben die Leser von Astronomix Simplex schon eine Menge Argumente für ein Saturn-Pluto Quadrat in der Wirkung gefunden. Alle Vorschläge haben etwas für sich. Sicher findet jeder einen anderen Zugang und selbst totale Ablehnung ist ein Standpunkt, der sich zur Astrologie nicht gleichgültig stellen kann.

Für mich zeigt sich Pluto/Saturn – abgesehen von dem, was mir die astrologischen Sitzungen mit vielen von euch sagen,  in drei Details:

einmal die Bombardierung des Mondes mit dem Ergebnis, dass dort tatsächlich größere Mengen Wasser gefunden wurden (auch Neptun, Chiron, Jupiter), was just jetzt bekannt wird.  Dazu parallel die Bombardierung kleiner Teilchen miteinander,  welches scheinbar – ich habe es mehrmals erwähnt – das Simulationstheater Illuminati abgewartet hat. Also der CERN-Versuch, der von jetzt an und die nächsten Monate über in die Einflusssphäre dieses Quadrates fällt.

Die letzte spektakuläre Nachricht diesbezüglich:

Luftangriff: Vogel wirft Brot in Teilchenbeschleuniger – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wissenschaft

LHCLHC 10.09.08 09:28 Genf

LHC und Vogel

LHC als am 3. November Saturn in die Waage ging und der Vogel ein Baguette fallen ließ. Wir sehen Jupiter direkt über Chiron und Saturn ins Aszendentenzeichen des Teilchenbeschleunigers gegangen. Und die Situation hat sich geändert. Pluto steht im Steinbock und jetzt eben im Quadrat zu Saturn.

Der Spiegel schreibt von „Höheren Mächten“, an die selbst hartgesottene Physiker nun zu glauben begännen – wenn das mal nichts ist!

Astrologisch interessiert für die Luft-Dinge (Vogel) das Wassermannzeichen und da steht Jupiter perfekt über dem Mondknoten des ersten Versuchs. Gleichzeitig setzt Jupiter, bzw. der Adler, als der Zeus erscheint – denn welcher Vogel kann ein Baguette tragen, wenn nicht einer der Adler, die es am Genfer See gibt? – das Saturn – Pluto Quadrat als Blockade ein.

Übrigens: die Poesie des Erstversuchs mit Venus und Mars in Konjunktion, gesegnet von Merkur in der Waage, warum hat es nicht geklappt? Weil der Herr des Hauses 10 in vier ist, I suppose.

Das zweite Beispiel ist der alle Verkaufsrekorde brechende Verkaufserfolg des Computer-Spiels „Call of Duty“. „Es herrscht ein erbitterter Kampf“, schreibt die FAZ heute, „und ausgerechnet das Kriegsspiel „Call of Duty, Modern Warfare 2″ hat ihn gewonnen.“ Und weiter: „“Call of Duty“ ist dabei eine äußerst realistische Kriegssimulation. Insbesondere dann, wenn der Spieler in einen Konflikt versetzt wird, der in der heutigen Zeit spielt, können die Grenzen zwischen der Realität eines Krieges und der Fiktion des Spiels verschwinden.“ Das sind also in wenigen Tagen mindestens 4,6 Millionen neue oder aufgerüstete Krieger, die im Netz aufeinander losgehen. Wenn das nicht Saturn – Pluto Quadrat ist!

Genau, wie Emmerichs Zerstörungsvisionen 2012, etc. …

Unser neuer Verteidigungsminister Baron Guttenberg spricht erstmals von Krieg. Auch das hier ist das aktuelle Saturn – Pluto Quadrat, keinesfalls ungefährlich, wie viele glauben:

Venezuela: Chávez ruft zu den Waffen | Politik | ZEIT ONLINE



Personen, Weltbild

Enzensberger

Enzensberger FotoFoto: Mariusz Kubik ©

Liebe Leser und Leserinnen,

ich weiß, das kommt jetzt ein paar Tage zu spät, der Jubilant ist eben 80 geworden und ein so mächtiger Vertreter seines Sonnenzeichens Skorpion, dass ich jetzt doch ein Zitat aus seinem aktuellen Büchlein „Fortuna und Kalkül, zwei mathematische Belustigungen“ bringen möchte:

„Nicht immer war die Stimmung unter den Auguren so trübe,“ schreibt er zum Thema Finanzkrise: „Seit etwa 1950 fingen viel Wirtschaftswissenaftler an, zu glauben, dass sie die Unwägbarkeit der Finanzmärkte mit mathematischen Methoden in den Griff bekommen könnten, eine Zuversicht, die bald von Hybris nicht zu unterscheiden war. Wer mit Worten, statt mit Gleichungen argumentierte, sah sich aufs Altenteil verwiesen. Mit der formalen Eleganz der abstrakten Modelle, die einen wunderbar präzisen Eindruck machten, konnten die klassischen Ökonomen nicht konkurrieren. Natürlich gründeten diese finanzmathematischen Theorien samt und sonders auf dem Wahrscheinlichkeitskalkül. Ihre höheren Weihen empfingen die Kapazitäten des Faches durch mehrere Nobelpreise.“

EnzensbergerH.M. Enzensberger 11.11.1929 Kaufbeuren

Nun schildert Enzenberger in Skorpion-Manier den Werdegang der beiden Nobelpreisträger auf den Flügeln ihrer Theorie, für die sie den Nobelpreis bekommen haben, bis zur Finanzkrise und teils schon vorher, als diese Theorie an der Realität scheiterte.

„Das Mitgefühl mit den beiden Nobelpreisträgern, die bei dieser Operation ihr privates Kapital einbüßten, wird sich in Grenzen gehalten haben. Sollte der ein oder andere Beobachter Schadenfreude verspürt haben, so wurde sie allerdings schon bald im Keim erstickt, denn Merton lehrt heute wieder Ökonomie an der Harvard Business School, wo er die „Analysten“ der Zukunft ausbildet, und Scholes wurde zwar wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 40 Millionen Dollar verurteilt, leitet aber einen neuen Hedge-Fonds und verwaltet für seine treuen Kunden ein Milliardenvermögen.“

In seinem Horoskop fällt mir die Venus in der Waage auf und Jupiter im Zwilling. Und ein solcher Schönling und die Intelligenzbestie ist er auch im Greisenalter noch. Wenn nicht: eben gerade. Zu seinem leidenschaftlichen Interesse für Mathematik passt, finde ich, Neptun in der Jungfrau. Für mich war er zunächst die Zumutung seiner verdammten Poesie aus den siebziger Jahren. Als unsere sozialreformerisch gepolten gutbürgerlichen Lehrerinnen uns mit Enzensberger und den nach Kopieralkohol  riechenden blauen und oft verschmierten „Arbeitsblättern“  den Sinn für den Zauber der Sprache austreiben wollten. Er schreib, glaube ich, damals nur klein, was besonders radikal war. Aber auch ohne Interpunktion, mitunter nach dem Zufallsprinzip des Zeilen-Vermengens. Puhhh …

Allesamt lesenswert sind die Büchlein der neuen SV-Reihe edition unseld, zu der das Büchlein gehört.